[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen asphärischer Linsenoberflächen.
[0002] Zunächst wird auf die Herstellung optischer Linsen mit sphärischen Oberflächen Bezug
genommen, die bei Glas-Rohlingen konventionell im Flächeri-Schleifverfahren mit anschließendem
Polierprozeß erfolgt. Durch Flächenkontakt zwischen einem Polierwerkzeug und dem Werkstück
erfolgt die Politur. Nachteilig ist aber, daß für verschiedene Kugelradien unterschiedliche
Werkzeuge vorhanden sein müssen, von deren Zustand außerdem die Genauigkeit der fertigen
Linse abhängt.
[0003] Ein anderes Herstellverfahren für sphärische Linsen bearbeitet die meist schon vorgeformten
Glaspreßlinge mit einer Diamant-Topfscheibe durch Kugelschleifen. Der Vorschub erfolgt
entweder mit der Werkzeugspindel oder mit der Werkstückspindel, zu der die Diamant-Topfscheibe
unter einem definierten Winkel steht. Der Kugelradius an der Linse wird durch diesen
Einstellwinkel bestimmt, so daß innerhalb gewisser Grenzen verschiedene Kugelformen
mit ein und demselben Werkzeug herstellbar sind. Sein Schleifbelag verändert aber
verschleißbedingt während des Schleifprozesses die Gestalt durch Anpassung an die
sich ändernden Kugelradien. Wenn mit dem gleichen Topfwerkzeug wechselnde Kugelradien
bearbeitet werden sollen, kann daher der zu erzeugende Schleifdurchmesser nicht im
voraus festgelegt werden. Bedingt durch unterschiedliche Radien und durch Werkzeugabnutzung
entstehen nicht vorhersehbare Eingriffszonen am Werkzeug, die zu ungewollten Makrogestalt-Änderungen
an der Werkstück-Oberfläche führen. Solche Bearbeitungsfehler müssen durch nachfolgende
Feinschleifprozesse beseitigt werden. Bei kleineren Serien mit häufig wechselnden
Kugelradien ist der Anteil der Werkzeugkosten an den Gesamtkosten sowie der Fertigungsaufwand
beim Schleifen sehr groß. Darüber hinaus wird häufig in zwei Stufen mit kleiner werdender
Diamantkörnung geschliffen, so daß sich insgesamt die Bearbeitungszeit beim Schleifen
beträchtlich verlängert.
[0004] Optische Linsen mit asphärischen Oberflächen bieten eine Reihe von Vorteilen. So
ist die Abbildungsleistung gegenüber sphärischen Linsen deutlich erhöht. Bildfehler
werden besser korrigiert, und in optischen Systemen kann durch den Einsatz asphärischer
Linsen die Linsenanzahl verringert werden. Diese Vorteile ließen sich bisher nur in
sehr geringem Umfang ausnutzen. Der fertigungstechnische Aufwand und die damit verbundenen
hohen Stückkosten beschränkten herkömmlich die Verwendung asphärischer, lichtdurchlässiger
Bauelemente auf Spezial- und Sonderanwendungen. Einzel- und Kleinserienfertigungen
waren bislang aus Kostengründen nicht oder nur bedingt realisierbar.
[0005] Beispielsweise beschreibt die DE-A-2 441 976 einen Saughalter für Linsenrohlinge,
die eine asphärische Oberfläche erhalten sollen. Deren in der Mitte eingesenkte Negativkontur
ist auf der Oberseite eines steifen Glasblocks ausgebildet. Dieser ist zentrisch durchbohrt
und auf einem Tellerfutter eingespannt, das über eine Hohlwelle mit Pumpenanschluß
drehbar angetrieben wird. Der angesaugte Rohling kann nach Bearbeitung seiner Oberseite
gewendet und auf einem ähnlich geformten zweiten Glasblock an seiner Unterseite bearbeitet
werden. Das Verfahren setzt dünne, biegbare Rohlinge voraus und weist die obengenannten
Nachteile auf.
[0006] EP-A2-0 453 094 beschreibt ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Schleifen von torischen
Linsen. Ein rotierendes Diamant-Topfwerkzeug wird mit einem vorgewählten Kopfwinkel
in einer Schwenkbewegung über einen linear zugeführten Linsenrohling geführt, wobei
der Schwenkradius des Werkzeugs während einer Schwenkbewegung verändert werden kann.
Das Topfwerkzeug ist auf einem schwenkbar gelagerten Kreuzschlitten angeordnet, der
auf einem um eine horizontale Achse schwenkbaren und in radialer Richtung ein- und
ausfahrbaren Basisschlitten montiert ist. Um den Kopfwinkel und damit die Vertikalkrümmung
der Linse entlang der sich verändernden Kreisbahn konstant zu halten, wird das Werkzeug
mit Hilfe des Kreuzschlittens entsprechend seiner Position nachjustiert. Zur Berechnung
der erforderlichen Ausrichtung bzw. Nachjustierung beider Schlitten entlang ihrer
Bahn mit Hilfe eines Mikroprozessors, wird der Schwenkwinkel des Basisschlittens während
seiner Bewegung von einem Sensor erfaßt. Nach Beendigung einer Schwenkbewegung wird
der Linsenrohling mittels eines Vorschubantriebs nachgestellt. Dieser Vorgang wird
wiederholt, bis eine gewünschte Linsendicke erreicht ist.
[0007] Das Schleifen asphärischer Glaslinsen mit hoher Präzision erfordert einen nachfolgenden
Polierprozeß, der wegen der nicht-kugelförmigen Gestalt der Linsenoberfläche allerdings
nicht einfach im Flächenkontakt erfolgen kann. Vielmehr sind flexible und sehr kleine
Polierwerkzeuge notwendig, um eine möglichst genaue Abbildung der Asphäre zu erreichen.
Herkömmlich besteht dabei der Nachteil, daß aufgrund des mechanischen Aufbaues und
der Nachgiebigkeit des Werkzeugs Bewegungen, die der Asphären-Geometrie exakt entsprechen,
nicht ohne weiteres ausgeführt werden können. Die Gestaltabweichung vergrößert sich
mit zunehmender Polierzeit und wachsendem Verschleiß.
[0008] DE-A1-33 19 719 offenbart eine Maschine for die Bearbeitung gekrümmtes werkstückflächen,
insbesondere konkaves oder konvexer Rugflächen, sowie nicht-sphärischer Drehkörperflachen
von Werkstücken die aus für die geplante verwendung geeignetem werkstoff bestehen
, vermittels eines materialabhebenden werkzeugs. In einem Maschinengestell ist ein
erstes Drehwerkzeug support angeordnet, wobei das Drehwerkzeug ein topfförmiges Schleifwerzen
ist. Das mit der zu bearbeitenden gekrümmten oberfläche des in Bezug auf das Maschinengestell
atsfesten, Drehend antreibbaren werkstiches während des Bearbeitungsvorgangs in Berührung
bringar ist. Die Spindel des Werkzeugs ist an einem zwerten support befestigt, der
während des Bearbeitungsvorgangs mittels eines systems mit numerisches steuerung um
eine zur Drehachse des Werkzeuges senkrechte Drehachse drehbas ist, wobei der zweite
Support sinerseits von einem dritten Support getragen wird, der während des Bearbeitungsvorgangs
nach maßgabe der numerischen steuerung gemäß zwerer zueinander und zu der Drehachte
senkrechten Achsen verstellbar ist, um diese Drehachte des zweiten Supports gemäß
senkrecht zueinander angeordneter koordinaten einzustellen und die gekrümmte Oberfläche
des Werkstüdes zu bearbeiten, unter gleichzeitrager numerischer steuerung in zwei
zueinander senkrechten und/oder Kreisformigen Richtungen. Das werkstuch wird von einem
Kopf eines Drehsupports vom Revolvertyp getragen und kann zur Herstellung eines konvexen
nicht - spharischen Oberfläche um seine optische Achse gedreht weden.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter Überwindung der Nachteile des Standes
der Technik die kostengünstige Herstellung asphärischer Linsen wesentlich zu verbessern
und zu beschleunigen. Ferner soll eine geringe Dauer der Bearbeitung bei hoher Präzision
erreicht werden, ohne daß eine Nachbearbeitung erforderlich würde. Ein wichtiges Ziel
besteht darin, Auswirkungen des Werkzeugverschleißes auf die Linsengestalt weitestgehend
herabzusetzen.
[0010] Die Erfindung ist im unabhängigen Anspruch 1 angegeben. Ausgestaltungen sind Gegenstand
der Unteransprüche 2 bis 3. Eine Verwendung der erfgemäßen Vorrichtung ist in Anspruch
4 spezifiziert.
[0011] Dieser einfache und kompakte, modulare Aufbau einer Schleifmaschine nach Anspruch
1 ist übersichtlich, sehr genau steuerbar und wirtschaftlich, zumal herkömmliche Linearantriebe
Verwendung finden können. Durch das integrierte Meß- und Korrektursystem gewährleistet
er eine präzise und rationelle Herstellung sowohl von äußerst präzisen asphärischeri
Linsenoberflächen als auch von sogenannten Freiform-Oberflächen, selbst in der Kleinserienoder
Einzelfertigung. Wesentliche Vorteile der Erfindung beruhen darauf, daß man konturgenaue
rotationssymmetrische Linsenoberflächen unabhängig von zentraler Vorausplanung und
Rechnung mit Topfwerkzeugen herstellen kann, die unterschiedliche Diamantkörnung besitzen
können, aber keine Abrichtvorgänge erfordern, welche die Linsengeometrie beeinflussen
würden. Das mittels der Vorschubachsen an das Werkstück herangeführte Topfwerkzeug
kommt aufgrund seiner vorgewählten Neigung nur mit der entsprechend vorgewählten Anlagestelle
an dem Werkstück zur Anlage, d.h. der Umfangsrand des Topfwerkzeugs berührt das Werkstück
lediglich in einem relativ schmalen Berührungspunkt.
[0012] Bei der Schleifmaschine nach Anspruch 1 gemäß läuft die rotierend angetriebene Werkstückhalterung
entgegengesetzt zum Topfwerkzeug um; sie wird mit einem weiteren Vorschubantrieb entlang
einer vertikalen Achse in eine Bearbeitungsposition bewegt, wobei die Werkstückspindel
der Werkstückhalterung durch Achsumschaltung in eine gesteuerte Rundachse verwandelbar
ist. Darüber hinaus kann man erfindungsgemäß den Vorhaltewinkel des stets im Punktkontakt
anliegenden Topfwerkzeugs vor Beginn der Bearbeitung derart ändem, daß ein speziell
gewünschter Schleifbereichs-Durchmesser am Topfwerkzeug eingestellt wird, bei welchem
der Berührungspunkt des Umfangteils stets hinter dem Durchstichpunkt der Außenachslinie
liegt. - Bei der Schleifmaschine DE-A1-33 19 719 fehlt ein zusätzlicher Drehantrieb
für eine in bezug auf die Werkstückhalterung koaxiale Achse, insbesondere in räumlicher
Nähe zu dem zweiten Vorschubantrieb. Desgleichen ist eine Umschalt-Einrichtung zum
Übergang des Halterungs-Betriebs von reiner Drehbewegung auf gesteuerten Rundachsen-Betrieb
und umgekehrt nach diesem Stand der Technik nicht vorgesehen.
[0013] Bevorzugt ist die Vorrichtung nach Anspruch 2 so ausgebildet, daß das Topfwerkzeug
in festem Abstand zu der Querachse angeordnet und mittels eines linearen Vorschubantriebs
verschwenkbar ist. Dieser kann laut Anspruch 3 parallel zu der Vorschubrichtung des
ersten Antriebs angeordnet sein, was bauliche Vorteile bietet, z.B. eine vereinfachte
Rahmen- und Schlittengestaltung.
[0014] Die Verwendung einer Vorrichtung der oben definierten Art zum Herstellen von asphärischen
Oberflächen an Linsenrohlingen durch Schleifen und/oder Polieren mit punktförmiger
Berührung des Topfwerkzeugs unter wählbarem Konstant-Vorhaltewinkel entlang der Bearbeitungskontur,
wobei das Topfwerkzeug am Linsenrohling entlang der über die Steuereinheit vorgegebenen
Bearbeitungskontur derart geführt wird, daß zwischen der Längsachse des Topfwerkzeugs
und der Tangente in seinem Berührungspunkt am Werkstück der wählbare Vorhaltewinkel
(Kopfwinkel) konstant eingehalten wird, ist nach Anspruch 4 gekennzeichnet durch folgende
Merkmale:
a) das mit einem Drehantrieb rotierend angetriebene Topfwerkzeug wird mit einer über
den Vorhaltewinkel wählbaren Anlagestelle an das um die erste Vorschubachse rotierende
Werkstück heranbewegt,
b) das Topfwerkzeug wird mittels der Steuereinheit durch Interpolationssteuerung der
Vorschubachsen sowie der Schwenkachse vom Rand des Werkstücks zu seiner Mitte und
darüber hinaus entlang der Bearbeitungskontur geführt,
c) während oder nach der Bearbeitung des Werkstücks werden Abtastwerte seiner Oberfläche
gewonnen und bei Folgebearbeitung durch geänderte Bahnführung des Topfwerkzeugs in
der Steuereinheit berücksichtigt.
[0015] Die erwähnte Optimierung der Schleifbearbeitung durch vorherige Wahl des Vorhaltewinkels
derart, daß ein speziell gewünschter Schleifbereichs-Durchmesser am Topfwerkzeug eingestellt
wird und/oder der Materialabtrag in günstigster Weise erfolgt, ist insbesondere für
die zielgerichtete Asphärenbearbeitung mit dem Topfwerkzeug von großer Bedeutung.
[0016] Speziell für weiche Kontaktlinsen mit sphärischer Rückseite bedient sich zwar ein
in EP-A2-0 304 106 dargelegtes Verfahren einer ebenen Steuerfläche, die mit wählbarer
Achsversetzung tangential am rotierenden Werkstück anliegt und zusammen mit einem
Werkzeug auf einer Kreisbahn um eine gemeinsame Drehachse verschwenkbar ist. Das Ausmaß
der Achsversetzung bestimmt die Asphärizität während der Bearbeitung, die im entwässerten
Zustand des Linsenrohlings auf einer Drehbank vor sich geht. Es ist jedoch jede Einstellung
vorzugeben und während des Schneidvorgangs nicht veränderlich, so daß genaue individuelle
Anpassungen nicht möglich sind.
[0017] Wesentliche Vorteile der Erfindung beruhen darauf, daß man konturgenaue rotationssymmetrische
Linsenoberflächen unabhängig von zentraler Vorausplanung und Rechnung mit Topfwerkzeugen
herstellen kann, die unterschiedliche Diamantkörnungen besitzen können, aber keine
Abrichtvorgänge erfordem, welche die Linsengeometrie beeinflussen würden.
[0018] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem Wortlaut der
Ansprüche sowie aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der
Zeichnungen. Darin zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht einer Bearbeitungsgeometrie mit unterschiedlich geneigtem
Topfwerkzeug,
- Fig. 1a
- eine vergrößerte Seitenansicht der Werkzeugstellung bei Arbeitsbeginn,
- Fig. 1b
- eine vergrößerte Seitenansicht der Werkzeugstellung bei Arbeitsende,
- Fig. 2
- eine schematische Seitenansicht eines Topfwerkzeuges bei sphärischer Linsenbearbeitung,
- Fig. 3
- eine schmematisierte Schrägansicht einer CNC-Werkzeugmaschine mit vier Achsen,
- Fig. 4
- ein Flußdiagramm eines Arbeitsablaufs und
- Fig. 5
- ein Grundschema einer CNC-Werkzeugmaschnine.
[0019] In den schematisierten Darstellungen der Fig. 1, 1a, 1b, 2 ist ein Werkstück W dargestellt,
das in Form eines Linsenrohlings L von einem Topfwerkzeug T mit geneigter Achse A
entlang einer Bearbeitungkontur K bearbeitet wird. Ein Umfangsteil U setzt am Rand
des Werkstücks W an und berührt es im Punkt P, wobei die Außenachslinie A' einen konstanten
Vorhaltewinkel β zur Tangente F einschließt. Das Werkstück W ist rotierend angetrieben
und lauft entgegengesetzt zum Topfwerkzeug um, das vom Rand des Werkstücks W über
dessen Mitte hinaus geführt wird. Dabei bleibt der Vorhaltewinkel β, der auch zwischen
der Außenachslinie A' und der Normalen N auf die Tangente F erkennbar ist (Fig. 1),
durchgehend gleich. Er kann zu Arbeitsbeginn 0° betragen, bedarfsweise aber auch anders
eingestellt werden. Man erkennt, daß im Verlaufe der Bearbeitung der Tangentenwinkel
τ zur Oberfläche O immer kleiner wird. Der Berührungspunkt P liegt stets hinter dem
Durchstichpunkt der Außenachslinie A', und die Berührungslinie bzw. - ringfläche des
Umfangsteils U gewährleistet einen gleichmäßigen und schonenden Materialabtrag. Abhängig
vom wirksamen Durchmesser D des Umfangsteils U kann die Neigung des Topfwerkzeugs
T und der Vorhaltewinkel β für die jeweilige Schleif- bzw. Polieraufgabe optimal eingestellt
werden. Ist eine Vorbearbeitung mit sphärischer Oberfläche O durchzuführen, so wird
mit einem Einstellwinkel (Fig. 2) eine gleichbleibende Neigung des Topfwerkzeugs T
zur Achse Z der Wertstückspindel S vorgegeben.
[0020] Der konstruktive Aufbau ist in Fig. 3 veranschaulicht. Die insgesamt mit 10 bezeichnete
CNC-Werkzeugmaschine hat ein Gestell 12 mit einem Tisch 14, auf dem ein Horizontalrahmen
16 angeordnet ist. Darauf ist ein Schlitten 18 mit einem Gehäuse 20 verschieblich
angeordnet. Mit dem Gehäuse 20 ist ein Kopf 22 verbunden, der ein Umlenkgetriebe 24
enthält und eine drehbar angetriebene Werkzeugspindel V haltert. An einem Vertikalrahmen
26 ist ein Schlitten 28 mit einem Drehantrieb 30 für eine Rotationsspindel S angeordnet,
die eine Halterung H für das Werkstück W trägt.
[0021] Der Schlitten 18 ist mittels eines zweiten Vorschubantriebs I in Richtung einer Achse
X beweglich. Für den Schlitten 28 ist ein erster Vorschubantrieb II vorgesehen, der
eine Bewegung in Richtung einer Achse Z ermöglicht. Der Kopf 22 ist um eine Querachse
B schwenkbar, wozu ein dritter Vorschubantrieb III dient, der parallel zur Achse X
angeordnet ist. Man erkennt, daß nur durch Zusammenwirken zweier Linearantriebe in
Richtung der Achsen X und Z sowie durch eine Schwenkbewegung um die Querachse B das
Topfwerkzeug T mit seinem Umfangsteil U gegenüber dem (in Fig. 3 weggelassenen) Werkstück
auf der Halterung H steuerbar ist. Zusätzlich ist ein weiterer Vorschubantrieb IV
vorhanden, der in bezug auf die Achse Z mittig angeordnet ist und nach Umschaltung
vom Drehantrieb der Werkstückspindel S deren Steuerung mittels einer zusätzlichen
Rundachse C ermöglicht.
[0022] Ein allgemeines Flußdiagramm des Arbeitsablaufes ist aus Fig. 4 ersichtlich. Man
wählt zunächst die Bearbeitungsart je nachdem, ob eine asphärische oder sphärische
Bearbeitungskontur K (Fig. 1) vorgegeben wird. Sodann folgt die Anwahl der Geometrieart,
die konvex, konkav oder plan sein kann. Die zugehörigen Geometrie-Parameter wie Krümmungsradius,
Außendurchmesser, Mittendicke der Linse usw. und die Werkzeug- bzw. Bearbeitungs-Parameter
wie wirksamer Durchmesser des Umfangsteils U, sein Lippenradius, Vorhaltewinkel b,
Vorschubgeschwindigkeit und Drehzahl des Topfwerkzeugs werden anschließend eingegeben.
Daraus wird in der Steuereinheit die Werkzeugbahn berechnet, worauf die Bearbeitung
der Linse entlang der Eearbeitungskontur K erfolgt. Im Anschluß an diesen Arbeitsgang
des Schleifens und/oder Polierens wird die Oberfläche O abgetastet, was zur Gewinnung
von Korrekturdaten benutzt wird, die zu einer Berichtigung der Werkzeugbahn für eine
Folgebearbeitung benutzt werden können.
[0023] Die Grundstruktur einer geeigneten Vorrichtung ist in Fig. 5 schematisch dargestellt.
Die CNC-Werkzeugmaschine 10 hat eine Bedientafel 40, vorzugsweise mit Bildschirm,
sowie einen Eingabe-/Ausgabeteil 50, der als Tastatur ausgebildet sein kann. Beide
Einheiten stehen mit einem Mikroprozessor-Rechner R in Verbindung, dem Meßsysteme
M1 bis M4 zugeordnet sind. Letzere sind mit einer Steuereinheit E verbunden, welche
die Vorschubantriebe I bis III direkt beeinflußt. Ein Umschalt-Einrichtung oder Weiche
60 dient dazu, wahlweise nur den Drehantrieb 30 für die Werkstückspindel S oder den
vierten Vorschubantrieb IV für die Achse C zu steuern.
[0024] Die Maschine 10 ist modular aufgebaut und mit (nicht gezeichneten) hochdynamischen
Servomotoren ausgestattet. Nicht dargestellte Interpolatoren sorgen dafür, daß die
Werkzeugführung nach Vorgabe der Bearbeitungskontur K in feinsten Schritten - d.h.
quasikontinuierlich - gesteuert werden kann und so die Herstellung gebrauchsfähiger
Asphären-Oberflachen gewährleistet. Dabei können Ausgleichsbewegungen ebenso berücksichtigt
werden wie eventuelle Polieraufmaße, die bei extrem asphärischer Kontur vorgesehen
werden können, um einen nichtlinearen Materialabtrag zu kompensieren.
[0025] Man erkennt, daß nach dem erfindungsgemäßen Verfahren und mit der erfindungsgemäßen
CNC-Werkzeugmaschine die universelle Linsenbearbeitung mit asphärischen, aber auch
sphärischen Oberflächen vorteilhaft durchführbar ist. Die Anordnung eignet sich insbesondere
auch für die Kleinserien- oder Einzelfertigung.
[0026] Die zusätzliche C-Achse für die Werkstückspindel S gestattet außerdem eine Freiform-Oberflächenbearbeitung
nach grundsätzlich gleichem Verfahren. Auch hier ist ein Servoantrieb und ein Rotationsmeßsystem
für die gesteuerte Rundachse vorgesehen, so daß nach Achsumschaltung bedarfsweise
außermittige Flächenbearbeitungen ausgeführt werden können. Sind diese nicht erforderlich,
so geht die Weiche 60 auf reinen Drehantrieb 30 für die Werkstückspindel S über.
[0027] Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt; vielmehr
sind zahlreiche Abwandlungen möglich. Man erkennt jedoch, daß bei einem Verfahren
zum Herstellen von asphärischen Oberflachen an Linsenrohlingen L namentlich aus Glas
erfindungsgemäß bevorzugt eine CNC-Werkzeugmaschine mit einem rotierend zustellbaren
Topfwerkzeug T zum Schleifen und/oder Polieren eines Werkstücks W in einer Halterung
H benutzt wird. Das Topfwerkzeug T wird entlang einer über eine Steuereinheit E vorgegebenen
Bearbeitungskontur K derart geführt, daß zwischen der Längsachse A des Topfwerkzeugs
T und der Tangente F in seinem Berührungspunkt P am Werkstück W ein wahlbarer Vorhaltewinkel
β von z.B. 0° konstant eingehalten wird. Zumindest ein Vorschubantrieb (z.B. I) wird
in bezug auf einen anderen (z.B. II) um eine Querachse B verschwenkt, vorzugsweise
unter Interpolationssteuerung eines weiteren Antriebs III, um das Topfwerkzeug T vom
Rand des Werkstücks W zu seiner Mitte und darüber hinweg entlang einer Meridianlinie
zu führen. Ein zusätzlicher Vorschubantrieb IV ermöglicht die Steuerung der Werkstückhalterung
H um eine mittige Achse C. Jeder Achse X, Z, B, C ist ein Meßsystem M1, M2, M3, M4
zugeordnet, deren Meßwerte sowie Abstastwerte der bearbeiteten Oberfläche in die Steuereinheit
E einspeisbar und in einem Mikroprozessor-Rechner R durch Vergleich des Oberflächen-Istverlaufs
mit der Bearbeitungskontur K zur Nachberechnung der Werkzeugbahn auswertbar sind.
Die Oberfläche des Linsenrohlings L ist auf eine sphärische Gestalt vorbearbeitbar,
die der vorgegebenen Bearbeitungskontur K weitestgehend angenähert ist.
Bezugszeichen-Liste
[0028]
- α
- Einstellwinkel
- β
- Vorhaltewinkel
- τ
- Tangentenwinkel
- I, II, III, IV
- Vorschubantriebe
- A
- Achse (von T)
- A'
- Außenachslinie
- B
- Querachse
- C
- mittige Achse
- D
- Durchmesser (von U)
- E
- Steuereinheit
- F
- Tangente
- H
- Halterung
- K
- Bearbeitungskontur
- L
- Linsenrohling
- M1,M2,M3,M4
- Meßsysteme
- N
- Normale (zu F)
- O
- Oberfläche (von W)
- P
- Berührungspunkt (T auf W)
- R
- Mikroprozessor-Rechner
- S
- (Rotations-)Spindel
- T
- Topfwerkzeug
- U
- Umfangsteil
- V
- Werkzeugspindel
- W
- Werkstück
- X
- Achse
- Z
- Achse
- 10
- CNC-Werkzeugmachine
- 12
- Gestell
- 14
- Tisch
- 16
- Horizonalrahmen
- 18
- Schlitten
- 20
- Gehäuse
- 22
- Kopf
- 24
- Umlenkgetriebe
- 26
- Vertikalrahmen
- 28
- Schlitten
- 30
- Drehantrieb (für H/W)
- 40
- Bedientafel
- 50
- Eingabe-/Ausgabe-Einheit
- 60
- Umschalt-Einrichtung / Weiche
1. Vorrichtung zum Herstellen von asphärischen Oberflächen an Linsenrohlingen (L), namentlich
aus Glas, bestehend aus einer CNC-Werkzeugmaschine mit einer Steuereinheit (E), mit
einem um eine Achse (A) rotierend angetriebenen zustellbaren Topfwerkzeug (T) zum
Schleifen und/oder Polieren des Linsenrohlings (L) und mit einer mittels eines ersten
Vorschubantriebs (II) entlang einer ersten Vorschubachse (Z) in eine Bearbeitungsposition
bewegbaren Halterung (H) zur Aufnahme des Linsenrohlings (L), wobei das Topfwerkzeug
(T) um eine Schwenkachse (B) senkrecht zur ersten Vorschubachse (Z) schwenkbar und
mittels eines zweiten Vorschubantriebs (I) entlang einer zweiten Vorschubachse (X)
senkrecht zur Schwenkachse (B) sowie zur ersten Vorschubachse (Z) linear verstellbar
ist und wobei jeder Achse (X, Z, B) ein Meßsystem (M1, M2, M3, M4) zugeordnet ist,
deren Meßwerte sowie Abtastwerte der bearbeiteten Oberfläche in die Steuereinheit
(E) einspeisbar und in einem Mikroprozessor-Rechner (R) durch Vergleich des Oberflächen-lstverlaufs
mit einer Bearbeitungskontur (K) zur Korrektur der Werkzeugbahn auswertbar sind, wobei
das Topfwerkzeug (T) an die mittels eines Drehantriebs (30) um die erste Vorschubachse
(Z) rotierbare Halterung (H) mit einer über einen Vorhaltewinkel (β) wählbaren Anlagestelle
(P) heranführbar und mittels der Steuereinheit (E) durch Interpolationssteuerung der
Vorschubachsen (X, Z) sowie der Schwenkachse (B) vom Rand des Werkstücks (W) zu seiner
Mitte und darüber hinaus mit punktförmiger Berührung am Linsenrohling (L) entlang
der Bearbeitungskontur (K) führbar ist, wobei die Werkstückhalterung (H) bei eingeschaltetem
Drehantrieb (30) entgegengesetzt zum Topfwerkzeug (T) umläuft und mit dem ersten Vorschubantrieb
(II) entlang der vertikalen zur achse (Z) in eine Bearbeitungsposition bewegbar ist,
wobei zur Rotation der Werkstücks halterung (H) um eine zuzätzliche, zu der vertikalen
ersten Vorschubachse (Z) koaxiale Achse (C) ein zusätzlicher Antriebs modul (IV) vorhanden
ist, insbesondere in räumlicher Nähe zu dem ersten Vorschubantrieb (II), wobei der
zusätzliche Antrieb (IV) einem gesteuerten Rundachsenbetrieb dient, und wobei eine
Umschalt-Einrichtung (60) zum Übergang des mittels des ersten Drehantriebs (30) durchführbaren
Halterungs-Betriebs von reiner Drehbewegung auf mittels des zusätzlichen Antriebs
moduls (IV) durchfürhrbaren gesteuerten Rundachsen-Betrieb und umgekehrt vorhanden
ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Topfwerkzeug (T) in festem Abstand zu der Querachse (B) angeordnet und mittels
eines linearen dritten Vorschubantriebs (III) verschwenkbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der dritte Vorschubantrieb (III) parallel zu der Vorschubrichtung des zweiten Antriebs
(I) angeordnet ist.
4. Verwendung der Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3 zum Herstellen von asphärischen
Oberflächen an Linsenrohlingen (L) durch Schleifen und/oder Polieren mit punktförmiger
Berührung (P) des Topfwerkzeugs (T) unter wählbarem Konstant-Vorhaltewinkel (β) entlang
der Bearbeitungskontur (K), wobei das Topfwerkzeug (T) am Linsenrohling (L) entlang
der über die Steuereinheit (E) vorgegebenen Bearbeitungskontur (K) derart geführt
wird, daß zwischen der Längsachse (A) des Topfwerkzeugs (T) und der Tangente (F) in
seinem Berührungspunkt (P) am Werkstück (W) der wählbare Vorhaltewinkel (Kopfwinkel
β) konstant eingehalten wird,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) das mit einem Drehantrieb rotierend angetriebene Topfwerkzeug (T) wird mit einer
über den Vorhaltewinkel (β) wählbaren Anlagestelle (P) an das um die erste Vorschubachse
(Z) rotierende Werkstück (W) heranbewegt,
b) das Topfwerkzeug (T) wird mittels der Steuereinheit (E) durch Interpolationssteuerung der Vorschubachsen (X) und (Z) sowie der Schwenkachse (B)
vom Rand des Werkstücks (W) zu seiner Mitte und darüber hinaus entlang der Bearbeitungskontur
(K) geführt,
c) während oder nach der Bearbeitung des Werkstücks (W) werden Abtastwerte seiner
Oberfläche gewonnen und bei Folgebearbeitung durch geänderte Bahnführung des Topfwerkzeugs (T) in der Steuereinheit (E) berücksichtigt
1. Device for fabricating aspheric surfaces on lens blanks (L), particularly of glass,
comprising a CNC machine tool having a control unit (E) and an advanceable cup-shaped
tool (T) driven for rotation around an axis (A) for grinding and/or polishing the
lens blank (L), further having a holder (H) for receiving the lens blank (L), which
holder (H) is movable into a processing position along a first feeding axis (Z) by
means of a first feeding drive (II), the cup-shaped tool (T) being pivotable around
a pivot axis (B) at a right angle to the first feeding axis (Z) and being linearly
advanceable, by means of a second feeding drive (I), along a second feeding axis (X)
at right angles to the pivot axis (B) and to the first feeding axis (Z), measuring
systems (M1, M2, M3, M4) assigned to each of the axes (B, X, Z) providing measurement
values which together with surface tracing values are supplied to the control unit
(E) and are evaluated in a microprocessor computer (R) for correcting the tool trajectory
by comparison of the worked surface with the processing contour (K), wherein the cup-shaped
tool (T) is advanceable to the holder (H) which rotates around the first feeding axis
(Z) by means of a rotary drive (30), with a point of contact (P) being adjustable
via an angle of lead (β), and which holder (H) is guidable from the edge of the workpiece
(W) to its center and beyond with point contact to the lens blank (L) along the processing
contour (K) by means of the control unit (E) through interpolation control of the
feeding axes (X, Z) and of the pivot axis (B), wherein with the rotary drive (30)
being active, the workpiece holder (H) rotates in opposite sense to the cup-shaped
tool (T) and is advanceable into a working position by means of the first feeding
drive (II) along the vertical first feeding axis (Z), wherein for rotation of the
workpiece holder (H) around an additional axis (C) that is coaxial to the vertical
first feeding axis (Z), an additional drive module (IV) serving for controlled rotary
arbor operation is provided, in particular in the vicinity of the first feeding drive
(II), and wherein a switch-over device (60) is provided for transition from the mere
rotary motion of the holder (H) effected by means of the first rotary drive (30) to
the controlled rotary arbor operation effected by means of the additional drive module
(IV), and vice-versa.
2. Device according to claim 1, wherein the cup-shaped tool (T) is arranged at a fixed
distance to the transverse axis (B) and is pivotable by means of a linear third feeding
drive (III).
3. Device according to claim 2, wherein the third feeding drive (III) is arranged parallel
to the feeding direcion of the second drive (I).
4. Use of the device according to any one of claims 1 to 3 for fabricating aspheric surfaces
on lens blanks (L) by grinding and/or polishing with point contact (P) of the cup-shaped
tool (T) under a selectable constant lead angle (β) along the processing contour (K),
the cup-shaped tool (T) being guided on the lens blank (L) along the processing contour
(K) determined by the control unit (E) in such manner that the selectable lead angle
(head angle β) between the longitudinal axis (A) of the cup-shaped tool (T) and the
tangent (F) at the contact point (P) to the workpiece (W) is held constant, wherein
(a) the cup-shaped tool (T) rotated by an a rotary drive is advanced, with a contact
point (P) selectable via the lead angle (β), toward the workpiece (W) that is rotated
around the first feeding axis (Z),
(b) the cup-shaped tool (T) is guided by means of the control unit (E) through interpolation
control of the feeding axes (X and Z) and of the pivot axis (B) along the processing
contour (K) from the edge of the workpiece (W) to its center and beyond,
(c) tracing values of the surface of the workpiece (W) are obtained during or after
its processing and are utilized in the control unit (E) for subsequent processing
by way of modified trajectories of the cup-shaped tool (T).
1. Dispositif pour fabriquer des surfaces asphériques sur des lentilles brutes (L), notamment
de verre, consistant en une machine outil CNC avec une unité de commande (E), avec
un outil boisseau (T) pouvant être avancé, entraîné rotativement autour d'un axe (A)
et servant à meuler et/ou à polir la lentille brute (L), et avec une fixation (H)
servant à recevoir la lentille brute (L) et pouvant être déplacée, au moyen d'un premier
entraînement d'avance (II), le long d'un premier axe d'avance (Z) en une position
de façonnage, l'outil boisseau (T) pouvant être pivoté autour d'un axe de pivotement
(B) perpendiculaire au premier axe d'avance (Z) et pouvant être avancé linéairement
le long d'un second axe d'avance (X) perpendiculaire à l'axe de pivotement (B) ainsi
qu'au premier axe d'avance, chaque axe (X, Z, B) étant associé à un système de mesure
(M1, M2, M3, M4) dont les valeurs mesurées peuvent être entrées dans l'unité de commande
(E) en commun avec des valeurs détectées sur la face usinée, ces valeurs pouvant être
exploitées dans un ordinateur à microprocesseur (R) par comparaison des tracés réels
de la surface avec le contour de façonnage (K) pour corriger la trajectoire de l'outil
boisseau (T) ce qui peut être avancé vers la fixation (H) tournant autour du premier
axe d'avance (Z) au moyen d'un entraînement rotatif (30) avec un point de contact
(P) choisi à l'aide d'un angle de dérivation (β) et qui peut être guidé, au moyen
de l'unité de commande (E) par des commandes interpolées des axes d'avance (X, Z)
et de l'axe de pivotement (B), depuis le bord de la pièce a façonner (W) jusqu'à son
centre et au-delà de celui-ci le long du contour de façonnage (K) et en contact sur
le point (P) à la lentille brute (L), la fixation (H) de la pièce à façonner (W) tournant,
quand l'entraînement rotatif (30) est rendu actif, en sens inverse de l'outil boisseau
(T) et étant avanceable au moyen du premier entraînement d'avance (II) le long du
premier axe d'avance (Z) en une position de façonnage, un module d'entraînement supplémentaire
étant prévu, notamment à proximité du premier entraînement d'avance (II), pour la
rotation de la fixation (H) de la pièce à façonner (W) autour d'un axe additionnel
(C) coaxial au premier axe d'avance (Z) vertical, et un dispositif de manoeuvre (60)
étant prévu pour faire passer le service de la fixation (H), effectué au moyen du
premier entraînement rotatif (30), d'un simple mouvement de rotation en un service
d'axe rond commandé et vice-versa.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'outil boisseau (T) est disposé à une distance fixe de l'axe transversal (B) et
qu'il est pivotable au moyen d'un troisième entraînement d'avance (III) linéaire.
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que le troisième entraînement d'avance (III) linéaire est disposé parallèlement à la
direction d'avance du second entraînement (I).
4. Usage du dispositif selon l'un des revendications 1 à 3 pour fabriquer des surfaces
asphériques sur des lentilles brutes (L) en les meulant et/ou polirant avec un outil
boisseau (T) étant en contact de point (P) sous un angle de dérivation (β) le long
du contour de façonnage (K), l'outil boisseau (T) étant guidé le long du contour de
façonnage (K) déterminé par l'unité de commande (E) de manière que l'angle de dérivation
(angle de tête β) entre l'axe longitudinal (A) de l'outil boisseau (T) et la tangente
(F) au point de contact (P) sur la pièce à façonner (W) soit constant, avec les caractéristiques
suivantes:
(a) l'outil boisseau (T) entraîné rotativement par un entraînement rotatif est approché,
avec un point de contact (P) choisi à l'aide de l'angle de dérivation (β), vers la
pièce à façonner (W) tournant autour du premier axe d'avance (Z),
(b) l'outil boisseau (T) est guidé, au moyen de l'unité de commance (E), par des commandes
interpolées des axes d'avance (X, Z) et de l'axe de pivotement (B), le long du contour
de façonnage (K) depuis le bord de la pièce à façonner (W) jusqu'au centre de celle-ci
et au-delà,
(c) pendant ou après le façonnage de la pièce (W), on obtient des valeurs de sa surface
qui sont introduites à l'unité de commande (E) pour adapter ensuite la trajectoire
de l'outil boisseau (T).