[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Trennen des Flüssiganteils vom Feststoffanteil
von fein dispersen mineralischen Schlämmen, insbesondere eines keramischen Schlickers,
mit einer Schnecke und mit die Schnecke mit Radialabstand umgebenden und längs der
Schnecke angeordneten zylinderischen Filtermitteln, die mit der Schnecke einen Förderkanal
für den Schlicker begrenzen, der über eine Materialzuführung an einem Ende der Filterschneckenpresse
zugeführt und nach Förderung durch die Kanäle der rotierenden Schnecke am anderen
Ende als Feststoffaustrag über ein Mundstück abgeführt wird, wobei der das Filtermittel
durchströmende Flüssiganteil über einen Filtratabzug abgeführt wird.
[0002] Eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 ist bereits bekannt
(EP-B 0 138 920), bei der die die Schnecke umgebenden Filtermittel in einem Gehäuse
angeordnet sind. Die der Schnecke zugewandten Filtermitteloberflächen der im Gehäuse
aufgenommenen Filtermittel sind zum Schutz gegen Abrieb mit einem abriebfesten Schutzgitter
überzogen. In den Maschen dieses Gitters bildet sich ein stationärer Filterkuchen,
der einen bedeutenden strömungswiderstand für den Filtratabfluß darstellt. Dieser
Widerstand wird umso kleiner, je geringer die Dicke des Gitters und je kleiner der
von den Gitterstäben überdeckte Flächenanteil der Filtermitteloberfläche ist. Aus
Festigkeits- und Stabilitätsgründen, aber auch zur Erfüllung der Schutzfunktion kann
die Dicke des Gitters und der durch das Gitter überdeckte Flächenanteil nicht beliebig
verkleinert werden, so daß einer Reduktion des Widerstandes für den Filtratabfluß
Grenzen gesetzt sind. Abgesehen von dem durch das Schutzgitter bedingten nachteilhaften
Strömungswiderstand für den Filtratabfluß ergibt sich durch den Einsatz der Schutzgitter
jedoch auch ein baulicher Aufwand einer solchen bekannten Filterschneckenpresse.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, den Nachteil des Standes der Technik zu beheben, insbesondere
eine Vorrichtung zum Trennen des Flüssiganteils vom Feststoffanteil zu schaffen, die
baulich einfach aufgebaut ist und ohne das Erfordernis zusätzlicher Schutzgitter für
die Filtermittel auskommt.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruches
1 enthaltenen Merkmale gelöst, wobei zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung durch
die in den Unteransprüchen enthaltenen Merkmale gekennzeichnet sind.
[0005] Die Erfindung geht von der Kenntnis aus, daß vom Beginn bis über die Mitte des Schneckenkanals
das Zweiphasensystem noch flüssig bis weichplastisch ist, so daß sich im Spalt zwischen
Außendurchmesser der Schnecke und Innendurchmesser des Filterzylinders ein auf dem
Filtermittel ruhender Filterkuchen ausbildet, dessen Feststoffgehalt höher als der
des Mediums im Schneckenkanal ist, so daß aufgrund des ruhenden Filterkuchens die
Filtermittel gegen Reibung geschützt sind. Aus diesem Grund genügt in diesem Abschnitt
der Einsatz von Filtermitteln, die nicht auf hohe Abriebfestigkeit ausgelegt sein
müssen bzw. können zusätzliche Schutzmaßnahmen der Filtermittel durch Vorschalten
von Schutzgittern und dergleichen entfallen. Dem trägt die Erfindung durch den zweistufigen
Aufbau der Vorrichtung Rechnung, wobei in dem ersten Filtermittelabschnitt Filtermittel
mit geringerer Abriebfestigkeit eingesetzt werden können, hingegen im zweiten daran
anschließenden Filtermittelabschnitt Filtermittel verwendet werden, die sich durch
eine höhere Abriebfestigkeit auszeichnen. Hierfür eignen sich insbesondere poröse
Siliziumkarbid- oder Siliziumnitridzylinder. Hierbei ist es zweckmäßig, daß die Filtermittel
in Filterelementen mit begrenzter axialer Länge aufgenommen sind, die vorteilhafterweise
baugleich ausgeführt sind. Dies bietet die Möglichkeit, die Filterelemente baukastenartig
zusammenzusetzen, indem Filterelemente des ersten Filtermittelabschnittes und Filterelemente
des zweiten Filtermittelabschnittes nebeneinander längs der Schneckenachse angeordnet
werden. Die Filterelemente sind hierbei gegeneinander durch herkömmliche Dichtungen
abgedichtet.
[0006] Die Filtermittel des ersten Filterabschnittes zeichnen sich durch feinste Poren dicht
an der Filtermitteloberfläche aus, wobei sich das Porensystem in das Filtermittel
hinein erweitert. Dadurch werden feine Teilchen weitgehend an der Filtermitteloberfläche
festgehalten, wohingegen in das Porensystem eindringende Feinstteilchen das Filtermittel
ohne weiteres passieren können. Dadurch werden Verstopfungen weitgehend vermieden.
[0007] Bei fein dispers mineralischen Schlämmen, insbesondere bei keramischem Schlicker,
haftet im ersten Filterabschnitt eine stationäre Filterkuchenschicht auf der Oberfläche
des Filtermediums derart fest, daß dadurch Abrieb und primäre Verstopfung vom Filtermedium
ferngehalten werden. In Zone 2, also dem zweiten Filterabschnitt, ist das Zweiphasensystem
schon zu einem dispers plastischem Material konzentriert. Hier besteht im ganzen Schneckenkanal
ein unmittelbarer Kontakt der dispersen Feststoffteilchen untereinander. Die Feststoffteilchen
sind hier offenbar in einem Feststoffgerüst so stark fixiert, daß ein Eindringen feinster
Feststoffteilchen in das Filtermedium auch dann nicht erfolgt, wenn die schützende
stationäre Kuchenschicht hier nicht mehr existiert. Aufgrund dieses Sachverhalts kann
auf die ursprünglich gemäß der EP-B 0 138 920 vorgesehenen Schutzgitter auf den Filtermedien
verzichtet werden, die den Widerstand für den Abfluß des Filtrats sehr erhöhen und
dadurch die Leistung sehr erniedrigen würden. Zugleich ergibt sich eine erhebliche
Verbilligung der Konstruktion. Gegen Abrieb empfindliche relativ billige Filterelemente
können für den ersten Filterabschnitt verwendet werden, wohingegen lediglich im zweiten
Filterabschnitt entsprechend abriebfestere Abriebelemente erforderlich sind.
[0008] Dies ist sehr wesentlich für den wirtschaftlichen und damit praktischen Erfolg der
Vorrichtung.
[0009] Feinporiges Sintersiebgewebe und poröses Siliziumkarbid sind Beispiele für die in
den jeweiligen Abschnitten erforderlichen Filtermedien. Selbstverständlich können
aber auch andere geeignete Filtermedien Anwendung finden.
[0010] Besonders vorteilhaft ist die erfindungsgemäße Unterteilung des filtrierenden Schneckenzylinders
in eine Anzahl von selbsttragenden Elementen mit entsprechend kleinerer axialer Erstreckung
der Filterelemente, in denen die Filtermedien in ungeteilten Stahlzylindern gut befestigt
sind, wodurch die bei der Verarbeitung auftretenden sehr hohen Kräfte gut aufgenommen
werden können. Ein geschlossenes Gehäuse, das die Filterelemente aufnimmt, ist dabei
entbehrlich, vielmehr genügt ein Rahmen, der die Position der Filterelemente festlegt
und die Drehmomente, die auf die einzelnen Filterelemente einwirken, aufnimmt.
[0011] Zweckmäßigerweise sind die Filterelemente selbsttragend ausgebildet, wobei die Filtermittel
entweder in einem massiven Stahlzylinder eingeschweißt sind oder ein Stahlzylinder
über die Filtermittel aufgeschrumpft wird, was insbesondere beim Einsatz keramischer
Filtermedien der Fall ist. Infolge der selbsttragenden Eigenschaft der Filterelemente
entfällt das Erfordernis eines zusätzlichen Gehäuses. Die Filterelemente werden nach
dem Aneinanderreihen lediglich mittels Zugankern festgelegt und im übrigen außen durch
einen Rahmen gegen Drehung gesichert. Dadurch ergibt sich ein insgesamt sehr einfacher,
leicht zu montierender Aufbau einer Filterschneckenpresse.
[0012] Wesentlich ist schließlich auch noch ein besonderes Spülverfahren, um sowohl den
Schneckenkanal wie auch die Filterelemente nach längeren Betriebszeiten zu reinigen.
Hierzu werden in einem ersten Arbeitstakt die Schneckenkanäle durch Leitungswasser
gespült, wohingegegen in einem zweiten Arbeitstakt die Filterelemente mit wechselnder
Strömungsrichtung, und zwar bevorzugt einzeln mit unter Druck stehendem Spülwasser
durchspült werden. Es ist auch möglich, ohne vorherige Spülung der Schneckenkanäle
nur das Porensystem der Filterelemente mit Spülwasser stoßweise gegen die Strömungsrichtung
des Filtrates zu durchspülen.
[0013] Nachfolgend wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung
beschrieben. Darin zeigen
Figur 1 eine schematische Schnittansicht der Vorrichtung durch die Längsachse,
Figuren 2 bis 5 Details eines Filterelements des ersten Abschnittes der Vorrichtung
sowie
Figuren 6 bis 9 entsprechende Detaildarstellungen eines Filterelements des zweiten
Abschnittes der Vorrichtung.
Figur 10 eine schematische Ansicht einer alternativen Ausführungsform der Vorrichtung.
[0014] Die Vorrichtung nach Figur 1 ist durch eine Filterschneckenpresse gebildet, die eine
herkömmliche Schnecke 1 aufweist, welche innerhalb eines durch nebeneinander angeordnete
Filterelemente 2 und 3 gebildeten Gehäuses angeordnet und bei 4 drehbar gelagert ist.
Die durch einen nicht dargestellten Antrieb in Drehung versetzte Schnecke 1 dient
zur Förderung von keramischem Schlicker, der zum Zwecke der Trennung des Flüssiganteils
vom Feststoffanteil durch den zwischen der Schnecke 1 und den Filterelementen 2 und
3 gebildeten Schneckenkanal transportiert wird. Der Schlicker wird an einem Ende der
Filterschneckenpresse über die Materialzufuhr 6 dem Schneckenkanal 5 zugeführt und
verläßt am anderen Ende die Presse über das Mundstück 7. Bei 8 ist eine Abführöffnung
dargestellt, die als Bypass dient und nachfolgend noch näher erläutert wird. Die Filterelemente
2 des ersten Filtermittelabschnittes erstrecken sich über mindestens die Hälfte des
für die Schlickerförderung wirksamen Teils der Schnecke. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
sind hierbei vier Filterelemente 2 dargestellt, an denen sich drei Filterelemente
des zweiten Filtermittelabschnittes anschließen. Die längs der Schneckenachse nebeneinander
angeordneten zylindrisch ausgebildeten Filterelemente 2 und 3 sind nebeneinander durch
Dichtungen 9 herkömmlicher Bauart abgedichtet. Die Filterelemente 2 und 3 sind selbsttragend
ausgebildet, so daß ein zusätzliches Gehäuse für die Filterschneckenpresse entfällt.
[0015] Schließlich umfaßt die Filterschneckenpresse eine Spülwasserzufuhrleitung 10, über
welche, über eine Wasserpumpe 11 und ein Steuerventil 12, Spülwasser den einzelnen
Filterelementen unter Zwischenschaltung von Ventilen V₁ bis V
n zugeführt werden kann. Ein weiterer Spülwasserkreislauf ist durch die Wasserleitung
13 und das Ventil 14 gebildet, welche bei 15 in die Filterschneckenpresse einmündet,
sowie durch die Spülwasserleitung 15a und das Steuerventil 16, wobei die Leitung 15a
am mundstückseitigen Ende bei 16a das Spülwasser aus dem Schneckenkanal ableitet.
Mit 17 ist ein Sedimentationsbecken für das Spülwasser gekennzeichnet, wobei in das
Becken 17 auch eine Leitung 18 einmündet, die vom Bypass 8 abführt. Schließlich sind
in Figur 1 mit 19 und 20 Zuganker schematisch dargestellt, die zur Festlegung der
Filterelemente 2 und 3 dienen.
[0016] Die Figuren 2 bis 5 zeigen den Aufbau der Filterelemente 2 des ersten Filtermittelabschnittes.
Hierbei zeigt Figur 2 das Filtermittel 21 des ersten Filtermittelabschnittes, welches
vorzugsweise aus mehreren Lagen von übereinander angeordneten Siebgeweben gebildet
ist, die zusammengesintert sind. Dadurch ergibt sich das poröse System des Filtermittels
21, welches im übrigen kreiszylindrisch ausgebildet ist. Anstelle eines zusammengesinterten
Siebgewebes kann das Filtermittel auch aus einem porösem Sintermetallzylinder, insbesondere
Sinterstahl gebildet sein.
[0017] Die porösen zylinderischen Filtermittel 22 des zweiten Filtermittelabschnittes (Figur
6) sind aus keramischem Material gebildet, insbesondere Siliziumkarbid oder Siliziumnitrid.
[0018] Die Sintersiebgewebe bzw. Sinterstahlzylinder für den ersten sowie die Siliziumkarbid-
bzw. Siliziumnitridzylinder für den zweiten Filtermittelabschnitt sind jeweils in
einem massiven Stahlzylinder 23a bzw. 23b aufgenommen, der in den Figuren 3 und 7
dargestellt ist.
[0019] Nach Figur 3 sind im Inneren des Stahlzylinders 23 im Abstand von etwa 20 mm in Umfangsrichtung
laufende Kanäle 24 angeordnet, die durch einen oder mehrere axial verlaufende Kanäle
25 miteinander verbunden sind, die das Filtrat zu Auslaufbohrungen 26 im Stahlzylinder
23a leiten. Entsprechend sind auch im Stahlzylinder 23b zur Aufnahme des Filtermittels
22 des zweiten Filtermittelabschnittes umlaufende Kanäle 24 vorgesehen, die durch
längs verlaufende Kanäle 25 verbunden sind, um das Filtrat über die Auslaufbohrung
26 abzuführen.
[0020] Die Sintersiebgewebe bzw. Sinterstahlzylinder sind in den Stahlzylinder 23a eingeschweißt,
wie aus Figur 5 hervorgeht. Die Siliziumkarbid- bzw. Siliziumnitridzylinder nach Figur
6 werden zur Bildung des Filterelements auf genaues Maß beschliffen, so daß der Stahlzylinder
23b thermisch aufgeschrumpft werden kann. Das zusammengesetzte Filterelement ist hierbei
in Figur 9 dargestellt.
[0021] Dabei sind beim Filterelement nach den Figuren 6 bis 9 die Toleranzen der Abmessungen
so zu wählen, daß nach Abkühlen des Stahlzylinders und bei einem Filtrationsdruck
von 120 bar im Schneckenkanal das zylinderische Filtermedium (Siliziumkarbid bzw.
Siliziumnitrid) in Umfangsrichtung im Mittel spannungsfrei ist. Wenn der Druck im
Schneckenkanal bzw. im Filterelement den Wert Null annimmt, gerät das zylindrische
Filtermedium durch den aufgeschrumpften Stahlmantel unter hohem Druck in Umfangsrichtung.
Die Wandstärke des zylinderischen Filtermediums ist hierbei so gewählt, daß das Siliziumkarbid-
bzw. Siliziumnitridmaterial nicht überbeansprucht wird. Da die genannten Materialien
hohe Druckspannungen, aber nur geringe Zugspannungen aufnehmen können, gelingt es
nur auf dem dargestellten Weg, Filterelemente aus diesen Materialien zu erstellen,
die hohe Filtrationsdrücke aufnehmen. Hierbei kommt es insbesondere auch auf die zylinderische
Ausführung der Stahlzylinder als Vollmantel an, da bei Verwendung von Halbschalen
keine ausreichend gleichmäßige Druckbeanspruchung auf dem Umfang des zylinderischen
Filterelements gewährleistet werden kann. Dies könnte zu einem Zerbrechen der Filterelemente
führen.
[0022] Die Filterelemente 2 und 3, wie sie in den Figuren 2 bis 5 und 6 bis 9 dargestellt
sind, sind selbsttragend ausgebildet und brauchen von außen nicht durch ein besonderes
Gehäuse abgestützt zu werden. Sie werden lediglich auf einem entsprechenden Rahmen
angeordnet, der in den Figuren 4 und 8 mit 27 gekennzeichnet ist. Dieser Rahmen 27
weist eine Aussparung 28 auf, in welcher ein Fortsatz des Stahlzylinders eingreift,
wodurch der Rahmen 27 das auf die Filtermitteloberfläche durch die rotierende Schnecke
innen aufgebrachte Drehmoment aufnimmt.
[0023] Die Filterelemente weisen begrenzte axiale Länge auf, wobei in der bevorzugten Ausführungsform
die Länge der Filterelemente im Bereich von 100 bis 200 mm liegt. Durch die Aufteilung
des Filtermediums in einzelne Filterelemente ergibt sich nicht nur ein Baukastensystem
sondern können die Filtermedien aus Siebgewebe und aus Sinterstahl entsprechend an
den umgebenden Stahlmänteln festgeschweißt werden. Ferner ist dadurch ein problemloses
thermisches Aufschrumpfen der Stahlmäntel auf die Filtermittel aus Siliziumkarbid
und Siliziumnitrid gewährleistet. Auch bei der gezielten nachfolgend noch beschriebenen
abschnittsweisen Spülung der Filterelemente bewährt sich dieser Aufbau des Schneckenzylinders
aus einzelnen Filterelementen 2 und 3.
[0024] Vom Einlauf des Schlickers bei 6 in den Schneckenkanal 5 bis über die Mitte des Schneckenkanals
(bis zu ca. 60 Gewichtsprozent Trockensubstanz) ist das Zweiphasensystem im Schneckenkanal
noch flüssig bis weichplastisch. In diesem Bereich sind die Filterelemente 2 angeordnet.
Die Schnecke ist noch nicht förderwirksam (leicht abfallender Druck in dieser Zone).
Im Spalt zwischen Außendurchmesser der Schnecke und Innendurchmesser des Filterzylinders
bildet sich ein auf dem Filterzylinder ruhender Filterkuchen, der einen deutlich höheren
Feststoffgehalt hat als das Medium im Schneckenkanal. Dieser Filterkuchen hat also
auch eine deutlich höhere, mechanische Festigkeit als das Material im Schneckenkanal.
Diese ruhende Filterkuchenschicht ist sehr wesentlich im ersten Abschnitt, da sie
die Reibung vom Filtermittel fernhält. Dies gilt, wenn eine bestimmte Schichtdicke
nicht unterschritten wird, die aufgrund von Versuchsergebnissen etwa 0,5 bis 1 mm
beträgt. Der Widerstand für den Filtratabfluß liegt in diesem ersten Filtermittelabschnitt
im wesentlichen in dieser ruhenden Filterkuchenschicht, denn im Schneckenkanal besteht
aus hier nicht im einzelnen darzulegenden Gründen noch fast kein direkter Kontakt
zwischen den Feststoffteilchen (Feststoffgerüstdruck 0). Der Widerstand für den Filtratabfluß
kann nicht beliebig verkleinert werden, da eine minimale Dicke der ruhenden Filterkuchenschicht
nicht unterschritten werden kann. Er ist aber ohne die Verwendung eines Schutzgitters,
daß im ersten Filtermittelabschnitt überflüssig ist, auf jeden Fall kleiner als mit
einem Schutzgitter. In dieser Zone genügen einige Lagen aus feinmaschigen Siebgeweben,
die zusammengesintert wurden, oder poröse Sinterstahlzylinder als Filtermittel, da
hier eine Gefährdung der Filtermittel durch Abrieb nicht besteht.
[0025] Zweckmäßigerweise sind bei den Filtermitteln aus zusammengesinterten Siebgeweben
oder Sinterstahl in bekannterweise Porenstrukturen realisiert, wobei sich die feinsten
Poren dicht an der Filtermitteloberfläche befinden, wo sich der Filterkuchen bildet.
Von dort aus erweitert sich das Porensystem in das jeweilige Filtermedium hinein.
Feine Teilchen werden dadurch weitgehend an der Filtermitteloberfläche festgehalten.
Feinste Teilchen, die in das Filtermittel eindringen, werden mit großer Wahrscheinlichkeit
die sich erweiternden Kanäle des Filtermittels ganz passieren und mit dem Filtrat
abgehen. Die Möglichkeit von Verstopfungen wird so wesentlich reduziert.
[0026] Im zweiten sich am ersten unmittelbar anschließenden Filtermittelabschnitt ist die
Feststoffkonzentration im Schneckenkanal mit über 60 Gewichtsprozent soweit angestiegen,
daß eine deutliche Unterscheidung zwischen Medium im Schneckenkanal und Filterkuchenschicht
auf dem Filtermittel nicht mehr möglich ist. Die Schnecke ist deutlich förderwirksam.
Die Entwässerung erfolgt hier im wesentlichen durch Kompression des dispers plastischen
Mediums im Schneckenkanal, wobei die Feststoffteilchen sich bereits direkt berühren.
Zur Vermeidung von Abrieb muß ein Filtermedium aus sehr abriebfestem Siliziumkarbid
oder Siliziumnitrid verwendet werden, wobei jedoch ein Schutzgitter nicht erforderlich
ist. Durch die sehr rauhe Oberflächenstruktur des Siliziumkarbids wird teilweise noch
das Wandgleiten verhindert, jedoch sind bei höchsten Feststoffkonzentrationen Wandgleitvorgänge
nicht mehr ganz ausschließbar.
[0027] Im Laufe einer längeren Betriebszeit, wie es in der Praxis auftritt, nimmt der Filtratstrom
allmählich ab, was auf Verstopfungsvorgänge zurückzuführen ist. Die feinen Poren des
Filtermittels und vor allem der stationären Kuchenschicht auf dem Filtermittel werden
im Laufe einer längeren Betriebszeit von den im Zweiphasensystem im Schneckenkanal
auch vorhandenen feinsten Feststoffteilchen allmählich zugesetzt, so daß der Strömungswiderstand
für den Filtratstrom zunimmt. Diese Verstopfung kann jedoch durch einen Spülvorgang
rückgängig gemacht werden. Hierbei läuft die Spülung in zwei Schritten ab und zwar
am Ende eines längeren stationären Betriebs der Filterschneckenpresse.
[0028] Zum Zwecke der Spülung wird das Mundstück 7 oder der Bypass 8 für den Abfluß des
plastischen Materials am mundstückseitigen Ende des Schneckenkanals geöffnet, um den
Strömungswiderstand für den Ausfluß des plastischen Materials aus dem Schneckenkanal
stark zu reduzieren. Die Schnecke rotiert weiter und auch der Schlickerzufluß über
die Materialzufuhr 6 wird beibehalten. Die rotierende Schnecke ist damit in der Lage,
durch ihre Förderwirkung das plastische Material weitgehend aus dem Schneckenkanal
abzutransportieren, was solange erfolgt, bis Schlicker von der Materialzufuhr 6 bis
zum Auslauf beim Mundstück 7 oder Bypass 8 durchschlägt. Dann wird die Schlickerzufuhr
6 abgesperrt und der Wasserleitungshahn 14 geöffnet, so daß Wasser in die Filterschneckenpresse
eingespeist wird. Das Wasser strömt nun durch die Schneckenkanäle und verläßt nun
anstelle von Schlicker das Gehäuse der Filterschneckenpresse über das Mundstück 7
oder den Bypass 8. Dadurch erfolgt eine wirksame Spülung des Schneckenkanals, der
weitgehend von Schlicker und plastischem Material gereinigt wird. Die Rotationsbewegung
der Schnecke unterstützt hierbei den Spülvorgang. Der Spülvorgang ist beendet, wenn
Schlicker und Reste von plastischem Material aus dem Schneckenkanal herausgespült
worden sind.
[0029] Es schließt sich dann zweckmäßigerweise eine Spülung der Filterelemente an. Hierzu
wird der Anschluß an das Wasserleitungsnetz bei 14 und werden die Ausflußöffnungen
7 und 8 geschlossen. Danach wird Spülwasser unter höherem Druck über automatisch gesteuerte
Ventile 12 und 16 in wechselnder Strömungsrichtung durch das Porensystem der Filtermittel
geleitet. Die Steuerung des Richtungswechsels erfolgt in einem vorgegebenen Zeittakt
durch die Magnetventile 12 und 16. Der Spülwasserstrom für die Filtermittel wird von
einer beispielsweise hydraulisch angetriebenen Kolbenpumpe 11 gefördert. Der Förderdruck
kann dann auf einfache Weise hydraulisch geregelt werden (10 bis 30 bar). Der Spülwasserstrom
würde bei Spülungen mit gleichbleibender Strömungsrichtung nach kurzer Zeit abnehmen,
da sich die feinen Teilchen, die das Porensystem verstopfen und durch den Spülwasserstrom
zunächst aus ihren Positionen herausgelöst werden, sich nach kurzem Weg erneut in
irgendwelchen Winkeln des Porensystemes festsetzen und zu neuen Verstopfungen führen.
Dies wird vermieden durch eine wiederholte Richtungsumkehr des Spülwasserstromes,
der die feinen Teilchen aus sehr verwinkelten Porensystemen heraustransportiert, was
vor allem bei Filtermitteln aus poröser Keramik gilt.
[0030] Zweckmäßigerweise wird ferner immer nur ein begrenzter Abschnitt des filtrierenden
Schneckenzylinders gespült, um zu vermeiden, daß der Spülwasserstrom über schon freigespülte
Abschnitte des Schneckenzylinders fließt, während andere noch verstopfte Abschnitte
ungespült bleiben. Es werden daher die einzelnen Filterelemente 2 und 3 je für sich
gespült. Dies wird dadurch bewerkstelligt, daß nacheinander immer nur jeweils eines
der Ventile V₁ bis V
n geöffnet wird.
[0031] Dieser Spülvorgang der Filterelemente wird einige Male durch eine Spülung des Schneckenkanals
mit Leitungswasser unterbrochen, wie er vorher beschrieben wurde, um Reste des dispers
plastischem Materials, die sich noch von der Oberfläche der Filtermittel gelöst haben,
aus dem Schneckenkanal hinauszubefördern.
[0032] In besonderen Fällen bewährt sich auch ein vereinfachtes Spülverfahren, welches während
des laufenden Betriebes der Schneckenpresse ohne vorherige Spülung der Schneckenkanäle
angewendet werden kann. Spülwasser wird unter einem höheren Druck, als er im Schneckenkanal
vorliegt, in Gegenrichtung zum Filtratstrom durch das Porensystem der Filterelemente
geleitet. Der Spülwasserstrom muß jeweils wiederholt für ein begrenztes Zeitintervall
eingeschaltet werden. Sobald der Spülwasserstrom für das nachfolgende Zeitintervall
abgeschaltet wird, fließt aufgrund des hohen Druckes im Schneckenkanal ein Teil des
in den Schneckenkanal eingetragenen Spülwassers durch das Porensystem des Filtermediums
in Richtung des Filtratstromes zurück, so daß sich ebenfalls eine Spülung mit wechselnder
Strömungsrichtung ergibt. Auch hier ist es sinnvoll die Filterelemente je für sich
nacheinander zu spülen.
[0033] Besonders vorteilhaft ist, daß die Taktzeiten für die Spühlvorgänge in den verschiedenen
Richtungen unterschiedlich lang gewählt werden. Dies hat zur Folge, daß ein Teilchen
in der Richtung der längeren Taktzeit im statistischen Mittel eine größere Wegstrecke
zurücklegt als in der Gegenrichtung und so eine Chance hat, aus dem Inneren des Filtermediums
abtransportiert zu werden. Mit dieser Verfahrensweise gelingt es, einen in größeren
Betriebszeiten eintretende allmähliche Verstopfung der Filterelemente durch feinste
Teilchen zu beseitigen.
[0034] Die Ausbildung einzelner Filterelemente zusammen mit der Unterteilung des filtrierenden
Schneckenzylinders in zwei Abschnitte mit unterschiedlichen Filtermedien kommen insbesondere
dann zum Tragen, wenn es darum geht, die Vorrichtung für größere Leistung auszulegen.
Der Vergrößerung der Transport-geschwindigkeit des Mehrphasensystems im Schneckenkanal
und der Strömungsgeschwindigkeit der flüssigen Phase im Porensystem, das durch die
dispers feste Phase gebildet wird, sind aus strömungstechnischen Gründen enge Grenzen
gesetzt. Eine Leistungssteigerung der Vorrichtung durch Verlängerung der axialen Erstreckung
der Schnecke und durch Vergrößerung der Schneckenkanaltiefe ist daher nur in sehr
begrenztem Umfang möglich. Im wesentlichen kann die Leistung nur durch eine Vergrößerung
des Durchmessers erreicht werden. Filterelemente mit Siebgewebe für den ersten Filterabschnitt
können ohne größere fertigungstechnische Probleme und mit vertretbarem Aufwand mit
größerem Durchmesser hergestellt werden. Filterelemente mit poröser Keramik können
dagegen im Durchmesser nur begrenzt vergrößert werden. Es entstehen schon bei Durchmessern
von 400 mm kaum mehr zu bewältigende fertigungstechnische Probleme bei der Bearbeitung
durch Schleifen und dementsprechend hohe Kosten. Zur Leistungsvergrößerung wird erfindungsgemäß
für diesen Abschnitt der Einsatz mehrerer Filterschnecken parallel zueinander vorgeschlagen.
Eine solche Ausführungsform ist in Fig. 10 dargestellt. Hierbei bildet der erste Filterabschnitt
29 eine Filterschnecke mit großem Durchmesser. Hingegen ist der zweite Filterabschnitt
30 durch mehrere parallel arbeitende Filterschnecken mit kleinerem Durchmesser gegenüber
dem ersten Filterabschnitt 29 gebildet. Bei der Ausführungsform nach Fig. 10 sind
vier parallel arbeitende Filterschnecken 31 vorgesehen. Hierbei beträgt der Durchmesser
der Filterschnecken 31 des zweiten Filterabschnitts 30 zweckmäßigerweise ein Viertel
des Durchmessers der Filterschnecke 32 des ersten Filterabschnitts 29. Die Filterschnecken
31 speisen das Extrudat in ein gemeinsames Mundstück 33 ein, aus dem dann nur ein
Strang 34 plastischer Masse austritt. Der Öffnungsquerschnitt des Mundstücks 33 wird
in bekannter Weise so gesteuert, daß vor dem Mundstück ein konstant vorgegebener Druck
herrscht. Die gemeinsame Drehfrequenz der Schnecken des zweiten Filterabschnitts 30
wird so auf die Drehfrequenz der Schnecke 32 des ersten Abschnitts abgestimmt, daß
im Übergang von Abschnitt 29 zu Abschnitt 30 sich die Konzentration im Zweiphasensystem
einstellt, die den Wechsel des Filtermediums erforderlich macht. Schließlich sind
in Fig. 10 mit 35 Antriebseinheiten der einzelnen Filterschnecken 31 bezeichnet.
1. Vorrichtung zum Trennen des Flüssiganteils vom Feststoffanteil von fein dispersen
mineralischen Schlämmen, insbesondere eines keramischen Schlickers, mit einer Schnecke
(1) und mit die Schnecke umgebenden und längs der Schneckenachse angeordneten zylindrischen
Filtermitteln, die mit der Schnecke (1) einen Förderkanal (5) für den Schlicker begrenzen,
der über eine Materialzuführung (6) an einem Ende der Vorrichtung der Schnecke (1)
zugeführt wird und nach Förderung durch die rotierende Schnecke am anderen Ende als
Feststoffaustrag über ein Mundstück (7) abgeführt wird, wobei der das Filtermittel
durchströmende Flüssiganteil über zu einem Filtratabzug führende Kanäle (24, 25) abgeführt
wird, gekennzeichnet durch einen zweistufigen Aufbau der Vorrichtung mit einem ersten Filtermittelabschnitt
für den Aufbau einer ruhenden Filterkuchenschicht auf dem Filtermittel (21) mit einem
deutlich höheren Feststoffgehalt als der im Schneckenkanal (5) geförderte Schlicker,
der sich von der Materialzuführung (6) längs der Schneckenachse erstreckt, und mit
einem zweiten daran anschließenden Filtermittelabschnitt, der aus Filtermittel (22)
aufgebaut ist, die eine höhere Abriebfestigkeit als die Filtermittel (21) des ersten
Filtermittelabschnittes besitzen.
2. Vorrichtung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, daß die Filtermittel und zwar vorzugsweise die des ersten Filtermittelabschnittes
(21) feinste Poren dicht an der der Schnecke (1) zugewandten Filtermitteloberfläche
aufweisen, von wo aus sich die Porenkanäle in das Filtermittel (21) hinein erweitern.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Filtermittel (21) des ersten Filtermittelabschnittes aus mehreren Lagen
von vorzugsweise zusammengesinterten, feinmaschigen Siebgeweben oder aus porösem Sintermetall
und die Filtermittel (22) des zweiten Filtermittelabschnittes aus porösem Keramikmaterial,
insbesondere aus Siliziumkarbid oder Siliziumnitrid gebildet sind.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Filtermittelabschnitt sich vom Schlickereinlauf bis mindestens zur
Mitte der Schnecke (1) erstreckt, vorzugsweise über einen Bereich, in dem der Feststoffgehalt
des Schlickers 42 bis 60 Gewichtsprozent beträgt, vorzugsweise bis zu maximal 60 Gewichtsprozent,
woran dann der zweite Filtermittelabschnitt anschließt.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Filtermittelabschnitte jeweils aus nebeneinander angeordneten selbsttragenden
Filterelementen (2, 3) aufgebaut sind, von denen jedes Filterelement aus einem massiven
Stahlzylinder (23) mit einem darin aufgenommenen zylinderischen Filtermittel (21)
bzw. (22) gebildet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Filtermittel (21) des ersten Filtermittelabschnittes jeweils im Stahlzylinder
(23) angeschweißt sind, und daß die Filterelemente (3) des zweiten Filtermittelabschnittes
durch thermisches Aufschrumpfen des entsprechenden Stahlzylinders (23) auf das Filtermittel
(22) gebildet sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß bei den Filterelementen (3) des zweiten Filtermittelabschnittes die Toleranzen
der Abmessungen so gewählt sind, daß nach dem Abkühlen des Stahlzylinders (23) und
bei einem Filtrationsdruck von etwa 120 bar im Schneckenkanal (5) das zylinderische
Filtermittel (22) in Umfangsrichtung im Mittel spannungsfrei ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Filterelemente (2, 3) eine axiale Erstreckung im Bereich von 100 bis 200
mm aufweisen.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb eines jeden Filterelements (2, 3) zwischen Stahlzylinder (23) und
darin aufgenommenem Filtermittel (21, 22) Kanäle ausgebildet sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanäle des Filterelements (2, 3) aus vorzugsweise in einem Abstand von etwa
20 mm in Umfangsrichtung verlaufenden Kanäle (24) gebildet sind, die durch einen oder
mehrere axial verlaufende Kanäle (25) verbunden sind, die zu einer oder mehreren Auslaufbohrungen
(26) im Stahlzylinder (23) führen.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Filterelemente (2, 3) auf einem längs der Schneckenachse angeordneten Rahmen
(27) gegen Drehung gesichert angeordnet sind.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen benachbarten zylinderischen Filterelementen (2, 3) umlaufende Dichtungen
(9) angeordnet sind.
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein Spülsystem, bei dem in einem ersten Arbeitstakt die Schneckenkanäle und in einem
zweiten Arbeitstakt die Filterelemente (2, 3) gespült werden.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Spülung der Schneckenkanäle dadurch erfolgt, daß das Mundstück (7) oder
ein am mundstückseitigen Ende der Schnecke (1) angeordneter Bypass (8) vorzugsweise
bei rotierender Schnecke (1) und fortdauerndem Schlickereintrag über die Materialzuführung
(6) geöffnet wird bis Schlicker vom Einlauf bis zum Auslauf beim Mundstück (7) oder
Bypass (8) durchschlägt, danach die Schlickerzufuhr unterbunden und Wasser am materialzuführseitigen
Ende der Vorrichtung eingespeist wird.
15. Vorrichtung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Spülung der Filterelemente (2, 3) dadurch erfolgt, daß nach Spülung des
Schneckenkanals bei geschlossenem Mundstück (7), Bypass (8) und Schlickerzuführung
(6) unter Druck stehendes Spülwasser ventilgesteuert in wechselnder Strömungsrichtung
durch das Porensystem der Filterelemente (2, 3) geleitet wird.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12 mit einem Spülsystem, dadurch gekennzeichnet, daß im laufenden Betrieb der Filterschneckenpresse ohne vorherige Spülung des Schneckenkanals
Spülwasser unter höherem Druck, als er im Schneckenkanal herrscht, von der Spülwasserpumpe
(11) über das Ventil (12) in Gegenrichtung zum Filtratstrom durch das Porensystem
der Filterelemente geleitet wird, wobei das Ventil (12) nach einem vorgebbaren Zeittakt
so gesteuert wird, daß während eines Spülvorganges jeweils mehrere Male auf ein Zeitintervall,
in dem der Spülwasserstrom entgegengesetzt zum Filtratstrom durch die Filterelemente
gepumpt wird, ein Zeitintervall folgt, in dem ein freier Filtratabfluß aus den Filterelementen
eingestellt wird, so daß durch den hohen Innendruck im Zweiphasensystem im Schneckenkanal
ein Flüssigkeitsstrom durch die Filterelemente in Richtung des Filtratstromes erfolgt.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Spülvorgang durch Rotation der Schnecke (1) unterstützt wird.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Filterelemente (2, 3) nacheinander jeweils für sich gespült werden.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Spülung der Filterelemente (2, 3) einige Male durch eine Spülung des Schneckenkanals
unterbrochen wird.
20. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im
zweiten Filterabschnitt (30) mehrere parallel arbeitende Filterschnecken (31) vorgesehen
sind.