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(11) |
EP 0 684 883 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.04.1997 Patentblatt 1997/14 |
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Anmeldetag: 22.01.1994 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9400/063 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9419/127 (01.09.1994 Gazette 1994/20) |
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VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG EINES EINTEILIGEN LEICHTMETALLRADES AUS EINEM ALUMINIUM-KNETWERKSTOFF
PROCESS FOR MANUFACTURING A LIGHT METAL WHEEL IN A SINGLE PIECE FROM A WROUGHT ALUMINIUM
MATERIAL
PROCEDE DE FABRICATION D'UNE ROUE EN METAL LEGER, D'UNE SEULE PIECE, EN UN MATERIAU
D'ALUMINIUM CORROYE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DK ES FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Priorität: |
19.02.1993 DE 4305091
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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06.12.1995 Patentblatt 1995/49 |
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Patentinhaber: FIRMA OTTO FUCHS |
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58540 Meinerzhagen (DE) |
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Erfinder: |
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- KLEIN, Horst
D-58540 Meinerzhagen (DE)
- FISCHER, Gernot
D-58540 Meinerzhagen (DE)
- LOWAK, Heinz
D-58566 Kierspe (DE)
- MODRICKER, Klaus
D-58540 Meinerzhagen (DE)
- MÖRCHEN, Gerd
D-58566 Kierspe (DE)
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Vertreter: Schröter, Martin, Dipl.-Ing. |
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Im Tückwinkel 22 58636 Iserlohn 58636 Iserlohn (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
US-A- 4 579 604
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US-A- 4 708 749
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 13, no. 560 (M-906)13. Dezember 1989 & JP,A,01 233
031 (KOBE STEEL) 18. September 1989
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 12, no. 279 (C-517)1. August 1988 & JP,A,63 057 751
(ASAHI MALLEABLE IRON) 12. März 1988
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines einteiligen Leichtmetallrades
aus einer aushärtbaren Al-Knetlegierung durch Fließdrücken oder Walzen aus einem Rohling,
bei dem das Fließdrücken oder Walzen zum Fertigprodukt im Warmzustand durchgeführt
wird und bei dem ein Lösungsglühen bei Temperaturen von etwa 530°C in Abhängigkeit
vom Legierungstyp mit anschließendem Abschrecken und Warmaushärten bei 150° bis 200°C
erfolgt, sowie insbesondere dessen Anwendung zur Herstellung eines einteiligen Leichtmetallrades
aus einer Legierung des Types AlMgSi.
[0002] Bei einem aus der US-A 4 579 604 bekannten Verfahren dieser Art werden sogenannte
Flanschrohlinge, bei denen der im Querschnitt etwa rechteckige Flansch radial aufgespalten
und danach das Felgenbett ausgewalzt wird, oder sogenannte Topfrohlinge eingesetzt,
bei denen aus dem entsprechend geformten Randbereich das Felgenbett mit Unterstützung
ebenfalls ausgewalzt wird.
[0003] Vor dem Aufspalten und Fertigwalzen des Flanschrohlinges oder mit Fertigwalzen von
Topfrohlingen in einem Arbeitsgang werden bei einem bekannten Verfahren die Rohlinge
auf einen Temperaturbereich von 150° bis 250°C erwärmt. Nach der Fertigstellung erfolgt
eine Lösungsglühung bei Temperaturen von etwa 530°C in Abhängigkeit vom Legierungstyp
und eine Warmaushärtung bei 150° bis 200°C.
[0004] Beim Lösungsglühen und Abschrecken der gewalzten Rohlinge besteht die Gefahr eines
starken Verzuges, insbesondere des Felgenbettes. Außerdem erfordert das Erwärmen zur
Walzbearbeitung einen hohen zusätzlichen Energieaufwand.
[0005] Der Zweck der Erfindung besteht darin, weitgehend den Verzug des fertiggewalzten
Teils zu vermeiden und den Energieaufwand bei einem Verfahren der eingangs genannten
Art zu verringern.
[0006] Gelöst wird diese Erfindungsaufgabe mit einem Verfahren der genannten Art, welches
dadurch gekennzeichnet ist, daß nach dem Lösungsglühen der Rohling in Abhängigkeit
vom Legierungstyp auf etwa 200°C kontrolliert abgeschreckt, bei dieser Temperatur
unter Vermeidung stärkerer Erwärmung zum Fertigprodukt fließgedrückt oder gewalzt
und danach warmausgehärtet wird.
[0007] Das kontrollierte Abschrecken des ungewalzten Rohlinges aus dem Lösungsglühvorgang
in Abhängigkeit vom Legierungstyp auf etwa 200°C und das anschließende Fertigwalzen
vermeiden weitgehend einen Verzug des fertiggewalzten Teils, der durch Abschreckung
und nachfolgende Drehbearbeitung hervorgerufen wurde. Durch das kontrollierte Abschrecken
des Rohlings in Abhängigkeit vom Legierungstyp auf eine Temperatur von etwa 200°C,
wird gegenüber dem bekannten Verfahren, bei dem die Wiedererwärmung von der Umgebungstemperatur
erfolgt, eine Energieersparnis von beträchtlicher Art erreicht. Bei diesem Temperaturniveau
von etwa 200°C in Abhängigkeit vom Legierungstyp erfolgt die Aufspaltung des Rohlings
und anschließend das Fließdrücken oder Walzen eines Topfrohlings zum Fertigprodukt.
Das Auswalzen des Rohlings nach dem kontrollierten Abschrecken von der Lösungsglühtemperatur
führt darüber hinaus zu verbesserter Werkstoff-Gefügeausbildung und somit auch zu
verbesserten Gebrauchseigenschaften. In bekannter Weise erfolgt danach die Warmaushärtung.
[0008] Zur Erfindung gehört auch der Vorschlag, das Abschrecken nach dem Lösungsglühen mit
hoher Abschreckgeschwindigkeit über Wasserbrausen mit definierter Wassermenge und
Wassertemperatur durchzuführen. Hierdurch werden gute mechanische Eigenschaften erreicht.
Möglich ist jedoch auch das Abschrecken von mehreren Rohlingen in geeigneten Gestellen
über entsprechende Wasserberieselung.
[0009] Bevorzugt findet ein solches Verfahren Anwendung zur Herstellung eines einteiligen
Leichtmetallrades aus einer Legierung des Types AlMgSi.
[0010] Weiter ist es von Vorteil, die Walztemperatur von etwa 200°C in Abhängigkeit vom
Legierungstyp, die jedoch während des Walz- oder Drückvorganges beibehalten werden
muß, für die nachfolgende Warmaushärtung auszunutzen.
[0011] Infolge des geringeren Verzuges des fertiggewalzten Rohlinges kann das sogenannte
Drehaufmaß für das Felgenbett erheblich verringert werden. Rundlaufabweichungen und
Unwucht werden verringert.
1. Verfahren zur Herstellung eines einteiligen Leichtmetallrades aus einer aushärtbaren
Aluminium-Knetlegierung durch Fließdrücken oder Walzen aus einem Rohling, bei dem
das Fließdrücken oder Walzen zum Fertigprodukt im Warmzustand durchgeführt wird und
bei dem ein Lösungsglühen bei Temperaturen von etwa 530°C in Abhängigkeit vom Legierungstyp
mit anschließendem Abschrecken und Warmaushärten bei 150° bis 200°C erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Lösungsglühen der Rohling in Abhängigkeit vom Legierungstyp auf etwa
200°C kontrolliert abgeschreckt, bei dieser Temperatur unter Vermeidung stärkerer
Erwärmung zum Fertigprodukt fließgedrückt oder gewalzt und danach warmausgehärtet
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim kontrollierten Abkühlen zunächst die vom Legierungstyp abhängige Walztemperatur
bis auf etwa 200°C unterschritten wird und danach wieder auf Walztemperatur erwärmt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der einzelne Rohling mit hoher Abschreckgeschwindigkeit über Wasserbrausen mit
definierter Wassermenge und Wassertemperatur abgeschreckt wird.
4. Anwendung eines Verfahrens nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche
zur Herstellung eines einteiligen Leichtmetallrades aus einer Legierung des Tys AlMgSi.
1. Method of producing a one-piece light metal wheel from a hardenable aluminium wrought
alloy by flow pressing or rolling from a blank, wherein the flow pressing or rolling
is effected to produce the end product in its hot state, and wherein a solution treatment
process is effected at temperatures of approximately 530° C, depending on the alloy
type, with subsequent quenching and age-hardening at between 150° C and 200° C, characterised
in that, after the solution treatment process, the blank, depending on the alloy type,
is quenched in a controlled manner to approximately 200° C, is flow pressed or rolled
to produce the finished product at this temperature so as to avoid more intensive
heating and is thereafter age-hardened.
2. Method according to claim 1, characterised in that the rolling temperature is initially
not reached during the controlled cooling process, and then heating is effected again
to rolling temperature.
3. Method according to claim 1, characterised in that the individual blank is quenched
at a high quenching speed via water sprinklers having a specific quantity of water
and water temperature.
4. Use of a method according to one or more of the preceding claims to produce a one-piece
light metal wheel from an alloy of the AlMgSi type.
1. Procédé de fabrication d'une roue en métal léger, d'une seule pièce, en un alliage
d'aluminium corroyé, durcissable par fluotournage ou laminage à partir d'une ébauche,
sur laquelle le fluotournage ou le laminage conduisant au produit fini est effectué
à l'état chaud et sur laquelle est effectué un recuit d'homogénéisation à des températures
de l'ordre de 530°C, variables en fonction du type d'alliage, recuit suivi d'une trempe
et d'un durcissement thermique à des températures entre 150°C et 200°C, caractérisé
en ce qu'à la suite du recuit d'homogénéisation l'ébauche est trempée de manière contrôlée
à environ 200°C, en fonction du type d'alliage, qu'elle est fluotournée ou laminée
à cette température, en évitant un échauffement plus prononcé, pour conduire au produit
fini et qu'elle est ensuite durcie thermiquement.
2. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé en ce que lors du refroidissement
contrôlé, la température de laminage, qui est fonction du type d'alliage, est d'abord
ramenée vers le bas jusqu'à environ 200°C pour ensuite être reportée de nouveau jusqu'à
la température de laminage.
3. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé en ce que l'ébauche individuelle est
trempée à une vitesse de trempe élevée au moyen de douches à l'eau avec un déhit et
une température d'eau bien définis.
4. Application d'un procédé suivant une ou plusieurs des revendications précédentes pour
la fabrication d'une roue en métal léger, d'une seule pièce, en un alliage du type
AlMgSi.