[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine einstellbare Führung für bandförmiges Material
unterschiedlicher Breite mit zwei im Abstand der jeweiligen Bandbreite positionierbaren
seitlichen Führungselementen, von denen ein erstes gegen das zweite hin oder von diesem
weg verstellbar ist, wobei jedes Führungselement einen Führungsschlitz für den zugeordneten
Randbereich des bandförmigen Materials aufweist, die beiden Führungsschlitze in Richtung
zueinander weisen, und ein Sensor zur Detektion des bandförmigen Materials und/oder
darauf angebrachter Markierungen in der Nähe der Führungsschlitze angebracht ist.
[0002] Eine einstellbare Führung gattungsgemäßer Art ist aus der DE AS 1 235 634 bekannt
geworden. Ein kartenförmiger Aufzeichnungsträger wird zwischen zwei relativ zueinander
verschiebbaren Führungselementen hindurchgeführt, die den Randbereich beidseitig erfassen.
An einem der Führungselemente ist eine Lichtschranke zur Detektion des Aufzeichnungsträgers
fixiert.
[0003] Als nachteilig ist dabei anzusehen, daß nur der Randbereich des bandförmigen Materials
mit dem Sensor detektierbar ist. Die bekannte Führung ist somit nicht geeignet, Markierungen
zu erfassen, die im Abstand von der seitlichen Berandung des bandförmigen Materials
angebracht sind.
[0004] Ausgehend vom Stand der Technik liegt der Erfindung das Problem zugrunde, eine Führung
für bandförmiges Material dahingehend zu verbessern, daß an beliebiger Position auf
dem bandförmigen Material angebrachte Markierungen mit einem Sensor detektierbar sind.
[0005] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß der Sensor auf einem zumindest
über einen Teil der Breite des bandförmigen Materials verschiebbar gelagerten Schlitten
befestigt ist.
[0006] Es ist möglich, den Schlitten mit dem Sensor entsprechend weiter oder weniger weit
nach links oder rechts zu verschieben.
[0007] Der Schlitten trägt den Sensor. Mit Hilfe eines solchen Sensors kann man nicht nur
die Anwesenheit eines Bandes überwachen, sondern auch bei einem in regelmäßige Teilabschnitte
unterteilten Band die einzelnen Teilabschnitte genau abtasten. Die Unterteilung kann
dabei in beliebiger Weise vorgenommen sein, bspw. durch in wiederkehrenden Abständen
angebrachte Durchbrüche oder Aufdrucke z.B. in Form von kleinen Vierecken. Reflexsensoren
der hier in Frage kommenden Art sind als solche bekannt, weswegen auch hierzu nähere
Ausführungen entbehrlich sind. Sie bestehen aus einem Sender und einem Empfänger und
können in äußerst miniaturisierter Bauweise geliefert werden. Über den Sender wird
Licht abgestrahlt, welches am Band reflektiert wird. Der Empfänger empfängt zumindest
einen Teil dieses Lichts, wenn ein Band vorhanden ist oder wenn das Band im zugeordneten
Bereich keinen Durchbruch irgendwelcher Art aufweist. Wenn man das Band jedoch in
regelmäßigen Abständen locht, so tritt das Licht über dieses Loch aus und kann vom
Empfänger nicht mehr wahrgenommen werden. Diese veränderte Situation kann in geeigneter
und bekannter Weise ausgenutzt werden, bspw. zur Steuerung eines schrittweisen Bandvorschubs
mit Vorschubschritten gemäß der Länge der einzelnen Abschnitte.
[0008] Es ist leicht einsehbar, daß das Band an Stelle von regelmäßig wiederkehrenden Durchbrüchen
oder Löchern oder zusätzlich zu diesen an seiner Unterseite kleine nicht reflektierende
Aufdrucke aufweisen kann. Die Wirkung ist genau die gleiche, wenn der Lichtstrahl
auf einen solchen, nicht reflektierenden Fleck trifft. Auch dies kann zu Steuerungszwecken
der erwähnten Art ausgenutzt werden.
[0009] Falls beide Führungselemente gleichzeitig und in gleichem Maße mittels einer Verstellspindel
seitlich verstellt werden, ist die Mitte der Bandführung unabhängig von deren wirksamen
Breite immer an derselben Stelle der Maschine. Wenn von einem breiteren Band auf ein
schmaleres Band übergegangen wird, so werden die beiden Führungselemente gleichzeitig
und in gleichem Maße in Richtung aufeinander zu bewegt. Soll hingegen ein breiteres
Band verwendet werden, so bewegt man jedes der beiden Führungselemente nach außen
und zwar wiederum in gleichem Maße und zur gleichen Zeit. Damit ist dann forderungsgemäß
die Bandmitte immer derselben Stelle der Führungsbahn für das Band zugeordnet, unabhängig
von der Bandbreite. Vorteilhaft ist die Verstellspindel zwar drehbar aber ortsfest.
[0010] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß beide Führungselemente in
einer vorzugsweise gemeinsamen Längsführung verschiebbar sind. Letztere kann durchaus
Bestandteil einer das Band verarbeitenden Maschine o.dgl. sein. Die Längsführung verhindert
ein Drehen der Führungselemente beim Verstellen der Verstellspindel. Somit kann man
über die Drehbewegung der Verstellspindel eine Verschiebebewegung der Führungselemente
erreichen.
[0011] Eine in dieser Richtung gehende Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß jedes
Führungselement zwei im Abstand von Führungsflanken einer die Längsführung bildenden
Führungschiene für die Führungselemente angeordnete, vorzugsweise parallele Gleitflächen
aufweist. Die Führungselemente haben dabei eine im wesentlichen kubische Gestalt.
[0012] Eine besonders einfache aber zweckmäßige Weiterbildung der vorstehend erwähnten Ausführungsform
ergibt sich aus Anspruch 6. Der dort erwähnte Schlitten ist in dem zugeordneten Führungselement
in Verstellrichtung längsverschiebbar gelagert, weswegen dieses Führungselement zur
Unterbringung der Schlittenführung in Verstellrichtung, d.h. länger ist als das Führungselement
ohne Schlitten. Ansonsten können aber die beiden Führungselemente durchaus gleich
gestaltet sein.
[0013] Eine sehr zweckmäßige Variante der Erfindung geht aus Anspruch 7 hervor. Die dort
erwähnten Führungsstangen gewährleisten eine einwandfreie kippsichere Führung des
Schlittens am Führungselement über die ganze Verfahrstrecke. Aus Montagegründen kann
es zweckmäßig sein, wenn die Führungselemente unterschiedlichen Querschnitt bspw.
Durchmesser haben. Aufgrund der Verwendung von Führungsstangen kann man auf eine spezielle
Führung des Schlittens im Führungselement verzichten, so daß insoweit keine engen
Toleranzen erforderlich sind. Es bedarf noch nicht einmal einer eine grobe Führung
bewirkenden formlichen Anpassung des Schlittens an sein Führungselement.
[0014] Eine sehr vorteilhafte Ausbildung der Erfindung findet sich in Anspruch 10. Sie kommt
dann zur Anwendung, wenn ein Band Verwendung findet, welches bspw. an wenigstens einem
seiner Längsränder mit Durchbrüchen versehen oder "perforiert" ist. Es kann sich dabei
um den Längsrand handeln, welcher den Zwischenraum zwischen den beiden einander gegenüberliegenden
Sensoren durchläuft. Der Sensor des Schlittens wird dabei so geschaltet, daß er lediglich
noch einen Lichtstrahl abgibt und dieser vom zweiten, auf der anderen Seite des Bandes
befindlichen Sensor immer dann empfangen wird, wenn ein Längsschlitz den Weg freigibt.
Die Ausnutzung dieses Signals erfolgt in der vorbeschriebenen Weise. Aus fertigungstechnischen
Gründen, u.U. sogar aus wirtschaftlichen Gründen, kann es durchaus von Vorteil sein,
wenn man sowohl den ersten als auch den zweiten Sensor als Reflexsensor mit einem
Sender und einem Empfänger ausbildet. Je nachdem was am Band abgetastet werden soll,
müssen die nicht benötigten Empfänger oder Sender vor der Inbetriebnahme ab- bzw.
eingeschaltet werden.
[0015] Diesbezüglich wird eine weitere Ausgestaltung der Erfindung vorgeschlagen, bei der
beim Ausfahren des Schlittens der zweite Sensor abgeschaltet und der im Schlitten
sich befindende erste Sensor als Reflexsensor geschaltet ist.
[0016] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Zeichnungen,
die verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung zeigt. Hierbei stellen dar:
Figur 1 eine Seitenansicht der einstellbaren Führung mit eingefahrenem Schlitten,
wobei das bandförmige Material senkrecht zur Bildebene bewegt wird;
Figur 2 die Führung gemäß Figur 1 mit dem Schlitten in ausgefahrener Position;
Figur 3 eine Rückansicht der Führung gemäß Figur 1 in Pfeilrichtung A gesehen mit
einer in den Figuren 1 und 2 nicht dargestellten Führungsschiene;
Figuren 4 bis 6 drei verschiedene Varianten des bandförmigen Materials zur Führung
in dieser Vorrichtung;
Figuren 7 und 8 zwei weitere Varianten der Einstellvorrichtung für die Breite der
Bandführung.
[0017] Wesentliche Elemente der einstellbaren Führung für ein bandförmiges Material 1 sind
zwei seitliche Führungselemente 2 und 3 für die linke und rechte Längskante des bandförmigen
Materials 1, die über eine Verstellspindel 4 miteinander gekuppelt sind. Sie besteht
im wesentlichen aus einem Rechtsgewinde 5 und einem Linksgewinde 6. Die seitlichen
Führungselemente 2 und 3 sind mit dementsprechenden Gewindebohrungen 7 bzw. 8 ausgestattet.
Die Gewindespindel ist in symbolisch dargestellten Wänden 9 und 10, bspw. einer Druckmaschine
drehbar gelagert. An ihrem einen, nach außen vorstehenden Ende trägt sie ein Betätigungselement
11 vorzugsweise einen gerändelten Drehknopf. Somit bewirkt eine Drehung bspw. im Uhrzeigersinn
ein gleichzeitiges und aufgrund der gleichen Gewindesteigung gleichförmiges Verschieben
der Führungselemente 2 und 3 im Sinne der Pfeile 12 und 13. Eine Drehung in Gegenrichtung
bewirkt eine Verschiebung der Führungselemente 2 und 3 entgegen den Pfeilen 12 und
13. Im letzteren Falle können breitere bandförmige Materialien in dieser Führung geführt
werden.
[0018] Die Längskanten des bandförmigen Materials greifen, gemäß Figuren 1 und 2, in Führungsschlitze
14 bzw. 15 der seitlichen Führungselemente 2 und 3 ein. Dabei kann gemäß Figur 1 der
Führungsschlitz 14 bzw. 15 in Verschieberichtung (Pfeile 12 und 13) gesehen durchaus
kürzer sein als das Führungselement 2 bzw. 3 selbst. Die Höhe des Führungsschlitzes
14 bzw. 15 ist so zu wählen, daß die dicksten von dieser Führung geführten bandförmigen
Materialien 1 bequem hindurchgleiten können.
[0019] Weil die beiden Gewindebolzen 5 und 6 der Verstellspindel 4 gleich lang und mit gleicher
Gewindesteigung (aber mit verschiedenem Vorzeichen) versehen sind und diese Gewindebolzen
5 und 6 zur gleichen Zeit in die Gewindebohrungen der Führungselemente 2 und 3 eingeschraubt
werden, ist die Bandmitte unabhängig von der Bandbreite stets der Mitte der Verstellspindel
4 zugeordnet. Somit ist das bandförmige Material 1 unabhängig von seiner Breite immer
mittig gegenüber den Wänden 9 und 10 ausgerichtet.
[0020] Gemäß Figur 3 sind die beiden Führungselemente 2 und 3 in einer vorzugsweise gemeinsamen
Längsführung 16 verschiebbar. Zu diesem Zwecke hat jedes der seitlichen Führungselemente
2 und 3 zwei im Abstand der Führungsflanken 17 und 18 einer die Längsführung 16 bildenden
Führungsschiene angeordnete, vorzugsweise parallele Gleitflächen 19 und 20.
[0021] Jeder der beiden Führungsschlitze 14 und 15 besitzt gemäß der Figuren 1 und 2 eine
obere Flanke 24 und eine das bandförmige Material 1 abstützende untere Flanke 21 bzw.
22. Wenigstens eine der unteren Flanken, beim Ausführungsbeispiel gemäß Figuren 1
und 2 die untere Flanke 22 des zweiten seitlichen Führungselements 3, ist im Sinne
des Doppelpfeils 23 gegenüber seiner oberen Flanke 24 verschiebbar. Dadurch wird die
Auflagefläche der unteren Flanke 22 stark vergrößert. Beim Ausführungsbeispiel kann
sie die dreifache Länge annehmen und bis zur Mitte der Verstellspindel 4 reichen.
Die Breite bleibt selbstverständlich erhalten. Man erkennt aus Figur 2, daß auf diese
Weise das bandförmige Material 1 über den Großteil seiner gesamten Breite abgestützt
werden kann.
[0022] Die ausfahrbare Flanke 22 des einen Führungsschlitzes 15 wird von einer in Richtung
auf die feststehende Flanke 24 weisende Fläche eines Schlittens 25 gebildet, der an
dem betreffenden seitlichen Führungselement 3 im Sinne des Doppelpfeils 23 verschiebbar
gelagert ist. Der Schlitten 25 ist an zwei zur Verschieberichtung der Führungselemente
2,3 parallelen Führungsstangen 26 und 27 verschiebbar gelagert, welche in Bohrungen
der beiden seitlichen Führungselemente 2,3 eingreifen oder diese durchsetzen. Gemäß
Figur 2 ist die Länge der Führungsstangen 26 und 27 gleich dem Seitenabstand der beiden
Wände 9 und 10 und sie können in nicht näher dargestellter Weise mittels Endzapfen
in entsprechende Bohrungen der Wände 9 und 10 eingesteckt sein, ähnlich wie dies bei
der Verstellspindel 4 vorgesehen ist.
[0023] Die Verwendung des Schlittens 25 hat noch einen ganz besonderen Vorteil. Er kann
nämlich zusätzlich dazu ausgenutzt werden, daß man daran wenigstens einen als Reflexsensor
arbeitenden ersten Sensor 28 anbringt. Reflexsensoren sind als solche bekannt und
bedürfen daher keiner näheren Erläuterung. Sie haben einen Sender und einen Empfänger.
Der Sender sendet bspw. einen Lichtstrahl aus, der an einer hierfür vorgesehenen Fläche
reflektiert wird. Das reflektierte Licht wird von dem Empfänger dieses Sensor 28 aufgenommen.
Wenn die Reflektion aus irgendwelchen Gründen entfällt, so kann man das in bekannter
Weise zu Schaltzwecken, Steuerungszwecken, zum Zwecke der Zählung oder in anderer
bekannter Weise ausnutzen. Die hierfür benötigte Elektronik, ein Rechner o.dgl. sind
ebenfalls bekannter Stand der Technik.
[0024] Aus den Figuren 4 bis 6 ergeben sich verschiedene Ausführungsformen des bandförmigen
Materials 1. Der Einfachheit halber ist dabei die Bandbreite jeweils gleich gewählt,
obwohl sie selbstverständlich gemäß den vorstehenden Ausführungen in vorgesehenem
Umfange variieren kann.
[0025] Mit gestrichelten Linien 29 und 30 ist angedeutet, daß das Band in einzelne Abschnitte
unterteilt ist. Es kann sich beim bandförmigen Material durchaus um einen Träger handeln,
auf welchem sich unmittelbar aneinander anschließend oder in jeweils gleichem Abstand
aufeinanderfolgend Etiketten angeordnet sind, die in dem erwähnten Drucker bedruckt
werden sollen. Die Etiketten können auch mittels einer Perforation miteinander verbunden
sein. Auf jeden Fall ist durch die beiden gestrichelten Linien 29 und 30 eine Bandlänge
festgelegt, die für das Bedrucken maximal zur Verfügung steht. In aller Regel werden
nach allen Seiten beim Bedrucken entsprechende Randabstände eingehalten. Um nun aber
das exakte Bedrucken solcher Etiketten oder Teilflächen 31 des bandförmigen Materials
1 zu gewährleisten, wobei sich die Erfassungsstelle des in Durchlaufrichtung 32 gesehenen
vorderen Endes 30 und hinteren Endes 29 in Durchlaufrichtung 32 gesehen vor der Druckwalze
der Druckmaschine befindet, müssen diese Enden 30 und 29 sehr genau erfaßt werden.
Dies geschieht mit Hilfe des erwähnten ersten Sensors 28 und gemäß nachstehenden Ausführungen
ggf. auch mit Hilfe eines zweiten Sensors 32.
[0026] Im Bereich der gestrichelten Linien 29 und 30 befinden sich verschiedene "Markierungen",
welche von dem oder den Sensoren 28 bzw. 32 erfaßt werden können. Beim Ausführungsbeispiel
gemäß Figur 4 sind es randoffene Schlitze 33 und 34. Das bandförmige Material 1 der
Figur 5 sieht stattdessen Durchbrüche 35 vor, welche gegenüber dem bandförmigen Material
1 mittig angebracht sein können und auch mittig zu den gestrichelten Linien 29 und
30 angeordnet sind. Stattdesssen sieht das Ausführungsbeispiel gemäß Figur 6 schwarze
oder dunkle Marken 36 vor, die auf der Rückseite des bandförmigen Materials 1 angebracht
sind.
[0027] Wenn nun bei ausgefahrenem Schlitten 25 (Figur 2) der erste Sensor 28 gegenüber einem
solchen mittigen Durchbruch 25 oder einer mittleren dunklen Marke 36 ausgerichtet
ist, so kann man hieraus Schaltimpulse oder Zählimpulse ableiten. Im Falle des Ausführungsbeispiels
der Figur 5 wird das vom ersten Sensor 28 ausgestrahlte Licht solange reflektiert
bis über dem ersten Sensor 28 ein Durchbruch 35 erscheint. Das Licht strahlt dann
durch diesen Durchbruch 35 ab und wird vom Empfänger nicht mehr wahrgenommen. Dies
bedeutet, daß sich die gestrichelte Linie 30 in einem ganz exakt vorgegebenen Abstand
von der Druckwalze bzw. der wirksamen Mantellinie der Druckwalze befindet. Bei vorgegebener
Durchlaufgeschwindigkeit des bandförmigen Materials 1 und genau definiertem Abstand
kann vom Sensor 28 über ein genau arbeitendes Schrittschaltwerk der Druckbeginn an
dieser Teilfläche 31 sehr exakt festgelegt werden. Entsprechendes gilt dann für das
Ende des Druckvorgangs in Durchlaufrichtung 32 gesehen.
[0028] Es ist leicht einzusehen, daß eine an der Rückseite des Materials 1 angebrachte dunkle
oder schwarze Marke 36 das gleiche bewirken kann. Außerdem ergibt sich aus dem Vorstehenden,
daß es natürlich nicht unbedingt notwendig ist, die Durchbrüche oder dunklen Marken
genau mittig am bandförmigen Material 1 vorzusehen. Bei außermittiger Anbringung muß
der Schlitten 25 mit dem ersten Sensor 28 entsprechend weiter oder weniger weit nach
links oder rechts verschoben werden.
[0029] Wenn ein bandförmiges Material 1 gemäß Figur 4 Verwendung findet, das entweder am
linken oder am rechten Rand ggf. auch an beiden Rändern randoffene Schlitze 33,34
oder auch geschlossene Durchbrüche an wenigstens einem Randbereich aufweist, so stehen
sich vorzugsweise der erste Sensor 28 und der zweite Sensor 32 einander gegenüber.
Die beiden Sensoren 28 und 32 sind dabei nicht als Reflexsensoren geschaltet, sondern
als sog. Gabellichtschranke. Dabei sendet z.B. der Sensor 28 das Licht aus, empfängt
aber kein reflektiertes Licht. Wenn aber zwischen den beiden Sensoren 28 und 32 ein
Durchbruch 33 oder 34 angekommen ist, so kann der zweite Sensor 32 das vom ersten
Sensor 28 ausgestrahlte Licht empfangen und einen entsprechenden Impuls abgeben.
[0030] Das Umschalten der Sensoren 28 und 32 von "Reflexbetrieb" auf "Gabellichtbetrieb"
kann automatisch erfolgen, bspw. dadurch daß mit dem Ausfahren des Schlittens 25 von
der Position gemäß Figur 1 in bspw. diejenige nach Figur 2 der zweite Sensor 32 abgeschaltet
und der erste Sensor 28 auf Reflexbetrieb umgeschaltet wird. Hierfür kann am Schlitten
25 ein Schalter vorgesehen sein. Außerdem kann der Schlitten 25 mit einem Rastelement
versehen sein, welches bei eingefahrenem Schlitten 25 mit dem Führungselement 3 verrastet.
[0031] Gemäß Figur 7 kann man den Seitenabstand der seitlichen Führungselemente 2 und 3
dadurch bewirken, daß die Längsachse der Verstellspindel 4 nicht im Sinne des Doppelpfeils
23 verläuft, sondern senkrecht hierzu. Mit der Verstellspindel 4 ist drehfest ein
Ritzel 37 verbunden, welches im Sinne des Doppelpfeils 38 gedreht werden kann. An
um 180° versetzten Stellen des Ritzels 37 sind mit diesem Zahnstangen 39 und 40 gekuppelt.
Dies bedeutet bspw., daß bei einem Drehen des Ritzels 37 entgegen dem Uhrzeigersinn
die Zahnstange 39 von rechts nach links und die Zahnstange 40 von links nach rechts
wandert. In diesem Falle nähern sich bei der Ritzeldrehung die beiden seitlichen Führungselemente
2 und 3 einander an. Weil gleiche Verzahnungen vorhanden sind, erreicht man eine synchrone
Annäherung oder Entfernung der beiden seitlichen Führungselemente 2 und 3 und damit
eine Verengung oder Erweiterung der Bandführung.
[0032] Figur 8 zeigt eine andere Variante eines derartigen Antriebs. Hierbei ist die Verstellspindel
4 bspw. mit dem Lenker 41 eines Kreuzgelenks 42 starr verbunden. Auf der Welle ist
der zweite Lenker 43 ebenfalls drehbar gelagert. Jeder Lenker 41 und 43 hat einen
festen Anlenkpunkt 44 bzw. 45 und eine längsbewegliche Anlenkung 46 bzw. 47. In diesem
Fall greift der Gelenkbolzen in einen vertikalen Längsschlitz 47 bzw. 48 ein. Dabei
befinden sich die feste Anlenkung 44 und der Längsschlitz 47 am ersten seitlichen
Führungselement 2, während am zweiten seitlichen Führungselement 3 das feste Lager
45 und der Längsschlitz 48 angebracht sind. Eine Drehung der Verstellspindel 4, bspw.
im Sinne des Pfeils 49, bewirkt eine gleichmäßige und gleichförmige Annäherung der
beiden seitlichen Führungselemente 2 und 3. Sinngemäß ergibt die Drehung im Gegenuhrzeigersinn
eine gegenteilige Verstellbewegung mit entsprechender Verbreiterung der Führung für
das bandförmige Material 1.
1. Einstellbare Führung für bandförmiges Material (1) unterschiedlicher Breite mit zwei
im Abstand der jeweiligen Bandbreite positionierbaren seitlichen Führungselementen
(2,3), von denen ein erstes gegen das zweite hin oder von diesem weg verstellbar ist,
wobei jedes Führungselement (2,3) einen Führungsschlitz (14,15) für den zugeordneten
Randbereich des bandförmigen Materials (1) aufweist, die beiden Führungsschlitze (14,15)
in Richtung zueinander weisen, und ein Sensor (28) zur Detektion des bandförmigen
Materials (1) und/oder darauf angebrachter Markierungen (33,34,35,36) in der Nähe
der Führungsschlitze (14,15) angebracht ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor (28) auf einem zumindest über einen Teil der Breite des bandförmigen
Materials (1) verschiebbar gelagerten Schlitten (25) befestigt ist.
2. Führung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungselemente (2,3) mittels einer Verstellspindel relativ zueinander
verstellbar sind, und daß die Verstellspindel (4) Elemente eines Antriebs für beide
seitlichen Führungselemente (2,3) bildet, wobei mittels dieses Antriebs das zweite
Führungselement (3) relativ zum ersten Führungselement (2) und gleichzeitig mit diesem
derart verstellbar ist, daß beide in Richtung zueinander (12,13) oder auseinander
bewegt werden.
3. Führung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß beide Führungselemente (2,3) in einer vorzugsweise gemeinsamen Längsführung
(16) verschiebbar sind.
4. Führung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß jedes seitliche Führungselement (2,3) zwei im Abstand von Führungsflanken (17,18)
einer die Längsführung (16) bildenden Führungsschiene für die Führungselemente (2,3)
angeordnete, vorzugsweise parallele Gleitflächen (19,20) aufweist.
5. Führung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor (28) von einem der Führungsschlitze (15) bis mindestens zur Mitte
zwischen den beiden Führungsschlitzen (14, 15) verschiebbar ist.
6. Führung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitten an einem Führungselement (3) verschiebbar gelagert oder relativ
zu diesem verschiebbar ist.
7. Führung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitten (25) an zwei zur Verschieberichtung (23) der Führungselemente
(2,3) parallelen Führungsstangen (26,27) verschiebbar gelagert ist, welche in Bohrungen
der beiden seitlichen Führungselemente (2,3) eingreifen oder diese durchsetzen.
8. Führung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor (28) gegenüber einem zweiten Sensor (32) angeordnet ist, wobei die
beiden Sensoren (28,32) als Gabellichtsensoren arbeiten.
9. Führung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß beim Ausfahren des Schlittens (25) der zweite Sensor (32) abgeschaltet und der
Sensor (28) als Reflexsensor geschaltet wird.
10. Führung nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor (28) mit einem Rechner eines Druckers verbunden ist und der Antrieb
des bandförmigen Materials (1) einen Schrittschaltmotor aufweist, dessen Schrittzahl
bei absatzweisem Bandvorschub durch den Rechner vorgegeben wird, wobei das bandförmige
Material (1) ein zu bedruckender Aufzeichnungsträger ist.