[0001] Die Erfindung betrifft eine Einbau-Armatur zur höhenverstellbaren Anbringung einer
Handbrause gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Eine solche Einbau-Armatur ist durch die deutsche Gebrauchsmusterschrift 1812193
bekannt. Es ist weiterhin bekannt, daß gebräuchliche Brausegarnituren regelmäßig aus
einer Handbrause, einem Brauseschlauch sowie einer Wandstange, auf der ein stufenlos
verstellbarer und arretierbarer Handbrausehalter angebracht ist, bestehen. Die Wandstange
wird durch Abstandhalter parallel zur Wand meistens lotrecht angebracht. Die oben
und unten an der Wandstange befestigten Abstandhalter weisen je einen Montagesockel
auf. Diese Sockel werden regelmäßig mittels je zwei Schrauben und entsprechenden Dübeln
an der Seitenwand befestigt. Der auf der gesamten Länge der Wandstange frei bewegliche
und stufenlos arretierbare Handbrauseträger ist mit einer Aufnahmevorrichtung für
die Handbrause versehen.
[0003] Bei den heute gebräuchlichen Brausegarnituren werden zahlreiche unterschiedliche
Systeme verwendet, die sich im wesentlichen durch unterschiedliche Handbrause-Aufnahme/Verstellmechanismen
und Arretiervorrichtungen auszeichnen. Gemeinsam haben alle diese Systeme, die meist
rund oder viereckig ausgeformte Wandstangen von unterschiedlicher Länge. Nachteilig
ist beim Wandstangen-System, daß die Reinigung der Wandfliesen erschwert ist. So ist
z.B. der Einsatz eines Gummischabers zur schnellen und gründlichen Fliesenreinigung
beim Wandstangen-System nur sehr bedingt möglich. Auch kommt es vor, daß sich duschende
Personen an der Wandstange stoßen..
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Einbau-Armatur zu schaffen,
die den gestellten hygienischen Anforderungen gerecht wird.
[0005] Diese Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Einrichtung durch die kennzeichnenden
Merkmale des Anspruch 1 gelöst.
[0006] Vorteilhaft erscheint zunächst die kreisrunde Querschnittsform der Hohlschiene. Im
Interesse kontinuierlicher Weiterentwicklungen von Handbrauseträger-Varianten müssen
auch andere Querschnittsformen der Hohlschienen berücksichtigt werden. Die Hohlschiene
wird durch extra für das System gefertigte Wandfliesen geformt. Das bietet den Vorteil,
keinerlei zusätzliche Bauelemente für die Hohlschiene verwenden zu müssen. Eine vorteilhafte
Abwandlung dieser Variante stellt die Verwendung des Hohlschienen-Systems in Dusch-Fertigkabinen
dar. Hier wird bei der Formung (z.B. aus PVC) die Hohlschiene bereits eingebaut, d.h.
es fallen keine Extrakosten an.
[0007] Dieses Hohlschienen-System ist als Baukasten-Element-System ausgelegt, um für alle
beliebigen Längen und ggf. Formen (für den Verlauf der Hohlschiene in Draufsicht)
geeignet zu sein. Für das Einführen und Herausnehmen des Gleitkörpers gibt es ein
spezielles Bauelement.
[0008] Der stufenlos verstellbare Handbrauseträger kann zweckmäßigerweise mit speziellen
Adaptern versehen werden, um für alle gängigen Handbrause-Typen verwendbar zu sein.
[0009] Der mit der Erfindung erzielte Vorteil besteht insbesondere darin, daß im Gegensatz
zum heute gebräuchlichen System keine auf die Wand montierte Gleitstange nötig ist.
Damit ist der Anteil von Bauelementen, die sichtbar und störend für Reinigungsvorgänge
auf der Wand angebracht sind, beträchtlich vermindert. Die Neuerung "bietet den Vorteil
einer Verstellmöglichkeit vom Fußboden bis an die Decke" ohne störende Wandstangen
und ohne zusätzliche Einbauelemente.
[0010] Ein Ausführungsbeispiel der Einbau-Armatur zur höhenverstellbaren Anbringung einer
Handbrause ist in Figur 1 dargestellt.
[0011] Der aus Gleitkörper, Arretierungs- und Trägervorrichtung sowie dem Handbrausehalter
zusammengesetzten Handbrauseträger ist mittels des zylindrischen Gleitkörpers in der
Hohlschiene verschiebbar. Dabei ist der Handbrausehalter zum Ende hin (in der Draufsicht
auf die Wand) zur Seite hin gekröpft, damit der Brauseschlauch an der Arretierungs-
und Trägervorrichtung vorbeigeführt wird.
[0012] Das Arretieren des Handbrauseträger wird mittels Rechtsdrehung des Handgriffes zur
Arretierung des Handbrauseträgers vorgenommen. Dabei werden die freie Arretierungsbacke
und die mit der Trägervorrichtung verbundene Arretierungsbacke mittels des an einem
Arretierungsbacken-Verstellbolzens angebrachten gegenläufigen Schneckengewindes, welches
sich in einem Innen-Schneckengewinde der Arretierungsbackenführung bewegen kann, nach
außen gegen die Hohlschieneninnenwand gedrückt. Durch Linksdrehung des Handgriffes
zur Arretierung des Handbrauseträgers kann die Arretierung aufgehoben und der Handbrauseträger
stufenlos verstellt werden.
[0013] Der zylindrische Gleitkörper kann zum Schutz der mechanischen Teile vor Kalkablagerungen
mit einer den gesamten Gleitkörper überziehenden Kapsel aus gleitfähigem, in nötigem
Umfang dehnbarem Material überzogen werden.
[0014] Der Handbrausehalter kann zur Aufnahme einer Handbrause mit Steckkonus dienen und
ist mittels eines Kugelgelenkes der Arretierungs- und Trägervorrichtung angeformt,
wobei das Kugelgelenk eine spezifische Funktionssteifheit aufweist, die eine Verstellung
von Hand mit geringem Kraftaufwand ermöglicht, andererseits aber eine unbeabsichtigte
Verstellung durch z.B. das Gewicht von Handbrause mit gefülltem Schlauch ausschließt.
Anstelle des Kugelgelenkes kann (dann allerdings unter Einbuße der Verstellmöglichkeiten)
auch ein Scheibengelenk Verwendung finden kann.
[0015] Am Ende des Handbrausehalters befindet sich ein C-Profil-Halter mit konischer Steckbohrung,
der mit einer Vorrichtung zur Verstellung des Neigungswinkels versehen ist.
[0016] Figur 1 zeigt im Querschnitt speziell geformte Wandfliesen (2), die - übereinandergesetzt
- die Hohlschiene (1) formen. In Figur 2 ist ein Ausführungsbeispiel eines speziellen
Bauelementes zum Einführen und Herausnehmen des Gleitkörpers in Draufsicht dargestellt.
Dieses Prinzip läßt sich mittels speziell dafür geformter Wandfliesen realisieren.
Das Element zum Einführen und Herausnehmen des Gleitkörpers kann je nach individuellen
Ansprüchen die Hohlschiene (bevorzugt) am unteren oder (auch möglich) am oberen Ende
abschließen.
[0017] Die beschriebene Einbau-Armatur zur höhenverstellbaren Anbringung einer Handbrause
ist durch Anpassungen der Arretierungs- und Trägervorrichtungen für alle heute bekannten
Handbrause-Ausführungen geeignet.
1. Einbau-Armatur zur höhenverstellbaren Anbringung einer Handbrause, wobei die Armatur
aus einer nach vorn offenen Hohlschiene, in der sich der Gleitkörper eines in der
Höhe stufenlos verstellbaren und arretierbaren Handbrauseträgers befindet, und einem
Handbrauseträger besteht, welcher aus einem Gleitkörper, einer Arretierungs- und Trägervorrichtung
sowie einem Handbrausehalter aufgebaut ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlschiene
(1) sich in der Seitenwand befindet und durch Aneinanderfügen entsprechend geformter
Wandfliesen ausgebildet ist.
2. Einbau-Armatur nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlschiene (1) entweder
kreisrund, oval oder mehreckig abgerundet ausgebildet ist.
3. Einbau-Armatur nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine
Wandfliese eine Öffnung zum Einführen und Herausnehmen des Gleitkörpers des Handbrauseträgers
aufweist.