[0001] Die Erfindung betrifft ein moduläres Türprofilsystem für Bauelemente, wie Türen,
Fenster und dergleichen mit einem drehbar an einem Stock angelenkten Rahmen und mit
mechanischen, elektromechanischen oder elektromagnetischen Funktionselementen an einer
oder mehreren Stirnseiten des Rahmens oder des Stockes, wobei mindestens je eine Stirnseite
des Rahmens oder des Stockes über ihre gesamte Länge mit Nuten versehen sind, welche
die genannten Funktionselemente und die zu deren Betätigung erforderlichen elektrischen
Leitungen aufnehmen.
[0002] Beim Anbringen von Funktionselementen an Türen ist es bisher üblich, entsprechende
Ausschnitte vorzunehmen. Türen mit Rahmen aus Stahl- oder anderen Hohlprofilen verlieren
durch eine Anzahl von Ausschnitten erheblich an Festigkeit. Zudem ist der Arbeitsaufwand
für die Herstellung dieser passenden Ausschnitte ziemlich gross.
[0003] Die Leitungen zur elektrischen Bestätigung dieser Funktionselemente wurden bisher
üblicherweise im Inneren der Hohlprofile verlegt. Das Einziehen der Leitungen, speziell
an den Ecken, ist häufig problematisch, vor allem, wenn im Inneren Schweissgrate etc.
vorstehen.
[0004] Ganz besonders ungünstig ist eine nachträgliche Erweiterung des Türprofils, wenn
z.B. Sicherheitsvorschriften zusätzliche Schliessriegel verlangen. Oft bleibt dann
nichts anderes übrig, als die bisherige Verdrahtung herauszunehmen und durch eine
komplett neue zu ersetzen.
[0005] Bei Tür- oder Fensterrahmen ist es bekannt, für das Anbringen von Funktionselementen
spezielle Vertiefungen vorzusehen. So ist beispielsweise in der DE-C-1 049 564 ein
Fensterrahmen beschrieben, bei dem eine Ausbuchtung zur Aufnahme von mechanischen
Verschlussorganen etc. vorgesehen ist.
[0006] Die DE-A-35 053 380 zeigt ein Rahmenprofil, bei dem durch zwei Metallprofile und
ein dazwischen liegendes Isolierelement ein wärmegedämmter Verbundprofilstrang entsteht.
Es sind in dieser Schrift jedoch keine Hinweise auf die Unterbringung von Funktionselementen
gegeben.
[0007] Im Dokument DE-U-1 977 168 ist ein Tür- oder Fensterelement beschrieben, bei dem
der Rahmen Nuten zur Aufnahme von Dichtungen, Halterungen und Füllungen aufweist.
Für die Aufnahme von elektromechanischen oder elektromagnetischen Funktionselementen
und die zugehörigen Leitungen wären diese Nuten aber ungeeignet.
[0008] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Lösung vorzuschlagen, mit der
die Nachteile der bisher üblichen Türprofile beseitigt werden.
[0009] Erfindungsgemäss wird dies gelöst durch ein moduläres Türprofilsystem der eingangs
erwähnten Art, das sich durch Montage- und Abdeckplatten zum Befestigen der Funktionselemente
und zum Abdecken der Nuten und durch Mittel zum Befestigen der Montage- und Abdeckplatten
auszeichnet.
[0010] Da Bauelemente dieser Art häufig Metallrahmen besitzen, betrifft die erfindungsgemässe
Lösung auch ein Rahmenprofil aus Metall oder einem Metall/Kunststoff-Verbund, in dessen
einer Seite eine derartige Nut vorgesehen ist.
[0011] Im folgenden sind anhand der beiliegenden Zeichnungen Ausführungsbeispiele der Erfindung
beschrieben.
[0012] Es zeigen
- Fig. 1
- ein Rahmenprofil für einen einfachen Metallrahmen und -stock im Schnitt
- Fig. 2
- ein Profil für die Verwendung an Holzrahmen und -türstock
- Fig. 3
- ein thermisch getrenntes Profil für einen Sicherheitstürstock
- Fig. 4
- ein thermisch getrenntes Profil für eine Sicherheitstür.
[0013] Von den beiden in Fig. 1 einander gegenüberliegend gezeigten Hohlprofilen ist das
linke Profil 1 zur Herstellung von Türstöcken, das rechte Profil 2 zur Herstellung
von Türen vorgesehen. Beide Profile bestehen aus Blech, beispielsweise Stahlblech,
und sind herkömmlichen Profilen für Türen etc. in vielen Punkten ähnlich. So besitzen
sie neben einem im wesentlichen quadratischen oder rechteckigen äusseren Umriss Nuten
3 für Gummidichtunqen, Anschlagfalze 4,5 und 12,13.
[0014] In der Zeichnung sind die beiden Profile 1 und 2 so gezeigt, wie sie in Funktion
einander gegenüberstehen würden, allerdings mit etwas grösserem Abstand als in Funktion.
[0015] Im Unterschied zu herkömmlichen Rahmenprofilen besitzen die in Fig. 1 gezeigten Profile
1 und 2 in den einander gegenüberliegenden Seiten- oder Stirnflächen gross dimensionierte
Nuten 6,7, wobei die Nut 7 im Türrahmenprofil 2 tiefer ist als die Nut 6 im Türstockprofil
1.
[0016] Die Nuten dienen zur Aufnahme von schematisch angedeuteten Funktionselementen 8,
wie Türöffner, Schlösser, Schlussriegel etc. und zum Einlegen von elektrischen Leitungen
zur Stromversorgung der Funktionselemente, sofern sie elektromechanische oder elektromagnetische
Funktionen umfassen.
[0017] Die Funktionselemente 8 sind an Montageplatten 9 angebracht, die beidseitig mit Schrauben
10 an Schultern 11 der Profile befestigt sind. Die Montageplatten sind vorzugsweise
aus Kunststoff hergestellt.
[0018] Überall dort, wo keine Funktionselemente eingesetzt werden, werden die Nuten 6,7
mit Abdeckplatten verschlossen. Zweckmässigerweise besitzen die Montageplatten und
die Abdeckplatten ein einheitliches Design. Die Abdeckplatten können ebenfalls aufgeschraubt
werden, was dem Profil zusätzliche Festigkeit gibt; oder sie können mit geeigneten
federnden Schnappern an einem Vorsprung oder einer Kante an den einander zugewandten
Innenflächen der Nuten 6,7 gehalten werden.
[0019] Die letztere Lösung ermöglicht eine noch einfachere und schnellere Handhabung.
[0020] Vor allem auch bei zusätzlicher Bestückung mit weiteren Funktionselementen müssen
lediglich die Abdeckplatten herausgenommen werden. Beliebige zusätzliche Funktionselemente
werden eingesetzt. Es sind lediglich Bohrungen für das
[0021] Anschrauben erforderlich. Die zusätzlichen Leitungen werden eingelegt und die Nuten
6,7 werden wieder mit Abdeckplatten verschlossen.
[0022] Wenn die gesamten Türrahmen und Türstöcke aus diesen Profilen hergestellt sind, haben
diese auf allen Stirnseiten eine Nut, was einen umlaufenden, zusammenhängenden Kanal
ergibt. In der Tat dient der Kanal der Führung der Leitungen zur angelenkten Seite
der Tür. Von dort müssen die Leitungen mittels bekannter Übergangselemente zum festen
Türstock geführt werden. Diese Übergangselemente sind ebenfalls so ausgebildet, dass
sie wie die elektromechanischen Funktionselemente in die Nut 6 passen.
[0023] Die in den Fig. 3 und 4 im Schnitt gezeigten Rahmenprofile dienen zur Herstellung
von Sicherheits- und Hochsicherheitstürrahmen und -stöcken. Sie bestehen im wesentlichen
jeweils aus zwei thermisch getrennten Rechteckrohren 16,17, die durch eine Isolationsschicht
18 miteinander verbunden sind. Während bei den bekannten Profilen die Isolationsschicht
18 im wesentlichen den ganzen Zwischenraum zwischen den beiden Rohren ausfüllt, erstreckt
sie sich im vorliegenden Ausführungsbeispiel nur etwas über die Hälfte des Zwischenraums
und lässt den anderen Teil frei. Dadurch ergibt sich eine Nut oder ein Hohlraum 19
zwischen den beiden Rohren einerseits und der Isolationsschicht 18 und der Stirnseite
des Profils andererseits. Der Hohlraum dient wiederum dazu, um Funktionselemente 8,
wie Türöffner, Schlösser, Schliessriegel etc. aufzunehmen und ausserdem noch Platz
zu lassen für das Einlegen von Leitungen.
[0024] Die Profile weisen im vorliegenden Beispiel zusätzlich zu den Anschlagfalzen 4,5
je ein Paar weiterer Falze 12,13 auf, die zusammen mit den Schultern 11 einen definierten
Raum bzw. Sitz für die Montage- bzw. Abdeckplatten bilden (siehe auch Fig. 1 + 2).
[0025] Entsprechende Profile für die Verwendung an Holz- oder Kunststofftüren sind in Fig.
2 gezeigt. Es stehen wiederum ein Türstockprofil 14 und ein Türrahmenprofil 15 einander
gegenüber. Die Profile sind keine Hohlprofile, sondern umfassen lediglich die funktionelle
Stirnseite der Hohlprofile von Fig. 1. Diese offenen Profile werden z.B. auf den Stirnseiten
von entsprechend vorbereiteten, d.h. mit gefrästen Nuten versehenen Holztürblättern
befestigt. Sie ermöglichen in gleicher Weise die Bestückung mit Funktionselementen
8 und deren Verdrahtung.
[0026] Gegenüber den einfacheren Profilen von Fig. 1 sind für die Profile der Fig. 3 und
4 Möglichkeiten der Ausstattung für höhere Sicherheitsklassen vorgesehen, ohne die
Profile zu ändern. Der als Anschlag und Abdeckung des Türspalts dienende Falz 20 ist
derart verbreitert, dass in seinem Inneren ein mehrere Millimeter breiter Raum 21
gebildet wird. Auf der anderen Seite des Rohrs 16 ist durch entsprechende Profilgestaltung
ein ebenso breiter Raum 22 gebildet. In diese miteinander fluchtenden Räume 21, 22
kann eine Verstärkungsplatte 23 aus Hartmetall etc. eingeschoben werden, um das Profil
schussicherer und einbruchhemmender zu machen.
[0027] An der gegenüberliegenden Wand, die nach innen zur Isolationsschicht 18 gerichtet
ist, entsteht durch die Profilgestaltung ebenfalls ein Raum 24 in den eine Dämmplatte
25 zur Erhöhung der Feuersicherheit eingeschoben werden kann. Diese zusätzlichen Einschubmöglichkeiten
sind an allen Hohlprofilen vorgesehen, die mittels Isolationsschichten 18 zu den Rahmenprofilen
gemäss Fig. 3 und 4 verbunden werden.
1. Moduläres Türprofilsystem für Bauelemente, wie Türen, Fenster und dergleichen mit
einem drehbar an einem Stock angelenkten Rahmen und mit mechanischen, elektromechanischen
oder elektromagnetischen Funktionselementen an einer oder mehreren Stirnseiten des
Rahmens oder des Stockes, wobei mindestens je eine Stirnseite des Rahmens oder des
Stockes über ihre gesamte Länge mit Nuten (6,7) versehen ist, welche die genannten
Funktionselemente (8) und die zu deren Betätigung erforderlichen elektrischen Leitungen
aufnehmen, gekennzeichnet durch Montage- und Abdeckplatten zum Befestigen der Funktionselemente
und zum Abdecken der Nuten und durch Mittel zum Befestigen der Montage- und Abdeckplatten.
2. Rahmenprofil für die Herstellung von Bauelementen, wie Türen etc. aus einem oder mehreren
miteinander verbundenen Rohren (1,2,16,17) oder Hohlprofilen, wobei eine Seite mit
einer längslaufenden Nut (6,7,19) von zur Aufnahme von Funktionselemente (8) geeigneter
Dimensionen versehen ist, gekennzeichnet durch Mittel zum Befestigen von Montageund
Abdeckplatten zum Befestigen der Funktionselemente und zum Abdecken von Nuten.
3. Rahmenprofil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass es aus zwei Hohlprofilen
(16,17) mit im wesentlichen rechteckigem Querschnitt und einer den Zwischenraum zwischen
den beiden Hohlprofilen teilweise ausfüllenden Isolierschicht (18) besteht.
4. Rahmenprofil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlprofile vorstehende
Falze (12,13) aufweisen, die miteiander den Sitz der Montage- und Abdeckplatten definieren.
1. Modular door profile system for construction elements such as doors, windows and the
like, with a frame rotatably coupled to a case and with mechanical, electromechanical
or electromagnetic functional elements on one or more faces of the frame or the case,
at least one face of the frame or the case being provided over its entire length with
slots (6, 7) which accommodate said functional elements (8) and the electrical leads
required to operate them, characterized by mounting and covering plates for securing
the functional elements and covering the slots, and by means for securing the mounting
and covering plates.
2. Frame profile for the manufacture of construction elements such as doors etc., made
up of one or more interconnected tubes (1, 2, 16, 17) or hollow profiles, one side
being provided with a longitudinal slot (6, 7, 19) of dimensions appropriate for accommodating
functional elements (8), characterized by means for securing mounting and covering
plates for securing the functional elements and covering the slots.
3. Frame profile according to Claim 2, characterized in that it is made up of two hollow
profiles (16, 17) of substantially rectangular cross-section, and an insulating layer
(18) partially filling the space between the two hollow profiles.
4. Frame profile according to Claim 3, characterized in that the hollow profiles have
protruberant beads (12, 13) which together define the seat of the mounting and covering
plates.
1. Système modulaire de profilé de porte pour des éléments de construction tels que des
portes, des fenêtres ou similaires, comprenant un cadre articulé rotatif sur un dormant
et des éléments fonctionnels mécaniques, électromécaniques ou électromagnétiques sur
l'une ou plusieurs des faces frontales du cadre ou du dormant, dans lequel au moins
chacune des faces frontales du cadre ou du dormant est munie sur toute sa longueur
de rainures (6, 7), qui reçoivent les éléments fonctionnels (8) cités et les canalisations
électriques nécessaires à leur actionnement, caractérisé par des plaques de montage
et de recouvrement pour fixer les éléments fonctionnels et pour recouvrir les rainures,
et par des moyens pour fixer les plaques de montage et de recouvrement.
2. Profilé de cadre pour la fabrication d'éléments de construction tels que des portes,
etc., à partir d'un ou plusieurs tubes (1, 2, 16, 17) ou profilés creux reliés les
uns aux autres, dans lequel une face est munie d'une rainure courant longitudinalement
(6, 7, 19) présentant des dimensions appropriées pour-recevoir des éléments fonctionnels
(8), caractérisé par des moyens pour fixer des plaques de montage et de recouvrement
pour la fixation des éléments fonctionnels et pour le recouvrement des rainures.
3. Profilé de cadre selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'il se compose de deux
profilés creux (16, 17) présentant pour l'essentiel une section transversale rectangulaire
et une couche isolante (18) remplissant partiellement l'espace intermédiaire entre
les deux profilés creux.
4. Profilé de cadre selon la revendication 3, caractérisé en ce que les profilés creux
comportent des feuillures en saillie (12, 13), qui définissent entre elles le siège
des plaques de montage et de recouvrement.