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EP 0 697 486 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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12.04.2000 Patentblatt 2000/15 |
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Anmeldetag: 13.07.1995 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: E01F 9/012 |
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Uni-Einsteckhülse zum Befestigen eines Rohrprofils in einer Fussplatte
Uni-Socket for connecting a tube with a base plate
Uni-Douille pour la liaison d'un tube avec une semelle formant socle
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE FR IT |
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Priorität: |
04.08.1994 DE 9412619 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.02.1996 Patentblatt 1996/08 |
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Patentinhaber: Heienbrock, Helmut |
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82140 Olching (DE) |
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Erfinder: |
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- Heienbrock, Helmut
82140 Olching (DE)
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| (74) |
Vertreter: Schmidt-Evers, Jürgen, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte
Mitscherlich & Partner,
Postfach 33 06 09 80066 München 80066 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 145 349 DE-U- 8 535 843 DE-U- 9 310 808
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WO-A-83/01470 DE-U- 8 715 884 FR-A- 2 690 731
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Uni-Einsteckhülse zum Befestigen eines Rohrprofils in
einer Fußplatte nach dem Oberbegriff von Patentanspruch 1, und insbesondere eine Einsteckhülse,
die in Fußplatten für ortsveränderliche, aufstellbare Verkehrs-, Warn-, Werbe- und
Hinweisschilder eingesteckt wird.
[0002] Vorgabe für die vorliegende Erfindung ist der Ergebnisbericht des ADAC von 1984 "Anprallversuche
an Absperrbaken". Hier wurde zur Erhöhung der Verkehrssicherheit im Baustellenbereich
gefordert: "Das Fußunterteil sowie das eingesteckte Bakenrohr oder das Bakenblatt
sollten so fest miteinander verbunden sein, daß sich beide Elemente auch bei einem
Anprall durch ein Fahrzeug nicht voneinander lösen." Bisher war es nicht möglich,
eine feste Verbindung zwischen Fußplatte und eingestecktem Rohrprofil (mit und ohne
Elektrik) zu erreichen.
[0003] Vor und an Baustellen im Straßenverkehr werden transportable Verkehrszeichen und
Verkehrssicherungseinrichtungen aufgestellt. Die Aufstellung erfolgt durch Ständer
mit Spreizfüßen, Fußplatten aus Stahl, geschweißten Stahlrohrprofilen, Kunststoff-
oder Gummiplatten auch aus Regenerat, vollflächig oder mit Füllstoffen.
[0004] Bisher hatten alle eingesteckten Rohrprofile innerhalb dieser Fußplatten einen Spielraum.
Das führte dazu, daß die am Schaftrohr angebrachten Verkehrs- und Hinweiszeichen locker
und schief in den Fußplatten stehen und dadurch ein Gefahrenpunkt im Verkehr sind,
zumal dann, wenn sich das Material der Fußplatten durch Wettereinwirkung (Sonneneinwirkung)
in seiner Festigkeit verändert.
[0005] Für die Fußkörper, die es in verschiedenen Größen und Formen gibt und die eine Mehrzahl
von Öffnungen zum Einstecken und Halten von Ständern für Schilder und/ oder Stromversorgungseinrichtungen
und dergleichen umfassen, sind aus dem Stand der Technik bereits verschiedene Möglichkeiten
zum Befestigen der Rohrprofile von Schildern und dergleichen in den Fußplatten bekannt.
[0006] So sind beispielsweise aus der WO-A-83/01470 verschiedene Befestigungsmöglichkeiten
eines Schilderschaftes in einem Standfuß bekannt. Beispielsweise zeigen die Fig. 1
bis 11 dieser Druckschrift eine Ausführungsform, bei der der Schilderschaft in der
Art eines Bajonettverschlusses in die Einsteckhülse mit Querschlitz eingeführt und
nach Verdrehen des Schilderschaftes mittels einer Federklemmung automatisch festgeklemmt
wird. Weiter ist in Fig. 13 ein in die Einsteckhülse einschraubbarer Schilderschaft
dargestellt, während die Fig. 12 und 14 das Festklemmen des Schilderschaftes mittels
einer seitlichen Federklemmung erreichen. Schließlich ist in der WO-A-83/01470 auch
noch die Möglichkeit der Klemmung des Schilderschaftes zwischen Rastnasen und einer
Feder am Schilderschaft (Fig. 19 bis 24) offenbart.
[0007] Weiter ist in der DE-U-93 10 808 ein Standfuß für Schilderstangen in Form eines Fußtellers
mit Reibflächen an der Tellerunterseite beschrieben. In die Steckbuchse des Fußtellers
sind Adapter für unterschiedliche Stangendurchmesser einsetzbar. Diese Adapter werden
in die Steckbuchse eingerastet und durch Führungsfedern in entsprechenden Führungsnuten
der Steckbuchse drehgesichert.
[0008] Die Druckschrift EP-A-0 145 349 offenbart ferner einen Stangenschaft, der durch Presspassung
in eine entsprechende Ausnehmung im Standfuß festgeklemmt wird und der einen elektrischen
Anschluß aufweisen kann.
[0009] Außerdem beschreibt die DE-U-85 35 843 eine Verdrehsicherung des Schilderpfostens,
die durch eine Profilierung des Pfostens und ein Gegenprofil im Standfuß erreicht
wird.
[0010] Ausgehend von dem vorgenannten Stand der Technik ist es eine Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, eine Einsteckhülse der eingangs genannten Art bereitzustellen, die mit
einfachen Mitteln eine weitere und zugleich zuverlässige Möglichkeit zum festen Verbinden
des Rohrprofils mit der Fußplatte darstellt.
[0011] Diese Aufgabe wird durch eine Uni-Einsteckhülse mit den Merkmalen des Patentanspruches
1 gelöst.
[0012] Gemäß der vorliegenden Erfindung weist die Uni-Einsteckhülse wenigstens eine Außenkammer
auf, in die ein Klemmelement zum Festklemmen des Rohrprofils in der Aufnahmeöffnung
der Einsteckhülse einsetzbar ist. Das Rohrprofil kann so auf einfache Weise in die
Aufnahmeöffnung der Einsteckhülse eingesteckt werden und wird mittels eines oder mehrerer
Klemmelemente, beispielsweise in Form von zylinderartigen Stiften mit Exzentern festgeklemmt.
[0013] Weitere Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0014] Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand der beiliegenden Zeichnung näher
beschrieben. Darin zeigen:
- Fig. 1
- eine Draufsicht einer erfindungsgemäßen Einsteckhülse;
- Fig. 2
- eine erfindungsgemäße Einsteckhülse im Schnitt;
- Fig. 3
- ein Klemmelement gemäß der vorliegenden Erfindung im Schnitt; und
- Fig. 4
- eine Fußplatte mit einer eingesetzten erfindungsgemäßen Einsteckhülse im Schnitt.
[0015] Die Uni-Einsteckhülse wird in die Fußplatte eingesteckt und mittels diverser Befestigungsmöglichkeiten
1, 2 innerhalb der Fußplatte so fixiert, daß das in die Rohraufnahme 5 der Einsteckhülse
eingesteckte Rohrprofil einen festen Halt hat und senkrecht steht. Die Einsteckhülse
wird beispielsweise mittels an den Seiten angebrachter Laschen 1 mit versenkbaren
Schrauben 2 in der Fußplatte befestigt.
[0016] Die Uni-Einsteckhülse kann dabei für Schaftrohre jeden Durchmessers gefertigt werden.
Die verwendeten Rohrprofile können rund oder eckig gearbeitet sein und mit Verkehrs-
und Hinweisschildern und/oder mit einer elektrischen Warnleuchte bestückt werden.
Die Rohraufnahme 5 der Einsteckhülse weist hierzu einen entsprechenden rechteckigen,
runden und/oder quadratischen Querschnitt auf. Hierdurch können alle im Handel befindlichen
Rohrprofile eingesteckt und fixiert werden, auch wenn die Öffnungen in den Fußplatten
in Höhe, Breite und Länge variabel sind.
[0017] Die Uni-Einsteckhülse hat im Unterteil einen etwas nach oben erhöhten Einsteckzapfen;
hier kann ein elektrifizierter Steckkontakt montiert werden. Mittels einer netzunabhängigen
Energiequelle, die wie gefordert in der Fußplatte untergebracht werden kann, und einem
Gegenstecker im unteren Ende des Schaftrohres wird die am oberen Ende des Schaftrohres
fest angebrachte elektrische Warnlleuchte durch das Einstecken in die elektrifizierte
Einsteckhülse betrieben. In die mit der Einsteckhülse bestückten Fußplatte kann somit
ohne Umbau ein Rohrprofil mit Verkehrszeichen und/oder ein elektrifiziertes Rohrprofil
oder eine Sicherheitsbake mit und ohne Warnleuchte eingesteckt werden, ohne daß der
in der Einsteckhülse angebrachte elektrische Steckkontakt beschädigt wird.
[0018] Die Stromführung innerhalb der Uni-Einsteckhülse wird über eigene Kammern im Innenteil
der Einsteckhülse geführt, der Stromaustritt kann an jeder beliebigen Stelle der Einsteckhülse
erfolgen. Das Stromsteckerteil kann an jeder beliebigen Stell innerhalb des Einsteckprofils
angebracht werden.
[0019] Ferner gewährleisten in der Einsteckhülse vorgesehene Abflußkanäle, daß kein Stauwasser
entsteht. Dies ist insbesondere bei den elektrifizierten Einsteckhülsen von großer
Bedeutung.
[0020] Das in die Uni-Einnsteckhülse eingesteckte Rohrprofil wird durch einen Verdrehungsschutz
justiert und gesichert. Durch Außenkammern 3 innerhalb der Einsteckhülse und einer
Innenversteifung 4 im Rohrschubprofil ist die Rohrführung so exakt versteift, daß
dadurch eine feste Verbindung zwischen den drei Teilen Fußplatte, Einsteckhülse und
Rohrprofil hergestellt ist. Die Größe der Außenkammern 3 ist hierbei variabel. Das
eingesteckte Rohrprofil wird zusätzlich mit in den Außenkammern eingesetzten Federn,
Spangen und/oder Stiften bzw. Exzentern festgehalten bzw. festgeklemmt. Mittels Bajonettverschluß
am Rohrprofil bzw. an der Einsteckhülse wird ein zusätzlicher Verdrehschutz erreicht.
[0021] Die Fußplatten können trotz der eingesetzten Einsteckhülse gestapelt werden, was
für die Lagerhaltung wichtig ist.
[0022] Die Uni-Einsteckhülse kann aus allen Materialien, wie Kunststoff, Metall und dergleichen,
hergestellt werden.
[0023] Die Uni-Einsteckhülse verbindet, wie von der StVO gefordert, alle im Handel befindlichen
Fußplatten-Systeme mit Verkehrsschilder- und/oder Hinweisschilder- und Leuchtenständern
in bezug auf Material und Elektronik miteinander.
1. Vorrichtung zum Befestigen eines Rohrprofils in einer Fußplatte, bestehend aus einer
in die Fußplatte einsetzbaren und in dieser fixierbaren Uni-Einsteckhülse mit einer
Aufnahmeöffnung (5) das Rohrprofil,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Uni-Einsteckhülse wenigstens eine Außenkammer (3) aufweist, in die ein Klemmelement
zum Festklemmen des Rohrprofils in der Aufnahmeöffnung (5) der Einsteckhülse einsetzbar
ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Klemmelement durch einen zylinderartigen Stift mit einem Exzenter gebildet
ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Stift hohl ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Uni-Einsteckhülse einen elektrischen Steckkontakt aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Uni-Einsteckhülse wenigstens einen Abflußkanal zur Vermeidung von Stauwasser
aufweist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Uni-Einsteckhülse in der Fußplatte mittels Schrauben (2) fixierbar ist.
1. Device for attaching a pipe profile in a foot plate, consisting of a uni-socket, having
a receiving opening (5) for the pipe profile, which is insertable into the foot plate
and fixable therein,
characterized in that,
the uni-socket has at least one external chamber (3), into which a clamping element
for fixedly clamping the pipe profile into the receiving opening (5) of the socket
can be placed.
2. Device according to claim 1,
characterized in that,
the clamping element is formed by means of a cylinder-like pin having an eccentric
part.
3. Device according to claim 2,
characterized in that,
the pin is hollow.
4. Device according to any proceeding claim,
characterized in that,
the uni-socket has an electrical plug-in contact.
5. Device according to any proceeding claim,
characterized in that,
the uni-socket has at least one outflow channel for the avoidance of collected water.
6. Device according to any proceeding claim,
characterized in that,
the uni-socket can be fixed into the foot plate by means of screws (2).
1. Dispositif de fixation d'un profilé tubulaire dans une semelle, comprenant un manchon
universel formant douille, avec une ouverture réceptrice (5) pour le profilé tubulaire,
qui peut être inséré dans la semelle et fixé dans celle-ci, caractérisé par le fait
que le manchon universel formant douille comporte une chambre extérieure (3) dans
laquelle un élément de blocage pour bloquer le profilé tubulaire peut être inséré
dans l'ouverture réceptrice (5) du manchon formant douille.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé par le fait que l'élément de blocage
est formé d'une tige de type cylindrique pourvue d'un excentrique.
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé par le fait que la tige est creuse.
4. Dispositif selon une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que le
manchon universel formant douille comporte un contact électrique à enfichage.
5. Dispositif selon une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que le
manchon universel formant douille comporte au moins un canal d'écoulement afin d'éviter
la stagnation d'eau.
6. Dispositif selon une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que le
manchon universel formant douille peut être fixé dans la semelle au moyen de vis (2).