[0001] Die Erfindung betrifft einen Hubkolbenmotor, insbesondere einen Einzylinder-Dieselmotor
mit einem Luftfilter in der Ansaugleitung, zu dessen Wartung ein dem Filtereinsatz
in Strömungsrichtung nachgeschaltetes Druckmeßgerät und ein im Inneren des Filtergehäuses
angeordnetes geringfügig elastisch vorgespanntes Meßblättchen vorgesehen sind.
[0002] Herkömmlich im Handel erhältliche Druckmeßgeräte, die als Wartungsanzeiger bei Trockenluftfiltern
eingesetzt werden, reagieren auf den Durchflußwiderstand des Trockenfilters, indem
sie den mittleren Unterdruck anzeigen, der im Inneren des Filters in Folge seiner
Verschmutzung allmählich ansteigt.
[0003] Insbesondere beim Einsatz derartiger Druckmeßgeräte an Luftfiltern von Einzylinder-Dieselmotoren
zeigt sich, daß mit einer zuverlässigen Unterdruckanzeige nicht gerechnet werden kann.
Bei mechanischen Wartungsanzeigern beobachtet man ein den Zuluftpulsationen im Filtergehäuse
folgendes unruhiges Signal, welches nicht mehr eindeutig ablesbar ist; auch bei elektrischen
Wartungsschaltern ergibt sich ein unbrauchbares Signal. Erst nach Erreichen eines
Verschmutzungsgrads, der deutlich über dem maximal zulässigen Wert liegt, ergeben
die handelsüblichen Wartungsanzeiger einen eindeutigen Ausschlag, bei dem sie das
Auswechseln des Filtereinsatzes anzeigen. Da diese Anzeige einem mittleren Unterdruck
entspricht, bei dem die Unterdruckspitzen bereits einen sehr großen Wert angenommen
haben, ist bis dahin die Filterverschmutzung bereits über das zulässige Maß hinaus
angewachsen, d.h. für die Praxis, daß der Filtereinsatz zu spät ausgewechselt wird.
[0004] Laut JP-A-01-163457 wird die Dämpfung von Gasdruckpulsationen im Zusammenhang mit
der Anzeige des Verschmutzungsgrades eines Filterelements beschrieben. Auf der Eingangsseite
eines Anzeigegeräts kommt dabei als Dämpfungselement ein Rückschlagventil zur Anwendung,
welches einen vergleichmäßigten Mittelwert des Unterdrucks erzeugt. Beim Erreichen
eines bestimmten Unterdrucks wird im Anzeigegerät ein elektrischer Schalter betätigt.
[0005] Die deutsche Auslegeschrift 1203045 offenbart eine spezielle Anzeigevorrichtung für
den Verschmutzungsgrad des Filtereinsatzes eines Ansaugluftfilters für luftansaugende
Maschinen. Dabei ist ein topfförmiger Anzeigekolben innerhalb eines eine Anschlußöffnung
aufweisenden zylindrischen zweiteiligen Gehäuses vorgesehen, der durch den auf der
Reinluftseite des Filtereinsatzes herrschenden Unterdruck gegen die Kraft einer Druckfeder
innerhalb eines Sichtfensterbereichs des Gehäusemantels bewegbar ist. Im Gehäuse ist
zwischen der Anschlußöffnung und dem Anzeigekolben ein Rückschlagventil angeordnet.
Die gegenseitige Abstimmung der Schließfeder des Rückschlagventils und der am Kolben
anliegenden Feder erfolgt so, daß sich schon bei geringem Unterdruck das Rückschlagventil
öffnet und der Kolben eine dem augenblicklichen Unterdruck entsprechende Stellung
einnimmt.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Hubkolbenmotor der
eingangs genannten Art eine Wartungsanzeige für Luftfilter vorzusehen, die, selbst
unter dem Einfluß starker Druckpulsationen, gezielt auf Unterdruckspitzen reagiert,
so daß das rechtzeitige Auswechseln des Filtereinsatzes gewährleistet ist. Dabei sollen
handelsübliche Druckmeßanzeigegeräte bzw. Wartungsanzeiger einsetzbar sein.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Die Lösung gemäß dem
Erfindungsvorschlag besteht darin, daß die Meßstelle durch die Mündung der Meßleitung
im Filtergehäuse gebildet ist und daß im Inneren des Filtergehäuses ein die Mündungsöffnung
abdeckendes, gegen diese vorgespanntes Meßblättchen angeordnet ist, welches abhängig
vom Unterdruck im Filtergehäuse die Mündungsöffnung entweder verschließt oder freigibt,
derart, daß der Unterdruck in der Meßleitung zwischen Meßstelle und Meßgerät ständig
zunimmt. Dabei kann bereits eine leichte Durchwölbung des Blättchens, welche herstellungsbedingt
vorhanden ist, ausgenutzt werden. Die registrierten Unterdruckwerte müssen erst die
gewählte geringfügige Vorspannung überwinden, bevor sie angezeigt werden können. Auf
die sich ergebenden deutlichen Signalwerte reagieren entsprechende Druckmeßgeräte
mit einer eindeutigen Anzeige und zwar auch dann, wenn der Luftstrom, wie beim Einzylinder-Dieselmotor,
besonders starken Pulsationen unterworfen ist.
[0008] Durch ein derartiges Meßblättchen mit angeschlossener Meßleitung ergibt sich eine
hinreichend genaue Druckanzeige in Form eines geglätteten Verlaufs der Unterdruckspitzen,
wobei handelsübliche Wartungsanzeiger verwendet werden können.
[0009] Bevorzugt besteht das Meßblättchen aus gummiartigem Werkstoff, z.B. Silikon. Ein
derartiges Meßblättchen hat den Vorteil, daß es eine selbsttätige Belüftung der Meßleitung
bewirkt, so daß die Rückstellung des Meßgeräts durch Betätigung eines üblicherweise
vorhandenen Rückstellknopfes nach einem Filteraustausch gewährleistet ist.
[0010] Die Belüftung der Meßleitung kann nach einem weiteren Erfindungsvorschlag auch dadurch
sichergestellt werden, daß zusätzlich eine Beipaßleitung vorgesehen ist, welche das
Filtergehäuse mit der Meßleitung verbindet und welche im Betrieb durch den Filtereinsatz,
vorzugsweise durch seine Dichtlippe, verschlossen ist. Wird der Filtereinsatz gewechselt,
so ergibt sich damit automatisch eine Belüftung der Meßleitung.
[0011] Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung erläutert.
Es zeigt, jeweils in schematischer Darstellung,
- Fig. 1
- einen an das Filtergehäuse eines Dieselmotors angeschlossenen Wartungsanzeiger und
- Fig. 1a
- eine Detailansicht zu Fig. 1.
[0012] Die Zeichnung zeigt einen Luftfilter 1 an einem Einzylinder-Dieselmotor 2, welche
über eine Ansaugleitung 3 miteinander verbunden sind. Der Luftfilter 1 besteht aus
einem Filtergehäuse 4 mit einer Zuluftleitung 5 und einem abnehmbaren Deckel 6 für
den Austausch des verschmutzten Filtereinsatzes 7, dargestellt in Form eines ringförmigen
Trockenluftfiltereinsatzes. Die Pfeile geben die Strömungsrichtungen in den einzelnen
Leitungen an, wobei auch noch die Abgasleitung 8 vom Zylinder 9 des Motors 2 gezeichnet
ist. Auch das Einlaßventil 10 und das Auslaßventil 11 sind schematisch dargestellt.
Mit dem Filtergehäuse 4 ist eine Meßleitung 12 verbunden, die zu einem Druckmeßgerät
13 führt. Eine Beipaßleitung 14 gewährleistet bei einem Austausch des Filtereinsatzes
7 das Belüften der Meßleitung 12. Während des Motorbetriebs bzw. solange sich der
Filtereinsatz an seinem Platz im Filtergehäuse befindet, ist die Beipaßleitung 14
durch den Filtereinsatz 7 selbst verschlossen, z.B. indem der Filtereinsatz 7 in Höhe
der Anschlußstelle der Beipaßleitung 14 eine Dichtringfläche 15 aufweist.
[0013] Gemäß Fig. 1 befindet sich im Inneren des Filtergehäuses 4 vor der Mündung der Meßleitung
12 ein Meßblättchen 16, welches mittels Schrauben 17 beweglich befestigt ist (vgl.
auch Fig. 1a). Infolge der Luftpulsationen im Inneren des Filtergehäuses, welche sich
bei einem Einzylinder-Dieselmotor besonders deutlich auswirken, wird das durch den
Sog in der Meßleitung 12 auf deren Mündung sitzende Meßblättchen 16 im Betrieb durch
die auftretenden Unterdruckspitzen von der Mündung der Meßleitung 12 geringfügig abgehoben,
wobei der hierfür verantwortliche Wert des Unterdrucks im Druckmeßgerät 13 angezeigt
wird. Das Meßblättchen 16 bewirkt, daß die Unterdruckspitzen in einen geglätteten
Signalwert umgewandelt werden, welcher eindeutig durch das Druckmeßgerät 13 angezeigt
werden kann. Das Druckmeßgerät kann dabei in einem praktischen Beispielsfall so eingestellt
sein, daß dessen Anzeiger ab -2000 N/m
2 (-200 mmWS) ein rotes Feld für das Auswechseln des Filtereinsatzes freizugeben beginnt,
welches sich bis zu -3500 N/m
2 (-350 mm WS) erstreckt. Bei dem letztgenannten Wert erfolgt üblicherweise ein mechanisches
Einrasten der Wartungsanzeige, welches beim Filterwechsel die Betätigung eines Rückstellknopfes
erforderlich macht. Dem Belüften der Meßleitung 12 dient eine Beipaßleitung 14, womit
sichergestellt ist, daß der in der Meßleitung und im Druckmeßgerät vorhandene Unterdruck
beim Filterwechsel abgebaut und die Wartungsanzeige (rotes Feld) nach Betätigen des
Rückstellknopfes zurückgestellt wird.
1. Hubkolbenmotor, insbesondere Einzylinder-Dieselmotor (2), mit einem Luftfilter (1)
in der Ansaugleitung (3), zu dessen Wartung ein dem Filtereinsatz (7) in Strömungsrichtung
nachgeschaltetes Druckmeßgerät (13) und ein im Inneren des Filtergehäuses (4) angeordnetes
geringfügig elastisch vorgespanntes Meßblättchen (16) vorgesehen sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Meßstelle durch die Mündung der Meßleitung (12) im Filtergehäuse (4) gebildet
ist, wobei das Meßblättchen (16) die Mündungsöffnung abdeckend angeordnet ist und
abhängig vom Unterdruck im Filtergehäuse (4) die Mündungsöffnung entweder verschließt
oder freigibt, derart, daß der Unterdruck in der Meßleitung (12) zwischen Meßstelle
und Meßgerät (13) ständig zunimmt und als geglätteter Verlauf der Unterdruckspitzen
meßbar ist.
2. Hubkolbenmotor nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Meßblättchen (16) aus gummiartigem Werkstoff besteht.
3. Hubkolbenmotor nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zusätzlich eine Beipaßleitung (14) vorgesehen ist, welche das Filtergehäuse (4)
mit der Meßleitung (12) verbindet und welche im Betrieb durch den Filtereinsatz (7)
verschlossen ist.
1. Reciprocating piston engine, in particular a single cylinder diesel engine (2), with
an air filter (1) in the induction manifold (3), for its maintenance a pressure gauge
(13) connected at the outlet side of the filter insert (7) in the flow direction and
a slightly elastically pretensioned measuring flap (16) located inside the filter
housing (4) being provided, characterised in that the measuring point is formed by
the aperture of the measuring line (12) in the filter housing (4), the measuring flap
(16) being arranged to cover the aperture opening and either closing or releasing
the aperture opening depending on the reduced pressure in the filter housing (4) so
that the reduced pressure in the measuring line (12) increases continuously between
the measuring point and gauge (13) and can be measured as a smoothed curve of the
reduce pressure peaks.
2. Reciprocating piston engine according to Claim 1, characterised in that the measuring
flap (16) consists of rubberlike material.
3. Reciprocating piston engine according to Claim 1, characterised in that in addition
a by-pass line (14) is provided, which connects the filter housing (4) to the measuring
line (12) and which is closed during operation by the filter insert (7).
1. Moteur à piston alternatif, notamment moteur Diesel (2) monocylindre, comportant un
filtre à air (1) qui est placé dans la conduite d'admission (3) et pour l'entretien
duquel il est prévu un appareil (13) de mesure de pression placé après la cartouche
de filtre (7) dans la direction d'écoulement et une plaquette de mesure (16) disposée
à l'intérieur du boîtier (4) de filtre et faiblement précontrainte élastiquement,
caractérisé par le fait que le point de mesure est formé par l'orifice d'embouchure
de la conduite de mesure (12) dans le boîtier (4) de filtre, la plaquette de mesure
(16) étant disposée de manière à couvrir l'orifice d'embouchure et fermant ou libérant
ledit orifice en fonction de la dépression à l'intérieur du boîtier (4) de filtre,
par le fait que la dépression dans la conduite de mesure (12) entre le point de mesure
et l'appareil de mesure (13) augmente constamment et peut être mesurée en tant que
courbe lissée des pointes de dépression.
2. Moteur à piston alternatif selon la revendication 1, caractérisé par le fait que la
plaquette de mesure (16) est en un matériau de type caoutchouc.
3. Moteur à piston alternatif selon la revendication 1, caractérisé par le fait qu'il
est prévu en outre une conduite de dérivation (14) qui relie le boîtier (4) de filtre
à la conduite de mesure (12) et qui, en fonctionnement, est fermée par la cartouche
de filtre (7).