(19)
(11) EP 0 695 839 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
14.10.1998  Patentblatt  1998/42

(21) Anmeldenummer: 95111912.2

(22) Anmeldetag:  28.07.1995
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6E04D 1/30, E04D 1/04, F24F 7/02

(54)

Längsverfalzte Dacheindeckungsplatte zur Entlüftung eines darunterliegenden Dachraumes

Curved roof covering slab or tile for ventilating an attic

Plaque ou tuile de couverture ondulée pour ventiler des combles


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE

(30) Priorität: 01.08.1994 DE 4427066

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
07.02.1996  Patentblatt  1996/06

(73) Patentinhaber: Dachziegelwerke Nelskamp
46514 Schermbeck (DE)

(72) Erfinder:
  • Nelskamp, Karl-Heinz
    D-46514 Schermbeck (DE)

(74) Vertreter: Eichelbaum, Lambert, Dipl.-Ing. 
Krüppeleichen 6
45659 Recklinghausen
45659 Recklinghausen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 432 784
CH-A- 373 166
DE-U- 8 308 864
FR-A- 2 250 006
NL-C- 41 707
EP-A- 0 585 737
DE-C- 660 542
FR-A- 891 624
FR-A- 2 523 187
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine längsverfalzte Dacheindeckungsplatte gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0002] In der DE-U-83 08 864 ist eine Dacheindeckungsplatte zur Entlüftung offenbart, deren Deckfalzbereich als Erhebung derart ausgebildet ist, daß zwischen dieser Deckfalzerhebung und dem überdeckten Seitenfalz der benachbarten Dacheindeckungsplatte ein Lüftungsspalt frei bleibt, der vom Dachinnenraum ausgeht und in die Außenatmosphäre mündet. In den Entlüftungsspalt ist ein Lüftungsgitter eingesetzt, welches jedoch nicht in allen Fällen erforderlich sein soll. Form und Material dieses Lüftungsgitters können zahlreiche Abwandlungen erfahren, wobei das Lüftungsgitter auch ein vom Deckfalz nach unten stehender, Schlitze aufweisender Lappen des Ziegels sein kann.

    [0003] Das Lüftungsgitter und der nicht näher beschriebene Lappen sind mit dem Nachteil behaftet, daß diese Dacheindeckungsplatte aufgrund der Erhebung im Deckfalzbereich völlig von der Querschnittsform der benachbarten, nicht zur Belüftung bestimmten Dacheindeckungsplatte abweicht und damit die Optik des Daches in auffälliger Weise beeinträchtigt, nämlich durch die zahlreichen Buckel der Erhebungen. Bei bestimmten Windrichtungen entsteht im nicht bezeichneten Lüftungsspalt ein Staudruck, der die Belüftung zunichte macht. Insofern ist die Belüftung nur bei bestimmten Windrichtungen wirksam. Sämtliche Windrichtungen hingegen in Richtung auf den Lüftungsspalt führen stets zu einem Staudruck unterschiedlicher Größe.

    [0004] Bei einer weiteren bekannten Dacheindeckungsplatte gemäß der EP-A-0 432 784 weisen zwei Deckfalzrippen an ihren beiden Enden Erhöhungen auf, um den dazwischen liegenden Teil frei schwebend zu gestalten und damit konkave Verkrümmungen des Deckfalzteiles aufgrund des Fertigungsprozesses auffangen zu können. Wie aus der den Idealfall des Einbaus darstellenden Fig. 3 hervorgeht, ist der Höhenunterschied zwischen den frei schwebenden Erhöhungen und den Auflagerflächen der Nuten derartig gering, daß er einen hohen Strömungswiderstand bildet, so daß eine erwähnenswerte Entlüftung nicht stattfindet. Da die Deckfalzrippen frei verschieblich in den Nuten sind, kann der Spalt von Fig. 3 bei der Verlegung der Falzziegel auch geschlossen werden, so daß aus dem Spalt ein Luftaustritt nicht mehr möglich ist. In jedem Fall wäre bei dieser Dacheindeckungsplatte eine Lüftung rein zufällig und geht nicht über die Lüftungsmöglichkeiten herkömmlicher Ziegel aufgrund herstellungstechnischer oder einbautechnisch bedingter Fehler hinaus. Eine definierte Lüftung ist nicht offenbart.

    [0005] Aus der EP-A-0 585 737 ist eine Dacheindeckungsplatte mit einer Überlauföffnung offenbart, um einen Strömungskanal für eindringenden Niederschlag oder Kondenswasser von der Unterseite des daraufliegenden Ziegels auf die Sichtseite dieses Ziegels in dessen Mittelfeld zu leiten. In diesem Zusammenhang werden zwei zinnenartige Ausklinkungen einer Fortsetzungsrippe beschrieben, weil diese angeblich u.a. Entlüftungsöffnungen für eine bessere Ventilation des Überlaufes bilden. Diese Ausklinkungen oder genauer gesagt diese Vertiefungen erfüllen als einzigen Zweck, einen Wasserstau in Höhe der Wasserdurchtrittsöffnung des Überlaufes zu verbessern, falls an dieser Stelle ein Wasserstau auftreten sollte. Aus diesem Grunde soll diese Überlauföffnung auch eine Düsenöffnung sein. Dem Fachmann dieser Druckschrift geht es nur und ausschließlich um die Schaffung einer Dacheindeckungsplatte, die derartig dicht vor eindringendem Niederschlag in Form von Regen, Schnee oder Graupel verlegt werden kann, daß die Dachneigung von 22° unterschritten werden kann. Eine effektive Belüftung ist nicht offenbart.

    [0006] Eine weitere bekannte Dacheindeckungsplatte (s. EISENBERGER Doppelfalzziegel, Modell E 20) weist an der Stirnseite ihres Fußes eine siebartige Anformung auf, bei dem der Luftdurchtrittsbereich aus den Sieböffnungen besteht. Diese Dacheindeckungsplatte zur Entlüftung ist mit dem Nachteil behaftet, daß bei etwa senkrechter und auch bei schräger Anströmung des Dachfirstes an den siebartigen Öffnungen ein Staudruck entsteht, der eine Belüftung des darunterliegenden Dachraumes entweder behindert oder gar vereitelt. Den besten Lüftungseffekt erreichen diese siebartigen Einsätze bei einem Unterdruck, wie er beispielsweise auf der Leeseite aufgrund einer Strömungsablösung in der Nähe des Firstes entsteht. Ganz Entsprechendes gilt für den Lüfterziegel des Hohl-Ziegel-Programms der Anmelderin mit angeformten gaubenartigen Spaltsieben und für die Lüfterziegel mit Gitter TRADI 13 und RENOV 13 der Tonwarenfabrik Laufen AG. CH-4242 Laufen und die Lüfterziegel Z-2000 der Tonwerke Kandern GmbH, D-79400 Kandern mit separaten gitter- und siebförmigen Einsätzen.

    [0007] Weiterhin ist aus einem Prospektblatt "Betondachsteine" der Anmelderin ein Betondachstein zur Entlüftung bekannt, der an seinem Mittelfalz mit einer in einer Durchbrechung eingefügten Hauben-Entlüftung aus Kunststoff versehen ist.

    [0008] Dieser Betondachstein-Entlüfter ist zwar weitgehend unabhängig von der Luftanströmrichtung, jedoch mit dem Nachteil einer mehrteiligen, komplizierten Form sowie einer unangenehmen optischen Auffälligkeit behaftet, da der Kunststoffeinsatz über die Fläche der Dacheindeckungsplatten hinausragt und einen inhomogenen optischen Eindruck hinterläßt.

    [0009] Und schließlich ist ein Lüfterziegel aus dem Prospekt "Lüfterziegel" der Firma Laufen bekannt, der eine Überhöhung an seinem Fußende aufweist und mit einer Durchbrechung über nahezu die gesamte Breite seines Fußes versehen ist, in welche ein siebartiger Einsatz eingesetzt ist. Dieser siebartige Einsatz ragt mit seiner Unterseite zur Abhaltung von eindringenden Niederschlägen relativ weit unterhalb der Unterseite in Richtung auf die Kopfseite, was wiederum den Strömungsweg und der abzuführenden Luft aus dem Dachraum verlängert und höhere Druckverluste bewirkt. Insbesondere bei flachen Dächern kann bei entsprechend auf der Luvseite anstehendem Staudruck gleichwohl Niederschlagwasser eindringen. Zwar weist dieser Lüfterziegel eine für ein Ablösungsvorgang günstige Prallfläche auf, ist jedoch mit dem Nachteil eines einzusetzenden Unterteils aus Polypropylenkunststoff oder Metall behaftet.

    [0010] Von diesem Stand der Technik ausgehend, liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine längsverfalzte Dacheindeckungsplatte der eingangs genannten Art zur Entlüftung zu schaffen, die einerseits optisch unauffällig mit gleichen der Entlüftung dienenden Dacheindeckungsplatten, aber auch mit herkömmlichen Dacheindeckungsplatten gleicher Form verlegbar ist, weitgehend unabhängig von der Windeinfallrichtung aufgrund relativ großer Durchströmungsquerschnitte stets eine effektive Entlüftung gewährleistet und dennoch das Eindringen von Niederschlägen in den Dachraum sicher verhindert.

    [0011] Diese Aufgabe wird in Verbindung mit dem im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Gattungsbegriff erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß an der Unterseite der Deckfalzseite der Dacheindeckungsplatte mehrere voneinander beabstandete Nocken als Vorsprünge angeformt sind, und daß an der Oberseite der Wasserfalzseite der Dacheindeckungsplatte mehrere voneinander beabstandete und über die Ebene der Oberseite der Wasserfalzseite hinausragende Lagersockel angeformt sind, die jeweils quer zur Längsachse der Dacheindeckungsplatte von zwei vorstehenden Anschlagkanten begrenzt sind, wobei in eingedeckter Lage die Vorsprünge der einen Dacheindeckungsplatte auf den Lagersockeln der längsseitig angrenzenden Dacheindeckungsplatte unter Freilassung von Lüftdurchtrittsschlitzen zwischen den beiden Dacheindeckungsplatten aufsetzen.

    [0012] Durch diese Gestaltung wird abweichend vom Stand der Technik nunmehr erstmalig ein Lüftdurchtrittsbereich zwischen der Oberseite der Wasserfalzseite der einen und der Unterseite der Decktalzseite der anderen benachbarten Dacheindeckungsplatte geschaffen, der optisch nur bei besonderer Aufmerksamkeit wahrnehmbar ist. Lüftungstechnisch ist diese Anordnung mit dem unvergleichlichen Vorzug verknüpft, daß unabhängig von der Anströmrichtung der Außenluft stets ein Entlüftungseffekt aufgrund von Ablösungserscheinungen der Außenluft in der Nähe des Längsfalzes oder der als Prallkante wirkenden Fußstirnseite sichergestellt ist. Der größte Entlüftungseffekt wird bei einer Anströmung des Daches parallel zur Firstlängsachse bewirkt. Jedoch auch bei einer Anströmung senkrecht zur Firstlängsachse ist in Abhängigkeit von der Luftgeschwindigkeit ein Saugeffekt und daher eine Entlüftung des darunterliegenden Dachraumes sichergestellt, wobei zu den Ablösungserscheinungen der Luft noch ein Venturieffekt in den Kanälen zwischen Wasserfalz- und Deckfalzseite der beiden benachbarten Dacheindeckungsplatten hinzutritt.

    [0013] Ein weiterer Vorteil dieser längsverfalzten Dacheindeckungsplatte besteht darin, daß die Optik ihrer Oberfläche von einer herkömmlichen längsverfalzten Dacheindeckungsplatte der gleichen Art von einem Laien nicht oder kaum unterscheidbar und eine mehrteilige Ausführungsform entbehrlich ist, da die die Luftduchtrittsschlitze bewirkenden Vorsprünge stoffschlüssig mit der betreffenden Dacheindeckungsplatte zur Entlüftung verbunden sind und in einem Arbeitsgang bei der Pressung derartiger Dacheindeckungsplatten hergestellt werden. Durch die Längsfalze der Wasserfalzseite wird eindringender Niederschlag hermetisch an einem Eindringen in den Dachraum gehindert und unter voller Ausnutzung der eigenspezifischen Funktion der Wasserfalzseite zur Traufe hin abgeleitet.

    [0014] Es versteht sich, daß die erfindungsgemäße Dacheindeckungsplatte bei konvektiver Entlüftung infolge von Dichteunterschieden der Luft im Dachraum wegen der relativ großen Luftdurchtrittsschlitze einen besseren Entlüftungseffekt als die herkömmlichen, zum Stand der Technik beschriebenen Dacheindeckungsplatten bewirkt.

    [0015] Ferner kann die erfindungsgemäße Dacheindeckungsplatte dadurch als Firstanschlußziegel ausgebildet werden, daß ihr Kopf mit einer ebenen Auflagerfläche für den Firstziegel und mit einer parallel zur Längsachse des Firstes verlaufenden Prallkante zur Abhaltung von Niederschlägen versehen ist.

    [0016] Und schließlich läßt die erfindungsgemäße Dacheindeckungsplatte auch eine Gestaltung ihres Kopfes als PultdachAbschlußziegel zu.

    [0017] Die Auflagerflächen für die Vorsprünge werden von dem über die Ebene der Wasserfalzoberfläche hinausragenden Lagersockel gebildet, der quer zur Längsachse der Dacheindekkungsplatten von zwei vorstehenden Anschlagkanten begrenzt ist. Dadurch besteht eine Verschiebemöglichkeit und gute Anpassungsfähigkeit einer derartigen Dacheindeckungsplatte zur Entlüftung mit der jeweils benachbarten Dacheindeckungsplatte gleicher Art, wobei die Vorsprünge auf dem über die Ebene der Wasserfalzoberfläche hinausragenden Lagersockel auf einer Dacheindeckungsplatte zur Entlüftung aufsetzen.

    [0018] Aufgrund der Anschlagkanten können die Vorsprünge innerhalb eines entsprechenden Toleranzbereiches verschoben werden.

    [0019] Zwischen den Vorsprüngen, die vorteilhaft als Nocken in Form eines Pyramidenstumpfes mit quadratischer oder rechteckiger Grundfläche ausgebildet sind, befinden sich die Luftdurchtrittsbereiche in Form von Luftdurchtrittsschlitzen, die jeweils mehrere Zentimeter lang sind und daher auch in Verbindung mit der Höhe der Vorsprünge für einen günstigen Luftdurchtritt sorgen.

    [0020] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die Bereiche von Lagersockel und Anschlagkanten etwa gleich breit ausgeführt und verlaufen unter einem Neigungswinkel zwischen 0° und 30° zur Horizontalen in Richtung auf den Fuß der Dacheindeckungsplatten. Der Sinn dieser Neigung beruht darin, einfallenden Niederschlag unter seiner Schwerkraft strömungsgünstig in Richtung zur Traufe abfließen lassen zu können. Da die Vorsprünge ohnehin auf den auf einem Flächenbereich des Wasserfalzes befindlichen Lagersockeln aufsetzen, verhindert die Wasserfalzseite mit ihren erhabenen, innengelegenen und von der benachbarten Dacheindeckungsplatte verdeckten Falzkante ein Eindringen von Niederschlag in den Dachraum, was dem grundsätzlichen Zweck einer jeden Wasserfalzseite entspricht

    [0021] Jede der Dacheindeckungsplatten zur Entlüftung weist an ihrer Oberseite in Höhe ihres Kopfes eine innere und eine äußere Kopfrippe und an der Unterseite ihres Fußes eine innere und äußere Fußrippe auf, die zueinander etwa parallel verlaufen. Die innere und äußere Kopfrippe sowie die innere und äußere Fußrippe sind in ihren Kantenbereichen entweder abgerundet oder zu einer trapezoedalen Querschnittsform abgeschrägt. Um ein gunstiges Ablaufen von Niederschlag zwischen der äußeren und inneren Kopfrippe zu ermöglichen, ist die innere Kopfrippe der Wässerfalzseite benachbart mit einer Entwässerungsöffnung versehen. Ebenso ist der Wasserfalz an seinem dem Fuß der Dacheindeckungsplatte zugekehrten Ende gleichfalls mit einer Entwässerungsöffnung zur Wasserfalzseite der angrenzenden Dacheindeckungsplatte versehen. Dadurch kann eindringender Niederschlag aus dem Bereich zwischen der äußeren und inneren Kopfrippe zur Wasserfalzseite hin abgeleitet und von dort durch die dort vorhandene Entwasserungsöffnung der Wasserfalzseite in Fußnähe zur daran in Traufenrichtung sich anschließenden Dacheindeckungsplatte abströmen.

    [0022] Die erfindungsgemäße Dacheindeckungsplatte zur Entlüftung ist an ihrer Unterseite in der Nähe ihres Kopfes mit zwei vorspringenden Nasen zur Halterung an einer Dachlatte sowie in dem daran anschließenden, kurz vor den Fußrippen endenden Bereich zur Gewährleistung einer entsprechend hohen Belastbarkeit sowohl mit längs als auch mit querverlaufenden Versteifungsrippen versehen. Von der Innenseite zweier zur Längsachse parallel verlaufender Versteifungsrippen zweigen in unterschiedlichen Höhenbereichen drei querverlaufende Versfeitungsrippenpaare aufeinanderzu ab, wobei die eine längsverlaufende Versteifungsrippe unterhalb der Wasserfalzseite und die andere etwa im Mittenbereich der Unterseite angeordnet ist. Die Anordnung dieser Versteifungsrippen erfolgt jedoch nicht nur aus Festigkeitsgründen, sondern auch vor einem strömungstechnischen Hintergrund der Entlüftung, weil dadurch die Unterseite der Dacheindeckungsplatte im Bereich des Deckfalzes glatt und ohne die Enflüftungsströmung behindernde Erhabenheiten ausgebildet ist. Diesem glatten Bereich kommt daher eine widerstandsarme Luftleitfunktion für die aus dem Dachraum abzusaugende Luft zu.

    [0023] In Größe und Umfangskontur entspricht die erfindungsgemäße Dacheindeckungsplatte einer herkömmlichen Dacheindeckungsplatte und ist entweder gemeinsam mit weiteren gleichen Dacheindeckungsplatten dieser Art zur Entlüftung oder mit herkömmlichen Dacheindeckungsplatten gleicher Umfangskontur verlegbar. Diese Dacheindeckungsplatten zur Entlüftung bestehen aus Ton und werden in einem herkömmlichen Preßvorgang in entsprechenden Unter- und Oberformen hergestellt. Grundsätzlich ist es jedoch auch möglich, derartige Dacheindeckungsplatten in einem Preßverfahren mit Beton herzustellen. da die längsverfalzte Oberfläche relativ glatt und die Unterseite mit relativ flächigen, konischen Formen versehen ist.

    [0024] Mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt. Dabei zeigen:

    Fig. 1 die Draufsicht auf ein Dach, welches in der ersten Reihe in Firstnähe von Dacheindeckungsplatten zur Entlüftung und in der zweiten Reihe von normalen Dacheindeckungsplatten eingedeckt ist, während in der dritten Reihe alternierend Dacheindeckungsplatten zur Entlüftung und normale Dacheindeckungsplatten verlegt sind,

    Fig. 2 eine perspektivische Explosionsansicht dreier senkrecht zur Firstlängsachse verlegter Dacheindeckungsplatten, von denen die beiden unteren solche zur Entlüftung sind,

    Fig. 3 bis 5 die Draufsicht, die Unteransicht und die Seitenansicht einer Dacheindeckungsplatte zur Entlüftung,

    Fig. 6 eine Schnittansicht entlang der Linie VI-VI von Fig. 3,

    Fig. 7 eine Schnittansicht entlang der Linie VII-VII von Fig. 3,

    Fig. 8 eine perspektivische Draufsicht einer Dacheindeckungsplatte zur Entlüftung in einer gegenüber der Fig. 2 vergrößerten Darstellung,

    Fig. 9 eine perspektivische Ansicht in teilweisem Schnitt von zwei benachbarten Dacheindeckungsplatten zur Entlüftung und einer in Firstrichtung sich anschließenden normalen Dacheindeckungsplatte,

    Fig. 10 eine Schnittansicht entlang der Linie X-X von Fig. 9,

    Fig. 11 eine Schnittansicht entlang der Linie XI-XI von Fig. 1 durch drei benachbarte Dacheindeckungsplatten, von denen die mittlere zur Entlüftung ausgebildet ist und

    Fig. 12 eine perspektivische Draufsicht auf eine normale Dacheindeckungsplatte, die in Verbindung mit einer erfindungsgemäßen Dacheindeckungsplatte zur Entlüftung verlegbar ist.



    [0025] Das Dach gemäß Fig. 1 weist in der Nähe des Firstes 3 eine Reihe von erfindungsgemäßen, längsverfalzten Dacheindeckungsplatten 1 zur Entlüftung sowie in der Reihe darunter längsverfalzte, herkömmliche Dacheindeckungsplatten 2 auf, mit denen die Dacheindeckungsplatten 1 zur Entlüftung - wie in der dritten Reihe vorgesehen - gemeinsam in einer Reihe alternierend verlegbar sind. Dadurch ist es möglich, einzelne Dacheindeckungsplatten 1 zur Entlüftung, z. B. unmittelbar vor Schornsteinen, Dachflächenfenstern, Graten oder dgl., einzusetzen.

    [0026] Gemäß den Figuren 2, 8 und 10 befindet sich der Luftdurchtrittsbereich 4 zwischen der Oberseite 5a der Wasserfalzseite 5 und der Unterseite 6a der Deckfalzseite 6 zweier benachbarter Dacheindeckungsplatten wobei an der Unterseite 6a der Deckfalzseite 6 Vorsprünge 7 angeordnet sind, die auf einer Auflagerfläche 8 der Wasserfalzseite 5 der längsseitig angrenzenden Dacheindeckungsplatte unter Freilassung von Durchtrittsschlitzen 4a aufsetzen. Dabei besteht die Auflagerfläche 8 für die Vorsprünge 7 aus einem über die Ebene 5c der Oberseite 5a des Wasserfalzes 5 hinausragenden Lager sockel 5d der quer zur Längsachse 9 der Dacheindeckungsplatte von zwei vorstehenden Anschlagkanten 10 begrenzt ist.

    [0027] Wie insbesondere aus den Figuren 2, 3, 5 und 8 entnommen werden kann, weist jede Dacheindeckungsplatte 1 als Vorsprung 7 vier Nocken auf, welche die Form eines Pyramidenstumpfes entweder mit quadratischer oder rechtekkiger Grundfläche aufweisen. In gleicher Höhe zur Längsachse 9 der Dacheindeckungsplatten 1 sind diese auf der Wasserfalzseite 5 mit Lagersockeln 5d versehen.

    [0028] Wie insbesondere aus Fig. 3 hervorgeht, sind die Bereiche von Lagersockel 5d und Anschlagkanten 10 etwa gleich breit gestaltet und verlaufen zur strömungsgünstigen Ableitung von eindringendem Niederschlagwasser oder Kondenswasser unter einem Neigungswinkel α zwischen 0° und 30° zur Horizontalen 11 in Richtung auf den Fuß 12 der Dacheindeckungsplatte 1.

    [0029] Wie am anschaulichsten aus den Figuren 3 sowie 5 bis 7 hervorgeht, weist die Dacheindeckungsplatte 1 an ihrer Oberseite 1a in Höhe ihres Kopfes 13 eine innere Kopfrippe 14 und eine äußere Kopfrippe 15 sowie an der Unterseite 1b ihres Fußes 12 eine innere Fußrippe 16 und eine äußere Fußrippe 17 auf die etwa zueinander parallel verlaufen Die innere und außere Kopfrippe 14, 15 sind in ihren Kantenbereichen abgerundet oder mit einer trapezoedalen Querschnittsform versehen sind.

    [0030] Gemäß Fig. 3 ist die innere Kopfrippe 14 der Wasserfalzseite 5 benachbart mit einer Entwässerungsöffnung 18 versehen Ferner ist die Wasserfalzseite 5 an ihrem dem Fuß 12 zugekehrten Ende gleichfalls mit einer Entwässerungsöffnung 19 zur angrenzenden Dacheindeckungsplatte versehen.

    [0031] Die Dacheindeckungsplatte weist gemäß den Figuren 4 und 5 an ihrer Unterseite 1b in der Nähe ihres Kopfes 13 zwei vorspringende Nasen 20 auf, mit denen sie an einer nicht dargestellten Dachlatte halterbar ist. In dem vom Kopf 13 in Richtung auf den Fuß 12 anschließenden Bereich sind die Dacheindeckungsplatten gemäß Fig. 4 mit zwei längsverlaufenden Versteifungsrippen 21, 22 und mit drei dazu querverlaufenden Versteifungsrippenpaaren 23-25 versehen, die unterschiedlichen Höhenbereichen von den längsverlaufenden Versteifungsrippen 21,22 aufeinanderzu abzweigen. Eine der längsverlaufenden Versteifungsrippen 22 ist unterhalb der Wasserfalzseite 5 und die andere 21 etwa im Mittenbereich der Unterseite 1b angeordnet. Dadurch wird die Unterseite 6a der Deckfalzseite 6 bis auf die Vorsprünge 7 von strömungsbehindernden Rippen freigehalten.

    [0032] Wie aus den Figuren 1 und 2 ersichtlich ist, entspricht die erfindungsgemäße Dacheindeckungsplatte 1 zur Entlüftung in Größe und Umfangskontur einer herkömmlichen Dacheindeckungsplatte 2 und ist gemäß Fig. 1 entweder gemeinsam mit weiteren gleichen Dacheindeckungsplatten 1 zur Entlüftung oder mit herkömmlichen Dacheindeckungsplatten 2 gleicher Umfangskontur verlegbar.

    [0033] In Fig. 12 ist eine herkömmliche Dacheindeckungsplatte 2 dargestellt, in welcher mit den vorstehend beschriebenen Figuren übereinstimmende Teile mit gleichen Bezugsziffern bezeichnet sind. Diese herkömmliche Dacheindeckungsplatte 2 unterscheidet sich von der erfindungsgemäßen Dacheindeckungsplatte 1 im wesentlichen dadurch, daß an der Unterseite 6a der Deckfalzseite 6 die Vorsprünge 7 der erfindungsgemäßen Dacheindeckungsplatte 1 ebenso fehlen wie an der Wasserfalzseite 5 die Lagersockel 5d mit den Anschlagkanten 10. Statt dessen weist die Wasserfalzseite 5 von ihrer Innenseite zur Außenseite drei zueinander parallel verlaufende Falzrippen 31, 39 (wie bei der Dacheindekkungsplatte 1) sowie eine weitere Falzrippe 38 auf. Davon ist die Falzrippe 39 identisch mit der Falzrippe 39 der erfindungsgemäßen Dacheindeckungsplatte 1 (s. Figuren 2 und 9) und verhindert ein Eindringen von Niederschlagwasser in den Dachraum 28. Bei der erfindungsgemäßen Dacheindeckungsplatte 1 hingegen fehlt die mittlere Falzrippe 38, an deren Stelle die Lagersockel 5d mit den Anschlagkanten 10 getreten sind. Somit wird die Auflagerfläche für die Falzrippe 40 (s. Fig. 11) einer herkömmlichen Dacheindeckungsplatte 2 entweder von der Ebene 5c zwischen der inneren Falzrippe 31 und der mittleren Falzrippe 38 oder bei einer erfindungsgemäßen Dacheindeckungsplatte 1 von dem Lagersockel 5d in Verbindung mit den Anschlagkanten 10 gebildet.

    [0034] Das Entlüftungsprinzip wird nachfolgend anhand der Figuren 1,10 und 11 beschrieben:

    [0035] Fig. 10 zeigt die Querschnittsansicht entlang der Linie X-X von Fig. 9 zweier benachbarter Dacheindeckungsplatten 1 zur Entlüftung, wie sie in der ersten Reihe des Firstes 3 von Fig. 1 nebeneinander verlegt sind.

    [0036] Die günstigste Entlüftung wird von den Dacheindeckungsplatten 1 bei einer Anströmrichtung der Außenluft parallel zum First 3 entlang des Pfeiles 26 erreicht, wie es aus den Figuren 1 und 10 ersichtlich ist. Bei diesen Strömungsverhaltnissen erfolgt vor der Deckfalzseite 6 eine Strömungsablösung der Außenluft, so, wie sie mit dem Pfeil 27 in Fig. 10 kenntlich gemacht ist. Dadurch erfährt im nachfolgenden Bereich die Außenluft eine Geschwindigkeitserhöhung. Diese Geschwindigkeitserhöhung ist nach der Bernoullischen Strömungsgleichung im darunterliegenden Bereich mit einem entsprechenden Druckabfall verbunden. Aufgrund des dadurch entstehenden Unterdrucks wird aus dem unter den Dacheindeckungsplatten 1 befindlichen Dachraum 28 gemäß den eingezeichneten Strömungslinien 29 Luft angesaugt. Diese Luft gelangt an der Unterseite 6a der Deckfalzseite 6 zwischen den Vorsprüngen 7 durch die Luftdurchtrittsschlitze 4a (s. Fig. 8) und die Luftdurchtrittsschlitze 30 zwischen der Unterkante 6b und der benachbarten Seitenfläche 31a des angrenzenden Falzes 31 der benachbarten Dacheindeckungsplatte 1 bzw. 2. Die Entlüftung in dieser Strömungsrichtung gemäß dem Pfeil 26 ist deshalb am effektivsten, weil nach Durchtritt der Luftdurchtrittsschlitze 30 die Luft aus dem Dachraum 28 keine weitere Umlenkung erfährt, sondern in Strömungsrichtung (Pfeil 26) der Außenluft mitgerissen wird.

    [0037] Aber auch entgegengesetzt dieser Strömungsrichtung, nämlich gemäß dem Pfeil 32 der Figuren 1 und 11, erfolgt eine äußerst effektive Entlüftung des Dachraumes 28. Gemäß Fig 11 erfolgt in Strömungsrichtung des Pfeiles 32 der Außenluft kurz vor dem Falz 31 eine Strömungsablösung der Außenluft mit entsprechender Geschwindigkeitszunahme unter gleichzeitiger Druckabnahme. Dadurch wird die Luft aus dem Dachraum 28 entlang den Strömungslinien 29 durch die Luftdurchtrittsschlitze 4a gemäß den Figuren 2 und 8 herausgesaugt, bis sie zwischen dem Spalt 33 zwischen dem Längsfalz 40 an der Deckfalzseite 6 einer normalen Dacheindeckungsplatte 2 und der Seitenfläche 31a des benachbarten Längsfalzes 31 der erfindungsgemäßen Dacheindeckungsplatte 1 austritt und von der Außenluft entlang den Strömungslinien 35 in Richtung des Pfeiles 32 mitgerissen wird. Da hierbei die aus dem Dachraum 28 austretende Luft entlang den Strömungslinien 29 nach Durchtritt des Schlitzes 33 noch eine Umlenkung erfährt, ist diese Entlüftung mit geringfügig höheren Druckverlusten behaftet als die zu Fig. 10 beschriebene in Richtung des Pfeiles 26.

    [0038] Der weitere Falz an der Unterseite 6a der Deckfalzseite 6 einer Dacheindeckungsplatte 2 wird mit 34 bezeichnet (s Fig. 11).

    [0039] Bei einer schrägen Anströmung des Daches, beispielsweise in Richtung des Pfeiles 36 von Fig 1, tritt eine entsprechend der Komponente 36a verminderte Lüftung ein, die dennoch aufgrund der relativ großen Breite der Luftdurchtrittsschlitze 4, 4a, 30a, 33 gegenüber dem Stand der Technik erheblich höheren Entlüftung des Dachraumes 28 sorgt.

    [0040] Selbst bei einer Anströmung senkrecht zum First 3 in Richtung des Pfeiles 37 von Fig. 1 besteht eine Entlüftung des Dachraumes 28, weil je nach Strömungsgeschwindigkeit in der Nähe der inneren Kopfrippe 14 eine Strömungsablösung mit entsprechender Geschwindigkeitszunahme unter gleichzeitiger Druckabnahme der Außenluft erfolgt und entsprechend den Verhältnissen der Bernoullischen Strömungsgleichung gleichfalls durch die Luftdurchtrittsschlitze 4, 4a, 30a, 33 Luft aus dem Dachraum 28 angesaugt wird. Allerdings ist diese Strömungsrichtung entlang dem Pfeil 37 gegenüber den anderen vorbeschriebenen Strömungsrichtungen bezüglich der Belüftung nicht so günstig.

    [0041] Gleichwohl besteht die erfinderische Besonderheit der Dacheindeckungsplatte 1 zur Entlüftung des Dachraumes 28 darin, daß sie in eingedecktem Zustand optisch unauffällig ist und darüber hinaus die Kombination der erfinderungsgemäßen Dacheindeckungsplatten 1 mit herkömmlichen Dacheindeckungsplatten 2 gleicher Umfangskonfiguration und Form gestattet und aufgrund ihrer einteiligen Ausbildung zur Entlüftung relativ breite Luftdurchtrittsschlitze 4, 4a, 30a, 33 ohne zusätzliche Teile sicherstellt. Durch die geschickte Ausnutzung eines Luftdurchtrittsbereiches 4 zwischen der Oberseite 5a der Wasserfalzseite 5 und der Unterseite 6a der Deckfalzseite 6 wird trotz der relativ breiten und hohen Luftdurchtrittskanäle ein Eindringen von Niederschlagwasser in Form von Regen, Schnee oder Graupel durch die einzelnen Falzrippen 38, 39 der Wasserfalzseite 5 verhindert.

    Bezugszeichenliste



    [0042] 
    erfindungsgemäße Dacheindeckungsplatte 1
    herkömmliche Dacheindeckungsplatte 2
    Oberseite der Dacheindeckungsplatte 1 1a
    Unterseite der Dacheindeckungsplatte 1 1b
    First 3
    Luftdurchtrittsbereich 4 4
    Luftdurchtrittsschlitze 4a, 30, 30a, 33
    Wasserfalzseite 5
    Oberseite der Wasserfalzseite 5 5a
    Flächenbereich der Wasserfalzseite 5 5b
    Ebene der Oberseite des Wasserfalzes 5 5c
    Lagersockel 5d
    Deckfalzseite 6
    Unterseite der Deckfalzseite 6 6a
    Vorsprünge 7
    Auflagerfläche 8
    Längsachse 9
    Anschlagkanten 10
    Horizontale 11
    Fuß 12
    Kopf 13
    Kopfrippen 14, 15
    Fußrippen 16, 17
    Entwässerungsöffnungen 18, 19
    Nasen 20
    Versteifungsrippen 21, 22
    Verteifungsrippenpaare 23-25
    Pfeile 26, 27, 32, 36, 36a, 37
    Dachraum 28
    Strömungslinien 29, 35
    Seitenfläche des Falzes 31 31a
    Längsfalze der Dacheindeckungsplatte 2 unter der Deckfalzseite 6 34, 40
    Längsfalze auf der Wasserfalzseite 5 31, 38, 39



    Ansprüche

    1. Längsverfalzte Dacheindeckungsplatte (1) zur Entlüftung eines darunterliegenden Dachraumes (28), die in eingedeckter Lage mit der längsseitig angrenzenden Dacheindeckungsplatte einen Luftdurchtrittsbereich (4) aufweist, wobei der Luftdurchtrittsbereich (4) zwischen der Oberseite (5a) der Wasserfalzseite (5) der einen Dacheindeckungsplatte und der Unterseite (6a) der Deckfalzseite (6) der längsseitig angrenzenden Dacheindeckungsplatte gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß an der Unterseite (6a) der Deckfalzseite (6) der Dacheindeckungsplatte (1) mehrere voneinander beabstandete Nocken als Vorsprünge (7) angeformt sind, und daß an der Oberseite (5a) der Wasserfalzseite (5) der Dacheindeckungsplatte (1) mehrere voneinander beabstandete und über die Ebene (5c) der Oberseite (5a) der Wasserfalzseite (5) hinausragende Lagersockel (5d) angeformt sind, die jeweils quer zur Längsachse (9) der Dacheindeckungsplatte (1) von zwei vorstehenden Anschlagkanten (10) begrenzt sind, wobei in eingedeckter Lage die Vorsprünge (7) der einen Dacheindeckungsplatte auf den Lagersockeln (5d) der längsseitig angrenzenden Dacheindeckungsplatte unter Freilassung von Luftdurchtrittsschlitzen (4a, 30a, 33) zwischen den beiden Dacheindeckungsplatten aufsetzen.
     
    2. Längsverfalzte Dacheindeckungsplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß die Nocken (7) die Form eines Pyramidenstumpfes mit quadratischer oder rechteckiger Grundfläche aufweisen.
     
    3. Längsverfalzte Dacheindeckungsplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß die Bereiche von Lagersockel (5d) und Anschlagkanten (10) etwa gleich breit sind und unter einem Neigungswinkel (a) zwischen 0° und 30° zur Horizontalen (11) in Richtung auf den Fuß (12) der Dacheindeckungsplatte (1) verlaufen.
     
    4. Längsverfalzte Dacheindeckungsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet daß sie an der Unterseite (6a) ihres Deckfalzes (6) mit vier Nocken (7) und auf der Oberseite (5a) ihrer Wasserfalzseite (5) in gleicher Höhe zur Längsachse mit vier Lagersockeln (5d) versehen ist.
     
    5. Längsverfalzte Dacheindeckungsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie an ihrer Oberseite (la) in Höhe ihres Kopfes (13) eine innere und eine äußere Kopfrippe (14, 15) und an der Unterseite (1b) ihres Fußes (12) eine innere und äußere Fußrippe (16, 17) aufweist, die zueinander etwa parallel verlaufen.
     
    6. Längsverfalzte Dacheindeckungsplatte nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die innere und äußere Kopfrippe (14, 15) in ihren Kantenbereichen abgerundet oder mit einer trapezoedalen Querschnittsform versehen ist.
     
    7. Längsverfalzte Dacheindeckungsplatte nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die innere und äußere Fußrippe (16, 17) in ihren Kantenbereichen entweder abgerundet oder zu einer trapezoedalen Querschnittsform abgeschrägt ist.
     
    8. Längsverfalzte Dacheindeckungsplatte nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Kopfrippe (14) der Wasserfalzseite (5) benachbart mit einer Entwässerungsöffnung (18) versehen ist.
     
    9. Längsverfalzte Dacheindeckungsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß sie an ihrer Unterseite (1b) in der Nähe ihres Kopfes (13) mit zwei vorspringenden Nasen (20) sowie in dem daran anschließenden, kurz vor den Fußrippen (16, 17) endenden Bereich sowohl mit längs- als auch mit querverlaufenden Versteifungsrippen (21-25) versehen ist.
     
    10. Längsverfalzte Dacheindeckungsplatte nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß von der Innenseite zweier zur Längsachse (9) parallel verlaufender Versteifungsrippen (21, 22) in unterschiedlichen Höhenbereichen drei querverlaufende Versteifungsrippenpaare (23-25) aufeinanderzu abzweigen, wobei die eine längsverlaufende Versteifungsrippe (22) unterhalb der Wasserfalzseite (5) und die andere längsverlaufende Versteifungsrippe (21) etwa im Mittenbereich der Unterseite (1b) angeordnet ist.
     
    11. Längsverfalzte Dacheindeckungsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Wasserfalzseite (5) an ihrem dem Fuß (12) zugekehrten Ende gleichfalls mit einer Entwässerungsöffnung (19) zur angrenzenden Dacheindeckungsplatte versehen ist.
     


    Claims

    1. A side lap roof tile (1) for the ventilation of a roof room (28) situated below, which in the installed position exhibits an air passage area (4) with the longitudinally adjoining roof tile, wherein the air passage area (4) between the upper side (5a) of the lap weather side (5) of the one roof tile and the lower side (6a) of the covering lap side (6) of the longitudinally adjoining roof tile, characterized in that several interspaced studs as projections (7) are shaped on the lower side (6a) of the covering lap side (6) of the roof tile (1) and that several interspaced support foots (5d) protruding over the level (5c) of the upper side (5a) of the weather lap side (5) are shaped on the upper side (5a) of the weather lap side (5) of the roof tile (1) each of which is demarcated at right angles to the longitudinal axis (9) of the roof tile (1) by two protruding stop edges (10) wherein in the installed position the protrusions (7) of the one roof tile comes to rest on the support foots (5d) of the longitudinally adjoining roof tile, leaving air passage slits (4a, 30a, 33) between the two roof tiles.
     
    2. A side lap roof tile according to claim 1, characterized in that the studs (7) have the shape of the frustum of a pyramid with a quadratic or rectangular shaped foot.
     
    3. A side lap roof tile according to claim 1, characterized in that the areas of support foot (5d) and stop edges (10) are approximately of identical width and arranged under an angle of inclination (a) between 0° and 30° relative to the horizontal (11) in the direction of the foot (12) of the roof tile (1).
     
    4. A side lap roof tile according to one of the claims 1 to 3, characterized in that it is equipped with four studs (7) on the lower side (6a) of its covering lap (6) and on the upper side (5a) of its weather lap side (5) with four support foots (5d) at identical height relative to the longitudinal axis.
     
    5. A side lap roof tile according to one of the claims 1 to 4, characterized in that on its upper side (la) at the level of its head (13) it has an inner and an outer head rib (14, 15) and on the lower side (1b) of its foot (12) it has an inner and an outer foot rib (16, 17) which run in parallel.
     
    6. A side lap roof tile according to claim 5, characterized in that the inner and outer head rib (14, 15) have rounded edge areas or are of a trapezoidal cross-sectional shape.
     
    7. A side lap roof tile according to claim 5, characterized in that the inner and outer foot ribs (16, 17) have either rounded edge areas or are chamfered into a trapezoidal cross-sectional shape.
     
    8. A side lap roof tile according to claims 5 or 6, characterized in that the inner head rib (14) of the weather lap side (5) is equipped with an adjoining water drain opening (18).
     
    9. A side lap roof tile according to one of the claims 1 to 8, characterized in that on its lower side (1b) in the vicinity of its head (13) it is equipped with two projecting lugs (20) and in the adjoining area ending just in front of the foot ribs (16, 17) it is equipped with longitudinal and transverse stiffening ribs (21-25).
     
    10. A side lap roof tile according to claim 9, characterized in that from the inside of two stiffening ribs (21, 22) running in parallel with the longitudinal axis (9) three transversely arranged pairs of stiffening ribs (23-25) branch off towards one another at different levels wherein the one longitudinal stiffening rib (22) is arranged below the weather lap side (5) and the other longitudinal stiffening rib (21) is arranged approximately in the central area of the lower side (1b).
     
    11. A side lap roof tile according to one of the claims 1 to 10, characterized in that the weather lap side (5) at the end facing the foot (12) is also equipped with a water drain opening (19) towards the adjoining roof tile.
     


    Revendications

    1. Plaque de couverture de toit (1) à emboîtement longitudinal, pour l'aération d'un comble (28) se trouvant en dessous, et qui présente une zone de passage d'air (4) en position de recouvrement avec la plaque de couverture de toit voisine sur le grand côté, cette zone de passage d'air (4) étant formée entre la face supérieure (5a) de la face de rainure d'écoulement d'eau (5) d'une plaque de couverture de toit, et la face inférieure (6a) de la face de rainure de recouvrement (6) de la plaque de couverture de toit voisine sur le grand côté, caractérisée en ce que sur la face inférieure (6a) de la face de rainure de recouvrement (6) de la plaque de couverture de toit (1) on a préformé plusieurs taquets espacés les uns des autres, sous forme de saillies (7), et en ce que sur la face supérieure (5a) de la face de rainure d'écoulement d'eau (5) de la plaque de couverture de toit (1), on a préformé plusieurs socles d'appui (5d) espacés les uns des autres et faisant saillie par dessus le plan (5c) de la face supérieure (5a) de la face de rainure d'écoulement d'eau (5), qui sont délimités, chacun, transversalement à l'axe longitudinal (9) de la plaque de couverture de toit (1), par deux bords de butée (10) en saillie, les saillies (7) d'une plaque de couverture de toit reposant, en position de recouvrement, sur les socles d'appui (5d) de la plaque de couverture de toit voisine sur le grand côté, en laissant libres des fentes de passage d'air (4a, 30a, 33) entre les deux plaques de couverture de toit.
     
    2. Plaque de couverture de toit à emboîtement longitudinal selon la revendication 1, caractérisée en ce que les taquets (7) présentent la forme de pyramides tronquées de base carrée ou rectangulaire.
     
    3. Plaque de couverture de toit à emboîtement longitudinal selon la revendication 1, caractérisée en ce que les zones des socles d'appui (5d) et des bords de butée (10) sont pour ainsi dire de même largeur et s'étendent selon un angle d'inclinaison (a) compris entre 0° et 30° par rapport à l'horizontale (11) dans la direction du pied (12) de la plaque de couverture de toit (1).
     
    4. Plaque de couverture de toit à emboîtement longitudinal selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce qu'elle est pourvue de quatre taquets (7) sur la face inférieure (6a) de sa rainure de recouvrement (6), et de quatre socles d'appui (5d) sur la face supérieure (5a) de sa face de rainure d'écoulement d'eau (5), à même hauteur par rapport à l'axe longitudinal.
     
    5. Plaque de couverture de toit à emboîtement longitudinal selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce qu'elle présente sur sa face supérieure (1a), à hauteur de sa tête (13), une nervure de tête (14, 15) intérieure et extérieure, et sur la face inférieure (1b) de son pied (12), une nervure de pied (16, 17) intérieure et extérieure, nervures qui sont pour ainsi dire parallèles entre elles.
     
    6. Plaque de couverture de toit à emboîtement longitudinal selon la revendication 5, caractérisée en ce que sur leurs bords, les nervures de tête intérieure et extérieure (14, 15) sont arrondies ou pourvues d'une forme de section transversale trapézoïdale.
     
    7. Plaque de couverture de toit à emboîtement longitudinal selon la revendication 5, caractérisée en ce que sur leurs bords, les nervures de pied intérieure et extérieure (16, 17) sont soit arrondies, soit biseautées pour prendre une forme de section transversale trapézoïdale.
     
    8. Plaque de couverture de toit à emboîtement longitudinal selon la revendication 5 ou 6, caractérisée en ce qu'à proximité de la face de rainure d'écoulement d'eau (5), la nervure de tête intérieure (14) est pourvue d'un orifice d'évacuation d'eau (18).
     
    9. Plaque de couverture de toit à emboîtement longitudinal selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que sur sa face inférieure (1b), à proximité de sa tête (13), elle est pourvue de deux nez (20) en saillie, et dans la zone qui y fait suite et se terminant peu avant les nervures de pied (16, 17), elle est munie de nervures de rigidification (21-25) d'orientation aussi bien longitudinale que transversale.
     
    10. Plaque de couverture de toit à emboîtement longitudinal selon la revendication 9, caractérisée en ce qu'à partir de la face intérieure de deux nervures de rigidification (21, 22) parallèles à l'axe longitudinal (9), et à différents niveaux, trois paires de nervures de rigidification (23-25) d'orientation transversale bifurquent les unes vers les autres, une nervure de rigidification (22) d'orientation longitudinale étant agencée sous la face de rainure d'écoulement d'eau (6), et l'autre nervure de rigidification (21) d'orientation longitudinale étant agencée pour ainsi dire dans la partie centrale de la face inférieure (1b).
     
    11. Plaque de couverture de toit à emboîtement longitudinal selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisée en ce qu'à son extrémité dirigée vers le pied (12), la face de rainure d'écoulement d'eau (5) est également munie d'un orifice d'évacuation d'eau (19) dirigé vers la plaque de couverture de toit voisine.
     




    Zeichnung