[0001] Die Erfindung betrifft einen Kleinheizkessel mit Brauchwasserbereitung, bestehend
aus einem oberen wasserführenden Gehäuse mit Brennkammer und einem unteren wasserführenden
Gehäuse, unter dem die Heizgassammelkammer angeordnet ist, wobei die beiden mit Wärmeträgermediumsanschlüssen
versehenen Gehäuse durch Überströmrohre miteinander verbunden und in den Überströmrohren
die zur Heizgassammelkammer führenden Heizgaszugrohre angeordnet sind.
[0002] Heizkessel der genannten Art sind allerdings nicht als Kleinheizkessel bspw. nach
den DE-A-32 38 603 und 33 47 559 bekannt. Die gattungsgemäße Ausbildung des Heizkessels
bezieht sich dabei auf die DE-A-33 47 559, deren Heizkessel der nach der DE-A-32 38
603 insoweit nahekommt, als hierbei die Überströmrohre ebenfalls von den Heizgaszugrohren
durchgriffen werden. Die oberen und unteren Gehäuse sind dabei jedoch lediglich durch
eine Wand voneinander getrennt. Eine Brauchwasserbereitung ist bei beiden Kesseln
nicht vorgesehen, die im übrigen beide für mittlere und große Leistungsbereiche bestimmt
sind.
[0003] Die Unterbringung von brauchwasserführenden Räumen wäre bei beiden Heizkesseln nur
unter Vergrößerung des oberen Gehäuses möglich, und zwar praktisch nur in Form bspw.
einer dort einzusetzenden Rohrwendel.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Heizkessel der gattungsgemäßen Art
als Kleinheizkessel dahingehend umzugestalten und damit zu verbessern, daß dieser
auf einfache Weise trotz Bemessung als Kleinheizkessel zusätzlich zur Durchlauferhitzung
von Brauchwasser nutzbar ist.
[0005] Diese Aufgabe ist mit einem Kleinheizkessel unter Zugrundelegung der gattungsgemäßen
Bauart nach der Erfindung dadurch gelöst, daß die beiden Gehäuse durch eine gemeinsame
Umschließungswand verbunden sind, die im unteren Bereich über der Abschlußwand des
unteren Gehäuses mit einem Kaltwasserzufuhranschluß und im Bereich unter der Abschlußwand
des oberen Gehäuses mit einem Warmwasserabfuhranschluß versehen ist, und daß in der
Brennkammer ein Gasflächenbrenner angeordnet ist.
[0006] Soweit überhaupt ein Größenvergleich mit dem Heizkessel nach der DE-A-33 47 559 möglich
ist, führen einerseits die Anordnung eines Gasflächenbrenners zu einer wesentlichen
Größenreduzierung des die Brennkammer enthaltenden oberen Gehäuses und andererseits
wird der beim Kessel nach der DE-A-33 47 559 zwischen den beiden Gehäuse verfügbare,
von den Überström- und Heizgaszugrohren durchgriffene Freiraum ausgenutzt, und zwar
ohne Gehäusevergrößerung, um damit einen Durchströmraum für das Brauchwasser zu schaffen.
Das Ganze ist dabei noch mit dem Vorteil verbunden, daß der neugeschaffene Brauchwasserraum
für die Überströmrohre gewissermaßen eine Wärmeisolation nach außen darstellt.
[0007] Vorteilhafte weitere Ausgestaltungen ergeben sich nach den Unteransprüchen, die im
einzelnen nachfolgend anhand der zeichnerischen Darstellung eines Ausführungsbeispieles
auch mit näher erläutert werden.
[0008] Es zeigt schematisch
- Fig. 1
- perspektivisch und im Schnitt das Konstruktionsprinzip des Kleinheizkessels;
- Fig. 2
- im Schnitt den Kessel gemäß Fig. 1 mit der Gasführung;
- Fig. 3
- im Schnitt den Kessel gemäß Fig. 1 mit der Wärmeträgerführung;
- Fig. 4
- im Schnitt den Kessel gemäß FIg. 1 mit der Brauchwasserzufuhr und
- Fig. 5
- im Schnitt den Kessel mit an die Brennerform angepaßter Brennkammerform.
[0009] Wie aus den Fig. 1 bis 5 ersichtlich, besteht der Kleinheizkessel grundsätzlich aus
einem oberen wasserführenden Gehäuse 1 mit Brennkammer 3 und einem unteren wasserführenden
Gehäuse 2, unter dem die Heizgassammelkammer 4 angeordnet ist, wobei die beiden mit
Wärmeträgermediumsanschlüssen 5, 6 versehenen GEhäuse 1, 2 durch Überströmrohre 7
miteinander verbunden und in den Überströmrohren 7 die zur Heizgassammelkammer 4 führenden
Heizgaszugrohre 8 angeordnet sind, d.h., insoweit ist von bekannten Merkmalen Gebrauch
gemacht. Darüber hinausgehend ist aber für den Kleinheizkessel wesentlich, daß die
beiden Gehäuse 1, 2 durch eine gemeinsame Umschließungswand 9 verbunden sind, die
im unteren Bereich über der Abschlußwand 2' des unteren Gehäuses 2 mit einem Kaltwasserzufuhranschluß
10 und im Bereich unter der Abschlußwand 1' des oberen Gehäuses 1 mit einem Warmwasserabfuhranschluß
11 versehen ist, und daß in der Brennkammer 3 ein Gasflächenbrenner 3' angeordnet
ist.
[0010] Die in Fig. 1 schematisch und perspektivisch dargestellte Kastenform ist keineswegs
zwingend, d.h., das Gesamtgehäuse kann im Querschnitt auch quadratisch oder kreisförmig
ausgebildet sein, was sich letztlich nach der Querschnittsform des Gasflächenbrenners
3' richtet, der zur Anwendung kommen soll. Durch die Verwendung eines Gasflächenbrenners
ergibt sich eine geringe Höhenbemessung der Brennkammer, wie sie bei normalen Gebläsebrennern
nicht erreichbar wäre.
[0011] Daß die Umschließungswand 9 zumindest zum Teil auch die der Heizgassammelkammer bildet,
trifft für das dargestellte Ausführungsbeispiel zu, da hierbei unten seitlich ein
Abgaskasten 4' mit Abgasanschluß 4'' und Kondensatablauf 4'' angeordnet ist, d.h.,
der diesbezügliche Teil 9' der Umschließungswand 9 erstreckt sich nur bis Oberkante
Abgaskasten 4'.
[0012] Wie in Fig. 2 angedeutet können vorteilhaft mindestens die Heizgaszugrohre 8 als
Rohre mit schraubenlinienförmig verwundenen Wänden ausgebildet sein, d.h., es ist
auch möglich, für die Überströmrohre 7 ebenfalls solche Rohre zu verwenden, die, und
das gilt auch für die Heizgaszugrohre 8, an ihren einzuschweißenden Endbereichen glatt
zylindrisch ausgebildet sind.
[0013] Da es sich beim Heizkessel um einen Kleinheizkessel handeln soll, dessen Abmessungen
in der Größenordnung nur von etwa 300H x 200B x 100T liegen, hat die Verwendung solcher
an sich bekannter Rohre besondere Bedeutung. Aufgrund der kleinen Abmessungen und
des insoweit geringen Materialbedarfes sind vorteilhaft mindestens die heizgasführenden
Räume R von Wänden aus Edelstahl gebildet, d.h., es kann auch, von dem Kasten her
vertretbar, der gesamte Kleinheizkessel aus Edelstahl gebildet werden.
[0014] Sofern auch die Überströmrohre 7 aus Rohren mit schraubenlinienförmig ausgebildeten
Wänden bestehen, sind diese bezüglich ihrer Steigung zweckmäßig mit denen der Heizgasrohre
8 gleichgerichtet.
[0015] Die Fig. 2 bis 4 dienen im Grunde nur zur übersichtlichen Verdeutlichung der Strömung
der beteiligten Komponenten, woraus sich ergibt, daß die Heizgase zum Wärmeträgermedium
im wesentlichen Wärmeübertragungsbereich im Gegenstrom und das Brauchwasser zum Wärmeträgermedium
im Querstrom den Heizkessel passieren.
[0016] Der ganze mittlere Bereich des Heizkessels stellt also nicht nur eine hochwirksame
Nachschaltheizfläche für Gas/Wasser, sondern gleichzeitig auch einen Wärmetauscher
für Wasser/Wasser dar, was letztlich auf einfachste Weise durch die Ummantelung dieses
Bereiches mit der Umschließungswand 9 erreicht wird.
1. Kleinheizkessel mit Brauchwasserbereitung, bestehend aus einem oberen wasserführenden
Gehäuse (1) mit Brennkammer (3) und einem unteren wasserführenden Gehäuse (2), unter
dem die Heizgassammelkammer (4) angeordnet ist, wobei die beiden mit Wärmeträgermediumsanschlüssen
(5, 6) versehenen Gehäuse (1, 2) durch Überströmrohre (7) miteinander verbunden und
in den Überströmrohren (7) die zur Heizgassammelkammer (4) führenden Heizgaszugrohre
(8) angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Gehäuse (1, 2) durch eine gemeinsame Umschließungswand (9) verbunden
sind, die im unteren Bereich über der Abschlußwand (2') des unteren Gehäuses (2) mit
einem Kaltwasserzufuhranschluß (10) und im Bereich unter der Abschlußwand (1') des
oberen Gehäuses (1) mit einem Warmwasserabfuhranschluß (11) versehen ist, und daß
in der Brennkammer (3) ein Gasflächenbrenner (3') angeordnet ist.
2. Kleinheizkessel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Umschließungswand (9) zumindest zum Teil auch die Umschließungswand (9) der
Heizgassammelkammer (8) bildet.
3. Kleinheizkessel nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens die Heizgaszugrohre (8) als Rohre mit schraubenlinienförmig verwundenen
Wänden (8') ausgebildet sind.
4. Kleinheizkessel nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens die heizgasführenden Räume (R) von Wänden aus Edelstahl gebildet sind.
5. Kleinheizkessel nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der die Brennkammer (3) nach oben abschließende Gasflächenbrenner (3) im wesentlichen
halbkugelförmig ausgebildet ist.
6. Kleinheizkessel nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Begrenzungswand (1'') des oberen Gehäuses (1) im wesentlichen an die Form
des Gasflächenbrenners (3) angepaßt ausgebildet ist.