(19)
(11) EP 0 689 013 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
27.12.1995  Patentblatt  1995/52

(21) Anmeldenummer: 95109397.0

(22) Anmeldetag:  17.06.1995
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6F24H 1/50
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR GB IT LI NL

(30) Priorität: 23.06.1994 DE 9410136 U

(71) Anmelder: VIESSMANN WERKE GmbH & CO.
D-35107 Allendorf/Eder (DE)

(72) Erfinder:
  • Burger, Helmut, Prof. Dr. Ing.
    D-35816 Biedenkopf-Kombach (DE)

(74) Vertreter: Wolf, Günter, Dipl.-Ing. 
Patentanwälte Amthor u. Wolf, An der Mainbrücke 16
D-63456 Hanau
D-63456 Hanau (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Kleinheizkessel mit Brauchwasserbereitung


    (57) Die Erfindung betrifft einen Kleinheizkessel mit Brauchwasserbereitung, bestehend aus einem oberen wasserführenden Gehäuse (1) mit Brennkammer (3) und einem unteren wasserführenden Gehäuse (2), unter dem die Heizgassammelkammer (4) angeordnet ist. Die beiden mit Wärmeträgermediumsanschlüssen (5, 6) versehenen Gehäuse (1, 2) sind durch Überströmrohre (7) miteinander verbunden, und in den Überströmrohren (7) sind die zur Heizgassammelkammer (4) führenden Heizgaszugrohre (8) angeordnet. Nach der Erfindung sind die beiden Gehäuse (1, 2) durch eine gemeinsame Umschließungswand (9) verbunden, die im unteren Bereich über der Abschlußwand (2') des unteren Gehäuses (2) mit einem Kaltwasserzufuhranschluß (10) und im Bereich unter der Abschlußwand (1') des oberen Gehäuses (1) mit einem Warmwasserabfuhranschluß (11) versehen ist. In der Brennkammer (3) ist ein Gasflächenbrenner (3') angeordnet.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Kleinheizkessel mit Brauchwasserbereitung, bestehend aus einem oberen wasserführenden Gehäuse mit Brennkammer und einem unteren wasserführenden Gehäuse, unter dem die Heizgassammelkammer angeordnet ist, wobei die beiden mit Wärmeträgermediumsanschlüssen versehenen Gehäuse durch Überströmrohre miteinander verbunden und in den Überströmrohren die zur Heizgassammelkammer führenden Heizgaszugrohre angeordnet sind.

    [0002] Heizkessel der genannten Art sind allerdings nicht als Kleinheizkessel bspw. nach den DE-A-32 38 603 und 33 47 559 bekannt. Die gattungsgemäße Ausbildung des Heizkessels bezieht sich dabei auf die DE-A-33 47 559, deren Heizkessel der nach der DE-A-32 38 603 insoweit nahekommt, als hierbei die Überströmrohre ebenfalls von den Heizgaszugrohren durchgriffen werden. Die oberen und unteren Gehäuse sind dabei jedoch lediglich durch eine Wand voneinander getrennt. Eine Brauchwasserbereitung ist bei beiden Kesseln nicht vorgesehen, die im übrigen beide für mittlere und große Leistungsbereiche bestimmt sind.

    [0003] Die Unterbringung von brauchwasserführenden Räumen wäre bei beiden Heizkesseln nur unter Vergrößerung des oberen Gehäuses möglich, und zwar praktisch nur in Form bspw. einer dort einzusetzenden Rohrwendel.

    [0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Heizkessel der gattungsgemäßen Art als Kleinheizkessel dahingehend umzugestalten und damit zu verbessern, daß dieser auf einfache Weise trotz Bemessung als Kleinheizkessel zusätzlich zur Durchlauferhitzung von Brauchwasser nutzbar ist.

    [0005] Diese Aufgabe ist mit einem Kleinheizkessel unter Zugrundelegung der gattungsgemäßen Bauart nach der Erfindung dadurch gelöst, daß die beiden Gehäuse durch eine gemeinsame Umschließungswand verbunden sind, die im unteren Bereich über der Abschlußwand des unteren Gehäuses mit einem Kaltwasserzufuhranschluß und im Bereich unter der Abschlußwand des oberen Gehäuses mit einem Warmwasserabfuhranschluß versehen ist, und daß in der Brennkammer ein Gasflächenbrenner angeordnet ist.

    [0006] Soweit überhaupt ein Größenvergleich mit dem Heizkessel nach der DE-A-33 47 559 möglich ist, führen einerseits die Anordnung eines Gasflächenbrenners zu einer wesentlichen Größenreduzierung des die Brennkammer enthaltenden oberen Gehäuses und andererseits wird der beim Kessel nach der DE-A-33 47 559 zwischen den beiden Gehäuse verfügbare, von den Überström- und Heizgaszugrohren durchgriffene Freiraum ausgenutzt, und zwar ohne Gehäusevergrößerung, um damit einen Durchströmraum für das Brauchwasser zu schaffen. Das Ganze ist dabei noch mit dem Vorteil verbunden, daß der neugeschaffene Brauchwasserraum für die Überströmrohre gewissermaßen eine Wärmeisolation nach außen darstellt.

    [0007] Vorteilhafte weitere Ausgestaltungen ergeben sich nach den Unteransprüchen, die im einzelnen nachfolgend anhand der zeichnerischen Darstellung eines Ausführungsbeispieles auch mit näher erläutert werden.

    [0008] Es zeigt schematisch
    Fig. 1
    perspektivisch und im Schnitt das Konstruktionsprinzip des Kleinheizkessels;
    Fig. 2
    im Schnitt den Kessel gemäß Fig. 1 mit der Gasführung;
    Fig. 3
    im Schnitt den Kessel gemäß Fig. 1 mit der Wärmeträgerführung;
    Fig. 4
    im Schnitt den Kessel gemäß FIg. 1 mit der Brauchwasserzufuhr und
    Fig. 5
    im Schnitt den Kessel mit an die Brennerform angepaßter Brennkammerform.


    [0009] Wie aus den Fig. 1 bis 5 ersichtlich, besteht der Kleinheizkessel grundsätzlich aus einem oberen wasserführenden Gehäuse 1 mit Brennkammer 3 und einem unteren wasserführenden Gehäuse 2, unter dem die Heizgassammelkammer 4 angeordnet ist, wobei die beiden mit Wärmeträgermediumsanschlüssen 5, 6 versehenen GEhäuse 1, 2 durch Überströmrohre 7 miteinander verbunden und in den Überströmrohren 7 die zur Heizgassammelkammer 4 führenden Heizgaszugrohre 8 angeordnet sind, d.h., insoweit ist von bekannten Merkmalen Gebrauch gemacht. Darüber hinausgehend ist aber für den Kleinheizkessel wesentlich, daß die beiden Gehäuse 1, 2 durch eine gemeinsame Umschließungswand 9 verbunden sind, die im unteren Bereich über der Abschlußwand 2' des unteren Gehäuses 2 mit einem Kaltwasserzufuhranschluß 10 und im Bereich unter der Abschlußwand 1' des oberen Gehäuses 1 mit einem Warmwasserabfuhranschluß 11 versehen ist, und daß in der Brennkammer 3 ein Gasflächenbrenner 3' angeordnet ist.

    [0010] Die in Fig. 1 schematisch und perspektivisch dargestellte Kastenform ist keineswegs zwingend, d.h., das Gesamtgehäuse kann im Querschnitt auch quadratisch oder kreisförmig ausgebildet sein, was sich letztlich nach der Querschnittsform des Gasflächenbrenners 3' richtet, der zur Anwendung kommen soll. Durch die Verwendung eines Gasflächenbrenners ergibt sich eine geringe Höhenbemessung der Brennkammer, wie sie bei normalen Gebläsebrennern nicht erreichbar wäre.

    [0011] Daß die Umschließungswand 9 zumindest zum Teil auch die der Heizgassammelkammer bildet, trifft für das dargestellte Ausführungsbeispiel zu, da hierbei unten seitlich ein Abgaskasten 4' mit Abgasanschluß 4'' und Kondensatablauf 4'' angeordnet ist, d.h., der diesbezügliche Teil 9' der Umschließungswand 9 erstreckt sich nur bis Oberkante Abgaskasten 4'.

    [0012] Wie in Fig. 2 angedeutet können vorteilhaft mindestens die Heizgaszugrohre 8 als Rohre mit schraubenlinienförmig verwundenen Wänden ausgebildet sein, d.h., es ist auch möglich, für die Überströmrohre 7 ebenfalls solche Rohre zu verwenden, die, und das gilt auch für die Heizgaszugrohre 8, an ihren einzuschweißenden Endbereichen glatt zylindrisch ausgebildet sind.

    [0013] Da es sich beim Heizkessel um einen Kleinheizkessel handeln soll, dessen Abmessungen in der Größenordnung nur von etwa 300H x 200B x 100T liegen, hat die Verwendung solcher an sich bekannter Rohre besondere Bedeutung. Aufgrund der kleinen Abmessungen und des insoweit geringen Materialbedarfes sind vorteilhaft mindestens die heizgasführenden Räume R von Wänden aus Edelstahl gebildet, d.h., es kann auch, von dem Kasten her vertretbar, der gesamte Kleinheizkessel aus Edelstahl gebildet werden.

    [0014] Sofern auch die Überströmrohre 7 aus Rohren mit schraubenlinienförmig ausgebildeten Wänden bestehen, sind diese bezüglich ihrer Steigung zweckmäßig mit denen der Heizgasrohre 8 gleichgerichtet.

    [0015] Die Fig. 2 bis 4 dienen im Grunde nur zur übersichtlichen Verdeutlichung der Strömung der beteiligten Komponenten, woraus sich ergibt, daß die Heizgase zum Wärmeträgermedium im wesentlichen Wärmeübertragungsbereich im Gegenstrom und das Brauchwasser zum Wärmeträgermedium im Querstrom den Heizkessel passieren.

    [0016] Der ganze mittlere Bereich des Heizkessels stellt also nicht nur eine hochwirksame Nachschaltheizfläche für Gas/Wasser, sondern gleichzeitig auch einen Wärmetauscher für Wasser/Wasser dar, was letztlich auf einfachste Weise durch die Ummantelung dieses Bereiches mit der Umschließungswand 9 erreicht wird.


    Ansprüche

    1. Kleinheizkessel mit Brauchwasserbereitung, bestehend aus einem oberen wasserführenden Gehäuse (1) mit Brennkammer (3) und einem unteren wasserführenden Gehäuse (2), unter dem die Heizgassammelkammer (4) angeordnet ist, wobei die beiden mit Wärmeträgermediumsanschlüssen (5, 6) versehenen Gehäuse (1, 2) durch Überströmrohre (7) miteinander verbunden und in den Überströmrohren (7) die zur Heizgassammelkammer (4) führenden Heizgaszugrohre (8) angeordnet sind,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die beiden Gehäuse (1, 2) durch eine gemeinsame Umschließungswand (9) verbunden sind, die im unteren Bereich über der Abschlußwand (2') des unteren Gehäuses (2) mit einem Kaltwasserzufuhranschluß (10) und im Bereich unter der Abschlußwand (1') des oberen Gehäuses (1) mit einem Warmwasserabfuhranschluß (11) versehen ist, und daß in der Brennkammer (3) ein Gasflächenbrenner (3') angeordnet ist.
     
    2. Kleinheizkessel nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Umschließungswand (9) zumindest zum Teil auch die Umschließungswand (9) der Heizgassammelkammer (8) bildet.
     
    3. Kleinheizkessel nach Anspruch 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß mindestens die Heizgaszugrohre (8) als Rohre mit schraubenlinienförmig verwundenen Wänden (8') ausgebildet sind.
     
    4. Kleinheizkessel nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß mindestens die heizgasführenden Räume (R) von Wänden aus Edelstahl gebildet sind.
     
    5. Kleinheizkessel nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der die Brennkammer (3) nach oben abschließende Gasflächenbrenner (3) im wesentlichen halbkugelförmig ausgebildet ist.
     
    6. Kleinheizkessel nach Anspruch 5,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Begrenzungswand (1'') des oberen Gehäuses (1) im wesentlichen an die Form des Gasflächenbrenners (3) angepaßt ausgebildet ist.
     




    Zeichnung










    Recherchenbericht