[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Abfüllen von Schüttgut in Säcke nach dem
Oberbegriff des Patentanspruches 1 und eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens
nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 7.
[0002] Es ist bekannt, Schüttgut in Foliensäcke abzufüllen, wobei es üblich ist, das Schüttgut
vor bzw. während der Abfüllung mittels geeigneter Wägeeinrichtungen abzuwiegen und
dann mit einem vorbestimmten Gewicht in einen Sack abzufüllen und diesen Sack anschließend
zu verschließen. Beim Abfüllvorgang ist es meist unvermeidlich, daß in den abzufüllenden
Sack auch Luft mit eingeschlossen wird, so daß der abgefüllte und verschlossene Sack
nicht nur mit dem Produkt, also dem Schüttgut, gefüllt ist, sondern zusätzlich auch
mit Luft. Dies führt zum einen dazu, daß aufgrund des zusätzlichen Luftvolumens das
Sackvolumen größer ist als das Volumen des eigentlichen Produktes, was die Transport-
und Lagerfähigkeit entsprechend verschlechtert. Wesentlich verschlechtert wird zum
anderen dadurch aber auch die Handhabbarkeit, insbesondere die Palettierbarkeit derartiger
Säcke.
[0003] Es ist deshalb üblich, derartige mit Schüttgut abgefüllte und verschlossene Säcke
zwecks Nachentlüftung wenigstens bereichsweise zu perforieren, wobei die Größe der
Perforationsöffnungen selbstverständlich wesentlich geringer gewählt ist als der Partikeldurchmesser
des Schüttgutes, um zum einen die Festigkeit des Sackes nicht nennenswert zu beeinträchtigen
und zum anderen ein Austreten von Partikeln zuverlässig zu verhindern. Wird ein derartig
perforierter bzw. "genadelter" Sack nachfolgend transportiert oder gestapelt, kann
im Sack befindliche Luft durch die Perforationsöffnungen austreten.
[0004] Diese bekannte Art der Entlüftung bzw. Nachentlüftung derartiger Säcke ist für manche
Schüttgüter ausreichend, für viele, z.B. hygroskopische Schüttgüter, wie beispielsweise
Caprolactam-Flakes (ein schuppenförmiges Zwischenerzeugnis der Nylonproduktion), jedoch
nicht akzeptabel. Derartige Produkte können nämlich beeinträchtigt bzw. sogar unbrauchbar
werden, wenn sie Feuchtigkeit aus der Umgebung aufnehmen, die durch die Perforationsöffnungen
in den Sack eintreten kann. Für derartige Produkte ist somit das bekannte Nachentlüftungsverfahren
nicht geeignet.
[0005] Ein Verfahren mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Patentanspruches 1 und eine
Vorrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Patentanspruches 7 ist aus DE-A-7
610 302 bekannt. Bei diesem Verfahren wird nach dem bereichsweisen Perforieren des
Sackes im Sack enthaltene Luft durch die Perforierung hindurch abgesaugt und nachfolgend
der Sack im Bereich der Perforierung wieder dicht verschlossen. Die Perforierung und
Absaugung erfolgt dabei mit Hilfe eines glockenartigen Saugkopfes, in den bewegliche
Perforationsnadeln integriert sind. Zur Durchführung der Perforierung und der nachfolgenden
Absaugung wird der Saugkopf auf die Sackoberfläche abgesenkt und liegt mit seinem
umlaufenden Rand auf der Sackoberfläche auf und umgibt somit den zur perforierenden
Bereich, so daß ein luftdichter Abschluß des glockenförmigen Saugkopfes gewährleistet
ist und zwangsläufig mit diesem Randbereich die Sackoberfläche festgehalten wird,
um ein einwandfreies Absaugen zu ermöglichen. Um zu verhindern, daß die innerhalb
des Saugkopfes befindliche Sackfläche mit angesaugt wird und eine einwandfreie Luftabsaugung
beeinträchtigt, ist innerhalb des Saugkopfes ein Abweiser oder eine luftdurchlässige
Platte vorgesehen. In der Praxis hat sich herausgestellt, daß es bei einer solchen
Lösung dazu kommen kann, daß der Sackbereich beim Perforieren beschädigt wird, so
daß nachfolgend keine einwandfreie Luftabsaugung gewährleistet ist.
[0006] Aus US-Re-30 398 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung bekannt, bei dem mit einem
kompressiblen Material, z.B. Fiberglasisolierwolle, gefüllte Kunststoffbeutel nach
dem Verschließen auf eine zungenförmige, als Mulde ausgebildete Vakuumkammer gelegt
werden. Durch das Vakuum wird das Beutelmaterial in Öffnungen hineingesaugt, die sich
in der Vakuumkammer befinden, so daß es schließlich durch mehrere scharfkantige Klingen
aufgeschlitzt wird, die verschoben werden können, um die Schlitze zu vergrößern. Durch
diese vergrößerten Schlitze wird über die Vakuumkammer die in dem Beutel befindliche
Luft abgesaugt. Wenn der Beutel ausreichend komprimiert ist, wird eine Umverpackung,
die z.B aus einem mehrlagigen Papiersack bestehen kann, von einem Bedienungsmann über
den auf der Kammer aufliegenden Beutel übergestülpt. Bei diesem Verfahren wird offensichtlich
der verpackte Sack stark beschädigt, so daß eine weitere Umverpackung erforderlich
ist.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Abfüllen von
Säcken zu schaffen, um einwandfrei abgefüllte Säcke zu erhalten, die nahezu luftfrei
sind, d.h. nur mit Schüttgut gefüllt sind, ohne daß dabei eine Beschädigung der Säcke
beim Perforationsvorgang erfolgt.
[0008] Diese Aufgabe wird mit einem Verfahren der eingangs bezeichneten Art durch die Merkmale
des kennzeichnenden Teils des Patentanspruches 1 gelöst.
[0009] Mit dieser Verfahrensführung ist es möglich, ohne Schädigung des Produktes bzw. Schüttgutes
eine Entlüftung des mit Schüttgut abgefüllten Sackes zu erreichen, wobei selbstverständlich
die Verfahrensschritte des Perforierens, Absaugens und des Verschließens kurz nacheinander
durchgeführt werden. Es werden somit abgefüllte Schüttgutsäcke erreicht, die gegenüber
bekannten Perforations- bzw. Nadelungsverfahren aufgrund des Absaugens nahezu vollständig
entlüftet werden, wobei durch das anschließende Wiederverschließen zuverlässig gewährleistet
ist, daß ein dicht verschlossener und gut geformter Schüttgutsack zur Verfügung steht.
[0010] Durch das gezielte Niederdrücken des zu perforierenden Sackbereiches ist sicher gewährleistet,
daß beim Perforieren der Sackbereich nicht beschädigt wird, da dieser durch den Niederhalter
flächig glattgedrückt wird, außerdem wird eine Beschädigung auch beim Herausziehen
der Perforationsnadeln vermieden, die Perforationsöffnungen können sich beim Herausziehen
der Nadeln auch nicht wieder verschließen, so daß nachfolgend eine einwandfreie Absaugung
gewährleistet ist.
[0011] Vorzugsweise ist vorgesehen, daß ein Sack aus Kunststoffolie, insbesondere Polyethylen,
eingesetzt wird, dessen perforierter Bereich durch Aufkleben eines Folienstückes verschlossen
wird, wobei vorzugsweise als Folienstück ein selbstklebendes Kunststoffetikett eingesetzt
wird. Da üblicherweise ohnehin derartige abgefüllte Säcke mit einem Etikett versehen
werden, wird durch die Notwendigkeit des Verschließens des perforierten Bereiches
nach dem Absaugen durch das Aufbringen des Etikettes, das gleichzeitig als dichter
Verschluß dient, kein zusätzlicher Verfahrensschritt erforderlich, der den gesamten
Abfüllvorgang verzögern würde.
[0012] Werden hochwertige Schüttgüter abgefüllt, beispielsweise Caprolactam, und läßt es
sich nicht vermeiden, daß auch Produktstaub mit abgesaugt wird, ist vorzugsweise vorgesehen,
daß das aus dem Sack abgesaugte Luft-Staub-Gemisch zur Produktrückgewinnung aufgearbeitet
wird. So kann zur Absaugung beispielsweise eine sogenannte Wasserringpumpe eingesetzt
werden, mittels welcher das abgesaugte Luft-Staub-Gemisch in Wasser gelöst und dann
einer Produktaufarbeitung zugeführt wird.
[0013] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß der abgefüllte, entlüftete
und wieder verschlossene Sack anschließend in einen zusätzlichen Außensack aus Papier,
Polypropylen oder dgl. eingefüllt wird. Durch eine solche zusätzliche Umverpackung
wird eine noch wesentlich stabilere Verpackungseinheit zur Verfügung gestellt, wobei
durch das erfindungsgemäße Entlüftungsverfahren sichergestellt ist, daß der das Schüttgut
aufnehmende Innensack bei vorgegebenem Gewicht ein nahezu exakt vorherbestimmbares,
reproduzierbares Volumen aufweist, an das der Außensack exakt angepaßt werden kann,
so daß der Außensack nach Art einer Wurstpelle sehr eng am Innensack anliegt und insgesamt
eine sehr stabile Verpackungseinheit gebildet wird.
[0014] Bei Verwendung eines zusätzlichen Außensackes ist vorteilhaft vorgesehen, daß der
Außensack nach dem Einfüllen des Innensackes insbesondere durch Vernähen verschlossen
wird. Beim Anwender können dann der Innen- und der Außensack mühelos wieder sortenrein
getrennt werden und die einzelnen Verpackungsbestandteile (Innensack und Außensack)
können dann getrennt entsorgt bzw. recycelt werden.
[0015] Zur Lösung der eingangs gestellten Aufgabe sieht die Erfindung auch eine Vorrichtung
mit den Merkmalen des Patentanspruches 7 vor.
[0016] Diese Vorrichtung kann in zusätzlicher vorteilhafter Ausgestaltung außerdem eine
Umsackeinrichtung aufweisen.
[0017] Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichung beispielsweise näher erläutert.
Diese zeigt in
- Fig. 1
- in Seitenansicht in vereinfachter prinzipieller Darstellung eine Sackentlüftungsvorrichtung
zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens während des Perforierens eines Sackes,
- Fig. 2
- die Vorrichtung nach Fig. 1 während des Absaugens,
- Fig. 3
- die Vorrichtung nach Fig. 1 und 2 während des dichten Wiederverschließens und
- Fig. 4
- ebenfalls in Seitenansicht in verkleinertem Maßstab eine Sackentlüftungsvorrichtung
nach Fig. 1 mit einer nachgeordneten Umsackvorrichtung.
[0018] In der Zeichnung ist allgemein eine Sackentlüftungsvorrichtung mit 1 bezeichnet.
Diese Sackentlüftungsvorrichtung weist zunächst eine mit 2 bezeichnete Transporteinrichtung
auf, welche beispielsweise als Gurtförderer ausgebildet sein kann. Auf dieser Transporteinrichtung
2 werden vorzugsweise liegend mit Schüttgut in einer vorgeschalteten Abfüllanlage
abgefüllte und verschlossene Säcke 3 nacheinander angefördert. Dabei bestehen diese
Säcke 3 vorzugsweise aus einem Polyethylenfolienschlauch und sind in der vorgeschalteten
Abfüllanlage mit einem Schüttgut, vorzugsweise mit einem hygroskopischen Produkt,
mit einem exakt abgewogenen Gewicht befüllt worden.
[0019] Die Sackentlüftungsvorrichtung 1 weist darüber hinaus oberhalb der Transporteinrichtung
2 eine Perforationseinrichtung 4, eine Absaugeinrichtung 5 und eine Etikettiereinrichtung
6 auf.
[0020] Die Perforationseinrichtung 4 weist vorzugsweise an einer plattenförmigen Scheibe
eine Mehrzahl von Perforationsnadeln 7 auf und ist über eine nicht dargestellte Kolben-/Zylindereinheit
oder dgl. an einem vertikal beweglichen Träger angeordnet, wobei die Kolben-/Zylindereinheit
die Perforationseinrichtung 4 in Vertikalrichtung verfahrbar macht. Der Perforationseinrichtung
4 ist ein Niederhalter 8 zugeordnet, welcher vorzugsweise in Anpassung an die Gestaltung
der Perforationseinrichtung scheibenförmig ausgebildet ist und mit Durchtrittsöffnungen
versehen ist, derart, daß die Perforationsnadeln 7 durch diese Öffnungen hindurch
durch den Niederhalter 8 hindurchgeführt werden können. Dieser Niederhalter 8 kann
an dem Träger fest angeordnet oder gegenüber diesem ebenfalls in Vertikalrichtung
über eine Kolben-/Zylindereinheit bewegbar angeordnet sein.
[0021] Wird nun auf der Transporteinrichtung 2 liegend ein abgefüllter Sack 3 zugeführt,
so wird die Transporteinrichtung 2 angehalten und es wird zunächst der Niederhalter
8 der Perforationseinrichtung 4 in Richtung des Pfeiles 9 vertikal nach unten derart
bewegt, daß der Niederhalter 8 fest drückend auf der zugeordneten Seitenfläche des
Sackes 3 aufliegt und somit unterhalb des Niederhalters an der Kontaktfläche zum Sack
3 eine glatte Auflagefläche bildet. Anschließend wird die Perforationseinrichtung
4 betätigt, d.h. die Perforationsnadeln 7 werden in Richtung des Pfeiles 9 durch den
Niederhalter 8 hindurch in den Sack 3 gedrückt, wobei entsprechend der Bereich der
Sackwand perforiert wird. Anschließend werden die Perforationsnadeln 7 aus dem Sack
wieder herausgezogen, wobei jedoch der Niederhalter 8 noch im Druckkontakt mit der
Sackwand verbleibt.
[0022] Nachfolgend wird dann auch der Niederhalter 8 vom Sack 3 abgehoben und der Sack 3
wird dann so positioniert, daß sich der entstandene perforierte Bereich exakt unterhalb
der Absaugeinrichtung 5 befindet. Dies kann dadurch geschehen, daß entweder der Sack
3 von der Transporteinrichtung 2 unter die Absaugeinrichtung 5 gefördert wird oder,
wie dies Fig. 2 zeigt, die Absaugeinrichtung 5 entsprechend in Horizontalrichtung
verschoben wird. Diese Absaugeinrichtung 5, von der nur ein faltenbalgartiger Saugrüssel
dargestellt ist, wird anschließend in geeigneter Weise auf den perforierten Bereich
der Sackwand des Sackes 3 aufgedrückt und anschließend wird eine mit dem Saugrüssel
verbundene Pumpe oder dgl. derart betätigt, daß in Richtung der Pfeile 10 Luft aus
dem Sack 3 abgesaugt wird.
[0023] Wenn es sich um ein hochwertiges Schüttgut im Sack 3 handelt, beispielsweise Caprolactam,
wird das aus dem Sack 3 abgesaugte Luft-Staub-Gemisch vorzugsweise einer Produktaufarbeitung
zugeführt, was im einzelnen nicht dargestellt ist.
[0024] Während des Absaugens (Fig. 2) wird bereits von einem Etikettvorrat (Rollen 11,12)
ein Kunststoffetikett 13 oder dgl. in den Bereich der Etikettiereinrichtung 6 geführt,
welche beispielsweise als Vakuumsaugplatte ausgebildet ist. Dabei sind auf der Vorratsrolle
11 nacheinander auf einem Substrat 20 eine Vielzahl von Etiketten 13 angeordnet, welche
nacheinander in einem Bereich 21 vom Substrat 20 abgeschert bzw. abgelöst und der
Etikettiereinrichtung 6 zugeführt werden.
[0025] Nach dem Absaugen des Luft-Staub-Gemisches aus dem Sack 3 mittels der Absaugeinrichtung
5 wird der perforierte Bereich der Sackwand des Sackes 3 sofort in den Bereich unter
die Etikettiereinrichtung 6 befördert, wie dies Fig. 3 zeigt. Dies kann wiederum dadurch
geschehen, daß entweder die Transporteinrichtung 2 betätigt wird oder wie dies in
Fig. 3 dargestellt ist, die Etikettiereinrichtung 6 zusammen mit der Absaugeinrichtung
5 und der Perforationseinrichtung 4 horizontal nach links verschoben werden. Die Etikettiereinrichtung
6 bzw. Saugplatte hat inzwischen ein Etikett 13 angesaugt, wobei das Etikett 13 auf
der dem Sack 3 zugewandten Seite vorzugsweise mit einer selbstklebenden Beschichtung
versehen ist. Die Etikettiereinrichtung 6 wird nun mit dem Etikett 13 vertikal nach
unten auf den perforierten Bereich des Sackes 3 aufgedrückt und aufgeklebt, so daß
der Sack 3 wieder dicht verschlossen und gleichzeitig mit einem Etikett versehen ist.
[0026] Wie dies Fig. 4 zeigt, kann vorteilhaft auch vorgesehen sein, daß ein entsprechend
entlüfteter und wieder verschlossener Sack 3 nachfolgend noch in einen Außensack eingefüllt
wird, wozu der Sackentlüftungsvorrichtung 1 eine Umsackvorrichtung 14 nachgeschaltet
ist. Diese Umsackvorrichtung 14 weist zunächst eine aufsteigende Transporteinrichtung
15 auf, welche in Transportrichtung gesehen hinter der Transporteinrichtung 2 angeordnet
ist und vorzugsweise ebenfalls als Gurtförderer ausgebildet ist. Diese Transporteinrichtung
15 endet im Bereich der Umsackvorrichtung 14 im Bereich von vorzugsweise zwei gegeneinander
verfahrbaren Klemmgurtförderern 16, welche einen von der Transporteinrichtung 15 angeförderten
Sack 3 aufnehmen können. Diese Klemmgurtförderer 16 sind um eine Horizontalachse in
Richtung des Pfeiles 17 derart schwenkbar, daß der ergriffene Sack 3 in aufrechter
Position senkrecht gestellt werden kann. Unterhalb dieser Klemmgurtförderer 16 ist
in der Umsackvorrichtung 14 ein Außensackhalter 18 vorgesehen, in welchem jeweils
ein oben offen gehaltener Außensack 19 angeordnet wird, in den von den Klemmgurtförderern
16 der jeweils ergriffene Sack 3 eingegeben wird. Dies geschieht beispielsweise dadurch,
daß der Antrieb der Klemmgurtförderer 16 reversiert wird oder daß die Klemmgurtförderer
16 auseinandergefahren werden und somit den Sack 3 freigeben. Als Außensack 19 wird
beispielsweise ein Umsack aus Papier oder Polypropylen-Bändchengewebe eingesetzt.
[0027] Da die der Umsackvorrichtung 14 zugeführten Säcke 3 nahezu vollständig entlüftet
worden sind und somit nur mit dem Schüttgut mit einem bestimmten Gewicht gefüllt sind,
ist das Volumen des jeweiligen Sackes 3 exakt und reproduzierbar vorgegeben, so daß
Außensäcke verwendet werden können, die so dimensioniert sind, daß der Innensack 3
jeweils genau in den Außensack hineinpaßt, derart, daß der Außensack 19 eng am Innensack
3 anliegt und somit eine besonders stabile Verpackungseinheit bildet.
1. Verfahren zum Abfüllen von Schüttgut in Säcke, bei dem Schüttgut in der gewünschten
Menge in einen Sack (3) abgefüllt, der Sack (3) verschlossen und anschließend bereichsweise
perforiert wird, wobei der Außenrand des zu perforierenden Bereiches des Sackes (3)
beim Perforieren festgehalten und nach dem Perforieren im Sack (3) enthaltene Luft
durch die Perforierung hindurch abgesaugt und nachfolgend der Sack (3) im Bereich
der Perforierung wieder dicht verschlossen wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf den gesamten zu perforierenden Bereich des Sackes (3) flächig von einem scheibenförmigen
Niederhalter (8) gedrückt wird, anschließend Perforationsnadeln (7) durch entsprechend
angeordnete Aussparungen im Niederhalter (8) in den zu perforierenden Bereich des
Sackes (3) hineingedrückt und nachfolgend wieder herausgezogen werden und erst dann
der Niederhalter (8) wieder vom Sack (3) gelöst wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Sack (3) aus Kunststoffolie eingesetzt wird, dessen perforierter Bereich durch
Aufkleben eines selbstklebenden Kunststoffetiketts (13) verschlossen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Etikett (13) eingesetzt wird, das aus dem gleichen Material wie der Sack (3)
besteht.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder einem der folgenden,
dadurch gekennzeichnet,
daß das aus dem Sack (3) abgesaugte Luft-Staub-Gemisch zur Produktrückgewinnung aufgearbeitet
wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 oder einem der folgenden,
dadurch gekennzeichnet,
daß der abgefüllte, entlüftete und wieder verschlossene Sack (3) anschließend in einen
zusätzlichen Außensack aus Papier, Polypropylen od. dgl. eingefüllt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Außensack nach dem Einfüllen des Innensackes, insbesondere durch Vernähen,
verschlossen wird.
7. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 6 mit einer Transporteinrichtung (2) für Säcke (3) und einer Perforationseinrichtung
(4), die Perforationsnadeln (7) und Mittel zum Festhalten des Außenrandes des zu perforierenden
Bereiches des Sackes (3) beim Perforieren aufweist, wobei der Perforationseinrichtung
(4) mittels der Transporteinrichtung (2) Säcke (3) zuführbar sind und der Perforationseinrichtung
(4) eine Absaugeinrichtung (5) und eine Etikettiereinrichtung (6) zugeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Mittel zum Festhalten des Außenrandes des zu perforierenden Bereiches des
Sackes (3) als auf den gesamten zu perforierenden Bereich des jeweiligen Sackes (3)
aufdrückbarer scheibenförmiger Niederhalter (8) ausgebildet sind, der derart mit Öffnungen
versehen ist, daß die Perforationsnadeln (7) durch diese hindurchführbar sind, wenn
der Niederhalter (8) flächig auf den zu perforierenden Bereich des Sackes (3) gedrückt
ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß diese zusätzlich eine Umsackeinrichtung (14) aufweist.
1. A method of filling bags with bulk material, in which a bag (3) is filled with the
desired amount of bulk material, the bag (3) is closed and then perforated in a region-wise
manner, wherein the outer edge of the region of the bag (3) to be perforated is held
fast in the perforation operation and after the perforation operation air contained
in the bag (3) is sucked away through the perforation and then the bag (3) is sealingly
closed again in the region of the perforation, characterised in that pressure is applied
to the entire region of the bag (3) to be perforated, over the surface thereof, by
a plate-shaped hold-down means (8), then perforation needles (7) are urged through
suitably arranged openings in the hold-down means (8) into the region of the bag (3)
to be perforated and are then withdrawn again and it is only then that the hold-down
means (8) is released from the bag (3) again.
2. A method according to claim 1 characterised in that a bag (3) of plastics sheet is
used, the perforated region thereof being closed by sticking on a self-adhesive plastics
label (13).
3. A method according to claim 2 characterised in that a label (13) which comprises the
same material as the bag (3) is used.
4. A method according to claim 1 or one of the following claims characterised in that
the air-dust mixture which is sucked out of the bag (3) is processed for product recovery
purposes.
5. A method according to claim 1 or one of the following claims characterised in that
the filled, evacuated and re-closed bag (3) is then introduced into an additional
outer bag of paper, polypropylene or the like.
6. A method according to claim 5 characterised in that the outer bag is closed after
introduction of the inner bag, in particular by sewing.
7. Apparatus for carrying out the method according to one or more of claims 1 to 6 having
a transport device (2) for bags (3) and a perforation device (4) which has perforation
needles (7) and means for holding fast the outer edge of the region of the bag (3)
to be perforated in the perforation operation, wherein bags (3) can be fed to the
perforation device (4) by means of the transport device (2) and a suction removal
device (5) and a labelling device (6) are associated with the perforation device (4),
characterised in that the means for holding fast the outer edge of the region of the
bag (3) to be perforated are in the form of a plate-shaped hold-down means (8) which
can be pressed on to the entire region to be perforated of the respective bag (3)
and which is provided with openings in such a way that the perforation needles (7)
can be passed through same when the hold-down means (8) is pressed on to the region
of the bag (3) to be perforated over the surface thereof.
8. Apparatus according to claim 7 characterised in that it additionally has a re-bagging
device (14).
1. Procédé pour remplir des sacs avec un matériau en vrac, selon lequel on remplit un
sac (3) avec la quantité désirée de matériau en vrac, on ferme le sac (3) et ensuite
on le perfore par endroits, et selon lequel le bord extérieur de la partie à perforer
du sac (3) est maintenu fermement lors de l'opération de perforation et, après l'opération
de perforation, l'air contenu dans le sac (3) est aspiré à travers les perforations
et le sac (3) est ensuite fermé de façon étanche dans la zone des perforations, caractérisé
en ce qu'on applique un dispositif de serrage en forme de disque (8) à plat sur l'ensemble
de la partie à perforer du sac (3), qu'ensuite on enfonce des aiguilles de perforation
(7) dans la partie à perforer du sac (3), à travers des ouvertures disposées de façon
correspondante dans le dispositif de serrage (8) et qu'on les retire ensuite à nouveau
et qu'ensuite seulement on détache à nouveau le dispositif de serrage (8) du sac (3).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on utilise un sac (3) formé
d'une feuille de matière plastique, dont la partie perforée est fermée par collage
d'une étiquette de matière plastique auto-adhésive (13).
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'on utilise une étiquette (13),
qui est constituée du même matériau que le sac (3).
4. Procédé selon la revendication 1 ou l'une des suivantes, caractérisé en ce qu'on traite
le mélange air-poussière, aspiré à partir du sac (3), pour une récupération de produit.
5. Procédé selon la revendication 1 ou l'une des suivantes, caractérisé en ce qu'on introduit
ensuite le sac (3), qui est rempli, désaéré et à nouveau fermé, dans un sac extérieur
supplémentaire en papier, en polypropylène ou analogue.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce qu'on ferme le sac extérieur,
notamment au moyen d'une couture après l'introduction du sac intérieur.
7. Dispositif pour la mise en oeuvre du procédé selon une ou plusieurs des revendications
1 à 6, comportant un dispositif de transport (2) pour des sacs (3), qui comporte des
aiguilles de perforation (7) et des moyens pour maintenir fermement le bord extérieur
de la partie à perforer du sac (3) lors de l'opération de perforation, et dans lequel
des sacs (3) peuvent être amenés au dispositif de perforation (4) à l'aide du dispositif
de transport (2), et un dispositif d'aspiration (5) et un dispositif d'étiquetage
(6) sont associés au dispositif de perforation (4), caractérisé en ce que
les moyens pour maintenir fermement le bord extérieur de la partie à perforer du
sac (3) sont agences sous la forme d'un dispositif de serrage en forme de disque (8)
pouvant être serré sur l'ensemble de la partie à perforer du sac respectif (3) et
qui est équipé d'ouvertures de telle sorte que les aiguilles de perforation (7) peuvent
traverser ces ouvertures lorsque le dispositif de serrage (8) est repoussé à plat
sur la partie à perforer du sac (3).
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que le dispositif comporte
en outre un dispositif d'application de sac (14).