[0001] Es ist eine allgemein bekannte Tatsache, daß Silber, auch dann, wenn es nicht in
Gebrauch ist, "anläuft". Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es dunkle, bräunliche,
bläuliche bis blauschwarze Flecken bekommt oder sich insgesamt verfärbt und damit
im üblichen Sprachgebrauch "angelaufen" ist.
[0002] Auch bei der maschinellen Reinigung von Tafelsilber treten in der Praxis immer wieder
Probleme in Form von Anlaufen und Verfärben der Silberoberflächen auf. Silber kann
hier auf schwefelhaltige Substanzen, die im Spülwasser gelöst bzw. dispergiert sind,
reagieren, denn bei der Reinigung von Geschirr in Haushaltsgeschirrspülmaschinen (HGSM)
werden Speisereste und damit u. a. auch Senf, Erbsen, Ei und sonstige schwefelhaltige
Verbindungen in die Spülflotte eingebracht. Auch die während des maschinellen Spülens
viel höheren Temperaturen und die längeren Kontaktzeiten mit den schwefelhaltigen
Speiseresten begünstigen im Vergleich zum manuellen Spülen das Anlaufen von Silber.
Durch den intensiven Reinigungsprozeß in der Spülmaschine wird die Silberoberfläche
außerdem vollständig entfettet und dadurch empfindlicher gegenüber chemischen Einflüssen.
[0003] Bei der Anwendung aktivchlorhaltiger Reiniger kann das Anlaufen durch schwefelhaltige
Verbindungen weitgehend verhindert werden, da diese Verbindungen durch Oxidation der
sulfidischen Funktionen in Sekundärreaktion zu Sulfonen oder Sulfaten umgesetzt werden.
[0004] Das Problem des Silberanlaufens wurde jedoch wieder aktuell, als alternativ zu den
Aktivchlorverbindungen Aktivsauerstoffverbindungen, wie beispielsweise Natriumperborat
oder Natriumpercarbonat eingesetzt wurden, welche zur Beseitigung bleichbarer Anschmutzungen,
wie beispielsweise Teeflecken/Teebeläge, Kaffeerückstände, Farbstoffe aus Gemüse,
Lippenstiftreste und dergleichen dienen.
[0005] Diese Aktivsauerstoffverbindungen werden vor allem in modernen niederalkalischen
maschinellen Spülmitteln der neuen Reinigergeneration zusammen mit Bleichaktivatoren
eingesetzt. Diese modernen Mittel bestehen im allgemeinen aus den folgenden Funktionsbausteinen:
Builderkomponente (Komplexbildner/Dispergiermittel), Alkaliträger, Bleichsystem (Bleichmittel
+ Bleichaktivator), Enzyme und Netzmittel (Tenside).
[0006] Auf die veränderten Rezepturparameter der neuen aktivchlorfreien Reinigergeneration
mit abgesenkten pH-Werten und aktivierter Sauerstoffbleiche reagieren die Silberoberflächen
grundsätzlich empfindlicher. Während des maschinellen Spülens setzen diese Mittel
im Reinigungsgang das eigentlich bleichende Agens Wasserstoffperoxid bzw. Aktivsauerstoff
frei. Die bleichende Wirkung der aktivsauerstoffhaltigen Reiniger wird durch Bleichaktivatoren
verstärkt, so daß schon bei niedrigen Temperaturen eine gute Bleichwirkung erzielt
wird. In Gegenwart dieser Bleichaktivatoren bildet sich als reaktive Zwischenverbindung
Peressigsäure. Unter diesen veränderten Spülbedingungen bilden sich in Gegenwart von
Silber nicht nur sulfidische, sondern durch den oxidierenden Angriff der intermediär
gebildeten Peroxide bzw. des Aktivsauerstoffs bevorzugt oxidische Beläge auf den Silberoberflächen.
Unter hoher Salzbelastung können zusätzlich chloridische Beläge entstehen. Verstärkt
wird das Anlaufen des Silbers außerdem durch höhere Restwasserhärten während des Reinigungsganges.
[0007] Die Vermeidung der Silberkorrosion, d.h. die Bildung sulfidischer, oxidischer oder
chloridischer Beläge auf Silber ist das Thema zahlreicher Veröffentlichungen. Die
Korrosion von Silber wird in diesen Beschreibungen vor allem durch sogenannte Silberschutzmittel
verhindert.
[0008] Aus der britischen Patentschrift GB 1 131 738 sind alkalische Geschirrspülmittel
bekannt, die als Korrosionsinhibitor für Silber Benzotriazole enthalten. In der amerikanischen
Patentschrift US 3 549 539 werden stark alkalische, maschinell anwendbare Geschirreinigungsmittel
beschrieben, die als Oxidationsmittel u.a. Perborat mit einem organischen Bleichaktivator
enthalten können. Als Anlaufverhinderungsmittel werden Zusätze u.a. ebenfalls von
Benzotriazol und auch Eisen(III)chlorid empfohlen. Dabei werden pH-Werte von vorzugsweise
7 - 11,5 genannt. In den europäischen Patentschriften EP 135 226 und EP 135 227 werden
schwach alkalische, maschinell anwendbare Geschirrspülmittel mit einem Gehalt an Peroxyverbindungen
und Aktivatoren beschrieben, die als Silberschutzmittel u.a. Benzotriazole und Fettsäuren
enthalten können. Schließlich ist aus der deutschen Offenlegungsschrift DE 41 28 672
bekannt, daß Peroxyverbindungen, die durch Zusatz bekannter organischer Bleichaktivatoren
aktiviert werden, in stark alkalischen Reinigungsmitteln das Anlaufen von Silberteilen
verhindern.
[0009] Überraschenderweise wurde nun gefunden, daß organische redoxaktive Substanzen, insbesondere
die üblicherweise in Oxidationsfärbemitteln verwendeten, bisher noch nicht als Silberkorrosionsschutzmittel
beschriebenen Kuppler- und/oder Entwicklerverbindungen die Korrosion von Silber in
maschinellen Geschirrspülmaschinen wirksam verhindern.
[0010] Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung von organischen redoxaktiven Substanzen
in Geschirreinigerzubereitungen als Silberkorrosionsschutzmittel, wobei die organische
redoxaktive Substanz eine Kuppler- und/oder Entwicklerverbindung ist, ausgewählt aus
der Gruppe der Diaminopyridine, Aminohydroxypyridine, Dihydroxypyridine, heterocyclischen
Hydrazone, Aminohydroxypyrimidine, Dihydroxypyrimidine, Tetraaminopyrimidine, Triaminohydroxypyrimidine,
Diaminodihydroxypyrimidine, Dihydroxynaphtaline, Napthole, Hydroxychinoline, Aminochinoline,
der primären aromatischen Amine, die ortho-, meta- oder para-Position eine weitere
freie oder mit C
1-C
4-Alkyl- oder C
2-C
4-Hydroxyalkylgruppen substituierte Hydroxy- oder Aminogruppe haben, und der Di- oder
Trihydroxybenzole.
[0011] Das Wort "Korrosion" ist in seiner weitesten in der Chemie gebräuchlichen Bedeutung
auszulegen, insbesondere soll hier "Korrosion" für jede visuell gerade noch erkennbare
Veränderung einer Metalloberfläche, hier Silber, stehen, sei es z. B. eine punktuelle
Verfärbung, sei es z. B. ein großflächiges Anlaufen.
[0012] "Organische redoxaktive Substanzen" sind solche organischen Substanzen, die einer
leicht ablaufenden reversiblen Oxidation und/oder Reduktion zugänglich sind. So fallen
beispielsweise typische Komplexierungsmittel wie z. B. EDTA oder Hydroxyethandiphosphonsäure
und verwandte Verbindungen nicht unter diese Definition.
[0013] Die erfindungsgemäß zur Verhinderung der Silberkorrosion verwendeten Entwickler-
und Kupplerverbindungen sind die Üblicherweise in Oxidationsfärbemitteln eingesetzten
Substanzen aus den obengenannten Gruppen. Beispiele für solche Entwickler- und Kupplerverbindungen
finden sich z.B. in "Venkataraman, The Chemistry of synthetic dyes, Vol. V, Academic
Press New York/London, 1971, Seiten 478 - 495", sowie in der dort zitierten Literatur.
Besonders zur Verhinderung der Silberkorrosion geeignet sind die Entwickler- bzw.
Kupplerverbindungen ausgewählt aus der Gruppe p-Hydroxyphenylglycin, 2,4-Diaminophenol,
5-Chlor-2,3-pyridindiol, 1-(p-Aminophenyl)morpholin, Hydrochinon, Brenzcatechin, Hydroxyhydrochinon,
Gallussäure, Phloroglucin, Pyrogallol.
[0014] Die organischen redoxaktiven Substanzen sind vorzugsweise gecoatet, d.h. vollständig
mit einem wasserdichten, bei den Reinigungstemperaturen aber leichtlöslichen Material
überzogen, um ihre vorzeitige Zersetzung oder Oxidation bei der Lagerung zu verhindern.
Bevorzugte Coatingmaterialien, die nach bekannten Verfahren, etwa Schmelzcoatingverfahren
nach Sandwik aus der Lebensmittelindustrie, aufgebracht werden, sind Paraffine, Mikrowachse,
Wachse natürlichen Ursprungs wie Carnaubawachs, Candellilawachs, Bienenwachs, höherschmelzende
Alkohole wie beispielsweise Hexadecanol, Seifen oder Fettsäuren. Dabei wird das bei
Raumtemperatur feste Coating-material in geschmolzenem Zustand auf das zu coatende
Material aufgebracht, z.B. indem feinteiliges zu coatendes Material in kontinuierlichem
Strom durch eine ebenfalls kontinuierlich erzeugte Sprühnebelzone des geschmolzenen
Coatingmaterials geschleudert wird. Der Schmelzpunkt muß so gewählt sein, daß sich
das Coatingmaterial während der anschließenden Verwendung der Silberkorrosionsschutzmittel
in der Geschirrspülmaschine leicht löst bzw. schnell aufschmilzt. Der Schmelzpunkt
sollte daher für die meisten Anwendungen idealerweise im Bereich zwischen 45°C und
65°C und bevorzugt im Bereich 50°C bis 60°C liegen.
[0015] Insbesondere eignen sich die oben beschriebenen organischen redoxaktiven Substanzen
jedoch zur Verhinderung der Silberkorrosion, wenn sie in niederalkalischen Reinigern
zum maschinellen Reinigen von Geschirr enthalten sind. Dies ist um so überraschender,
als diese Silberkorrosionsschutzmittel in ihrer Wirkung nicht durch die Anwesenheit
von üblicherweise in niederalkalischen Reinigern enthaltenen Bleichmitteln auf Sauerstoffbasis
beeinträchtigt werden.
[0016] Ein weiterer Erfindungsgegenstand sind deshalb niederalkalische Mittel zum maschinellen
Reinigen von Geschirr, deren 1 Gew.-%ige Lösungen einen pH-Wert von 8 bis 11,5, vorzugsweise
9 bis 10,5 aufweisen, enthaltend 15 bis 60 Gew.-%, vorzugsweise 30 bis 50 Gew.-% einer
wasserlöslichen Builderkomponente, 5 bis 25 Gew.-%, vorzugsweise 10 bis 15 Gew.-%
eines Bleichmittels auf Sauerstoffbasis, 1 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 2 bis 6 Gew.-%
eines organischen Bleichmittelaktivators, 0,1 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise 0,5 bis 2,5
Gew.-% eines Enzyms, jeweils bezogen auf das gesamte Mittel, und Silberkorrosionsschutzmittel,
wobei als Silberkorrosionsschutzmittel eine Kupplerund/oder Entwicklerverbindungen
ausgewählt aus der Gruppe der Diaminopyridine, Aminohydroxypyridine, Dihydroxypyridine,
heterocyclischen Hydrazone, Aminohydroxypyrimidine, Dihydroxypyrimidine, Tetraaminopyrimidine,
Triaminohydroxypyrimidine, Diaminodihydroxypyrimidine, Dihydroxynaphtaline, Naphtole,
Hydroxychinoline, Aminochinoline, der primären aromatischen Amine, die in ortho-,
meta- oder para-Position eine weitere freie oder mit C
1-C
4-Alkyl- oder C
2-C
4-Hydroxalkylgruppen substituierte Hydroxy- oder Aminogruppe haben und der Di- oder
Trihydroxybenzole enthalten ist.
[0017] Bevorzugte Geschirreinigungsmittel enthalten Kuppler- und/oder Entwicklerverbindungen
ausgewählt aus der Gruppe p-Hydroxyphenylglycin, 2,4-Diaminophenol, 5-Chlor-2,3-pyridin,
1-(p-Aminophenyl)-morpholin, Hydrochinon, Brenzcatechin, Hydroxyhydrochinon, Gallussäure,
Phloroglucin, Pyrogallol sowie deren Mischungen.
[0018] Vorzugsweise sind die organischen redoxaktiven Substanzen in den erfindungsgemäßen
Mitteln in einer Gesamtmenge von 0,05 bis 6 Gew.-%, vorzugsweise 0,2 bis 2,5 Gew.-%,
bezogen auf das gesamte Mittel, enthalten.
[0019] Als wasserlösliche Builderkomponenten kommen prinzipiell alle in maschinellen Geschirreinigungsmitteln
üblicherweise eingesetzten Builder in Frage, z. B. polymere Alkaliphosphate, die in
Form ihrer alkalischen neutralen oder sauren Natrium- oder Kaliumalze vorliegen können.
Beispiele hierfür sind: Tetranatriumdiphosphat, Dinatriumdihydrogendiphosphat, Pentanatriumtriphosphat,
sogenanntes Natriumhexametaphosphat sowie die entsprechenden Kaliumsalze bzw. Gemische
aus Natriumhexametaphosphat sowie die entsprechenden Kaliumsalze bzw. Gemische aus
Natrium- und Kaliumsalzen. Die Mengen an Phosphat liegen im Bereich von bis zu etwa
30 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Mittel; vorzugsweise sind die erfindungsgemäßen
Mittel jedoch frei von solchen Phosphaten. Weitere mögliche wasserlösliche Builderkomponenten
sind z. B. organische Polymere nativen oder synthetischen Ursprungs, vor allem Polycarboxylate,
die insbesondere in Hartwassersystemen als Co-Builder wirken. In Betracht kommen beispielsweise
Polyacrylsäuren und Copolymere aus Maleinsäureanhydrid und Acrylsäure sowie die Natriumsalze
dieser Polymersäuren. Handelsübliche Produkte sind z.B. Sokalan
(R) CP 5 und PA 30 von BASF, Alcosperse
(R) 175 oder 177 von Alco, LMW
(R) 45 N und SP02 N von Norsohaas. Zu den nativen Polymeren gehören beispielsweise oxidierte
Stärke (z. B. Deutsche Patentanmeldung P 42 28 786.3) und Polyaminosäuren wie Polyglutaminsäure
oder Polyasparaginsäure, z. B. der Firmen Cygnus bzw. SRCHEM.
[0020] Weitere mögliche Builderkomponenten sind natürlich vorkommende Hydroxycarbonsäuren
wie z. B. Mono-, Dihydroxybernsteinsäure, α-Hydroxypropionsäure und Gluconsäure. Bevorzugte
Builderkomponenten sind die Salze der Citronensäure, insbesondere Natriumcitrat. Als
Natriumcitrat kommen wasserfreies Trinatriumcitrat bzw. vorzugsweise Trinatriumcitratdihydrat
in Betracht. Trinatriumcitratdihydrat kann als fein- oder grobkristallines Pulver
eingesetzt werden. In Abhängigkeit vom letztlich in den erfindungsgemäßen Mitteln
eingestellten pH-Wert können auch die zu Citrat korrespondierenden Säuren vorliegen.
[0021] Als Bleichmittel auf Sauerstoffbasis kommen in erster Linie Natriumperboratmono-
und -tetrahydrat oder Natriumpercarbonat in Betracht. Der Einsatz von Natriumpercarbonat
hat Vorteile, da sich dieses besonders günstig auf das Korrosionsverhalten an Gläsern
auswirkt. Das Bleichmittel auf Sauerstoffbasis ist deshalb vorzugsweise ein Percarbonat-Salz,
insbesondere Natriumpercarbonat. Da Aktivsauerstoff erst bei erhöhten Temperaturen
von allein seine volle Wirkung entfaltet, werden zu seiner Aktivierung in der Geschirrspülmaschine
sogenannte Bleichmittelaktivatoren eingesetzt. Als organische Bleichmittelaktivatoren
dienen z.B. PAG (Pentaacetylglucose), DADHT (1,5-Diacetyl-2,4-dioxo-hexahydro-1,3,5-triazin)
und ISA (Isatosäureanhydrid), vorzugsweise jedoch N,N,N',N'-Tetraacetylethylendiamin
(TAED). Überdies kann auch der Zusatz geringer Mengen bekannter Bleichmittelstabilisatoren
wie beispielsweise von Phosphonaten, Boraten bzw. Metaboraten und Metasilikaten sowie
Magnesiumsalzen wie Magnesiumsulfat zweckdienlich sein.
[0022] Zur besseren Ablösung Eiweiß-, Fett- oder Stärke-haltiger Speisereste enthalten die
erfindungsgemäßen Geschirreinigungsmittel Enzyme wie Proteasen, Amylasen, Lipasen
und Cellulasen, beispielsweise Proteasen wie BLAP
(R) 140 der Firma Henkel; Optimase
(R) -M-440, Optimase
(R) -M-330, Opticlean
(R) -M-375, Opticlean
(R) -M-250 der Firma Solvay Enzymes; Maxacal
(R) CX 450.000, Maxapem
(R) der Firma Ibis; Savinase(R) 4,0 T, 6,0 T, 8,0 T der Firma Novo; Esperase
(R) T der Firma Ibis und Amylasen wie Termamyl
(R) 60 T, 90 T der Firma Novo; Amylase-LT
(R) der Firma Solvay Enzymes oder Maxamyl
(R) P 5000, CXT 5000 oder CXT 2900 der Firma Ibis; Lipasen wie Lipolase
(R) 30 T der Firm Novo; Cellulasen wie Celluzym(R) 0,7 T der Firma Novo Nordisk. Vorzugsweise
enthalten die Geschirreinigungsmittel Proteasen und/oder Amylasen.
[0023] Vorzugsweise enthalten die erfindungsgemäßen Mittel zusätzlich die in üblichen niederalkalischen
maschinellen Geschirreinigungsmitteln enthaltenen Alkaliträger wie z. B. Alkalisilikate,
Alkalicarbonate und/oder Alkalihydrogencarbonate. Zu den üblicherweise eingesetzten
Alkaliträgern zählen Carbonate, Hydrogencarbonate und Alkalisilikate mit einem Molverhältnis
SiO
2 / M
2O (M = Alkaliatom) von 1,5 : 1 bis 2,5 : 1. Alkalisilikate können dabei in Mengen
von bis zu 30 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Mittel, enthalten sein. Auf den Einsatz
der hoch alkalischen Metasilikate als Alkaliträger wird vorzugsweise verzichtet. Das
in den erfindungsgemäßen Mitteln bevorzugt eingesetzte Alkaliträgersystem ist ein
Gemisch aus im wesentlichen Carbonat und Hydrogencarbonat, vorzugsweise Natriumcarbonat
und Hydrogencarbonat, das in einer Menge von bis zu 60 Gew.-%, vorzugsweise 10 bis
40 Gew.-% bezogen auf das gesamte Mittel, enthalten ist. Je nachdem, welcher pH-Wert
letztendlich gewünscht bzw. eingestellt wird, variiert das Verhältnis von eingesetztem
Carbonat und eingesetztem Hydrogencarbonat; üblicherweise wird jedoch ein Überschuß
an Natriumhydrogencarbonat eingesetzt, so daß das Gewichtsverhältnis zwischen Hydrogencarbonat
und Carbonat im allgemeinen 1 : 1 bis 15 : 1 beträgt.
[0024] Den erfindungsgemäßen Mitteln können gegebenenfalls auch noch Tenside, insbesondere
schwach schäumende nichtionische Tenside zugesetzt werden, die der besseren Ablösung
fetthaltiger Speisereste, als Netzmittel, als Granulierhilfsmittel oder als Dispergierhilfsmittel
zur besseren, homogenen Verteilung der vorgenannten Silberkorrosionsschutzmittel in
der Spülflotte und auf den Silberoberflächen dienen. Ihre Menge beträgt dann bis zu
5 Gew.-%, vorzugsweise bis zu 2 Gew.-%. Üblicherweise werden extrem schaumarme Verbindungen
eingesetzt. Hierzu zählen vorzugsweise C
12-C
18-Alkylpolyethylenglykol-polypropylenglykolether mit jeweils bei zu 8 Mol Ethylenoxid-
und Propylenoxideinheiten im Molekül. Man kann aber auch andere, als schaumarm bekannte
nichtionische Tenside verwenden, wie z. B. C
12-C
18-Alkylpolyethylenglykol-polybutylenglykolether mit jeweils bis zu 8 Mol Ethylenoxid-
und Butylenoxideinheiten im Molekül, endgruppenverschlossene Alkylpolyalkylenglykolmischether
sowie die zwar schäumenden, aber ökologisch attraktiven C
8-C
14-Alkylpolyglucoside mit einem Polymerisierungsgrad von etwa 1 - 4 (z. B. APG
(R) 225 und APG
(R) 600 der Firma Henkel) und/oder C
12-C
14-Alkylpolyethylenglykole mit 3 - 8 Ethylenoxideinheiten im Molekül. Es sollte eine
gebleichte Qualität verwendet werden, da sonst ein braunes Granulat entsteht. Ebenfalls
geeignet sind Tenside aus der Familie der Glucamide wie zum Beispiel Alkyl-N-Methyl-Glucamide
(Alkyl = Fettalkohol mit der C-Kettenlänge C
6-C
14). Es ist teilweise vorteilhaft, wenn die beschriebenen Tenside als Gemische eingesetzt
werden, z. B. die Kombination Alkylpolyglykosid mit Fettalkoholethoxylaten oder Glucamide
mit Alkylpolyglykosiden usw.
[0025] Sofern die Reinigungsmittel bei der Anwendung zu stark schäumen, können ihnen noch
bis zu 6 Gew.-%, vorzugsweise etwa 0,5 bis 4 Gew.-% einer schaumdrückenden Verbindung,
vorzugsweise aus der Gruppe der Silikonöle, Gemische aus Silikonöl und hydrophobierter
Kieselsäure, Paraffinöl/Guerbetalkohole, Paraffine, hydrophobierter Kieselsäure, der
Bisstearinsäureamide und sonstiger weiterer bekannter im Handel erhältliche Entschäumer
zugesetzt werden. Weitere fakultative Zusatzstoffe sind z. B. Parfümöle.
[0026] Die erfindungsgemäßen Geschirrspülmittel liegen vorzugsweise als pulverförmige, granulare
oder tablettenförmige Präparate vor, die in an sich üblicher Weise, beispielsweise
durch Mischen, Granulieren, Walzenkompaktieren und/oder durch Sprühtrocknung hergestellt
werden können.
[0027] Zur Herstellung von erfindungsgemäßen Reinigungsmitteln in Tablettenform geht man
vorzugsweise derart vor, daß man alle Bestandteile in einem Mischer miteinander vermischt
und das Gemisch mittels herkömmlicher Tablettenpressen, beispielsweise Exzenterpressen
oder Rundläuferpressen, mit Preßdrucken im Bereich von 200 · 10
5 Pa bis 1 500 10
5 Pa verpresst. Man erhält so problemlos bruchfeste und dennoch unter Anwendungsbedingungen
ausreichend schnell lösliche Tabletten mit Biegefestigkeit von normalerweise über
150 N. Vorzugsweise weist eine derart hergestellte Tablette ein Gewicht von 15 g bis
40 g, insbesondere von 20 g bis 30 g auf, bei einem Durchmesser von 35 mm bis 40 mm.
[0028] Die Herstellung der Maschinengeschirrspülmittel in Form von nicht staubenden, lagerstabil
rieselfähigen Pulvern und/oder Granulaten mit hohen Schüttdichten im Bereich von 750
bis 1000 g/l kennzeichnet sich dadurch, daß man in einer ersten Verfahrensteilstufe
die Builder-Komponenten mit wenigstens einem Anteil flüssiger Mischungskomponenten
unter Erhöhung der Schüttdichte dieses Vorgemisches vermischt und nachfolgend - gewünschtenfalls
nach einer Zwischentrocknung - die weiteren Bestandteile des Maschinengeschirrspülmittels,
darunter organische redoxaktive Substanzen, mit dem so gewonnenen Vorgemisch vereinigt.
[0029] Da ein eventueller Alkalicarbonat-Gehalt die Alkalität des Produktes stark beeinflußt,
muß die Zwischentrocknung so durchgeführt werden, daß der Zerfall des Natriumbicarbonats
zu Natriumcarbonat möglichst gering (oder zumindest möglichst konstant) ist. Ein zusätzlich
durch die Trocknung entstehender Natriumcarbonat-Anteil müßte nämlich bei der Formulierung
der Granulat-Rezeptur berücksichtigt werden. Niedrige Trocknungstemperaturen wirken
dabei nicht nur dem Natriumbicarbonat-Zerfall entgegen, sondern erhöhen auch die Löslichkeit
des granulierten Reinigungsmittels bei der Anwendung. Vorteilhaft ist daher beim Trocknen
eine Zulufttemperatur, die einerseits zur Vermeidung des Bicarbonat-Zerfalls so gering
wie möglich sein sollte und die andererseits so hoch wie nötig sein muß, um ein Produkt
mit guten Lagereigenschaften zu erhalten. Bevorzugt ist beim Trocknen eine Zulufttemperatur
von ca. 80°C. Das Granulat selbst sollte nicht auf Temperaturen über etwa 60°C erhitzt
werden. In der ersten Teilstufe des Mischverfahrens wird der Builder in der Regel
in Abmischung mit wenigstens einer weiteren Komponente des Geschirrspülmittels mit
den Flüssigkomponenten beaufschlagt. In Betracht kommt hier beispielsweise eine Vorstufe,
in der die Builder-Komponente in Abmischung mit Perborat mit den flüssigen nichtionischen
Tensiden und/oder der Lösung der Duftstoffe beaufschlagt und innig vermischt wird.
Nachfolgend werden die restlichen Komponenten zugegeben und das Gesamtgemisch in der
Mischvorrichtung durchgearbeitet und homogenisiert. Die Mitverwendung zusätzlicher
Flüssigkeitsmengen, insbesondere also der Einsatz von zusätzlichem Wasser, ist hier
in der Regel nicht erforderlich. Das angefallene Stoffgemisch liegt dann als rieselfähiges
nicht staubendes Pulver der gewünschten hohen Schüttdichte etwa im Bereich von 750
bis 1000 g/l vor.
[0030] Die Vorgranulate werden dann mit den noch fehlenden Komponenten des Geschirrspülmittels,
darunter organische redoxaktive Substanzen, zum Fertigprodukt abgemischt. Die Mischzeit
liegt in allen hier dargestellten Fällen sowohl in der Vorstufe der verdichtenden
Abmischung unter Einfluß von Flüssigkomponenten wie in der nachfolgenden Endabmischung
mit den weiteren Komponenten im Bereich weniger Minuten, beispielsweise im Bereich
von 1 bis 5 Minuten.
[0031] In einer besonderen Ausführungsform kann es bei der Herstellung von feinen Granulatkörnern
zweckmäßig sein, durch Abpudern der Oberfläche des gebildeten Granulatkorns eine weiterführende
Stabilisierung und Egalisierung einzustellen. Geeignet sind hierzu insbesondere geringe
Anteile an Wasserglaspulver bzw. pulverförmigem Alkalicarbonat.
[0032] Die zu verwendenden Mittel können sowohl in Haushaltsgeschirrspülmaschinen wie in
gewerblichen Spülmaschinen eingesetzt werden. Die Zugabe erfolgt von Hand oder mittels
geeigneten Dosiervorrichtungen. Die Anwendungskonzentrationen in der Reinigungsflotte
betragen etwa 2 bis 8 g/l, vorzugsweise 2 bis 5 g/l.
[0033] Das Spülprogramm wird im allgemeinen durch einige auf den Reinigungsgang folgende
Zwischenspülgänge mit klarem Wasser und einem Klarspülgang mit einem gebräuchlichem
Klarspülmittel ergänzt und beendet. Nach dem Trocknen erhält man nicht nur ein völlig
sauberes und in hygienischer Hinsicht einwandfreies Geschirr, sondern vor allem auch
hellglänzende Silberbesteckteile.
Beispiele
[0034] Silberlöffel (Typ WMF, Hotelbesteck, Form Berlin) wurden mit einem Silberreiniger
gereinigt, mit Benzin entfettet und getrocknet. Jeweils drei Löffel wurden dann in
den Besteckkorb einer Haushaltsgeschirrspülmaschine (HGSM) Typ Bosch S 712 gegeben.
Das Reinigungsprogramm (65°C, 16°dH) wurde nun gestartet und dem Reinigungsgang 50
g einer Anschmutzung (1) sowie 30 g des Reinigers direkt in die Maschine dosiert.
Nach Beendigung des Spül- und Trocknungsvorganges wurden die HGSM für 10 Minuten geöffnet,
die Maschine wieder geschlossen und erneut in der gleichen Weise gespült. Nach dem
10. Spülgang wurden die Löffel entnommen und bewertet. Dazu wurden die Anlauffarben
im Bereich von 0 bis 4 bewertet:
0 = kein Anlaufen, 1 = ganz/leichte Gelbfärbung, 2 = stärkere Gelbfärbung, 3 = ganzflächige
Gold- bis Braunfärbung, 4 = Violett- bis Schwarzfärbung der Löffel; Werte im oberen
linken Teil der Tabellen 1 bis 3.
[0035] Gleichzeitig wurde die Entfernung von Teeanschmutzung auf Porzellangut beurteilt.
Hier lag die Benotung zwischen 0 und 10 mit 0 = keine Tee-Entfernung und 10 = vollständige
Tee-Entfernung; Werte im unteren rechten Teil der Tabellen 1 bis 3.
| (1) Zusammensetzung der Anschmutzung: |
| Ketchup: |
25 g |
| Senf (extra scharf) |
25 g |
| Bratensoße: |
25 g |
| Kartoffelstärke: |
5 g |
| Benzoesäure: |
1 g |
| Eigelb: |
3 Stück |
| Milch: |
1/2 l |
| Margarine: |
92 g |
| Stadtwasser: |
608 ml |
Herstellung der Teeanschmutzung
[0036] In einem Wasseraufbereitungskessel werden 16 l kaltes Stadtwasser (16°d) kurz zum
Sieden erhitzt. Man läßt 96 g Schwarzen Tee im Nylonnetz bei geschlossenem Deckel
für 5 Minuten ziehen und überführt den Tee in eine Tauchapparatur mit Heizung und
Rührwerk.
60 Teetassen werden 25 mal im Ein-Minuten-Takt bei 70°C in den vorbereiteten Teesud
getaucht. Anschließend werden die Tassen abgehängt und mit der Öffnung nach unten
zum Trocknen auf ein Blech gelegt.
Reinigerzusammensetzung
[0037] Zuerst wurde folgendes niederalkalisches Grundprodukt hergestellt, dessen 1 Gew.-%ige
Lösung in destilliertem Wasser einen pH-Wert von 9,5 ergab:
- 56,0 %
- Trinatriumcitrat-dihydrat
- 36,1 %
- Natriumhydrogencarbonat
- 6,1 %
- Natriumcarbonat, wasserfrei
- 1,8 %
- Gemisch nichtionischer Tenside aus APG 225 (C8-C10-Alkyloligoglucosid) und Dehydol(R) LS2 (C12-C14-Fettalkohol-2EO-ethoxylat) (1:1)
[0039] Desweiteren wurden maschinelle Geschirrspülmittel der folgenden Zusammensetzungen
hergestellt (siehe Tabelle 4). Als Silberkorrosionsschutzmittel wurden dabei die Verbindungen
A - F eingesetzt:
A: p-Hydroxyphenylglycin
B: 2,4-Diaminophenol
C: 5-Chlor-2,3-pyridindiol
D: 1-(p-Aminophenyl)-morpholin
E: 2-Hydroxy-4-aminopyrimidin
F: 2,4-Dihydroxy-5-methylpyrimidin

[0040] Die Silberlöffel wurden durchweg mit 0 bis 1, d.h. "kein bis sehr schwaches Anlaufen",
bewertet. Identische Zusammensetzungen, jedoch jeweils ohne Silberkorrosionsschutzmittel
A - D verursachten auf Silberlöffeln Gelb- bis Violettfärbungen (Bewertung: 2 bis
4).
Elektrochemische Messungen
Probenvorbereitung:
[0041] Für die Untersuchungen wurde als Probenmaterial anstelle von Silberbesteck Silberdraht
(d = 2 mm, 99,99 %ig) verwendet. Von diesem Silberdraht wurden jeweils ca. 10 cm lange
Stücke abgeschnitten und der in die Meßlösung eintauchende Teil der Probe mit SiC-Schleifpapier
(600er Körnung) geschliffen. Anschließend wurden die Proben gut mit bidestilliertem
Wasser gepült und evtl. anhaftende Schleifreste mit einem fusselfreien Tuch abgewischt.
Dieser Vorgang wurde gegebenenfalls mehrfach wiederholt, bis die Probe optisch einen
einwandfreien Eindruck hinterließ. Nach dem Schleifen der Proben wurden diese sofort
für die Messung verwendet, um einer Reaktion des metallischen Silbers mit der Laborluft
zuvorzukommen. Die effektive, in die Lösung eingetauchte Probenoberfläche betrug 0,70
cm
2.
Elektrolyte und Elektroden:
[0042] Die Experimente wurden in einer Duran-Glaszelle durchgeführt. Als Meßelektroden dienten
die erwähnten Silberdrähte (A = 0,70 cm
2). Die Gegenelektrode bestand aus einem Goldblech (99,99 %ig) mit einer Fläche von
1 cm
2. Als Bezugselektrode wurde auf Grund der alkalischen Elektrolytlösungen eine Hg/Hg0/0,1
m NaOH-Elektrode gewählt, die über eine Haber-Luggin-Kapillare mit den Elektrolyten
verbunden war. Die Messungen wurden mit 5 g/l Reiniger in Leitungswasser von 16°d
und einer Salzbelastung von ca. 600 mg (Trockenrückstand) durchgeführt.
[0043] Beim Ansetzen der Reinigerlösungen wurde zunächst das niederalkalische Grundprodukt
(siehe oben) gelöst und die Lösung auf 65°C erhitzt. Direkt vor der Messung wurden
das Bleichmittel und der Bleichmittelaktivator und/oder das Silberkorrosionsschutzmittel
zugegeben. Danach erfolgte die elektrochemische Messung. Während der elektrochemischen
Experimente wurden die Elektrolytlösungen auf 65°C temperiert und mit Luft gespült.
Apparatur und Aufnahme der Meßkurven:
[0044] Zur Aufnahme der Stromspannungskurven wurde das Elektrodenpotential ausgehend von
- 0,62, V bezogen auf die Standardwasserstoffelektrode (SHE), mit einer konstanten
Geschwindigkeit erhöht. Nach einer Erhöhung von insgesamt 1,1 V wurde das Potential
anschließend mit gleicher Geschwindigkeit erniedrigt. Hierzu diente ein Standardpotentiostat
bestehend aus Mitkopplungsverstärker, Differenzverstärker, Addierer und Impedanzwandler,
sowie ein Funktionsgenerator (Prodis 16 der Firma Intelligent Controls CLZ GmbH).
Ergebnisse:
[0045] Die Charakterisierung des Korrosionsverhaltens erfolgte an Hand von Stromspannungskurven.
Wesentliche Informationen kommen dabei aus dem Nulldurchgang der Stromspannungskurve
(Ruhepotential, das sich auch ohne äußere Potentialbeeinflußung von selbst einstellt)
und der Steigung der Kurve am Nulldurchgang (reziproker Polarisationswiderstand) E.
Heitz, R. Henkhaus, A. Rahmel, "Korrosionskunde im Experiment" Verlag Chemie (1983),
Seiten 31 ff; H. Kaesche, "Die Korrosion der Metalle", 2. Auflage, Springer Verlag
(1979), Seiten 117 ff. Dabei verschiebt sich durch den Zusatz des Silberkorrosionsschutzmittels
das Potential des Nulldurchgangs zu niedrigeren Werten und die Steigung nimmt ab.
Also wird die Silberkorrosion durch den Zusatz der Silberkorrosionsschutzmittel auch
elektrochemisch meßbar erheblich reduziert.
| Zusammensetzung Reiniger |
Lage Nulldurchgang E (mV) (SHE) |
Steigung im Nulldurchgang di/dE (mA/V) |
Grundprodukt (86 %)
+ 12 % Percarbonat + 2 % Hydrochinon |
319 |
0,5 |
1. Verwendung von organischen redoxaktiven Substanzen in Geschirrreinigerzubereitungen
als Silberkorrosionsschutmittel,
dadurch gekennzeichnet, daß die organische redoxaktive Substanz eine Kuppler- und/oder
Entwicklerverbindung ist ausgewählt aus der Gruppe der Diaminopyridine, Aminohydroxypyridine,
Dihydroxypyridine, heterocyclischen Hydrazone, Aminohydroxypyrimidine, Dihydroxypyrimidine,
Tetraaminopyrimidine, Triaminohydroxypyrimidine, Diaminodihydroxypyrimidine, Dihydroxynaphtaline,
Naphtole, Hydroxychinoline, Aminochinoline, der primären aromatischen Amine, die in
ortho-, meta- oder para-Position eine weitere freie oder mit C1-C4-Alkyl- oder C2-C4-Hydroxyalkylgruppen substituierte Hydroxy- oder Aminogruppe haben und der Di- oder
Trihydroxybenzole.
2. Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kuppler- bzw. Entwicklerverbindung
ausgewählt ist aus der Gruppe p-Hydroxyphenylglycin, 2,4-Diaminophenol, 5-Chlor-2,3-pyridindiol,
1-(p-Aminophenyl)-morpholin, Hydrochinon, Brenzcatechin, Hydroxyhydrochinon, Gallussäure,
Phloroglucin, Pyrogallol.
3. Niederalkalisches Mittel zum maschinellen Reinigen von Geschirr, dessen 1 Gew.-%ige
Lösung einen pH-Wert von 8 bis 11,5, vorzugsweise 9 bis 10,5 aufweist, enthaltend
15 bis 60 Gew.-%, vorzugsweise 30 - 50 Gew.-% einer wasserlöslichen Builderkomponente,
5 bis 25 Gew.-%, vorzugsweise 1D - 15 Gew.-% eines Bleichmittels auf Sauerstoffbasis,
1 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 2 bis 6 Gew.-% eines organischen Bleichmittelaktivators,
0,1 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise 0,5 bis 2,5 Gew.-% eines Enzyms, jeweils bezogen auf
das gesamte Mittel, und Silberkorrosionsschutzmittel, dadurch gekennzeichnet, daß
als Silberkorrosionsschutzmittel eine Kuppler- und/oder Entwicklerverbindung ausgewählt
aus der Gruppe der Diaminopyridine, Aminohydroxypyridine, Dihydroxypyridine, heterocyclischen
Hydrazone, Aminohydroxypyrimidine, Dihydroxypyrimidine, Tetraaminopyrimidine, Triaminohydroxypyrimidine,
Diaminodihydroxypyrimidine, Dihydroxynaphtaline, Naphtole, Hydroxychinoline, Aminochinoline,
der primären aromatischen Amine, die in ortho-, meta- oder para-Position eine weitere
freie oder mit C1-C4-Alkyl- oder C2-C4-Hydroxalkylgruppen substituierte Hydroxy- oder Aminogruppen haben, und der Di- oder
Trihydroxybenzole enthalten ist.
4. Mittel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kuppler- bzw. Entwicklerverbindung
ausgewählt ist aus der Gruppe p-Hydroxyphenylglycin, 2,4-Diaminophenol, 5-Chlor-2,3-pyridindiol,
1-(p-Aminophenyl)morpholin, Hydrochinon, Brenzcatechin, Hydroxyhydrochinon, Gallussäure,
Phloroglucin, Pyrogallol.
5. Mittel nach Anspruch 3 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die organischen redoxaktiven
Substanzen in einer Menge von 0,05 bis 6 Gew.-%, vorzugsweise 02, bis 2,5 Gew.-%,
bezogen auf das gesamte Mittel, enthalten sind.
6. Mittel nach Anspruch 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die wasserlösliche Builderkomponente
ein Salz der Citronensäure, vorzugsweise Natriumcitrat, ist.
7. Mittel nach Anspruch 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Bleichmittel auf Sauerstoffbasis
ein Percarbonat-Salz, vorzugsweise Natriumpercarbonat, ist.
8. Mittel nach Anspruch 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der organische Bleichmittelaktivator
N,N,N'N'-Tetraacetylethylendiamin (TAED) ist.
9. Mittel nach Anspruch 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Enzym eine Amylase und/oder
eine Protease ist.
10. Mittel nach Anspruch 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß es zusätzlich bis zu 60
Gew.-%, vorzugsweise 10 bis 40 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Mittel, eines Alkaliträgersystems
bestehend im wesentlichen aus Carbonat und Hydrogencarbonat, vorzugsweise Natriumcarbonat
und Natriumhydrogencarbonat, enthält.
11. Mittel nach Anspruch 3 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß es zusätzlich bis zu 5
Gew.-%, vorzugsweise bis zu 2 Gew.-% bezogen auf das gesamte Mittel, Tenside, vorzugsweise
schwach schäumende nichtionische Tenside, enthält.
12. Mittel nach Anspruch 3 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß es in Tablettenform vorliegt
und durch Vermischen aller seiner Bestandteile in einem Mischer und Verpressen des
Gemisches mittels einer Tablettenpresse bei Preßdrucken von 2 · 107 Pa bis 1,5 · 108 Pa erhältlich ist.
13. Mittel nach Anspruch 3 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß es als Pulver oder Granulat
vorliegt und eine Schüttdichte von 750 g/l bis 1000 g/l aufweist.
1. The use of organic redox-active substances in dishwashing detergents as corrosion
inhibitors for silver, characterized in that the organic redox-active substance is
a primary and/or secondary intermediate selected from the group of diaminopyridines,
aminohydroxypyridines, dihydroxypyridines, heterocyclic hydrazones, aminohydroxypyrimidines,
dihydroxypyrimidines, tetraaminopyrimidines, triaminohydroxypyrimidines, diaminodihydroxypyrimidines,
dihydroxynaphthalenes, naphthols, hydroxyquinolines, aminoquinolines, primary aromatic
amines with another free or C1-4-alkyl- or C2-4-hydroxyalkyl-substituted hydroxy or amino group in the ortho, meta or para position
and di- or trihydroxybenzenes.
2. The use claimed in claim 1, characterized in that the primary or secondary intermediate
is selected from the group consisting of p-hydroxyphenylglycine, 2,4-diaminophenol,
5-chloro-2,3-pyridinediol, 1-(p-aminophenyl)-morpholine, hydroquinone, pyrocatechol,
hydroxyhydroquinone, gallic acid, phloroglucinol, pyrogallol.
3. A low-alkali machine dishwashing detergent of which 1% by weight solutions have a
pH value of 8 to 11.5 and preferably 9 to 10.5 and which contain 15 to 60% by weight
and preferably 30 to 50% by weight of a watersoluble builder component, 5 to 25% by
weight and preferably 10 to 15% by weight of an oxygen-based bleaching agent, 1 to
10% by weight and preferably 2 to 6% by weight of an organic bleach activator, 0.1
to 5% by weight and preferably 0.5 to 2.5% by weight of an enzyme, based on the detergent
as a whole, and silver corrosion inhibitors, characterized in that a primary and/or
secondary intermediate selected from the group of diaminopyridines, aminohydroxypyridines,
dihydroxypyridines, heterocyclic hydrazones, aminohydroxypyrimidines, dihydroxypyrimidines,
tetraaminopyrimidines, triaminohydroxypyrimidines, diaminodihydroxypyrimidines, dihydroxynaphthalenes,
naphthols, hydroxyquinolines, aminoquinolines, primary aromatic amines with another
free or C1-4-alkyl- or C2-4-hydroxyalkyl-substituted hydroxy or amino group in the ortho, meta or para position
and di- or trihydroxybenzenes is present as the silver corrosion inhibitor.
4. A detergent as claimed in claim 3, characterized in that the primary or secondary
intermediate is selected from the group consisting of p-hydroxyphenylglycine, 2,4-diaminophenol,
5-chloro-2,3-pyridinediol, 1-(p-aminophenyl)-morpholine, hydroquinone, pyrocatechol,
hydroxyhydroquinone, gallic acid, phloroglucinol, pyrogallol.
5. A detergent as claimed in claims 3 to 4, characterized in that the organic redox-active
substances are present in a quantity of 0.05 to 6% by weight and preferably in a quantity
of 0.2 to 2.5% by weight, based on the detergent as a whole.
6. A detergent as claimed in claims 3 to 5, characterized in that the watersoluble builder
component is a salt of citric acid, preferably sodium citrate.
7. A detergent as claimed in claims 3 to 6, characterized in that the oxygen-based bleaching
agent is a percarbonate salt, preferably sodium percarbonate.
8. A detergent as claimed in claims 3 to 7, characterized in that the organic bleach
activator is N,N,N',N'-tetraacetyl ethylenediamine (TAED).
9. A detergent as claimed in claims 3 to 8, characterized in that the enzyme is an amylase
and/or protease.
10. A detergent as claimed in claims 3 to 9, characterized in that it additionally contains
up to 60% by weight and preferably 10 to 40% by weight, based on the detergent as
a whole, of an alkali carrier system consisting essentially of carbonate and hydrogen
carbonate, preferably sodium carbonate and sodium hydrogen carbonate.
11. A detergent as claimed in claims 3 to 10, characterized in that it additionally contains
up to 5% by weight and preferably up to 2% by weight, based on the detergent as a
whole, of surfactants, preferably low-foaming nonionic surfactants.
12. A detergent as claimed in claims 3 to 11, characterized in that it is present in tablet
form and is obtainable by mixing all its ingredients in a mixer and tabletting the
resulting mixture in a tabletting press under pressures of 2·107 Pa to 1.5·108 Pa.
13. A detergent as claimed in claims 3 to 12, characterized in that it is present in the
form of a powder or granules and has an apparent density of 750 g/l to 1000 g/l.
1. Utilisation de substances organiques à activité redox dans des préparations de nettoyants
pour la vaisselle comme agents de protection contre la corrosion de l'argent, caractérisée
en ce que la substance organique à activité redox est un composé copulateur et/ou
développateur, sélectionné parmi le groupe des diaminopyridines, aminohydroxypyridines,
dihydroxypyridines, hydrazones hétérocycliques, aminohydroxypyrimidines, dihydroxypyrimidines,
tétraaminopyrimidines, triaminohydroxypyrimidines, diaminodihydroxypyrimidines, dihydroxynaphtalénes,
naphtols, hydroxyquinoléines et aminoquinoléines, des amines aromatiques primaires.
qui possèdent en position ortho, méta ou para un autre groupe hydroxy ou amino libre
ou substitué par des groupes alkyle en C1-C4 ou hydroxyalkyle en C2-C4, et des di- ou des trihydroxybenzènes.
2. Utilisation selon la revendication 1, caractérisée en ce que le composant copulateur
et/ou développateur est sélectionné parmi le groupe de substances suivant: p-hydroxyphénylglycine.
2,4-diaminophénol, 5-chloro-2,3-pyridinediol, 1-(p-aminophényl)-morpholine, hydroquinone,
pyrocatéchine, hydroxyhydroquinone, acide gallique, phloroglucine et pyrogallol.
3. Produit faiblement alcalin pour le lavage de la vaisselle en machine, dont les solutions
à 1 % en poids présentent un pH de 8 à 11,5, de préférence de 9 à 10,5, renfermant
15 à 60 % en poids, de préférence 30 à 50 % en poids d'un composant adjuvant soluble
dans l'eau, 5 à 25 % en poids, de préférence 10 à 15 % en poids d'un agent de blanchiment
à base d'oxygène, 1 à 10 % en poids, de préférence 2 à 6 % en poids, d'un activateur
de blanchiment organique, 0,1 à 5 % en poids, de préférence 0,5 à 2,5 % en poids d'une
enzyme, dans chaque cas par rapport à la totalité du produit, ainsi que des agents
de protection contre la corrosion de l'argent, caractérisé en ce qu'est contenu comme
agent de protection contre la corrosion de l'argent, un composé copulateur et/ou développateur
sélectionné parmi le groupe des diaminopyridines, aminohydroxypyridines, dihydroxypyridines,
hydrazones hétérocycliques, aminohydroxypyrimidines, dihydroxypyrimidines, tétraaminopyrimidines,
triaminohydroxypyrimidines, diaminodihydroxypyrimidines, dihydroxynaphtalènes, naphtols.
hydroxyquinoléines et aminoquinoléines, des amines aromatiques primaires. qui possèdent
en position ortho, méta ou para un autre groupe hydroxy ou amino libre ou substitué
par des groupes alkyle en C1-C4 ou hydroxyalkyle en C2-C4, et des di- ou des trihydroxybenzènes.
4. Produit selon la revendication 3, caractérisé en ce que le composé copulateur ou développateur
est sélectionné parmi le groupe de substances suivant: p-hydroxyphénylglycine, 2,4-diaminophénol,
5-chloro-2,3-pyridinediol, 1-(p-aminophényl)-morpholine, hydroquinone, pyrocatéchine,
hydroxyhydroquinone, acide gallique, phloroglucine et pyrogallol.
5. Produit selon les revendications 3 à 4, caractérisé en ce que les substances organiques
à activité redox sont contenues dans une proportion de 0,05 à 6 % en poids, de préférence
de 0.2 à 2.5 % en poids par rapport à la totalité du produit.
6. Produit selon les revendications 3 à 5, caractérisé en ce que le composant adjuvant
soluble dans l'eau est un sel de l'acide citrique, de préférence le citrate de sodium.
7. Produit selon les revendications 3 à 6, caractérisé en ce que l'agent de blanchiment
à base d'oxygène est un sel percarbonate. de préférence le percarbonate de sodium.
8. Produit selon les revendications 3 à 7, caractérisé en ce que l'activateur de blanchiment
est la N,N,N',N'-tétraacétyléthylènediamine (TAED).
9. Produit selon les revendications 3 à 8, caractérisé en ce que l'enzyme est une amylase
etlou une protéase.
10. Produit selon les revendications 3 à 9, caractérisé en ce qu'il renferme en plus jusqu'à
60 % en poids, de préférence 10 à 40 % en poids par rapport à la totalité du produit
d'un système de matières porteuses de métaux alcalins, constitué essentiellement de
carbonate et d'hydrogénocarbonate, de préférence de carbonate et d'hydrogénocarbonate
de sodium.
11. Produit selon les revendications 3 à 10, caractérisé en ce qu'il renferme en plus
jusqu'à 5 % en poids, de préférence jusqu'à 2 % en poids par rapport à la totalité
du produit de tensioactifs, de préférence de surfactifs non ioniques faiblement moussants.
12. Produit selon les revendications 3 à 11, caractérisé en ce qu'il est présent sous
forme de comprimés et obtenable par mélange de tous ses ingrédients dans un mélangeur
et pressage du mélange à l'aide d'une machine à fabriquer les comprimés ou pastilleuse
à des pressions de compression atteignant 200 . 105 à 1 500 . 105 Pa.
13. Produit selon les revendications 3 à 12, caractérisé en ce qu'il est présent sous
forme de poudre ou de granulé et possède une densité en vrac de 750 à 1000 g/l.