[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Regelung und Überwachung der Verbrennung
einer Feuerungsanlage gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
[0002] Zur Energieeinsparung und Vermeidung von Umweltschäden ist die Überwachung bzw. Regelung
von Verbrennungsprozessen in Feuerungsanlagen unbedingt notwendig. Die Messung des
Sauerstoffgehalts in Abgasen allein kann keinen Hinweis auf eine vollständige Verbrennung
liefern. Deshalb ist es besonders wichtig, die Anteile der im Abgas enthaltenen und
nicht verbrannten Bestandteile zu erfassen und zu reduzieren. Zu diesen unverbrannten
Bestandteilen gehören Kohlenmonoxid und Wasserstoff. Kommt es zu einer unvollständigen
Verbrennung, so treten im Abgas Wasserstoff- und Kohlenmonoxidemission immer gemeinsam
auf. Das genaue Verhältnis von Wasserstoff zu Kohlenmonoxid kann dagegen je nach Brennereinstellung
Lastfaktor, Brennstoffbelastung sowie Lufttemperatur und Luftdruck schwanken. Als
Leitgröße, an der sich erkennen läßt, ob eine unvollständige Verbrennung einsetzt,
kann das Auftreten von Wasserstoff ebenso wie das Auftreten von Kohlenmonoxid im Abgas
herangezogen werden.
[0003] In der deutschen Patentanmeldung DE 43 40 534 A1 ist ein Verfahren zur Regelung und
Überwachung einer Verbrennunganlage beschrieben, wobei der Arbeitspunkt der Feuerungsanlage
zyklisch daraufhin überprüft wird, ob seine Einstellung den geringstmöglichen Sauerstoffüberschuß
im Abgas gewährleistet. Für die Erfassung der Abgaskomponenten werden zwei Sensoren
verwendet, wobei der eine zur Ermittlung des Sauerstoffgehaltes dient, und der zweite
zur Erfassung des Wasserstoffanteils im Abgas. Die Signalein- und Signalausgänge der
beiden Sensoren sind mit den Signalein- und - ausgängen einer Verarbeitungseinheit
verbunden, von der unter anderem alle Störmeldungen ausgegeben werden. Das Ausgangssignal
der Verarbeitungseinheit wird einer Regeleinrichtung zugeführt. Diese kann mit ihrem
Ausgangssignal, das einem Stellglied zugeleitet wird, die Luftzufuhr für die Verbrennunganlage
mit Hilfe einer Luftklappe steuern. Mit der Sonde, die zu Erfassung des Wasserstoffs
vorgesehen ist, kann im Zustand vollständiger Verbrennung auch die Sauerstoffkonzentration
im Abgas bestimmt werden. Damit ist es möglich, die beiden Sonden zur gegenseitigen
Überwachung zu verwenden, wodurch die Sicherheit der Anlage erhöht wird. Nachteilig
an diesem Verfahren ist allerdings, daß zwei Sonden benötigt werden, wodurch sich
der schaltungstechnische Aufwand der Regelung verdoppelt.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur fehlersicheren Überwachung
und Regelung von Feuerungsanlagen aufzuzeigen, für das ein Minimum an Sonden sowie
Regel- und Steuerungseinrichtungen erforderlich ist.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.
[0006] Ein besonderes Merkmal des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es, daß für die Überwachung
der Feuerungsanlage nur ein Sensor erforderlich ist. Sein Signal wird mit Hilfe einer
Regelungs- und Überwachungeinheit redundant ausgewertet. Die Regelungs- und Überwachungseinheit
verarbeitet neben dem stationären Signal des Sensors, die Signale der Stellglieder
für die Brennstoff- und Luftzufuhr und das dynamische Signal des Sensors. Zudem ermittelt
sie die differentielle Änderung des Sensorssignals mit der Änderung der Position des
Stellgliedes für die Luftzufuhr. Hierbei wird von der Tatsache Gebrauch gemacht, daß
die zu überwachende und zu regelnde Feuerungsanlage mindestens eine verstellbare Luftklappe
aufweist, die mit einem Stellmotor angetrieben wird, und die jeweilige Position der
Luftklappe der Regelungs- und Überwachungseinrichtung als Meßwert zur Verfügung steht.
Für die Regelung und Überwachung der Feuerungsanlage werden neben dem stationären
Sensorsignal U auch noch das dynamische Sensorverhalten dU/dt sowie die differentielle
Änderung des Sensorsignals mit der Änderung der Stellgliedposition dU/dS herangezogen.
Ein weiterer Vorteil des Verfahrens ist, daß die Funktionsfähigkeit des Sensors kontinuierlich
überprüft wird. Diese Überprüfung geschieht einmal durch Registrierung der Signaländerung
des Sensors bei kurzzeitiger Änderung der Sensortemperatur und zum zweiten durch Registrierung
eines kurzen Signalanstiegs beim Starten der Feuerungsanlage. Der Anstieg des Sensorsignals
wird beim Starten der Feuerungsanlage durch einen kurzzeitigen Anstieg der Wasserstoff/Kohlenmonoxidemission
hervorgerufen. Der verwendete Sensor ist in der DE-A-40 21 929 beschrieben. Er verfügt
über zwei Meßelektroden und eine Referenzelektrode. Eine der Meßelektroden ist oxidationskatalytisch
inaktiv und ermöglicht somit die Erfassung des Wasserstoffanteils im Abgas. Die zweite
Meßelektrode ist katalytisch aktiv. Mit ihr kann der Sauerstoffanteil im Abgas ermittelt
werden. Im schadstoffreien Betrieb, ohne oxidierbare Rauchgasbestandteile, läßt sich
aus dem Sensorsignal die Sauerstoffkonzentration des Abgases bestimmen. Beim Auftreten
von brennbaren Gasbestandteilen im Abgas, wie Wasserstoff oder Kohlenmonoxid, nimmt
das Sensorsignal deutlich höhere Werte an, aus denen die Konzentration der oxidierbaren
Gasbestandteile bestimmt werden kann.
[0007] Weitere erfindungswesentliche Merkmale sind in den Ansprüchen gekennzeichnet. Die
Erfindung wird nachfolgend anhand von schematischen Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Feuerungsanlage mit einer Regelungs- und Überwachungeinheit sowie einem Sensor,
- Fig. 2
- die Signalverläufe des Sensors,
- Fig. 3, 4, und 5
- die zeitlichen Verläufe des Sensorsignals,
- Fig. 6
- die Signalverläufe des Sensors bei Temperaturänderung,
- Fig. 7
- die Signalverläufe des Sensors nach dem Zünden des Brenners.
[0008] Fig. 1 zeigt eine Feuerungsanlage 1, mit einem Brenner 2, einem Feuerungsraum 3,
einem Stellglied 4 für die Brennstoffzufuhr zum Brenner, einem Stellglied 5 für die
Luftzufuhr zum Brenner, einem Abgaskanal 6, einen Sensor 7 sowie einer Regelungs-
und Überwachungseinheit 8. Der Sensor 7 ist am Ausgang des Feuerungsraumes 3 in den
Abgaskanal 6 eingebaut. Seine Signalein- und -ausgänge 7A und 7B stehen mit den Signalein-
und -ausgängen 8A und 8B der Regelungs- und Überwachungseinheit 8 in Verbindung. Die
Signalausgänge 8V und 8W der Regelungs- und Überwachungseinheit 8 sind mit den Signaleingängen
der Stellglieder 4 und 5 für die Zufuhr des Brennstoffs und die Zufuhr für die Luft
zum Brenner 2 verbunden.
[0009] In Fig. 2 sind verschiedene Zustände der Feuerungsanlage 1 dargestellt. Die Kurve
U zeigt den Verlauf des stationären Sensorsignals, das die Bereiche A, B, C, durchlaufen
kann. Im Bereich A liegt eine unvollständige Verbrennung bei Luftmangel, im Bereich
B eine unvollständige Verbrennung bei Luftüberschuß und im Bereich C eine vollständige
Verbrennung vor. Wie Fig.2 zeigt kann eine unvollständige Verbrennung sowohl bei Luftmangel
als auch Luftüberschuß auftreten. Bei sehr hohem Luftüberschuß wird die Flamme gekühlt,
und es kommt wegen der zu niedrigen Temperatur der Flamme zu einer unvollständigen
Verbrennung. Im Bereich C der vollständigen Verbrennung kann aus dem stationären Sensorsignal
der Restsauerstoff im Rauchgas bestimmt werden. In diesem Bereich kann eine herkömmliche
Lambda-Regelung mit dem Sensor 7 durchgeführt werden. Fährt der Brenner 2 in einen
Bereich unvollständiger Verbrennung, so steigt die Emission an unverbrannten Gasbestandteilen
wie Wasserstoff und Kohlenmonoxid an. Die Folge davon ist, daß sich der Wert des stationären
Sensorsignals U ändert. Eine unvollständige Verbrennung wird von der Regelungs- und
Überwachungseinheit 8 erkannt, wenn der Wert des stationären Sensorsignals U einen
festgelegten Grenzwert U
GM bzw. U
GÜ überschreitet. Wie dem Verlauf des stationären Sensorsignal U zu entnehmen ist, ist
der Grenzwert U
GM vor dem Übergang in den Bereich A mit Luftmangel größer als der Grenzwert U
GÜ vor dem Übergang in den Bereich B mit Luftüberschuß. Diese Grenzwerte werden einmal
in der Regelungs- und Überwachungseinheit 8 gespeichert. Fährt die Feuerungsanlage
vom Zustand einer vollständigen Verbrennung in Richtung einer unvollständigen Verbrennung,
so erkennt die Regelungs- und Überwachungseinheit 8 beim Erreichen eines dieser Grenzwerte
U
GM bzw. U
GÜ, ob sich die Feuerungsanlage 1 auf den Zustand einer unvollständigen Verbrennung
zubewegt, der durch Luftmangel oder Luftüberschuß verursacht wird.
In Fig.2 ist der Signalverlauf U des Sensors 7 über der jeweils zugehörigen Position
S des Stellgliedes 5 aufgetragen. Wie an Hand von Fig.2 zu sehen ist, wird bei der
Zunahme von Wasserstoff und Kohlenmonoxid im Abgas auch die Steigung α = dU/dS der
Kurve U größer. Eine unvollständige Verbrennung wird von der Regelungs- und Überwachungseinheit
8 zusätzlich erkannt, wenn die Steigung α = dU/dS betragsmäßig einen Grenzwert α
GM = |dU
M/dS
M|bzw. α
GÜ = |dU
Ü/dS
Ü| überschreitet. Diese Grenzwerte werden in der Regelungs- und Überwachungseinheit
8 ebenfalls einmal gespeichert. Somit kann der Übergang zu einer unvollständigen Verbrennung
bei Luftmangel als auch bei Luftüberschuß durch die Regel- und Überwachungseinheit
8 auch auf diese Weise erkannt werden. Gegenmaßnahmen werden von der Regel- und Überwachungseinheit
8 automatisch eingeleitet. Diese können in der Erhöhung der Luftzufuhr bestehen, wenn
die Feuerungsanlage in den Bereich des Luftmangels fährt, oder in einer Verminderung
der Luftzufuhr, wenn die unvollständige Verbrennung durch Luftüberschuß erfolgt. Bei
einem schon gealterten Sensor weist das Sensorsignal U
A beim Einsetzen einer unvollständigen Verbrennung eine geringere Steigung α
A =dU
A/dS auf, als bei einem neuen Sensor. Die Steigung α
AM bzw. α
AÜ ist jedoch auch jetzt noch größer als ein festgesetzter und gespeicherter Grenzwert
α
OM bzw. α
OÜ. Die Grenzwerte α
OM und α
OÜ werden aus dem in Fig.2 aufgetragenen Signalverlauf U
O ermittelt. Dieser ist über der jeweils zugehörigen Position S des Stellgliedes 5
aufgetragen. Der Signalverlauf U
O entspricht dem eines Sensor 7, wenn dieser als reiner Sauerstoffsensor arbeitet oder
seine Funktionsfähigkeit verloren hat, Wasserstoff bzw. Kohlenstoff zu erkennen. Jeder
Stellgliedposition S ist ein Wert α
O zugeordnet. Diese Werte α
O entsprechen der Steigung α
O= dU
O/dS des Sensorsignals U
O bei der jeweiligen Stellgliedposition S. Beim Erreichen der Grenzwerte α
OM bzw. α
OÜ erkennt die Regelungs- und Überwachungseinheit 8, daß die Feuerungsanlage in einen
Betrieb unvollständigen Verbrennung übergeht. Werden die Werte α
O von dem Sensorsignal U des Sensors 7 erreicht oder unterschritten, so erkennt die
Regelungs- und Überwachungseinheit 8, daß der Sensor 7 wegen Überalterung ausgetauscht
werden muß.
[0010] Eine weitere Sicherheitskontrolle für die Überwachung der Feuerungsanlage läßt sich
aus dem dynamischen Verlauf des Sensorsignals dU/dt ableiten. Dieses wird anhand der
Fig. 3, 4 und 5 erläutert. Im Bereich C, wenn eine vollständige Verbrennung vorliegt,
ändert sich der Sauerstoffgehalt im Abgas nur langsam. Entsprechend ändert sich auch
die Sensorspannung mit der Zeit nur langsam, d. h. dU/dt ist klein. Fährt die Feuerungsanlage
1 in den Zustand unvollständiger Verbrennung gleichgültig ob Luftmangel oder Luftüberschuß
vorliegt, so wird Wasserstoff bzw. Kohlenmonoxid emittiert. Diese Emissionen geschehen
nicht gleichmäßig, sondern je nach Flammenbild mehr oder weniger pulsierend. Der Sensor
7 folgt diesen schnellen Änderungen der Wasserstoff- und Kohlenmonoxidemmission. Das
Sensorsignal wird unruhig. Der dynamische Signalverlauf dU/dt übersteigt, wie Fig.
5 zeigt, einen Grenzwert G
D. Unabhängig vom stationären Sensorsignal kann von der Regel- und Überwachungseinheit
8 also am Verlauf des dynamischen Signals erkannt werden, ob sich die Feuerungsanlage
im Zustand einer unvollständigen Verbrennung befindet oder nicht. Es werden dann von
der Regel- und Überwachungseinheit 8 automatisch Gegenmaßnahmen eingeleitet.
[0011] Alle obenbeschriebenen Werte α
O und Grenzwerte U
GM, U
GÜ, α
GM, α
GÜ, α
OM, α
OÜ, α
AM, α
AÜ, G
D, welche für die Überwachung der Feuerungsanlage 1 erforderlich sind, werden vorzugsweise
bei der Inbetriebnahme der Feuerungsanlage in der Regel- und Überwachungseinheit 8
gespeichert. Die Feuerungsanlage wird zu diesem Zweck in die Zustände gefahren, die
während ihres späteren Betriebes auftreten können.
Die Funktionstüchtigkeit des Sensors 7 selbst kann zudem dadurch überwacht werden,
daß die Registrierung der Sensorsignaländerung bei kurzzeitiger Änderung der Sensortemperatur
erfolgt. Durch eine kurzzeitige Änderung der Sensortemperatur wird bei einem funktionsfähigen
Sensor 7 eine kurzzeitige Änderung des Sensorsignals hervorrufen. Dieser Test kann
entweder bei Brennerstillstand an Luft oder beim Vorlüften des Brenners oder im Betrieb
während eines Zustandes vollständiger Verbrennung durchgeführt werden. Die Temperaturänderung
wird beispielsweise durch eine kurzzeitige Änderung der Heizspannung hervorgerufen,
wie in Fig. 6 dargestellt. Wird keine Änderung der Sensorspannung dU detektiert, so
ist die Meßelektrode (hier nicht dargestellt) fehlerhaft und der Sensor 7 muß ausgetauscht
werden.
[0012] Die Prüfung, ob die Meßelektrode (hier nicht dargestellt) des Sensors 7 noch in der
Lage ist, Wasserstoff bzw. Kohlenmonoxid zu detektieren, kann während des Startvorgangs
des Brenners vorgenommen werden. Diese Prüfung wird anhand von Fig. 7 erläutert. Beim
Zünden des Brenners entsteht zwangsläufig eine kurzzeitige Wasserstoff-/Kohlenmonoxidemission,
die der Sensor 7 detektiert, wenn seine sensitive Funktion in Ordnung ist. Erkennt
der Sensor 7 kurz nach dem Zündvorgang den Anstieg von Wasserstoff und/oder Kohlenmonoxid
nicht, so ist er defekt und muß ausgetauscht werden. Dieses wird von der Regel- und
Überwachungseinheit 8 ebenfalls angezeigt.
1. Verfahren zur Regelung und Überwachung der Verbrennung einer Feuerungsanlage (1) mit
einem Brenner (2) für feste und strömende Brennstoffe, der ein Sensor (7) nachgeschaltet
ist, wobei die Stellglieder (4 und 5) für die Brennstoff- und Luftzufuhr für den Brenner
(2) von einer Regelungs- und Überwachungseinheit (8) gesteuert werden, an deren Signaleingänge
der Sensor (7) angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, für die Durchführung des Verfahrens ein Sensor (7) verwendet wird, mit dem sowohl
der Wasserstoffgehalt als auch der Sauerstoffgehalt im Abgas der Feuerungsanlage (1)
ermittelt werden kann, daß vor der Inbetriebnahme der Feuerungsanlage die Grenzwerte
UGM und UGÜ des stationären Sensor-Spannungssignals U beim Überschreiten in die Bereiche einer
unvollständigen Verbrennung bei Luftüberschuß oder Luftmangel erfaßt und gespeichert
werden, daß aus dem Verlauf des Spannungssignals U des Sensors (7) über den jeweils
zugehörigen Positionen S des Stellgliedes (5), für Luftzufuhr, die Grenzwerte αGM = |dUM/dSM| bzw. αGÜ = |dUÜ/dSÜ|, bei denen ein Übergang zu einer unvollständigen Verbrennung bei Luftmangel oder
Luftüberschuß erfolgt, ermittelt und gespeichert werden, daß zur Erkennung der Fehlfunktion
des Sensors (7) aus dem Verlauf des Spannungssignals U des Sensors (7) über den jeweils
zugehörigen Positionen S des Stellgliedes (5) für Luftzufuhr bei ausschließlicher
Sauerstoffempfindlichkeit des Sensors (7) die Werte der Steigungen αO = dUO/dS ermittelt und werden, daß diese Werte αO sowie die ermittelten Grenzwerte αOM bzw. αOÜ bei denen die vollständige Verbrennung in den Zustand einer unvollständigen Verbrennung
übergeht, gespeichert werden, daß der Verlauf des Spannungssignals U des Sensors (7)
von der Regel- und Überwachungseinheit (8) kontinuierlich überwacht und mit den in
der Regelungs- und Überwachungseinheit 8 gespeicherten Werten αO und Grenzwerten UGM bzw. UGÜ, αGM bzw. αGÜ, αOM bzw. αOÜ die Übergänge zu einer unvollständigen Verbrennung bei Luftmangel und Luftüberschuß
erkannt und beim Erreichen eines dieser Grenzwerte UGM bzw. UGÜ, αGM bzw. αGÜ, αOM bzw. αOÜ Gegenmaßnahmen in Form einer Erhöhung bzw. einer Reduzierung der Luftzufuhr automatisch
eingeleitet werden, daß von der Regelungs- und Überwachungseinheit (8) zusätzlich
der Signalverlauf dU/dt des Sensors (7) überwacht und beim Überschreiten eines ebenfalls
in der Regelungs- und Überwachungseinheit (8) gespeicherten dies bezüglichen Grenzwerts
(GD) eine Regelung der Feuerungsanlage (1) zu einer vollständigen Verbrennung hin vorgenommen
wird, und daß zusätzlich zur Überprüfung des Sensors (7) die Heizspannung geändert
und die kurzzeitige Emission von Wasserstoff/Kohlenmonoxid beim Einschalten des Brenners
genutzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Überprüfung des Sensors
(7) mit Hilfe der Regel- und Überwachungseinrichtung (8) die Heizspannung des Sensors
(7) geändert und bei unverändertem Sensorsignal U eine Fehlfunktion des Sensors (7)
von der Regelungs- und Überwachungseinheit (8) angezeigt wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Überprüfung
des Sensors (7) die kurzzeitige Emission von Wasserstoff/Kohlenmonoxid beim Einschalten
des Brenners genutzt und bei unverändertem Sensorsignal U eine Fehlfunktion des Sensors
(7) von der Regelungs- und Überwachungseinheit (8) angezeigt wird.
1. Method for controlling and monitoring the combustion of a furnace (1) having a burner
(2) for solid and liquid fuels, downstream of which furnace (1) a sensor (7) is connected,
the actuators (4 and 5) for the supply of fuel and air for the burner (2) being controlled
by a control and monitoring unit (8) to whose signal inputs the sensor (7) is connected,
characterized in that in order to carry out the method a sensor (7) is used with which
both the hydrogen content and the oxygen content in the exhaust gas of the furnace
(1) can be determined, in that, before the furnace is commissioned, the limiting values
UGM and UGÜ of the steady-state sensor voltage signal U is sensed in the case of upward transgression
into the regions of incomplete combustion with excess air or a deficiency of air and
stored, in that the limiting values αGM = |dUM/dSM| and αGÜ = |dUÜ/dSÜ| at which a change-over to incomplete combustion in the case of excess air or a deficiency
of air takes place are determined from the profile of the voltage signal U of the
sensor (7) by means of the respectively associated positions S of the actuator element
(5) for the feeding in of air, and are stored, in that, in order to detect the malfunctioning
of the sensor (7), the values of the increases αO = dUO/dS are determined from the profile of the voltage signal U of the sensor (7) by means
of the respectively associated positions S of the actuator element (5) for the feeding
in of air when the sensor (7) has exclusive sensitivity to oxygen, and are stored,
in that these values αO and the limit values αOM and αOÜ which are determined and at which complete combustion changes over into the state
of incomplete combustion are stored, in that the profile of the voltage signal U of
the sensor (7) is continuously monitored by the control and monitoring unit (8), and
using the values αO and limiting values UGM and UGÜ, αGM and αGÜ, αOM and αOÜ, respectively, which are stored in the control and monitoring unit 8, the change-overs
to incomplete combustion in the case of a deficiency of air and excess air are detected
and, when one of these limiting values UGM and UGÜ, αGM and αGÜ, αOM and αOÜ, respectively, is reached, counteracting measures in the form of an increase or a
reduction in the supply of air are automatically initiated, in that the control and
monitoring unit (8) additionally monitors the signal profile dU/dt of the sensor (7)
and, when a limiting value (GD) which relates to this and is also stored in the control and monitoring unit (8)
is exceeded the furnace (1) is adjusted to complete combustion, and in that, in addition
to checking the sensor (7), the heating voltage is changed and the brief emission
of hydrogen/carbon monoxide when the burner is switched on is utilized.
2. Method according to Claim 1, characterized in that, in order to check the sensor (7)
with the aid of the control and monitoring device (8) the heating voltage of the sensor
(7) is changed and, when the sensor signal U is unchanged a malfunction of the sensor
(7) is displayed by the control and monitoring unit (8).
3. Method according to one of Claims 1 or 2, characterized in that, in order to check
the sensor (7), the brief emission of hydrogen/carbon monoxide when the burner is
switched on is utilized, and when the sensor signal U is unchanged a malfunction of
the sensor (7) is displayed by the control and monitoring unit (8).
1. Procédé de régulation et de surveillance de la combustion dans une installation de
chauffe (1) comportant un brûleur (2) pour des combustibles solides et fluides, en
aval de laquelle est placé un détecteur (7), les organes de réglage (4 et 5) pour
l'alimentation en combustible et l'alimentation en air du brûleur (2) étant commandés
par une unité de régulation et de surveillance (8), aux entrées de signal de laquelle
le détecteur (7) est connecté, caractérisé par le fait que pour la mise en oeuvre
du procédé, on utilise un détecteur (7) qui permet de déterminer aussi bien la teneur
en hydrogène que la teneur en oxygène des gaz brûlés de l'installation de chauffe,
par le fait que, avant la mise en service de l'installation de chauffe, on mesure
et on mémorise les valeurs limites UGN et UGÜ du signal de tension stationnaire du détecteur lors du passage dans les zones de
combustion incomplète avec excès d'air ou manque d'air, par le fait que à partir de
l'évolution du signal de tension U du détecteur (7) en fonction des positions correspondantes
S de l'organe de réglage (5) pour l'alimentation en air, on détermine et on mémorise
les valeurs limites αGM = |dUM /dSM| et αGÜ = |dUÜ/dSÜ| auxquelles se produit un passage à une combustion incomplète avec manque d'air ou
avec excès d'air, par le fait que, pour détecter le dysfonctionnement du détecteur
(7), à partir de l'évolution du signal de tension U du détecteur (7) en fonction des
positions correspondantes S de l'organe de réglage (5) pour l'alimentation en air,
on détermine, avec une sensibilité du détecteur (7 ) exclusivement à l'oxygène, les
valeurs des pentes αO = dUO/dS, et que l'on mémorise ces valeurs αO ainsi que les valeurs limites αOM et αOÜ pour lesquelles un passage d'une combustion complète à une combustion incomplète
a lieu, par le fait que l'unité de régulation et de surveillance (8) surveille en
continu l'évolution du signal de tension U du capteur (7) et, avec les valeurs αO et les valeurs limites UGM et UGÜ, αGM et αGÜ,αOM et αOÜ mémorisées dans l'unité de régulation et de surveillance (8), détecte les passages
à une combustion incomplète avec manque d'air ou avec excès d'air et, lorsqu'une de
ces valeurs limites UGM et UGÜ, αGM et αGÜ, αOM et αOÜ est atteinte, engage de manière automatique des mesures sous la forme d'une augmentation
ou d'une diminution de l'alimentation en air, par le fait que l'unité de régulation
et de surveillance (8) surveille en plus l'évolution du signal dU/dt du détecteur
(7) et, en cas de dépassement d'une valeur limite GD également mémorisée dans l'unité de régulation et de surveillance (8), effectue une
régulation de l'installation de chauffe (1) dans le sens d'une combustion complète,
et par le fait qu'en plus de la surveillance du détecteur (7), on modifie la tension
de chauffage et on utilise l'émission de courte durée d'hydrogène/monoxyde de carbone
lors de la mise en service du brûleur.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que pour le contrôle du
détecteur (7), on modifie la tension de chauffage du détecteur (7) à l'aide du dispositif
de régulation et de surveillance (8) et, en cas d'absence de variation du signal de
détecteur, l'unité de régulation et de surveillance (8) indique un dysfonctionnement
du détecteur (7).
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que pour le contrôle du
détecteur (7), on utilise l'émission de courte durée d'hydrogène/monoxyde de carbone
lors de la mise en service du brûleur et que en cas d'absence de variation du signal
de détecteur, l'unité de régulation et de surveillance (8) indique un dysfonctionnonent
du détecteur (7).