[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein tragbares Behältnis für ein Kleinkind, mit einem
Bodenabschnitt und einer von einem Randbereich des Bodenabschnitts ausgehenden einen
Liegebereich umgebenden Wandung mit einem Paar von einander gegenüberliegend ausgebildeten
nachgiebigen Längs-Seitenwandabschnitten, einem Kopfbereichsabschnitt und einem Fußbereichsabschnitt,
sowie einer Tragegriffvorrichtung mit einem Paar von über die Längs-Seitenwandabschnitte
hinausragenden Tragegriffen.
[0002] Es sind Tragetaschen für Kleinkinder bekannt, welche in Ihrem Grundaufbau im wesentlichen
einer rechteckförmigen und mit Stoff oder einer abwaschbaren Folie überzogenen Schachtel
gleichen. In eine derartige Tragetasche wird zum Transport eines Kleinkindes üblicherweise
eine entsprechend kleine Matratze eingelegt und ein in das Behältnis hineingelegtes
Kind mit einer Zudecke zugedeckt. Es ist auch möglich, an Stelle der Zudecke und der
Matratze einen gepolsterten Sack in die Tragetasche einzulegen. Dadurch wird es möglich,
ein Kind relativ sicher in der Tragetasche zu halten und ein Freistrampeln beziehungsweise
Abwerfen der genannten Zudecke zu verhindern.
[0003] Es sind auch Strampelsäcke bekannt, welche mit Tragegriffen versehen sind und ohne
Verwendung der vorangehend genannten Tragetasche zum Transport eines Kleinkindes verwendbar
sind. Derartige Strampelsäcke verformen sich jedoch beim Anneben relativ stark, wodurch
ein zur Aufnahme des Kindes vorgesehener Bereich erheblich verengt wird. Eine derartige
Formänderung des Liegebereichs erweist sich jedoch insbesondere dann, wenn zum Beispiel
ein Aufwachen eines schlafenden Kindes vermieden werden soll als ungünstig. Es wurde
daher versucht, den Strampelsack mit einem U-förmigen Rohrbügel derart aufzuspannen,
daß eine Einschnürung des Liegebereiches beim Anheben des Strampelsackes vermieden
wird. Derartige U-förmige Rohrbügel erweisen sich jedoch als äußerst unpraktisch und
stellen über dies hinaus eine Gefahrenquelle für ein in dem Strampelsack befindliches
Kleinkind dar.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein tragbares Behältnis für ein Kleinkind
zu schaffen, das einfach und preiswert herstellbar ist und einem darin zu transportierenden
Kleinkind einen hohen Tragekomfort und Schutz bietet.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Ausgestaltung eines tragbaren Behältnisses
der eingangs genannten Art nach Maßgabe der im kennzeichnenden Teil von Patentanspruch
1 angegebenen Merkmale gelöst.
[0006] Dadurch wird es auf vorteilhafte Weise möglich, bei einem äußerst weich gepolsterten
und an eine Vielzahl von Gebrauchsstellungen anpaßbaren Behältnis eine von einem zu
transportierenden Kind als unangenehm empfundene Verengung des Liegebereiches beim
Transport des Behältnisses effektiv zu verhindern. Das erfindungsgemäß ausgestaltete
Behältnis bietet zudem einen besonders wirkungsvollen Schutz des in dem Behältnis
zu transportierenden Kindes gegen äußere Einwirkungen. Auch geht von dem erfindungsgemäßen
Querversteifungselement keine Gefahr für ein in dem Behältnis zu transportierendes
Kind aus.
[0007] Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform des Behältnisses ist dabei dadurch gegeben,
daß das Querversteifungselement als flaches oder leicht gewölbtes, insbesondere im
wesentlichen rechteckförmiges Formstück ausgebildet ist. Dadurch wird es auf vorteilhafte
Weise möglich, eine effektive Querversteifung sicherzustellen und, sofern das Kind
und das Querversteifungselement gegeneinander gedrängt werden, eine großflächige Kraftübertragung
mit geringster Flächenpressung zu gewährleisten.
[0008] Eine ebenfalls besonders vorteilhafte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Behältnisses
ist dadurch gegeben, daß das Querversteifungselement sich in einer zu dem Bodenabschnitt
im wesentlichen parallel und beabstandet verlaufenden Ebene zwischen den Tragegriffen
erstreckt, zur Aufnahme von über die Tragegriffe auf die Längs-Seitenwandabschnitte
einwirkenden Querkräften. Dadurch wird es auf vorteilhafte Weise möglich, die zur
Verengung des Behältnisses fürenden Querkräfte unmittelbar am Entstehungsort einfach
und ohne Konstruktionsteile hoher Festigkeit zu kompensieren.
[0009] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform des Behältnisses ist dadurch gegeben, daß
das Querversteifungselement mit dem Behältnis insbesondere mit den Längs-Seitenwandabschnitten
oder einem zum Abdecken eines oberen Öffnungsbereiches des Behältnisses vorgesehenen
Abdeckabschnitt verbindbar ist. Dadurch wird es auf vorteilhafte Weise möglich, die
Position des Querversteifungselementes einfach und sicher festzulegen. Falls dabei
das Querversteifungselement mit den Längs-Seitenwandabschnitten verbunden ist, wird
es möglich, den Abdeckabschnitt zum Beispiel durch Zusammenrollen oder durch Zusammenfalten
am fußseitigen Ende des tragbaren Behältnisses aufzubewahren und das Kleinkind oder
eine zusätzliche Zudecke durch das Querversteifungselement in dem Behältnis zu halten.
Die Unterbringung des Querversteifungselementes in dem Abdeckabschnitt bietet den
Vorteil, daß das Querversteifungselement unmittelbar nach Öffnen entsprechender Befestigungseinrichtungen
zusammen mit dem Abdeckabschnitt beiseite geschwenkt werden kann. In vorteilhafter
Weise ist es dabei möglich, das Querversteifungselement derart auszubilden, daß dieses
sowohl an dem Abdeckabschnitt als auch ohne dem Abdeckabschnitt an dem Behältnis anbringbar
ist.
[0010] Eine im Hinblick auf eine besonders einfache Handhabung vorteilhafte Ausführungsform
des Querversteifungselementes ist dabei dadurch gegeben, daß das Querversteifungselement
mittels einer Befestigungseinrichtung, insbesondere einer Klettverschlußeinrichtung,
an dem Behältis beziehungsweise dem Abdeckabschnitt anbringbar ist. Eine derartige
Befestigungseinrichtung ist besonders einfach herstellbar und ermöglicht überdies
eine hinsichtlich der Befestigungsposition variable Anordnung des Querversteifungselementes
relativ zu dem Behältnis. Das Querversteifungselement ist hinsichtlich seiner Länge
in vorteilhafter Weise derart bemessen, daß es sich im wesentlichen über die Gesamtbreite
des Behältnisses erstreckt. In vorteilhafter Weise wird dabei die von dem Querversteifungselement
zu übertragende Querkraft nicht über die zur Anbringung des Querversteifungselementes
vorgesehene Befestigungseinrichtung in dieses eingeleitet, sondern das Querversteifungselement
stützt sich selbsttätig über seine paarweise einander gegenüberliegenden Stirnflächen
an den entsprechenden Seitenwandabschnitten beziehungsweise den gegen die Stirnflächen
des Querversteifungselementes gedrängten Materiallagen ab.
[0011] Eine weitere zur Befestigung des Querversteifungselementes besonders vorteilhafte
Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gegeben, daß in oder an dem Abdeckabschnitt
eine Aufnahmetasche zur Aufnahme des Querversteifungselementes vorgesehen ist. Eine
derartige Befestigungseinrichtung ist besonders einfach herstellbar. In vorteilhafter
Weise ist dabei ein sich zwischen dem Liegebereich und dem Querversteifungselement
erstreckender Zwischenbereich mit einer Polsterung versehen. Für die Aufnahmetasche
ist dabei bereits eine einzige Aufnahmeöffnung zum Einführen des Querversteifungselementes
ausreichend. Diese Aufnahmeöffnung kann in besonders vorteilhafter Weise derart angeordnet
werden, daß das Querversteifungselement nur bei geöffnetem Abdeckabschnitt aus diesem
entnommen werden kann.
[0012] Eine zum Schutz des Kindes besonders vorteilhafte Ausführungsform des Behältnisses
ist erfindungsgemäß dadurch gegeben, daß das Querversteifungselement im Kopfbereich
des Behältnisses angeordnet ist und in seiner Neigung gegenüber dem Bodenabschnitt
veränderbar ist. Dadurch wird es auf überraschend einfache Weise möglich, eine den
jeweiligen Erfordernissen (insbesondere Witterungsverhältnissen) anpaßbare Gestaltung
des Kopfabschnittes der Wandung zu ermöglichen und zudem stets eine ausreichende Bewegungsfreiheit
in diesem Bereich zu gewahrleisten. Durch die Veränderung der Neigung des im Kopfabschnitt
der Wandung angeordneten Querversteifungselementes wird es auf überraschend einfache
Weise möglich, durch die Wandung einen Kopfstützenbereich auszubilden, der einem in
dem Behältnis liegenden Kind eine entsprechend aufgerichtete Liegeposition ermöglicht.
[0013] In vorteilhafter Weise weist das Querversteifungselement eine bezüglich der Breite
der Wandung geringere Breite auf, so daß zwischen dem Querversteifungselement und
einer Außenkante der Wandung ein unversteifter Wandungsabschnitt verbleibt. Dieser
unversteifte Wandungsabschnitt dient, wie im folgenden noch näher erläutert, der Ausbildung
eines Kapuzenabschnittes am Kopfende des Liegebereiches. Der Kapuzenabschnitt entsteht
durch Zusammenziehen einer in einem Hohlsaum der Wandung geführten Kordel beziehungsweise
entsprechender Schnallen. Durch die Anspannung der Kordel ist überdies in vorteilhafter
Weise die Neigung der Kopfauflagefläche veränderbar.
[0014] Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Behältnisses ist
dadurch gegeben, daß das Querversteifungselement in eine durch den Bodenabschnitt
definierte Ebene bringbar ist. Dadurch wird es auf vorteilhafte Weise möglich, das
tragbare Behältnis auch als deckenartige Unterlage zu verwenden.
[0015] Eine für die Kopfpartie des Behältnisses besonders vorteilhafte Ausführungsform des
Querversteifungselementes ist dadurch gegeben, daß das Querversteifungselement hinsichtlich
seiner Breite schmaler ist, als ein zur Aufnahme des Querversteifungselementes vorgesehener
Kopfbereichsabschnitt der nachgiebigen Wandung. Dadurch wird es, wie vorangehend bereits
beschrieben, in besonders vorteilhafter Weise möglich, einen besonders günstigen Kapuzenbereich
an dem Behältnis auszubilden. In überraschend einfacher Weise wird dabei durch die
erfindungsgemäße Lösung ein Behältnis bereitgestellt, an welchem ein insbesondere
für ein Kleinstkind besonders günstiger und das Kleinstkind vor Wind und Sonneneinstrahlung
schützender Kapuzenabschnitt bereitstellbar ist und für ein größeres Kleinkind ein
den Kopf in einer geringfügig angehobenen Position unterstützender Liegeabschnitt
bereitstellbar ist.
[0016] Eine weitere besonders vorteilhafte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Behältnisses
ist dabei dadurch gegeben, daß das Querversteifungselement über die Wandung im Bereich
einer vorderen Querkante des Bodenabschnitts relativ zu diesem bewegbar gehaltert
ist, und daß ein äußerer Umfangsabschnitt der Wandung zumindest im Kopfbereich des
Behältnisses verkürzbar oder zusammenziehbar ist, zur Ausbildung eines, einen Kopfbereich
eines von dem Behältnis aufgenommenen Kindes umgebenden Haubenabschnitts. In vorteilhafter
Weise erstreckt sich dabei eine im Kopfabschnitt der Wandung verlaufende Außenkante
im Abstand zu einer von dem Bodenabschnitt entfernten Außenkante des bewegbaren Querversteifungselementes.
Dieser Abstand entspricht im wesentlichen etwa der Hälfte der Gesamthöhe der Wandung
in dem Kopfabschnitt.
[0017] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform des Behältnisses ist dadurch gegeben, daß
die Wandung mehrlagig ausgebildet ist und mit einer Polsterung versehen ist, und daß
einzelne Wandungszonen der Wandung durch Absteppungen gegeneinander abgegrenzt sind.
Durch eine derartige Ausbildung wird es in vorteilhafter Weise möglich, die Außenwandung
entsprechend den jeweiligen Bewegungszonen zu untergliedern und zudem ein unerwünschtes
Abwandern einzelner Polstermaterialzonen in einen unteren Bereich des jeweiligen Wandungsabschnittes
zu verhindern.
[0018] Eine weitere besonders vorteilhafte Ausführungsform des Behältnisses ist dadurch
gegeben, daß dieses vollständig in eine durch den Bodenabschnitt definierte Ebene
ausbreitbar ist. Dadurch wird es auf vorteilhafte Weise möglich, das Behältnis auch
als deckenartige Unterlage zu verwenden. Darüber hinaus wird es durch diese erfindungsgemäße
Ausgestaltung auch möglich, das Behältnis nach einem Reinigen besonders einfach und
schnell zu trocknen. Auch unter fertigungstechnischen Gesichtspunkten erweist sich
eine derartige Abwickelbarkeit des Behältnisses als besonders vorteilhaft.
[0019] Eine zur Erzeugung der erfindungsgemäß ausgebildeten Kopfpartie besonders vorteilhafte
Ausführungsform des Behältnisses ist dadurch gegeben, daß zwischen den Längs-Seitenwandabschnitten
und dem sich im wesentlichen der zur Längsrichtung erstreckenden und durch das Querversteifungselement
ausgesteiften Kopfabschnitt in der Wandung jeweils ein Übergangsbereich ausgebildet
ist, dessen entsprechende Längs-Seitenwandabschnitten und dem Kopfabschnitt sowie
insbesondere dem Bodenabschnitt benachbarte Grenzzonen zueinander geneigt verlaufen,
zum Haltern des Querversteifungselementes in einer geneigten Stellung bei aufrechter
Position der Längs-Seitenwandabschnitte. Dadurch wird es auf vorteilhafte Weise möglich,
speziell durch die Geometrie des Übergangsabschnittes die Neigung eines vorzugsweise
gepolsterten Kopfauflageabschnittes festzulegen. In vorteilhafter Weise ist dabei
eine Außenkante des Übergangsbereiches der Wandung insbesondere durch Zusammenziehen
in ihrer effektiven Länge verkürzbar. Dadurch wird es möglich, in der wie vorangehend
bereits beschriebenen Weise die Gestalt des Kopfabschnittes den jeweiligen Erfordernissen
entsprechend anzupassen.
[0020] Weitere Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispieles in Verbindung mit der Zeichnung. Es zeigen:
- Fig.1
- eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Behältnisses mit einem teilweise
zusammengezogenen Kapuzenabschnitt, wobei ein im Kopfbereich des Behältnisses vorgesehenes
Querversteifungselement in eine leicht aufgerichtete Stellung gebracht ist,
- Fig.2
- eine perspektivische Ansicht desselben Behältnisses in einer Tragestellung, wobei
der Kapuzenabschnitt weit geöffnet ist,
- Fig.3
- eine weitere perspektivische Ansicht desselben erfindungsgemäßen Behältnisses mit
im wesentlichen vollständig geschlossener Kapuze,
- Fig.4
- eine Draufsicht auf das Behältnis in einer Offenstellung mit vollständig in eine Ebene
ausgebreiteten Wandungsabschnitten,
- Fig.5
- eine perspektivische Detailansicht eines von einer Ummantelung umgebenen Querversteifungselementes,
- Fig.6
- eine perspektivische Detailansicht eines Befestigungsabschnittes einer weiteren Ausführungsform
eines Querversteifungselementes,
- Fig.7
- eine vereinfachte Schnittdarstellung zur Verdeutlichung einer besonders vorteilhaften
Anordnung des Querversteifungselementes,
- Fig.8
- eine weitere ebenfalls vereinfachte Schnittdarstellung zur Verdeutlichung besonders
vorteilhafter Befestigungsmöglichkeiten zur Anbringung des Querversteifungselementes
in einem Abdeckabschnitt.
[0021] Wie in Figur 1 dargestellt, umfaßt das Behältnis einen Bodenabschnitt 1, der in dieser
Darstellung nahezu vollständig von einem Abdeckabschnitt 2 überdeckt ist. Der Abdeckabschnitt
2 weist an seinem, einem Kopfbereich des Behältnisses zugewandten Endabschnitt eine
gepolsterte Klappe 3 auf. Die gepolsterte Klappe 3 ist über Knöpfe 4 in einer aufgeklappten
Stellung gehaltert. Es ist auch möglich, die gepolsterte Klappe 3 derart zu befestigen,
daß ein von einem Kapuzenabschnitt 5 umgebener Kopfbereich des Behältnisses noch weiter
abgedeckt ist. Der Abdeckabschnitt 2 ist mit Steppnähten 6 versehen. In einem Übergangsbereich
zwischen dem Abdeckabschnitt 2 und einem Längs-Seitenabschnitt 7 des Behältnisses
ist eine Verbindungseinrichtung insbesondere in Form eines Reißverschlusses 8 vorgesehen.
Nach Öffnen der Verbindungseinrichtung ist der Abdeckabschnitt 2 abklappbar und insbesondere
über die Knöpfe 4 in einer Position arretierbar, in welcher durch den Abdeckabschnitt
2 ein verlängerter Beinaufnahmebereich bereitstellbar ist. Das Behältnis ist mit einem
Paar Tragegriffe 9 versehen, welche in einem seitlichen Bereich des Behältnisses mit
diesem verbunden und über dem Liegebereich in gegenseitigen Berührungskontakt bringbar
sind. Die Tragegriffe 9 sind insbesondere über eine Schnappverschlußeinrichtung an
dem Behältnis befestigt. Beim Befestigen der Tragegriffe 9 an dem Behältnis kommt
die Schnappverschlußvorrichtung vollständig in einem in dem Verbindungsbereich, an
dem Behältnis ausgebildeten Taschenabschnitt zum Liegen. Ein Lösen der Schnappverschlußvorrichtung
ist durch seitliches Zusammenpressen der jeweiligen Taschen möglich.
[0022] Das in Figur 1 dargestellte Behältnis umfaßt zwei Querversteifungselemente 10a, 10b,
welche sich in einer von dem Bodenabschnitt 1 beabstandeten oder zu dem Bodenabschnitt
1 geneigten Ebene erstrecken. Ein erstes Querversteifungselement 10a erstreckt sich
oberhalb eines in dem Behältnis definierten Liegebereichs in einer zu dem Bodenabschnitt
1 im wesentlichen parallelen Ebene. Das Querversteifungselement 10a ist bezüglich
der Längsrichtung des Behältnisses im wesentlichen zwischen den Tragegriffen 9 angeordnet.
Der Fußbereich des Behältnisses ist lediglich durch den Bodenabschnitt 1 ausgesteift.
Ein Eckübergangsbereich 12 des Abdeckabschnittes 2 umfaßt eine gepolsterte Gewebelage
und weist ansonsten eine relativ geringe Eigensteifigkeit auf. Der Kapuzenabschnitt
5 des Behältnisses umfaßt einen Übergangsbereich 14 und einen Kopfabschnitt 15. Der
Kopfabschnitt 15 umfaßt das zweite Querversteifungselement 10b, das zumindest zur
Innenseite des Behältnisses hin von einer Polstereinrichtung überdeckt ist. Der mit
dem zweiten Querversteifungselement 10b versehene Kopfabschnitt 15 ist entlang einer,
an einer vorderen Stirnseite des Bodenabschnittes 1 ausgebildeten Quernaht relativ
zu dem Bodenabschnitt bewegbar gehaltert. Die zur Ausbildung des Kopfabschnittes 15
vorgesehene Wandung ist hinsichtlich ihrer Breite derart bemessen, daß zwischen einem
äußersten Außenrand und einer dem Bodenabschnitt abgewandten Querkante des zweiten
Querversteifungsgelementes ein Überstand verbleibt. Dieser Überstand ist mittels einer
in einem äußersten Außenrand des Kapuzenabschnittes 5 verlaufenden Kordel zu einem
haubenartigen Abschnitt zusammenziehbar. Bei einer maximalen Verkürzung dieser Außenkante
nimmt das zweite Querversteifungselement 10b eine im wesentlichen zu dem Bodenabschnitt
1 senkrechte Position ein. In dieser aufrechten Position stellt das zweite Querversteifungselement
10b einen besonders wirkungsvollen Schutz des Kopfbereiches eines in dem Behältnis
zu transportierenden Kleinkindes dar.
[0023] Auch das erste Querversteifungselement 10a bewirkt neben einer Aussteifung des Behältnisses
gegen eine Einschnürung quer zur Längsrichtung ebenfalls einen Schutz des von dem
Behältnis aufgenommenen Kindes. Das erste Querversteifungselement 10a ist in vorteilhafter
Weise an verschiedenen Stellen zwischen den Tragegriffen 9 anbringbar.
[0024] Das zweite Querversteifungselement 10b ist bei im wesentlichen vollständigen Lockern
der Kordel 16 in eine schwach geneigte Position absenkbar, wie dieses zum Beispiel
in Figur 2 verdeutlicht ist.
[0025] Figur 2 zeigt das erfindungsgemäße Behältnis in einer einhändig an den Tragegriffen
9 erfaßten Transportstellung. In dieser Transportstellung ist die Kordel 16 im wesentlichen
vollständig gelockert, so daß die Neigung des in dem Kopfabschnitt 15 aufgenommenen
zweiten Querversteifungselementes durch den Übergangsbereich 14 vorgegeben ist. In
der Darstellung gemäß Figur 2 ist besonders deutlich der vorangehend bereits angesprochene
Bereich des Kopfabschnittes erkennbar. Die beiden erfindungsgemäß vorgesehenen Querversteifungselemente
10a und 10b wirken insbesondere in dieser erweiterten Position in besonders vorteilhafter
Weise zusammen. So wird durch das erste Querversteifungselement verhindert, daß eine
äußerste Außenkante des Übergangsbereiches zum Liegebereich im Inneren des Behältnisses
abkippt. Die Stabilisierung dieser Außenkante 17 erweist sich jedoch im Hinblick auf
die Festlegung der Position des zweiten Querversteifungselementes als besonders vorteilhaft,
da es nunmehr möglich wird, die in den Tragegriffen wirkende Zugkraft nicht in einen
oberen Bereich des Behältnisses, sondern im wesentlichen unmittelbar in den Bodenabschnitt
1 einzuleiten. Eine derartige Befestigung der Tragegriffe 9 erweist sich insbesondere
dahingehend als vorteilhaft, als daß der Abdeckabschnitt 2 beim Anheben des Behältnisses
nicht verformt wird. Der Abdeckabschnitt 2 liegt somit nach wie vor in Folge seines
Eigengewichtes auf dem in dem Behältnis befindlichen Kind auf. Durch die Verwendung
der zwei Querversteifungselemente 10a und 10b wird es auf überraschend einfache Weise
möglich, ein sich vollständig selbst stabilisierendes Behältnis zu schaffen, das jedoch
grundsätzlich als "Soft-Bag" erscheint. So sind bei dem Behältnis der Bodenabschnitt
1, ein kleiner Flächenbereich des Abdeckabschnitts 2 und ebenfalls nur ein Teil des
Kopfabschnittes 15 ausgesteift. Der übrige Bereich der Wandung des Behältnisses, insbesondere
die Längs-Seitenabschnitte 18, sind lediglich durch das in ihnen enthaltene Polstermaterial
vorgeformt. Aufgrund der flexiblen Wandungsabschnitte des Behältnisses ist es möglich,
dieses vollständig in eine Ebene auszubreiten, wie dieses in Figur 4 dargestellt ist.
[0026] Wie in Figur 3 besonders deutlich erkennbar ist, nimmt das zweite Querversteifungselement
10b bei Verkürzung der Außenkante 17 eine nahezu senkrechte Position ein und bietet
damit einem in dem Behältnis befindlichen Kind einen besonders effektiven Schutz vor
Stößen. Die Tragegriffe 9 sind oberhalb eines Liegebereiches des Behältnisses in gegenseitigen
Berührungskontakt bringbar und können, wie bereits in Figur 2 dargestellt, gemeinsam
von einer Hand ergriffen werden. Durch das erfindungsgemäß vorgesehene erste Querversteifungselement
10a wird ein Zusammenschnüren des Liegebereiches quer zur Längsrichtung des Behältnisses
wirkungsvoll verhindert. Durch das Zusammenziehen der Kordel 16 wird ein Kapuzenbereich
ausgebildet, der infolge der Querversteifungselemente eine Gestalt annimmt, welche
dem Kopf des Kindes einen ausreichend großen Bewegungsspielraum bereitstellt. Die
Kanten des zweiten Querversteifungselementes 10b sind gerundet, wodurch eine im wesentlichen
kugelförmige Gestalt des Kapuzenabschnittes 5 möglich wird.
[0027] So zeigt Figur 4 nochmals deutlich die einzelnen Abschnitte des vorangehend beschrieben
erfindungsgemäßen Behältnisses. In einem äußeren Randbereich des Bodenabschnittes
1 sind die Längs-Seitenabschnitte 18, der Übergangsbereich 14 und ein Kopfabschnitt
15 gelenkig befestigt. Der Abdeckabschnitt 2 ist an einer den Fußbereich des Behältnisses
verlaufenden Querkante angebracht. Das erste Querversteigungselement 10a ist auf einer
in geschlossener Stellung des Behältnisses der Innenseite zugewandten Seite der des
Abdeckabschnittes 2 angebracht. Die in einem Hohlsaum verlaufende Kordel 16 ist vollständig
gelockert, so daß die entsprechende Außenkante des Übergangsbereiches 14 und des Kopfabschnittes
15 nunmehr unverkürzt beziehungsweise nicht zusammengerafft in eine Ebene ausbreitbar
sind.
[0028] In Figur 5 ist eine Detailansicht einer bevorzugten Ausführungsform des ersten Querversteifungselementes
10a angegeben. Das erste Querversteifungselement umfaßt eine aus einem Gewebe oder
folienartigen Material hergestellte Hülle 20 und einen darin aufgenommenen flachen
Kunststoffstreifen 21, der an seinen Ecken abgerundet ausgebildet ist. Der Kunststoffstreifen
21 weist in einer bevorzugten Ausführungsform eine Breite von etwa 10 cm auf. Die
Länge des Kunststoffstreifens 21 entspricht im wesentlichen etwa der Breite des Bodenabschnittes
1. Auf der Hülle 20 ist eine Verbindungseinrichtung vorgesehen, die wie in Figur 5
dargestellt einen Verbindungsstreifen 22 eines Klettverschlusses umfaßt. Zwischen
dem Materialstreifen 21 und der Hülle 20 ist in vorteilhafter Weise eine Polstereinrichtung,
insbesondere ein Vliesmaterial, vorgesehen.
[0029] Gemäß Figur 6 umfaßt eine alternative Ausführungsform des Querversteifungselementes
10a ebenfalls einen Kunststoffstreifen 21, der an seinem Endabschnitt mit Ausnehmungen
23 versehen ist, über welche entsprechend, an dem Behältnis vorgesehene, insbesondere
druckkopfartige Befestigungselemente mit dem Querversteifungselement 10a in Eingriff
bringbar sind. Wie sich überraschenderweise zeigt, unterliegt die Befestigungseinrichtung
zur Anbringung des Querversteifungselementes nur geringen Belastungen, da die von
dem Querversteifungselement 10a aufzunehmenden Kräfte nicht über die Verbindungseinrichtung
in dieses Querversteifungselement eingeleitet werden.
[0030] Wie in Figur 7 dargestellt, erstreckt sich das erste Querversteifungselement 10a
in einer zu dem Bodenabschnitt 1 im wesentlichen parallel verlaufenden und zu diesem
Bodenabschnitt 1 beabstandeten Ebene. Die Längs-Seitenabschnitte 7 des Behältnisses
sowie der Abdeckabschnitt 2 sind mit einer Polsterung versehen. Die Seitenwandabschnitte
7 sind nicht ausgesteift.
[0031] Gemäß Figur 8 ist das erste Querversteifungselement 10a entweder in einer im Inneren
des Abdeckabschnittes 2 verlaufenden Tasche oder in einer der Innenseite des Behältnisses
zugewandten Tasche aufgenommen. Es ist auch möglich, das Querversteifungselement 10a
in einem Außenbereich des Behältnisses anzubringen.
[0032] Das vorangehend beschriebene Behältnis läßt sich beispielsweise in folgender Weise
verwenden: Das Behältnis wird zur Aufnahme eines Kindes am Boden abgestellt. Anschließend
wird die Abdeckung 2 geöffnet und eine Decke in das Behältnis eingelegt. Auf diese
Decke wird das Kind aufgelegt und mit einem verbleibenden Abschnitt der Decke zugedeckt.
Im Anschluß daran wird die Abdeckung 2 wieder in eine Schließstellung gebracht. Zum
Transport des Behältnisses wird dieses an den Tragegriffen 9 ergriffen und zum Beispiel
zu einem Kinderwagengestell getragen. Die Querversteifungselemente 10a und 10b verhindern
eine ungünstige Deformation des Behältnisses. Das Behältnis wird auf das Kinderwagengestell
aufgesetzt und an diesem befestigt. Vermittels der Kordel 16 wird im Kopfbereich des
Behältnisses eine Kapuze ausgebildet, welche dem in dem Behältnis befindlichen Kind
einen besonders wirkungsvollen Schutz insbesondere vor Zugluft bietet. Falls es die
Witterungsverhältnisse zulassen, ist es möglich, den Kapuzenabschnitt 5 durch Nachführen
der Kordel 16 in einen in einer Außenkante des Kapuzenabschnittes 5 verlaufenden Hohlsaum
zu öffnen. Nach Lösen der zur Befestigung des Behältnisses an dem Kinderwagengestell
vorgesehenen Verbindungseinrichtungen ist das Behältnis von dem Kinderwagengestell
trennbar. Ein gegebenenfalls in dem Behältnis eingeschlafenes Kind kann, ohne durch
Verformung des Behältnisses wachgerüttelt zu werden, zusammen mit dem Behältnis jedoch
ohne dem Kinderwagengestell zum Beispiel beim Betreten eines Gebäudes mitgeführt werden.
[0033] Das vorstehend beschriebene Behältnis läßt sich insbesondere nach Öffnen des Reißverschlusses
8 als deckenartige Unterlage verwenden. Zum Reinigen beziehungsweise Waschen des Behältnisses
werden die Querversteifungselemente und eine in dem Bodenabschnitt 1 vorgesehene Bodenplatte
von dem Behältnis getrennt. Das gereinigte Behältnis kann in vorteilhafter Weise in
der Art einer Decke zum Trocknen aufgehängt werden.
[0034] Die Erfindung ist nicht auf das vorangehende Ausführungsbeispiel beschränkt. Beispielsweise
ist es auch möglich, die Querversteifungselemente fest mit dem Behältnis zu verbinden.
Es ist auch möglich, auf eines der beiden Querversteifungselemente zu verzichten und
nur eines dieser Querversteifungselemente an dem Behältnis vorzusehen. Sämtliche aus
der Beschreibung und der Zeichnung, einschließlich der konstruktiven Einzelheiten
hervorgehenden Merkmale können auch in beliebigen Kombinationen erfindungswesentlich
sein.
1. Tragbares Behältnis für ein Kleinkind, mit einem Bodenabschnitt (1) und einer von
einem Randbereich des Bodenabschnittes (1) ausgehenden, einen Liegebereich umgebenden
Wandung mit einem Paar von einander gegenüberliegend ausgebildeten nachgiebigen Längs-Seitenwandabschnitten
(7), einem Kopfbereichsabschnitt (15) und einem Fußbereichsabschnitt, sowie einer
Tragegriffvorrichtung mit einem Paar von über die Längs-Seitenwandabschnitte (7) hinausragenden
Tragegriffen (9), dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein, sich zwischen den nachgiebigen Längs-Seitenwandabschnitten (7)
erstreckendes Querversteifungselement (10a, 10b) vorgesehen ist.
2. Behältnis nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Querversteifungselement (10a, 10b) als flaches oder leicht gewölbtes, insbesondere
im wesentlichen rechteckförmiges Formstück ausgebildet ist.
3. Behältnis nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Querversteifungselement (10a) sich in einer zu dem Bodenabschnitt (1) im
wesentlichen parallelen und von dem Bodenabschnitt (1) beabstandeten Ebene zwischen
den Tragegriffen (9) erstreckt, zur Aufnahme von über die Tragegriffe (9) auf die
Längs-Seitenwandabschnitte (7) einwirkenden Querkräften.
4. Behältnis nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Querversteifungselement (10a) mit dem Behältnis insbesondere mit den Längs-Seitenwandabschnitten
(7) oder einem zum Abdecken eines oberen Öffnungsbereiches des Behältnisses vorgesehenen
Abdeckabschnitt (2) verbindbar ist.
5. Behältnis nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Querversteifungselement (10a, 10b) mittels einer Befestigungsvorrichtung,
insbesondere einer Klettverschlußeinrichtung, an dem Behältnis beziehungsweise dem
Abdeckabschnitt (2) anbringbar ist.
6. Behältnis nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in oder an dem Abdeckabschnitt (2) eine Aufnahmetasche zur Aufnahme des Querversteifungselementes
(10a) vorgesehen ist.
7. Behältnis nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Querversteifungselement (10b) im Kopfbereich des Behältnisses angeordnet
ist und in seiner Neigung gegenüber dem Bodenabschnitt (1) veränderbar ist.
8. Behältnis nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Querversteifungselement (10b) in eine durch den Bodenabschnitt (1) definierte
Ebene bringbar ist.
9. Querversteifungselement nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Querversteifungselement (10b) hinsichtlich seiner Breite schmaler ist als
ein zur Aufnahme des Querversteifungselementes (10b) vorgesehener Kopfbereichsabschnitt
(15) der nachgiebigen Wandung.
10. Behältnis nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Querversteifungselement (10b) über die Wandung im Bereich einer vorderen
Querkante des Bodenabschnittes (1) relativ zu diesem bewegbar gehaltert ist, und daß
ein äußerer Umfangsabschnitt der Wandung zumindest im Kopfbereich des Behältnisses
verkürzbar oder zusammenziehbar ist, zur Ausbildung eines, einen Kopfauflagebereich
eines von dem Behältnis aufgenommenen Kindes, umgebenden Haubenahschnittes.