[0001] Die Erfindung betrifft eine robotergeführte Zapfventilpistole mit Zapfschlauchanschluß
und Füllrohr zum automatischen Betanken von in einer Betankungsstellung vorstehenden
Kraftfahrzeugen mit Kraftstoff.
[0002] Zapfventilpistolen mit Zapfschlauchanschluß und Füllrohr, deren Füllrohr in den Einfüllstutzen
des Kraftfahrzeugtanks eingesenkt wird, sind in verschiedenen Ausführungsformen bekannt.
Das Einsenken des Füllrohres in den Einfüllstutzen geschieht von Hand. Die Erfindung
geht aus von einer Zapfventilpistole, die hauptsächlich die folgenden Merkmale aufweist:
ein Ventilgehäuse mit zapfschlauchseitig angeordnetem Ventilsitz und einem von dem
Kraftstoff überströmbaren Ventilkegel an einer in einer Führungsbohrung des Ventilgehäuses
axial verschiebbaren, von einer Schließfeder belasteten Ventilspindel, - eine Rastvorrichtung,
deren Rastglied beim Betankungsvorgang in Rastausnehmungen der Ventilspindel eingreift
und von einer Steuermembran gesteuert ist, - ein Membrangehäuse, welches von der Steuermembran
in eine Unterdruckkammer und in eine Ausgleichskammer unterteilt ist, - eine Steuerleitung,
die von der Unterdruckkammer im Membrangehäuse zu einer Meßstelle im Ventilgehäuse
führt, sowie eine Sensorleitung, die zur Mündung des Füllrohres führt. Wenn der Kraftstoffspiegel
in dem Kraftfahrzeugtank, in den das Füllrohr eingeführt ist, die Mündung der Sensorleitung
verschließt, gibt das Rastglied die Ventilspindel frei und der Ventilkegel schließt.
Bezüglich weiterer Einzelheiten einer solchen Zapfventilpistole wird auf die DE 14
32 456 C2 verwiesen. Die bekannte Zapfventilpistole hat sich bewährt, muß jedoch beim
Betanken des Kraftfahrzeuges von Hand geführt und bedient werden.
[0003] Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, eine von einem Robotor führbare
Zapfventilpistole mit Zapfschlauchanschluß und Füllrohr zum automatischen Betanken
von in einer Betankungsstellung vorstehenden Kraftfahrzeugen mit Kraftstoff zu schaffen.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe ist Gegenstand der Erfindung eine roboterführbare Zapfventilpistole
mit Zapfschlauchanschluß und Füllrohr zum automatischen Betanken von in einer Betankungsstellung
vorstehenden Kraftfahrzeugen mit Kraftstoff, bei der die folgenden Merkmale verwirklicht
sind:
1.1) ein Ventilgehäuse mit zapfschlauchseitig angeordnetem Ventilsitz und einem von
dem Kraftstoff überströmbaren Ventilkegel an einer in einer Führungsbohrung des Ventilgehäuses
axial verschiebbaren, von einer Schließfeder belasteten Ventilspindel,
1.2) eine Rastvorrichtung, deren Rastglied beim Betankungsvorgang in Rastausnehmungen
der Ventilspindel eingreift und von einer Steuermembran gesteuert ist,
1.3) ein Membrangehäuse, welches von der Steuermembran in eine Unterdruckkammer und
eine Druckausgleichskammer unterteilt ist,
1.4) von der Unterdruckkammer im Membrangehäuse führt eine Steuerleitung zu einer
Meßstelle im Ventilgehäuse sowie eine Sensorleitung zur Mündung des Füllrohres,
1.5) wenn der Kraftstoffspiegel in dem Kraftfahrzeugtank, in den das Füllrohr eingeführt
ist, beim Betanken die Mündung der Sensorleitung verschließt, gibt das Rastglied die
Ventilspindel frei und der Ventilkegel schließt,
1.6) an dem Ventilgehäuse ist im Bereich zwischen Membrangehäuse und Anschluß des
Füllrohres eine Steuerhülse für ein Auslaufblockierventil angeordnet, welches Auslaufblockierventil
über eine Stellstange mittelbar oder unmittelbar zu betätigen ist, wobei die Stellstange
in Gehäuseausformungen gelagert ist und wobei die Steuerhülse in Achsrichtung der
Zapfventilpistole mit vorgegebenem Stellfreiheitsgrad, der von einem Blockanschlag
begrenzt ist, gegen eine Rückstellfeder verschiebbar geführt ist,
1.7) die Steuerhülse weist einen Betätigungsbund auf, der bei Robotereinführung des
Füllrohres in den Kraftfahrzeugtank auf einen Gegenbund aufsetzbar ist, wobei die
Steuerhülse gegen die Wirkung der Rückstellfeder und von dem zugeordneten Roboter
gegen den Blockanschlag andrückbar ist,
1.8) die Steuerhülse betätigt ein Getriebe, mit dem das Auslaufblockierventil bei
der Bewegung gegen die Wirkung der Rückstellfeder und zum Blockanschlag hin in Aufstellung
steuerbar und bei der inversen Bewegung der Steuerhülse unter dem Einfluß der Rückstellfeder
in Schließstellung steuerbar ist,
wobei die Zapfventilpistole an einen Roboterarm über einen Robotereffektor anschließbar
ist. - Die Merkmale 1.1) bis 1.5) sind an sich bekannt (vgl. DE 14 32 456 C2).
[0005] Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß eine Zapfventilpistole der eingangs
beschriebenen Art auf einfache Weise zu einer roboterführbaren Zapfventilpistole weiter
ausgebildet werden kann, und zwar dadurch, daß in Kombination mit den Merkmalen 1.1)
bis 1.5) die Merkmale 1.6) bis 1.8) des Patentanspruches 1 verwirklicht werden. Diese
Zapfventilpistole kann ohne weiteres an einen Roboterarm über einen Robotereffektor
angeschlossen werden. Dabei wird der erhebliche Vorteil erreicht, daß die erfindungsgemäße
robotergeführte Zapfventilpistole rein mechanisch betätigbar ist. Elektrische Bau-
und Funktionselemente sind nicht erforderlich und folglich kann auch eine entsprechend
explosionsgeschützte Ausbildung entfallen. Die erfindungsgemäße Zapfventilpistole
ist ohne Fremdenergie robotertauglich.
[0006] Im einzelnen bestehen im Rahmen der Erfindung mehrere Möglichkeiten der weiteren
Ausbildung und Gestaltung einer erfindungsgemäßen Zapfventilpistole. So kann das Getriebe
als Zahnradgetriebe ausgeführt sein, welches zumindest ein Zahnrad oder Zahnsegment
aufweist, welches mit einer linearen Verzahnung an der Ventilstange des Auslaufblockierventils
kämmt. Man kann aber das Getriebe auch als Hebelgetriebe, z. B. als geschlossenes
Vierhebel/Viergelenk-Getriebe, ausführen, welches Rückstellfedern aufweist und von
Seitenflächen an der Innenwand der Steuerhülse betätigt ist. Auch in bezug auf die
Ausbildung und Anordnung des Auslaufblockierventils bestehen mehrere Möglichkeiten.
Eine dieser Möglichkeiten ist Gegenstand des Patentanspruches 4. Weitere Möglichkeiten
sind Gegenstand der Patentansprüche 5 bis 10.
[0007] Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung ausführlicher erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Zapfventilpistole,
- Fig. 2
- mit den Teilfiguren A, B und C Querschnitte bzw. Einzelheiten aus dem Gegenstand der
Fig. 1 nach Maßgabe der Schnitte A-A, B-B, C-C,
- Fig. 3
- einen Längsschnitt durch die Zapfventilpistole nach Fig. 1, um 90° gedreht,
- Fig. 4
- einen Schnitt in Richtung D-D durch den Gegenstand nach Fig. 3 und
- Fig. 5
- einen Schnitt durch den Gegenstand der Fig. 1 um 180° gedreht.
- Fig. 6
- entsprechend der Fig. 1 eine andere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Zapfventilpistole
in Teildarstellung und in gegenüber den Fig. 1 bis 4 vergrößertem Maßstab,
- Fig. 7
- den vergrößerten Ausschnitt E aus dem Gegenstand der Fig. 6,
- Fig. 8
- den Gegenstand der Fig. 7 in anderer Funktionsstellung,
- Fig. 9
- entsprechend der Fig. 7 eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Zapfventilpistole,
- Fig. 10
- eine Ansicht des Gegenstandes der Fig. 9 aus Richtung des Pfeiles F,
- Fig. 11
- den Gegenstand nach Fig. 9 in anderer Funktionsstellung,
- Fig. 12
- eine Ansicht des Gegenstandes der Fig. 11 aus Richtung des Pfeiles G,
- Fig. 13
- entsprechend der Fig. 7 eine nochmals andere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Zapfventilpistole,
- Fig. 14
- eine Ansicht des Gegenstandes der Fig. 13 aus Richtung des Pfeiles H und
- Fig. 15
- den Gegenstand nach Fig. 13 in anderer Funktionsstellung mit vergrößertem Ausschnitt.
[0008] Die in den Figuren dargestellte roboterführbare Zapfventilpistole 1 mit Zapfschlauchanschluß
2 und Füllrohr 3 dient zum automatischen Betanken von in einer Betankungsstelle vorstehenden
Kraftfahrzeugen mit Kraftstoff. Der Roboter wurde nicht dargestellt, jedoch wird beschrieben,
wie der Roboteranschluß erfolgt.
[0009] Zum grundsätzlichen Aufbau der Zapfventilpistole gehören ein Ventilgehäuse 4 mit
zapfschlauchseitig angeordnetem Ventilsitz 5 und einem von dem Kraftstoff überströmbaren
Ventilkegel 6 an einer in einer Führungsbohrung 7 des Ventilgehäuses 4 axial verschiebbaren,
von einer Schließfeder 8 belasteten Ventilspindel 9. Es ist eine Rastvorrichtung 10
angeordnet, deren Rastglied 11 beim Betankungsvorgang in eine Rastausnehmung 12 der
Ventilspindel 9 eingreift und von einer Steuermembran 13 gesteuert ist. Man erkennt
in Fig. 3 das Membrangehäuse 14, welches von der Steuermembran 13 in eine Unterdruckkammer
15 und in eine Ausgleichskammer 16 unterteilt ist. Von der Unterdruckkammer 15 führt
eine Steuerleitung 17 zu einem Austritt 18 im Ventilgehäuse 4 und eine Sensorleitung
19 zur Mündung des Füllrohres 3. Bei geöffnetem Zapfventil 5, 6 erzeugt der vorbeiströmende
Kraftstoff an dem Austritt 18 einen Unterdruck. Die Auslegung ist so getroffen, daß
dann, wenn der Kraftstoffspiegel in dem Kraftfahrzeugtank, in den das Füllrohr 3 eingeführt
ist, die Mündung der Sensorleitung 19 verschließt, das Rastglied 11 die Ventilspindel
9 freigibt und der Ventilkegel 6 schließt. Insoweit wird auf die zum Beispiel aus
der DE 14 32 456 C2 bekannten Maßnahmen verwiesen.
[0010] Aus einer vergleichenden Betrachtung der Fig. 1, 3 und 4 entnimmt man, daß an dem
Ventilgehäuse 4 im Bereich zwischen Membrangehäuse 14 und Anschluß des Füllrohres
3 eine Steuerhülse 20 für ein Auslaufblockierventil 21 mit zugleich als Lagerelement
dienender Ventilstange 22 angeordnet ist. Die Ventilstange 22 ist in einer Gehäuseausformung
23 gelagert. Sie ist in Achsrichtung der Zapfventilpistole 1 mit vorgegebenem Stellfreiheitsgrad,
der von einem Blockanschlag 24 begrenzt und in den Figuren durch einen Doppelpfeil
dargestellt worden, gegen eine Rückstellfeder 25 verschiebbar. Die Steuerhülse 20
weist einen Betätigungsbund 26 auf, der bei Robotereinführung des Füllrohres 3 in
den Kraftfahrzeugtank auf einen Gegenbund aufsetzbar ist, wobei die Steuerhülse 20
gegen die Wirkung der Rückstellfeder 25 und von dem zugeordneten Roboter gegen den
Blockanschlag 24 andrückbar ist. Dabei können auch Hilfsbauteile zwischengeschaltet
sein. Bestätigungsbund 26 und der Gegenbund am Kraftfahrzeugtank stoßen dabei mit
ihren Stirnflächen aufeinander.
[0011] In den Fig. 1, 5 und 6 erkennt man ein Getriebe 27, welches in der Fig. 2 B ebenfalls
erkennbar ist. Die Steuerhülse 20 betätigt dieses Getriebe 27, mit dem das Auslaufblockierventil
21 bei der Bewegung gegen die Wirkung der Rückstellfeder 25 und zum Blockanschlag
24 hin in Aufstellung steuerbar und bei der inversen Bewegung der Steuerhülse 20 und
der dem Einfluß der Rückstellfeder 25 in Schließstellung steuerbar ist. Die Zapfventilpistole
1 ist über einen Robotereffektor an einen Roboterarm anschließbar, was nicht gezeichnet
wurde.
[0012] Im Ausführungsbeispiel und nach bevorzugter Ausführungsform der Erfindung ist das
Getriebe 27 als Zahnradgetriebe ausgeführt, welches zumindest ein Zahnrad 28 oder
Zahnsegment aufweist, welche mit einer linearen Verzahnung 29 an der Ventilstange
22 des Auslaufblockierventils 21 kämmt. Das Zahnrad ist im übrigen im Ventilgehäuse
4 gelagert, es kämmt auch mit einer Verzahnung in der Steuerhülse 20. Das Getriebe
27 könnte aber auch als Hebelgetriebe, z. B. als geschlossenes Vierhebel/Viergelenk-Getriebe,
ausgeführt sein, welches Rückstellfedern aufweist. Zapfschlauchanschluß 2, Ventilgehäuse
4 und Füllrohr 3 sind zweckmäßigerweise längs einer geraden Linie angeordnet. Insbesondere
aus den Fig. 2 und 4 entnimmt man, daß das Ventilgehäuse 4 einen zylindrischen Querschnitt
aufweist und auf das Ventilgehäuse 4 ein Anschlußteil für den Robotereffektor drehbar
aufsetzbar ist.
[0013] Bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 5 ist das Auslaufblockierventil 21 im
vorderen Ende des Ventilgehäuses 4 vor dem Anschluß des Füllrohres 3 angeordnet. Der
Sitz des Auslaufblockierventils 21 ist im Ventilgehäuse 4 ausgebildet. Das Auslaufblockierventil
21 ist unmittelbar an die Stellstange 22 angeschlossen. In den Fig. 1, 3 und 5 wurde
die geöffnete Stellung des Auslaufblockierventils gestrichelt angedeutet.
[0014] Bei den Ausführungsformen nach den Fig. 6 bis 15 ist das Füllrohr 3 einschließlich
der Sensorleitung 19 flexibel ausgebildet. Das Auslaufblockierventil 21 ist an der
Mündung 30 des Füllrohres 3 angeordnet sowie über ein flexibles Zwischenelement 31,
32, 33 von der Stellstange 22 zu betätigen. Dabei besteht das Zwischenelement aus
einem im Ventilgehäuse 4 oder in einem Ventilgehäusefortsatz 34 gegen eine Rückstellfeder
35 längsverschiebbar angeordnetem oberen Rohrabschnitt 31, einen im Bereich der Mündung
30 des Füllrohres 3 angeordneten unteren Rohrabschnitt 32 und einer drucksteifen,
flexiblen Verbindungsfeder 33. Das Zwischenelement 31, 32, 33 ist im Bereich der Achse
des Füllrohres 3 angeordnet. Die flexible Sensorleitung 19, die z. B. als Schlauch
ausgeführt ist, ist in dem Zwischenelement 31, 32, 33 angeordnet.
[0015] Bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 8 weist das Auslaufblockierventil 21
einen zentralen Ventilkörper 36 und einen umgebenden Ventilsitz 37 auf. Es ist durch
eine lineare Stellbewegung zu öffnen und zu schließen. In der Fig. 7 ist das Auslaufblockierventil
21 geschlossen, in der Fig. 8 ist es geöffnet dargestellt worden, wobei die Ausflußrichtung
durch Pfeile angedeutet wurde.
[0016] Bei der Ausführungsform nach den Fig. 9 bis 12 ist die Anordnung so getroffen, daß
das Auslaufblockierventil 21 ein inneres Ventilelement 38 und ein äußeres Ventilelement
39 aufweist, die mit zueinander entgegengesetztem Drehsinn um die Achse des Füllrohres
3 drehbar sind, wobei die Ventilelemente 38, 39 Durchströmöffnungen 40, 41 für den
Kraftstoff aufweisen, welche Durchströmöffnungen 40, 41 mit Hilfe von Wendelnutführungen
42 für das drehbare Ventilelement 38 bzw. 39 schieberartig gegeneinander verstellbar
sind. In den Fig. 9 und 10 erkennt man die schieberartig wirkenden Ventilelemente
38, 39 in der Schieberstellung geschlossen, in den Fig. 11 und 12 in der Schieberstellung
geöffnet. Bei der in Fig. 10 gezeigten Blickrichtung dreht sich das äußere Ventilelement
39 mit den Durchströmöffnungen 41 während der Öffnungsbewegung des Auslaufblockierventils
21, geführt an der Wendelnut 42 im Füllrohr 3, gegen den Uhrzeigersinn. Das innere
Ventilelement 38 mit Durchströmöffnungen 40 dreht sich bei der Öffnungsbewegung, geführt
an seiner Wendelnut 42, im Uhrzeigersinn. Im Rahmen der Erfindung liegt es, nur ein
Ventilelement drehbar auszuführen, und zwar mit entsprechend vergrößertem Stellweg.
Es versteht sich, daß man bei dieser Ausführungsform die schieberartig wechselwirkenden
Ventilelemente geometrisch auch anders gestalten könnte, z. B. wie zwei ineinandergesetzte
Körbe.
[0017] Eine weitere Ausführungsform ist in den Fig. 13 bis 15 dargestellt. Hier ist das
Auslaufblockierventil 21 als eine Spiralfederkuppel 43 ausgeführt, welche Spiralfederkuppel
43 mit ihrem äußeren Rand 44 an der Mündung 30 des Füllrohres 3 und mit einem inneren
Anschlußteil 45 an der Sensorleitung 19 befestigt ist. Die Spiralfederkuppel 43 verschließt
im entspannten Zustand die Mündung 30 des Füllrohres 3 als Spaltdichtung, Federwindung
46 gegen Federwindung 46. Im längsgespannten Zustand gibt die Spiralfederkuppel 43
die Mündung 30 über Durchströmspalte 47 zwischen den Federwindungen 46 frei. Die Fig.
13 und 14 zeigen die Funktionsstellung geschlossen. Die Fig. 15 mit ihrem vergrößerten
Ausschnitt zeigt die Funktionsstellung geöffnet. In dem vergrößerten Ausschnitt erkennt
man die Durchströmspalte 47. Die Sensorleitung 19 ist in ihrem flexiblen Bereich in
der schon erwähnten drucksteifen Verbindungsfeder 33 geführt.
1. Roboterführbare Zapfventilpistole (1) mit Zapfschlauchanschluß (2) und Füllrohr (3)
zum automatischen Betanken von in einer Betankungsstellung vorstehenden Kraftfahrzeugen
mit Kraftstoff, bei der die folgenden Merkmale verwirklicht sind:
1.1) ein Ventilgehäuse (4) mit zapfschlauchseitig angeordnetem Ventilsitz (5) und
einem von dem Kraftstoff überströmbaren Ventilkegel (6) an einer in einer Führungsbohrung
(7) des Ventilgehäuses (4) axial verschiebbaren, von einer Schließfeder (8) belasteten
Ventilspindel (9),
1.2) eine Rastvorrichtung (10), deren Rastglied (11) beim Betankungsvorgang in Rastausnehmungen
(12) der Ventilspindel (9) eingreift und von einer Steuermembran (13) gesteuert ist,
1.3) ein Membrangehäuse (14), welches von der Steuermembran (13) in eine Unterdruckkammer
(15) und eine Druckausgleichskammer (16) unterteilt ist,
1.4) von der Unterdruckkammer (15) im Membrangehäuse (14) führt eine Steuerleitung
(17) zu einer Meßstelle (18) im Ventilgehäuse (4) sowie eine Sensorleitung (19) zur
Mündung des Füllrohres (3),
1.5) wenn der Kraftstoffspiegel in dem Kraftfahrzeugtank, in den das Füllrohr (3)
eingeführt ist, beim Betanken die Mündung der Sensorleitung (19) verschließt, gibt
das Rastglied (11) die Ventilspindel (9) frei und der Ventilkegel (6) schließt,
1.6) an dem Ventilgehäuse (4) ist im Bereich zwischen Membrangehäuse (14) und Anschluß
des Füllrohres (3) eine Steuerhülse (20) für ein Auslaufblockierventil (21) angeordnet,
welches Auslaufblockierventil (21) über eine Stellstange (22) mittelbar oder unmittelbar
zu betätigen ist, wobei die Stellstange (22) in Gehäuseausformungen (23) gelagert
ist und wobei die Steuerhülse (20) in Achsrichtung der Zapfventilpistole (1) mit vorgegebenem
Stellfreiheitsgrad, der von einem Blockanschlag (24) begrenzt ist, gegen eine Rückstellfeder
(25) verschiebbar geführt ist,
1.7) die Steuerhülse (20) weist einen Betätigungsbund (26) auf, der bei Robotereinführung
des Füllrohres (3) in den Kraftfahrzeugtank auf einen Gegenbund aufsetzbar ist, wobei
die Steuerhülse (20) gegen die Wirkung der Rückstellfeder (25) und von dem zugeordneten
Roboter gegen den Blockanschlag (24) andrückbar ist,
1.8) die Steuerhülse (20) betätigt ein Getriebe (27), mit dem das Auslaufblockierventil
(21) bei der Bewegung gegen die Wirkung der Rückstellfeder (25) und zum Blockanschlag
(24) hin in Aufstellung steuerbar und bei der inversen Bewegung der Steuerhülse (20)
unter dem Einfluß der Rückstellfeder (25) in Schließstellung steuerbar ist,
wobei die Zapfventilpistole um ihre Achse drehbar über einen Robotereffektor an einen
Roboter anschließbar ist.
2. Zapfventilpistole nach Anspruch 1, wobei das Getriebe (27) als Zahngetriebe ausgeführt
ist, welches zumindest ein Zahnrad (28) oder Zahnsegment aufweist, welche mit der
linearen Verzahnung (29) an der Stellstange (22) des Auslaufblockierventils (21) kämmt.
3. Zapfventilpistole nach Anspruch 1, wobei das Getriebe (27) als Hebelgetriebe, z. B.
als geschlossenes Vierhebel/Viergelenk-Getriebe ausgeführt ist, welches Rückstellfedern
aufweist und von der Steuerhülse betätigt ist.
4. Zapfventilpistole nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das Auslaufblockierventil
(21) im vorderen Ende des Ventilgehäuses (4) vor dem Anschluß des Füllrohres (3) angeordnet
und der Sitz des Auslaufblockierventils (21) im Ventilgehäuse ausgebildet ist, und
wobei das Auslaufblockierventil (21) unmittelbar an die Stellstange (22) angeschlossen
ist.
5. Zapfventilpistole nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das Füllrohr (3) einschließlich
der Sensorleitung (19) flexibel ausgebildet und das Auslaufblockierventil (21) an
der Mündung (30) des Füllrohres (3) angeordnet sowie über ein flexibles Zwischenelement
(31, 32, 33) von der Stellstange (22) zu betätigen ist.
6. Zapfventilpistole nach Anspruch 5, wobei das Zwischenelement (31, 32, 33) aus einem
im Ventilgehäuse (4) oder in einem Ventilgehäusefortsatz (34) gegen eine Rückstellfeder
(35) längsverschiebbar angeordnetem oberen Rohrabschnitt (31), einen im Bereich der
Mündung (30) des Füllrohres (3) angeordneten unteren Rohrabschnitt (32) und einer
drucksteifen flexiblen Verbindungsfeder (33) besteht und im Bereich der Achse des
Füllrohres (3) angeordnet ist.
7. Zapfventilpistole nach einem der Ansprüche 5 oder 6, wobei die flexible Sensorleitung
(19) in dem Zwischenelement (31, 32, 33) angeordnet ist.
8. Zapfventilpistole nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei das Auslaufblockierventil
(21) einen zentralen Ventilkörper (36) und einen umgebenden Ventilsitz (37) aufweist
und durch eine lineare Stellbewegung zu öffnen und zu schließen ist.
9. Zapfventilpistole nach einem der Ansprüche 5 bis 7, wobei das Auslaufblockierventil
(21) ein inneres Ventilelement (38) und ein äußeres Ventilelement (39) aufweist, die
relativ zueinander drehbar sind, wobei die Ventilelemente (38, 39) Durchströmöffnungen
(40, 41) für den Kraftstoff aufweisen, welche Durchströmöffnungen (40, 41) mit Hilfe
von Wendelnutführungen (42) für zumindest eines der Ventilelemente (38 bzw. 39) schieberartig
verstellbar sind.
10. Zapfventilpistole nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei das Auslaufblockierventil
(21) als eine Spiralfederkuppel (43) ausgeführt ist, welche Spiralfederkuppel (43)
mit ihrem äußeren Rand (44) an der Mündung (30) des Füllrohres (3) und mit einem inneren
Anschlußteil (45) an der Sensorleitung (19) befestigt ist, wobei die Spiralfederkuppel
(43) im entspannten Zustand die Mündung (30) des Füllrohres (3) als Spaltdichtung,
Federwindung (46) gegen Federwindung (46) verschließt und im längsgespannten Zustand
die Mündung (30) über Durchströmspalte (47) zwischen den Federwindungen (46) freigibt.