[0001] Die Erfindung betrifft eine federnde Schienenbefestigung mit einer elastischen Zwischenlage.
[0002] Moderne Schienenbefestigungen auf Schwellen eines Eisenbahngleises werden in der
Regel mit Zwischenlagen zwischen dem Schienenfuß und der Schwelle ausgestattet, um
einen elastischen Zuglauf zu gewährleisten. Dabei spielt es keine Rolle, ob Betonschwellen,
z.B. der jetzt üblichen Größe B 70 oder Holz- oder Stahlschwellen, als Trogschwelle
oder Y-Schwelle mit zwei Auflagern pro Schwelle für jede Schiene, eingesetzt werden.
[0003] In der Regel werden die Schienen zudem elastisch verspannt durch Federelemente, die
auf den Schienenfuß wirken und ihrerseits durch Schrauben oder Ösen an dem Auflager,
den Schwellen oder auch einem Brückenunterbau oder sonstigen festen Untergründen,
verankert sind. Eine derartige federnde Befestigungsanordnung für Schienen auf Schwellen
mit elastischer Zwischenlage ist in der DE-A 32 43 895 für ein Gleis in Schotterbettung
offenbart.
[0004] Für höhenverstellbare Schienenbefestigungen, insbesondere anzuwenden bei einem schotterlosen
Oberbau, sind ebenfalls derartige elastische Zwischenlagen bekannt (DE-A 26 00416),
die zugleich eine elektrische Isolierwirkung haben können, sofern die Verspannung
auf dem Auflager selbst gegenüber der Schiene isoliert ist. Ansonsten ist die Verspannung
separat mit einer Isolierung zu versehen. Die seitliche Schienenführung wird in der
Regel durch Winkelführungsplatten gewährleistet, die ihrerseits aus Kunststoff oder
Stahl bestehen können.
[0005] Anstelle derartiger Winkelführungsplatten und einer Verschraubung, die auf ein den
Schienenfuß haltendes Federlement drückt, kann auch das Federelement selbst in einem
besonderen Auflager, z.B. einer Rippenplatte, arretiert sein und den Schienenfuß auf
der Rippenplatte halten. In einer derartigen für schotterlosen Oberbau bestimmten
Schienenbefestigung gemäß CH 396 960 ist als elastische Schienenunterlage eine Gummiplatte
gewählt worden, die sowohl zur Schienenfußseite als auch zur Auflagerseite mit einer
durchgehenden Rillenprofilierung in Schienenlängsrichtung ausgestattet ist. Dadurch
soll der Gummizwischenplatte offensichtlich eine erhöhte Elastizität gegeben werden,
obwohl dies in der CH-Patentschrift nicht offenbart ist.
[0006] Aus der DE-AS 1 014 139 ist neben einer zweiseitigen auch eine einseitig mit einem
Netzwerk von Kompressionsflächen mit integrierten Kompressionspunkten versehene Zwischenlage
aus Gummi bekannt, die als zylindrische oder eckige Säulen aus einer Vertiefungsfläche
ragen. Diese Zwischenlage soll als Endlos-Band, gegebenenfalls mit Randleiste, gefertigt
werden und vor Ort zugeschnitten werden. Ein spezifischer Anwendungszweck oder sonstige
Materialkennwerte sind nicht offenbart.
[0007] Aus der DD-PS 64 820 und der DE-A 23 47 991 sind Zwischenlagen aus Gummi oder Pappelholz
bzw. aus Gummi oder nicht näher spezifiziertem Kunststoff bekannt, die auf der der
Schwelle zugewandten Seite mit Rillen zur Veränderung der Federsteifigkeit versehen
sind.
Dabei ist das Konstruktionsprinzip, daß die Zwischenlage in Schienenlängsrichtung
nachgiebiger/weniger steif ist, als in Querrrichtung. Es soll so die Kantenpressung
an der Schwelle verringert werden, um die Zwischenlage nicht zu zerstören. Damit heben
beide Veröffentlichungen auf ein dem Gummi oder Pappelholz spezifisches Problem ab.
[0008] Aus der Praxis ist eine Vielzahl weiterer Schienenunterlagen bekannt, die aus Polyethylen
oder Polyurethan, also thermoplastischen Kunststoffen, bestehen, wobei die Kompressionsflächen,
d.h. die Oberflächen der Zwischenlage, die dem Auflager oder dem Schienenfuß zugewandt
sind, glattflächig sein können oder auch - von der Schienenfußseite her - mit einer
Profilierung versehen sein können.
[0009] Es hat sich herausgestellt, daß derartige elastische Zwischenlagen aus den genannten
Materialien für den jeweiligen speziellen Einsatzfall konstruiert oder in ihrer Materialkomposition
speziell modifiziert werden müssen, um der Forderung nach ruhigem Lauf des Zuges,
geringer Schallemission in die Umgebung und möglichst konstanten Federeigenschaften
bei hohen und niedrigen Außentemperaturen zu gewährleisten. Dies ist in der Praxis
jedoch nie optimal gelungen und insbesondere bei Schnellfahrstrecken der Eisenbahn
stellt sich heraus, daß die Elastizität des Gleises unzureichend ist und sich negativ
auf die Lebensdauer sowohl der Fahrbahn als auch der Fahrzeuge auswirkt. Ein besonderer
Nachteil der Zwischenlage nach dem Stand der Technik ist eine extreme Verhärtung bei
Temperaturen von - 20° C und tiefer, die noch verstärkt wird durch sich ansammelnde
Verschmutzung zwischen der Unterfläche des Schienenfußes und der Zwischenlage, insbesondere
wenn die Zwischenlage keine glatte Oberfläche hat. Bedingt durch die heute zu verwendenden
elastischen Schienenbefestigungen und das bei den stabförmigen Querschwellen nicht
vermeidbare Kippen der Schwellen während der Überrollung sowie dem herrschenden Luftsog
kann sich auf der Oberfläche der Zwischenlagen feiner Staub und Wasser ansammeln.
Insbesondere im Winter ist dann durch gefrierendes Wasser und die versteifende Verschmutzung
eine starke Veränderung der Federkennziffern sowohl im statischen als auch dynamischen
Belastungszustand festzustellen. Die zunächst konzipierte federnde Eigenschaft der
Schienenbefestigung wird dadurch negativ in nicht vorhersehbarem Maße verändert.
[0010] Im übrigen ist aus dem Stand der Technik bekannt, daß beim Kippen der Querschwellen
insbesondere Gummizwischenlagen, aber auch übliche Kunststoffzwischenlagen aus Polyurethan
oder Polyethylen, derart gequetscht werden, daß die Zwischenlage zerstört wird. Gleiches
ist für die schwellenseitigen Randbereiche der Zwischenlagen festzustellen, wenn entsprechende
Querkräfte ein Kippen des Schienenfußes verursachen und die Zwischenlage über die
konzipierte Flächenpressung hinaus belasten.
Polyurethan ist zwar prinzipiell als Werkstoff geeignet, jedoch entweder nicht hydrolysebeständig
oder bei entsprechender Modifizierung teuer. Vulkanisierte Gummizwischenlagen können
durch Zerreißen der Molekülvernetzung total zerstört, insbesondere zerquetscht werden.
[0011] Von daher liegt der Erfindung das Problem zugrunde, eine federnde Schienenbefestigung
mit einer elastischen Zwischenlage vorzuschlagen, bei der die umweltbedingten und
belastungsbedingten, zerstörend wirkenden Bedingungen weitestgehend kompensiert werden
können, wobei die Art der elastischen Zwischenlage den speziellen Anwendungsfällen
anpaßbar und preiswert zu fertigen sein soll.
[0012] Das Problem wird erfindungsgemäß gelöst durch die in dem Anspruch 1 angegebenen Merkmale.
Weiterbildende Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen erfaßt.
[0013] Derartige Zwischenlagen sind bei dem herkömmlichen K-Oberbau mit Federring einsetzbar;
entfalten ihre volle Wirkung aber erst bei modernen federnden Schienenbefestigungen,
z.B. dem sogenannten W-Oberbau, mit einer w-förmigen Stahlfeder, die durch eine Verschraubung
an dem Auflager, den Schwellen, fixiert ist und so den Schienenfuß spannt.
[0014] Die neue Zwischenlage vermeidet eine Verschmutzung des Schienenauflagers bzw. das
Eindringen von Wasser in die Spalte zwischen den Schienen und der Schwelle oder dem
festen Untergrund dadurch, daß zur Schienenfußseite hin die Zwischenauflage mit einer
glatten Fläche versehen ist und die Einstellung der für die verschiedenen Anwendungsflächen
variablen Federkennziffer durch eine entsprechende Variation der Kompressionsflächen,
die dem Auflager, der Schwelle, zugewandt sind. Dabei wird die entsprechende Oberfläche
der Zwischenlage mit einer durchgehenden, geschlossenen Randleiste versehen, die eine
Vertiefungsfläche umschließt, aus der sich selbst weitere Kompressionsflächenanteile
in Form kleinflächiger Kompressionspunkte erheben und als Auflagerfläche dienen. Dieser
- mit der Schwelle gebildete - geschlossene Raum wird durch die beim Schienenauflager
übliche Kompression der Randleisten auf Grund von Schienendurchbiegung bzw. Schienenfußverkantung
bei Auftreten entsprechender Vertikal- und Seitenkräfte im wesentlichen dicht gehalten,
so daß sich die Vertiefung nicht durch Luftsog oder ähnliche Umweltbedingungen mit
Wasser oder Schmutz füllen kann.
[0015] Hilfsweise wird die Randleiste quer zur Schienenlängsrichtung durch Dränagekanäle
unterbrochen, die mit den Vertiefungsflächen in Verbindung stehen. Beim Überrollen
der Befestigungspunkte wird die elastische Zwischenlage komprimiert und damit Luft
oder ausnahmsweise eingedrungenes Wasser oder sonstige Fremdkörper aus dem Bereich
der Auflagerfläche verdrängt.
[0016] Die Federsteifigkeit der Zwischenunterlagen, d.h. ihre den spezifischen Bedingungen
angepaßte Federziffer kann durch die Größenwahl und die Anzahl der kleinflächigen
Kompressionspunkte in Kombination mit einer gegebenenfalls variablen Breite der Randleiste
für jeden Einzelfall abgestimmt werden. Als Einzelfall ist hierbei die Art der Unterschwellung,
z.B. Schotterbett oder feste Fahrbahn, sowie das Belastungsspektrum, z.B. einer Schnellfahrstrecke
oder Strecke mit hohen Lasttonnenzahlen (kumulierte überrollende Last), geringe oder
große Kurvenradien und ähnliches anzusehen.
[0017] Dabei wird zunächst davon ausgegangen, daß die Summe der tragenden Kompressionspunkte
innerhalb der Vertiefungsfläche geringer ist als die Hälfte des Flächenanteiles der
Vertiefungsfläche, so daß ein genügend großer Raum bleibt, in dem möglicherweise sich
ansammelnde Verschmutzungen ohne Abstützwirkung gegenüber den sie umgebenden Kompressionsflächen
so lange verbleiben können.
[0018] Die auf die Kompressionspunkte entfallenden Anteile an dem Steifigkeitsverhalten
sowie der Gesamtsteifigkeit kann neben den erwähnten Parametern Größe und Zahl durch
weitere Eigenschaften variiert werden. Dazu gehört die Größenverteilung unterschiedlich
großer Punkte über die Vertiefungsfläche, die Flächenform, z.B. eckig oder rund, die
wirksame Einsenktiefe und das Material.
Aus herstelltechnischen Gründen wird jeder Kompressionspunkt als Kegelstumpf oder
Pyramidenstumpf ausgebildet, d.h. seine bei Belastungsbeginn wirksame Kopffläche ist
kleiner als seine mit der Vertiefungsfläche zusammenfallende Basisfläche. Diese kontinuierlich
mit der Einsenktiefe sich ändernde Flächendifferenz oder die entsprechende Flankensteilheit
der Kompressionspunkte können in die Kalkulation der Federsteifigkeit einbezogen werden.
Insbesondere das Verhältnis zwischen Minimal- und Maximalbelastung der Zwischenlage
sowie deren gewünschte Auswirkungen auf die Federsteifigkeit der gesamten Schienenbefestigung
kann so eingestellt werden. Als Parameter geht in die Federsteifigkeit auch das für
die Zwi-schenlage verwendete Material ein und dessen Verhalten bei den auftretenden
Temperaturen von - 30°C bis + 80°C.
[0019] Bei der Erfindung werden thermoplastische Elastomere aus der Gruppe der unvernetzten
Kautschuke (TPE) und Ethylen-Vinylacetat-Copolymere (PE-Copolymere) eingesetzt. Zur
UV-Stabilisierung wird Ruß zugesetzt.
Berücksichtigt werden in der Regel für die Einstellung der Federsteifigkeit die statistische
Belastung, z.B. bei 50 kN - Sekantensteifigkeit zwischen den Laststufen 18 - 68 kN
- sowie bei Raumtemperatur, und das dynamische Verhalten, z.B. resultierend aus der
Überrollfrequenz durch den Bahnbetrieb. Idealerweise sollte die Federsteifigkeit konstant
sein bei variablen Bedingungen; dies läßt sich aber nicht realisieren. Aus diesen
Gründen wird eine Anpassung an die häufigste verkehrstechnische Belastungen vorgenommen.
[0020] Ein besonderes Problem löst dabei die Erfindung, dem der Stand der Technik bisher
nicht genügend Beachtung geschenkt hat. Seit langem sind Berechnungen der an den Schienenkopf
angreifenden Führungskräfte und vertikalen Belastungskräfte bekannt, deren Resultierendes
als Flächenpressung auf Teile des Schienenauflagers wirken. Die vertikalen Belastungskräfte
resultieren aus dem Gewicht der überrollenden Fahrzeuge, während die horizontal am
Schienenkopf angreifenden Führungskräfte zum kleineren Teil aus dem Sinuslauf der
Fahrzeuge auf dem Gleis und das dadurch bedingte Anschlagen der Spurkränze an den
Schienenkopf, zum größeren Teil durch Fliehkräfte entsprechend einem Bogenradius des
Gleises, dem Gewicht des schwersten Fahrzeuges und der gegebenenfalls vorhandenen
Schienenüberhöhung erzeugt werden. Die Kräfte an einem Schienenauflager können ohne
weiters den Wert von 6 MP erreichen. Je nach Belastungszustand, z.B. langsamfahrendem
oder stehendem Zug bzw. schnellfahrendem Zug hohen Gewichtes in einer engen Kurve
ergibt sich daraus eine Flächenpressung des Schienenfußes, bei gegebener Vorspannung
der Schiene durch die Schienenbefestigungsmittel, von 0 bis etwa 1kN/cm
2. Bei stehendem Zug können an dem Schienenfuß zur Gleismitte hin, beispielsweise bei
der Schiene S 54, bis zu 400 N/cm
2, auf der Gegenseite des Schienenfußes jedoch nur 10 % dieser Belastung auftreten,
bedingt durch die der Schiene zur Gleismitte hin erteilte übliche Neigung von beispielsweise
1 : 40. Die durchgehenden Randleisten an den Schienenfußkanten tragen dieser Belastung
Rechnung, weil dort ein größerer tragender Flächenanteil an der elastischen Zwischenlage
existiert. Ein ähnliches Kompressionsbild für die elastische Zwischenlage ergibt sich
in Schienenlängsrichtung bedingt durch die Schienendurchbiegung und das Spiel in der
elastischen Schienenfußverspannung. Auch hier sorgen die Randleisten homogener Dicke
für eine entsprechende Unterstützung des Schienenfußes.
[0021] Die erfindungsgemäßen Zwischenlagen haben in der Praxis gezeigt, daß sie bei vorhandener
dynamischer Belastung nur geringe Änderungen in den Kennwerten ihrer Elastizität zeigen,
die innerhalb der zulässigen Toleranzen für derartige Schienenlagerungen liegen, und
so ein Zerstören der elastischen Zwischenlage bei den spezifischen Anwendungsfällen
verhindern. Durch die geschlossenen Randleisten wird auch ein Schrägstellen der Schiene
bei größeren seitlichen Führungskräften verhindert, weil die örtlich größere Federsteifigkeit
eine entsprechende Reaktionskraft bewirkt.
[0022] Die Unterseite der Zwischenlage ist an den in Schienenlängsrichtung liegenden Rändern
mit einer Umgriffleiste oder Rippe versehen, die eine formschlüssige Lagesicherung
der Zwischenlage auf der Schwelle bewirkt. Diese Umgriffleiste erstreckt sich vorzugsweise
nicht über die gesamte Breite der Zwischenlage, sondern ist auf eine Länge von 10
- 60 % der Breite der Zwischenlage begrenzt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die Umgriffleiste im Mittelbereich ausgespart
und nur an Ecken der Zwischenlage auf einer Länge von je etwa 20 % der Gesamtbreite
ausgeprägt. Die hat mehrere technische Gründe. So wird eine konzentrierte Materialansammlung
mit entsprechenden fließtechnischen Problemen bei der Fertigung vermieden. Außerdem
läßt sich bei montierter Zwischenlage deren Sitz von der Schwellenseite her einfacher
kontrollieren, da im Mittelbereich der Schienensitz bzw. die Schwellenauflage nicht
verdeckt ist.
[0023] In einer besonderen Ausführungsform für Betonschwellen oder sonstige Schwellen, die
mit Winkelführungsstücken für die Schienenbefestigung versehen sind, weisen die elastische
Zwischenlagen in Schienenquerrichtung eine überstehende Rippe auf, auf die die Winkelführungsstücke
auflegbar sind. Damit wird die elastische Zwischenlage zugleich mit der Verspannung
des Schienenfußes in ihrer Sollage fixiert.
[0024] Bei Praxisversuchen hat sich herausgestellt, daß bei Schotterbettung für Belastungsfrequenzen
> 50 Hz bis über 100 Hz, also insbesondere für den Schnellverkehr der Bahnen, eine
statische Federziffer von etwa 50 kN/mm oder höher bis etwa 90 kN/mm bei Raumtemperatur
günstig ist. Auf fester Fahrbahn wird bei der Deutschen Bahn eine statische Federziffer
von < 30 kN/mm bevorzugt, berechnet für eine Fläche von 148 x 165 mm Referenzgröße
der Zwischenlage, bei den für einen elastischen Zuglauf notwendigen größeren Einsenktiefen
der Zwi-schenlage.
Diese Werte lassen sich mit TPE-Material bei Einsenktiefen von 0,5 - 1 mm (Schotterbettung)
und etwa 2 mm (feste Fahrbahn) gut erreichen. Für höhere Federsteifigkeiten und Einsenktiefen
bis 0,5 mm werden PE-Copolymere bevorzugt, die auf Dauer doppelt so hohe Kennwerte
liefern. Die bisher verwendeten Zwischenlagen nach dem Stand der Technik waren demgegenüber
in der Regel um ein Vielfaches steifer.
[0025] Die unterschiedliche Ausbildung der Flächentragelemente, insbesondere der Kompressionspunkte
innerhalb der Vertiefungsfläche, läßt sich zweckmäßigerweise durch Anordnen einer
auswechselbaren Werkzeugplatte innerhalb des Spritzgußwerkzeuges realisieren. Derartige
Platten können vorrätig gehalten werden für eine unterschiedliche Anzahl von Kompressionspunkten
und/oder unterschiedliche Größen und Formen wie runde oder eckige bzw. pyramidenstumpfförmige
oder kegelstumpfförmige Kompressionspunkte mit unterschiedlicher Flankensteilheit,
auch für unterschiedliche oder gleiche Gesamtoberflächen. Dadurch ist es möglich mit
ein und demselben Werkzeug Zwischenlagen verschiedener Gesamtfedersteifigkeit herzustellen.
[0026] Anhand von schematischen Zeichnungen soll die Erfindung näher erläutert werden. Es
zeigen
- Fig. 1
- eine federnde Schienenbefestigung des W-Oberbaues mit elastischer Zwischenlage im
Teilschnitt;
- Fig. 2
- eine Draufsicht gemäß Ansicht A in Fig. 1 auf die elastische Zwischenlage;
- Fig. 3
- einen Schnitt B - B gemäß Fig. 2 durch eine elastische Zwischenlage;
- Fig. 4
- eine zweite Ausführungsform einer Zwischenlage gemäß Ansicht A in Fig. 1.
[0027] Auf einer Betonschwelle 6 der Kategorie B 70, ist eine Schiene 1 der Größe UIC 60
mit einer Neigung 1:40 zur Gleismitte (nach links) an ihrem Befestigungspunkt dargestellt.
(Fig. 1) Der Fuß 2 der Schiene 1 wird durch Winkelführungsplatten 5 in seitlicher
Richtung und von oben durch eine federnde Schienenbefestigung 4 gespannt. Zwischen
der Auflagerfläche 21 der Betonschwelle 6 und der Schienenfußsohle 3 ist eine elastische
Zwischenlage 8 angeordnet, deren seitliche Rippen 7, 9 durch Winkelführungsstücke
5 gehalten werden.
[0028] Die Unteransicht (Pfeil A) der elastischen Zwischenlage ist in Fig. 2 dargestellt.
Die nichtdargestellte Oberseite der elastischen Zwischenlage ist plan und hat daher
vollständigen Kontakt mit der Schienenfußsohle 3.
Die elastische Zwischenlage 8 weist innerhalb einer weitestgehend geschlossenen Randleiste,
in Schienenlängsrichtung mit den Teilen 12, 13 und Schienenquerrichtung mit den Teilen
10, 11 auf, die eine Vertiefungsfläche 17 umschließen. Innerhalb der Vertiefungsfläche
17 sind 42 Kompressionspunkte 18, die sich als Erhebungen innerhalb der Vertiefungsfläche
17 darstellen, angeordnet. Die gesamte Kompressionsfläche zwischen der Schienenfußsohle
3 und der nichtdargestellten Schwelle 6 ergibt sich also aus der Flächensumme der
Randleisten 10 - 13 und der Summe der Flächen der Kompressionspunkte 18. Als Material
für die Zwischenlage wurde ein thermoplastisches unvernetztes Elastomer verwendet.
Die erreichte Federkennziffer bei einer Abmessung der Zwischenlage von nominell 165
x 148 mm und einer Gesamtdicke von 7 mm und einer Vertiefung von 5 mm ist in diesem
Fall ca. 60 kN/mm bei Raumtemperatur. An einer Seite der Vertiefungsfläche sind quer
durch die Randleiste 10 Dränagekanäle 20, 22 geführt, die es ermöglichen Luft und/oder
Wasser, das in die Vertiefungsfläche geraten ist, bei Kompression der elastischen
Zwischenlage aus der Vertiefungsfläche 17 zu drücken. Die Dränagekanäle 20, 22 sind
quer zur Schiene angeordnet, damit der Sog durch überrollende Fahrzeuge kein Staub
oder Wasser in die Vertiefungsfläche eintragen kann. Bei Bedarf können weitere Dränagekanäle
z.B. an der gegenüberliegenden Randleiste angeordnet werden. Die Rippen 15, 40 umgreifen
mit ihren Radien 16 den Schwellenkörper 6 und sorgen so für eine formschlüssige Arretierung
der elastischen Zwischenlage 8 in Schienenlängsrichtung. In Schienenquerrichtung,
d.h. auf der Oberfläche 21 der Schwelle 6 werden die seitlichen Randleisten 10, 11
durch Rippen 9, 7 überragt, die gemäß Darstellung in Fig. 1 - unter den Winkelführungsstücken
5 geklemmt werden können. Die geschützt liegenden Felder 23 dienen der Kennzeichnung
des Herstellers und Fabrikationsdatums der Zwischenlage.
[0029] Fig. 3 zeigt einen Schnitt B-B gemäß Fig. 2, der zum Teil durch die Randleiste 13
und die Vertiefungsfläche 17 mit den Noppen 18 führt und dann (rechts Teilbild) eine
Seitenansicht der elastischen Zwischenlage 8 dargestellt. Die Rippen 14, 15 mit den
Radien 16 dienen der Anlage an die Schwelle. Von der Randleiste 13 aus erstreckt sich
die Vertiefung 17, aus der pyramidenstumpfförmige Kompressionspunkte 18 mit schräger
Flanke 19 hervorragen. Die Rippe 9 vor der Randleiste 10 dient der Fixierung der elastischen
Zwischenlage, während der Dränagekanal 22 von der äußeren Kante der Randleiste 10
bis zur Vertiefungsfläche 17 innerhalb der elastischen Zwischenlage reicht.
[0030] Fig. 4 zeigt eine zweite Ausführungsform einer Zwischenlage 25 analog Fig. 2, ebenfalls
in der Lage der Ansicht A gemäß Fig. 1. Anstelle der Kompressionspunkte 18 sind hier
unterschiedlich große Kompressionspunkte 34, 30 als Kegelstümpfe über die Vertiefungsfläche
37 verteilt. Die aus PE-Copolymeren gefertigte Zwischenlage 25 weist ansonsten ebenfalls
durchgehende Randleisten 28, 29 zur Stützung der Schienenfußkanten und verstärkte,
verbreiterte Randleisten 26, 27 zur Verringerung der spezifischen Kantenpressung der
Zwischenlage auf. Die Umgriffleisten 24 sind hier auf ein Minimum zur Fixierung der
Zwischenlage auf der Schwelle reduziert, um beispielsweise eine fertigungstechnisch
unerwünschte Materialhäufung weitgehendst zu vermeiden. Die Kompressionspunkte 30,
34 haben eine gegenüber ihrer Basisfläche 33, 35 verringerte Kopffläche 31, 37 so
daß sich eine schräge Flanke 32, 36 ergibt.
Bei Belastung der Kopffläche 31, 37 vergrößert sich diese entsprechend dem Flankenwinkel
und dem Kompressionsweg bzw. der Einsenktiefe der nicht dargestellten Schiene. Das
Maß der Einsenkung, bei vorgegebener Belastung und nomineller gesamter Kompressionsfläche,
läßt sich also auch durch den Flankenwinkel einstellen oder damit die Federsteifigkeit
beeinflussen.
Mit der Größe der Kopfflächen 31, 37, Anzahl und Verteilung der Kopfflächen über die
Zwischenlage 25 sind weitere Parameter zur Einstellung der Steifigkeit der Schienenbefestigung
gegeben, wobei die Federkennlinie bei Verwendung kegeliger Kompressionspunkte relativ
linear und bei pyramidenförmigen Punkten progressiv verläuft.
1. Federnde Schienenbefestigung mit einer elastischen Zwischenlage, angeordnet zwischen
einem Schienenfuß und einem harten Auflager, bei der eine Oberfläche eine Profilierung
aufweist und die Verspannung des Schienenfußes durch ein Federelement bewirkt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß nur die dem Auflager (6) zugewandte Oberfläche (21) der
Zwischenlage mit geschlossener Randleiste (10-14; 26-29) ausgebildet ist, die eine
Vertiefungsfläche (17, 37) umschließt, aus der eine Vielzahl einzelner kleinflächiger
Kompressionspunkte (18, 30, 34) hervorragen, wobei die Randleiste und die Kompressionspunkte
zu komprimierende federnde Flächenteile bilden.
2. Schienenbefestigung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Federsteifigkeit
der Zwischenlage durch eine Veränderung der Größe der jeweils wirksamen Kompressionsfläche
(21, 31, 37), insbesondere der Kompressionspunkte (18, 30, 34), änderbar ist.
3. Schienenbefestigung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungsfläche
(17) der Zwi-schenlage mit mindestens einem Dränkanal (20, 22) in der Randleiste (10,
11) verbunden ist.
4. Schienenbefestigung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Summe der Flächen der Kompressionspunkte (18, 30, 34) der Zwischenlage geringer
als die Hälfte der Vertiefungsfläche (17,37) ist.
5. Schienenbefestigung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch Kompressionspunkte
(18, 30, 34) deren Kopffläche (31, 37) kleiner als ihre Basisfläche (33, 35) ist.
6. Schienenbefestigung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Randleisten (10 -14; 26 -29) der Zwischenlage mit Rippen (7, 9, 14, 15, 24)
zur form- oder kraftschlüssigen Fixierung auf dem Auflager (6) versehen sind.
7. Schienenbefestigung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß als Material für die Zwischenlage (8, 25) ein thermoplastisches Elastomer (TPE)
aus Gruppe der unvernetzten Kautschuke oder ein Ethylen-Vinylacetat-Copolymer (PE-Copolymer)
verwendet wird.
8. Schienenbefestigung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die statische Federziffer
der Zwischenlage etwa 20 bis 70 kN/mm bei Verwendung von TPE und etwa 130 kN/mm bei
Verwendung von PE-Copolymeren bei Raumtemperatur beträgt, für eine Belastungsfrequenz
von > 50 Hz, vorzugsweise > 100 Hz.
9. Schienenbefestigung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die statische Federziffer
der Zwischenlage < 30 kN/mm bei Verwendung von TPE und etwa 70 kN/mm bei der Verwendung
von PE-Copolymer bei Raumtemperatur beträgt für eine Belastungsfrequenz von < 40 Hz.
1. Resilient rail fastening device with an elastic intermediate layer, located between
a rail foot and a hard support, in which one surface is profiled, and the rail foot
is clamped by a spring member, characterised in that only the surface (21) of the
intermediate layer facing the support (6) is formed with a closed lateral strip (10-14;
26-29) which surrounds a recess surface (17, 37) from which a plurality of individual
small-area compression points (18,30,34) project, the lateral strip and the compression
points forming surface portions to be compressed.
2. Rail fastening device according to claim 1, characterised in that the resilient rigidity
of the intermediate layer may be altered by altering the size of the respectively
active compression surface (21,31,37), particularly of the compression points (18,30,34).
3. Rail fastening device according to claim 1 or 2, characterised in that the recess
surface (17) of the intermediate layer is connected to at least one drain channel
(20,22) in the lateral strip (10,11).
4. Rail fastening device according to one of claims 1 to 3, characterised in that the
sum of the areas of the compression points (18,30,34) of the intermediate layer is
less than half the recess surface (17,37).
5. Rail fastening device according to one of claims 1 to 4, characterised by compression
points (18,30,34) whose head area (31,37) is smaller than their base area (33,35).
6. Rail fastening device according to one of the preceding claims, characterised in that
the lateral strips (10-14; 26-29) of the intermediate layer are provided with ribs
(7,9,14,15,24) for positive or frictional fixing on the support (6).
7. Rail fastening device according to one of the preceding claims, characterised in that
there is used as a material for the intermediate layer (8,25) a thermoplastic elastomer
(TPE) from the group of non-crosslinked rubbers, or an ethylene vinyl acetate copolymer
(PE copolymer).
8. Rail fastening device according to claim 7, characterised in that the static resilience
number of the intermediate layer is roughly 20 to 70 kN/mm when TPE is used, and roughly
130 kN/mm when PE copolymers are used at ambient temperature, for a loading frequency
of > 50 Hz, preferably > 100 Hz.
9. Rail fastening device according to claim 8, characterised in that the static resilience
number of the intermediate layer is < 30 kN/mm when TPE is used, and roughly 70 kN/mm
when PE copolymer is used at ambient temperature, for a loading frequency of < 40
Hz.
1. Fixation élastique pour rails, comportant une couche intermédiaire élastique, disposée
entre un patin du rail et un support dur, dans laquelle une surface supérieure présente
un profilage et dans laquelle la déformation du patin du rail est opérée par un élément
élastique, caractérisée en ce que seule la surface supérieure (21) de la couche intermédiaire
face au support (6) est réalisée avec un rebord fermé (10-14 ; 26-29) qui entoure
une surface en forme de creux (17, 37) d'où dépassent de multiples points de compression
(18, 30, 34) individuels et de petite surface, le rebord et les points de compression
formant des parties de surface élastiques à comprimer.
2. Fixation pour rails selon la revendication 1, caractérisée en ce que la raideur élastique
de la couche intermédiaire peut être modifiée par une modification de la dimension
de la surface de compression (21, 31, 37) respectivement active, notamment des points
de compression (18, 30, 34).
3. Fixation pour rails selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisée en
ce que la surface en forme de creux (17) de la couche intermédiaire est assemblée
avec au moins un canal de drainage (20, 22) dans le rebord (10, 11).
4. Fixation pour rails selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée
en ce que la somme des surfaces des points de compression (18, 30, 34) de la couche
intermédiaire est inférieure à la moitié de la surface en forme de creux (17, 37).
5. Fixation pour rails selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée
par des points de compression (18, 30, 34) dont la surface du sommet (31, 37) est
plus petite que la surface de la base (33, 35).
6. Fixation pour rails selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée
en ce que les rebords (10 - 14 ; 26 - 29) de la couche intermédiaire sont dotés de
nervures (7, 9, 14, 15, 24) pour la fixation par serrage ou par coopération de forme
sur le support (6).
7. Fixation pour rails selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée
en ce que le matériau utilisé pour la couche intermédiaire (8, 25) est un élastomère
thermoplastique (TPE) du groupe de caoutchouc non réticulé ou un copolymère éthylène
acétate de vinyle (copolymère PE).
8. Fixation pour rails selon la revendication 7, caractérisée en ce que la raideur en
statique du ressort de la couche intermédiaire est environ de 20 à 70 kN/mm lors de
l'utilisation de TPE et environ de 130 kN/mm lors de l'utilisation de copolymère PE,
à température ambiante, pour une fréquence de charge > 50 Hz, de préférence > 100
Hz.
9. Fixation pour rails selon la revendication 8, caractérisée en ce que la raideur en
statique du ressort de la couche intermédiaire est < 30 kN/mm lors de l'utilisation
de TPE et environ de 70 kN/mm lors de l'utilisation de copolymère PE, à température
ambiante, pour une fréquence de charge < 40 Hz.