| (19) |
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(11) |
EP 0 693 371 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.09.1998 Patentblatt 1998/36 |
| (22) |
Anmeldetag: 15.07.1995 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B41C 1/10 |
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Löschbare Druckform sowie Verfahren und Vorrichtung zum Löschen und Regenerieren der
Druckform
Erasable printing form and process for the erasure and regeneration of forms
Forme d'impression effaçables et procédé pour l'effaçement et la régénération des
formes
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
22.07.1994 DE 4426012
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.01.1996 Patentblatt 1996/04 |
| (73) |
Patentinhaber: MAN Roland Druckmaschinen AG |
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63012 Offenbach (DE) |
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Erfinder: |
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- Nüssel, Barbara, Dr.
D-86316 Stätzling (DE)
- Fuhrmann, Hartmut
D-86399 Bobingen (DE)
- Dauer, Horst
D-86296 Rohrbach (DE)
- Göttling, Josef
D-86316 Friedberg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Schober, Stefan, Dipl.-Ing. |
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MAN Roland Druckmaschinen AG,
Postfach 10 00 96 86135 Augsburg 86135 Augsburg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 262 475 EP-A- 0 594 097
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EP-A- 0 523 584 WO-A-84/02494
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine löschbare Druckform gemäß Patentanspruch 1 und
auf ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zum Löschen und Regenerieren der Druckform.
[0002] Aus der DE 42 35 242 8 ist bereits eine für das Naßoffset-Verfahren geeignete Druckform
bekannt. Diese Druckform weist wenigstens in ihrer äußeren Schicht starke Mikrodipole
auf, ihre Oberfläche ist hydrophob. Nach dem Aufbringen von Abdeckmaterial entsprechend
einem zu druckenden Bild werden die Nicht-Bildbereiche durch ein Hydrophiliermittel
hydrophiliert. Diese Druckformen haben zwar den Vorteil, daß sie sich leicht regenerieren
lassen, d. h., daß sie nach Beendigung eines Druckprozesses auf einfache Weise gelöscht
und neu bebildert werden können. Diese Druckformen haben jedoch den Nachteil, daß
ihre Herstellung aufwendig ist.
[0003] Aus der DE 41 23 959 C 1 sind Regenerierungsverfahren bekannt, die sowohl für glatte
als auch für rauhe, poröse Druckformen aus Keramik, Glas oder anodisiertem Aluminium
geeignet sind. Der Nachteil an diesen Regenerier-/Löschverfahren ist, daß sie technisch
relativ aufwendig und teuer sind.
[0004] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, direkt bebilderbare und wiederholt
löschbare Druckformen zu schaffen, die gegenüber den bekannten Druckformen den Vorteil
einer einfacheren Herstellbarkeit haben.
[0005] Diese Aufgabe wird, wie in Patentanspruch 1 angegeben, gelöst. Es ist ebenfalls die
Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum wiederholten Löschen und Regenerieren derartiger
Druckformen zu schaffen, das sich innerhalb der Druckmaschine ohne Herausnahme des
Formzylinders oder der Druckform ausführen läßt.
[0006] Aus der WO 84/102494 ist ein Formzylinder bekannt, der eine anodisierte oder eine
gebürstete nahtlose Aluminium- oder Chrom-Oberfläche aufweist. Er wird nach dem Thermotransfer-Verfahren
bebildert. Am Umfang des Formzylinders ist eine Vorrichtung vorgesehen, die dazu dient,
das Druckbild nach Beendigung des Druckprozesses zu entfernen. Mit dieser Vorrichtung
werden Quell- oder Lösungsmittel auf die Mantelfläche des Formzylinders angetragen,
oder das Druckbild wird erwärmt. Das erweichte oder gelöste Druckbild wird dann abgerakelt
oder mit Hilfe einer Folie abgezogen.
[0007] Ein derartiges Verfahren wird gemäß Anspruch 21 geschaffen. In Anspruch 16 wird eine
Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens genannt.
[0008] Nachstehend wird die Erfindung in Ausführungsbeispielen und anhand der einzigen Figur
näher erläutert. Die Figur zeigt ein Druckwerk mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
zum Löschen und Regenerieren der Druckform gemäß der Erfindung im Querschnitt.
[0009] Damit eine Druckform leicht zu löschen ist, muß sie glatt und porenfrei sein. Sie
darf also weder Hohlräume enthalten, zumindest nicht an ihrer Oberfläche, und darf
nicht rauh sein, damit sich keine mechanischen Verankerungen zwischen der Oberfläche
und dem Bebilderungsmaterial, Druckfarbe oder Schmutz bilden, die sich nicht mehr
entfernen lassen. Die oberflächliche Rauhigkeit R
a muß < 1 µm sein. Damit die Druckformen für das Naßoffset-Verfahren geeignet sind,
muß ihre Oberfläche entweder hydrophil oder leicht hydrophilierbar sein. Die Druckform
wird hydrophiliert, indem ein Hydrophiliermittel, z. B. ein Plattenreiniger, beispielsweise
aus Düsen auf sie aufgesprüht wird. Die Hydrophilie der Oberfläche muß auch nach thermischer
Beanspruchung, d. h. nach einem thermischen Fixierschritt für bildmäßig aufgebrachtes
Material, wiederherstellbar sein. Sie darf also höchstens reversibel schwächer werden
oder reversibel verschwinden.
[0010] Als Materialien zur Herstellung derartiger Druckformen sind beispielsweise Keramiken
geeignet. Sie werden hergestellt nach dem Sol-Gel-Verfahren, einem PVD- oder einem
CVD-Verfahren, in einem thermischen Spritzverfahren, z. B. dem Plasmaspritzverfahren,
oder durch ein Sinterverfahren. Anschließend muß die Keramik spiegelglatt geschliffen
werden, d. h., sie darf nur eine Rauhigkeit von R
a < 0,3 µm haben. Falls die in einem der genannten Verfahren hergestellten Druckformen
noch nicht porenfrei sind, werden sie anschließend versiegelt.
[0011] Keramische Druckformen enthalten beispielsweise Aluminiumoxid, Aluminiumsilikat (Mullit),
Zirkonsilikat oder Zirkonoxid. Besonders günstig ist es, wenn die Hydrophilie einer
keramischen Druckform nicht nur durch das Hydrophilieren der Oberfläche erreicht wird,
sondern eine Volumeneigenschaft der keramischen Schicht ist.
[0012] Statt aus Keramik lassen sich Druckformen mit glatter Oberfläche auch aus Glas herstellen,
bevorzugt aus einem chemikalien- und temperaturbeständigen Glas auf Borosilikat-Basis.
[0013] Andere Materialien zur Herstellung der Druckformen sind Metalle, von denen Legierungen
mit einer guten Gefügestabilität und einer hohen Beständigkeit gegen Oxidation auch
bei zyklischer Temperaturbeanspruchung besonders geeignet sind. Die Metalle haben
bei Ihrer Verwendung als Druckformen eine walzglatte Oberfläche mit einer Rauhigkeit
R
a < 0,2 µm.
Besonders gut sind Nickel-Chrom-Stähle geeignet. Vorzugsweise werden Nickel-Chrom-Eisen-Legierungen
und Nickel-Chrom-Molybdän-Legierungen verwendet, insbesondere die von der Firma Heynes
International Incorporated, Kokomo, USA, unter den Werkstoff-Nrn. 2.4665 bzw. 2.4819,
2.4602, 2.4636 und 2.4638 erhältlichen Legierungen. Andere sehr geeignete Nickel-Chrom-Molybdän-
und Nickel-Chrom-Eisen-Legierungen sind die unter den Werkstoff-Nrn. 2.4856 und 2.4851
erhältlichen Legierungen der Fa. Huntington Alloy Product Division, Huntington, USA.
Allen diesen Legierungen ist gemeinsam, daß sie wie die übrigen, hier nicht näher
benannten Legierungen, eine gute Beständigkeit gegen die durch das thermische Fixieren
verursachte Temperaturwechselbeanspruchung und gegen Oxidation haben.
[0014] Nach Beendigung des Druckprozesses läßt sich eine derartige direkt bebilderte Druckform,
die aus einem der oben genannten Materialien, einer Keramik, einem Glas oder einem
Metall besteht oder wenigstens eine oberflächliche Schicht aus einem dieser Materialien
hat, auf die folgende Weise innerhalb der Druckmaschine löschen: Zunächst werden die
Druckfarbenreste und die bildmäßig aufgebrachte Beschichtung durch ein Reinigungsmittel
entfernt, beispielsweise abgewischt. Das Reinigungsmittel ist ein Lösungsmittel oder
Lösungsmittelgemisch; es enthält keine festen Bestandteile. Um auch letzte und geringfügige
Reste der bildmäßig aufgebrachten Beschichtung der Druckform entfernen zu können,
die sonst die Ursache für sogenannte Geisterbilder darstellen, wird die Oberfläche
der Druckform anschließend mechanisch gerieben. Hierzu dient ein poliermittelhaltiges
Reinigungsmittel, beispielsweise ein Plattenreiniger, wie er zum Reinigen von Druckformen
allgemein Verwendung findet. Darauf wird der Plattenreiniger entfernt, beispielsweise
mit Wasser, und die Druckform wird durch Benetzen mit dem Lösungsmittel wieder hydrophob
gemacht, um sie für einen neuen Direkt-Bebilderungsschritt vorzubereiten. Nach dem
Bebildern und Fixieren wird die Druckform, wie beispielsweise auch aus der DE 42 35
242 C 1 bekannt ist, wieder hydrophiliert, es sei denn, daß die Druckform bereits
als Material eine hydrophile Oberfläche aufweist und es daher ausreicht, wenn die
Nicht-Bildbereiche erst durch das Feuchtmittel während des Druckprozesses wieder hydrophiliert
werden.
[0015] Die in der Figur dargestellte Vorrichtung dient sowohl zum Löschen als auch zum Hydrophilieren
und zum Fixieren der oben beschriebenen direkt bebilderten Druckform als auch anderer
Druckformen, wie sie beispielsweise gemäß der DE 41 23 959 C 1 oder der DE 36 33 758
A 1 bekannt sind. Der Fixierschritt besteht darin, daß die bebilderte Druckform von
einem Trockner 7 auf eine Oberflächentemperatur zwischen 170 °C und 210 °C erwärmt
wird. Alternativ wird die Druckform entweder induktiv oder durch einen Infrarotstrahler
erwärmt. Bei anderen Fixierverfahren werden UV-Strahlen oder Elektronenstrahlen verwendet.
Es ist auch möglich, die Druckformen durch geeignete Chemikalien zu härten, beispielsweise
lediglich durch Feuchtigkeit.
[0016] Die Lösch- und Hydrophiliervorrichtung ist in einem Druckwerk einer Offset-Druckmaschine
fest installiert und am Umfang eines Formzylinders 1 mit einer direkt bebilderbaren
Druckform 2 angeordnet. An dem Formzylinder 1 liegen ein Gummituchzylinder 3 zur Übertragung
des Druckbildes auf einen Bedruckstoff wie die hier dargestellte Bedruckstoffbahn
17 sowie Walzen 4,5 eines Farb-bzw. eines Feuchtwerks an.
[0017] Am Umfang des Formzylinders 1 ist zur Direkt-Bebilderung ebenfalls eine (hier nicht
gezeigte) Bebilderungseinheit angeordnet.
[0018] Die Lösch- und Hydrophiliervorrichtung weist eine Reinigungsvorrichtung 6 und den
Trockner 7 auf, die an die Druckform 2 anstellbar und wieder von ihr abstellbar ist.
Die Reinigungsvorrichtung 6 arbeitet mittels eines Reinigungstuches oder Reinigungsvlieses
8, das von einer Zufuhrwalze 9 über eine Andruckwalze 10 gegen die Druckform 2 gepreßt
wird und anschließend auf eine Aufwickelwalze 11 aufgewickelt wird.
[0019] Die Andruckwalze 10 ist ihrerseits drehbar in einem Schwingkopf 12 gelagert. Dieser
wird mittels eines Andruckzylinders 13 gegen die Druckform 2 gedrückt. Wenn aus Düsen
14, die in Drehrichtung des Formzylinders 1 vor der Reinigungsvorrichtung 6 liegen,
eine Reinigungsflüssigkeit oder eine Reinigungspaste, ein Hydrophiliermittel, z. B.
ein Plattenreiniger oder ein sonstiges Mittel, das entweder zum Löschen des auf der
Druckform 2 aufgebrachten Druckbildes und zum Entfernen von Druckfarbresten oder zum
Hydrophilieren der Oberfläche der Druckform 2 dient, auf die Druckform aufgebracht
wird, kann dieses Mittel zusammen mit dem von ihm abgelösten Schmutz von dem Reinigungstuch
8 aufgenommen werden, wenn der Andruckzylinder 13 die Andruckwalze 10 gegen die Druckform
2 drückt und das Reinigungstuch 8 an der Druckform 2 vorbeibewegt wird. Die Düsen
14 sind vorzugsweise winkelverstellbar und sprühen das Mittel entweder unmittelbar
auf die Druckform 2 oder auf das Reinigungstuch. Die Andruckwalze 10 ist beispielsweise
gummibeschichtet. Das Reinigungstuch 8 wird entweder portionsweise oder kontinuierlich
von der Zufuhrwalze 9 auf die Aufwickelwalze 11 aufgewickelt. Vorzugsweise ist auch
der Druck, mit dem das Reinigungstuch 8 gegen die Druckform 2 gedrückt wird, variabel
einstellbar.
[0020] Die von der Reinigungsvorrichtung 6 gereinigte Druckform 2 kann anschließend von
dem Trockner 7 über eine Zuführvorrichtung 15 mit heißer Luft getrocknet werden. Die
heiße Luft strömt nachher, wenn sie beispielsweise Lösemittelbestandteile enthält,
durch eine Abführvorrichtung 16 zurück.
[0021] Die Lösch- und Hydrophiliervorrichtung kann beispielsweise abwechselnd an den Formzylinder
1 oder an den Gummituchzylinder angestellt werden, wenn auch das Gummituch durch die
Lösch- und Hydrophiliervorrichtung gesäubert werden soll.
[0022] Als Reinigungslösungen werden auch Lösungsmittel zum Entfernen der Druckfarbenreste
und der bildmäßig aufgebrachten Polymerschicht oder andere Reinigungsmittel verwendet,
die Schleifkörper enthalten, wie z. B. manche der in der graphischen Industrie üblichen
Plattenreiniger, oder Wasser zum Entfernen von Schleifmittelresten. Die Reinigungsmittel
können in beliebiger Reihenfolge nacheinander oder auch in wechselnder Reihenfolge
eingesetzt werden. Es ist auch möglich, die zu löschende Druckform-Oberfläche mit
einem trockenen Reinigungstuch nach oder zwischen den einzelnen Reinigungsschritten
abzureiben. Um die Wirksamkeit von Schleifkörper enthaltenden Reinigungsmitteln zu
erhöhen, vollzieht das Reinigungstuch 8 vorzugsweise eine changierende Bewegung.
[0023] Durch die Erfindung wird eine wiederholt direkt bebilderbare und löschbare Druckform
2 für ein Naßoffset-Druckverfahren geschaffen. Sie hat eine glatte und porenfreie
Oberfläche, die hydrophil oder nach der Bebilderung hydrophilierbar ist. Die Druckform
2 enthält keine starken Mikrodipole und besteht aus einer Keramik, einem Glas oder
einem Metall, insbesondere einer Metallegierung. Mittels einer vorzugsweise in der
Druckmaschine integrierten Lösch- und Hydrophiliervorrichtung 6,7 läßt sich die Druckform
2 wiederholt löschen und für einen neuen Bebilderungs- und Druckprozeß vorbereiten,
d. h. neu hydrophilieren.
1. Direkt bebilderbare und löschbare Druckform für Naßoffset-Druckverfahren, die eine
porenfreie und glatte Oberfläche mit einer Rauhigkeit Ra < 1 µm hat, die hydrophil oder hydrophilierbar ist und keine starken Mikrodipole
enthält.
2. Druckform (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einer Keramik mit
einer Oberflächenrauhigkeit Ra ≤ 0,3 µm besteht.
3. Druckform (2) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie nach dem Sol-Gel-Verfahren,
dem PVD-, dem CVD-Verfahren oder einem thermischen Spritzverfahren hergestellt ist
oder daß sie eine Sinter-Keramik ist.
4. Druckform (2) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckform (2)
eine versiegelte Oberfläche aufweist.
5. Druckform (2) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie Aluminiumoxid,
Aluminiumsilikat (Mullit), Zirkonsilikat und/oder Zirkonoxid enthält.
6. Druckform (2) nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckform
(2) in ihrem ganzen Volumen hydrophil ist.
7. Druckform (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß sie mindestens
eine Phosphat-Verbindung enthält.
8. Druckform (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einem chemikalien-
und temperaturbeständigen Glas besteht.
9. Druckform (2) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einem Borosilikat-Glas
besteht.
10. Druckform (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einem Metall besteht
und eine Oberflächenrauhigkeit Ra < 0,2 µm hat.
11. Druckform (2) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Metall beständig gegen
Oxidation ist, insbesondere auch bei Temperaturwechselbeanspruchung.
12. Druckform (2) nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Metall eine
Legierung ist.
13. Druckform (2) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Legierung ein Chrom-Nickel-Stahl
ist.
14. Druckform (2) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Legierung Nickel,
Chrom und Eisen oder Nickel, Chrom und Molybdän enthält.
15. Druckform nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Legierung unter den Werkstoffnummern
2.4665 und 2.4851 bzw. 2.4819, 2.4602, 2.4636, 2.4638 und 2.4856 lieferbar ist.
16. Druckmaschine mit einem eine Druckform (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 15 tragenden
Formzylinder (1), dadurch gekennzeichnet, daß eine Lösch- und Hydrophiliervorrichtung
(6,7) an den Formzylinder (1) anstellbar ist.
17. Druckmaschine nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Lösch-und Hydrophiliervorrichtung
eine Reinigungsvorrichtung (6) mit einem Reinigungstuch (8) und vorzugsweise einen
Trockner (7) aufweist.
18. Druckmaschine nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Trockner (7) zum Fixieren
des auf der Druckform (2) erzeugten Druckbildes dient.
19. Druckmaschine nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Reinigungsvorrichtung
(6) Düsen (14) zum Aufbringen eines Reinigungsmittels, insbesondere eines Schleifkörper
enthaltenden Reinigungsmittels, oder eines Lösungsmittels enthält.
20. Druckmaschine nach Anspruch 17 oder 19, dadurch gekennzeichnet, daß der Anpreßdruck
des Reinigungstuches (8) durch einen Andruckzylinder (13) veränderbar ist.
21. Verfahren zum Löschen eines Druckbildes auf der Druckform (2) nach einem der Ansprüche
1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß das Reinigungstuch (8) an die Oberfläche der
Druckform (2) angepreßt wird, während sich der Formzylinder (1) langsam dreht, daß
das Reinigungstuch (8) entweder portionsweise oder kontinuierlich von einer Zufuhrwalze
(9) ab- und auf eine Aufwickelwalze (11) aufgewickelt wird oder eine changierende
Bewegung ausführt, daß das Reinigungstuch mittels einer Andruckwalze (10) an die Oberfläche
der Druckform (2) gepreßt wird, wobei der Anpreßdruck variabel einstellbar ist, und
daß Reinigungslösungen über die Düsen (14) entweder unmittelbar auf die Oberfläche
der Druckform (2) oder auf das Reinigungstuch (8) aufgebracht werden.
1. Directly imageable and erasable printing forme for wet offset printing processes,
which has a pore-free and smooth surface with a roughness of Ra < 1 µm, is hydrophilic or can be rendered water-receptive, and does not contain any
strong microdipoles.
2. Printing forme (2) according to claim 1, characterised in that it is made of a ceramic
having a surface roughness Ra ≤ 0.3 µm.
3. Printing forme (2) according to claim 2, characterised in that it is produced in accordance
with the sol-gel process, the PVD or the CVD process or a thermal spraying process,
or that it is a sintered ceramic.
4. Printing forme (2) according to claim 2 or 3, characterised in that the printing forme
(2) has a sealed surface.
5. Printing forme (2) according to one of claims 2 to 4, characterised in that it contains
aluminium oxide, aluminium silicate (mullite), zirconium silicate and/or zirconium
oxide.
6. Printing forme (2) according to one of claims 2 to 5, characterised in that the printing
forme (2) is hydrophilic over its entire volume.
7. Printing forme (2) according to one of claims 1 to 6, characterised in that it contains
at least one phosphate compound.
8. Printing forme (2) according to claim 1, characterised in that it is made of a chemical-
and temperature-resistant glass.
9. Printing forme (2) according to claim 8, characterised in that it is made of a boro-silicate
glass.
10. Printing forme (2) according to claim 1, characterised in that it is made of a metal
and has a surface roughness of Ra < 0.2 µm.
11. Printing forme (2) according to claim 10, characterised in that the metal is resistant
to oxidation, especially also under cyclic thermal stress.
12. Printing forme (2) according to claim 10 or 11, characterised in that the metal is
an alloy.
13. Printing forme (2) according to claim 12, characterised in that the alloy is a chrome-nickel
steel.
14. Printing forme (2) according to claim 12, characterised in that the alloy contains
nickel, chromium and iron, or nickel, chromium and molybdenum.
15. Printing forme according to claim 14, characterised in that the alloy can be supplied
under the material numbers 2.4665 and 2.4851, or 2.4819, 2.4602, 2.4636, 2.4638 and
2.4856.
16. Printing machine having a forme cylinder (1) carrying a printing forme (2) according
to one of claims 1 to 15, characterised in that an erasure and hydrophilising device
(6, 7) can be set onto the forme cylinder (1).
17. Printing machine according to claim 16, characterised in that the erasure and hydrophilising
device has a cleaning device (6) with a cleaning cloth (8) and preferably a dryer
(7).
18. Printing machine according to claim 17, characterised in that the dryer (7) is used
for fixing the printed image produced on the printing forme (2).
19. Printing machine according to claim 17, characterised in that the cleaning device
(6) contains nozzles (14) for applying a cleaning agent, in particular a cleaning
agent containing abrasive bodies, or a solvent.
20. Printing machine according to claim 17 or 19, characterised in that the contact pressure
of the cleaning cloth (8) can be changed by means of a pressure cylinder (13).
21. Process for erasing a printed image on the printing forme (2) according to one of
claims 1 to 15, characterised in that the cleaning cloth (8) is pressed onto the surface
of the printing forme (2) whilst the forme cylinder (1) rotates slowly, in that the
cleaning cloth (8) is wound either in portions or continuously from a supply roller
(9) and onto a rewinding roller (11), or makes an oscillating movement, in that the
cleaning cloth is pressed by means of a pressure roller (10) onto the surface of the
printing forme (2), the contact pressure being variably adjustable, and in that cleaning
solutions are applied by means of the nozzles (14) either directly onto the surface
of the printing forme (2) or onto the cleaning cloth (8).
1. Forme d'impression pour un procédé d'impression offset par voie humide, sur laquelle
l'image peut être formée directement et qui peut être effacée directement, et qui
possède une surface lisse et sans pores, présentant une rugosité Ra < 1 µm et qui est hydrophile ou peut être rendue hydrophile et ne contient aucun
micro-dipôle intense.
2. Forme d'impression (2) selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'elle est constituée
par une céramique possédant une rugosité de surface Ra ≤ 0,3 µm.
3. Forme d'impression (2) selon la revendication 2, caractérisée en ce qu'elle est fabriquée
conformément au procédé sol-gel, au procédé PVD ou au procédé COD ou au procédé thermique
à projection, ou est une céramique frittée.
4. Forme d'impression (2) selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que la forme
d'impression (2) possède une surface vitrifiée.
5. Forme d'impression (5) selon l'une des revendications 2 à 4, caractérisée en ce qu'elle
contient de l'oxyde d'aluminium, du silicate d'aluminium (mullite), du silicate de
Zirconium et/ou de l'oxyde de zirconium.
6. Forme d'impression (2) selon l'une des revendications 2 à 5, caractérisée en ce que
la forme d'impression (2) est hydrophile dans l'ensemble de son volume.
7. Forme d'impression (2) selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce qu'elle
contient au moins un composé à base de phosphate.
8. Forme d'impression (2) selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'elle est constituée
par un verre résistant aux agents chimiques et à la température.
9. Forme d'impression (2) selon la revendication 8, caractérisée en ce qu'elle est constituée
par un verre aux borosilicates.
10. Forme d'impression (2) selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'elle est constituée
par un métal et possède une rugosité de surface Ra < 0,2 µm.
11. Forme d'impression (2) selon la revendication 10, caractérisée en ce que le métal
est résistant vis-à-vis de l'oxydation, notamment également dans le cas d'une contrainte
thermique ondulée.
12. Forme d'impression (2) selon la revendication 10 ou 11, caractérisée en ce que le
métal est un alliage.
13. Forme d'impression (2) selon la revendication 12, caractérisée en ce que l'alliage
est un acier au chrome-nickel.
14. Forme d'impression (2) selon la revendication 12, caractérisée en ce que l'alliage
contient du nickel, du chrome et du fer ou du nickel, du chrome et du molybdène.
15. Forme d'impression selon la revendication 14, caractérisée en ce que l'alliage peut
être livré sous les numéros de matériaux 2.4665 et 2.4851 ou 2.4602, 2.4636, 2.4638
et 2.4856.
16. Machine d'impression comportant un cylindre porte-cliché (1) portant une forme d'impression
(2) selon l'une des revendications 1 à 15, caractérisée en ce qu'un dispositif (6,
7) d'effacement et de création d'un état hydrophile peut être serré contre le cylindre
porte-cliché (1).
17. Machine d'impression selon la revendication 16, caractérisée en ce que le dispositif
d'effacement et de mise à l'état hydrophile comporte un dispositif de nettoyage (6)
possédant une toile de nettoyage (8) et de préférence un séchoir (7).
18. Machine d'impression selon la revendication 17, caractérisée en ce que le séchoir
(7) sert à fixer l'image d'impression produite sur la forme d'impression (2).
19. Machine d'impression selon la revendication 17, caractérisée en ce que le dispositif
de nettoyage (6) contient des buses (14) servant à appliquer un agent de nettoyage,
notamment un agent de nettoyage contenant des corps abrasifs, ou un solvant.
20. Machine d'impression selon la revendication 17 ou 19, caractérisée en ce que la pression
de serrage de la toile de nettoyage (8) peut être modifiée au moyen d'un cylindre
de serrage (13).
21. Procédé pour effacer une image d'impression sur la forme d'impression (2) selon l'une
des revendications 1 à 15, caractérisé en ce que la toile de nettoyage (8) est pressée
contre la surface de la forme d'impression (2) alors que le cylindre porte-cliché
(1) tourne lentement, que la toile de nettoyage (8) est déroulée d'une manière discontinue
ou continue d'un cylindre d'alimentation (9) et est enroulée d'une manière discontinue
ou continue sur un cylindre d'enroulement (11) ou que la toile de nettoyage exécute
un déplacement changeant, que la toile de nettoyage est serrée au moyen d'un rouleau
de serrage (10) contre la surface de la forme d'impression (2), auquel cas la pression
de serrage est réglable d'une manière variable, et que des solutions de nettoyage
sont déposées au moyen des buses (14) soit directement sur la surface de la forme
d'impression (2), soit sur la toile de nettoyage (8).
