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EP 0 695 844 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.01.1998 Patentblatt 1998/03 |
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Anmeldetag: 14.06.1995 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: E04H 13/00 |
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Urnengrab
Cemetery urn
Monument funéraire pour urnes funéraires
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB LI NL |
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Priorität: |
04.08.1994 DE 4427611
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.02.1996 Patentblatt 1996/06 |
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Patentinhaber: Zarth, Rudolf, Dipl.-Ing. |
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66121 Saarbrücken (DE) |
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Erfinder: |
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- Zarth, Rudolf, Dipl.-Ing.
66121 Saarbrücken (DE)
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Vertreter: Bernhardt, Winfrid, Dr.-Ing. |
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Kobenhüttenweg 43 66123 Saarbrücken 66123 Saarbrücken (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 361 922 US-A- 3 529 730
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DE-A- 2 517 805
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Urnengrab in der Form eines Bauwerkes mit übereinander
angeordneten Reihen nebeneinander angeordneter Urnenkammern, wobei das Bauwerk gestuft
ist.
[0002] Solche Gräber sind aus anderen Kulturen bekannt z.B. als hohe Urnenwände mit vorspringenden,
übereinander angeordneten Gängen.
Im westeuropäischen Raum werden Urnen im wesentlichen wie Särge in Erd-Grabstätten
gesetzt. In der Regel ist dabei Platz für vier Urnen in waagerechter Reihe hintereinander.
[0003] Der Platzmangel der Friedhöfe führt zu dem Bestreben, möglichst kompakte, auch die
Höhe erschließende Grabanlagen zu schaffen. Dem ist jedoch durch das aus der Tradition
des Erdgrabes gewachsene Empfinden Grenzen gesetzt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein möglichst gedrängtes Urnengrab zu schaffen,
das noch möglichst viel Anklang an ein freies Erdgrab besitzt.
[0004] Aus der DE-OS 23 61 922 ist ein Urnengrab der eingangs erwähnten Art bekannt, bei
dem eine Stufung dadurch gegeben ist, daß übereinander angeordnete Reihen nebeneinander
angeordneter Urnenkammern unterschiedlich lang sind.
[0005] Es ist die Aufgabe der Erfindung, gegenüber diesem Stand der Technik ein neues verbessertes
Urnengrabbauwerk zu schaffen.
[0006] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Urnengrab gelöst, bei dem die Stufung
durch zueinander senkrecht zur Reihenlängsrichtung versetzt angeordnete Reihen von
Urnenkammern gebildet ist.
[0007] Die Eigenschaft, Bauwerk zu sein, tritt hier in den Hintergrund. Bei geeigneter Gestaltung,
vorzugsweise in der Gesamtform einer Pyramide, besteht eine Parallele zu dem Erdhügel
eines vorgeschichtlichen Hügelgrabes. Man sieht das besuchte Grab nicht in einem Gebäude
mit Gängen darüber. Das Grab liegt frei.
[0008] Vorzugsweise bildet jeweils nur eine Reihe der Urnenkammern eine Stufe, etwa von
35 bis 45 cm Höhe.
Es besteht, an den Umständen gemessen, ein Höchstmaß an Individualität.
[0009] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das Bauwerk aus Betonelementen
zusammengesetzt, die jeweils eine Urnenkammer bilden.
[0010] Eine Pyramide läßt sich durch bloßes Aufeinandersetzen solcher Betonelemente errichten.
Die bei der versetzten Anordnung für die Stabilität erforderliche Länge der jeweils
eine Urnenkammer bildenden Betonelemente ist insofern vorgegeben, als man ohnehin
Platz für bis zu vier Urnen hintereinander haben möchte wie in dem Erdgrab.
[0011] Zweckmäßigerweise haben die Betonelemente mit Ausnahme an den Ecken des Gebäudes
einen nach unten offenen, U-förmigen Querschnitt. Für die Ecken selbst ist eine dreiseitig
offene Gestaltung und für die angrenzenden Betonelemente sind kürzere Formate vorgesehen.
[0012] Die Zeichnungen geben ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wieder.
Fig. 1 zeigt ein Urnengrab in Ansicht,
Fig. 2 zeigt das Urnengrab in senkrechtem Mittelschnitt,
Fig. 3 bis 6 zeigen das Urnengrab in waagerechten Schnitten gemäß Linien III-III,
IV-IV, V-V bzw. VI-VI in Fig. 2.
[0013] Ein ringförmiger, quadratischer Betonsockel 1 umschließt in der Höhe der Erdoberfläche,
über die er etwas hinaussteht, das obere Ende einer an den Seiten ausgemauerten, unten
aus dem gewachsenen Boden bestehenden Erdkammer 2.
[0014] Auf dem Betonsockel 1 ist in acht Lagen eine gestufte Pyramide 3 errichtet.
[0015] Die Pyramide 3 ist aus einen Bausatz darstellenden Betonelementen 4 bis 9 zusammengesetzt.
In Fig. 3 links oben ist eine Variante 10 dargestellt.
[0016] Die Betonelemente 4 bis 7 haben einen U-förmigen Querschnitt. Sie sind 40 cm breit
und 40 cm hoch und haben eine Wanddicke von 5 cm.
[0017] Grundelemente sind die Betonelemente 4 mit 100 cm Länge, aus denen die vier Seitenwände
der Pyramide 3, soweit möglich, aufgebaut sind. In den Eckbereichen sind die Betonelemente
5 mit 80 cm Länge und die Betonelemente 6 mit 40 cm Länge eingesetzt. Die Betonelemente
7 mit 60 cm Länge treten nur in der zweitobersten Lage auf (Fig. 6).
Das Betonelement 8 ist würfelförmig mit offener Unterseite. Wiederum beträgt die Kantenlänge
40 cm und die Wanddicke 5 cm. Dieses Betonelement bildet die oberste Lage.
Die Betonelemente 9 sind würfelförmig mit offener Unterseite und zwei aneinandergrenzenden
offenen Seiten. Auch hier beträgt die Kantenlänge 40 cm und die Wanddicke 5 cm. Die
Betonelemente 9 sind ganz an den Ecken der Pyramide eingesetzt. Die Variante 10 faßt
jeweils ein Betonelement 5, 6 und 9 zusammen, wobei die Wanddicke teilweise vergrößert
ist.
[0018] Fig. 3 zeigt die erste Lage der Betonelemente, Fig. 4 die zweite Lage, Fig. 5 die
sechste Lage und Fig. 6 die siebente Lage. Die Betonelemente 4 bis 6 sind mit der
offenen Seite des U-förmigen Querschnitts nach unten verlegt, die Betonelemente 9
mit den offenen Seiten nach unten und nach außen. Im Anschluß an die Betonelemente
9 folgt jeweils auf der einen Seite ein Betonelement 6 und auf der anderen Seite ein
Betonelement 5. Darauf folgt auf beiden Seiten noch einmal ein Betonelement 5, und
daran schließen sich die Betonelemente 4 an. In der sechsten Lage entfällt das letztere,
siehe Fig. 5. Die siebente Lage hat einen gesonderten Aufbau wie aus Fig. 6 ersichtlich.
[0019] Durch Verminderung der Zahl der Betonelemente 4 um zwei von Lage zu Lage ist jeweils
eine Stufe von 40 cm Breite entstanden.
Die durch die Betonelemente 4 bis 9, auch die Variante 10, gebildeten Urnenkammern
sind, soweit sie nicht in den Eckbereichen aufeinanderstoßen, nach dem Inneren der
Pyramide offen.
Außen sind sie durch nicht gezeichnete, schwere Türen verschlossen, die nach Art von
Grabsteinen beschriftet und ggf. dekoriert sind.
Die Betonelemente bestehen vorzugsweise aus geeignet gefärbtem und/oder oberflächenveredelten
Beton.
In der ersten Lage können die Urnenkammern der Betonelemente 4 mit bis zu vier Urnen
belegt werden. In den weiteren Lagen ist jeweils Platz für zwei Urnen.
[0020] In den zum Inneren der Pyramide hin offenen Urnenkammern können die Urnen so weit
weitergeschoben werden, bis sie herausfallen. Sie werden dadurch in die Erdkammer
2 als Gesamtkammer überführt.
1. Urnengrab in der Form eines Bauwerkes (3) mit übereinander angeordneten Reihen nebeneinander
angeordneter Urnenkammern (4;5;6;7;9), wobei das Bauwerk (3) gestuft ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stufung durch zueinander senkrecht zur Reihenlängsrichtung versetzt angeordnete
Reihen von Urnenkammern gebildet ist.
2. Urnengrab nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß jeweils nur eine Reihe der Urnenkammern (4;5;6;7;9) eine Stufe bildet, vorzugsweise
von 35 bis 45 cm Höhe.
3. Urnengrab nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stufenbreite gleich der Stufenhöhe ist.
4. Urnengrab nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Tiefe der Urnenkammern (5;6), ggf. mit Ausnahme an Ecken des Bauwerkes, für
2 bis 4 Urnen ausreicht.
5. Urnengrab nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Bauwerk (3) aus Betonelementen (4-9) zusammengesetzt ist, die jeweils eine
Urnenkammer bilden.
6. Urnengrab nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Betonelemente (4-7), ggf. mit Ausnahme an Ecken des Bauwerkes (3), einen nach
unten offenen, U-förmigen Querschnitt aufweisen.
7. Urnengrab nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß für Ecken des Bauwerkes (3) und für eine Bauwerksspitze Betonelemente (9;8) vorgesehen
sind, die einen quaderförmigen Gesamtumriß mit quadratischer Grundfläche aufweisen,
vorzugsweise einen würfelförmigen Gesamtumriß.
8. Urnengrab nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Anschluß an Ecken (9) auf der einen Seite ein weiteres Betonelement (6) mit
einem solchen Gesamtumriß und auf der anderen Seite ein Betonelement (5) mit einem
Grundriß von der Form zweier aneinandergesetzter Quadrate folgt.
9. Urnengrab nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß darauf auf beiden Seiten noch einmal ein Betonelement (5) mit einem Grundriß von
der Form zweier aneinandergesetzter Quadrate folgt und sich daran Betonelemente (4)
größerer Länge anschließen.
10. Urnengrab nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Bauwerk (3) die Gesamtform einer Pyramide hat.
1. Urn grave in the form of a structure (3) with rows, arranged one above the other,
of urn chambers (4; 5; 6; 7; 9) arranged one beside the other, the structure (3) being
stepped, characterized in that the stepped formation is formed by urn-chamber rows
which are arranged so as to be offset with respect to one another perpendicularly
with respect to the longitudinal direction of the rows.
2. Urn grave according to Claim 1, characterized in that in each case just one row of
the urn chambers (4; 5; 6; 7; 9) forms a step, preferably of a height from 35 to 45
cm.
3. Urn grave according to Claim 2, characterized in that the step width is equal to the
step height.
4. Urn grave according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the depth of the
urn chambers (5; 6), the exception, if appropriate, being at corners of the structure,
is sufficient for 2 to 4 urns.
5. Urn grave according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the structure (3)
is made up of concrete elements (4-9) which each form an urn chamber.
6. Urn grave according to Claim 5, characterized in that the concrete elements (4-7),
the exception, if appropriate, being at corners of the structure (3), have a U-shaped
cross-section which is open at the bottom.
7. Urn grave according to Claim 6, characterized in that concrete elements (9; 8) are
provided for corners of the structure (3) and for a structure peak, said concrete
elements having a cuboidal overall outline with a square base surface, preferably
a cubic overall outline.
8. Urn grave according to Claim 7, characterized in that corners (9) are followed, on
one side, by a further concrete element (6) with such an overall outline and, on the
other side, by a concrete element (5) with an outline in the form of two adjacent
squares.
9. Urn grave according to Claim 8, characterized in that following this on both sides
is yet another concrete element (5) with an outline in the form of two adjacent squares,
and this is adjoined by concrete elements (4) of longer length.
10. Urn grave according to one of Claims 1 to 9, characterized in that the structure (3)
is in the overall form of a pyramid.
1. Monument funéraire pour urnes funéraires ayant la forme d'un bâtiment (3) présentant
des rangées, disposées les unes au-dessus des autres, de chambres à urne (4; 5; 6;
7; 9) disposées les unes à côté des autres, le bâtiment (3) présentant des échelons,
caractérisé en ce que les échelons sont formés par des rangées de chambres à urnes
disposées de manière perpendiculaire décalée par rapport à la direction longitudinale
des rangées.
2. Monument funéraire pour urnes funéraires selon la revendication 1, caractérisé en
ce qu'une seule rangée de chambres à urne (4, 5, 6, 7, 9) forme un échelon, présentant
de préférence une hauteur de 35 à 45 cm.
3. Monument funéraire pour urnes funéraires selon la revendication 2, caractérisé en
ce que la largeur de l'échelon est égale à la hauteur de l'échelon.
4. Monument funéraire pour urnes funéraires selon une quelconque des revendications 1
à 3, caractérisé en ce que la profondeur des chambres à urne (5; 6), le cas échéant
à l'exception des coins de l'édifice, suffit pour 2 à 4 urnes.
5. Monument funéraire pour urnes funéraires selon une quelconque des revendications 1
à 4, caractérisé en ce que le bâtiment (3) est constitué par des éléments en béton
(4-9) qui forment chacun une chambre à urne.
6. Monument funéraire pour urnes funéraires selon la revendication 5, caractérisé en
ce que les éléments en béton (4-7), le cas échéant à l'exception des coins du bâtiment
(3), présentent une section en forme de U ouverte vers le bas.
7. Monument funéraire pour urnes funéraires selon la revendication 6, caractérisé en
ce qu'on a prévu des éléments en béton (9; 8) pour les coins et la pointe du bâtiment
(3), qui présentent un contour global parallélépipédique avec une surface carrée,
de préférence un contour global en forme de cube.
8. Monument funéraire pour urnes funéraires selon la revendication 7, caractérisé en
ce qu'un autre élément en béton (6) présentant un tel contour global soit consécutif
d'un côté aux coins (9) et en ce qu'un élément en béton (5) présentant la forme de
deux carrés jointifs soit consécutif de l'autre côté aux coins.
9. Monument funéraire pour urnes funéraires selon la revendication 8, caractérisé en
ce qu'ensuite, des deux côtés, un élément en béton (5) présentant une projection horizontale
ayant la forme de deux carrés jointifs soit consécutif, suivi d'éléments en béton
(4) dont la longueur est plus importante.
10. Monument funéraire pour urnes funéraires selon une quelconque des revendications 1
à 9, caractérisé en ce que le bâtiment (3) présente la forme globale d'une pyramide.