[0001] Die Erfindung betrifft eine längsverfalzte Dacheindeckungsplatte gemäß Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] In der DE-U-83 08 864 ist eine Dacheindeckungsplatte zur Entlüftung offenbart, deren
Deckfalzbereich als Erhebung derart ausgebildet ist, daß zwischen dieser Deckfalzerhebung
und dem überdeckten Seitenfalz der benachbarten Dacheindeckungsplatte ein Lüftungsspalt
frei bleibt, der vom Dachinnenraum ausgeht und in die Außenatmosphäre mündet. In den
Entlüftungsspalt ist ein Lüftungsgitter eingesetzt, welches jedoch nicht in allen
Fällen erforderlich sein soll. Form und Material dieses Lüftungsgitters können zahlreiche
Abwandlungen erfahren, wobei das Lüftungsgitter auch ein vom Deckfalz nach unten stehender,
Schlitze aufweisender Lappen des Ziegels sein kann.
[0003] Das Lüftungsgitter und der nicht näher beschriebene Lappen sind mit dem Nachteil
behaftet, daß diese Dacheindeckungsplatte aufgrund der Erhebung im Deckfalzbereich
völlig von der Querschnittsform der benachbarten, nicht zur Belüftung bestimmten Dacheindeckungsplatte
abweicht und damit die Optik des Daches in auffälliger Weise beeinträchtigt, nämlich
durch die zahlreichen Buckel der Erhebungen. Bei bestimmten Windrichtungen entsteht
im nicht bezeichneten Lüftungsspalt ein Staudruck, der die Belüftung zunichte macht.
Insofern ist die Belüftung nur bei bestimmten Windrichtungen wirksam. Sämtliche Windrichtungen
hingegen in Richtung auf den Lüftungsspalt führen stets zu einem Staudruck unterschiedlicher
Größe.
[0004] Bei einer weiteren bekannten Dacheindeckungsplatte gemäß der EP-A-0 432 784 weisen
zwei Deckfalzrippen an ihren beiden Enden Erhöhungen auf, um den dazwischen liegenden
Teil frei schwebend zu gestalten und damit konkave Verkrümmungen des Deckfalzteiles
aufgrund des Fertigungsprozesses auffangen zu können. Wie aus der den Idealfall des
Einbaus darstellenden Fig. 3 hervorgeht, ist der Höhenunterschied zwischen den frei
schwebenden Erhöhungen und den Auflagerflächen der Nuten derartig gering, daß er einen
hohen Strömungswiderstand bildet, so daß eine erwähnenswerte Entlüftung nicht stattfindet.
Da die Deckfalzrippen frei verschieblich in den Nuten sind, kann der Spalt von Fig.
3 bei der Verlegung der Falzziegel auch geschlossen werden, so daß aus dem Spalt ein
Luftaustritt nicht mehr möglich ist. In jedem Fall wäre bei dieser Dacheindeckungsplatte
eine Lüftung rein zufällig und geht nicht über die Lüftungsmöglichkeiten herkömmlicher
Ziegel aufgrund herstellungstechnischer oder einbautechnisch bedingter Fehler hinaus.
Eine definierte Lüftung ist nicht offenbart.
[0005] Aus der EP-A-0 585 737 ist eine Dacheindeckungsplatte mit einer Überlauföffnung offenbart,
um einen Strömungskanal für eindringenden Niederschlag oder Kondenswasser von der
Unterseite des daraufliegenden Ziegels auf die Sichtseite dieses Ziegels in dessen
Mittelfeld zu leiten. In diesem Zusammenhang werden zwei zinnenartige Ausklinkungen
einer Fortsetzungsrippe beschrieben, weil diese angeblich u.a. Entlüftungsöffnungen
für eine bessere Ventilation des Überlaufes bilden. Diese Ausklinkungen oder genauer
gesagt diese Vertiefungen erfüllen als einzigen Zweck, einen Wasserstau in Höhe der
Wasserdurchtrittsöffnung des Überlaufes zu verbessern, falls an dieser Stelle ein
Wasserstau auftreten sollte. Aus diesem Grunde soll diese Überlauföffnung auch eine
Düsenöffnung sein. Dem Fachmann dieser Druckschrift geht es nur und ausschließlich
um die Schaffung einer Dacheindeckungsplatte, die derartig dicht vor eindringendem
Niederschlag in Form von Regen, Schnee oder Graupel verlegt werden kann, daß die Dachneigung
von 22° unterschritten werden kann. Eine effektive Belüftung ist nicht offenbart.
[0006] Eine weitere bekannte Dacheindeckungsplatte (s. EISENBERGER Doppelfalzziegel, Modell
E 20) weist an der Stirnseite ihres Fußes eine siebartige Anformung auf, bei dem der
Luftdurchtrittsbereich aus den Sieböffnungen besteht. Diese Dacheindeckungsplatte
zur Entlüftung ist mit dem Nachteil behaftet, daß bei etwa senkrechter und auch bei
schräger Anströmung des Dachfirstes an den siebartigen Öffnungen ein Staudruck entsteht,
der eine Belüftung des darunterliegenden Dachraumes entweder behindert oder gar vereitelt.
Den besten Lüftungseffekt erreichen diese siebartigen Einsätze bei einem Unterdruck,
wie er beispielsweise auf der Leeseite aufgrund einer Strömungsablösung in der Nähe
des Firstes entsteht. Ganz Entsprechendes gilt für den Lüfterziegel des Hohl-Ziegel-Programms
der Anmelderin mit angeformten gaubenartigen Spaltsieben und für die Lüfterziegel
mit Gitter TRADI 13 und RENOV 13 der Tonwarenfabrik Laufen AG. CH-4242 Laufen und
die Lüfterziegel Z-2000 der Tonwerke Kandern GmbH, D-79400 Kandern mit separaten gitter-
und siebförmigen Einsätzen.
[0007] Weiterhin ist aus einem Prospektblatt "Betondachsteine" der Anmelderin ein Betondachstein
zur Entlüftung bekannt, der an seinem Mittelfalz mit einer in einer Durchbrechung
eingefügten Hauben-Entlüftung aus Kunststoff versehen ist.
[0008] Dieser Betondachstein-Entlüfter ist zwar weitgehend unabhängig von der Luftanströmrichtung,
jedoch mit dem Nachteil einer mehrteiligen, komplizierten Form sowie einer unangenehmen
optischen Auffälligkeit behaftet, da der Kunststoffeinsatz über die Fläche der Dacheindeckungsplatten
hinausragt und einen inhomogenen optischen Eindruck hinterläßt.
[0009] Und schließlich ist ein Lüfterziegel aus dem Prospekt "Lüfterziegel" der Firma Laufen
bekannt, der eine Überhöhung an seinem Fußende aufweist und mit einer Durchbrechung
über nahezu die gesamte Breite seines Fußes versehen ist, in welche ein siebartiger
Einsatz eingesetzt ist. Dieser siebartige Einsatz ragt mit seiner Unterseite zur Abhaltung
von eindringenden Niederschlägen relativ weit unterhalb der Unterseite in Richtung
auf die Kopfseite, was wiederum den Strömungsweg und der abzuführenden Luft aus dem
Dachraum verlängert und höhere Druckverluste bewirkt. Insbesondere bei flachen Dächern
kann bei entsprechend auf der Luvseite anstehendem Staudruck gleichwohl Niederschlagwasser
eindringen. Zwar weist dieser Lüfterziegel eine für ein Ablösungsvorgang günstige
Prallfläche auf, ist jedoch mit dem Nachteil eines einzusetzenden Unterteils aus Polypropylenkunststoff
oder Metall behaftet.
[0010] Von diesem Stand der Technik ausgehend, liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine längsverfalzte Dacheindeckungsplatte der eingangs genannten Art zur Entlüftung
zu schaffen, die einerseits optisch unauffällig mit gleichen der Entlüftung dienenden
Dacheindeckungsplatten, aber auch mit herkömmlichen Dacheindeckungsplatten gleicher
Form verlegbar ist, weitgehend unabhängig von der Windeinfallrichtung aufgrund relativ
großer Durchströmungsquerschnitte stets eine effektive Entlüftung gewährleistet und
dennoch das Eindringen von Niederschlägen in den Dachraum sicher verhindert.
[0011] Diese Aufgabe wird in Verbindung mit dem im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten
Gattungsbegriff erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß an der Unterseite der Deckfalzseite
der Dacheindeckungsplatte mehrere voneinander beabstandete Nocken als Vorsprünge angeformt
sind, und daß an der Oberseite der Wasserfalzseite der Dacheindeckungsplatte mehrere
voneinander beabstandete und über die Ebene der Oberseite der Wasserfalzseite hinausragende
Lagersockel angeformt sind, die jeweils quer zur Längsachse der Dacheindeckungsplatte
von zwei vorstehenden Anschlagkanten begrenzt sind, wobei in eingedeckter Lage die
Vorsprünge der einen Dacheindeckungsplatte auf den Lagersockeln der längsseitig angrenzenden
Dacheindeckungsplatte unter Freilassung von Lüftdurchtrittsschlitzen zwischen den
beiden Dacheindeckungsplatten aufsetzen.
[0012] Durch diese Gestaltung wird abweichend vom Stand der Technik nunmehr erstmalig ein
Lüftdurchtrittsbereich zwischen der Oberseite der Wasserfalzseite der einen und der
Unterseite der Decktalzseite der anderen benachbarten Dacheindeckungsplatte geschaffen,
der optisch nur bei besonderer Aufmerksamkeit wahrnehmbar ist. Lüftungstechnisch ist
diese Anordnung mit dem unvergleichlichen Vorzug verknüpft, daß unabhängig von der
Anströmrichtung der Außenluft stets ein Entlüftungseffekt aufgrund von Ablösungserscheinungen
der Außenluft in der Nähe des Längsfalzes oder der als Prallkante wirkenden Fußstirnseite
sichergestellt ist. Der größte Entlüftungseffekt wird bei einer Anströmung des Daches
parallel zur Firstlängsachse bewirkt. Jedoch auch bei einer Anströmung senkrecht zur
Firstlängsachse ist in Abhängigkeit von der Luftgeschwindigkeit ein Saugeffekt und
daher eine Entlüftung des darunterliegenden Dachraumes sichergestellt, wobei zu den
Ablösungserscheinungen der Luft noch ein Venturieffekt in den Kanälen zwischen Wasserfalz-
und Deckfalzseite der beiden benachbarten Dacheindeckungsplatten hinzutritt.
[0013] Ein weiterer Vorteil dieser längsverfalzten Dacheindeckungsplatte besteht darin,
daß die Optik ihrer Oberfläche von einer herkömmlichen längsverfalzten Dacheindeckungsplatte
der gleichen Art von einem Laien nicht oder kaum unterscheidbar und eine mehrteilige
Ausführungsform entbehrlich ist, da die die Luftduchtrittsschlitze bewirkenden Vorsprünge
stoffschlüssig mit der betreffenden Dacheindeckungsplatte zur Entlüftung verbunden
sind und in einem Arbeitsgang bei der Pressung derartiger Dacheindeckungsplatten hergestellt
werden. Durch die Längsfalze der Wasserfalzseite wird eindringender Niederschlag hermetisch
an einem Eindringen in den Dachraum gehindert und unter voller Ausnutzung der eigenspezifischen
Funktion der Wasserfalzseite zur Traufe hin abgeleitet.
[0014] Es versteht sich, daß die erfindungsgemäße Dacheindeckungsplatte bei konvektiver
Entlüftung infolge von Dichteunterschieden der Luft im Dachraum wegen der relativ
großen Luftdurchtrittsschlitze einen besseren Entlüftungseffekt als die herkömmlichen,
zum Stand der Technik beschriebenen Dacheindeckungsplatten bewirkt.
[0015] Ferner kann die erfindungsgemäße Dacheindeckungsplatte dadurch als Firstanschlußziegel
ausgebildet werden, daß ihr Kopf mit einer ebenen Auflagerfläche für den Firstziegel
und mit einer parallel zur Längsachse des Firstes verlaufenden Prallkante zur Abhaltung
von Niederschlägen versehen ist.
[0016] Und schließlich läßt die erfindungsgemäße Dacheindeckungsplatte auch eine Gestaltung
ihres Kopfes als PultdachAbschlußziegel zu.
[0017] Die Auflagerflächen für die Vorsprünge werden von dem über die Ebene der Wasserfalzoberfläche
hinausragenden Lagersockel gebildet, der quer zur Längsachse der Dacheindekkungsplatten
von zwei vorstehenden Anschlagkanten begrenzt ist. Dadurch besteht eine Verschiebemöglichkeit
und gute Anpassungsfähigkeit einer derartigen Dacheindeckungsplatte zur Entlüftung
mit der jeweils benachbarten Dacheindeckungsplatte gleicher Art, wobei die Vorsprünge
auf dem über die Ebene der Wasserfalzoberfläche hinausragenden Lagersockel auf einer
Dacheindeckungsplatte zur Entlüftung aufsetzen.
[0018] Aufgrund der Anschlagkanten können die Vorsprünge innerhalb eines entsprechenden
Toleranzbereiches verschoben werden.
[0019] Zwischen den Vorsprüngen, die vorteilhaft als Nocken in Form eines Pyramidenstumpfes
mit quadratischer oder rechteckiger Grundfläche ausgebildet sind, befinden sich die
Luftdurchtrittsbereiche in Form von Luftdurchtrittsschlitzen, die jeweils mehrere
Zentimeter lang sind und daher auch in Verbindung mit der Höhe der Vorsprünge für
einen günstigen Luftdurchtritt sorgen.
[0020] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die Bereiche von Lagersockel
und Anschlagkanten etwa gleich breit ausgeführt und verlaufen unter einem Neigungswinkel
zwischen 0° und 30° zur Horizontalen in Richtung auf den Fuß der Dacheindeckungsplatten.
Der Sinn dieser Neigung beruht darin, einfallenden Niederschlag unter seiner Schwerkraft
strömungsgünstig in Richtung zur Traufe abfließen lassen zu können. Da die Vorsprünge
ohnehin auf den auf einem Flächenbereich des Wasserfalzes befindlichen Lagersockeln
aufsetzen, verhindert die Wasserfalzseite mit ihren erhabenen, innengelegenen und
von der benachbarten Dacheindeckungsplatte verdeckten Falzkante ein Eindringen von
Niederschlag in den Dachraum, was dem grundsätzlichen Zweck einer jeden Wasserfalzseite
entspricht
[0021] Jede der Dacheindeckungsplatten zur Entlüftung weist an ihrer Oberseite in Höhe ihres
Kopfes eine innere und eine äußere Kopfrippe und an der Unterseite ihres Fußes eine
innere und äußere Fußrippe auf, die zueinander etwa parallel verlaufen. Die innere
und äußere Kopfrippe sowie die innere und äußere Fußrippe sind in ihren Kantenbereichen
entweder abgerundet oder zu einer trapezoedalen Querschnittsform abgeschrägt. Um ein
gunstiges Ablaufen von Niederschlag zwischen der äußeren und inneren Kopfrippe zu
ermöglichen, ist die innere Kopfrippe der Wässerfalzseite benachbart mit einer Entwässerungsöffnung
versehen. Ebenso ist der Wasserfalz an seinem dem Fuß der Dacheindeckungsplatte zugekehrten
Ende gleichfalls mit einer Entwässerungsöffnung zur Wasserfalzseite der angrenzenden
Dacheindeckungsplatte versehen. Dadurch kann eindringender Niederschlag aus dem Bereich
zwischen der äußeren und inneren Kopfrippe zur Wasserfalzseite hin abgeleitet und
von dort durch die dort vorhandene Entwasserungsöffnung der Wasserfalzseite in Fußnähe
zur daran in Traufenrichtung sich anschließenden Dacheindeckungsplatte abströmen.
[0022] Die erfindungsgemäße Dacheindeckungsplatte zur Entlüftung ist an ihrer Unterseite
in der Nähe ihres Kopfes mit zwei vorspringenden Nasen zur Halterung an einer Dachlatte
sowie in dem daran anschließenden, kurz vor den Fußrippen endenden Bereich zur Gewährleistung
einer entsprechend hohen Belastbarkeit sowohl mit längs als auch mit querverlaufenden
Versteifungsrippen versehen. Von der Innenseite zweier zur Längsachse parallel verlaufender
Versteifungsrippen zweigen in unterschiedlichen Höhenbereichen drei querverlaufende
Versfeitungsrippenpaare aufeinanderzu ab, wobei die eine längsverlaufende Versteifungsrippe
unterhalb der Wasserfalzseite und die andere etwa im Mittenbereich der Unterseite
angeordnet ist. Die Anordnung dieser Versteifungsrippen erfolgt jedoch nicht nur aus
Festigkeitsgründen, sondern auch vor einem strömungstechnischen Hintergrund der Entlüftung,
weil dadurch die Unterseite der Dacheindeckungsplatte im Bereich des Deckfalzes glatt
und ohne die Enflüftungsströmung behindernde Erhabenheiten ausgebildet ist. Diesem
glatten Bereich kommt daher eine widerstandsarme Luftleitfunktion für die aus dem
Dachraum abzusaugende Luft zu.
[0023] In Größe und Umfangskontur entspricht die erfindungsgemäße Dacheindeckungsplatte
einer herkömmlichen Dacheindeckungsplatte und ist entweder gemeinsam mit weiteren
gleichen Dacheindeckungsplatten dieser Art zur Entlüftung oder mit herkömmlichen Dacheindeckungsplatten
gleicher Umfangskontur verlegbar. Diese Dacheindeckungsplatten zur Entlüftung bestehen
aus Ton und werden in einem herkömmlichen Preßvorgang in entsprechenden Unter- und
Oberformen hergestellt. Grundsätzlich ist es jedoch auch möglich, derartige Dacheindeckungsplatten
in einem Preßverfahren mit Beton herzustellen. da die längsverfalzte Oberfläche relativ
glatt und die Unterseite mit relativ flächigen, konischen Formen versehen ist.
[0024] Mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt. Dabei
zeigen:
Fig. 1 die Draufsicht auf ein Dach, welches in der ersten Reihe in Firstnähe von Dacheindeckungsplatten
zur Entlüftung und in der zweiten Reihe von normalen Dacheindeckungsplatten eingedeckt
ist, während in der dritten Reihe alternierend Dacheindeckungsplatten zur Entlüftung
und normale Dacheindeckungsplatten verlegt sind,
Fig. 2 eine perspektivische Explosionsansicht dreier senkrecht zur Firstlängsachse
verlegter Dacheindeckungsplatten, von denen die beiden unteren solche zur Entlüftung
sind,
Fig. 3 bis 5 die Draufsicht, die Unteransicht und die Seitenansicht einer Dacheindeckungsplatte
zur Entlüftung,
Fig. 6 eine Schnittansicht entlang der Linie VI-VI von Fig. 3,
Fig. 7 eine Schnittansicht entlang der Linie VII-VII von Fig. 3,
Fig. 8 eine perspektivische Draufsicht einer Dacheindeckungsplatte zur Entlüftung
in einer gegenüber der Fig. 2 vergrößerten Darstellung,
Fig. 9 eine perspektivische Ansicht in teilweisem Schnitt von zwei benachbarten Dacheindeckungsplatten
zur Entlüftung und einer in Firstrichtung sich anschließenden normalen Dacheindeckungsplatte,
Fig. 10 eine Schnittansicht entlang der Linie X-X von Fig. 9,
Fig. 11 eine Schnittansicht entlang der Linie XI-XI von Fig. 1 durch drei benachbarte
Dacheindeckungsplatten, von denen die mittlere zur Entlüftung ausgebildet ist und
Fig. 12 eine perspektivische Draufsicht auf eine normale Dacheindeckungsplatte, die
in Verbindung mit einer erfindungsgemäßen Dacheindeckungsplatte zur Entlüftung verlegbar
ist.
[0025] Das Dach gemäß Fig. 1 weist in der Nähe des Firstes 3 eine Reihe von erfindungsgemäßen,
längsverfalzten Dacheindeckungsplatten 1 zur Entlüftung sowie in der Reihe darunter
längsverfalzte, herkömmliche Dacheindeckungsplatten 2 auf, mit denen die Dacheindeckungsplatten
1 zur Entlüftung - wie in der dritten Reihe vorgesehen - gemeinsam in einer Reihe
alternierend verlegbar sind. Dadurch ist es möglich, einzelne Dacheindeckungsplatten
1 zur Entlüftung, z. B. unmittelbar vor Schornsteinen, Dachflächenfenstern, Graten
oder dgl., einzusetzen.
[0026] Gemäß den Figuren 2, 8 und 10 befindet sich der Luftdurchtrittsbereich 4 zwischen
der Oberseite 5a der Wasserfalzseite 5 und der Unterseite 6a der Deckfalzseite 6 zweier
benachbarter Dacheindeckungsplatten wobei an der Unterseite 6a der Deckfalzseite 6
Vorsprünge 7 angeordnet sind, die auf einer Auflagerfläche 8 der Wasserfalzseite 5
der längsseitig angrenzenden Dacheindeckungsplatte unter Freilassung von Durchtrittsschlitzen
4a aufsetzen. Dabei besteht die Auflagerfläche 8 für die Vorsprünge 7 aus einem über
die Ebene 5c der Oberseite 5a des Wasserfalzes 5 hinausragenden Lager sockel 5d der
quer zur Längsachse 9 der Dacheindeckungsplatte von zwei vorstehenden Anschlagkanten
10 begrenzt ist.
[0027] Wie insbesondere aus den Figuren 2, 3, 5 und 8 entnommen werden kann, weist jede
Dacheindeckungsplatte 1 als Vorsprung 7 vier Nocken auf, welche die Form eines Pyramidenstumpfes
entweder mit quadratischer oder rechtekkiger Grundfläche aufweisen. In gleicher Höhe
zur Längsachse 9 der Dacheindeckungsplatten 1 sind diese auf der Wasserfalzseite 5
mit Lagersockeln 5d versehen.
[0028] Wie insbesondere aus Fig. 3 hervorgeht, sind die Bereiche von Lagersockel 5d und
Anschlagkanten 10 etwa gleich breit gestaltet und verlaufen zur strömungsgünstigen
Ableitung von eindringendem Niederschlagwasser oder Kondenswasser unter einem Neigungswinkel
α zwischen 0° und 30° zur Horizontalen 11 in Richtung auf den Fuß 12 der Dacheindeckungsplatte
1.
[0029] Wie am anschaulichsten aus den Figuren 3 sowie 5 bis 7 hervorgeht, weist die Dacheindeckungsplatte
1 an ihrer Oberseite 1a in Höhe ihres Kopfes 13 eine innere Kopfrippe 14 und eine
äußere Kopfrippe 15 sowie an der Unterseite 1b ihres Fußes 12 eine innere Fußrippe
16 und eine äußere Fußrippe 17 auf die etwa zueinander parallel verlaufen Die innere
und außere Kopfrippe 14, 15 sind in ihren Kantenbereichen abgerundet oder mit einer
trapezoedalen Querschnittsform versehen sind.
[0030] Gemäß Fig. 3 ist die innere Kopfrippe 14 der Wasserfalzseite 5 benachbart mit einer
Entwässerungsöffnung 18 versehen Ferner ist die Wasserfalzseite 5 an ihrem dem Fuß
12 zugekehrten Ende gleichfalls mit einer Entwässerungsöffnung 19 zur angrenzenden
Dacheindeckungsplatte versehen.
[0031] Die Dacheindeckungsplatte weist gemäß den Figuren 4 und 5 an ihrer Unterseite 1b
in der Nähe ihres Kopfes 13 zwei vorspringende Nasen 20 auf, mit denen sie an einer
nicht dargestellten Dachlatte halterbar ist. In dem vom Kopf 13 in Richtung auf den
Fuß 12 anschließenden Bereich sind die Dacheindeckungsplatten gemäß Fig. 4 mit zwei
längsverlaufenden Versteifungsrippen 21, 22 und mit drei dazu querverlaufenden Versteifungsrippenpaaren
23-25 versehen, die unterschiedlichen Höhenbereichen von den längsverlaufenden Versteifungsrippen
21,22 aufeinanderzu abzweigen. Eine der längsverlaufenden Versteifungsrippen 22 ist
unterhalb der Wasserfalzseite 5 und die andere 21 etwa im Mittenbereich der Unterseite
1b angeordnet. Dadurch wird die Unterseite 6a der Deckfalzseite 6 bis auf die Vorsprünge
7 von strömungsbehindernden Rippen freigehalten.
[0032] Wie aus den Figuren 1 und 2 ersichtlich ist, entspricht die erfindungsgemäße Dacheindeckungsplatte
1 zur Entlüftung in Größe und Umfangskontur einer herkömmlichen Dacheindeckungsplatte
2 und ist gemäß Fig. 1 entweder gemeinsam mit weiteren gleichen Dacheindeckungsplatten
1 zur Entlüftung oder mit herkömmlichen Dacheindeckungsplatten 2 gleicher Umfangskontur
verlegbar.
[0033] In Fig. 12 ist eine herkömmliche Dacheindeckungsplatte 2 dargestellt, in welcher
mit den vorstehend beschriebenen Figuren übereinstimmende Teile mit gleichen Bezugsziffern
bezeichnet sind. Diese herkömmliche Dacheindeckungsplatte 2 unterscheidet sich von
der erfindungsgemäßen Dacheindeckungsplatte 1 im wesentlichen dadurch, daß an der
Unterseite 6a der Deckfalzseite 6 die Vorsprünge 7 der erfindungsgemäßen Dacheindeckungsplatte
1 ebenso fehlen wie an der Wasserfalzseite 5 die Lagersockel 5d mit den Anschlagkanten
10. Statt dessen weist die Wasserfalzseite 5 von ihrer Innenseite zur Außenseite drei
zueinander parallel verlaufende Falzrippen 31, 39 (wie bei der Dacheindekkungsplatte
1) sowie eine weitere Falzrippe 38 auf. Davon ist die Falzrippe 39 identisch mit der
Falzrippe 39 der erfindungsgemäßen Dacheindeckungsplatte 1 (s. Figuren 2 und 9) und
verhindert ein Eindringen von Niederschlagwasser in den Dachraum 28. Bei der erfindungsgemäßen
Dacheindeckungsplatte 1 hingegen fehlt die mittlere Falzrippe 38, an deren Stelle
die Lagersockel 5d mit den Anschlagkanten 10 getreten sind. Somit wird die Auflagerfläche
für die Falzrippe 40 (s. Fig. 11) einer herkömmlichen Dacheindeckungsplatte 2 entweder
von der Ebene 5c zwischen der inneren Falzrippe 31 und der mittleren Falzrippe 38
oder bei einer erfindungsgemäßen Dacheindeckungsplatte 1 von dem Lagersockel 5d in
Verbindung mit den Anschlagkanten 10 gebildet.
[0034] Das Entlüftungsprinzip wird nachfolgend anhand der Figuren 1,10 und 11 beschrieben:
[0035] Fig. 10 zeigt die Querschnittsansicht entlang der Linie X-X von Fig. 9 zweier benachbarter
Dacheindeckungsplatten 1 zur Entlüftung, wie sie in der ersten Reihe des Firstes 3
von Fig. 1 nebeneinander verlegt sind.
[0036] Die günstigste Entlüftung wird von den Dacheindeckungsplatten 1 bei einer Anströmrichtung
der Außenluft parallel zum First 3 entlang des Pfeiles 26 erreicht, wie es aus den
Figuren 1 und 10 ersichtlich ist. Bei diesen Strömungsverhaltnissen erfolgt vor der
Deckfalzseite 6 eine Strömungsablösung der Außenluft, so, wie sie mit dem Pfeil 27
in Fig. 10 kenntlich gemacht ist. Dadurch erfährt im nachfolgenden Bereich die Außenluft
eine Geschwindigkeitserhöhung. Diese Geschwindigkeitserhöhung ist nach der Bernoullischen
Strömungsgleichung im darunterliegenden Bereich mit einem entsprechenden Druckabfall
verbunden. Aufgrund des dadurch entstehenden Unterdrucks wird aus dem unter den Dacheindeckungsplatten
1 befindlichen Dachraum 28 gemäß den eingezeichneten Strömungslinien 29 Luft angesaugt.
Diese Luft gelangt an der Unterseite 6a der Deckfalzseite 6 zwischen den Vorsprüngen
7 durch die Luftdurchtrittsschlitze 4a (s. Fig. 8) und die Luftdurchtrittsschlitze
30 zwischen der Unterkante 6b und der benachbarten Seitenfläche 31a des angrenzenden
Falzes 31 der benachbarten Dacheindeckungsplatte 1 bzw. 2. Die Entlüftung in dieser
Strömungsrichtung gemäß dem Pfeil 26 ist deshalb am effektivsten, weil nach Durchtritt
der Luftdurchtrittsschlitze 30 die Luft aus dem Dachraum 28 keine weitere Umlenkung
erfährt, sondern in Strömungsrichtung (Pfeil 26) der Außenluft mitgerissen wird.
[0037] Aber auch entgegengesetzt dieser Strömungsrichtung, nämlich gemäß dem Pfeil 32 der
Figuren 1 und 11, erfolgt eine äußerst effektive Entlüftung des Dachraumes 28. Gemäß
Fig 11 erfolgt in Strömungsrichtung des Pfeiles 32 der Außenluft kurz vor dem Falz
31 eine Strömungsablösung der Außenluft mit entsprechender Geschwindigkeitszunahme
unter gleichzeitiger Druckabnahme. Dadurch wird die Luft aus dem Dachraum 28 entlang
den Strömungslinien 29 durch die Luftdurchtrittsschlitze 4a gemäß den Figuren 2 und
8 herausgesaugt, bis sie zwischen dem Spalt 33 zwischen dem Längsfalz 40 an der Deckfalzseite
6 einer normalen Dacheindeckungsplatte 2 und der Seitenfläche 31a des benachbarten
Längsfalzes 31 der erfindungsgemäßen Dacheindeckungsplatte 1 austritt und von der
Außenluft entlang den Strömungslinien 35 in Richtung des Pfeiles 32 mitgerissen wird.
Da hierbei die aus dem Dachraum 28 austretende Luft entlang den Strömungslinien 29
nach Durchtritt des Schlitzes 33 noch eine Umlenkung erfährt, ist diese Entlüftung
mit geringfügig höheren Druckverlusten behaftet als die zu Fig. 10 beschriebene in
Richtung des Pfeiles 26.
[0038] Der weitere Falz an der Unterseite 6a der Deckfalzseite 6 einer Dacheindeckungsplatte
2 wird mit 34 bezeichnet (s Fig. 11).
[0039] Bei einer schrägen Anströmung des Daches, beispielsweise in Richtung des Pfeiles
36 von Fig 1, tritt eine entsprechend der Komponente 36a verminderte Lüftung ein,
die dennoch aufgrund der relativ großen Breite der Luftdurchtrittsschlitze 4, 4a,
30a, 33 gegenüber dem Stand der Technik erheblich höheren Entlüftung des Dachraumes
28 sorgt.
[0040] Selbst bei einer Anströmung senkrecht zum First 3 in Richtung des Pfeiles 37 von
Fig. 1 besteht eine Entlüftung des Dachraumes 28, weil je nach Strömungsgeschwindigkeit
in der Nähe der inneren Kopfrippe 14 eine Strömungsablösung mit entsprechender Geschwindigkeitszunahme
unter gleichzeitiger Druckabnahme der Außenluft erfolgt und entsprechend den Verhältnissen
der Bernoullischen Strömungsgleichung gleichfalls durch die Luftdurchtrittsschlitze
4, 4a, 30a, 33 Luft aus dem Dachraum 28 angesaugt wird. Allerdings ist diese Strömungsrichtung
entlang dem Pfeil 37 gegenüber den anderen vorbeschriebenen Strömungsrichtungen bezüglich
der Belüftung nicht so günstig.
[0041] Gleichwohl besteht die erfinderische Besonderheit der Dacheindeckungsplatte 1 zur
Entlüftung des Dachraumes 28 darin, daß sie in eingedecktem Zustand optisch unauffällig
ist und darüber hinaus die Kombination der erfinderungsgemäßen Dacheindeckungsplatten
1 mit herkömmlichen Dacheindeckungsplatten 2 gleicher Umfangskonfiguration und Form
gestattet und aufgrund ihrer einteiligen Ausbildung zur Entlüftung relativ breite
Luftdurchtrittsschlitze 4, 4a, 30a, 33 ohne zusätzliche Teile sicherstellt. Durch
die geschickte Ausnutzung eines Luftdurchtrittsbereiches 4 zwischen der Oberseite
5a der Wasserfalzseite 5 und der Unterseite 6a der Deckfalzseite 6 wird trotz der
relativ breiten und hohen Luftdurchtrittskanäle ein Eindringen von Niederschlagwasser
in Form von Regen, Schnee oder Graupel durch die einzelnen Falzrippen 38, 39 der Wasserfalzseite
5 verhindert.
Bezugszeichenliste
[0042]
| erfindungsgemäße Dacheindeckungsplatte |
1 |
| herkömmliche Dacheindeckungsplatte |
2 |
| Oberseite der Dacheindeckungsplatte 1 |
1a |
| Unterseite der Dacheindeckungsplatte 1 |
1b |
| First |
3 |
| Luftdurchtrittsbereich 4 |
4 |
| Luftdurchtrittsschlitze |
4a, 30, 30a, 33 |
| Wasserfalzseite |
5 |
| Oberseite der Wasserfalzseite 5 |
5a |
| Flächenbereich der Wasserfalzseite 5 |
5b |
| Ebene der Oberseite des Wasserfalzes 5 |
5c |
| Lagersockel |
5d |
| Deckfalzseite |
6 |
| Unterseite der Deckfalzseite 6 |
6a |
| Vorsprünge |
7 |
| Auflagerfläche |
8 |
| Längsachse |
9 |
| Anschlagkanten |
10 |
| Horizontale |
11 |
| Fuß |
12 |
| Kopf |
13 |
| Kopfrippen |
14, 15 |
| Fußrippen |
16, 17 |
| Entwässerungsöffnungen |
18, 19 |
| Nasen |
20 |
| Versteifungsrippen |
21, 22 |
| Verteifungsrippenpaare |
23-25 |
| Pfeile |
26, 27, 32, 36, 36a, 37 |
| Dachraum |
28 |
| Strömungslinien |
29, 35 |
| Seitenfläche des Falzes 31 |
31a |
| Längsfalze der Dacheindeckungsplatte 2 unter der Deckfalzseite 6 |
34, 40 |
| Längsfalze auf der Wasserfalzseite 5 |
31, 38, 39 |
1. Längsverfalzte Dacheindeckungsplatte (1) zur Entlüftung eines darunterliegenden Dachraumes
(28), die in eingedeckter Lage mit der längsseitig angrenzenden Dacheindeckungsplatte
einen Luftdurchtrittsbereich (4) aufweist, wobei der Luftdurchtrittsbereich (4) zwischen
der Oberseite (5a) der Wasserfalzseite (5) der einen Dacheindeckungsplatte und der
Unterseite (6a) der Deckfalzseite (6) der längsseitig angrenzenden Dacheindeckungsplatte
gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß an der Unterseite (6a) der Deckfalzseite (6) der Dacheindeckungsplatte (1) mehrere
voneinander beabstandete Nocken als Vorsprünge (7) angeformt sind, und daß an der
Oberseite (5a) der Wasserfalzseite (5) der Dacheindeckungsplatte (1) mehrere voneinander
beabstandete und über die Ebene (5c) der Oberseite (5a) der Wasserfalzseite (5) hinausragende
Lagersockel (5d) angeformt sind, die jeweils quer zur Längsachse (9) der Dacheindeckungsplatte
(1) von zwei vorstehenden Anschlagkanten (10) begrenzt sind, wobei in eingedeckter
Lage die Vorsprünge (7) der einen Dacheindeckungsplatte auf den Lagersockeln (5d)
der längsseitig angrenzenden Dacheindeckungsplatte unter Freilassung von Luftdurchtrittsschlitzen
(4a, 30a, 33) zwischen den beiden Dacheindeckungsplatten aufsetzen.
2. Längsverfalzte Dacheindeckungsplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß die Nocken (7) die Form eines Pyramidenstumpfes mit quadratischer oder rechteckiger
Grundfläche aufweisen.
3. Längsverfalzte Dacheindeckungsplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß die Bereiche von Lagersockel (5d) und Anschlagkanten (10) etwa gleich breit sind
und unter einem Neigungswinkel (a) zwischen 0° und 30° zur Horizontalen (11) in Richtung
auf den Fuß (12) der Dacheindeckungsplatte (1) verlaufen.
4. Längsverfalzte Dacheindeckungsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet daß sie an der Unterseite (6a) ihres Deckfalzes (6) mit vier Nocken (7) und auf der
Oberseite (5a) ihrer Wasserfalzseite (5) in gleicher Höhe zur Längsachse mit vier
Lagersockeln (5d) versehen ist.
5. Längsverfalzte Dacheindeckungsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie an ihrer Oberseite (la) in Höhe ihres Kopfes (13) eine innere und eine äußere
Kopfrippe (14, 15) und an der Unterseite (1b) ihres Fußes (12) eine innere und äußere
Fußrippe (16, 17) aufweist, die zueinander etwa parallel verlaufen.
6. Längsverfalzte Dacheindeckungsplatte nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die innere und äußere Kopfrippe (14, 15) in ihren Kantenbereichen abgerundet
oder mit einer trapezoedalen Querschnittsform versehen ist.
7. Längsverfalzte Dacheindeckungsplatte nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die innere und äußere Fußrippe (16, 17) in ihren Kantenbereichen entweder abgerundet
oder zu einer trapezoedalen Querschnittsform abgeschrägt ist.
8. Längsverfalzte Dacheindeckungsplatte nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Kopfrippe (14) der Wasserfalzseite (5) benachbart mit einer Entwässerungsöffnung
(18) versehen ist.
9. Längsverfalzte Dacheindeckungsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß sie an ihrer Unterseite (1b) in der Nähe ihres Kopfes (13) mit zwei vorspringenden
Nasen (20) sowie in dem daran anschließenden, kurz vor den Fußrippen (16, 17) endenden
Bereich sowohl mit längs- als auch mit querverlaufenden Versteifungsrippen (21-25)
versehen ist.
10. Längsverfalzte Dacheindeckungsplatte nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß von der Innenseite zweier zur Längsachse (9) parallel verlaufender Versteifungsrippen
(21, 22) in unterschiedlichen Höhenbereichen drei querverlaufende Versteifungsrippenpaare
(23-25) aufeinanderzu abzweigen, wobei die eine längsverlaufende Versteifungsrippe
(22) unterhalb der Wasserfalzseite (5) und die andere längsverlaufende Versteifungsrippe
(21) etwa im Mittenbereich der Unterseite (1b) angeordnet ist.
11. Längsverfalzte Dacheindeckungsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Wasserfalzseite (5) an ihrem dem Fuß (12) zugekehrten Ende gleichfalls mit
einer Entwässerungsöffnung (19) zur angrenzenden Dacheindeckungsplatte versehen ist.
1. A side lap roof tile (1) for the ventilation of a roof room (28) situated below, which
in the installed position exhibits an air passage area (4) with the longitudinally
adjoining roof tile, wherein the air passage area (4) between the upper side (5a)
of the lap weather side (5) of the one roof tile and the lower side (6a) of the covering
lap side (6) of the longitudinally adjoining roof tile, characterized in that several
interspaced studs as projections (7) are shaped on the lower side (6a) of the covering
lap side (6) of the roof tile (1) and that several interspaced support foots (5d)
protruding over the level (5c) of the upper side (5a) of the weather lap side (5)
are shaped on the upper side (5a) of the weather lap side (5) of the roof tile (1)
each of which is demarcated at right angles to the longitudinal axis (9) of the roof
tile (1) by two protruding stop edges (10) wherein in the installed position the protrusions
(7) of the one roof tile comes to rest on the support foots (5d) of the longitudinally
adjoining roof tile, leaving air passage slits (4a, 30a, 33) between the two roof
tiles.
2. A side lap roof tile according to claim 1, characterized in that the studs (7) have
the shape of the frustum of a pyramid with a quadratic or rectangular shaped foot.
3. A side lap roof tile according to claim 1, characterized in that the areas of support
foot (5d) and stop edges (10) are approximately of identical width and arranged under
an angle of inclination (a) between 0° and 30° relative to the horizontal (11) in
the direction of the foot (12) of the roof tile (1).
4. A side lap roof tile according to one of the claims 1 to 3, characterized in that
it is equipped with four studs (7) on the lower side (6a) of its covering lap (6)
and on the upper side (5a) of its weather lap side (5) with four support foots (5d)
at identical height relative to the longitudinal axis.
5. A side lap roof tile according to one of the claims 1 to 4, characterized in that
on its upper side (la) at the level of its head (13) it has an inner and an outer
head rib (14, 15) and on the lower side (1b) of its foot (12) it has an inner and
an outer foot rib (16, 17) which run in parallel.
6. A side lap roof tile according to claim 5, characterized in that the inner and outer
head rib (14, 15) have rounded edge areas or are of a trapezoidal cross-sectional
shape.
7. A side lap roof tile according to claim 5, characterized in that the inner and outer
foot ribs (16, 17) have either rounded edge areas or are chamfered into a trapezoidal
cross-sectional shape.
8. A side lap roof tile according to claims 5 or 6, characterized in that the inner head
rib (14) of the weather lap side (5) is equipped with an adjoining water drain opening
(18).
9. A side lap roof tile according to one of the claims 1 to 8, characterized in that
on its lower side (1b) in the vicinity of its head (13) it is equipped with two projecting
lugs (20) and in the adjoining area ending just in front of the foot ribs (16, 17)
it is equipped with longitudinal and transverse stiffening ribs (21-25).
10. A side lap roof tile according to claim 9, characterized in that from the inside of
two stiffening ribs (21, 22) running in parallel with the longitudinal axis (9) three
transversely arranged pairs of stiffening ribs (23-25) branch off towards one another
at different levels wherein the one longitudinal stiffening rib (22) is arranged below
the weather lap side (5) and the other longitudinal stiffening rib (21) is arranged
approximately in the central area of the lower side (1b).
11. A side lap roof tile according to one of the claims 1 to 10, characterized in that
the weather lap side (5) at the end facing the foot (12) is also equipped with a water
drain opening (19) towards the adjoining roof tile.
1. Plaque de couverture de toit (1) à emboîtement longitudinal, pour l'aération d'un
comble (28) se trouvant en dessous, et qui présente une zone de passage d'air (4)
en position de recouvrement avec la plaque de couverture de toit voisine sur le grand
côté, cette zone de passage d'air (4) étant formée entre la face supérieure (5a) de
la face de rainure d'écoulement d'eau (5) d'une plaque de couverture de toit, et la
face inférieure (6a) de la face de rainure de recouvrement (6) de la plaque de couverture
de toit voisine sur le grand côté, caractérisée en ce que sur la face inférieure (6a)
de la face de rainure de recouvrement (6) de la plaque de couverture de toit (1) on
a préformé plusieurs taquets espacés les uns des autres, sous forme de saillies (7),
et en ce que sur la face supérieure (5a) de la face de rainure d'écoulement d'eau
(5) de la plaque de couverture de toit (1), on a préformé plusieurs socles d'appui
(5d) espacés les uns des autres et faisant saillie par dessus le plan (5c) de la face
supérieure (5a) de la face de rainure d'écoulement d'eau (5), qui sont délimités,
chacun, transversalement à l'axe longitudinal (9) de la plaque de couverture de toit
(1), par deux bords de butée (10) en saillie, les saillies (7) d'une plaque de couverture
de toit reposant, en position de recouvrement, sur les socles d'appui (5d) de la plaque
de couverture de toit voisine sur le grand côté, en laissant libres des fentes de
passage d'air (4a, 30a, 33) entre les deux plaques de couverture de toit.
2. Plaque de couverture de toit à emboîtement longitudinal selon la revendication 1,
caractérisée en ce que les taquets (7) présentent la forme de pyramides tronquées
de base carrée ou rectangulaire.
3. Plaque de couverture de toit à emboîtement longitudinal selon la revendication 1,
caractérisée en ce que les zones des socles d'appui (5d) et des bords de butée (10)
sont pour ainsi dire de même largeur et s'étendent selon un angle d'inclinaison (a)
compris entre 0° et 30° par rapport à l'horizontale (11) dans la direction du pied
(12) de la plaque de couverture de toit (1).
4. Plaque de couverture de toit à emboîtement longitudinal selon l'une des revendications
1 à 3, caractérisée en ce qu'elle est pourvue de quatre taquets (7) sur la face inférieure
(6a) de sa rainure de recouvrement (6), et de quatre socles d'appui (5d) sur la face
supérieure (5a) de sa face de rainure d'écoulement d'eau (5), à même hauteur par rapport
à l'axe longitudinal.
5. Plaque de couverture de toit à emboîtement longitudinal selon l'une des revendications
1 à 4, caractérisée en ce qu'elle présente sur sa face supérieure (1a), à hauteur
de sa tête (13), une nervure de tête (14, 15) intérieure et extérieure, et sur la
face inférieure (1b) de son pied (12), une nervure de pied (16, 17) intérieure et
extérieure, nervures qui sont pour ainsi dire parallèles entre elles.
6. Plaque de couverture de toit à emboîtement longitudinal selon la revendication 5,
caractérisée en ce que sur leurs bords, les nervures de tête intérieure et extérieure
(14, 15) sont arrondies ou pourvues d'une forme de section transversale trapézoïdale.
7. Plaque de couverture de toit à emboîtement longitudinal selon la revendication 5,
caractérisée en ce que sur leurs bords, les nervures de pied intérieure et extérieure
(16, 17) sont soit arrondies, soit biseautées pour prendre une forme de section transversale
trapézoïdale.
8. Plaque de couverture de toit à emboîtement longitudinal selon la revendication 5 ou
6, caractérisée en ce qu'à proximité de la face de rainure d'écoulement d'eau (5),
la nervure de tête intérieure (14) est pourvue d'un orifice d'évacuation d'eau (18).
9. Plaque de couverture de toit à emboîtement longitudinal selon l'une des revendications
1 à 8, caractérisée en ce que sur sa face inférieure (1b), à proximité de sa tête
(13), elle est pourvue de deux nez (20) en saillie, et dans la zone qui y fait suite
et se terminant peu avant les nervures de pied (16, 17), elle est munie de nervures
de rigidification (21-25) d'orientation aussi bien longitudinale que transversale.
10. Plaque de couverture de toit à emboîtement longitudinal selon la revendication 9,
caractérisée en ce qu'à partir de la face intérieure de deux nervures de rigidification
(21, 22) parallèles à l'axe longitudinal (9), et à différents niveaux, trois paires
de nervures de rigidification (23-25) d'orientation transversale bifurquent les unes
vers les autres, une nervure de rigidification (22) d'orientation longitudinale étant
agencée sous la face de rainure d'écoulement d'eau (6), et l'autre nervure de rigidification
(21) d'orientation longitudinale étant agencée pour ainsi dire dans la partie centrale
de la face inférieure (1b).
11. Plaque de couverture de toit à emboîtement longitudinal selon l'une des revendications
1 à 10, caractérisée en ce qu'à son extrémité dirigée vers le pied (12), la face de
rainure d'écoulement d'eau (5) est également munie d'un orifice d'évacuation d'eau
(19) dirigé vers la plaque de couverture de toit voisine.