Anwendungsgebiet und Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft ein elektrisches Durchflußheizelement für Medien mit einem
von außen von einer elektrischen Heizung beheizbaren Medienrohr, wenigstens einem
Anschlußelement zum elektrischen Anschluß der Heizung und Temperaturmeßmitteln.
[0002] Ein derartiges elektrisches Durchflußheizelement ist aus der DE-A-42 33 676 bekanntgeworden.
Es hat einen auf die Außenseite des Rohrs unter Zwischenlage von Folien gewickelten
elektrischen Heizleiter in Form eines dünnen Bandes, das zwischen zwei am Medienrohr
befestigten Anschlüssen gespannt ist. Temperaturmeßmittel können in den Heizleiter
integriert sein, indem dieser in Bereiche unterschiedlicher Temperaturcharakteristika
des elektrischen Widerstandes aufgeteilt ist und die sich dadurch ergebenden Widerstandsverschiebungen
ausgewertet werden.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, ein derartiges Heizelement im Sinne einer besseren
Nutzbarkeit und leichteren Herstellung weiterzuentwickeln.
Aufgabe und Lösung
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Temperaturmeßmittel und
eine von diesen beeinflußte elektrische Regelschaltung zur Regelung der Medientemperatur
an dem Anschlußelement angeordnet sind.
[0005] Durch diese Anordnung ist es möglich, das Durchflußheizelement zu einer mehr sich
selbst regelnden Baueinheit zu machen, die von außen her nur noch an das Netz sowie
ggf. an entsprechende Sollwertgeber (programm- oder manuell gesteuerte Schalter oder
dgl.) angeschlossen zu werden braucht. In diesem Zusammenhang ist die Ausführungsform
nach der DE-A-42 33 676 besonders vorteilhaft, weil der gesamte Durchflußheizer aus
einem entsprechend beheizten Rohrstück bestehen kann, das auch medienseitig über Schläuche,
Stutzen oder dgl. in einen Kreislauf, beispielsweise einer Geschirrspül- oder Waschmaschine,
eingeschaltet werden kann. Die Anordnung der Regelschaltung an dem Anschlußelement
hat den Vorteil, daß die elektrischen Verbindungen minimiert werden und in der Regelschaltung
evtl. auftretende Wärme unmittelbar in das Medienrohr abgegeben werden kann.
[0006] Die Temperaturmeßmittel können ein oder mehrere Temperaturfühler enthalten, die an
das Medienrohr angedrückt sind, und zwar vorzugsweise am in Medienflußrichtung stromab
liegenden Anschluß. Die Temperaturfühler können an dem Medienrohr in unmittelbarem
thermischem Kontakt, z.B. federnd, daran angedrückt sein.
[0007] Ein besonderer Vorteil ist es, daß bei Verwendung eines elektronischen Leistungsbauelementes,
beispielsweise eines Thyristors oder Triacs, dieses, wenn man es in thermischem Kontakt
zum Medienrohr anordnet, von diesem gekühlt wird. Dabei kann ein Kühlkörper-Zwischenelement
in Form eines Metallblocks vorgesehen sein, der z.B. auf das Medienrohr aufgeschnappt
werden kann.
[0008] Es ist ferner bevorzugt, an dem Anschlußelement und in dieses integriert, jedoch
vorzugsweise im Abstand von dem Medienrohr, eine mit elektronischen Steuerbauteilen
bestückte und mit entsprechenden Leiterbahnen versehene Leiterplatte vorzusehen. Es
ist sicherlich ungewöhnlich, temperaturempfindliche elektronische Bautelemente dieser
Art an dem Anschlußstück eines daran anschließend unmittelbar beheizten Gerätes vorzusehen,
da man sich üblicherweise bemüht, die Elektronik so weit wie möglich von einer Wärmequelle
zu entfernen. Hier entsteht jedoch eine Selbstregelung dadurch, daß die Elektronik
durch die von ihr selbst bewirkte Regelung dafür sorgt, daß sie selbst nicht überhitzt
wird, indem sie die Temperatur des Durchflußerhitzers entsprechend begrenzt. Ferner
wird auch durch das Medium dafür gesorgt, daß bestimmte Temperaturen nicht überschritten
werden, und diese sind normalerweise auch von den elektronischen Bauelementen zu ertragen.
Für den Trockenlauffall kann unabhängig davon im Anschlußteil auch noch eine Übertemperatursicherung,
beispielsweise eine Schmelzsicherung, vorhanden sein.
[0009] Außer üblichen Kontakt-Temperatursensoren, die an das Medienrohr angedrückt werden,
können auch andere Maßnahmen zur Temperaturmessung verwendet werden, beispielsweise
eine Temperaturbestimmung durch eine Widerstandsmessung an der elektrischen Heizung,
wobei der Heizstromzyklus abgeschaltet und eine Temperaturdifferenzmessung zwischen
ein- und ausgeschalteter Heizung während dieser zyklischen Ausschaltphasen durchgeführt
werden kann. Diese Messung beruht darauf, daß die Wärmeabnahme von der Medientemperatur
abhängt.
[0010] Es kann ferner eine Temperaturmessung vorgesehen sein, die auf einer Auswertung der
Halbleiterkennlinie des elektrischen Leistungsbauelementes beruht, das die Leistung
für die Beheizung schaltet. Dabei kann die Fließspannung im Strom führenden Zustand
gemessen werden, die von der Temperatur des Leistungsbauelementes abhängt, die wiederum
in einer Abhängigkeit von der Medientemperatur steht, da das Medium in thermischem
Kontakt mit dem Leistungsbauelement steht.
[0011] Es wird also in einer bevorzugten Ausführung ein elektrisches Durchflußheizelement
geschaffen, das ein Medienrohr enthält, in dem flüssiges Medium stromen kann. Es wird
durch eine außerhalb des Rohres liegende bandförmige elektrische Widerstandsheizung
beheizt. Ein elektrisches Anschlußelement beinhaltet eine Leiterplatine für die zugehörige
Temperaturregelschaltung. Sie enthält bzw. stützt Temperaturfühler am Rohr ab. Die
Leistungsschaltung geschieht über einen Leistungshalbleiter, der über einen Kühlkörper
thermisch an das Medienrohr angekoppelt ist. Das gesamte Anschlußelement bildet eine
Einheit.
[0012] Diese und weitere Merkmale gehen außer aus den Ansprüchen auch aus der Beschreibung
und den Zeichnungen hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder
zu mehreren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausführungsform der Erfindung
und auf anderen Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige
Ausführungen darstellen können, für die hier Schutz beansprucht wird.
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels
[0013] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im
folgenden näher erläutert. Die einzige Zeichnungsfigur zeigt
einen schematischen Teilquerschnitt durch ein Durchflußheizelement und seinen Heizungsanschluß.
[0014] Die Zeichnung zeigt ein elektrisches Durchflußheizelement 11. Es beinhaltet ein Medienrohr
12, durch das ein Medium, beispielsweise Wasser, Waschlauge oder dgl., in Medienfließrichtung
13 strömt. Auf der Außenseite des Medienrohrs 12 ist eine elektrische Heizung 14 angebracht,
die aus einem unter Folienzwischenlage auf das schraubenförmige Medienrohr gewickelten
Heizleiterband bestehen und entsprechend der DE-A-42 33 676 aufgebaut sein kann.
[0015] Die Heizung 14 ist an das Haushaltsstromnetz oder eine andere Energiequelle über
Anschlußelemente 15 angeschlossen, von denen in der Zeichnung nur das in Medienfließrichtung
13 stromab an die Heizung 14 anschließende dargestellt ist. Die Leistungsschaltung
wird von einem elektronischen Leistungsbauelement 16, beispielsweise einem Thyristor
oder einem Triac vorgenommen, der in das Anschlußelement 15 integriert ist und, von
einem Bolzen 17 gehalten, auf einem einen Kühl- bzw. Wärmeableitungskörper bildenden
Metallblock 18 sitzt, mit dem es in engem thermischem Kontakt ist. Der Metallblock
kann sich wie eine Klammer um mehr als die Hälfte des Umfanges des Medienrohrs erstrecken
und darauf festgeschnappt sein, so daß ein inniger Wärmekontakt mit dem Medienrohr
und damit mit dem im Medienrohr fließenden Medium 19 entsteht. Es ist aber auch möglich,
die Befestigung über eine Anschweißung des Bolzens 17 am Medienrohr vorzunehmen.
[0016] Der Anschluß 15 enthält ferner einen Anschlußstein oder Isolierblock 20, der ebenfalls
mit einem Gewindebolzen 21 am Medienrohr 12 befestigt ist. Er enthält in einer Ausnehmung
eine Schmelzlotsicherung 22, die beispielsweise unmittelbar an das Ende der Heizung
14 angeschlossen sein kann. Sie sichert das Heizelement gegen Trockenlauf auch in
dem Falle, daß die normalerweise vorgesehene Regelung nicht vorher angesprochen haben
sollte.
[0017] Über dem Anschlußstein, d.h. im Abstand von dem Medienrohr, ist, auch von dem Gewindebolzen
21 am Anschlußstein festgelegt, eine Leiterplatte 23 vorgesehen, auf der Leiterbahnen
24 und elektronische Bauelemente 25 angeordnet sind. Sie können auf der Ober- und/oder
Unterseite der Leiterplatte vorgesehen sein und ggf. von einer nicht dargestellten
Abdeckung überdeckt sein. Die Leiterplatte ist zugleich auch Träger und Stützelement
für Temperaturfühler 26, die an das Medienrohr 12 an der von der Heizung entfernten
Seite des Anschlußelementes 15 vorgesehen und federnd an das Medienrohr 12 angedrückt
sind. Die Andruckfeder 27 kann zugleich auch den elektrischen Anschluß zu der Leiterplatte
23 bilden.
[0018] Die Leiterplatte enthält die Regelschaltung 28, die zur Temperatur- und/oder Leistungssteuerung
des Durchflußheizelementes nötig ist. Das Heizelement könnte also gänzlich selbständig
arbeiten oder, wenn verschiedene Temperatur- oder Aufheizcharakteristika vorgesehen
sind, mit Sollwertgebern zusammenarbeiten, die beispielsweise in der Programmsteuerung
der Maschine vorgesehen sind, die den Durchflußheizer enthält.
Funktion
[0019] Zum Einschalten des Durchflußheizelementes wird das Leistungsbauelement 16 von der
auf der Leiterplatte 23 enthaltenen Regelschaltung 28 entsprechend angesteuert und
gibt die Leistung frei. Über die Schmelzsicherung 22 wird dann die Heizung 14 an die
Netzspannung gelegt, heizt die Außenwand des Medienrohres 12 und damit das Medium
19 auf. Beim Erreichen der Ansprechtemperatur des Temperaturfühlers 26 gibt dieser
ein entsprechendes Signal an die Regelschaltung 28, die daraufhin über das Leistungsbauelement
16 die Heizleistung abschaltet oder z.B. durch Taktung, d.h. impulsweise Beheizung,
reduziert. Wenn gefordert wird, daß verschiedene unterschiedliche Temperaturen einstellbar
sind, dann sind entweder mehrere auf bestimmte Temperaturen eingestellte Temperaturfühler
26 in entsprechender Weise vorgesehen oder ein Temperaturfühler gibt ein der jeweiligen
Temperatur entsprechendes Ausgangssignal an die Regelschaltung, die dieses entsprechend
verarbeitet.
[0020] Die im Leistungsbauelement 16 entstehende Wärme wird sofort über den Metallblock
18 an das Medienrohr 12 und damit an das Medium abgegeben, so daß keine Überhitzung
des Leistungsbauelementes eintreten kann. Eine Luftkühlung ist nicht notwendig und
die unvermeidliche Verlustwärme des Leistungsbauelementes wird zur Mediumsbeheizung
genutzt. Die Regelelektronik auf der Leiterplatte 23 gibt nur sehr wenig Wärme ab,
so daß für sie normalerweise keine Kühlung nötig ist. Trotzdem könnte der Isolierkörper
20 soweit wärmeleitend sein, daß auch hier eine Wärmeabfuhr möglich wäre.
[0021] Im Falle des Ausbleibens von Medium würde sich das dann leere Medienrohr 12 durch
die hohe Leistung der Heizung 14 sehr schnell aufheizen. Normalerweise sollte, z.B.
bei einem langsamen Nachlassen des Medienstromes, dann die Temperaturregelung ansprechen
und die Heizung auf normale Weise abgeschaltet werden. Sollte dies aber nicht der
Fall sein, beispielsweise eine Einschaltung bei leerem Medienrohr vorkommen, dann
spricht die Schmelzsicherung 22 an und trennt die Heizung vom Netz. Die Schmelzsicherung
kann eine federbelastete Doppelhülse sein, die beim Schmelzen eines in ihr enthaltenen
Lotes einen elektrischen Kontakt öffnet.
[0022] Es ist zu erkennen, daß hier ein integriertes Bauteil geschaffen wird, das auch den
elektrischen Anschluß beinhaltet. Dieser kann rein baulich ähnlich ausgeführt sein,
wie dies in der DE-A-42 33 676 eingehend beschrieben ist.
[0023] In der Zeichnung ist der stromab liegende Anschluß des Durchflußheizelementes dargestellt.
Es ist sinnvoll, Temperaturfühler dort anzubringen, weil sie dort die direkteste Rückkopplung
zur Medientemperatur haben. Da ja jedoch normalerweise der Mediendurchlauf relativ
schnell erfolgt und die Temperaturdifferenzen zwischen Eintritt und Austritt des Mediums
sehr gering sind, könnte der beschriebene Anschluß auch an die Medieneingangsseite
gelegt werden.
[0024] Statt des Temperaturfühlers 26 könnten andere Temperaturmeßmittel vorgesehen sein,
deren Auswertung durch die Regelschaltung 28 erfolgt. Es könnte eine zyklische Widerstandsmessung
erfolgen, bei der in bestimmten Abständen das Leistungsbauelement 16 für eine kurze
Phase die Heizung 14 ausschaltet und dann durch eine Widerstandsmessung die Temperaturdifferenz
zwischen ein- und ausgeschaltetem Heizleiter bestimmt wird. Da dieser Wert ein Maß
für die Wärmeabnahme und damit die Temperatur des Mediums ist, kann die Regelschaltung
daraus einen der Medientemperatur entsprechenden Wert ermitteln.
[0025] Eine andere Art der Temperaturmessung könnte über das Leistungsbauelement 16 unmittelbar
erfolgen. Auch seine Temperatur hängt ja von der Medientemperatur 19 ab. Es ändert
seine Halbleiterkennlinie entsprechend der Temperatur, so daß durch Auswertung der
Fließspannung im stromführenden Zustand, also während des Heizungsbetriebes, die Regelschaltung
auf die Medientemperatur rückschließen kann. Durch diese Methoden würden mit ohnehin
im Heizelement vorhandenen Bauteilen nur durch elektronische Auswertung die nötigen
Messungen vorgenommen werden, und ein gesonderter Temperaturfühler 26 könnte eingespart
werden.
1. Elektrisches Durchflußheizelement für Medien (19) mit einem von außen von einer elektrischen
Heizung (14) heizbaren Medienrohr (12), wenigstens einem Anschlußelement (15) zum
elektrischen Anschluß der Heizung (14) und Temperaturmeßmitteln (26), dadurch gekennzeichnet,
daß die Temperaturmeßmittel (26) und eine von diesen beeinflußte elektrische Regelschaltung
(28) zur Regelung der Medientemperatur an dem Anschlußelement (15) angeordnet sind.
2. Heizelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperaturmeßmittel (26)
und die Regelschaltung (28) in das Anschlußelement (15) integriert sind.
3. Heizelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperaturmeßmittel
(26) wenigstens einen Temperaturfühler enthalten, der vorzugsweise in unmittelbarem
thermischem Kontakt mit dem Medienrohr (12) angeordnet, vorzugsweise federnd an dieses
angedrückt, ist.
4. Heizelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein
elektrisches Leistungsbauelement (16) in thermischem Kontakt mit dem Medienrohr (12)
angeordnet ist, vorzugsweise auf einem am Medienrohr (12) angebrachten Metallstück
(18), z.B. einem Aluminiumblock, das insbesondere auf das Medienrohr (12) aufklemmbar
ist, wobei es dieses ggf. um mehr als den halben Umfang umfaßt.
5. Heizelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an
dem Anschlußelement (15), vorzugsweise im Abstand vom Medienrohr (12) eine mit elektronischen
Bauteilen (25) bestückte und mit entsprechenden Leiterbahnen (24) versehene Leiterplatte
vorgesehen ist, vorzugsweise über einen im Anschlußelement (15) enthaltenen Isolierblock
(20).
6. Heizelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine
Temperatursicherung (22), z.B. eine Schmelzlotsicherung, in dem Anschlußelement (15)
enthalten ist.
7. Heizelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Temperaturmeßmittel und/oder das Leistungsbauelement (16) in Medienfließrichtung (13)
hinter der Heizung (14) und/oder am stromabliegenden Ende des Anschlußelementes (15)
angeordnet sind.
8. Heizelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Temperaturmeßmittel eine Temperaturbestimmung an der elektrischen Heizung (14) beinhalten,
z.B. durch eine zyklische Widerstandsmessung, vorzugsweise eine Temperaturdifferenzbestimmung
zwischen ein- und ausgeschalteter Heizung (14) zwischen zyklischer Ein- und Ausschaltphasen.
9. Heizelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Temperaturmeßmittel eine Auswertung der Heizleiterkennlinie des elektronischen Leistungsbauelementes
(16), insbesondere der Fließspannung im stromführenden Zustand, beinhalten.