[0001] Die vorliegende Erfindung liegt auf dem Gebiet der Verschlüsse von Armbändern, insbesondere
von Bändern bei Armbanduhren. Verbreitet sind heute hauptsächlich Schnallen-Verschlüsse.
Diese gewährleisten einen sicheren Verschluss der beiden Bandenden, sind leicht dem
Umfang des Handgelenks des Trägers der Uhr anzupassen und auch kostengünstig herzustellen.
[0002] Der Schnallen-Verschluss ist jedoch etwas umständlich beim Anlegen um das Handgelenk,
sowohl beim Schliessen wie auch beim Öffnen. Er erfordert ein relativ steifes Uhrenband
wegen der Löcher, welche die im Band wirkenden Zugkräfte aufzunehmen haben. Es kommen
als Material fast ausschliesslich Leder oder Kunststoff in Frage. Gewebte textile
Bänder wurden sich als Uhrenbänder bezüglich Musterung und Farbe zwar besser eignen,
lassen sich jedoch mit dem Schnallen-Verschluss nicht befriedigend kombinieren.
[0003] Es kommen auch mechanische Verschlüsse anstelle der Schnallen zur Anwendung jedoch
vorwiegend bei Metall-Armbändern. Dabei ist jedoch die Anpassung an die Grösse des
Handgelenks kritisch und die mechanischen Verschlussteile, beispielsweise die Federn,
stellen ziemlich hohe Qualitätsanforderungen bei der Herstellung.
[0004] Es sind zahlreiche Lösungen für Verschlüsse bekannt, bei denen die Anziehungskraft
von Dauermagneten genutzt wird. Die Deutsche Patentschrift DE 2855708 C2 von Kodama
offenbart einen Magnetverschluss, wobei ein Dauermagnet in einem magnetischen Kreis
ein zweites Verschlussstück anzieht. Dabei wird eine Trennkraft von ca. 4 N (Newton)
erreicht, wobei keine zusätzliche mechanische Verriegelung, zum Beispiel durch formschlüssiges
Hintergreifen, vorgesehen ist. Dies erfordert allerdings relativ starke Magnetfelder
und die Sicherheit vor dem Entreissen oder vor ungewollter zufälliger Öffnung des
Verschlusses ist damit immer noch nicht gewährleistet.
[0005] Andere Lösungen beinhalten ebenfalls die Anziehung der beiden mit den Bandenden verbundenen
Verschlussteile durch Dauermagnete, wobei aber in der Endstellung noch eine mechanische
Verriegelung vorgesehen ist, damit die auf den beiden Verschlussteilen wirkende Zugkraft
nicht durch die magnetische Haftkraft sondern durch eine mechanische Sperre aufgefangen
wird.
[0006] In der US-Patentschrift 4,622,726 offenbart Nakamura eine Lösung, bei der im angezogenen
Zustand der beiden Verschlussteile ein Teil gegenüber dem anderen Teil durch eine
leichte Drehung um die eigene Achse in eine mechanische Raste gebracht wird, die auch
hohen Zugkräften widerstehen kann. Bei dieser Lösung ist nachteilig, dass die Verriegelung
nicht selbständig geschieht, sondern noch einen speziellen Handgriff erfordert.
[0007] Derartige Verschlüsse mit Dauermagneten vermochten sich aber bisher im Bereich der
Uhrenarmbänder nicht durchzusetzen und zwar aus verschiedenen Gründen.
[0008] Ein wichtiger Grund liegt sicher im Umstand, dass die Ganggenauigkeit aller Uhren
durch starke Magnetfelder in höherem oder geringerem Masse beeinträchtigt wird. Uhren
können zwar durch spezielle Massnahmen vor Magnetfeldern geschützt werden ("antimagnetisch"),
was jedoch beträchtlichen Mehraufwand erfordert.
[0009] Die heute den Uhrenmarkt zahlenmässig dominierenden Quartz-Uhren mit Analog-Anzeige
basieren auf einem Schrittmotor, der einen rotierenden Magneten enthält und damit
sehr empfindlich auf magnetische Störfelder ist. Kommt beim Ablegen der Armbanduhr
das mit einem Dauermagneten bestückte Verschlussteil auf das Uhrwerk zu liegen, so
wird die Ganggenauigkeit auf unzulässige Weise gestört.
[0010] Die heute verfügbaren Magnetverschlüsse genügen diesen Anforderungen bezüglich der
Feldstärke des Streufeldes bei offenem Verschluss offenbar nicht, was deren Anwendung
mindestens bei Quartzuhren noch stark behindert.
[0011] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung für einen Magnetverschluss für Armbänder,
insbesondere für Armbanduhren, mit zwei Verschlussteilen und mit Dauermagneten, welche
die beiden Verschlussteile durch magnetische Haftkraft verbinden.
[0012] Durch diese Erfindung soll nun ein Magnetverschluss für Armbanduhren angegeben werden,
der auch in geöffnetem Zustand bei einer zufälligen Berührung mit dem Uhrwerk keine
Beeinträchtigung der Ganggenauigkeit bewirkt und zwar auch bei Quartz-Uhren die nicht
über einen sogenannten "antimagnetischen" Schutz verfügen. Ausserdem soll der erfindungsgemässe
Armbanduhr-Verschluss nach dem Zusammenfügen der beiden Verschlussteile sich selbsttätig
derart mechanisch verriegeln, dass eine Öffnung nur durch einen willentlichen speziellen
Handgriff erfolgen kann.
[0013] Die gestellte Aufgabe wird gemaß der Erfindung durch die Merkmale des Patentanspruchs
1 gelöst. Erreicht wird durch diese Lösung, daß im geschlossenen Zustand des Bandverschlusses
Dauermagnet, Polschuh und Joch einen abgeschirmten magnetischen Kreis bilden und auch
im geöffneten Zustand des Verschlusses Dauermagnet und Polschuh abgeschirmt sind.
[0014] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0015] Die Öffnung in der allseitigen Abschirmung ist flächenmässig derart klein gehalten,
dass das hier austretende Streufeld unterhalb der auch für die sehr empfindlichen
Uhrwerke tolerierbaren Feldstärke bleibt.
[0016] Die Handhabung des Magnetverschlusses ist sehr einfach. Beim Verschluss wird das
obere Verschlussteil ungefähr mittig auf das untere Verschlussteil gelegt, worauf
das Jochteil in die am unteren Verschlussteil angebrachte Öffnung in der Abschirmung
gleitet und somit die selbsttätige Verriegelung erfolgt. Das Lösen des Verschlusses
erfolgt durch zwei Finger, indem ein mässiger Druck auf die seitlichen Flächen der
beiden Verschlussteile bei den Band-Enden ausgeübt wird, die um ca. 2mm gegeneinander
verschoben werden müssen, worauf das obere Verschlussteil frei wird und nach oben
abgehoben werden kann.
[0017] Der in der Abschirmung untergebrachte Magnetkreis kann sehr klein gebaut werden und
nimmt nur ungefähr 8mm (in Bandrichtung gesehen) in Anspruch. Damit bleibt in den
Verschlussteilen noch genügend Raum für die Unterbringung der beiden Band-Enden. Dabei
können bei beiden Enden kleine Bandreserven vorgesehen werden und zwar so, dass die
Bandlänge in Schritten von ca. 5mm insgesamt um 15 bis 20mm verlängert oder verkürzt
werden kann.
[0018] Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen und Zeichnungen
erläutert, es zeigt:
Fig. 1a - 1c die konstruktive Gestaltung der erfindungsgemässen Verschlussvorrichtung
anhand eines Ausführungsbeispiels, in perspektivischer Darstellung,
Fig. 2 eine Ausführungsvariante der magnetischen Abschirmung, die den magnetischen
Kreis umhüllt, in perspektivischer Darstellung,
Fig. 3: eine Detailvariante des Jochs des magnetischen Kreises, in perspektivischer
Darstellung,
Fig. 4a - 4b: zwei Detailvarianten von Anordnungen zur Erzielung einer mechanischen
Verriegelung des Jochs im angezogenen Zustand, in Form einer schematischen Schnitt-Darstellung,
Fig. 5: Schnitt-Darstellung durch die Mitte des Magnetverschlusses,
Fig. 6: Detailvarianten für die Anordnung der Dauermagnete, in perspektivischer Darstellung,
Fig. 7: eine weitere Detailvariante für die Anordnung von zwei Dauermagneten, in Form
einer horizontalen Schnitt-Darstellung durch die Mitte des Verschlusses,
Fig. 8a - 8c: Fixierung der Band-Enden an den Verschlussteilen und die Verkürzung/Verlängerung
des Bandes,
Fig. 9: den für die Öffnung des verriegelten Magnetverschlusses erforderlichen Handgriff.
[0019] Die Fig. 1a - 1c zeigen die beiden Verschlussteile 1 und 2, wobei Verschlussteil
1 auf der Innenseite des Handgelenks aufliegt, während Verschlussteil 2 über das Verschlussteil
1 zu liegen kommt. Beide Verschlussteile 1 und 2 weisen ein schalenförmiges Profil,
vorzugsweise ein flaches U-Profil auf, wobei Verschlussteil 2 eine grössere lichte
Weite aufweist als Teil 1, sodass dieses Teil über das Verschlussteil 1 gelegt werden
kann. Beide Verschlussteile sind mit seitlichen Flanschen 3 und 3' bzw. 4 und 4' versehen,
so dass wie in Fig. 1 dargestellt, dazwischen ein Hohlraum 5 entsteht.
[0020] In diesem Hohlraum 5 ist der magnetische Kreis angeordnet, umhüllt von der magnetischen
Anschirmung 6, die auf der Zeichnung Fig. 1c sichtbar ist. Seitlich der Abschirmung
6 entstehen zwei Nischen 19 und 20, die zur Fixierung der beiden Band-Enden 7 und
7' dienen. Die zu fixierenden Bänder sind zeichnerisch durch gitterartige Struktur
angedeutet.
[0021] Am oben liegenden Verschlussteil 2 ist das gegenüber dem magnetischen Kreis sich
bewegende Joch 9 befestigt und zwar so, dass dieses bei zusammengefügtem Verschluss
durch die fensterartige Öffnung 8 in der magnetischen Abschirmung 6 in den Hohlraum
5 hineinragt.
[0022] Die Figur 2 zeigt eine Ausführungsvariante der magnetischen Abschirmung 6. Die erfindungsgemässe
Abschirmung 6 soll derart sein, dass sie mindestens näherungsweise geschlossen ist.
Damit wird erreicht, dass das magnetische Feld bei offenem Magnetkreis d.h. bei Abwesenheit
des Jochs 9 nur zu einem sehr geringen Teil ausserhalb der Abschirmung 6 gelangt und
als Störfeld für das allenfalls anliegende Uhrwerk wirken kann. Eine fensterartige
Öffnung 8 dient den Durchlass des bewegten Jochs 9, das am oberen Verschlussteil 2
befestigt ist. Bei der Dimensionierung des Jochs 9 wird daher auch eine möglichst
geringe Fläche der Öffnung 8 angestrebt.
[0023] Eine bevorzugte Variante für die Herstellung einer allseitigen Abschirmung 6 besteht
in der Zweiteilung gemäss Figur 2, nämlich in einem 5-seitigen Trog, der mit einem
Tiefzug-Werkzeug gefertigt werden kann und einem Deckel mit seitlichen Flanschen,
der über den Trog gestülpt werden kann. Als Material kommt sog. "Weicheisen" in Frage
und zwar genügt ein sehr dünnes Blech von ca. 0,3mm Stärke, das eine hervorragende
Abschirmwirkung gewährleistet.
[0024] Die fensterartige Öffnung 8 in der Abschirmung 6 übernimmt noch die Aufgabe der Verriegelung
der beiden Verschlussteile 1 und 2 im angezogenen Zustand und zwar durch die Kante
12 zusammen mit einer ensprechenden Kerbe 13 im Joch 9, wie dargestellt in Figur 4a
und 4b.
[0025] In der Figur 3 ist, perspektivisch stark vergrössert, die Gestaltung des Jochs 9
gezeigt. Die seitliche Fläche 10 ist dabei dem Magnetfeld zugewandt und wird durch
dieses angezogen. Die Befestigung an der Unterseite des Verschlussteils 2 kann beispielsweise
über einen Winkel 11 erfolgen (angedeutet in Figur 1b).
[0026] Die Figur 4 zeigt in Schnitt-Darstellung schematisch die erfindungsgemässe selbsttätige
mechanische Verriegelung im Verschluss-Zustand. Diese Verriegelung soll das unbeabsichtigte
oder auch gewaltsame Abheben des oberen Verschlussteils 2 im geschlossenen Zustand
verhindern.
[0027] In der Ausführung gemäss Fig. 4a ist das Joch 9 durch einen Winkel 11 derart am oberen
Verschlussteil 2 befestigt, dass eine Kerbe 13 von ca. 0,5 - 1mm Weite entsteht. Beim
Anzug des Jochs durch das Magnetfeld bewegt sich das obere Verschlussteil 2 um ca.
2mm, wobei die Kerbe 13 des Jochs 9 über die Kante 12 der Abschirmung in die Verriegelung
gleitet. Dieser Zustand wird so lange aufrechterhalten, bis der magnetische Verschluss
willentlich durch einen speziellen Handgriff gelöst und damit auch die Verriegelung
aufgehoben wird.
[0028] Die Figur 4b zeigt eine Ausführung ohne den Winkel 11 zur Befestigung des Jochs 9
auf dem Verschlussteil 2. Dabei wird die Kerbe durch eine Einfräsung des Jochs 9 an
der Verbindungsstelle zum Verschlussteil 2 gebildet. Bei dieser Lösung muss die Standfläche
des Jochs soweit verbreitert werden, dass eine stabile Befestigung möglich wird.
Die Fig. 5 zeigt in starker Vergrösserung einen Längsschnitt durch den Magnet-Verschluss.
Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurden folgende zeichnerischen Markierungen vorgenommen:
Dauermagnet: Punktwolke
ferromagnetische Teile: schraffiert
Magnetische Abschirmung: strichliert.
[0029] Das am oberen Verschlussteil 2 befestigte Joch 9 ist in zwei Momentanzuständen dargestellt:
Einmal unmittelbar nach dem Zusammenfügen der beiden Verschlussteile 1 und 2 jedoch
noch vor der horizontalen Verschiebung unter dem Einfluss des Magnetfeldes (punktierte
Linien), dann auch nach erfolgtem magnetischem Anzug (ausgezogene Linien).
[0030] Das Joch 9 ist aus einem Werkstoff mit sehr geringer magnetischer Durchlässigkeit
(Permeabilität) gefertigt, trägt jedoch eine ferromagnetische Schicht 10 auf der dem
Magnetfeld zugewandten Seite. Damit wird verhindert, dass das Magnetfeld über das
Joch 9 durch die Öffnung 8 in der Abschirmung 6 hindurch nach aussen dringt.
[0031] Der dem Verschlußteil (1) zugeordnete Teil des magnetischen Kreises besteht aus mindestens
einem Dauermagneten 16 und einem Polschuh 15. Der Polschuh 15 ist über eine Zwischenlage
14 mit sehr geringer magnetischer Durchlässigkeit, die als Standfläche dient, an der
Innenseite der Abschirmung 6 befestigt. Die Luftspalte 22 und 23 verhindern einen
metallischen Kontakt zwischen den seitlichen Flächen des Polschuhs 15 und der Abschirmung
6. Der erfindungsgemäße Aufbau ist derart, daß der magnetische Kreis bezüglich der
Abschirmung 6 als "schwebend" gedacht werden kann. Es besteht nämlich kein metallischer
Kontakt mit hoher magnetischer Durchlässigkeit (Permeabilität) zwischen dem magnetischen
Kreis (16, 15, 9) und der Abschirmung 6, und auch nicht zu irgendwelchen Verschlußteilen
außerhalb der Abschirmung 6.
[0032] Ein Randfeld geringer Feldstärke bildet sich lediglich an der fensterartigen Öffnung
8 der Abschirmung 6. Dieser Anteil kann zudem durch geschickten Aufbau und Dimensionierung
des Verschlusses minimiert werden.
[0033] Die Fig. 6 zeigt perspektivisch zwei mögliche Varianten für die Anordnung der Dauermagnete
16 und zwar mit einem einzigen Dauermagneten 16 oder auch mit zwei nebeneinander angeordneten
Dauermagneten 16. Die Magnetisierung ist jedenfalls senkrecht zur Frontseite der Dauermagnete
16 und ist durch Pfeile markiert. Bei der Verwendung von zwei Dauermagneten 16 ist
die Wahl einer gegenläufigen Polarität vorteilhaft, wie dies ebenfalls durch Pfeile
angedeutet ist. Bei einem relativ breiten Verschluss kann sogar die Verwendung von
drei in Abständen nebeneinander angeordneten Dauermagneten 16 vorteilhaft sein, die
dann entsprechende kleinere Dimensionen aufweisen.
[0034] In der Figur 7 ist eine Variante der Anordnung der Dauermagnete 16 dargestellt und
zwar als Schnittzeichnung durch die Mitte der Dauermagnete. Bei dieser Anordnung kommen
zwei ungefähr rechtwinklig zueinander angeordnete Dauermagnete 16 zur Anwendung, wobei
die Magnetisierung und Polarität durch Pfeile markiert ist. Die Dauermagnete 16 sind
auf einem gemeinsamen Polschuh 15 angebracht. Das Joch 9 ist in zwei Stellungen gezeichnet,
nämlich in der Stellung unmittelbar nachdem die beiden Verschlußteile 1 und 2 aufeinandergefügt
wurden (gestrichelt) und auch nachdem das Joch 9 durch das Magnetfeld angezogen wurde.
Das Joch 9 ist aus Werkstoff mit geringer magnetischer Durchlässigkeit gefertigt,
ist jedoch an der Berührungsfläche mit dem Polschuh 15 bzw. den Dauermagneten 16 mit
einer ferromagnetischen Schicht 23 mit hoher magnetischer Durchlässigkeit versehen.
Auf diese Weise wird vermieden, daß das Magnetfeld über das Joch 9 durch die Öffnung
8 der Abschirmung 6 nach außen dringt.
[0035] Bei dieser Anordnung ergibt sich eine kraftschlüssige Positionierung des Jochs 9
auf die mittlere Achse, was von Vorteil ist. Auch ergeben sich gewisse Vorteile bezüglich
des Platzbedarfs.
[0036] Die Figuren 8a - 8c verdeutlichen die Möglichkeit der Fixierung der zwei Enden 7
und 7' des Uhrenarmbandes. Beim Verschlußteil 1 ergeben sich, wie in Fig. 8a gezeigt,
auf beiden Seiten der Abschirmung 6 die Nischen 19 und 20, die für die Fixierung der
Band-Enden 7 und 7' vorgesehen sind. Bei Armbanduhren ist es aber absolut erforderlich,
daß der Träger der Uhr die Bandlänge um ca. 10 - 15 mm selbst verkürzen und verlängern
kann. Der erfindungsgemäße Bandverschluß ermöglicht dies auf folgende Weise.
[0037] Eine dünne annähernd U-förmig gebogene Blattfeder 18 aus Stahl oder Kunststoff wird
in der Nische 19 quer derart befestigt, daß eine Tasche entsteht, die zur Unterbringung
einer geringen Bandreserve ausreicht. Die Fig. 8b zeigt ein Uhren-Armband 21, hergestellt
aus textilem Material. Ein solches Band kann ohne weiteres auf einen steifen Kunststoffstreifen
24 geklebt werden, womit eine Umwicklung möglich wird. Die Tiefe der Nischen 19 und
20 reicht für 3 - 4 Lagen des Bandes übereinander aufgewickelt. Im vorliegenden Beispiel
gemäß Fig. 8b sind dies außer der aufgeklebten Lage weitere zwei Lagen.
[0038] In den meisten Fällen dürfte es erwünscht sein, beide Nischen 19 und 20 zu nutzen,
wobei dann das Verschlußteil 2 in genau gleicher Weise mit einer Blattfeder 18 versehen
und verwendet wird und die Nische 20 zur Aufnahme des Bandendes 7' dient. Auf diese
Weise ist ohne weiteres sowohl eine Verlängerung wie auch eine Verkürzung von 10 -
15 mm in Schritten von ca. 5 mm möglich.
[0039] Das gemäß Fig. 8b bereitgestellte Band wird in die Nische 19 eingesteckt und durch
die Feder 18 in dieser Lage feiert. Auch große Zugkräfte im Band 21 vermögen das Band
gemäß Fig. 8c nicht aus der Nische 19 zu zerren, weil eine Selbsthemmung des Band-Wickels
mit der Blattfeder 18 besteht.
[0040] In der Figur 9 ist die Öffnung des Magnetverschlusses gezeigt. Die durch den magnetischen
Verschluß gleichzeitig betätigte Verriegelung ist derart, daß bei allen Tätigkeiten,
einschließlich sportlicher Aktivitäten, der Verschluß sich nicht von selbst öffnen
kann. Diese Öffnung geschieht allein durch einen Handgriff, wie er in der Fig. 9 gezeigt
ist. Dabei greifen beispielsweise Daumen und Zeigefinger der rechten Hand an die beiden
Seiten der Verschlußteile 1 und 2, wobei der Daumen auf das obenliegende Verschlußteil
2 Druck ausübt, während der Zeigefinger auf das untere Verschlußteil 1 Gegendruck
ausübt. Dadurch wird die magnetische Haftkraft überwunden und die beiden Verschlußteile
verschieben sich gegeneinander um ca. 2 mm. Es bedarf nur eines leichten Drucks des
Daumens nach unten auf das Handgelenk und das Verschlußteil 2 springt nach oben und
kann abgehoben werden.
1. Vorrichtung für einen Bandverschluß für Armbänder, insbesondere für Bänder bei Armbanduhren,
mit einem magnetischen Verschluß und selbsttätiger mechanischer Verriegelung, wobei
der Verschluß zwei Verschlußteile (1, 2) und mindestens einen diese durch Magnetkraft
verbindenden Dauermagneten (16) mit Polschuh (15) sowie ein Joch (9) aufweist, welche
gemeinsam einen magnetischen Kreis bilden,
dadurch gekennzeichnet,
daß der magnetische Kreis (16, 15, 9) sich bei zusammengefügtem Verschluß innerhalb
einer möglichst allseitig geschlossenen Abschirmung (6) aus einem ferromagnetischen
Material mit hoher magnetischer Durchlässigkeit angeordnet und von dieser durch Luftspalte
(22, 23) und Befestigungselemente (14) mit geringer magnetischer Durchlässigkeit nahe
beim Wert von Luft getrennt ist und, daß bei offenem Magnetkreis in Abwesenheit des
Jochs (9) das Magnetfeld des Dauermagneten (16) mit Polschuh (15) nur zu einem sehr
geringen Teil ausserhalb der Abschirmung (6) gelangt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Joch (9) aus einem Werkstoff mit geringer magnetischer Durchlässigkeit besteht
und an seiner dem mindestens einen Dauermagneten (16) zugewandten Seite eine Schicht
(10) aus ferromagnetischem Material trägt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abschirmung (6) aus einem nichtmetallischen Werkstoff besteht und allseitig
mit einer Schicht aus ferromagnetischem Material belegt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abschirmung (6) trog- oder schachtelartig ausgebildet ist und eine schlitzartige
Öffnung (8) zum Durchtritt eines Trägers (11) für das Joch (9) aufweist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Kante (12) der schlitzartigen Öffnung (8) für die mechanische Verriegelung
der beiden Verschlußteile (1, 2) dient.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch
zwei Dauermagnete (16), die in einem Winkel von zwischen ca. 60° und 120° zueinander
auf einem entsprechend geformten gemeinsamen Polschuh (15) angeordnet sind, sowie
ein Joch (9), das eine den Stirnflächen der Dauermagnete (16) entsprechende Form aufweist.
1. Device for straps of bracelets, in particular for straps of wrist watches, having
a magnetic closure and an automatic mechanical lock, the closure comprising two closure
parts (1, 2) and at least one permanent magnet (16) with pole shoe (15) which connects
said closure parts by magnetic force, as well as a yoke (9), which jointly form a
magnetic circuit,
charcterized in that,
the magnetic circuit (16, 15, 9), in closed state of the closure is disposed inside
a shield (6) made of ferromagnetic material of high magnetic permeability, which is
closed as far as possible on all sides, and is isolated from said shield (6) by air
gaps (22, 23) and fastening elements (14) of a very low magnetic permeability close
to the value of air and, that in the open state of the magnetic circuit in absence
of the yoke (9) only a very small portion of the magnetic field of the permanent magnet
(16) with pole shoe (15) extends outside the shield (6).
2. Device according to claim 1,
characterized in that,
the yoke (9) is made of a material of low magnetic permeability and at its side facing
the at least one permanent magnet (16) carries a layer (10) of ferromagnetic material.
3. Device according to claim 1,
characterized in that
the shield (6) is made of non-metallic material and is lined on all sides with a layer
of ferromagnetic material.
4. Device according to claim 1 or 3,
characterized in that
the shield (6) is constructed in a through- or box-like manner and has a slot-like
opening (8) for the passage of a carrier (11) for the yoke (9).
5. Device according to claim 4,
characterized in that
an edge (12) of the slot-like opening (8) is used for the mechanical locking of the
two closure parts (1, 2).
6. Device according to claim 1,
characterized by
two permanent magnets (16),which are disposed at an angle of between approximately
60° and 120° relative to one another on a correspondingly shaped pole shoe (15), as
well as by a yoke (9) having a shape corresponding to the end faces of the permanent
magnets (16).
1. Dispositif pour la fermeture de rubans de bracelets, en particulier pour bracelets
de montres-bracelets, avec une fermeture magnétique et un verrouillage mécanique automatique,
cette fermeture se composant de deux éléments de fermeture (1,2) et d'au moins un
aimant permanent (16) avec pièce polaire (15) connectant ces deux éléments par force
magnétique et d'une culasse (9) formant ensemble un circuit magnétique
dispositif caractérisé par le fait
que, lorsque la fermeture est accouplée, le circuit magnétique (16, 15, 9) se trouve
à l'intérieur d'un écran (6) en matière ferromagnétique d'une haute perméabilité magnétique
fermé autant que possible de tous côtés, le circuit magnétique (16, 15, 9) étant séparé
de cet écran par des fentes d'air (22, 23) et des éléments de fixation (14) d'une
petite perméabilité magnétique proche de celle de l'air et que, lorsque le circuit
magnétique est ouvert, en l'absence de la culasse (9), seule une très petite part
du champ magnétique de l'aimant permanent (16) avec pièce polaire (15) parvient endehors
de l'écran (6).
2. Dispositif selon la revendication de brevet 1,
caractérisé par le fait
que la culasse (9) se compose d'une matière de petite perméabilité magnétique et qu'elle
est munie d'une couche (10) de matière ferro-magnétique du côté adjacent à au moins
un aimant permanent (16).
3. Dispositif selon la revendication de brevet 1,
caractérisé par le fait
que l'écran (6) se compose d'une matière non métallique et qu'il est recouvert de
tous côtés d'une couche de matière ferro-magnétique.
4. Dispositif selon la revendication de brevet 1 ou 3,
caractérisé par le fait que
l'écran (6) ait la forme d'une cuve ou d'une boîte et présente une ouverture en forme
de fente (8) pour y laisser passer un support (11) pour la culasse (9).
5. Dispositif selon la revendication de brevet 4,
caractérisé par le fait
qu'un bord (12) de l'ouverture en forme de fente (8) soit utilisé pour le verrouillage
mécanique des deux éléments de fermeture (1,2).
6. Dispositif selon la revendication de brevet 1,
caractérisé par
deux aimants permanents (16) disposés l'un par rapport à l'autre en un angle se situant
à peu près entre 60 et 120 degrés sur une pièce polaire commune (15) de forme appropriée
ainsi que par une culasse (9) présentant une forme adaptée à celle des surfaces frontales
des aimants permanents (16).