| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 697 940 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
02.04.1997 Patentblatt 1997/14 |
| (22) |
Anmeldetag: 14.05.1994 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B26D 7/18 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/EP9401/569 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 9426/480 (24.11.1994 Gazette 1994/26) |
|
| (54) |
VORRICHTUNG, KLEMMWERKZEUG UND VERFAHREN ZUM AUSBRECHEN VON ZUSCHNITTABFÄLLEN BEIM
STANZEN VON KARTON
DEVICE, CLAMPING TOOL AND PROCESS FOR BREAKING AWAY CUTTINGS WHEN CUTTING OUT BLANKS
FROM CARDBOARD
DISPOSITIF, OUTIL DE SERRAGE ET PROCEDE DE DETACHEMENT DE ROGNURES LORS DU DECOUPAGE
DE PIECES DANS DU CARTON
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE CH DE ES FR GB IT LI NL |
| (30) |
Priorität: |
15.05.1993 DE 4316318
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
28.02.1996 Patentblatt 1996/09 |
| (73) |
Patentinhaber: Emrich, Dirk, Dipl.-Ing |
|
D-51709 Müllenbach (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Emrich, Dirk, Dipl.-Ing
D-51709 Müllenbach (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Patentanwälte Wenzel & Kalkoff |
|
Flasskuhle 6 58452 Witten 58452 Witten (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 162 290 DE-A- 2 825 631 DE-U- 9 003 329 US-A- 4 175 477
|
DE-A- 1 411 236 DE-A- 2 913 439 US-A- 2 779 257
|
|
| |
|
|
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 16, no. 534 (M-1334) 4. November 1992 & JP,A,04 201
100 (HIDEYUKI) 22. Juli 1992
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung, auf ein Klemmwerkzeug und auf ein
Verfahren zum Ausbrechen von Zuschnittabfällen beim Stanzen von Karton in einem Stanzautomaten,
- mit einer Matrizenplatte, deren Öffnungen geringfügig größer als die auszubrechenden
Abfallteile sind,
- und mit oberhalb der Matrizenplatte angeordneten, taktweise senkrecht bewegbaren Ausbrechwerkzeugen
- sowie mit unterhalb der Matrizenplatte taktweise senkrecht bewegbaren Klemmwerkzeugen
zum Erfassen und Abtrennen der Abfallteile im Zusammenwirken mit den Ausbrechwerkzeugen.
[0002] Als Ausbrechwerkzeuge können Ausbrechstifte oder gleichwertige von oben auf die Abfallteile
aufsetzbare Druckstempel oder dergleichen verwendet werden.
[0003] DE-U-90 03 329 beschreibt eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zum Ausbrechen
von Zuschnittabfällen. Die Klemmwerkzeuge sind Widerlager, die bewegbar oder federnd
innerhalb der jeweiligen Öffnung angeordnet sind. Die Widerlager untergreifen in ihrer
Ruhelage etwa parallel jeweils die Abfallteile, die sich im Kartonbogen befinden.
Beim Bewegen der Abfallteile durch die Ausbrechwerkzeuge, insbesondere Ausbrechstifte
sind die Abfallteile in einen Neigungswinkel zum Kartonbogen überführbar. Die Widerlager
werden in den verschiedenen Ausführungsformen durch eine oder mehrere zungenartige
Federn, durch Abschnitte eines oder mehrerer drehbarer Körper oder durch elastische
Nasen oder Borsten ausgebildet.
[0004] JP-A-4 201 100 beschreibt eine Vorrichtung zum Ausbrechen von Zuschnittabfällen beim
Stanzen von Karton in einem Stanzautomaten. Die Vorrichtung weist eine flächige Stützplatte
auf, die auf ihrer Oberseite eine schwammähnliche flächige elastische Schicht besitzt.
Die Vorrichtung arbeitet taktweise. Die flächenhafte elastische Schicht ist auf der
Stützplatte in vertikaler Richtung unterhalb einer Matrizenplatte bewegbar angeordnet.
[0005] Bei den bekannten Hochgeschwindigkeits-Stanzautomaten zum Stanzen von Kartonbögen,
beispielsweise für die Herstellung von Faltschachteln, werden die nach dem Stanzvorgang
zwischen den Kartonzuschnitten verbleibenden Abfallteile an Kleinen Kartonbrücken
gehalten, so daß die Zuschnittabfälle nicht schon auf der Stanzplatte abfallen und
den folgenden Stanzvorgang behindern können Der gestanzte, aber infolge der Kartonbrücken
noch ausreichend zusammenhängende Kartonbogen gelangt anschließend über Greifeinrichtungen
in die Ausbrechstation des Stanzautomaten, in der die Zuschnittabfälle aus dem Kartonbogen
ausgebrochen werden und in einen Abfallbehälter fallen. Während des Ausbrechvorgangs
liegt der gestanzte Kartonbogen derart auf einer Matrizenplatte, daß deren Öffnungen
mit den Abfallteilen des Kartonbogens deckungsgleich sind. Die Zuschnittabfälle werden
nun von einem von oben bzw. unten herangeführten Ausbrechwerkzeug bzw. Klemmwerkzeug
in Form von Ausbrechstiften und diesen gegenüberliegenden, meist federnd gelagerten
Klemmstiften erfaßt bzw. eingeklemmt und bei gemeinsamer Abwärtsbewegung beider Werkzeuge
durch die Matrizenöffnung gedrückt und damit aus dem Kartonbogen ausgebrochen. Während
das Werkzeug mit den Klemmstiften sich noch weiter nach unten bewegt, um ein müheloses
Abführen der ausgebrochenen Zuschnittabfälle zu gewährleisten, bewegen sich die Ausbrechstifte
gleich wieder nach oben, um die Zuführung des folgenden Kartonbogens zu ermöglichen.
[0006] Es gibt zwar auch Ausbrecheinrichtungen, bei denen keine Klemm- bzw. Unterstifte
vorgesehen sind. Aber beim Ausbrechen der Zuschnittabfalle ohne entsprechende Führung
bzw. Klemmung von unten ergeben sich leicht Störungen durch hängengebliebene - weil
nicht vollkommen ausgebrochenen - Abfälle.
[0007] Die oberen und unteren Ausbrech- bzw. Klemmwerkzeuge werden vorteilhafterweise, wie
auch die Matrizenplatte, in Einschubrahmen befestigt, die in Einschübe in der Ausbrechstation
eingesetzt werden.
[0008] Das Setzen der Ausbrechstifte und der Klemmstifte erfolgt dabei gewöhnlich von Hand
exakt entsprechend der Form und Anordnung der Öffnungen der Matrizenplatte bzw. der
Zuschnittabfälle, wobei pro Abfallteil zumeist einer größeren Zahl von Ausbrechstiften
einzelne Klemmstifte genau gegenüberstehen müssen. Während die Anordnung der Ausbrechstifte
entsprechend der jeweiligen Form der Zuschnittabfälle für die verschiedenen Zuschnittarten
bereits programmierbar ist und durch Einsetzen in automatisch erzeugte Bohrungen einer
Aufnahmeplatte erfolgen kann, werden die Klemmstifte in jedem Fall manuell auf in
einem Rahmen verschiebbaren Schienen - zwischen denen die Abfallteile in den Abfallbehälter
fallen können - exakt mit den Ausbrechstiften fluchtend befestigt.
[0009] Das manuelle, positionsgenaue Setzen der Klemmstifte erfordert viel Geschick und
Erfahrung und ist zudem sehr zeitaufwendig, insbesondere unter dem Gesichtspunkt,
daß bei jedem Zuschnittwechsel jeweils erneut die Klemmstifte gesetzt werden müssen.
Andererseits ist die Bevorratung vieler Rahmen mit bereits früher entsprechend der
jeweiligen Zuschnittart gesetzten Klemmstiften sehr platzaufwendig und vor allem aufgrund
der teuren Rahmen auch kostenintensiv.
[0010] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung und ein Verfahren der eingangs
erwähnten Art zum Ausbrechen von Zuschnittabfällen zu schaffen, die das zeitaufwendige,
manuelle Setzen der Klemmstifte am unteren Einschubrahmen entsprechend der jeweiligen
Zuschnittart und fluchtend mit den Ausbrechstiften überflüssig macht und ein für alle
oder möglichst viele Zuschnittarten universell einsetzbares Ausbrech- und Klemmwerkzeug
zur Verfügung stellt, das gleichzeitig ein sicheres Austragen der ausgebrochenen Abfallteile
gewährleistet.
[0011] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bei einer Ausbrechvorrichtung für Zuschnittabfälle
gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 dadurch gelöst, daß
- das Klemmwerkzeug als flächenhaftes Element ausgebildet ist,
- das die Öffnungen der Matrizenplatte übergreifend mit seiner Oberfläche an die Matrizenplatte
andrückbar und
- mit den Ausbrechwerkzeugen über die Abfallteile zum Ausbrechen derselben in Wirkverbindung
bringbar ist.
[0012] Infolge der flächigen - nämlich über die Konturen der Öffnungen hinaus reichenden
- Ausführung des eine Gegenhaltefunktion für die auszubrechenden Abfallteile ausübenden
Klemmwerkzeugs wird die Matrizenplatte von unten vollflächig kontaktiert und kann
demzufolge in geringer Stärke ausgeführt werden. Aufgrund der dadurch bedingten geringen
Tiefe der Matrizenöffnung kann auch bei flächiger Ausbildung des Klemmwerkzeugs eine
elastische Klemmverbindung zwischen dem Ausbrechstift, dem Abfallteil und der Klemmfläche
des Klemmwerkzeugs erreicht werden, wobei eine flächige Berührung zwischen Abfallteil
und Klemmwerkzeug zum sicheren Erfassen des Abfallteils erzielt wird bzw. aufgrund
des äußerst geringen Abstandes zwischen dem Ausbrechstift und dem flächigen Element
ein Abgleiten des Ausbrechstifts am Abfallteil verhindert wird und eine Klemmverbindung
zustande kommt.
[0013] Die Erfindung erfaßt auch eine Ausführung, bei der die Ausbrech- bzw. Matrizenplatte
so dünn wie beispielsweise eine Folie ausgeführt und durch ein flächiges Element ohne
elastische Oberfläche abgestützt wird. In diesem Fall kommt eine Klemmung des Abfallteils
schon nach einem äußerst kurzen Weg der Ausbrechstifte nach deren Aufsetzen auf dem
Abfallteil zustande. Denn dieser kurze Weg entspricht etwa der Dicke der hauchdünnen
Matrizenplatte.
[0014] Die elastische Wirkverbindung zwischen dem als flächiges Element ausgebildeten Klemmwerkzeug
und den Ausbrechstiften wird nach einer Weiterbildung der Erfindung besonders einfach
dadurch hergestellt, daß das Klemmwerkzeug durch eine auf einer festen, ebenen Unterlage
angeordnete flächige, elastische Deckschicht mit glatter Oberfläche gebildet ist.
In Ausgestaltung der Erfindung besteht die elastische Deckschicht aus einem Schaumstoff,
der sich beim Andrücken des als ebene Fläche ausgebildeten Klemmwerkzeugs an die Matrizenplatte
zusammendrückt und sich in die Matrizenöffnungen hineinwölbt und dadurch die Klemmhalterung
des Abfallteils zwischen Ausbrechstift und flächigem Klemmwerkzeug bewirkt und diese
bei der Abwärtsbewegung des Ausbrech- und des Klemmwerkzeugs auch beibehält und so
das sichere Halten und Ausbrechen des Abfallteils gewährleistet.
[0015] Das Entfernen der abgetrennten Abfallteile erfolgt bei einteiliger Ausführung des
als flächiges Element ausgebildeten Klemmwerkzeugs durch Abstreich- oder Abblasvorrichtungen.
[0016] Nach einer Weiterbildung der Erfindung besteht das Klemmwerkzeug bei mehrteiliger
Ausführung aus drehbaren Klemmsegmenten zum taktweisen Bilden von Öffnungen in der
Klemmfläche, um dadurch das Abwerfen und Austragen der ausgebrochenen Abfallteile
zu bewirken.
[0017] Die Klemmsegmente sind vorzugsweise um ihre Längsachse im Takt der Auf- und Abwärtsbewegung
des Einschubrahmens für das Klemmwerkzeug jeweils um vorzugsweise 90° drehbare, in
der Ausgangslange an der Matrizenplatte eine ebene zusammenhängende Klemmfläche und
beim Abwärthub Öffnungen bildende Bauteile mit dem Querschnitt eines gleichseitigen
Dreiecks, wobei die Außenflächen mit der elastischen Deckschicht belegt sind. Dadurch
steht in jedem Ausbrechtakt eine andere Klemmfläche für den Klemmvorgang zur Verfügung,
während bei dem durch die Drehung des Klemmsegments bedingten Wechsel der Klemmfläche
die abgetrennten Abfallteile von der vorhergehenden Klemmfläche abfallen und durch
die dabei zwischen den Klemmsegmenten gebildeten Öffnungen in einen Abfallbehälter
gelangen.
[0018] Alternativ ist das Klemmwerkzeug erfindungsgemäß aus um ihre Längsachse drehbaren
plattenartigen Klemmsegmenten mit auf beiden Seiten vorgesehener elastischer Deckschicht
gebildet, wobei die plattenartigen Klemmsegmente zur Bildung von Öffnungen zwischen
den Klemmsegmenten und zum Abwerfen der Abfallteile nach einem Ausbrechtakt beim Ab-
bzw. Aufwärtshub jeweils um mindestens 90° gedreht werden.
[0019] Vorzugsweise ist das plattenförmige Klemmsegment einseitig mit der elastischen Deckschicht
belegt und wird im Arbeitstakt zur Bildung von Auswerföffnungen beim Abwärtshub um
einen bestimmten mindestens 90° tragenden Winkel geklappt und beim darauf folgenden
Aufwärtshub wieder in die Ausgangslage zurückgeklappt, um dadurch die abgetrennten
Abfallteile von der Klemmfläche zu entfernen.
[0020] Zur Erzeugung der taktweisen Drehbewegung der Klemmsegmente sind am Aufnahmerahmen
der Vorrichtung Antriebs-Motoren angebracht, die mit den Achsen der Klemmsegmente
für den Drehantrieb derselben in Wirkverbindung stehen und mit dem Antriebssystem
des Stanzautomaten synchron gesteuert werden. Die Antriebsmotoren werden im übrigen
so gesteuert, daß die Klemmsegmente beim Abwärtshub und beim Aufwärtshub in ein und
derselben Drehrichtung angetrieben werden, es sei denn, es werden hin- und herklappbare
plattenförmige Klemmsegmente verwendet. Für den letzten Fall ist bei einem plattenartigen
Klemmsegment, das lediglich eine Klappbewegung ausführt und danach wieder in die Ausgangslage
zurückklappt, ein einziger, die Hin- und Herbewegung des Klemmsegmentes bewirkender
Antrieb vorgesehen.
[0021] Alternativ ist das Klemmwerkzeug unter Verzicht auf die elastische Deckschicht als
insgesamt elastisches oder elastisch gelagertes, ein- oder mehrteiliges flächiges
Element ausgebildet, oder die Ausbrechstifte sind elastisch gelagert und das ein-
oder mehrteilige flächige Element selbst ist nicht elastisch ausgebildet, wie bereits
oben dargelegt ist.
[0022] Mit der vorliegenden Erfindung wird ein universell, das heißt für verschiedene Zuschnittarten
und Zuschnittanordnungen einsetzbares Werkzeug zum Ausbrechen von Zuschnittabfällen
unterschiedlicher Form, Größe und Anordnung angegeben, das zudem problemlos in herkömmlichen
Ausbrechstationen angewendet werden kann und eine einfache Nachrüstung vorhandener
Anlagen gestattet (vgl. Anspruch 19).
[0023] Es entfällt das bei den bekannten Ausbrechwerkzeugen für jede einzelne Zuschnittart
erforderliche, nur von Hand durchführbare Setzen der unteren Klemmstifte in exakt
lagerichtiger Stellung zu den oberen Ausbrechstiften, das sehr zeitraubend ist und
darüber hinaus Geschick und Erfahrung verlangt. Andererseits ist eine kostenintensive
Lagerhaltung mit hohem Platzbedarf für die mit den unteren Klemmstiften zu bestückenden
oder gar schon mit Klemmstiften für verschiedene Zuschnittarten versehenen Gestellen
nicht erforderlich. Die Funktion des erfindungsgemäß vorgeschlagenen Werkzeugs ist
einfach und zuverlässig, da die flächige Ausbildung des Klemmwerkzeugs jeder Form
des auszubrechenden Abfallteils bzw. der Matrizenöffnung gerecht wird und auch sehr
schmale Zuschnittabfälle von dem Klemmwerkzeug erfaßt werden. Das taktweise Öffnen
der Klemmfläche bei einem mehrteiligen, aus Klemmsegmenten gebildeten Klemmwerkzeug
gewährleistet zum einen ein sicheres Abwerfen der von den Kartonzuschnitten abgetrennten
Abfälle ohne zusätzliche Hilfsmittel und kann zudem antriebsseitig über einfache Antriebe
mit einer Synchronisation zu der Hubbewegung z. B. eines üblichen Einschubrahmens
für die Klemmstifte realisiert werden.
[0024] Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
[0025] Bestandteil der Erfindung ist auch ein Klemmwerkzeug gemäß Anspruch 20 und 21 und
darüberhinaus ein Verfahren gemäß Anspruch 22 - 23.
[0026] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnungen näher erläutert.
[0027] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht der Ausbrechstation eines Stanzautomaten mit einem Aufnahmerahmen
für das Ausbrechwerkzeug, einer Matrizenplatte und einem Klemmwerkzeug und
- Fig. 2 - 5
- eine schematische Darstellung des Ausbrechvorgangs unter Verwendung eines flächigen
Klemmwerkzeugs.
[0028] Die Ausbrechstation eines Stanzautomaten für Kartonzuschnitte besteht im wesentlichen
aus den drei übereinander angeordneten, auch als Einschubrahmen für Nachrüstungen
zu gestaltenden Aufnahmerahmen 1, 2 und 3 für die Ausbrechwerkzeuge, die Matrizenplatte
11 und die Klemmwerkzeuge.
[0029] In dem Aufnahmerahmen 1 befindet sich eine Aufnahmeplatte 4, in die entsprechend
der Form, Größe und Anordnung der aus dem Kartonzuschnitt 7 auszubrechenden Abfallteile
6 Bohrungen 8 eingebracht sind, in denen Ausbrechstifte 9, die das Ausbrechwerkzeug
bilden, befestigt werden. An der Unterseite der Aufnahmeplatte 4 sind außerdem elastische,
blockförmige Niederhalter 10 für die Kartonzuschnitte 7 angebracht.
[0030] Ein weiterer Aufnahmerahmen 2 mit seitlichen Halteschienen 15 dient zur Aufnahme
der Matrizenplatte 11, in der den Abfallteilen 6 zwischen den Kartonzuschnitten 7
in Form, und Anordnung identische Matrizenöffnungen 12 vorgesehen sind, die geringfügig
größer als die Abfallteile 6 sind. Der in der Stanzvorrichtung gestanzte Kartonbogen
5 wird durch zwischen den Abfallteilen 6 und den Kartonzuschnitten 7 belassene kleine
Kartonbrücken 13 zusammengehalten, so daß der Kartonbogen 5 vollständig aus der Stanzeinrichtung
mittels Greifern entfernt werden kann und eine Havarie aufgrund loser Abfallteile
6 im Stanzbereich ausgeschlossen ist. In Fig. 1 ist der gestanzte Kartonbogen 5, der
sich vor dem Ausbrechen der Abfallteile 6 lagerichtig auf der Matrizenplatte 11 befindet
und mit dieser in der Draufsicht im wesentlichen identisch ist, durch die gestrichelte
Linie 14 angedeutet.
[0031] Durch einen weiteren Aufnahmerahmen 3 wird schließlich das Klemmwerkzeug aufgenommen.
Das Klemmwerkzeug ist als mehrteiliges, flächiges Element 16, das aus im Querschnitt
dreieckigen, an den Stirnseiten des Aufnahmerahmens 3 drehbar gelagerten Klemmsegmenten
16a besteht, ausgeführt. Die Mantelflächen der Klemmsegmente 16a bilden feste, ebene
Unterlagen 17b und sind mit einer elastischen Deckschicht 17, die das eigentliche
Klemmelement darstellt, belegt.
[0032] Der Antrieb der drehbeweglichen Klemmsegmente 16a wird synchron zu der üblichen taktweisen
Auf- und Abwärtsbewegung des Aufnahmerahmens 3 über ein am Aufnahmerahmen 3 angeordnetes
und mit einem Antriebsmotor versehenes Getriebe (nicht dargestellt) bewirkt. So erfolgt
eine taktweise und im Ablauf vorzugsweise modulierbare Drehbewegung der Klemmsegmente
16a um einen bestimmten Winkelbetrag.
[0033] Die Funktion der dargestellten Ausbrechvorrichtung für Zuschnittabfälle wird wie
folgt beschrieben:
[0034] Entsprechend der Form, Größe und Anordnung der herzustellenden Kartonzuschnitte 7
mit den dazwischen liegenden Abfallteilen 6 werden die Bohrungen 8 in der Aufnahmeplatte
4 und die Matrizenöffnungen 12 in der Matrizenplatte 11 automatisch nach einem vorgegebenen
Programm erzeugt und die Ausbrechstifte 9 in die Bohrungen 8 eingesetzt sowie die
Niederhalter 10 an der Aufnahmeplatte 4 angebracht. Nachdem die Aufnahmeplatte 4 in
den Aufnahmerahmen 1 und die Matrizenplatte 11 in die Halteschienen 15 des Aufnahmerahmens
2 eingesetzt wurden, werden die derart vorbereiteten Aufnahmerahmen 1, 2 in die Ausbrechstation
des Stanzautomaten eingeschoben.
[0035] Für die Unterbringung des Klemmwerkzeugs wird als Aufnahmerahmen 3 vorzugsweise ein
in Ausbrechstationen üblicherweise zur Befestigung der als Gegenhalter für das Abfallteil
dienenden Klemmstifte eingesetzter Einschubrahmen verwendet. Dadurch ist es möglich,
Ausbrechstationen herkömmlicher Stanzautomaten in einfacher Weise mit den neuen Klemmwerkzeugen
nachzurüsten oder auch wahlweise unterschiedlich ausgebildete Klemmwerkzeuge oder
auch gegebenenfalls die Rahmen mit den herkömmlichen Klemmstiften einzusetzen.
[0036] Die funktionelle Wirkung des als flächiges Element mit elastischer Deckschicht 17
ausgebildeten Klemmwerkzeugs in Verbindung mit dem Ausbrechstift 9 wird nachfolgend
anhand der Figuren 2 bis 5 beschrieben, wobei Fig. 2 die Stellung vor dem Ausbrechen,
Fig. 3 die Stellung zu Beginn des Ausbrechvorgangs, Fig. 4 die Stellung nach dem Ausbrechen
und Fig. 5 die Stellung bei abkippendem Klemmsegment zur Entfernung des Abfallteils
und neu auf die Matrizenplatte 11 aufgelegtem Kartonbogen wiedergibt.
[0037] Der mittels nicht dargestellter Greifer auf der Matrizenplatte 11 abgelegte gestanzte
Kartonbogen 5 wird nach der Abwärtsbewegung des Aufnahmerahmens 1 durch die Niederhalter
10 auf der Matrizenplatte 11 gehalten. Gleichzeitig drückt das flächige Element 16
mit den Klemmsegmenten 16a mit seiner gesamten Fläche von unten gegen die Matrizenplatte
11. Dadurch wird zum einen die Matrizenplatte 11 von unten gestützt und kann, da sie
nunmehr beim Ausbrechvorgang nur geringe Kräfte aufnehmen muß, in vergleichsweise
geringer Stärke ausgeführt werden. Die geringe Stärke der Matrizenplatte und die elastische
Ausbildung der Oberfläche der Klemmsegmente 16a bewirken andererseits, daß sich die
elastische Deckschicht 17 aus Schaumstoff in die Matrizenöffnung 12 wölbt und diese
Auswölbung 17a, wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, elastisch gegen die Unterseite des
Abfallteils 6 drückt und das Abfallteil 6 somit zwischen der Auswölbung 17a und dem
Ausbrechstift 9 einklemmt. In dem folgenden Ausbrechvorgang - bei der Abwärtsbewegung
des Ausbrechstifts 9 und des Klemmwerkzeugs 16 - wird das Abfallteil 6 bis zum Abreißen
der Kartonbrücke 13 zwischen dem Kartonzuschnitt 7 und dem Abfallteil 6 und dem folgenden
Ausstoßen aus der Matrizenöffnung 12 nach unten flächig abgestützt und mitgenommen,
so daß ein Abgleiten des Ausbrechstifts 9 am Abfallteil 6 vermieden wird und ein sicheres
Ausbrechen gewährleistet ist.
[0038] Das elastische Hineinwölben der elastischen Deckschicht 17 aus Schaumstoff entfällt,
wenn die Matrizenplatte 11 extrem dünn und das flächige Element 16 nicht elastisch
ausgebildet ist (nicht dargestellt), so daß die Unterseite des Abfallteils 6 das flächige
Element 16 bereits beim Auflegen des Kartonbogens 5 berührt oder fast berührt, spätestens
jedoch nach dem Aufsetzen des Ausbrechstiftes 9 auf die Oberseite des Abfallteils
6.
[0039] Während sich der Aufnahmerahmen 1 mit den Ausbrechwerkzeugen anschließend nach oben
bewegt und ein neuer gestanzter Kartonbogen 5 auf die Matrizenplatte 11 gelegt wird,
wird der Abwärtshub des Aufnahmerahmens 3 fortgesetzt, um eine weitere Funktion der
als flächiges Element 16 ausgebildeten Klemmwerkzeuge, nämlich den Auswerfvorgang
für das abgetrennte Abfallteil 6, zu bewirken. Bei der Abwärtsbewegung des Aufnahmerahmens
3 erteilt das nicht dargestellte Getriebe den Klemmsegmneten 16a eine Drehbewegung
von mindestens 60° vorzugsweise aber von 90°. Die Klemmflächen der Klemmsegmente 16a
gehen dabei in eine Schräglage (Fig. 5) und bei 90°-Drehung anschließend in eine vertikale
Lage (nicht dargestellt) über, so daß das Abfallteil 6 sicher von der Klemmfläche
abgleitet und durch die beim Drehen der Klemmsegmente 16a zwischen diesen taktweise
gebildeten Öffnungen in einen unterhalb des Aufnahmerahmens 3 angeordneten Abfallbehälter
(nicht dargestellt) gelangt. Am Ende des Abwärtshubes nehmen die dreieckförmigen Klemmsegmente
16a die in Fig. 1 strichpunktiert gezeichnete Stellung mit senkrecht (60°-Drehung)
oder schräg (90°-Drehung, nicht dargestellt), nach oben weisender Spitze ein.
[0040] Während der folgenden Aufwärtsbewegung des Aufnahmerahmens 3 wird die Drehbewegung
der Klemmsegmente 16a um einen weiteren Winkel von 60° bei 60°-Drehung bei Abwärtshub
und von 30° bei 90°-Drehung bei Abwärtshub fortgesetzt. Dadurch kann das Abfallteil
noch beim Aufwärtshub von der Klemmfläche des Klemmsegments 16a abfallen, falls es
in Ausnahmefällen nicht bereits beim Abwärtshub abgefallen ist.
[0041] Wie man die Drehwinkel der Klemmsegmente 16a und deren modulierbare Drehgeschwindigkeit
auch wählt, am Ende des Aufwärtshubes steht stets eine neue, geschlossene, elastische
Fläche zum Erfassen der Abfallteile und für den nächsten Ausbrechvorgang zur Verfügung.
[0042] Um nach jedem Aufwärtshub des Einschubrahmens 3 eine exakte waagerechte Stellung
der jeweiligen Klemmflächen der Klemmsegmente 16a zu gewährleisten, ist in das Antriebssystem
zweckmäßig eine Nachlaufbremse integriert.
1. Vorrichtung zum Ausbrechen von Zuschnittabfällen beim Stanzen von Karton in einem
Stanzautomaten,
- mit einer Matrizenplatte (11), deren Öffnungen (12) geringfügig größer als die auszubrechenden
Abfallteile (6) sind,
- und mit oberhalb der Matrizenplatte (11) angeordneten, taktweise senkrecht bewegbaren
Ausbrechwerkzeugen
- sowie mit unterhalb der Matrizenplatte (11) taktweise senkrecht bewegbaren Klemmwerkzeugen
zum Erfassen und Abtrennen der Abfallteile (6) im Zusammenwirken mit den Ausbrechwerkzeugen,
dadurch gekennzeichnet, daß
- das Klemmwerkzeug als flächenhaftes Element (16) ausgebildet ist,
- das die Öffnungen (12) der Matrizenplatte (11) übergreifend mit seiner Oberfläche
an die Matrizenplatte (11) andrückbar und
- mit den Ausbrechwerkzeugen über die Abfallteile (6) zum Ausbrechen derselben in
Wirkverbindung bringbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Element (16) ein- oder mehrteilig ist und eine flächige, elastische Deckschicht
(17) aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die flächige, elastische Deckschicht (17) aus Schaumstoff mit glatter Oberfläche
besteht.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich die elastische Deckschicht (17) zum Abstützen der Abfallteile (6) beim Andrücken
an die Matrizenplatte (11) mit Auswölbungen (17a) in die Öffnungen (12) der Matrizenplatte
(11) bis zur Anlage an die Unterfläche der Abfallteile (6) hineinwölbt zum Einklemmen,
Mitnehmen und Herausbrechen der zwischen den Ausbrechwerkzeugen und den Auswölbungen
(17a) geklemmten Abfallteilen (6).
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Element (16) in mehrteiliger Ausführung aus drehbaren, in einer Ausgangslage
an der Matrizenplatte (11) eine zusammenhängende, ebene Fläche bildenden Klemmsegmenten
(16a) zur taktweisen Erzeugung von Öffnungen in der Klemmfläche zwischen den Klemmsegmenten
(16a) im Abstand von der Matrizenplatte (11) und zum Abwerfen der Abfallteile (6)
zu deren Entfernung aus der Ausbrechstation besteht.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das eine ebene Klemm- und Abstützfläche bildende Klemmwerkzeug aus um ihre Längsachse
im Takt der Abwärtsbewegung des Aufnahmerahmens (3) jeweils um einen Winkelbetrag
von z. B. 60° oder 90° oder mehr drehbaren, im Querschnitt die Form eines gleichseitigen
Dreiecks einnehmenden, allseitig mit der elastischen Deckschicht (17) belegten Klemmsegmenten
(16a) besteht.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Klemmwerkzeug aus um ihre Längsachse im Takt der Aufwärts- und Abwärtsbewegung
des Aufnahmerahmens (3) drehbaren, zur Bildung einer durchgehenden Klemmfläche in
der Ausgangslage eng aneinander anliegenden plattenartigen Klemmsegmenten gebildet
sind.
8. Vorrichtung mach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die plattenartigen Klemmsegmente allseitig mit der elastischen Deckschicht belegt
und in einem Arbeitstakt jeweils um 180° drehbar sind, nämlich beim Abwärtshub und
beim Aufwärtshub um jeweils 90°.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die plattenartigen Klemmsegmente einseitig mit der elastischen Deckschicht belegt
und in jedem Arbeitstakt um einen bestimmten Winkel α hin- und herklappbar sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel α mindestens 90° beträgt.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß zum Antrieb der drehbaren Klemmsegmente an dem Aufnahmerahmen (3) für das Klemmwerkzeug
ein mit dem Antriebssystem des Stanzautomaten synchron zum Abwärtshub bzw. Aufwartshub
des Aufnahmerahmens (3) gesteuertes, motorisch angetriebenes Getriebe vorgesehen und
mit den drehbar gelagerten Klemmsegmenten zu deren Antrieb verbunden ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung der Klappbewegung der plattenartigen, einseitigen mit der elastischen
Deckschicht belegten Klemmsegmente ein eine hin- und hergehende Klappbewegung im Maschinentakt
bewirkender Antrieb vorgesehen ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei mehrteiliger Ausführung des als flächiges Element (16) ausgebildeten Klemmwerkzeugs
gegeneinander verschiebbare Klemmsegmente zur taktweisen Freigabe von Öffnungen vorgesehen
sind.
14. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Klemmwerkzeug mit mechanischen oder pneumatischen Mitteln zum Entfernen der
ausgebrochenen Abfallteile (6) von der Oberfläche des flächigen Elements (16) vorgesehen
sind.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Klemmwerkzeug als Bandförderer mit elastischer Deckschicht ausgebildet ist,
der taktweise synchron mit den Ausbrechwerkzeugen heb- und senkbar ist mit quer zur
Transportrichtung der Vorrichtung gerichteter Förderrichtung.
16. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß Luftdüsen derart angeordnet und taktweise mit Druckluft beaufschlagbar sind,
daß sie die ausgebrochenen Abfallteile ausblasen.
17. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 und 5 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Klemmwerkzeug als insgesamt elastisches oder elastisch gelagertes, ein- oder
mehrteiliges flächiges Element mit fester, nicht elastischer Oberfläche ausgebildet
ist.
18. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 und 5 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Klemmwerkzeug als ein- oder mehrteiliges, flächiges Element mit nicht elastischer
Oberfläche ausgebildet ist, während die als Ausbrechstifte ausgebildeten Ausbrechwerkzeuge
in Ausbrechrichtung elastisch gelagert sind.
19. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Matrizenplatte (11), das Ausbrechwerkzeug und das Klemmwerkzeug jeweils in
einem Einschubrahmen (1, 2, 3) angeordnet sind.
20. Klemmwerkzeug für eine Vorrichtung zum Ausbrechen von Zuschnittabfällen beim Stanzen
von Karton in einem Stanzautomaten,
- mit einer Matrizenplatte (11), deren Öffnungen (12) geringfügig größer als die auszubrechenden
Abfallteile (6) sind,
- und mit oberhalb der Matrizenplatte (11) angeordneten, taktweise senkrecht bewegbaren
Ausbrechwerkzeugen
- sowie mit unterhalb der Matrizenplatte (11) taktweise senkrecht bewegbaren Klemmwerkzeugen
zum Erfassen und Abtrennen der Abfallteile (6) im Zusammenwirken mit den Ausbrechwerkzeugen,
dadurch gekennzeichnet, daß
- das Klemmwerkzeug als flächenhaftes Element (16) ausgebildet ist,
- das die Öffnungen (12) der Matrizenplatte (11) übergreifend mit seiner Oberfläche
an die Matrizenplatte (11) andrückbar und
- mit den Ausbrechwerkzeugen über die Abfallteile (6) zum Ausbrechen derselben in
Wirkverbindung bringbar ist.
21. Klemmwerkzeug nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß es gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 2 - 19 weitergebildet ist.
22. Verfahren zum Ausbrechen von Zuschnittabfällen beim Stanzen von Karton in einem Stanzautomaten,
- mit einer Matrizenplatte (11), deren Öffnungen (12) geringfügig größer als die auszubrechenden
Abfallteile (6) sind,
- und mit oberhalb der Matrizenplatte (11) angeordneten, taktweise senkrecht bewegbaren
Ausbrechwerkzeugen,
- sowie mit unterhalb der Matrizenplatte (11) taktweise senkrecht bewegbaren Klemmwerkzeugen
zum Erfassen und Abtrennen der Abfallteile (6) im Zusammenwirken mit den Ausbrechwerkzeugen,
dadurch gekennzeichnet,
- daß die Abfallteile (6) an ihrer Oberseite durch die Ausbrechwerkzeuge und an ihrer
Unterseite von einem als flächenhaftem, ein- oder mehrteiligen Element (16) ausgebildeten,
die Öffnungen (12) der Matrizenplatte (11) übergreifenden Klemmwerkzeug erfaßt und
- beim Abwärtshub des Arbeitstaktes zwischen den gemeinsam mit dem Element (16) nach
unten bewegten Ausbrechwerkzeugen und der Oberfläche des Elements (16) geklemmt bleiben
und
- zum Ausbrechen nach unten transportiert, freigegeben und ausgetragen werden.
23. Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmung des Abfallteils (6) zwischen dem Ausbrechwerkzeug und dem Klemmwerkzeug
nur während des Abwärtshubes des Arbeitstaktes bewirkt und ggfs. noch vor Erreichen
des unteren Totpunktes aufgehoben wird zum alsbaldigen Austragen des Abfallteils (6).
1. Device for breaking away blank cuttings during the cutting out of cardboard in an
automatic cutting press,
- with a matrix (11), whose openings (12) are slightly larger than the cuttings (6)
to be broken away,
- and with cyclically vertically movable breaking away tools positioned above the
matrix (11),
- as well as with cyclically vertically movable clamping tools below the matrix (11)
for gripping and separating the cuttings (6) in conjunction with the breaking away
tools, characterized in that
- the clamping tool is constructed as a flat element (16),
- engaging over the openings (12) of the matrix (11) with its surface it can be pressed
onto said matrix (11) and
- is operatively connectable with the breaking away tools over the cuttings (6) for
breaking away the latter.
2. Device according to claim 1, characterized in that the element (16) is in one or more
parts and has a flat, elastic covering layer (17).
3. Device according to claim 2, characterized in that the flat, elastic covering layer
(17) is made from foam with a smooth surface.
4. Device according to claim 2 or 3, characterized in that the elastic covering layer
(17) for supporting the cuttings (6) on pressing on the matrix (11) curves in with
outward curves (17a) into the openings (12) of the matrix (11) until engagement takes
place with the lower face of the cuttings (6) for jamming, entraining and breaking
out the cuttings (6) jamed between the breaking away tools and the outward curves
(17a).
5. Device according to one of the claims 1 to 4, characterized in that the element (16)
in multipart construction comprises rotary clamping segments (16a) forming a cohesive,
planar surface on the matrix (11) in a starting position, for the cyclic production
of openings in the clamping face between the clamping segments (16a) spaced from the
matrix (11) and for ejecting the cuttings (6) for the removal thereof from the breaking
away station.
6. Device according to one of the claims 1 to 5, characterized in that the clamping tool
forming a planar clamping and supporting face comprises clamping segments (16a) provided
on all sides with the elastic covering layer (17), cross-sectionally assuming the
shape of an equilateral triangle and rotatable about the longitudinal axis with the
cycle of the downward movement of the receiving frame (3) by an angle of e.g. 60 or
90° or more.
7. Device according to one of the claims 1 to 5, characterized in that the clamping tool
is formed from plate-like clamping segments rotatable about the longitudinal axis
in the cycle of the upward and downward movement of the receiving frame (3) and closely
engaging for forming a through clamping face in the starting position.
8. Device according to claim 7, characterized in that the plate-like clamping segments
are covered on all sides with the elastic covering layer and in a working cycle are
in each case rotatable by 180°, namely by in each case 90° during the down stroke
and the up stroke.
9. Device according to claim 7, characterized in that the plate-like clamping segments
are covered on one side with the elastic covering layer and in each working cycle
can be tilted backwards and forwards by a given angle α.
10. Device according to claim 9, characterized in that the angle α is at least 90°.
11. Device according to one of the claims 1 to 8, characterized in that for driving the
rotary clamping segments on the receiving frame (3) for the clamping tool is provided
a motor driven gear controlled synchronously with the drive system of the automatic
cutting press for the down or up stroke of the receiving frame (3) and connected with
the rotary mounted clamping segments for the driving thereof.
12. Device according to claim 9 or 10, characterized in that for producing the tilting
movement of the plate-like clamping segments provided on one side with the elastic
covering layer a drive bringing about a reciprocating tilting movement in the machine
cycle is provided.
13. Device according to one of the claims 1 to 4, characterized in that in a multipart
construction of the clamping tool constructed as a flat element (16) mutually displaceable
clamping segments are provided for the cyclic release of openings.
14. Device according to claim 1, characterized in that the clamping tool is provided with
mechanical or pneumatic means for removing the broken away cuttings (6) from the surface
of the flat element (16).
15. Device according to claim 14, characterized in that the clamping tool is constructed
as a belt conveyor with an elastic covering layer, which can be raised and lowered
cyclically and synchronously with the breaking away tools and with a conveying direction
at right angles to the device transporting direction.
16. Device according to claim 14, characterized in that air nozzles are so arranged and
cyclically subject to the compressed air that they blow off the broken away cuttings.
17. Device according to one of the preceding claims 1 and 5 to 16, characterized in that
the clamping tool is constructed as a completely elastic or elastically mounted, one
or multiple-part, flat element with a fixed, non-elastic surface.
18. Device according to one of the preceding claims 1 and 5 to 16, characterized in that
the clamping tool is constructed as a one or multiple-part, flat element with a non-elastic
surface, whereas the breaking away tools constructed as breaking away shafts are elastically
mounted in the breaking away direction.
19. Device according to one or more of the preceding claims, characterized in that the
matrix (11), breaking away tool and clamping tool are in each case located in a slide-in
frame (1, 2, 3).
20. Clamping tool for a device for breaking away blank cuttings during the cutting out
of cardboard in an automatic cutting press,
- with a matrix (11), whose openings (12) are slightly larger than the cuttings (6)
to be broken away,
- and with cyclically vertically movable breaking away tools positioned above the
matrix (11),
- as well as with cyclically vertically movable clamping tools below the matrix (11)
for gripping and separating the cuttings (6) in conjunction with the breaking away
tools,
characterized in that
- the clamping tool is constructed as a flat element (16),
- engaging over the openings (12) of the matrix (11) with its surface it can be pressed
onto said matrix (11) and
- is operatively connectable with the breaking away tools over the cuttings (6) for
breaking away the latter.
21. Clamping tool according to claim 20, characterized in that it is further developed
according to one or more of the claims 2 to 19.
22. Process for breaking away blank cuttings during the cutting out of cardboard in an
automatic cutting press,
- with a matrix (11), whose openings (12) are slightly larger than the cuttings (6)
to be broken away,
- and with cyclically vertically movable breaking away tools positioned above the
matrix (11),
- as well as with cyclically vertically movable clamping tools below the matrix (11)
for gripping and separating the cuttings (6) in conjunction with the breaking away
tools,
characterized in that
- the top surface of the cuttings (6) are engaged by the breaking away tools and the
bottom surface by a clamping tool engaging over the openings (12) of the matrix (11)
and constructed as a flat, one or multiple-part element (16) and
- during the down stroke of the working cycle remains jammed between the breaking
away tools moved down jointly with the element (16) and the surface of said element
(16) and
- for breaking away is transported downwards, released and discharged.
23. Process according to claim 22, characterized in that the jamming of the cuttings (6)
between the breaking away tool and the clamping tool is only brought about during
the down stroke of the working cycle and is optionally cancelled out before reaching
the bottom dead centre for the immediate discharge of the cuttings (6).
1. Dispositif pour détacher des rognures de découpage lors du découpage de carton dans
une machine automatique pour découper,
- avec une plaque de matrice (11), dont les ouvertures (12) sont légèrement plus grandes
que les rognures (6) à détacher,
- et avec des outils pour détacher placés au-dessus de la plaque de matrice (11),
mobiles verticalement de manière cadencée
- ainsi qu'avec des outils de serrage mobiles verticalement de manière cadencée au-dessous
de la plaque de matrice (11) pour saisir et séparer les rognures (6) en action concourante
avec les outils pour détacher, caractérisé en ce que
- l'outil de serrage est configuré comme un élément en surface (16)
- qui peut être pressé avec sa face supérieure contre la plaque de matrice (11) en
recouvrant les ouvertures (12) de la plaque de matrice (11) et
- qui peut être amené en relation opérationnelle avec les outils pour détacher au-dessus
des rognures (6) pour détacher celles-ci.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément (16) est en une
ou plusieurs parties et présente une couche de couverture (17) étendue, élastique.
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que la couche de couverture
(17) étendue, élastique est en mousse alvéolaire avec une surface lisse.
4. Dispositif selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que la couche de couverture
(17) élastique se voûte, lors de l'appui des rognures (6) lors de la pression contre
la plaque de matrice (11), avec des évidements cintrés (17a) dans les ouvertures (12)
de la plaque de matrice (11) jusqu'à l'appui contre la face inférieure des rognures
(6) pour serrer, entraîner et détacher les rognures (6) serrées entre les outils pour
détacher et les évidements cintrés (17a).
5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'élément (16),
lorsqu'il est réalisé en plusieurs parties, est composé de segments de serrage (16a)
rotatifs, qui forment, dans une position de départ contre la plaque de la matrice
(11), une surface plane continue pour la production cadencée d'ouvertures dans la
surface de serrage entre les segments de serrage (16a) à un écart de la plaque de
matrice (11) et pour rejeter les rognures (6) pour les éliminer du poste pour détacher.
6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'outil de
serrage, qui forme une surface plane de serrage et d'appui, est constitué de segments
de serrage (16a) couverts de tous les côtés par la couche de couverture (17) élastique,
qui prennent en section la forme d'un triangle équilatéral, rotatifs respectivement
d'une valeur angulaire de, par exemple, 60° ou 90° ou plus, autour de leur axe longitudinal
selon la cadence du mouvement de descente du cadre de logement (3).
7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'outil de
serrage est formé par des segments de serrage de type plaque adjacents de manière
serrée en position de départ pour former une surface de serrage continue, rotatifs
autour de leur axe longitudinal selon la cadence du mouvement de montée et de descente
du cadre de logement (3).
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que les segments de serrage
de type plaque sont couverts de tous les côtés par la couche de couverture élastique
et sont rotatifs respectivement de 180° dans un cycle de travail, à savoir lors de
la course de descente et lors de la course de montée de 90° respectivement.
9. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que les segments de serrage
de type plaque sont couverts d'un côté par la couche de couverture élastique et peuvent
être basculés en va-et-vient autour d'un certain angle α dans chaque cycle de travail.
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que l'angle α est d'au moins
90°.
11. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que pour l'entraînement
des segments de serrage rotatifs sur le cadre de logement (3) pour l'outil de serrage,
il est prévu un engrenage entraîné par un moteur, commandé de manière synchrone avec
le système d'entraînement de la machine automatique pour découper pour la course de
descente ou la course de montée du cadre de logement (3), qui est relié aux éléments
de serrage positionnés rotatifs pour leur entraînement.
12. Dispositif selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que pour générer le mouvement
de basculement des segments de serrage du type plaque, recouverts d'un côté par la
couche de couverture élastique, il est prévu un entraînement qui provoque un mouvement
de basculement en va-et-vient selon la cadence de la machine.
13. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que, lorsque l'outil
de serrage, qui est configuré comme un élément étendu (16), est réalisé en plusieurs
parties, il est prévu des segments de serrage coulissants l'un contre l'autre pour
dégager de manière cadencée des ouvertures.
14. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'outil de serrage est
prévu avec des moyens mécaniques ou pneumatiques pour enlever les rognures (6) détachées
de la surface de l'élément étendu (16).
15. Dispositif selon la revendication 14, caractérisé en ce que l'outil de serrage est
configuré comme une bande transporteuse avec une couche de couverture élastique qui
peut être levée et abaissée de manière cadencée synchrone avec les outils pour détacher
avec un sens de transport orienté transversalement par rapport au sens de transport
du dispositif.
16. Dispositif selon la revendication 14, caractérisé en ce que des tuyères à air sont
placées et peuvent être alimentées en air comprimé de façon cadencée de telle manière
qu'elles soufflent les rognures détachées.
17. Dispositif selon l'une des revendications précédentes 1 et 5 à 16, caractérisé en
ce que l'outil de serrage est configuré comme un élément étendu en une ou plusieurs
parties, élastique dans son ensemble ou positionné de manière élastique, avec une
surface solide, non élastique.
18. Dispositif selon l'une des revendications précédentes 1 et 5 à 16, caractérisé en
ce que l'outil de serrage est configuré comme un élément étendu en une ou plusieurs
parties avec une surface non élastique, tandis que les outils pour détacher, configurés
comme des pointes à détacher, sont positionnés élastiquement dans le sens du détachement.
19. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en
ce que la plaque de matrice (11), l'outil pour détacher et l'outil de serrage sont
placés respectivement dans un cadre à insérer (1, 2, 3).
20. Outil de serrage pour un dispositif de serrage pour détacher des rognures de découpage
lors du découpage de carton dans une machine automatique pour découper,
- avec une plaque de matrice (11), dont les ouvertures (12) sont légèrement plus grandes
que les rognures (6) à détacher,
- et avec des outils pour détacher placés au-dessus de la plaque de matrice (11),
mobiles verticalement de manière cadencée
- ainsi qu'avec des outils de serrage mobiles verticalement de manière cadencée au-dessous
de la plaque de matrice (11) pour saisir et séparer les rognures (6) en action concourante
avec les outils pour détacher,
caractérisé en ce que
- l'outil de serrage est configuré comme un élément en surface (16)
- qui peut être pressé avec sa surface contre la plaque de matrice (11) en recouvrant
les ouvertures (12) de la plaque de matrice (11) et
- qui peut être amené en relation opérationnelle avec les outils pour détacher au-dessus
des rognures (6) pour détacher celle-ci.
21. Outil de serrage selon la revendication 20, caractérisé en ce qu'il est perfectionné
selon l'une ou plusieurs des revendications 2 à 19.
22. Procédé pour détacher des rognures lors du découpage de carton dans une machine automatique
pour découper,
- avec une plaque de matrice (11), dont les ouvertures (12) sont légèrement plus grandes
que les rognures (6) à détacher,
- et avec des outils pour détacher placés au-dessus de la plaque de matrice (11),
mobiles verticalement de manière cadencée
- ainsi qu'avec des outils de serrage mobiles verticalement de manière cadencée au-dessous
de la plaque de matrice (11) pour saisir et séparer les rognures (6) en action concourante
avec les outils pour détacher,
caractérisé en ce que
- les rognures (6) sont saisies sur leur face supérieure par les outils pour détacher
et sur leur face inférieure par un outil de serrage configuré comme un élément (16)
en surface en une ou plusieurs parties qui recouvre les ouvertures (12) de la plaque
de matrice (11)
- et, lors de la course de descente de la cadence de travail, restent serrées entre
les outils pour détacher déplacés vers le bas ensemble avec l'élément (16) et la surface
de l'élément (16)
- et, pour le détachement, sont transportées ves le bas, dégagées et évacuées.
23. Procédé selon la revendication 22, caractérisé en ce que le serrage de la rognure
(6) entre l'outil pour détacher et l'outil de serrage n'est provoqué que pendant la
course de descente de la cadence de travail et, le cas échéant, est supprimé déjà
avant d'atteindre le point mort inférieur pour la prompte évacuation de la rognure
(6).

