[0001] Die Erfindung betrifft einen Beruhigungssauger gemäß dem einleitenden Teil von Anspruch
1.
[0002] Säuglinge und Kleinkinder neigen dazu, Gegenstände in den Mund zu stecken und daran
zu kauen. Dies trifft insbesondere auf Beruhigungssauger oder Schnuller zu, bei denen
das Kind oft nicht nur am dafür vorgesehenen Saugerteil lutscht und kaut, sondern
auch an anderen Teilen, wie etwa am Schildteil. Da der Schildteil bei Beruhigungssaugern
aus Gründen der Sicherheit gegen ein Verschlucken und der Stabilität in der Regel
aus einem relativ steifen, festen Material besteht, welches härter ist als das Material
des Saugerteils, ergibt sich hier eine Verletzungsgefahr für das Kind.
[0003] In der GB 1 516 249 A ist ein Beruhigungssauger geoffenbart, bei dem der Saugerteil
derart ausgebildet ist, daß die Vorderzähne des den Sauger benutzenden Kindes frei
vom Saugerteil gehalten werden. Der zu diesem Zweck speziell ausgebildete Saugerteil
ist mit gesonderten seitlichen Armen für einen vorderen, eigentlichen Saugerkörper
versehen, und ein Beißen wird nur an diesen seitlichen Armen, mit den Backenzähnen,
ermöglicht. Diese Arme sind jedoch nicht als spezifische Kauzone geeignet, sondern
nur als Halterungs-Arme anzusehen, so daß dieser bekannte Beruhigungssauger trotz
seiner aufwendigen Gestaltung keine Verbesserung bezüglich der vorstehend geschilderten
Situation - Kauen am Schildteil etc. - erbringt.
[0004] Der Drang zum Kauen ist bei Säuglingen bzw. Kleinkindern dann besonders stark, wenn
beim Zahnen Schmerzen auftreten, wobei durch ein Aufbeißen auf einen vorzugsweise
nicht zu harten Kau-Gegenstand ein vorübergehendes Nachlassen der Schmerzen (die von
durchstoßenden Zähnen verursacht werden) erreicht wird.
[0005] Aus der EP 116 003 B1 sowie aus der US 3 267 937 A und der US 3 669 117 A ist es
bereits bekannt, Beruhigungssauger mit als Beißringe ausgebildeten Griffringen als
Zahnungshilfen auszustatten. Diese Lösung ist jedoch hygienisch problematisch, da
der als Griffteil vorgesehene Ring zugleich den Beißring bildet, abgesehen davon,
daß der Beißring ein eigenes, als Fremdkörper zu betrachtendes Element am Beruhigungssauger
bildet.
[0006] Weiters ist aus der DE 12 87 253 A ein gattungsgemäßer Schnuller bekannt, dessen
kreisförmiger Halteteil für den Saugerteil mit einem außen konzentrisch angeordneten
Beißring verbunden ist. Über die Art bzw. Beschaffenheit des für diese beiden Bauteile
des Schnullers verwendeten Materials wird jedoch keine Aussage getroffen.
[0007] Die DE 92 13 576 U beschreibt einen Schnuller, dessen harter Schildteil mundseitig
mit einer Beschichtung aus weichem Material versehen ist. Dieses Beschichtungsmaterial
umgibt den Schildteil zudem umfangsseitig als schmaler weicher Rand.
[0008] Sodann ist es aus der DE 33 47 876 C bzw. aus der DE 33 16 824 bereits bekannt, die
gesamte Schildstruktur mit weichem Saugermaterial zu umspritzen, um so einen Aufbau
des Beruhigungssaugers mit möglichst wenig Einzelteilen und insbesondere in einer
unzerlegbaren Form zu erhalten. Abgesehen von dem sehr komplizierten Umspritzungsvorgang
ergibt sich hier jedoch der Nachteil eines verhältnismäßig großen Verbrauchs an teurem
Saugermaterial (Silikonkautschuk). Darüber hinaus ist bei den bekannten Beruhigungssaugern
die aus dem Saugermaterial bestehende Umkleidung nur dünn, so daß der Schildteil,
wenn an ihm gekaut wird, den Zähnen oder dem Kiefer nichtsdestoweniger einen harten
Widerstand entgegensetzt, und eine Eignung als Kau- oder Beißteil nicht gegeben ist.
[0009] Vorgeschlagen wurde auch bereits, den gesamten Beruhigungssauger in einem einzigen
Spritzvorgang einstückig aus Silikonkautschuk herzustellen, vgl. die US 5 004 473
A. Ein derartiger Beruhigungssauger ist insgesamt zu weich, um eine Sicherheit gegen
ein Verschlucken sowie eine ausreichende Stabilität zu gewährleisten, und demgemäß
kann ein derartiger Beruhigungssauger leicht verschluckt werden. Außerdem ist bei
diesem Beruhigungssauger ein besonders hoher Verbrauch an teurem Silikonkautschuk-Material
gegeben, was ökonomisch nicht vertretbar ist.
[0010] Es ist nun Aufgabe der Erfindung, einen Beruhigungssauger der eingangs angeführten
Art vorzusehen, der den Bedürfnissen und Gewohnheiten der Säuglinge und Kleinkinder
entgegenkommt, und der eine natürliche Integration einer Kauzone im Beruhigungssauger
in einfacher und hygienisch einwandfreier Weise ermöglicht.
[0011] Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung einen Beruhigungssauger mit den Merkmalen
des Anspruches 1 vor.
[0012] Beim erfindungsgemäßen Beruhigungssauger bildet somit der weiche Randbereich des
Schildteiles selbst eine Kauzone in Form eines vergleichsweise dicken Kauwulstes,
wobei das Wulst-Material entsprechend weich und zum Kauen geeignet ist. Damit ergibt
sich ein natürliches Einbinden der Kauzone in einen vorhandenen Teil des Beruhigungssaugers,
der in der Folge problemlos als Kauteil in den Mund genommen werden kann. Als weiterer
Vorteil ergibt sich, daß die beim kräftigen Saugen am Saugerteil oft entstehenden
scharfen Eindrücke des Schildrandes um die Mundpartie des Säuglinges sowie die damit
verbundenen Hautreizungen zumindest erheblich verringert werden können, da das weiche
Wulst-Material im Bereich der Mundpartie des Säuglings zur Anlage kommt. In diesem
Zusammenhang ist es weiters von besonderem Vorteil, daß nur in jedem der zwei bei
Benutzung im Bereich der Mundwinkel gelegenen seitlichen Randbereiche des Schildteils
ein Kauwulst angebracht ist. Auf diese Weise wird nicht nur eine symmetrische Ausbildung
des Beruhigungssaugers insgesamt ermöglicht, sondern in gleicher Weise an beiden Seiten
der Mundpartie, im Bereich der Mundwinkel, ein weiches Anliegen des Beruhigungssaugers
mit dem Schildteil sichergestellt. Dies ist gerade bei Beruhigungssaugern mit einem
länglichen, lemniskatenförmigen Schildteil von Bedeutung, wie etwa gemäß AT-338 440
B oder AT 379 508 B.
[0013] Für eine gute Eignung zum Kauen ist es günstig, wenn das Wulst-Material aus Silikonkautschuk,
Latex oder einem gummiähnlichen Material, vorzugsweise mit einer Shore A-Härte zwischen
30 und 90, gebildet ist.
[0014] Das Wulst-Material könnte an sich gesondert vom Schildteil hergestellt werden, und
es könnte dann beispielsweise über Schnapp- oder Rastverbindungen am Schildteil angebracht
werden. Aus Sicherheitsgründen wird jedoch eine Lösung bevorzugt, bei der das Wulst-Material
am Schildteil unlösbar angebracht ist.
[0015] Eine Möglichkeit, das Wulst-Material unlösbar am Schildteil anzubringen, ergibt sich
in vorteilhafter Weise dadurch, daß das Wulst-Material am Material des Schildteils
angespritzt ist. Dabei ist es für eine sehr innige, homogene Verbindung weiters vorteilhaft,
wenn das Wulst-Material mit dem Material des Schildteils intermolekular vernetzt ist.
[0016] Andererseits kann das Wulst-Material am Schildteil aber auch angeklebt oder angeschweißt
sein, wobei beispielsweise ein Ultraschall-Schweißverfahren angewandt werden kann.
[0017] Zusätzlich oder anstattdessen kann das Wulst-Material auch am Schildteil mechanisch
und/oder formschlüssig verankert sein. In diesem Zusammenhang ist es für eine formschlüssige
Verbindung besonders vorteilhaft, wenn sich zur Verankerung des Wulst-Materials am
Schildteil Materialbereiche durch in an sich bekannter Weise im Schildteil vorgesehene
Öffnungen, wie Notatmungsöffnungen bzw. Lufttrocknungsöffnungen, erstrecken. Weiters
ist es hier auch günstig, wenn zur Verankerung des Wulst-Materials am Schildteil Befestigungslöcher
im Schildteil nahe dessen äußerem Rand vorgesehen sind und sich Materialstege durch
diese Befestigungslöcher erstrecken.
[0018] Im Prinzip kann in Bereichen des Schildteiles, wo ein Kauen nicht zu erwarten ist,
wie etwa im Bereich der Einschnürung von lemniskatenförmigen Schnuller-Schildteilen,
auch eine mechanische Verbindung vorgesehen werden, die oft fertigungstechnisch zu
bevorzugen ist, und demgemäß ist eine vorteilhafte Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Beruhigungssaugers dadurch gekennzeichnet, daß das Wulst-Material am Schildteil durch
Vernieten oder Verschrauben verankert ist.
[0019] Von Vorteil ist es ferner, wenn der Kauwulst aus einem flüssigkeitsgefüllten Hohlkörper
besteht. Damit ergibt sich zusätzlich die Möglichkeit der Erzielung einer besonders
schmerzlindernden Wirkung, wenn der Beruhigungssauger mit dem Kauwulst-Hohlkörper,
der mit einer Flüssigkeit gefüllt ist, unmittelbar vor dem Gebrauch gekühlt wird.
[0020] Es hat sich als günstiger Kompromiß zwischen den Forderungen einerseits nach einem
relativ dicken, breiten Kauwulst und andererseits nach einem relativ geringen Verdickung
des Schildteiles des Beruhigungssaugers erwiesen, wenn der Kauwulst einen allgemein
kreisförmigen Querschnitt, mit einem Durchmesser zwischen 3 mm und 7 mm, aufweist.
[0021] Die Erfindung wird nun nachstehend anhand eines in der Zeichnung veranschaulichten,
besonders bevorzugten, jedoch nicht einschränkenden Ausführungsbeispieles noch weiter
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen Beruhigungssauger gemäß der Linie I-I in Fig.
2;
Fig. 2 eine Ansicht des Schildteiles dieses Beruhigungssaugers von der Saugerseite
her, wobei jedoch der Einfachheit halber der Saugerteil weggelassen wurde;
Fig. 3 in vergrößertem Maßstab einen Teil-Schnitt durch den Randbereich des Schildteiles
mit dem ihn umschließenden Wulst, im wesentlichen gemäß der Linie I-I in Fig. 2; und
Fig. 4 in vergrößertem Maßstab einen entsprechenden Schnitt durch den Schildrand samt
Wulst gemäß der Linie IV-IV in Fig. 2.
[0022] Gemäß Fig. 1 und 2 besteht der darin dargestellte Beruhigungssauger oder Schnuller
1 aus einem in einem Schildteil oder Mundschild 2 gehaltenen Saugerteil 3; auf der
vom Saugerteil 3 abgewandten Seite des Schildteils 2 ist ein kappenförmiger Griffteil
4 am Schildteil 2 verrastet und/oder angeklebt. Insofern entspricht der allgemeine
Aufbau des Beruhigungssaugers oder Schnullers 1 dem in der AT 379 508 B oder AT 338
440 B gezeigten Aufbau.
[0023] Der Saugerteil 3 (nachstehend kurz Sauger genannt) besteht aus Naturkautschuk, Silikonkautschuk
oder einem anderen gummiartigen Material, das den Anforderungen bezüglich Weichheit,
Festigkeit und Verträglichkeit entspricht. Der Schildteil 2 (nachstehend kurz Schild
genannt) und der kappenförmige Griffteil 4 (nachstehend kurz Kappe genannt) bestehen
aus einem im Vergleich zum Saugermaterial steifen, festen Material, z.B. aus Polypropylen
oder Polykarbonat, um zuverlässig zu verhindern, daß ein Säugling oder Kleinkind den
gesamten Schnuller 1 verformt und ihn in unrichtiger und gefährdender Stellung in
den Mund nimmt.
[0024] Im Schild 2 sind weiters verhältnismäßig große Öffnungen 5 vorgesehen, die als Notatmungs-
bzw. Lufttrocknungsöffnungen dienen, vgl. auch die oben genannte AT-379 508 B`
[0025] Der in Draufsicht ungefähr lemniskatenförmige Schild 2 (vgl. Fig. 2) ist in seinen
beiden einander gegenüberliegenden seitlichen Randbereichen, die bei Gebrauch im Bereich
der Mundwinkel bzw. an den Wangen des Kindes zur Anlage kommen, und die in Fig. 2
allgemein bei 6 und 7 veranschaulicht sind, mit Kauzonen 8 in Form von Kau-Wulsten
9 versehen. Die Wulste 9 bestehen dabei zur Gänze aus einem gummiartigen Material,
welches es durch seine Weichheit und Abmessungen dem Kleinkind oder Säugling ermöglicht,
daran zu kauen und zu beißen und dabei insbesondere, unter kurzer Bremsung des Zahnwachstums,
die Zahnungsschmerzen zu lindern.
[0026] Insbesondere wird als Material für die Wulste 9 Silikonkautschuk oder ein ähnliches
Gummimaterial, mit einer Shore A-Härte zwischen 30 und 90, verwendet, wobei das Wulstmaterial
durch einen Spritzvorgang um den Rand des Schildes 2 herum angebracht wird. Abhängig
von der Weichheit des Materials wird die ungefähre Wulstdicke, also der Durchmesser
der im Querschnitt ungefähr kreisförmigen Wulste 9 (vgl. auch Fig. 3 und 4), zwischen
3 mm und 7 mm gewählt.
[0027] Die Wulste 9 erstrecken sich mit Materialbereichen durch die Öffnungen 5 im Schild
2, wie in Fig. 3 bei 10 veranschaulicht ist, wodurch sie am Schild 2 verankert werden.
Zur zusätzlichen Verankerung der Wulste 9 am Schildrand sind im jeweiligen Randbereich
6 bzw. 7 des Schildes 2, in einer Anordnung entsprechend einer zum Schildrand äquidistanten
Linie, kleine Befestigungs-Löcher 11 angebracht, durch welche das Wulstmaterial beim
Umspritzungsvorgang ebenfalls fließt, wodurch Materialstege 12 gebildet werden, vgl.
Fig. 3 und 4. Diese Locher 11 werden bei der Herstellung des Schildes 2 (im Spritzgußverfahren)
ebenso wie die Öffnungen 5 mitgeformt. Aus Fig. 3 und Fig. 4 ergibt sich somit, daß
die Wulste 9 jeweils in den Bereichen, wo ihr Material beim Umspritzungsvorgang randseitig
durch die Öffnungen 5 hindurchfließen kann, einen geschlossenen Ringumfang besitzen
(Fig. 3), bzw. daß dort, wo keine Öffnungen 5 vorliegen, zumindest ein Materialsteg
12 in einem Befestigungsloch 11 den Wulst 9 am Schild 2 verankert (Fig. 4). Die Öffnungen
5 können dabei, wie aus Fig. 2 ersichtlich, auf ihrer dem Schildrand zugewandten Seite
einen zu diesem Schildrand parallelen Verlauf aufweisen, wodurch der Materialbereich
10 innerhalb der jeweiligen Öffnung 5 eine konstante Dicke aufweist. In Abweichung
hievon könnten aber selbstverständlich auch z.B. mehr runde Öffnungen 5 vorgesehen
sein, so daß sich hindurcherstreckende Materialbereiche 10 der Wulste 9 mit variierender
Dicke ergeben. Für eine besonders gute Verankerung wird jedoch die gezeigte Ausführungsform
mit den zum Schildrand parallelen Öffnungsrändern bevorzugt.
[0028] Zusätzlich zu oder anstatt der beschriebenen mechanischen Verankerung der Wulste
9, mit Hilfe der sich durch die Öffnungen 5 hindurch erstreckenden Materialbereiche
10 und der sich durch die zusätzlichen Löcher 11 hindurch erstreckenden Materialstege
12, kann eine Schild-Wulst-Einheit auch in einem Spritzverfahren, in einem Zweikomponenten-Spritzvorgang,
erhalten werden, bei dem die Temperaturführung so gewählt wird, daß an den Kontaktflächen
zwischen dem Material des eigentlichen Schildes 2 und jenem der Wulste 9 ein teilweises
Verschmelzen oder Vernetzen der beiden Materialien auftritt; dadurch wird eine außerordentlich
feste Verankerung erzielt.
[0029] Darüber hinaus wäre es aber auch möglich, die Wulste 9 gesondert vom Schild 2 zu
erzeugen und an den Randbereichen 6, 7 des Schildes 2 z.B. durch Ankleben oder Anschweißen,
insbesondere Ultraschallschweißen, fest anzubringen. In diesem Fall können die Befestigungslöcher
11 auch entfallen.
[0030] Zur Befestigung des jeweiligen Wulstes 9 am Schild 2 können außer den beschriebenen
Verankerungsmöglichkeiten auch noch derartige mechanische Verankerungen, wie Nieten,
Schrauben oder Verrasten, insbesondere mit ein nachträgliches Lösen verhindernden
Rastelementen, bewerkstelligt werden. Selbstverständlich sind dabei die Verbindungselemente
derart anzuordnen und zu wählen, daß sie beim Kauen und Beißen nicht störend wirken.
Dies trifft beispielsweise im Fall des Beruhigungssaugers 1 gemäß Fig. 1 und 2 auf
die innenliegenden Enden der Wulste 9, im Bereich der Löcher 11', zu - an diesen Stellen
besteht kaum eine Möglichkeit, daß der Säugling am jeweiligen Wulst 9 kaut, und zwar
zufolge der Einbuchtungen des lemniskatenförmigen Schildes 2.
[0031] Gemäß Fig. 3 und 4 ist das Material für die Kauzonen 8, d.h. für die Wulste 9, voll
vorgesehen, es wäre jedoch auch im Prinzip möglich, diese Kauzonen 8 durch wulstartige
Hohlkörper zu bilden, die mit einer Flüssigkeit gefüllt werden können, wie dies an
sich etwa aus der US 3 669 117 A - dort für einen insgesamt einteiligen und zur Gänze
Flüssigkeits-gefüllten Schnuller - bekannt ist. In diesem Fall ergibt sich die Möglichkeit,
den Beruhigungssauger 1 und damit die Flüssigkeitsfüllung unmittelbar vor Gebrauch
zu kühlen, wobei eine gekühlte Flüssigkeitsfüllung eine zusätzlich schmerzlindernde
Wirkung hat.
[0032] Eine weitere Modifikation gegenüber den beschriebenen Ausführungsformen bestünde
auch darin, einen vollflächigen Schildteil 2 vorzusehen, der also keine Öffnungen
5 oder Löcher 11 besitzt, und an diesem Schildteil 2 den jeweiligen seitlich geschlitzten
Kau-Wulst 9 durch Umspritzen, Aufkleben, Anschweißen etc. anzubringen.
[0033] Ferner ist es nicht unbedingt notwendig, daß der jeweilige Kau-Wulst 9 im Querschnitt
allgemein kreisrund ist - eine ovale Querschnittsform wäre beispielsweise ebenfalls
denkbar.
1. Beruhigungssauger (1) mit einem von einem Schildteil (2) abstehenden Saugerteil (3)
und einem Griffteil (4) sowie weiters mit einem gegenüber dem Schildteil (2) weichen
Randteil nur im Randbereich (6, 7) des Schildteils (2), dadurch gekennzeichnet, daß
der Schildteil allgemein lemniskatenförmig ist und der weiche Randteil (6, 7) einen
relativ zum übrigen Schildteil (2) dickeren, an beiden Seiten des Schildteils (2)
von diesem abstehenden Kau-Wulst (9) bildet, der nur in jedem der zwei bei Benutzung
im Bereich der Mundwinkel gelegenen seitlichen Bereiche (6, 7) des allgemein lemniskatenförmigen
Schildteils (2) angebracht ist.
2. Beruhigungssauger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Wulst-Material
Silikonkautschuk, Latex oder ein gummiähnliches Material ist.
3. Beruhigungssauger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Wulst-Material
eine Shore A-Härte zwischen 30 und 90 aufweist.
4. Beruhigungssauger nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
Wulst-Material am Schildteil (2; 22; 32) unlösbar angebracht ist.
5. Beruhigungssauger nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das
Wulst-Material am Material des Schildteils (2; 22; 32) angespritzt ist.
6. Beruhigungssauger nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das
Wulst-Material mit dem Material des Schildteils (2; 22; 32) intermolekular vernetzt
ist.
7. Beruhigungssauger nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das
Wulst-Material am Schildteil (2; 22; 32) angeklebt ist.
8. Beruhigungssauger nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das
Wulst-Material mit dem Schildteil (2; 22; 32) verschweißt ist.
9. Beruhigungssauger nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das
Wulst-Material am Schildteil (2; 22; 32) mechanisch und/oder formschlüssig verankert
ist.
10. Beruhigungssauger nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß sich zur Verankerung
des Wulst-Materials am Schildteil (2; 22; 32) Materialbereiche (10) durch im Schildteil
(2; 22; 32) vorgesehene Öffnungen (5), wie Notatmungsöffnungen bzw. Lufttrocknungsöffnungen,
erstrecken.
11. Beruhigungssauger nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verankerung
des Wulst-Materials am Schildteil (2; 22; 32) Befestigungslöcher (11) im Schildteil
(2; 22; 32) nahe dessen äußerem Rand vorgesehen sind und sich Materialstege (12) durch
diese Befestigungslöcher (11) erstrecken.
12. Beruhigungssauger nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Wulst-Material
am Schildteil (2; 22; 32) durch Vernieten oder Verschrauben verankert ist.
13. Beruhigungssauger nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der
Kau-Wulst (9; 29; 39) aus einem flüssigkeitsgefüllten Hohlkörper besteht.
14. Beruhigungssauger nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der
Kau-Wulst (9; 29; 39) einen allgemein kreisförmigen Querschnitt, mit einem Durchmesser
zwischen 3 mm und 7 mm, aufweist.
1. A pacifier (1) comprising a nipple member (3) projecting from a shield member (2),
and a handle member (4) as well as furthermore a rim element which is soft as compared
to the shield member (2) and is present only in the rim region (6, 7) of the shield
member (2), characterised in that the shield member is generally lemniscate-shaped
and that the soft rim element (6, 7) forms a chewing bead (9) which is thicker as
compared to the remaining shield member (2) and projects from the shield member on
either side thereof, the chewing bead being attached only in each of the two lateral
regions (6, 7) of the generally lemniscate-shaped shield member (2) which, in use,
lie in the region of the corners of the mouth.
2. A pacifier according to claim 1, characterised in that the bead material is silicone
caoutchouk, latex or a rubber-like material.
3. A pacifier according to claim 2, characterised in that the bead material has a Shore
A-hardness of between 30 and 90.
4. A pacifier according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the bead material
is undetachably applied to the shield member (2; 22; 32).
5. A pacifier according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the bead material
is injection-moulded to the material of the shield member (2; 22; 32).
6. A pacifier according to any one of claims 1 to 5, characterised in that the bead material
is intermolecularly cross-linked with the material of the shield member (2; 22; 32).
7. A pacifier according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the bead material
is glued to the shield member (2; 22; 32).
8. A pacifier according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the bead material
is welded to the shield member (2; 22; 32).
9. A pacifier according to any one of claims 1 to 8, characterised in that the bead material
is anchored on the shield member (2; 22; 32) mechanically and/or by positive locking.
10. A pacifier according to claim 9, characterised in that material regions (10) project
through openings (5), such as emergency breathing openings or air drying openings,
provided in the shield member (2; 22; 32) to anchor the bead material on the shield
member (2; 22; 32).
11. A pacifier according to claims 9 or 10, characterised in that fastening holes (11)
are provided in the shield member (2; 22; 32) near the outer rim thereof and material
webs (12) project through these fastening holes (11) to anchor the bead material on
the shield member (2; 22; 32).
12. A pacifier according to claim 9, characterised in that the bead material is anchored
on the shield member (2; 22; 32) by riveting or screwing.
13. A pacifier according to any one of claims 1 to 12, characterised in that the chewing
bead (9; 29; 39) is made of a lilquid-filled hollow body.
14. A pacifier according to any one of claims 1 to 13, characterised in that the chewing
bead (9; 29; 39) has a generally circular cross-section having a diameter of between
3 mm and 7 mm.
1. Tétine d'apaisement (1) comprenant une partie à téter (3) qui est saillante sur un
élément de plaquette (2) et une partie de prise (4) ainsi que par ailleurs une partie
de bord, qui est molle par rapport à l'élément de plaquette (2) et qui ne se trouve
que dans la zone du bord (6, 7) de l'élément de plaquette (2), caractérisée en ce
que l'élément de plaquette a une forme globale de lemniscate et la partie molle de
bord (6, 7) forme un bourrelet à mâcher (9) qui est plus épais que le reste de l'élément
de plaquette (2), qui est saillant sur l'élément de plaquette (2) sur les deux côtés
de celui-ci et qui n'est placé que dans chacune des deux parties latérales (6, 7)
de l'élément de plaquette en forme globale de lemniscate qui sont situées lors de
l'utilisation dans la région de la commissure des lèvres.
2. Tétine d'apaisement selon la revendication 1, caractérisée en ce que la matière du
bourrelet est un caoutchouc au silicone, du latex ou une matière analogue à du caoutchouc.
3. Tétine d'apaisement selon la revendication 2, caractérisée en ce que la matière du
bourrelet a une dureté Shore A comprise entre 30 et 90.
4. Tétine d'apaisement selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que la
matière du bourrelet est placée de manière inamovible sur l'élément de plaquette (2
; 22 ; 32).
5. Tétine d'apaisement selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que la
matière du bourrelet est venue d'injection sur la matière de l'élément de plaquette
(2 ; 22 ; 32).
6. Tétine d'apaisement selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que la
matière du bourrelet a subi une réticulation intramoléculaire avec la matière de l'élément
de plaquette (2 ; 22 ; 32).
7. Tétine d'apaisement selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que la
matière du bourrelet est collée à l'élément de plaquette (2 ; 22 ; 32).
8. Tétine d'apaisement selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que la
matière du bourrelet est soudée à l'élément de plaquette (2 ; 22 ; 32).
9. Tétine d'apaisement selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que la
matière du bourrelet est fixée mécaniquement et/ou par complémentarité de formes à
l'élément de plaquette (2 ; 22 ; 32).
10. Tétine d'apaisement selon la revendication 9, caractérisée en ce que des zones de
matière (10) passent par des trous (5) prévus dans l'élément de plaquette (2 ; 22
; 32), par exemple des trous de respiration de secours ou des trous de séchage par
l'air, pour la fixation de la matière du bourrelet à l'élément de plaquette (2 ; 22
; 32).
11. Tétine d'apaisement selon la revendication 9 ou 10, caractérisée en ce que des trous
de fixation (11) sont prévus dans l'élément de plaquette (2 ; 22 ; 32) à proximité
de son bord extérieur pour la fixation de la matière du bourrelet à l'élément de plaquette
(2 ; 22 ; 32) et des entretoises de matière (12) passent dans ces trous de fixation
(11).
12. Tétine d'apaisement selon la revendication 9, caractérisée en ce que la matière du
bourrelet est fixée à l'élément de plaquette (2 ; 22 ; 32) par rivetage ou vissage.
13. Tétine d'apaisement selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisée en ce que
le bourrelet à mâcher (9 ; 29 ; 39) consiste en un corps creux empli de liquide.
14. Tétine d'apaisement selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisée en ce que
le bourrelet à mâcher (9 ; 29 ; 39) a une section sensiblement circulaire d'un diamètre
compris entre 3 mm et 7 mm.