(19)
(11) EP 0 696 661 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
23.10.2002  Patentblatt  2002/43

(21) Anmeldenummer: 95810494.5

(22) Anmeldetag:  02.08.1995
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7D06M 11/38, D06M 15/53, D06M 13/256, D06M 13/288

(54)

Multifunktionelle Textilhilfsmittel-Zusammensetzungen

Multifunctionnal textile agents compositions

Compositions d'agents de finition multi-fonctionnels


(84) Benannte Vertragsstaaten:
BE CH DE ES FR GB IT LI NL

(30) Priorität: 11.08.1994 CH 248694

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
14.02.1996  Patentblatt  1996/07

(73) Patentinhaber: Ciba Specialty Chemicals Holding Inc.
4057 Basel (CH)

(72) Erfinder:
  • Traber, Rainer Hans, Dr.
    D-4153 Reinach (CH)
  • Stehlin, Albert
    F-68300 Rosenau (DE)
  • Arnold, Vladimir, Dr.
    CH-4056 Basel (CH)
  • Kuratli, Rolf
    CH-4058 Basel (CH)
  • Schreiber, Werner
    CH-4058 Basel (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 102 930
EP-A- 0 176 797
EP-A- 0 355 613
EP-A- 0 420 802
EP-A- 0 174 610
EP-A- 0 354 344
EP-A- 0 394 848
   
     
    Bemerkungen:
    Die Akte enthält technische Angaben, die nach dem Eingang der Anmeldung eingereicht wurden und die nicht in dieser Patentschrift enthalten sind.
     
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft lagerstabile, schaumarme, silikonfreie, wässrige Textilhilfsmittel, ihre Herstellung und vielfache Verwendung z.B. als Netzmittel, Waschmittel, Dispergiermittel oder als Stabilisatoren in Peroxid-Bleichflotten.

    [0002] Die erfindungsgemässen Textilhilfsmittel enthalten

    (a) 10 bis 60 Gew.% ein nichtionogenes Tensid der Formel

    (b) 10 bis 60 Gew.% einer polymeren Verbindung, hergestellt durch Umsetzung von 5 bis 45 Gew.-% eines oder mehrerer nichtionogener Tenside der Formel

    mit 45 bis 5 Gew.-% Acrylsäure oder Methacrylsäure in Anwesenheit eines Katalysators aus der Klasse der freien Radikale bildenden organischen Initiatoren, und anschliessender Teilneutralisation auf einen pH-Wert von 3 bis 6 mit 1 bis 8 Gew.-% einer anorganischen oder organischen Base und

    (c) 4 bis 20 Gew.% eines Hydrotropiermittels
    - aromatischen Alkohole der Formel

    worin

    X1 -(CH2)1-6-, -CH=CH-CH2- oder -O-(CH2)2-6- und

    R8, R9 und R10, unabhängig voneinander, Wasserstoff, Hydroxy, Halogen oder C1-C6-Alkoxy
    -Verbindungen der Formel



            (7)   R11O-SO3X2,

    worin

    R11 einen aliphatischen gesättigten, verzweigten oder geradkettigen Rest mit 4 bis 24 Kohlenstoffatomen und X2 Wasserstoff, Alkalimetall oder Ammonium bedeutet,

    • ein amphoteres Tensid, ausgewählt aus der Natriumlauriminodipropionat, Dihydroxyethyl-talgfettglycinat, Dinatriumcocoamphodiacetat, Dinatriumcapryloamphodiacetat oder vorzugsweise Dinatriumdicarboxyethylcocopropylendiamin oder Talgfettamphopolycarboxyglycinat

    (d) 0 bis 20 Gew.% eines nichtionogenen Tensids der Formel

    (e) 0 bis 8 Gew.% eines Magnesiumsalzes einer organischen Carbonsäure

    (f) 0 bis 30 Gew.% eines Komplexier- oder Sequestriermittels ausgewählt aus

    (f1)
    einem Gemisch aus monomeren und oligomeren Verbindungen entsprechend den Formeln

    und

       worin

    Y7 Wasserstoff oder -COT1,

    R14, X3 und T1 unabhängig voneinander jeweils C1-C4-Alkyl und

    q1 1 bis 16 bedeuten,

    (f2)
    D-Gluconsäure,
    (f3)
    Zitronensäure und
    (f4)
    Aminophosphonsäure,

    (g) 0 bis 10 Gew.% eines Diols oder Polyols und

    (h) 0 bis 60 % Wasser,

    wobei einer der Komponenten (e) bis (g) im Textilhilfsmittel immer vorhanden sein muss,
    worin in den Formeln (3), (4) und (5)
    R4
    C9 bis C14-Alkyl,
    R5
    C1 bis C8-Alkyl, einen cycloaliphatischen Rest mit mindestens 5 C-Atomen, Niederalkylphenyl oder Styryl,
    R6
    C8-C13-Alkyl,
    R7
    C8-C18-Alkyl,
    Y1, Y2, Y3 und Y4,
    unabhängig voneinander Wasserstoff, Methyl oder Ethyl, wobei einer der Reste Y1, Y2 bzw. Y3, Y4 immer Wasserstoff ist,
    Y5
    Wasserstoff oder Methyl,
    Y6
    Wasserstoff, Methyl oder Ethyl,
    m2
    3 bis 15
    p1
    eine ganze Zahl von 4 bis 10 und
    p2
    eine ganze Zahl von 0 bis 8,
    bedeuten.

    [0003] Die Komponenten (a) bis (g) können jeweils aus Einzelverbindungen bestehen oder auch aus mehreren Einzelverbindungen zusammengesetzt sein.

    [0004] Auf Grund der extremen Schaumarmut und des guten Dämpfungsvermögens von Prozeßschäumen kann bei den erfindungsgemässen Textilhilfsmitteln auf den Zusatz weiterer schaumdämpfender Mittel, insbesondere silikonhaltiger Verbindungen, verzichtet werden.

    [0005] Die Substituenten R6 und R7 in den Formeln (4) und (5) stellen vorteilhafterweise den Kohlenwasserstoffrest eines gesättigten aliphatischen Monoalkohols dar. Der Kohlenwasserstoffrest kann geradkettig oder verzweigt sein.

    [0006] Als aliphatische gesättigte Monoalkohole können natürliche Alkohole, wie z.B. Laurylalkohol, Myristylalkohol, Cetylalkohol oder Stearylalkohol, sowie synthetische Alkohole, wie z.B. 2-Ethylhexanol, 1,1,3,3-Tetramethylbutanol, Octan-2-ol, Isononylalkohol, Trimethylhexanol, Trimethylnonylalkohol, Decanol, C9-C11-Oxoalkohol, Tridecylalkohol, Isotridecanol oder lineare primäre Alkohole (Alfole) in Betracht kommen. Einige Vertreter dieser Alfole sind Alfol (8-10), Alfol (9-11), Alfol (10-14), Alfol (12-13) oder Alfol (16-18). ("Alfol" ist ein eingetragenes Warenzeichen).

    [0007] Die Alkoholreste können einzeln oder in Form von Gemischen aus zwei oder mehreren Komponenten vorhanden sein.

    sind bevorzugt zweiwertige Reste der Formeln

    R4 stellt den geradkettigen Kohlenwasserstoffrest eines gesättigten aliphatischen Monoalkohols mit 8 bis 14 Kohlenstoffatomen dar, also n-Octyl, n-Nonyl, n-Decyl, n-Undecyl, n-Dodecyl, n-Tridecyl oder n-Tetradecyl.

    [0008] R5 in Formel (3) in der Bedeutung von C1-C8-Alkyl ist der Methyl-, Ethyl-, n-Propyl-, Isopropyl-, n-Butyl-, sec.Butyl- oder tert.Butyl-Rest. Vorzugsweise bedeutet R5 den n-Butylrest.

    [0009] Beispiele für einen cycloaliphatischen Rest sind Cycloheptyl, Cyclooctyl oder vorzugsweise Cyclohexyl.

    [0010] Als Beispiele für nichtionogene Tenside, die der Komponente (a) entsprechen, seien die Anlagerungsprodukte von 3 bis 15 Mol, vorzugsweise 4 bis 10 Mol Alkylenoxiden, insbesondere Ethylenoxid, wobei einzelne Ethylenoxideinheiten durch substituierte Epoxide, wie Propylenoxid, ersetzt sein können, an höhere gesättigte Fettalkohle mit 8 bis 13 bzw. 8 bis 18 Kohlenstoffatomen, bzw. Gemische dieser Verbindungen genannt.

    [0011] Als monomere Ausgangsverbindungen zur Herstellung der polymeren Verbindungen der Komponente (b) sind Acrylsäure und Methacrylsäure genannt.

    [0012] Als Katalysatoren für die Herstellung der Komponente (b) werden vorzugsweise freie Radikale bildende organische Initiatoren verwendet. Geeignete Initiatoren zur Durchführung der radikalischen Polymerisation sind z.B. symmetrische aliphatische Azoverbindungen wie Azo-bis-isobuttersäurenitril, Azo-bis-2-methyl-valeronitril, 1,1'-Azo-bis-1-cyclohexanitril und 2,2'-Azo-bis-isobuttersäurealkylester; symmetrische Diacylperoxide, wie z.B. Acetyl-, Propionyl- oder Butyrylperoxid, Benzoylperoxid, brom-, nitro-, methyl- oder methoxy-substituierte Benzoylperoxide sowie Lauroylperoxid; symmetrische Peroxydicarbonate, wie z.B. Diethyl-, Diisopropyl-, Dicyclohexyl-, sowie Dibenzylperoxidicarbonat; tert.-Butylperoctoat, tert.-Butylperbenzoat oder tert.-Butylphenylperacetat sowie Peroxidicarbamate wie tert.-Butyl-N-(phenylperoxi)-carbamat oder tert.-Butyl-N-(2,3-dichlor- oder -4-chlorphenyl-peroxi)-carbamat. Weitere geeignete Peroxide sind: tert.-Butylhydroperoxid, Di-tert.-butylperoxid, Cumolhydroperoxid, Di-cumolperoxid und tert.-Butylperpivalat. Eine weitere geeignete Verbindung ist Kaliumpersulfat, das bei der Herstellung der Komponente (b) bevorzugt eingesetzt wird.

    [0013] Die Katalysatoren werden in der Regel in Mengen von 0,1 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 0,5 bis 2 Gew.-%, bezogen auf die Ausgangsprodukte, eingesetzt.

    [0014] Die Komponente (b) liegt vorzugsweise als teilneutralisierte Verbindung vor, die einen pH-Wert von 3 bis 6 aufweist. Die Herstellung der polymeren Verbindung erfolgt z.B. durch Umsetzung von Acrylsäure oder Methacrylsäure in Gegenwart eines nichtionogenen Tensides der Formel (5) oder in Gegenwart von Mischungen nichtionogener Tenside der Formel (5). Anschliessend wird das Umsetzungsprodukt mit einer anorganischen und/oder organischen Base auf einen pH-Wert von 3 bis 6, vorzugsweise 4 bis 5, teilneutralisiert. Als Basen verwendet man z.B. 1 bis 8 Gew.-%ige anorganische oder organische Basen, wie z.B. Natriumhydroxid, Magnesiumhydroxid, Ethanolamin, Triethanolamin,N,N,N,N-Tetrakis(2-hydroxypropyl)-ethylenamin oder 1-Amino-1-deoxysorbit oder Mischungen davon. Wasser wird ad 100 Gew.% hinzugefügt.

    [0015] Die Polymerisation wird vorteilhafterweise in inerter Atmosphäre, z.B. in Gegenwart von Stickstoff durchgeführt.

    [0016] Als Hydrotropiermittel entsprechend Komponente (c) kommen in Betracht:
    • Aromatische Alkohole der Formel

    worin

    X1 -(CH2)1-6-, -CH=CH-CH2- oder -O-(CH2)2-6- und

    R8, R9 und R10, unabhängig voneinander, Wasserstoff, Hydroxy, Halogen oder C1-C6-Alkoxy bedeuten.



    [0017] Als Beispielhafte Verbindungen der Formel (6) sind Benzylalkohol, 2,4-Dichlorbenzylalkohol, Phenylethanol, Phenoxyethanol, 1-Phenoxy-2-propanol (Phenoxyisopropanol) und Zimtalkohol.

    [0018] Alle erwähnten organischen Säuren können auch in Form ihrer wasserlöslichen Salze, wie der Alkalimetall-, insbesondere Natrium- oder Kaliumsalze oder der Aminsalze vorliegen.

    [0019] Weiterhin werden erfindungsgemäss als Hydrotropiermittel der Komponente (c) Alkylsulfate der Formel

            (7)   R11O-SO3X2,

    verwendet, worin
    R11
    einen aliphatischen gesättigten, verzweigten oder geradkettigen Rest mit 4 bis 24 Kohlenstoffatomen und
    X2
    Wasserstoff, Alkalimetall oder Ammonium bedeutet.


    [0020] Liegt das Alkylsulfat als Salz vor, so kommen beispielsweise Natrium-, Kalium- oder Ammoniumsalze in Betracht. Das Natriumsalz ist bevorzugt.

    [0021] Der aliphatische gesättigte Rest R11 leitet sich von Monoalkoholen ab. Dabei kommen natürliche oder synthetische Alkohole in Betracht. Als natürliche Alkohole sind z.B. Lauryl-, Myristyl-, Cetyl-, Stearyl-, Arachidyl- oder Behenylalkohol zu nennen. Bevorzugt sind Verbindungen, bei denen sich R11 von verzweigten aliphatischen synthetischen Alkoholen mit 4 bis 12, insbesondere 4 bis 8 Kohlenstoffatomen ableitet, z.B. Isobutylalkohol, sek.Butanol, tert.Butanol, Isoamylalkohol, 2-Ethylbutanol, 2-Methylpentanol, 5-Methylheptan-3-ol, 2-Ethylhexanol, 1,1,3,3-Tetramethylbutanol, Octan-2-ol, Isononylalkohol, Trimethylhexanol, Trimethylnonylalkohol, n-Decanol oder C9-C11-Oxoalkohol.

    [0022] Die Alkylsulfate können dabei bereits in Form ihrer Salze vorliegen und allein oder als (technisches) Gemisch untereinander in dem erfindungsgemässen Netzmittel eingesetzt werden.

    [0023] Beispielhaft erwähnt für Hydrotropiermittel der Formel (7) sei 2-Ethylhexylsulfat.

    [0024] Die Herstellung dieser Alkylsulfate erfolgt nach an sich bekannter Weise durch Umsetzung der entsprechenden Alkohole mit z.B. Schwefelsäure, Oleum, Chlorsulfonsäure oder Schwefeltrioxid.

    [0025] Weitere erfindungsgemäss eingesetzte Hydrotropiermittel sind die amphoteren Tenside: Natriumlauriminodipropionat, Dihydroxyethyl-talgfettglycinat, Dinatriumcocoamphodiacetat, Dinatriumcapryloamphodiacetat oder vorzugsweise Dinatriumdicarboxyethylcocopropylendiamin oder Talgfettamphopolycarboxyglycinat.

    [0026] Wichtige nichtionogene Tenside der fakultativen Komponente (d) entsprechen der Formel

    worin
    R12
    C9-C14-Alkyl;
    R13
    C1-C4-Alkyl;
    Y7, Y8, Y9 und Y10,
    unabhängig voneinander, Wasserstoff, Methyl oder Ethyl, wobei einer der Reste Y7, Y8 bzw. Y9, Y10 immer Wasserstoff ist;
    p3 und p4,
    unabhängig voneinander, eine ganze Zahl von 4 bis 8;
    bedeuten.

    [0027] Als Beispiele für die endgruppenverschlossenen nichtionogenen Tenside der Komponente (d) sind C10-C12-Fettalkohol-Ethylenoxid- oder -Ethylenoxid/Propylenoxid-Additionsprodukte oder das Umsetzungsprodukt aus einem Mol eines C10-Fettalkohols mit 6 Mol Ethylenoxid und 1 Mol Butylenoxid zu nennen, wobei die Additionsprodukte jeweils mit C1-C4-Alkyl, vorzugsweise Methyl oder Butyl endgruppenverschlossen sein können.

    [0028] Die Herstellung der nichtionogenen Tenside der Formeln (4) und (5) geschieht in an sich bekannter Weise, so z.B. durch Umsetzung der entsprechenden Alkylenoxidanlagerungsprodukte mit Thionylchlorid und nachfolgender Umsetzung der entstandenen Chlorverbindung mit einem gesättigten aliphatischen C8-C13- bzw. C8-C18-Monoalkohol.

    [0029] Die Herstellung der endgruppenverschlossenen nichtionogenen Tenside der Formel (3) geschieht in an sich bekannter Weise, so z.B. durch Umsetzung von Ethylenoxid und/oder Propylenoxid und/oder Butylenoxid in den entsprechenden molaren Verhältnissen mit einem Mol des Alkohols R4-OH, und nachfolgender Umsetzung des entstandenen Anlagerungsproduktes mit einem Alkylhalogenid R5-Hal, vorzugsweise C1-C4-Alkylchlorid.

    [0030] Bei den Magnesiumsalzen von Carbonsäuren mit komplexierenden Eigenschaften entsprechend der fakultativen Komponente (e) handelt es sich um Salze von Gluconsäure, Zitronensäure, Äpfelsäure, Milchsäure, L-Glutaminsäure und L-Asparaginsäure.

    [0031] Insbesondere werden als Komponente (e) die Magnesiumsalze der Gluconsäure verwendet und ganz besonders Magnesiummono- oder Magnesiumdigluconat. Das Magnesiumgluconat kann dabei in der erfindungsgemässen Zusammensetzung als solches und vorzugsweise als Feststoff eingesetzt werden. In einer weiteren Ausführungsform kann das Gluconat aber auch in situ gebildet werden aus Gluconsäure und Magnesiumoxid oder vorzugsweise Magnesiumhydroxid. Ferner kann Gluconsäure oder dessen Natriumsalz in Kombination mit einem wasserlöslichen Magnesiumsalz eingesetzt werden. Als wasserlösliches Magnesiumsalz kommt dabei das Acetat, vor allem das Sulfat oder dessen Heptahydrat und insbesondere das Chlorid oder dessen Hexahydrat in Betracht. Das Magnesiumsalz wird in der Regel als Feststoff eingesetzt, wobei festes Magnesiumchlorid-Hexahydrat im Vordergrund steht.

    [0032] Komplexbildner entsprechend der Komponente (f) in der erfindungsgemässen Zusammensetzung sind Verbindungen, die ausgewählt sind aus
    (f1)
    einem Gemisch aus monomeren und oligomeren Verbindungen entsprechend der Formeln

    und

       worin

    Y7 Wasserstoff oder -COT1,

    R14, X3 und T1 unabhängig voneinander jeweils C1-C4-Alkyl und

    q1 1 bis 16

    bedeuten,
    (f2)
    D-Gluconsäure,
    (f3)
    Zitronensäure und
    (f4)
    Aminophosphonsäure.


    [0033] Bei dem Gemisch aus monomeren und oligomeren Verbindungen (f1) handelt es sich vorzugsweise um ein Gemisch aus monomeren und oligomeren Verbindungen der Formel

    und

    worin

    R15 Methyl oder Ethyl und

    q2 1 bis 13 bedeuten.



    [0034] Die Gemische der monomeren und oligomeren Verbindungen der angegebenen Art sind an sich bekannt und werden nach bekannten Methoden hergestellt. So wird z.B. das Gemisch der Formel (10a) und (10b) vorzugsweise durch Umsetzung von Phosphortrichlorid, Essigsäure und gegebenenfalls Essigsäureanhydrid in wässrigem Medium hergestellt. Die oligomeren Anteile der Komponente (f1) werden in der wässrigen, erfindungsgemässen Zusammensetzung in Gegenwart eines Alkalimetallhydroxids mindestens teilweise zu den entsprechenden monomeren Verbindungen hydrolisiert. Demgemäß kommen als Komponente (f1) der erfindungsgemässe Zusammensetzungen vor allem auch monomere Verbindungen einer der Formeln (9a) bzw. (10a) in Frage.

    [0035] Die Komponente (f1) wird vorzugsweise als 35 bis 90, vorzugsweise 40 bis 85, insbesondere 40 bis 60 gewichtsprozentige, wässrige Lösung in der erfindungsgemässen Zusammensetzung eingesetzt.

    [0036] Beispiele für die Komponente (f4) sind Nitrilotrimethylenphosphonsäure, das Na-Salz der Ethylendiamin-tetramethylenphosphonsäure, das Na-Salz der Diethylentriamin-pentamethylenphosphonsäure oder N,N-Bis(phosphonmethyl)glutaminsäure.

    [0037] Verbindungen der Komponente (f) wirken als Komplexbildner für Erdalkali- und Schwermetalle in wässrigen Flotten, die eine Perverbindung, z.B. Wasserstoffperoxid enthalten, bei der Vorbehandlung, insbesondere bei Bleichprozessen von cellulosehaltigen Fasermaterialien. Insbesondere wird durch die Anwesenheit dieser Komponenten die Zersetzung der Perverbindung durch freie, d.h. nicht als Komplex vorliegende Schwermetalle, die im Betriebswasser des Fasermaterials oder im zugesetzten Alkali vorhanden sein können, unterdrückt.

    [0038] Als Komponente (g) kommen zwei- oder mehrwertige Alkohole in Betracht. Als zweiwertige Alkohole sind insbesondere solche mit 2 bis 6 C-Atomen im Alkylenteil wie Ethylenglykol, 1,2- oder 1,3-Propandiol, 1,3-, 1,4- oder 2,3-Butandiol, 1,5-Pentandiol und 1,6-Hexandiol oder 2-Methyl-2,4-pentandiol zu nennen. Die letztgenannte Verbindung wird in der erfindungsgemässen Zusammensetzung bevorzugt verwendet.

    [0039] Beispiele für mehrwertige Alkohole sind Glycerin, Erythrit, die Pentite, wie z.B. Arabit, Adonit und Xylit sowie die Hexite, wie z.B. D-Sorbit, D-Mannit und Dulcit.

    [0040] Vorzugweise werden Textilhilfsmittel verwendet, welche

    (a) 10 bis 60 Gew.% eines oder mehrerer nichtionogener Tenside der Formel

    (b) 10 bis 60 Gew.% des Umsetzungsproduktes aus 5 bis 45 Gew.-% eines oder mehrerer nichtionogener Tenside der Formel

    und 45 bis 5 Gew.-% Acrylsäure;

    (c) 4 bis 20 Gew.% eines Hydrotropiermittels ausgewählt aus Natrium-cumol-4-sulfonat und Dodecyliminodipropionat-di-Na-Salz; und

    (d) 0 bis 20 Gew.% eines nichtionogenen Tensids der Formel

    (e) 0 bis 8 Gew.% Magnesiummono- oder Digluconat;

    (f) 0 bis 30 Gew.% D-Gluconsäure; und

    (g) 0 bis 10 Gew.% 2-Methyl-2,4-pentadiol;

    wobei eine der Komponenten (e) bis (g) im Textilhilfsmittel immer vorhanden sein muss,
    worin
    R6
    C8-C13-Alkyl;
    R7
    C8-C18-Alkyl;
    R12
    C9-C14-Alkyl;
    R13
    C1-C4-Alkyl;
    Y5
    Wasserstoff oder Methyl;
    Y6
    Wasserstoff, Methyl oder Ethyl;
    Y7, Y8, Y9, Y10,
    unabhängig voneinander, Wasserstoff, Methyl oder Ethyl, wobei einer der Reste Y7, Y8 bzw. Y9, Y10 immer Wasserstoff ist;
    m2
    4 bis 15;
    n2
    1 bis 40; und
    p3 und p4,
    unabhängig voneinander, eine ganze Zahl von 4 bis 8;
    bedeuten,
    enthalten.

    [0041] Die erfindungsgemässen Textilhilfsmittel können durch Eintragen der Komponenten (a), (b), (c), und gegebenenfalls (d), (e), (f) und (g) in Wasser (Komponente (h)) hergestellt werden, oder dadurch, dass man die entsprechenden Komponenten unter Rühren mischt und deionisiertes Wasser hinzugibt, bis eine homogene Lösung vorliegt. Es handelt sich dabei um einen rein mechanischen Vorgang, der gegebenenfalls bei erhöhter Temperatur, beispielsweise von 30 bis 40°C durchgeführt wird. Eine chemische Reaktion findet dabei nicht statt.

    [0042] Eine weitere Ausführungsform der Herstellung der erfindungsgemässen Textilhilfsmittel besteht darin, dass man zunächst die Komponente (b) durch Umsetzung von 5 bis 45 Gew.-% eines nichtionogenen Tensids der Formel (5) mit 45 bis 5 Gew.-% Acrylsäure oder Methacrylsäure in Anwesenheit eines Katalysators aus der Klasse der freien Radikale bildenden organischen Initiatoren, und anschliessender Teilneutralisation auf einen pH-Wert von 3 bis 6 mit 1 bis 8 Gew.-% einer anorganischen oder organischen Base herstellt, den pH-Wert auf ca. 4,5 einstellt und dann die restlichen Komponenten hinzugibt, bis eine homogene Lösung vorliegt.

    [0043] Die fertig hergestellten Textilhilfsmittel weisen einen pH-Wert von z. B. 2 bis 5, vorzugsweise von 2,5 bis 3,5 auf. Der pH-Wert bezieht sich dabei immer auf eine 1%ige wäsrige Lösung der erfindungsgemässen Formulierung. Für eine gegebenenfalls nachträgliche Einstellung des gewünschten pH-Wertes verwendet man z.B. Magnesiumhydroxid, Kaliumhydroxid, Mono-, Di- oder Triethanolamin und vor allem Natriumhydroxid.

    [0044] Die neuen Formulierungen stellen lagerstabile, einphasige, schaumarme und silikonfreie Textilhilfsmittel mit guten komplexierenden und sequestrierenden Eigenschaften mit schmutzlösender Wirkung dar. Sie zeigen gutes Emulgiervermögen und sind in alkalischer Flotte stabil. In alkalischer Bleichflotte weisen sie keine Aufrahmungen oder Abscheidungen auf. Sie besitzen weiterhin gute peroxid-stabilisierende Eigenschaften und bewirken eine gute Wiederbenetzbarkeit des Textilguts. Ausserdem sind die Formulierungen gut biologisch abbaubar. Sie zeichnen sich auf Grund ihrer flüssigen Handelsform durch einfache Handhabung aus, weshalb sie besonders für moderne Dosiereinrichtungen geeignet sind. Die universelle Einsetzbarkeit der erfindungsgemässen Formulierungen ermöglicht verschiedene Anwendungen. Sie können beispielsweise als Netzmittel, Textilwaschmittel, Dispergiermittel oder als Stabilisator in Peroxid-Bleichflotten eingesetzt werden. Ferner eignen sie sich hervorragend als universelles Haushaltswaschmittel.

    [0045] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist demnach auch ein Verfahren zum Netzen, Waschen und/oder Bleichen von Fasermaterialien, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man diese Materialien in wässrigem Medium in Gegenwart eines in Anspruch 1 definierten Textilhilfsmittels behandelt.

    [0046] Die Einsatzmengen, in denen die erfindungsgemässen Textilhilfsmittel den Behandlungsflotten zugesetzt werden, betragen 0,1 bis 60, vorzugsweise 1 bis 20 g pro Liter Behandlungsflotte. Diese Flotten können noch weitere Zusätze enthalten, z.B. Entschlichtungsmittel, Farbstoffe, optische Aufheller, Alkalien wie Natriumhydroxid und Wasserstoffperoxid.

    [0047] Als Fasermaterialien kommen in Betracht: Cellulose, insbesondere unvorbehandelte natürliche Cellulose wie z.B. Hanf, Leinen, Jute, Zellwolle, Viskose, Azetatreyon, native Cellulosefaser und besonders Rohbaumwolle, Wolle, Polyamid-, Polyacrylnitril- oder Polyesterfasermaterialien sowie Fasermischungen, z.B. solche aus Polyacrylnitril/Baumwolle oder Polyester/Baumwolle.

    [0048] Das zu behandelnde Fasermaterial kann in verschiedenen Verarbeitungsstufen vorliegen, so z.B. das cellulosehaltige Material als loses Material, Garn, Gewebe oder Gewirke. Hierbei handelt es sich also in der Regel stets um textile Fasermaterialien, die aus reinen textilen Cellulosefasern oder aus Gemischen von textilen Cellulosefasern mit textilen Synthesefasern hergestellt werden. Das Fasermaterial kann kontinuierlich oder diskontinuierlich in wässriger Flotte behandelt werden.

    [0049] Die wässrigen Behandlungsflotten können in bekannter Weise auf die Fasermaterialien aufgebracht werden, vorteilhaft durch Imprägnieren am Foulard, wobei die Flottenaufnahme etwa 70 bis 120 Gew.% beträgt. Das Foulardierverfahren kommt insbesondere beim Pad-Steam- sowie Pad-Batch-Verfahren zur Anwendung.

    [0050] Die Imprägnierung kann bei 10 bis 60°C, vorzugsweise jedoch bei Raumtemperatur, vorgenommen werden. Nach der Imprägnierung und Abquetschung wird das Cellulosematerial gegebenenfalls einer Hitzebehandlung, z.B. bei Temperaturen von 80 bis 140°C unterworfen. Vorzugsweise erfolgt die Hitzebehandlung durch Dämpfen bei 95 bis 140, insbesondere bei 100 bis 106°C. Je nach Art der Hitzeentwicklung und des Temperaturbereiches kann die Hitzebehandlung 30 Sekunden bis 60 Minuten dauern. Bei dem Pad-Batch-Verfahren wird die imprägnierte Ware ohne Trocknung aufgerollt und anschliessend gegebenenfalls mit einer Plastikfolie verpackt, und bei Raumtemperatur 1 bis 24 Stunden gelagert.

    [0051] Die Behandlung der Fasermaterialien kann aber auch in langen Flotten bei einem Flottenverhältnis von z.B. 1:3 bis 1:100, vorzugsweise 1:4 bis 1:25 und bei 10 bis 100, vorzugsweise 60 bis 98°C während etwa 1/4 bis 3 Stunden unter Normalbedingungen, d.h. unter atmosphärischem Druck in üblichen Apparaturen, z.B. einem Jigger, Jet oder einer Haspelkufe erfolgen. Gegebenenfalls kann aber auch die Behandlung bis 150°C, vorzugsweise 105 bis 140°C unter Druck in sogenannten Hochtemperatur-Apparaturen (HT-Apparaturen) durchgeführt werden.

    [0052] Anschliessend werden die Fasermaterialien, wenn es das Verfahren verlangt, mit heissem Wasser von etwa 90 bis 98°C und dann mit warmem und zuletzt mit kaltem Wasser gründlich gespült, gegebenenfalls neutralisiert und hierauf vorzugsweise bei erhöhten Temperaturen getrocknet.

    [0053] Aus der EP-A-0 420 802 sind ähnliche Netzmittel bekannt, die sich in charakteristischer Weise dadurch von dem erfindungsgemässen Textilhilfsmittel unterscheiden, dass sie keine Komponente b) enthalten. Gegenüber diesem Stand der Technik zeichnet sich das erfingungsgemässe Textilhilfsmittel durch überraschende vorteilhafte Eigenschaften aus.

    [0054] In den nachfolgenden Beispielen, die zur Veranschaulichung der Erfindung dienen, beziehen sich die Prozente stets auf das Gewicht.

    Herstellung der Einzelkomponenten:


    Beispiel 1: Herstellung der Komponente (b)



    [0055] In einem Planschliffkolben mit Heizmantel werden
    360,0 g deionisiertes Wasser,
    76,0 g des Umsetzungsproduktes aus einem Mol eines C13-Oxoalkohols und 9 Mol Ethylenoxid,
    48 g des Umsetzungsproduktes aus einem Mol eines C13-Oxoalkohols und 10 Mol Ethylenoxid
    bei 20 bis 30°C vorgelegt und auf 88 bis 92°C erwärmt. Es entsteht eine milchig trübe Emulsion.

    [0056] Bei 90°C werden gleichzeitig

    124,0 g Acrylsäure und eine Initiatorlösung, bestehend aus

    0,75 g Kaliumpersulfat, gelöst in 60,0 g deionisiertem Wasser zudosiert. Die Dosierzeit für die Acrylsäure beträgt 180 Minuten, die der Initiatorlösung 195 Minuten. Anschliessend wird die entstandene Polymerlösung noch etwa 15 bis 30 Minuten nachgerührt und danach auf 25°C abgekühlt. Während der Abkühlphase werden unterhalb 70°C

    9,7 g 30%ige Natronlauge

    unter gutem Rühren zugegeben.

    [0057] Es entsteht ein klares, farbloses Produkt.

    Beispiel 2: Herstellung der Komponente (b)



    [0058] In einem Planschliffkolben mit Heizmantel werden
    346,0 g deionisiertes Wasser,
    138,0 g des Umsetzungsproduktes aus einem Mol eines C13-Oxoalkohols und 9 Mol Ethylenoxid,
    bei 20 bis 30°C vorgelegt und auf 88 bis 92°C erwärmt. Es entsteht eine milchig trübe Emulsion.

    [0059] Bei 90°C werden gleichzeitig
    124,0 g Acrylsäure und eine Initiatorlösung, bestehend aus
    0,75 g Kaliumpersulfat, gelöst in 60,0 g deionisiertem Wasser
    zudosiert. Die Dosierzeit für die Acrylsäure beträgt 180 Minuten, die der Initiatorlösung 195 Minuten. Anschliessend wird die entstandene Polymerlösung noch etwa 15 bis 30 Minuten nachgerührt.

    [0060] Bei 85 bis 95°C wird nun
    13,9g Magnesiumhydroxid
    eingerührt und die entstandene homogene Lösung auf 25°C abgekühlt. Während der Abkühlphase werden unterhalb 70°C
    321,6 g deionisiertes Wasser unter gutem Rühren zugegeben.


    [0061] Es entsteht ein klares, farbloses, homogenes Produkt.

    Herstellung der erfindungsgemässen Formulierungen


    Beispiel 3: Folgende Komponenten werden unter Rühren miteinander gemischt:



    [0062] 
    24 % des Umsetzungsproduktes aus einem Mol eines C13-Oxoalkohols und 6 Mol Ethylenoxid,
    22 % der Komponente (b) gemäss Beispiel 1,
    2,4 % Dinatriumdicarboxyethylcocopropylendiamin,
    10 % des Umsetzungsproduktes aus einem Mol eines C12-Fettalkohols und 6 Mol Ethylenoxid/4 Mol Propylenoxid
    7,2 % 1-Hydroxy-1,1-ethandiphosphonsäure,
    3 % D-Gluconsäure,
    6 % 2-Methyl-2,4-pentandiol und
    25,4 % Wasser.


    [0063] Es entsteht ein niederviskoses, klares und homogenes Produkt.

    [0064] Die Formulierung findet Verwendung als Textilhilfsmittel für alkalische Aufschlussverfahren, Laugieren und Mercerisieren.

    Beispiel 4: Folgende Komponenten werden unter Rühren miteinander gemischt:



    [0065] 
    32 % des Umsetzungsproduktes aus einem Mol eines C13-Oxoalkohols und 7 Mol Ethylenoxid,
    8 % des Umsetzungsproduktes aus einem Mol eines C13-Oxoalkohols und 6 Mol Ethylenoxid,
    28 % der Komponente (b) gemäss Beispiel 1,
    2,4 % Dinatriumdicarboxyethylcocopropylendiamin,
    4,8 % 1-Hydroxy-1,1-ethandiphosphonsäure,
    3 % D-Gluconsäure,
    6 % 2-Methyl-2,4-pentandiol und
    14,6 % Wasser.


    [0066] Es entsteht ein niederviskoses, klares und homogenes Produkt.

    [0067] Die Formulierung findet Verwendung als Textilhilfsmittel für alkalische Aufschlussverfahren, Laugieren und Mercerisieren.

    Beispiel 5: Folgende Komponenten werden unter Rühren miteinander gemischt:



    [0068] 
    32 % des Umsetzungsproduktes aus einem Mol eines C13-Oxoalkohols und 6 Mol Ethylenoxid,
    40 % der Komponente (b) gemäss Beispiel 2,
    1,8 % Dinatriumdicarboxyethylcocopropylendiamin,
    4,8 % 1-Hydroxy-1,1-ethandiphosphonsäure,
    3 % D-Gluconsäure,
    8 % 2-Methyl-2,4-pentandiol und
    10,4 % Wasser.


    [0069] Es entsteht ein niederviskoses, klares und homogenes Produkt.

    [0070] Die Formulierung findet Verwendung als Textilhilfsmittel für die Kaltlager-Peroxidbleiche.

    Beispiel 6: Folgende Komponenten werden unter Rühren miteinander gemischt:



    [0071] 
    15 % des Umsetzungsproduktes aus einem Mol eines C13-Oxoalkohols und 3 Mol Ethylenoxid,
    15% des Umsetzungsproduktes aus einem Mol eines C13-Oxoalkohols und 5 Mol Ethylenoxid,
    42 % der Komponente (b) gemäss Beispiel 1,
    4 % Talgfettamphopolycarboxyglycinat,
    12 % des Umsetzungsproduktes aus einem Mol eines C10-Fettalkohols und 6 Mol Ethylenoxid/1 Mol Butylenoxid, methylendgruppenverschlossen,
    6 % 2-Methyl-2,4-pentandiol und
    6 % Wasser.


    [0072] Es entsteht ein niederviskoses, klares und homogenes Produkt.

    [0073] Die Formulierung findet Verwendung als Textilhilfsmittel für Abkoch- und Bleichprozesse.

    Beispiel 7: Folgende Komponenten werden unter Rühren miteinander gemischt:



    [0074] 
    3,5 % des Umsetzungsproduktes aus einem Mol eines C13-Oxoalkohols und 5 Mol Ethylenoxid,
    9,5 % des Umsetzungsproduktes aus einem Mol eines C13-Oxoalkohols und 6 Mol Ethylenoxid,
    2 % des Umsetzungsproduktes aus einem Mol eines C13-Oxoalkohols und 9 Mol Ethylenoxid,
    12,6 % der Komponente (b) gemäss Beispiel 1,
    4 % des Natriumsalzes der Cumol-4-sulfonsäure,
    2,5 % Magnesiumdigluconat und
    65,9 % Wasser.


    [0075] Es entsteht ein niederviskoses, klares und homogenes Produkt.

    [0076] Die Formulierung findet Verwendung als Textilhilfsmittel für die Pad-Steam-Peroxid-Bleiche.

    Beispiel 8: Folgende Komponenten werden unter Rühren miteinander gemischt:



    [0077] 
    15 % des Umsetzungsproduktes aus einem Mol eines C13-Oxoalkohols und 6 Mol Ethylenoxid,
    20,7 % der Komponente (b) gemäss Beispiel 2,
    4 % des Natriumsalzes der Cumol-4-sulfonsäure,
    2,4 % Magnesiumdigluconat und
    57,9 % Wasser.


    [0078] Es entsteht ein niederviskoses, klares und homogenes Produkt.

    [0079] Die Formulierung findet Verwendung als Textilhilfsmittel für die Pad-Steam-Peroxid-Bleiche.

    Beispiel 9: Folgende Komponenten werden unter Rühren miteinander gemischt:



    [0080] 
    30 % des Umsetzungsproduktes aus einem Mol eines C11-Oxoalkohols und 4 Mol Ethylenoxid,
    42 % der Komponente (b) gemäss Beispiel 1, aber mit einem Umsetzungsprodukt aus einem Mol eines C13-Oxoalkohols mit 6 Mol Ethylenoxid anstelle des Umsetzungsproduktes aus einem Mol eines C15-Oxoalkohols mit 9 und 10 Mol Ethylenoxid,
    12 % des Umsetzungsproduktes aus einem Mol eines C10-Fettalkohols und 6 Mol Ethylenoxid sowie 1 Mol Butylenoxid, methylendgruppenverschlossen,
    3 % Dodecyliminodipropionat-di-Na-Salz,
    6 % 2-Methyl-2,4-pentandiol und
    7 % Wasser.


    [0081] Es etnsteht eine klare, niederviskose Formulierung.

    Beispiel 10: Folgende Komponenten werden unter Rühren miteinander gemischt:



    [0082] 
    30 % des Umsetzungsproduktes aus einem Mol eines C11-Oxoalkohols und 4 Mol Ethylenoxid
    42 % der Komponente (b) gemäss Beispiel 1, aber mit einem Umsetzungsprodukt aus einem Mol eines C13-Oxoalkohols mit 8 Mol Ethylenoxid anstelle des Umsetzungsproduktes aus einem Mol eines C15-Oxoalkohols mit 9 und 10 Mol Ethylenoxid,
    12 % des Umsetzungsproduktes aus einem Mol eines C10-Fettalkohols und 6 Mol Ethylenoxid sowie 1 Mol Butylenoxid, methylendgruppenverschlossen,
    3 % Dodecyliminodipropionat-di-Na-Salz,
    6 % 2-Methyl-2,4-pentandiol und
    7 % Wasser.


    [0083] Es entsteht eine klare, niederviskose Formulierung.

    Beispiel 11: Folgende Komponenten werden unter Rühren miteinander gemischt:



    [0084] 
    30 % des Umsetzungsproduktes aus einem Mol eines C11-Oxoalkohols und 4 Mol Ethylenoxid
    42 % der Komponente (b) gemäss Beispiel 1, aber mit einem Umsetzungsprodukt aus einem Mol eines C13-Oxoalkohols mit 4 Mol Ethylenoxid anstelle des Umsetzungsproduktes aus einem Mol eines C15-Oxoalkohols mit 9 und 10 Mol Ethylenoxid,
    12 % des Umsetzungsproduktes aus einem Mol eines C10-Fettalkohols und 6 Mol Ethylenoxid sowie 1 Mol Butylenoxid, methylendgruppenverschlossen,
    3 % Dodecyliminodipropionat-di-Na-Salz,
    6 % 2-Methyl-2,4-pantandiol und
    7 % Wasser.


    [0085] Es entsteht eine klare, niederviskose Formulierung.

    Beispiel 12: Folgende Komponenten werden unter Rühren miteinander gemischt:



    [0086] 
    30 % des Umsetzungsproduktes aus einem Mol eines C11-Oxoalkohols und 4 Mol Ethylenoxid
    42 % der Komponente (b) gemäss Beispiel 2,
    12 % des Umsetzungsproduktes aus einem Mol eines C10-Fettalkohols und 6 Mol Ethylenoxid sowie 1 Mol Butylenoxid, methylendgruppenverschlossen,
    3 % Dodecyliminodipropionat-di-Na-Salz,
    6 % 2-Methyl-2,4-pentandiol und
    7 % Wasser.


    [0087] Es entsteht eine opale, niederviskose Formulierung.

    Beispiel 13: Folgende Komponenten werden unter Rühren miteinander gemischt:



    [0088] 
    38 % des Umsetzungsproduktes aus einem Mol eines C13-Oxoalkohols und 7 Mol Ethylenoxid,
    24 % der Komponente (b) gemäss Beispiel 1,
    6 % Citronensäure Monohydrat,
    4,8 % 1-Hydroxy-1,1-ethandiphosphonsäure,
    3 % D-Gluconsäure,
    6 % 2-Methyl-2,4-pentandiol und
    18,2 % Wasser.


    [0089] Es entsteht eine klare, niederviskose Formulierung.

    Applikationsbeispiele


    Beispiel 14: Alkalischer Aufschluss nach dem Pad-Steam-Verfahren



    [0090] Rohbaumwollgewebe wird auf einem Foulard bei Raumtemperatur mit einer Behandlungsflotte der folgenden Zusammensetzung imprägniert:
    2 g/l des gemäss Beispiel 4 hergestellten Textilhilfsmittels und
    30 g/l NaOH(100%).
    Die Flottenaufnahme beträgt 100%. Die Ware wird nun für 10 Minuten in einen Dämpfer mit Sattdampf von 102°C geführt und anschliessend mit heissem Wasser ausgewaschen.

    [0091] Es resultiert eine entschlichtete Ware mit hoher Saugfähigkeit.

    Beispiel 15: Kaltlager-Peroxid-Bleiche



    [0092] Rohbaumwollgewebe wird auf einem Foulard bei Raumtemperatur mit einer Behandlungsflotte der folgenden Zusammensetzung imprägniert:
    12 g/l des gemäss Beispiel 5 hergestellten Textilhilfmittels,
    30 g/l NaOH (100%) und
    50 ml/l Wasserstoffperoxid.


    [0093] Die Flottenaufnahme beträgt 100%. Die feuchte Ware wird auf eine Docke aufgewickelt, mit Plastikfolie verpackt und mit langsamer Drehbewegung der Docke 20 Stunden bei Raumtemperatur gelagert. Anschliessend wird die Ware mit heissem Wasser ausgewaschen. Es resultiert ein saugfähiges Gewebe mit hohem Weissgrad und nur geringer Faserschädigung.

    Beispiel 16: Pad-Steam-Peroxidbleiche



    [0094] Rohbaumwollgewebe wird mit einer Behandlungsflote der folgenden Zusammensetzung besprüht:
    20 g/l des gemäss Beispiel 8 hergestellten Textilhilfsmittels
    40 g/l NaOH (100%) und
    30 ml/l Wasserstoffperoxid (35%).


    [0095] Die Besprühung erfolgt z.B. in einer Raco-Yet-Anlage der Firma Rimisch-Kleinwefers. Die Auftragsmenge beträgt 140 %. Die feuchte Ware wird für 2 Stunden in einem Dämpfer mit Sattdampf von 102°C behandelt und anschliessend mit heissem Wasser ausgewaschen.

    [0096] Es resultiert ein saugfähiges Gewebe mit hohem Weissgrad und nur geringer Faserschädigung.


    Ansprüche

    1. Multifunktionelle Textilhilfsmittel, enthaltend

    (a) 10 bis 60 Gew.% ein nichtionogenes Tensid der Formel

    (b) 10 bis 60 Gew.% einer polymeren Verbindung, hergestellt durch Umsetzung von 5 bis 45 Gew.-% eines oder mehrerer nichtionogener Tenside der Formel

    mit 45 bis 5 Gew.-% Acrylsäure oder Methacrylsäure in Anwesenheit eines Katalysators aus der Klasse der freien Radikale bildenden organischen Initiatoren, und anschliessender Teilneutralisation auf einen pH-Wert von 3 bis 6 mit 1 bis 8 Gew.-% einer anorganischen oder organischen Base und

    (c) 4 bis 20 Gew.% eines Hydrotropiermittels

    - aromatischen Alkohole der Formel

    worin

    X1 -(CH2)1-6-, -CH=CH-CH2- oder -O-(CH2)2-6- und

    R8, R9 und R10, unabhängig voneinander, Wasserstoff, Hydroxy, Halogen oder C1-C6-Alkoxy

    -Verbindungen der Formel

            (7)   R11O-SO3X2,

       worin

    R11 einen aliphatischen gesättigten, verzweigten oder geradkettigen Rest mit 4 bis 24 Kohlenstoffatomen und

    X2 Wasserstoff, Alkalimetall oder Ammonium bedeutet,

    - ein amphoteres Tensid, ausgewählt aus der Natriumlauriminodipropionat, Dihydroxyethyl-talgfettglycinat, Dinatriumcocoamphodiacetat, Dinatriumcapryloamphodiacetat oder vorzugsweise Dinatriumdicarboxyethylcocopropylendiamin oder Talgfettamphopolycarboxyglycinat

    (d) 0 bis 20 Gew.% eines nichtionogenen Tensids der Formel

    (e) 0 bis 8 Gew.% eines Magnesiumsalzes einer organischen Carbonsäure

    (f) 0 bis 30 Gew.% eines Komplexier- oder Sequestriermittels ausgewählt aus

    (f1)   einem Gemisch aus monomeren und oligomeren Verbindungen entsprechend den Formeln

    und

       worin

    Y7 Wasserstoff oder -COT1,

    R14, X3 und T1 unabhängig voneinander jeweils C1-C4-Alkyl und

    q1 1 bis 16 bedeuten,

    (f2)   D-Gluconsäure,

    (f3)   Zitronensäure und

    (f4)   Aminophosphonsäure,

    (g) 0 bis 10 Gew.% eines Diols oder Polyols und

    (h) 0 bis 60 % Wasser,

    wobei einer der Komponenten (e) bis (g) im Textilhilfmittel immer vorhanden sein muss,
    worin in den Formeln (3), (4) und (5)

    R4   C9 bis C14-Alkyl,

    R5   C1 bis C8-Alkyl, einen cycloaliphatischen Rest mit mindestens 5 C-Atomen, Niederalkylphenyl oder Styryl,

    R6   C8-C13-Alkyl,

    R7   C8-C18-Alkyl,

    Y1, Y2, Y3 und Y4,   unabhängig voneinander Wasserstoff, Methyl oder Ethyl, wobei einer der Reste Y1, Y2 bzw. Y3, Y4 immer Wasserstoff ist,

    Y5   Wasserstoff oder Methyl,

    Y6   Wasserstoff, Methyl oder Ethyl,

    m2   3 bis 15

    p1   eine ganze Zahl von 4 bis 10 und

    p2   eine ganze Zahl von 0 bis 8,

    bedeuten.
     
    2. Textilhilfsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Komponente (c) Natrium-cumol-4-sulfonat verwendet wird.
     
    3. Textilhilfsmittel nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Komponente (c) Dinatriumdicarboxyethylcocopropylendiamin oder Talgfettamphopolycarboxyglycinat verwendet wird.
     
    4. Textilhilfsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Komponente (d) ein nichtionogenes Tensid der Formel

    worin

    R12   C9-C14-Alkyl;

    R13   C1-C4-Alkyl;

    Y7, Y8, Y9 und Y10,   unabhängig voneinander, Wasserstoff, Methyl oder Ethyl, wobei einer der Reste Y7, Y8 bzw. Y9, Y10 immer Wasserstoff ist;

    p3 und p4,   unabhängig voneinander, eine ganze Zahl von 4 bis 8;

    bedeuten,
    verwendet wird.
     
    5. Textilhilfsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Komponente (e) Magnesiummono- oder Digluconat verwendet wird.
     
    6. Textilhilfsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass als Komponente (f) Verbindungen verwendet werden, die ausgewählt sind aus

    (f1)   einem Gemisch aus monomeren und oligomeren Verbindungen entsprechend der Formel

       worin

    Y7 Wasserstoff oder -COT1,

    R14, X3 und T1, unabhängig voneinander, jeweils C1-C4-Alkyl und

    q1 1 bis 17

       bedeuten,

    (f2)   d-Gluconsäure,

    (f3)   Zitronensäure und

    (f4)   Aminophosphonsäure.


     
    7. Textilhilfsmittel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass als Komponnete (f) D-Gluconsäure verwendet wird.
     
    8. Textilhilfsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass als Komponente (g) 2-Methyl-2,4-pentadiol verwendet wird.
     
    9. Textilhilfsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, enthaltend

    (a) 10 bis 60 Gew.% eines oder mehrerer nichtionogener Tenside der Formel

    (b) 10 bis 60 Gew.% des Umsetzungsproduktes aus 5 bis 45 Gew.-% eines oder mehrerer nichtionogener Tenside der Formel

    und 45 bis 5 Gew.-% Acrylsäure;

    (c) 4 bis 20 Gew.% eines Hydrotropiermittels, ausgewählt aus Natrium-cumol-4-sulfonat und Dodecyliminodipropionat-di-Na-Salz;

    (d) 0 bis 20 Gew.% eines nichtionogenen Tensids der Formel

    (e) 0 bis 8 Gew.% Magnesiummono- oder Digluconat;

    (f) 0 bis 30 Gew.% D-Gluconsäure; und

    (g) 0 bis 10 Gew.% 2-Methyl-2,4-pentadiol;

    wobei einer der Komponenten (e) bis (g) im Textilhilfmittel immer vorhanden sein muss,
    worin

    R6   C8-C13-Alkyl;

    R7   C8-C18-Alkyl;

    R12   C9-C14-Alkyl;

    R13   C1-C4-Alkyl;

    Y5   Wasserstoff oder Methyl;

    Y6   Wasserstoff, Methyl oder Ethyl;

    Y7, Y8, Y9, Y10,   unabhängig voneinander, Wasserstoff, Methyl oder Ethyl, wobei einer der Reste Y7, Y8 bzw. Y9, Y10 immer Wasserstoff ist;

    m2   4 bis 15;

    n2   1 bis 40; und

    p3 und p4,   unabhängig voneinander, eine ganze Zahl von 4 bis 8;

    bedeuten.
     
    10. Verfahren zur Herstellung der Textilhilfsmittel gemäss einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass man zunächst die Komponente (b) durch Umsetzung von 5 bis 45 Gew.-% eines nichtionogenen Tensids der Formel (5) mit 45 bis 5 Gew.-% Acrylsäure oder Methacrylsäure in Anwesenheit eines Katalysators aus der Klasse der freien Radikale bildenden organischen Initiatoren, und anschliessender Teilneutralisation auf einen pH-Wert von 3 bis 6 mit 1 bis 8 Gew.-% einer anorganischen oder organischen Base herstellt, den pH-Wert auf ca. 4,5 einstellt und dann die restlichen Komponenten hinzugibt, bis eine homogene Lösung vorliegt.
     
    11. Verfahren zum Netzen, Waschen und/oder Bleichen von Fasermaterialien, dadurch gekennzeichnet, dass man diese Materialien in wässrigem Medium in Gegenwart eines in Anspruch 1 definierten Textilhilfsmittels behandelt.
     
    12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass man das Textilhilfsmittel in einer Menge von 0,1 bis 60 g, vorzugsweise 1 bis 20 g pro Liter Flotte einsetzt.
     


    Claims

    1. A multifunctional textile auxiliary formulation comprising

    (a) 10 to 60% by weight of a nonionic surfactant of formula

    (b) 10 to 60% by weight of a polymeric compound prepared by reacting 5 to 45% by weight of one or more than one nonionic surfactant of formula

    with 45 to 5% by weight of acrylic or methacrylic acid in the presence of a catalyst from the class of organic free-radical initiators followed by partial neutralization to a pH from 3 to 6 with 1 to 8% by weight of an organic or inorganic base and

    (c) 4 to 20% by weight of a hydrotropic agent

    - aromatic alcohols of formula

       in which

    X1 is -(CH2)1-6-, -CH=CH-CH2- or -O-(CH2)2-6- and

    R8, R9 and R10 each independently of one another are hydrogen, hydroxy, halogen or C1-C6alkoxy

    - compounds of formula



            (7) R11O-SO3X2

       in which

    R11 is an aliphatic saturated, branched or straight-chain radical having 4 to 24 carbon atoms and

    X2 is hydrogen, alkali metal or ammonium,

    - an amphoteric surfactant selected from sodium lauriminodipropionate, dihydroxyethyltallow fatty glycinate, disodium cocoamphodiacetate, disodium capryloamphodiacetate or preferably disodium dicarboxyethylcocopropylenediamine or tallow fatty amphopolycarboxyglycinate,

    (d) 0 to 20% by weight of a nonionic surfactant of formula

    (e) 0 to 8% by weight of a magnesium salt of an organic carboxylic acid

    (f) 0 to 30% by weight of a chelating agent or sequestrant selected from

    (f1)   a mixture of monomers and oligomers of formulae

    and

    in which

    Y7 is hydrogen or -COT1,

    R14, X3 and T1 are each independently of one another C1-C4alkyl, and

    q1 is 1 to 16,

    (f2)   D-gluconic acid,

    (f3)   citric acid, and

    (f4)   aminophosphonic acid,

    (g) 0 to 10% by weight of a diol or polyol, and

    (h) 0 to 60% of water,

    with the proviso that said textile auxiliary must always comprise one of components (e) to (g),
    where in the formulae (3), (4) and (5)

    R4   is C9-C14alkyl,

    R5   is C1-C8alkyl, a cycloaliphatic radical having at least 5 carbon atoms, lower alkylphenyl or styryl,

    R6   is C8-C13alkyl,

    R7   is C8-C18alkyl,

    Y1, Y2, Y3 and Y4   are each independently of one another hydrogen, methyl or ethyl, with the proviso that one of Y1, Y2, and Y3, Y4 is always hydrogen,

    Y5   is hydrogen or methyl,

    Y6   is hydrogen, methyl or ethyl,

    m2   is 3 to 15,

    p1   is an integer from 4 to 10, and

    p2   is an integer from 0 to 8.


     
    2. A textile auxiliary formulation according to claim 1, wherein component (c) is sodium cumene-4-sulfonate.
     
    3. A textile auxiliary formulation according to one of claims 1 and 2, wherein component (c) is disodium dicarboxyethylcocopropylenediamine or tallow fatty amphopolycarboxyglycinate.
     
    4. A textile auxiliary formulation according to one of claims 1 to 3, wherein component (d) is a nonionic surfactant of formula

    in which

    R12   is C9-C14alkyl;

    R13   is C1-C4alkyl;

    Y7, Y8, Y9 and Y10   are each independently of one another hydrogen, methyl or ethyl, with the proviso that one of Y7, Y8 and Y9, Y10 is always hydrogen;

    p3 and p4   are each independently of the other an integer from 4 to 8.


     
    5. A textile auxiliary formulation according to one of claims 1 to 4, wherein component (e) is magnesium mono- or digluconate.
     
    6. A textile auxiliary formulation according to one of claims 1 to 5, wherein component (f) comprises compounds selected from

    (f1)   a mixture of monomers and oligomers of formula

    in which

    Y7   is hydrogen or -COT1,

    R14, X3 and T1   are each independently of one another C1-C4alkyl, and

    q1   is 1 to 17,

    (f2)   D-gluconic acid,

    (f3)   citric acid, and

    (f4)   aminophosphonic acid.


     
    7. A textile auxiliary formulation according to claim 6, wherein component (f) is D-gluconic acid.
     
    8. A textile auxiliary formulation according to one of claims 1 to 7, wherein component (g) is 2-methyl-2,4-pentadiol.
     
    9. A textile auxiliary formulation according to one of claims 1 to 8, comprising

    (a) 10 to 60% by weight of one or more nonionic surfactants of formula

    (b) 10 to 60% by weight of the reaction product of 5 to 45% by weight of one or more nonionic surfactants of formula

    and 45 to 5% by weight of acrylic acid;

    (c) 4 to 20% by weight of a hydrotropic agent selected from sodium cumene-4-sulfonate and dodecyliminodipropionate disodium salt;

    (d) 0 to 20% by weight of a nonionic surfactant of formula

    (e) 0 to 8% by weight of magnesium mono- or digluconate;

    (f) 0 to 30% by weight of D-gluconic acid; and

    (g) 0 to 10% by weight of 2-methyl-2,4-pentadiol; with the proviso that said textile auxiliary formulation must always comprise one of components (e) to (g),

    in which formulae above

    R6   is C8-C13alkyl;

    R7   is C8-C18alkyl;

    R12   is C9-C14alkyl;

    R13   is C1-C4alkyl;

    Y5   is hydrogen or methyl;

    Y6   is hydrogen, methyl or ethyl;

    Y7, Y8, Y9 and Y10   are each independently of one another hydrogen, methyl or ethyl, with the proviso that one of Y7, Y8 and Y9, Y10 is always hydrogen;

    m2   is 4 to 15;

    n2   is 1 to 40; and

    p3 and p4   are each independently of the other an integer from 4 to 8.


     
    10. A process for the preparation of a textile auxiliary formulation according to one of claims 1 to 9, which comprises first preparing component (b) by reacting 5 to 45% by weight of a nonionic surfactant of formula (5) with 45 to 5% by weight of acrylic or methacrylic acid in the presence of a catalyst from the class of organic free-radical initiators followed by partial neutralization to a pH of 3 to 6 with 1 to 8% by weight of an organic or inorganic base, adjusting the pH to about 4.5 and then adding the remaining components until a homogeneous solution is obtained.
     
    11. A process for wetting, washing and/or bleaching fibre materials in aqueous medium in the presence of a textile auxiliary formulation as defined in claim 1.
     
    12. A process according to claim 1, wherein the textile auxiliary formulation is used in an amount of 0.1 to 60 g, preferably of 1 to 20 g, per litre of liquor.
     


    Revendications

    1. Adjuvants textiles multifonctionnels, contenant :

    (a) 10 à 60 % en poids d'un agent tensioactif non ionique de formule

    (b) 10 à 60 % en poids d'un composé polymère, préparé par réaction de 5 à 45 % en poids d'un ou de plusieurs agents tensioactifs non ioniques de formule

    avec 45 à 5 % en poids d'acide acrylique ou d'acide méthacrylique en présence d'un catalyseur choisi parmi les amorceurs organiques formant des radicaux libres, et ensuite neutralisation partielle à une valeur de pH de 3 à 6 avec 1 à 8 % en poids d'une base inorganique ou organique et

    (c) 4 à 20 % en poids d'un agent hydrotrope

    - des alcools aromatiques de formule

    dans laquelle

    X1   représente-(CH2)1-6-, -CH=CH-CH2- ou -O-(CH2)2-6- et

    R8, R9 et R10,   indépendamment les uns des autres, représentent un atome d'hydrogène, un groupe hydroxy, un atome d'halogène ou un groupe alcoxy en C1-C6,

    - des composés de formule

            (7)   R11O-SO3X2,

    dans laquelle

    R11   est un groupe aliphatique saturé, à chaîne ramifiée ou linéaire avec de 4 à 24 atomes de carbone et

    X2   représente un atome d'hydrogène, un métal alcalin ou un groupe ammonium, un agent tensioactif amphotère, choisi parmi le lauriminodipropionate de sodium, le glycinate de graisse de suif de dihydroxyéthyle, le cocoamphodiacétate de disodium, le capryloamphodiacétate de disodium ou de préférence la disodium-dicarboxyéthylcocopropylènediamine ou l'amphopolycarboxyglycinate de graisse de suif

    (d) 0 à 20 % en poids d'un agent tensioactif non ionique de formule

    (e) 0 à 8 % en poids d'un sel de magnésium d'un acide carboxylique organique

    (f) 0 à 30 % en poids d'un agent complexant ou séquestrant choisi parmi

    (f1)   un mélange de composés monomères et oligomères correspondant aux formules

    et

    dans lesquelles

    Y7   représente un atome d'hydrogène ou -COT1,

    R14, X3 et T1   représentent indépendamment les uns des autres respectivement un groupe alkyle en C1 à C4 et

    q1   représente 1 à 16,

    (f2)   l'acide D-gluconique,

    (f3)   l'acide citrique et

    (f4)   l'acide aminophosphonique,

    (g) 0 à 10 % en poids d'un diol ou polyol et

    (h) 0 à 60 % d'eau,
    un des composants (e) à (g) devant toujours être présent dans l'adjuvant textile,
    dans lequel dans les formules (3), (4) et (5)

    R4   représente un groupe alkyle en C9 à C14,

    R5   représente un groupe alkyle en C1 à C8, un groupe cycloaliphatique ayant au moins 5 atomes de carbone, un alkyle de bas poids moléculaire-phényle ou styryle,

    R6   représente un groupe alkyle en C8 à C13,

    R7   représente un groupe alkyle en C8 à C18,

    Y1, Y2, Y3 et Y4,   représentent indépendamment les uns des autres un atome d'hydrogène, un groupe méthyle ou éthyle, dans lesquels un des groupes Y1, Y2 ou Y3, Y4 est toujours un atome d'hydrogène,

    Y5   représente un atome d'hydrogène ou un groupe méthyle,

    Y6   représente un atome d'hydrogène, un groupe méthyle ou éthyle,

    m2   représente 3 à 15

    p1   un nombre entier de 4 à 10 et

    p2   un nombre entier de 0 à 8.


     
    2. Adjuvant textile selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on utilise comme composant (c) le sodium-cumène-4-sulfonate.
     
    3. Adjuvant textile selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce qu'on utilise comme composant (c) la disodiumdicarboxyéthylcocopropylènediamine ou l'amphopolycarboxyglycinate de graisse de suif.
     
    4. Adjuvant textile selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'on utilise comme composant (d) un agent tensioactif non ionique de formule

    dans laquelle

    R12   représente un groupe alkyle en C9 à C14,

    R13   représente un groupe alkyle en C1 à C4,

    Y7, Y8, Y9 et Y10,   indépendamment les uns des autres, représentent un atome d'hydrogène, un groupe méthyle ou éthyle, dans lesquels un des groupes Y7, Y8 ou Y9, Y10 est toujours un atome d'hydrogène ;

    p3 et p4,   indépendamment l'un de l'autre, représentent un nombre entier de 4 à 8 .


     
    5. Adjuvant textile selon une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'on utilise comme composant (e) le mono- ou digluconate de magnésium.
     
    6. Adjuvant textile selon une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'on utilise comme composant (f) des composés, qui sont choisis parmi

    (f1)   un mélange de composés monomères et oligomères correspondant à la formule

    dans laquelle

    Y7   représente un atome d'hydrogène ou -COT1,

    R14, X3 et T1   représentent, indépendamment les uns des autres, respectivement un groupe alkyle en C1 à C4 et

    q1   représente 1 à 17,

    (f2)   l'acide D-gluconique,

    (f3)   l'acide citrique et

    (f4)   l'acide aminophosphonique.


     
    7. Adjuvant textile selon la revendication 6, caractérisé en ce qu'on utilise comme composant (f) l'acide D-gluconique.
     
    8. Adjuvant textile selon une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'on utilise comme composant (g) le 2-méthyl-2,4-pentadiol.
     
    9. Adjuvant textile selon une des revendications 1 à 8, contenant

    (a) 10 à 60 % en poids d'un ou plusieurs agents tensioactifs non ioniques de formule

    (b) 10 à 60 % en poids du produit de réaction de 5 à 45 % en poids d'un ou de plusieurs agents tensioactifs non ioniques de formule

    et 45 à 5 % en poids d'acide acrylique ;

    (c) 4 à 20 % en poids d'un agent hydrotrope choisi parmi le cumène-4-sulfonate de sodium et le sel dodécyliminodipropionate de di-sodium ; et

    (d) 0 à 20 % en poids d'un agent tensioactif non ionique de formule

    (e) 0 à 8 % en poids de mono- ou digluconate de magnésium ;

    (f) 0 à 30 % en poids d'acide D-gluconique ; et

    (g) 0 à 10 % en poids de 2-méthyl-2,4-pentanediol ; un des composants (e) à (g) devant toujours être présent dans l'adjuvant textile,
    formules dans lesquelles

    R6   représente un groupe alkyle en C8 à C13,

    R7   représente un groupe alkyle en C8 à C18,

    R12   représente un groupe alkyle en C9 à C14,

    R13   représente un groupe alkyle en C1 à C4,

    Y5   représente un atome d'hydrogène ou un groupe méthyle ;

    Y6   représente un atome d'hydrogène, un groupe méthyle ou éthyle ;

    Y7, Y8, Y9, Y10,   indépendamment les uns des autres, sont un atome d'hydrogène, un groupe méthyle ou éthyle, dans lesquels un des groupes Y7, Y8 ou Y9, Y10 est toujours un atome d'hydrogène ;

    m2   représente 4 à 15 ;

    n2   représente 1 à 40 ; et

    p3 et p4,   indépendamment l'un de l'autre, représentent un nombre entier de 4 à 8.


     
    10. Procédé pour la préparation d'adjuvants textiles selon une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce qu'on prépare d'abord le composant (b) par réaction de 5 à 45 % en poids d'un agent tensioactif non ionique de formule (5) avec 45 à 5 % en poids d'acide acrylique ou d'acide méthacrylique en présence d'un catalyseur choisi parmi les amorceurs organiques formant des radicaux libres, en ensuite neutralisation partielle à une valeur de pH de 3 à 6 avec 1 à 8 % en poids d'une base inorganique ou organique, on ajuste la valeur de pH à environ 4,5 et ensuite on ajoute les composants restants, jusqu'à ce qu'il se présente une solution homogène.
     
    11. Procédé pour le mouillage, le lavage et/ou le blanchiment de matériaux fibreux, caractérisé en ce qu'on traite ces matériaux dans un milieu aqueux en présence d'un adjuvant textile défini à la revendication 1.
     
    12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce qu'on utilise l'adjuvant textile en une quantité de 0,1 à 60 g, de préférence de 1 à 20 g par litre de bain.