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EP 0 697 513 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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23.09.1998 Patentblatt 1998/39 |
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Anmeldetag: 21.06.1995 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: F02F 3/00 |
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Gebauter Kolben für Verbrennungsmotoren
Composite piston for internal combustion engine
Piston composite pour moteur à combustion interne
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
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Priorität: |
19.08.1994 DE 4429489
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.02.1996 Patentblatt 1996/08 |
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Patentinhaber: MAHLE GMBH |
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D-70376 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- Maier, Kurt
D-71229 Leonberg (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 4 029 315 DE-U- 7 925 700
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DE-A- 4 133 546 US-A- 5 029 562
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen gebauten Kolben für Verbrennungsmotoren mit den Merkmalen
nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs.
[0002] Ein derartiger gebauter Kolben für Verbrennungsmotoren ist aus der DE-PS 36 33 134
bekannt. Bei diesem gebauten Kolben mit einem aus Leichtmetall bestehenden Kolbenkörper
und einem aus einem Eisenwerkstoff bestehenden Kolbenboden, der sich mit der Stirnfläche
eines an seiner Innenseite angeordneten ringförmigen Tragbundes auf einer an der Oberseite
des Kolbenunterteils angeordneten ringförmigen Tragrippe abstützt und der mittels
mehrerer parallel zur Kolbenachse im Bereich der Ringrippe angeordneter Schrauben
mit dem Kolbenunterteil verbunden ist, ist die tragende Fläche der Ringrippe des Kolbenunterteils
von einer dünnen, glatten und harten Schicht aus einem hochverschleißfesten Material
bedeckt. Durch eine solche Schicht aus hochverschleißfestem Material soll der weichere
Grundwerkstoff des Kolbenunterteils wirksam vor einem Materialabtrag durch Reibkorrosion
geschützt werden.
[0003] Derartige Schichten sind relativ teuer und das Aufbringen der Schicht, wie z. B.
im Detonationsspritzverfahren oder durch galvanische Abscheidung, ist sehr aufwendig.
[0004] Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, bei einem gebauten Kolben
für die Auflagefläche zwischen Kolbenober- und Kolbenunterteil eine widerstandsfähige
Schicht zu finden, die insbesondere einfach und umweltfreundlich aufzubringen und
relativ billig ist.
[0005] Gelöst wird dieses Problem mit einer Schicht mit den Merkmalen nach dem Kennzeichen
des Patentanspruchs.
[0006] Eine derartige Schicht ist an sich als Laufschicht für einen Kolben aus der DE-OS
41 33 546 bekannt. Es hat jedoch nicht nahegelegen, eine an sich gemeinhin als weich
und abriebfreudig bekannte Laufschicht für eine Beschichtung der Anlagefläche von
Kolbenober- und Kolbenunterteil eines gebauten Kolbens aus unterschiedlichen Werkstoffen
zu verwenden, um dort Verschleißerscheinungen durch Reibkorrosion zu verhindern. Überraschenderweise
wurde nun gefunden, daß eine derartige Schicht aus in ausgehärtetem Harz gebundenem
Festschmierstoff auch bei sehr hohen Flächenpressungen und kurzen Gleitwegen - die
Amplituden der Relativbewegungen zwischen Kolbenober- und Kolbenunterteil sind kleiner
als 1 mm - einsatzfähig ist und wirksamen Verschleißschutz bietet.
[0007] Die Erfindung ist nachstehend anhand eines bevorzugten, in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiels näher erläutert, das einen erfindungsgemäßen Kolben in Seitenansicht
im Schnitt zeigt.
[0008] Ein Kolbenoberteil 1 mit einer inneren Ringrippe 2 ist über Schrauben 3 mit einem
Kolbenunterteil 4 verbunden. Die Schrauben 3 greifen an der Ringrippe 2 jeweils in
Gewindesacklochbohrungen 5 ein. Eine Schicht 6 aus in ausgehärtetem Harz gebundenem
Festschmierstoff, wie z.B. Graphit, ist beispielsweise durch Spritzen auf der ringrippenartigen
Auflagefläche 7 des Kolbenunterteils 4 aufgebracht. Zusätzlich können auch die Kontaktflächen
8 und 9 beschichtet werden.
[0009] Das Aufbringen der Schicht kann auch durch einfaches Pinseln oder mit dem an sich
bekannten Siebdruckverfahren erfolgen.
[0010] Die Schicht besitzt eine Dicke zwischen 10 und 30 Mymeter, wobei die Festschmierstoff-Partikel
in einer Größe zwischen 1 und 10 Mymeter liegen und der Anteil der Festschmierstoff-Partikel
zwischen 30 und 60 Gewichts-% betragen soll. Als Bindemittel soll aushärtbares Polyimid
verwendet werden.
[0011] In dem zur Erzeugung der Schicht beispielsweise im Siebdruckverfahren aufgetragenen
Material befindet sich ein Lösemittel, das beispielsweise N-Methyl-Pyrrolidon (NMP)
sein kann. Der Anteil des Lösemittels im aufzutragenden Schichtausgangsmaterial liegt
bei etwa 50 Gewichts-%.
[0012] Die Temperatur für das Aushärten beträgt 150 Grad bis 220 Grad Celsius, und das Aushärten
erfolgt in einer Zeit zwischen 10 und 30 Minuten.
[0013] Mit einer derartigen Ausführung wird bei einem gebauten Kolben überraschenderweise
eine Schicht für die Auflagefläche zwischen Kolbenober- und Kolbenunterteil gefunden,
die relativ billig ist und ohne großen Aufwand aufgebracht werden kann.
1. Gebauter Kolben für Verbrennungsmotoren mit einem aus einem Eisenwerkstoff bestehenden
Kolbenoberteil und einem aus Leichtmetall oder Gußeisen bestehenden Kolbenunterteil,
die über ringrippenartige Auflageflächen aneinander anliegend axial miteinander verschraubt
sind, wobei mindestens eine der Auflageflächen mit einer Schicht überzogen ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schicht (6) aus in ausgehärtetem Harz gebundenem Festschmierstoff besteht.
2. Gebauter Kolben nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Festschmierstoff Graphit verwendet wird.
1. A constructed piston for internal combustion engines with a piston upper part consisting
of a ferrous material and a piston lower part consisting of light metal or cast iron
and which are bolted axially on each other via annular riblike bearing surfaces, whereby
at least one of the bearing surfaces is covered with a coating, characterised in that
the coating (6) consists of solid lubricant bonded in thoroughly hardened resin.
2. A constructed piston according to claim 1, characterised in that graphite is used
as the solid lubricant.
1. Piston composite pour moteurs à combustion interne, comportant une partie supérieure
en matériau ferreux et une partie inférieure en métal léger ou en fonte qui sont assemblées
axialement par vis, appuyées l'une contre l'autre par des surfaces d'appui du genre
nervure annulaire, au moins une de ces surfaces d'appui étant revêtue d'une couche,
caractérisé par le fait que la couche (6) est constituée de matière lubrifiante solide
liée dans une résine durcie.
2. Piston composite selon la revendication 1, caractérisé par le fait que comme matière
lubrifiante solide est utilisé du graphite.