| (19) |
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(11) |
EP 0 696 960 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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26.03.1997 Patentblatt 1997/13 |
| (22) |
Anmeldetag: 26.04.1993 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9300/370 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9425/260 (10.11.1994 Gazette 1994/25) |
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| (54) |
PRESSENGETRIEBENES WERKZEUGMODUL, INSBESONDERE EINE PRESSENGETRIEBENE QUERSTANZ- ODER
BIEGEEINHEIT
PRESS-DRIVEN TOOL MODULE, IN PARTICULAR PRESS-DRIVEN CROSS-PUNCHING OR BENDING UNIT
MODULE PORTE-OUTILS ENTRAINE PAR UNE PRESSE, NOTAMMENT UNITE DE DECOUPAGE TRANSVERSAL
OU DE PLIAGE ENTRAINEE PAR UNE PRESSE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB IT SE |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.02.1996 Patentblatt 1996/08 |
| (73) |
Patentinhaber: DANLY CORPORATION |
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Miami, FL 33133 (US) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- KATZ, Wolfgang
D-78083 Dauchingen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Patentanwälte
Westphal, Buchner, Mussgnug
Neunert, Göhring |
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Waldstrasse 33 78048 Villingen-Schwenningen 78048 Villingen-Schwenningen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 251 796 FR-A- 2 348 051
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DE-C- 2 600 948 US-A- 3 858 427
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 9, no. 168 (M-396)(1891) 13. Juli 1985 &
- DATABASE WPI Week 9001, Derwent Publications Ltd., London, GB; AN 90-001843 &
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein pressengetriebenes Werkzeugmodul, insbesondere eine pressengetriebene
Querstanz- oder Biegeeinheit gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Vergleichbare Werkzeugmodule sind beispielsweise aus dem Prospektblatt "MILFAB" der
Danly Deutschland GmbH bekannt. Sie besitzen einen Stößel, an dem ein Werkzeug, beispielsweise
ein Stanz- oder Biegewerkzeug anbringbar ist. Der Stößel ist in einer Führungsbuchse
eines Grundkörpers verschiebbar gelagert. Die Verschieberichtung ist durch die Anordnung
der Führungsbuchse vorgegeben und verläuft horizontal. Parallel zum Stößel ist entweder
innerhalb oder außerhalb des Grundkörpers eine Schraubenfeder angebracht und mit dem
Stößel derart gekoppelt, daß sie der Verschiebung des Stößels entgegenwirkt und als
Rückstellfeder dient. Der Stößel wird an seiner dem Werkzeug abgewandten Stirnseite
von einem Kipphebel betätigt. Dieser ist schwenkbar im Grundkörper gelagert und wird
von einem Pressenstößel vertikal beaufschlagt. Durch die Abwärtsbewegung des Pressenstößels
beim Arbeitshub schwenkt der Kipphebel um seine Achse und drückt dabei den das Werkzeug
tragenden Stößel in horizontaler Richtung nach vorne. Nach Beendigung des Stanz- oder
Biegevorgangs erfolgen der Rückhub des Pressenstößels sowie die Rückstellbewegung
des das Werkzeug tragenden Stößels infolge der Wirkung der Rückholfeder. Die Rückholfeder
ist deshalb erforderlich, weil der Pressenstößel nicht mit dem Kipphebel fest verbunden
ist. Vielmehr hat im allgemeinen der Pressenstößel im Bereich seiner oberen Totpunktlage
keine Berührung mit dem Kipphebel.
[0003] Derartige Werkzeugmodule haben eine weite Verbreitung gefunden, da sie universell
in allen gängigen Pressen einsetzbar sind. Sie werden dort an der gewünschten Stelle
fixiert. Hierzu sind am Grundkörper verschiedene Befestigungsmöglichkeiten, wie z.
B. Bohrungen, Paßfedernuten oder Absätze angeordnet.
[0004] Dennoch weisen sie eine Reihe von Nachteilen auf. So unterliegt der als kraftumlenkendes
Organ wirkende Kipphebel einem sehr starken Verschleiß, weil die Schwenkachse die
übertragenen hohen Kräfte aufnehmen muß. Dies betrifft weiterhin die mit dem Pressenstößel
und dem das Werkzeug tragenden Stößel in Berührung stehenden Gleitflächen des Kipphebels.
Auch bieten derartige Werkzeugmodule hinsichtlich ihrer Anordnungsmöglichkeit im Falle
einer erforderlichen Mehrfachanordnung wenig Flexibilität, da in der Regel jeweils
nur ein Kipphebel durch den Pressenstößel betätigbar ist. Deshalb sind häufig aufwendige
Konstruktionen erforderlich, um gleichzeitig mehrere Werkzeuge durch einen zentralen
Kipphebel zu betätigen. Eine einmal vorgewählte geometrische Konfiguration muß in
der Regel beibehalten werden, selbst geringfügige Modifikationen in der Geometrie
erfordern die Sonderanfertigung eines neuen Werkzeugmoduls.
[0005] Dem Grunde nach ist es auch schon bekannt geworden, beispielsweise aus der DE 26
00 948 B2, einen Hydraulikzylinder zur Formgebung zu benutzen, wobei ein im Zylinder
verschiebbarer Arbeitskolben mit einer Kolbenstange ein Werkzeug trägt. Zum Antrieb
wird eine Hydraulikflüssigkeit verwendet, die von einem separaten Hydraulikaggregat
unter Druck gesetzt wird. Derartige Hydraulikaggregate sind jedoch nicht von einer
Presse antreibbar, sondern besitzen in der Regel Elektromotoren. Um den für einen
Stanz- oder Biegevorgang aufzubringenden Druck statisch aufzubringen, ist es erforderlich,
eine sehr hohe Leistung zu installieren. Dies ist unökonomisch, da der für die Bearbeitung
erforderliche Maximaldruck lediglich kurzfristig, d. h. impulsartig benötigt wird.
In der genannten Druckschrift wird deshalb eine aufwendige Konstruktion vorgeschlagen,
bei der über einen Hilfskolben gesteuert eine schlagartige, hohe Krafteinwirkung durch
Freigabe einer gespeicherten Energie bewirkt wird. Abgesehen von dem hierzu erforderlichen
technischen Aufwand läßt sich eine derartige Konstruktion nicht mit einer vorhandenen
Presse betreiben, sondern erfordert eine komplette Umkonfiguration der Bearbeitungsstation
mit Hydraulikaggregaten.
[0006] Schließlich ist es aus der EP 0 251 794 A2, von der die Erfindung ausgeht, bekannt,
bei einem pressengetriebenen Werkzeugmodul die Kraftumlenkung hydraulisch zu realisieren.
Hierzu ist ein Kraftzylinder vorgesehen, dessen Kolben über eine nach außen geführte
Kolbenstange vom Pressenstößel beaufschlagt wird. Weiterhin ist ein Arbeitszylinder
vorgesehen, in welchem ein Arbeitskolben verschiebbar gelagert ist. Zwischen dem Kraftzylinder
und dem Arbeitszylinder ist eine hydraulische Verbindung vorgesehen, so daß zwischen
dem im Kraftzylinder gebildeten Verdrängerraum und dem im Arbeitszylinder gebildeten
Arbeitsraum eine kommunizierende Verbindung besteht. Das darin befindliche, weitgehend
inkompressible Hydraulikmedium erlaubt deshalb eine Kraftübertragung vom Kraftzylinder
auf den Arbeitszylinder. Nachteilig ist auch hierbei, daß der zeitliche Verlauf des
Druckaufbaus nicht mit dem für den Bearbeitungsvorgang erforderlichen Kraftbedarf
korrespondiert.
[0007] Der Erfindung lag daher das Problem zugrunde, ein pressengetriebenes Werkzeugmodul,
insbesondere eine pressengetriebene Querstanz- oder Biegeeinheit der eingangs genannten
Art derart weiterzuentwickeln, daß die geschilderten Probleme nicht mehr auftreten.
Insbesondere soll die durch die Presse eingeleitete Energie mit möglichst geringem
technischen Aufwand optimal umgesetzt und auf den Verformungsvorgang abgestimmt werden.
[0008] Das Problem wird durch ein pressengetriebenes Werkzeugmodul gelöst, welches die Merkmale
des Anspruchs 1 aufweist.
[0009] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind durch die Merkmale der Unteransprüche
angegeben.
[0010] Der Erfindung liegt die Idee zugrunde, die kinetische Energie des Pressenstößels
dazu zu benutzten, das Hydraulikmedium jeweils nur kurzzeitig unter Hochdruck zu setzen,
so daß der gewünschte Stanz- und Biegevorgang ausgeführt werden kann. Im übrigen ist
das Hydraulikmedium im wesentlichen drucklos.
[0011] Konkret wird dies dadurch erreicht, daß im Kraftzylinder ein Vorratsraum für das
Hydraulikmedium vorgesehen ist, der in der oberen Totpunktlage des Kolbens zum Verdrängerraum
hin Verbindung hat, im übrigen aber, d. h. bei einer von der oberen Totpunktlage abweichenden
Position des Kolbens, gegenüber dem Verdrängerraum hochdruckabgedichtet ist.
[0012] Insbesondere bietet das erfindungsgemäße Werkzeugmodul gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
die Möglichkeit, die das Werkzeug tragende Arbeitseinheit und die das Hydraulikmedium
unter Druck setzende Krafteinheit in räumlicher Trennung voneinander anzubringen wobei
beide Teileinheiten durch eine Hochdruckleitung verbunden werden. Auf diese Weise
ist es möglich, gleichzeitig mehrere Arbeitseinheiten durch eine einzige gemeinsame
Krafteinheit zu betätigen. Ohne nennenswerten Aufwand kann die Position jeder Arbeitseinheit
verändert werden. Insbesondere läßt sich auch die Richtung der Bearbeitung nicht nur
rein horizontal, sondern hiervon abweichend in jeder beliebigen Winkellage realisieren.
[0013] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist in der Arbeitseinheit
ein Gasfederelement als Rückstellfeder integriert, welches ohne zusätzlichen Platzbedarf
innerhalb des Zylinderraums sowie gegebenenfalls innerhalb des Kolbens und der Kolbenstange
integriert ist. Bei Anwendungsfällen mit relativ geringen Rückstellkräften kann auch
eine Schraubenfeder als preisgünstige Alternative vorgesehen werden.
[0014] Die Erfindung wird nachstehend anhand des in den Figuren schematisch dargestellten
Ausführungsbeispiels nähert erläutert. Dort werden auch weitere Vorteile im Detail
erläutert. Es zeigen
- Figur 1 -
- Schnittdarstellung des Werkzeugmoduls, Pressenstößel im oberen Totpunkt und
- Figur 2 -
- Schnittdarstellung des Werkzeugmoduls, Pressenstößel im unteren Totpunkt.
[0015] Das Werkzeugmodul besteht aus zwei Teileinheiten, nämlich einem Arbeitszylinder A
und einem Kraftzylinder K.
[0016] Der Arbeitszylinder A weist einen Grundkörper 33 mit einer zylindrischen Bohrung
auf. In der zylindrischen Bohrung ist ein Arbeitskolben 10 verschiebbar angeordnet.
Am Arbeitskolben 10 ist eine Kolbenstange 9 angebracht, welche stirnseitig ein Werkzeug
18 in Form eines Stempels trägt. Die Kolbenstange 9 ist ebenfalls verschieblich in
einer Lagerbuchse 11 geführt, die den Grundkörper 33 abschließt. Die Führungsbuchse
11 ist mit dem Grundkörper 33 verschraubt. Die Führungsbuchse 11 ragt mit einem Absatzsteg
34 in das Innere der Zylinderbohrung des Grundkörpers 33 hinein. Im Überlappungsbereich
zwischen dem Grundkörper 33 und der Lagerbuchse 11 ist ein Dichtring 35 angebracht,
dessen Funktion nachstehend näher erläutert wird. Der Verschiebeweg des Arbeitskolbens
10 wird einerseits begrenzt durch das stirnseitige Anliegen am Grundkörper 33 und
andererseits durch das Anliegen am Absatzsteg 34 der Lagerbuchse 11. Der Abstand zwischen
diesen beiden Endlagen ist der Hub H
A des Arbeitskolbens 10 und entspricht damit dem Betrag der maximalen Verschiebung
des Werkzeugs 18. Gleichzeitig wird hierdurch der Arbeitsraum 22 als Axialabschnitt
der Zylinderbohrung des Grundkörpers 33 definiert.
[0017] Der Arbeitskolben 10 ist mit einer Hochdruckdichtung 5 versehen, so daß der Arbeitsraum
22 an dieser Stelle zwischen dem Arbeitskolben 10 und der Zylinderbohrung des Grundkörpers
33 hochdruckabgedichtet ist.
[0018] Der Kraftzylinder K weist einen Basisblock 1 auf, auf dem ein Führungsblock 2 aufgesetzt
und mit diesem dicht verschraubt ist. Der Führungsblock 2 besitzt eine Durchgangsbohrung,
in die die Gleitbuchse 27 eingesetzt ist. Die Gleitbuchse 27 übernimmt die Führung
einer Kolbenstange 3, die an einem Tauchkolben 23 befestigt ist. Die die Kolbenstange
3 aufnehmende Bohrung geht im Inneren des Führungsblocks 2 in eine zylindrische Bohrung
größeren Durchmessers über, die mit einem Innengewinde 36 versehen ist. Das Innengewinde
36 ist im Eingriff mit einem Außengewinde 37, das an einem nach oben weisenden Absatzring
38 des Basisblocks 1 angebracht ist.
[0019] Im Basisblock ist eine Zylinderbohrung angebracht, die im wesentlichen den Verdrängerraum
24 darstellt und nach oben hin in die Zylinderbohrung des Führungsblocks 2 übergeht.
Der Durchmesser der Zylinderbohrung des Führungsblocks 2 ist größer als der Außendurchmesser
des Tauchkolbens 23, so daß zwischen dem Tauchkolben 23 und dem Führungsblock 2 ein
Ringraum 26 verbleibt. Im Bereich des Absatzrings 38 ist der Durchmesser der Zylinderbohrung
auf den Durchmesser des Tauchkolbens 23 abgestimmt.
[0020] Nach unten hin nimmt der Durchmesser der Zylinderbohrung im Basisblock 1 geringfügig
nach Art eines Einstichs zu. Von hier aus geht eine Bohrung 25 ab, die den Verdrängerraum
24 mit dem Arbeitsraum 22 des Arbeitszylinders A verbindet. Der Verdrängerraum 24,
die Bohrung 25, der Arbeitsraum 22 sowie Teile des Ringraums 23 sind mit Hydraulikmedium
M gefüllt. Es handelt sich hierbei um ein Öl mittlerer Viskosität.
[0021] In der in Figur 1 skizzierten Stellung des Tauchkolbens 23 hat der Ringraum 26 Verbindung
mit dem Verdrängerraum 24, so daß sich eine durchgehende Flüssigkeitssäule vom Verdrängerraum
24 zum Ringraum 26 einstellt. In dieser Position kann über das hier nicht näher dargestellte
Einfüllventil 10 Hydraulikmedium M ergänzt werden. Zur Erleichterung des Einfüllvorgangs
ist eine in den Arbeitsraum 22 mündende Entlüftungsbohrung 30 vorgesehen, die mit
einer Entlüftungsschraube 12 dicht verschließbar ist. Durch das Befüllen steigt der
Flüssigkeitspegel im Kraftzylinder nach oben, bis schließlich der gesamte Ringraum
26 gefüllt ist und damit die Funktion eines Vorratsraums für das Hydraulikmedium M
hat. In einer hiervon abweichenden Position des Verdrängerkolbens 23, wie sie beispielsweise
durch Figur 2 charakterisiert ist, ist der Vorratsraum 26 vom Verdrängerraum 24 getrennt.
Hierfür sorgt eine Hochdruck-Ringdichtung 4, die im Absatzring 38 des Basisblocks
1 gelagert ist und den Tauchkolben 23 dicht umschließt.
[0022] Im Arbeitszylinder A ist ein Gasfederelement integriert. Hierzu wird der Ringraum
benutzt, der in radialer Richtung zwischen der Kolbenstange 9 und der Zylinderbohrung
des Arbeitszylinders A und in axialer Richtung zwischen dem Arbeitskolben 10 und der
Lagerbuchse 11 liegt. Dieser Bereich wird gasdicht dadurch gestaltet, daß der Arbeitskolben
10 mit einer Gasdichtung 6 und die Lagerbuchse 11 mit der Gasdichtung 7 versehen ist,
welche den Übergang von der Kolbenstange 9 zur Lagerbuchse 11 abdichtet. Weiterhin
dichtet die oben erwähnte Dichtung 35 den Übergang vom Grundkörper 33 zur Lagerbuchse
11. Der Ringraum 31 ist mit Stickstoffgas unter hohem Druck gefüllt. Eine Verschiebung
des Arbeitszylinders 10 aus der in Figur 1 dargestellten Ausgangsposition heraus nach
rechts verkleinert das Volumen des Ringraums 31, das darin befindliche Gas wird komprimiert.
Bei einer Entlastung des Arbeitskolbens 10 entspannt sich das Gas und drückt den Arbeitskolben
10 in seine Ausgangsposition zurück. Um den Druckanstieg infolge der Verschiebebewegung
im Ringraum 31 zu begrenzen, werden das Innere des Kolbens 10 und der Kolbenstange
9 weitgehend aufgebohrt, so daß sich ein gemeinsamer Hohlraum 32 ergibt, der über
eine Bohrung 16 zum Ringraum 31 Verbindung hat. Somit sind der Hohlraum 32 und die
Bohrung 16 ebenfalls mit Gas gefüllt. Durch eine entsprechende Dimensionierung des
Hohlraums läßt sich die gewünschte Federcharakteristik erzielen. Dies ermöglicht eine
äußerst kompakte Bauweise, da das Gasfederelement vollständig im Inneren des Arbeitszylinders
A integriert ist.
[0023] Die Gasfüllung kann durch ein nicht näher dagestelltes Gasventil 8 eingebracht bzw.
bei Bedarf ergänzt werden.
[0024] Die Funktionsweise des Werkzeugmoduls wird nachstehend im Detail erläutert:
[0025] Der Ausgangspunkt als Beginn eines Bearbeitungszykluses ist in Figur 1 dargestellt.
Es handelt sich hierbei um einen Stanzvorgang, bei dem ein Loch in ein Werkstück 20
gestanzt werden soll. Das Werkstück 20 ist von einer Matrize 21 gehalten, die ihrerseits
an einer Stützplatte 19 befestigt ist.
[0026] Ein Pressenstößel 17 einer hier nicht dargestellten Presse befindet sich in seiner
oberen Totpunktlage. Das Werkzeug 18 befindet sich in zurückgezogener Position, wobei
der Arbeitskolben 10 infolge der Wirkung des Gasfederelements stirnseitig im Inneren
der Zylinderbohrung des Grundkörpers 33 anliegt. Hierdurch wird über das Hydraulikmedium
M der Verdrängerkolben 23 gegen die Schulter des Führungsblocks 2 gedrückt gehalten.
Der Verdrängerkolben 23 hat keine Berührung mit der Hochdruck-Ringdichtung 4, so daß
sich eine durchgehende Flüssigkeitssäule im Verdrängerraum 24 und im Vorratsraum 26
ausgebildet hat.
[0027] Nunmehr beginnt der Pressenstößel 17 seine Abwärtsbewegung und trifft auf die Kolbenstange
3 auf. Durch die weitere Abwärtsbewegung des Pressenstößels 17 wird über die Kolbenstange
3 der Verdrängerkolben 23 vertikal nach unten gezwungen. Er gerät dabei nach kurzer
Wegstrecke in Kontakt mit der Hochdruck-Ringdichtung 4, so daß von da ab der Verdrängerraum
24 zum Vorratsraum 26 hin abgedichtet ist. Durch die weitere Abwärtsbewegung des Tauchkolbens
23 erhöht sich der Druck des Hydraulikmediums M, das sich im Verdrängerraum 24 und
in der Bohrung 25 befindet. Beim weiteren Druckanstieg wird zunächst der Arbeitskolben
10 gegen die Wirkung des Gasfederungselements (in der Darstellung gemäß Figur 1 und
2) nach rechts verschoben. Der Druckaufbau in dem Hydraulikmedium M bewegt sich zunächst
im Niederdruckbereich, da lediglich der Arbeitskolben 10 eine Verschiebebewegung vollführt
und damit das Werkzeug 18 zustellt.
[0028] Beim Auftreffen des Werkzeugs 18 auf das Werkstück 20 steigt der Druck im Hydraulikmedium
M schlagartig an, da der Tauchkolben 23 durch den Pressenstößel 17 weiter nach unten
gezwungen wird, der Arbeitskolben 10 jedoch infolge des Anliegens des Werkzeugs 18
am Werkstück 20 in seiner Position verharrt. Der Druck steigt weiter so lange an,
bis die zum Stanzen erforderliche Kraft aufgebaut ist und das Werkzeug schlagartig
in die Matrize eindringt. Das Eindringen in die Matrize wird durch das Anliegen des
Arbeitskolbens am Absatzsteg 34 der Lagerbuchse 11 begrenzt. Dies entspricht der in
Figur 2 dargestellten Position.
[0029] Der Pressenstößel 17 hat seine unterste Position, den unteren Totpunkt (U.T.) erreicht
und ist im Begriff, seine Bewegungsrichtung umzukehren und sich nach oben zu bewegen.
Hierdurch wird dem Verdrängerkolben 23 ermöglicht, in seine Ausgangsposition zurückzukehren.
Da die Kolbenstange 3 nicht mit dem Pressenstößel 17 verbunden ist, wird der Rückhub
des Tauchkolbens 23 durch den Rückhub des Arbeitskolbens 10 bewirkt. Hierfür sorgt
das integrierte Gasfederelement, welches infolge der Verschiebung des Arbeitszylinders
10 komprimiert wurde und nunmehr wieder expandieren kann. Infolge der Expansion wird
der Arbeitskolben 10 stirnseitig zur Anlage an der Zylinderbohrung in dem Grundkörper
33 gebracht, so daß erneut die in Figur 1 angedeutete Position erreicht wird.
[0030] Stirnseitig am Führungsblock 2 ist ein höhenjustierbarer mechanischer Anschlag 15
angebracht, der als Hubbegrenzung für den Pressenstößel 17 und damit für den Verdrängerkolben
23 dient. Er soll verhindern, daß der Tauchkolben 23 versehentlich zu tief in den
Verdrängerraum 24 eindringt und dadurch den Druck im Hydraulikmedium M auf einen unzulässig
hohen Wert ansteigen läßt. Damit sind Bedienungsfehler praktisch ausgeschlossen. Zusätzlich
kann in Hydraulikmedium (M) führenden Bereichen, beispielsweise im Bereich der Bohrung
25, eine hier nicht dargestellte Berstsicherung vorgesehen werden.
[0031] Von oben mündet in den Vorratsraum 26 eine Druckausgleichsbohrung 29, die mit einem
Niederdruckventil 13 verschlossen ist. Das Niederdruckventil 13 sorgt für einen Druckausgleich,
sofern der infolge der Verschiebebewegung des Tauchkolbens 23 erzeugte Über- oder
Unterdruck vorbestimmte Grenzen übersteigt. Auch verhindert es ein Überfüllen mit
Hydraulikmedium M.
[0032] Ohne Funktionseinbuße ist auch eine räumlich getrennte Anordnung von Kraftzylinder
K und Arbeitszylinder A möglich, wobei die Bohrung 25 durch eine Hochdruckleitung
zu ersetzen ist. Auch kann an dem Kraftzylinder K eine Vielzahl von Arbeitszylindern
A angeschlossen werden, deren Hochdruckleitungen entweder einzeln oder über eine Mehrfachkupplung
mit dem Kraftzylinder gekoppelt werden. Insbesondere bei Verwendung einer flexiblen
Leitung als Hochdruckleitung läßt sich eine völlig variable und freizügig zu gestaltende
Konfiguration verwirklichen.
[0033] In einem konkreten Fall wurden die folgenden Druck- und Größenverhältnisse bestimmt.
[0034] In der in Figur 1 dargestellten Position befindet sich Öl mittlerer Viskosität unter
Umgebungsbedingungen im Verdrängerraum 24 und im Vorratsraum 26. Im Gasfederelement
befindet sich Stickstoffgas unter einem Druck von 100 bar. Während des Bearbeitungsvorgangs
steigt der Öldruck auf maximal 400 bar an, der Druck im Gasfederungselement erreicht
etwa 140 bar.
FIGURENLEGENDE
[0035]
- 1
- Basisblock
- 2
- Führungsblock
- 3
- Kolbenstange
- 4
- Hochdruck-Ringdichtung
- 5
- Hochdruckdichtung
- 6
- Gasdichtung
- 7
- Gasdichtung
- 8
- Gasventil
- 9
- Kolbenstange
- 10
- Arbeitskolben
- 11
- Lagerbuchse
- 12
- Entlüftungsschraube
- 13
- Niederdruckventil
- 14
- Einfüllventil
- 15
- Anschlag
- 16
- Bohrung
- 17
- Pressenstößel
- 18
- Werkzeug
- 19
- Stützträger
- 20
- Werkstück
- 21
- Matrize
- 22
- Arbeitsraum
- 23
- Tauchkolben
- 24
- Verdrängerraum
- 25
- Bohrung, Hochdruckleitung
- 26
- Vorratsraum
- 27
- Gleitbuchse
- 28
- Stirnfläche
- 29
- Druckausgleichsbohrung
- 30
- Entlüftungsbohrung
- 31
- Ringraum
- 32
- Hohlraum
- 33
- Grundkörper
- 34
- Absatzsteg
- 35
- Dichtring
- 36
- Innengewinde
- 37
- Außengewinde
- 38
- Absatzring
- A
- Arbeitszylinder
- K
- Kraftzylinder
- M
- Hydraulikmedium
- HA
- Hub des Arbeitskolbens
- HK
- Hub des Tauchkolbens
1. Pressengetriebenes Werkzeugmodul, insbesondere pressengetriebene Querstanz- oder Biegeeinheit,
mit einem an einem Stößel (9) anbringbaren Werkzeug (18), insbesondere einem Stanz-
oder Biegewerkzeug, das in einer von der vertikalen abweichenden, insbesondere in
horizontaler Richttung gegen die Wirkung eines rückstellenden Federelements verschiebbar
in einem Grundkörper (33) gelagert ist,
- wobei der das Werkzeug (18) tragende Stößel als Kolbenstange (9) eines von einem
Hydraulikmedium (M) beaufschlagbaren Arbeitskolbens (10) ausgeführt ist, welcher in
einem Arbeitsraum (22) eines Arbeitszylinders (A) verschiebbar gelagert ist,
- wobei das in einem Verdrängerraum (24) eines Kraftzylinders (K) befindliche Hydraulikmedium
(M) durch einen in dem Kraftzylinder (K) vertikal geführten Kolben (23) beaufschlagbar
ist, der seinerseits über eine Kolbenstange (3) von dem Pressenstößel (17) betätigbar
ist, und
- wobei zwischen dem Verdrängerraum (24) des Kraftzylinders (K) und dem Arbeitsraum
(22) des Arbeitszylinders (A) eine Hydraulische Verbindung in Form einer Hochdruckleitung
(25) für das Hydraulikmedium (M) vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
im Kraftzylinder (K) ein Vorratsraum (26) für das Hydraulikmedium (M) vorgesehen,
der in der oberen Totpunktlage (O.T.) des Kolbens (23) Verbindung hat zu dem Verdrängerraum
(24) des Kraftzylinders (K), und im übrigen gegenüber dem Verdrängerraum (24) hochdruckabgedichtet
ist.
2. Werkzeugmodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (23) als Tauchkolben
ausgebildet ist und daß der Kraftzylinder (K) einen Basisblock (1) und einen mit dem
Basisblock (1) verbundenen Führungsblock (2) aufweist, wobei im Basisblock (1) eine
Zylinderbohrung angebracht ist, die im wesentlichen den Verdrängerraum (24) bildet
und in ihrem oberen Bereich eine Hochdruck-Ringdichtung (4) trägt, die zur radialen
Anlage an den Tauchkolben (23) gebracht ist, sofern sich dieser in einer von der oberen
Totpunklage (O.T.) abweichenden Position befindet, und wobei weiterhin im Führungsblock
(2) eine Zylinderbohrung vorhanden ist, deren Durchmesser größer ist als derjenige
der Zylinderbohrung im Basisblock (1), so daß oberhalb des Verdrängerraums (24) und
in diesen übergehend der Vorratsraum (26) für das Hydraulikmedium (M) gebildet.
3. Werkzeugmodul nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungsblock (2) eine
Gleitbuchse (27) zur Führung der Kolbenstange (3) aufweist.
4. Werkzeugmodul nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Kraftzylinder (K) an seiner dem Pressenstößel (17) zugewandten Stirnfläche (28) einen
höhenjustierbaren mechanischen Anschlag (15) zur Begrenzung des Hubs des Pressenstößels
(17) aufweist.
5. Werkzeugmodul nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in
den Vorratsraum (26) von oben eine mit einem Niederdruckventil (13) versehene Druckausgleichsbohrung
(29) mündet.
6. Werkzeugmodul nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in
den Arbeitsraum (22) von oben eine Entlüftungbohrung (30) mündet, die mit einer Entlüftungsschraube
(12) dicht verschließbar ist.
7. Werkzeugmodul nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Zylinderbohrung des Arbeitszylinders (A) werkzeugseitig mit einer Lagerbuchse (11)
verschlossen ist, in der die Kolbenstange (9) geführt ist.
8. Werkzeugmodul nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
rückstellende Federelement eine Schraubenfeder ist.
9. Werkzeugmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das rückstellende
Federelement ein Gasfederelement ist.
10. Werkzeugmodul nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß als Gasfederelement zumindest
ein mit Gas (G) gefüllter Ringraum (31) dient, der in radialer Richtung zwischen der
Kolbenstange (9) und der Zylinderbohrung des Arbeitszylinders (A) und in axialer Richtung
zwischen dem Arbeitskolben (10) und der Lagerbuchse (11) liegt.
11. Werkzeugmodul nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Ringraum (31) über
eine im Arbeitskolben (10) oder in der Kolbenstange (9) vorhandene Bohrung (16) mit
einem im Inneren des Arbeitskolbens (10) und der Kolbenstange (9) angebrachten gemeinsamen
Hohlraum (33) Verbindung hat.
12. Werkzeugmodul nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Kraftzylinder (K) und der Arbeitszylinder (A) eine untrennbare Einheit bilden.
13. Werkzeugmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Kraftzylinder
(K) und der Arbeitszylinder (A) jeweils selbständig handhabbare Teileinheiten sind,
die über eine separate Hochdruckleitung miteinander verbindbar sind.
14. Werkzeugmodul nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die separate Hochdruckleitung
als flexibler Schlauch ausgeführt ist.
15. Werkzeugmodul nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß am Kraftzylinder
(K) eine Vielzahl von Arbeitszylindern (A) gleichzeitig angekoppelt ist.
16. Werkzeugmodul nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kolbenstange (9) mit einer Schnellwechseleinrichtung zur Aufnahme des Werkzeugs (18)
versehen ist.
1. Press-driven tool module, in particular press-driven cross-punching or bending unit,
having a tool (18), in particular a punching or bending tool, mountable on a ram (9),
which is mounted so as to be displaceable in a main body (33) in a direction deviating
from the vertical, in particular in the horizontal direction, against the action of
a restoring spring element,
- wherein the ram carrying the tool (18) is designed as piston rod (9) of a working
piston (10) which can be acted on by a hydraulic medium (M) and which is mounted so
as to be displaceable in a working space (22) of a working cylinder (A),
- wherein the hydraulic medium (M) contained in a displacement space (24) of a power
cylinder (K) is displaceable by a piston (23) mounted vertically in the power cylinder
(K), which can itself be actuated by means of a piston rod (3) of the press ram (17),
and
- wherein a hydraulic connection in the form of a high-pressure line (25) for the
hydraulic medium (M) is provided between the displacement space (24) of the power
cylinder (K) and the working space (22) of the working cylinder (A),
characterized in that a reservoir space (26) for the hydraulic medium (M) is provided
in the power cylinder (K), which is connected to the displacement space (24) of the
power cylinder (K) in the top dead-centre position (T.D.C.) of the piston (23), and
is otherwise high-pressure-sealed with respect to the displacement space (24).
2. Tool module according to Claim 1, characterized in that the piston (23) is designed
as immersion piston and in that the power cylinder (K) has a base block (1) and a
guide block (2) joined to the base block (1), wherein a cylinder bore is provided
in the base block (1), which essentially forms the displacement space (24) and carries,
in its upper region, a high-pressure ring seal (4), which is brought into radial contact
with the immersion piston (23) when the latter is in a position deviating from the
top dead-centre position (T.D.C.), and wherein further a cylinder bore is present
in the guide block (2), whose diameter is greater than that of the cylinder bore in
the base block (1) so that the reservoir space (26) for the hydraulic medium (M) is
formed above the displacement space (24) and merges into the latter.
3. Tool module according to Claim 2, characterized in that the guide block (2) has a
slide bush (27) for guiding the piston rod (3).
4. Tool module according to one of the preceding claims, characterized in that the power
cylinder (K) has, at its guide face (28) adjacent to the press ram (17), a height-adjustable
mechanical stop (15) for limiting the travel of the press ram (17).
5. Tool module according to one of the preceding claims, characterized in that a pressure
equalization bore (29) provided with a low-pressure valve (13) opens into the reservoir
space (26) from above.
6. Tool module according to one of the preceding claims, characterized in that a venting
bore (30) which can be tightly sealed with a venting screw (12) opens into the working
space (22) from above.
7. Tool module according to one of the preceding claims, characterized in that the cylinder
bore of the working cylinder (A) is sealed on the tool side by a bearing bush (11)
in which the piston rod (9) is mounted.
8. Tool module according to one of the preceding claims, characterized in that the restoring
spring element is a helical spring.
9. Tool module according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the restoring
spring element is a gas spring element.
10. Tool module according to Claim 9, characterized in that at least one annular space
(31) filled with gas (G) serves as gas spring element, which is disposed in the radial
direction between the piston rod (9) and the cylinder bore of the working cylinder
(A) and in the axial direction between the working piston (10) and the bearing bush
(11).
11. Tool module according to Claim 10, characterized in that the annular space (31) is
connected to a common cavity (32) provided in the interior of the working piston (10)
and the piston rod (9) by means of a bore (16) present in the working piston (10)
or in the piston rod (9).
12. Tool module according to one of the preceding claims, characterized in that the power
cylinder (K) and the working cylinder (A) form an inseparable unit.
13. Tool module according to one of Claims 1 to 11, characterized in that the power cylinder
(K) and the working cylinder (A) are each independently manipulable subunits, which
can be joined to one another by means of a separate high-pressure line.
14. Tool module according to Claim 13, characterized in that the separate high-pressure
line is designed as flexible hose.
15. Tool module according to one of Claims 12 to 14, characterized in that the power cylinder
(K) is simultaneously coupled to a plurality of working cylinders (A).
16. Tool module according to one of the preceding claims, characterized in that the piston
rod (9) is provided with a rapid replacement device for receiving the tool (18).
1. Module porte-outil entraîné par une presse, notamment élément d'estampage ou de cintrage,
comportant un outil (18) susceptible d'être fixé à un poussoir (9), notamment à un
outil d'estampage ou de cintrage, monté dans un corps de base (33), coulissant contre
l'action d'un élément à ressort de rappel, dans une direction différente de la direction
verticale, notamment dans une direction horizontale,
- le poussoir portant l'outil (18) est constitué par un poussoir (9) d'un piston de
travail (10) sollicité par un liquide hydraulique (M), ce piston coulissant dans la
chambre de travail (22) d'un vérin de travail (A),
- le liquide hydraulique (M) de la chambre de refoulement (24) d'un vérin de force
(K) étant sollicité par un piston (23) guidé verticalement dans le vérin de force
(K), ce piston étant actionné lui-même par le poussoir de presse (17) à partir d'une
tige de piston (3), et
- entre la chambre de refoulement (24) du vérin de force (K) et la chambre de travail
(22) du vérin de travail (A), il est prévu une liaison hydraulique sous la forme d'une
conduite haute pression (25) pour le liquide hydraulique (M),
caractérisé en ce que
le vérin de force (K) comporte une chambre d'alimentation (26) pour le liquide hydraulique
(M) qui, lorsque le piston (23) occupe son point mort haut (O.T.), communique avec
la chambre de refoulement (24) du vérin de force (K) alors que pour toute autre position
il est fermé de manière étanche à la haute pression par rapport à la chambre de refoulement
(24).
2. Module porte-outil selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le piston (23) est un piston plongeur et le vérin de force (K) comporte un bloc de
base (1) et un bloc de guidage (2) relié au bloc de base (1), un alésage cylindrique
étant prévu dans le bloc de base (1) qui forme pour l'essentiel la chambre de refoulement
(24) et porte dans sa zone supérieure un joint annulaire haute pression (4) mis en
appui radial contre le piston plongeur (23) dans la mesure où celui-ci se trouve dans
une position différente de sa position de point mort haut (O.T.) et en outre le bloc
de guidage (2) comporte un alésage cylindrique dont le diamètre est supérieur à celui
de l'alésage cylindrique du bloc de base (1) pour former la chambre d'alimentation
(26) du liquide hydraulique (M) au-dessus de la chambre de refoulement (24) et rejoignant
celle-ci.
3. Module porte-outil selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
le bloc de guidage (2) est une douille de glissement (27) pour guider la tige de piston
(3).
4. Module porte-outil selon la revendication précédente,
caractérisé en ce que
le vérin de force (K) comporte, à sa surface frontale (28) tournée vers le coulisseau
de presse (17), une butée (15) mécanique, ajustable en hauteur, pour limiter la course
du coulisseau de presse (17).
5. Module porte-outil selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
un perçage d'équilibrage de pression (29), muni d'une soupape basse pression (13),
débouche par le haut dans la chambre d'alimentation (26).
6. Module porte-outil selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
un perçage de purge (30) débouche par le haut dans la chambre de travail (22), ce
perçage pouvant être fermé de manière étanche par une vis de purge (12).
7. Module porte-outil selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'alésage du vérin de travail (A) est fermé du côté de l'outil par une douille de
palier (11) guidant la tige de piston (9).
8. Module porte-outil selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'élément à ressort de rappel est un ressort hélicoïdal.
9. Module porte-outil selon l'une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que
l'élément à ressort de rappel est un élément à ressort à gaz.
10. Module porte-outil selon la revendication 9,
caractérisé en ce que
l'élément à ressort à gaz est constitué par au moins une chambre annulaire (31) remplie
de gaz (G) qui se situe dans la direction radiale, entre la tige de piston (9) et
l'alésage du vérin de travail (A) et dans la direction axiale, entre le piston de
travail (10) et la douille de palier (11).
11. Module porte-outil selon la revendication 10,
caractérisé en ce que
la chambre annulaire (31) est reliée par un perçage (16) du piston de travail (10)
ou de la tige de piston (9) avec une cavité (32), commune, à l'intérieur du piston
de travail (10) et de la tige de piston (9).
12. Module porte-outil selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le vérin de force (K) et le vérin de travail (A) forment un ensemble indissociable.
13. Module porte-outil selon l'une des revendications 1 à 11,
caractérisé en ce que
le vérin de force (K) et le vérin de travail (A) constituent chacun une unité manipulée
indépendamment et qui sont reliés par une conduite haute pression, distincte.
14. Module porte-outil selon la revendication 13,
caractérisé en ce que
la conduite haute pression distincte est un tuyau souple.
15. Module porte-outil selon l'une des revendications 12 à 14,
caractérisé par
un grand nombre de vérins de travail (A) couplés simultanément sur le vérin de force
(K).
16. Module porte-outil selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la tige de piston (9) est munie d'une installation de montage rapide pour recevoir
l'outil (18).

