[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung mit einer Eingangsanschlußklemme und einer
Bezugspotentialklemme und einer Schaltungsanordnung zur Spannungsbegrenzung einer
zwischen der Eingangsanschlußklemme und der Bezugspotentialklemme anlegbaren Spannung.
[0002] Es ist oftmals erforderlich, daß die geregelte Ausgangsspannung von integrierten
Spannungsreglern durch eine Schutzschaltung vor Überspannungen geschützt werden soll.
Diese Überspannungen können durch Einschwingvorgänge des Reglers oder durch externe
Störungen verursacht werden.
[0003] Forderungen für derartige Schutzschaltungen sind, daß die Ansprechspannung bei Berücksichtigung
von Fertigungstoleranzen und Temperaturverlauf immer sicher über der maximalen Ausgangsspannung
des Spannungsreglers liegen muß, andererseits aber der Spannungswert im Sinne einer
optimalen Schutzfunktion möglichst niedrig sein, d.h. also nur knapp über der Nominalspannung
des Regler liegen.
[0004] Für z. B. einen 5V-Regler mit einer Toleranz von 5 % ist z.B. eine Ansprechspannung
von ca. 6V anzustreben.
[0005] Bisher wurde als Schutzschaltung für derartige Anordnung eine Zenerdiode mit der
entsprechenden Durchbruchspannung gewählt, falls diese zur Verfügung stand. Die Forderungen
gehen jedoch weiter, d. h. es wird gewünscht, daß eine derartige Zenerdiode im IC-Prozeß
mit auf der integrierten Schaltung integriert wird.
[0006] Eine derartige Schaltungsanordnung zur Spannungsbegrenzung einer zwischen einer Eingangsanschlußklemme
und einer Bezugspotentialklemme anlegbaren Spannung ist aus der US-A-5,027,181 bekannt.
Hier ist eine Schaltungsanordnung zum Schutz von elektronischen Schaltungen gegen
Überspannung einer Spannungsversorgung bekannt, die als Überspannungsschutz spannungsbegrenzende
Mittel aufweist. Die spannungsbegrenzenden Mittel sind in diesem Dokument durch mindestens
eine integrierbare Zenerdiode ausgebildet.
[0007] Steht jedoch im Herstellungsprozeß eine integrierte Zenerdiode mit genau der gewünschten
Durchbruchspannung nicht zur Verfügung, so muß beispielsweise weiterhin eine externe
Zenerdiode vorgesehen werden.
[0008] Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es daher die Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, eine Schaltungsanordnung mit einem integrierbaren Überspannungsschutz auch
in den Fällen anzugeben, wo keine geeignete Zenerdiode in der Technologie des integrierten
Spannungsreglers zur Verfügung steht.
[0009] Diese Aufgabe wird durch den kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 gelöst. Weiterbildungen
sind Kennzeichen des Unteranspruches.
[0010] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von 3 Figuren näher erläutert.
[0011] Es zeigen:
- Figur 1
- einen Stromlaufplan einer erfindungsgemäßen Schutzschaltungsanordnung,
- Figur 2
- den zeitlichen Verlauf zweier interner Spannungen der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung
und
- Figur 3
- die Kennlinie der erfindungsgemäßen Schutzschaltungsanordnung.
[0012] Die erfindungsgemäße Schaltung ist im praktischen Einsatz mit einer Zenerdiode gleichzusetzen,
so daß sie bestehende Zenerdiodenschutzstrukturen direkt ersetzen kann. Mit 1 ist
eine Eingangsklemme bezeichnet, die über einen Widerstandsteiler 2, 3 mit Masse 4
verbunden ist. Der Mittelabgriff des Widerstandsteilers 2, 3 ist mit der Basis eines
npn-Transistors 5 verschaltet. Dessen Emitter ist über einen weiteren Widerstandsteiler
7, 8 ebenfalls mit Masse verschaltet. Der Kollektor ist über einen als Diode geschalteten
FET 6 mit der Eingangsklemme 1 verbunden, so daß der Kollektor mit Source- und Gate-Anschluß
und der Drain-Anschluß des FET 6 mit der Eingangsklemme 1 verbunden ist. Ein zweiter
MOS-Transistor 10 ist vorgesehen, dessen Gate mit dem Gate des MOS-Transistors 6 und
dessen Drain-Anschluß ebenfalls mit der Eingangsklemme 1 verbunden ist. Der Source-Anschluß
des MOS-Transistors 10 ist mit dem Kollektor eines weiteren npn-Transistors 9 verschaltet,
dessen Basis mit der Basis des Transistors 5 verbunden ist und dessen Emitter mit
dem Knotenpunkt des weiteren Spannungsteilers 7, 8 verschaltet ist. Der Kollektor
des Transistors 9 ist des weiteren mit der Basis eines MOS-Transistors 11 verschaltet,
dessen Source-Anschluß zum einen mit dem Gate-Anschluß eines weiteren MOS-Transistors
12 und über einen Widerstand 13 mit dem Bezugspotential 4 verschaltet ist. Der Drain-Anschluß
des MOS-Transistors 11 ist mit der Eingangsklemme 1 verbunden. Der Drain-Anschluß
des MOS-Transistors 12 ist mit der Eingangsklemme 1 und der Source-Anschluß des MOS-Transistors
12 mit dem Bezugspotential 4 verschaltet.
[0013] Durch die Buchstaben A, B, C wird die Schaltung in einzelne Blöcke aufgeteilt. Hierbei
bildet der Block A den Spannungsteiler, der Block B den Komparator und der Block C
die Ausgangsstufe der Schutzschaltung. Der Spannungsteiler A, bestehend aus den Widerständen
2, 3, ist nun so dimensioniert, daß bei der gewünschten Ansprechspannung VZ, die zwischen
der Eingangsklemme 1 und dem Bezugspotential 4 anliegt, die Spannung VR an der Basis
des Transistors 5 z.B. den Wert 1,2V annimmt.
[0014] Der Komparator B nutzt das aus Bandgap-Referenz-Schaltungen bekannte Referenzspannungsprinzip
zur Definition der Schaltschwelle aus. Bekannt ist hierbei, daß man durch die Addition
von zwei Spannungen mit gegenläufigen Temperatur-Koeffizienten eine temperaturstabile
Spannung erzeugen kann. Die U
BE-Spannung eines bipolaren Transistors hat einen negativen Temperatur-Koeffizienten.
Eine Spannung mit gegenläufig positivem Temperatur-Koeffizienten kann man erzeugen,
indem man die Differenz der Basis-Emitter-Spannung von zwei Transistoren bildet, die
mit verschiedenen Strömen betrieben werden. Zur Erzeugung der verschiedenen Ströme
ist ein Stromspiegel 6, 10 vorgesehen. Das Grundprinzip für eine derartige Bandgap-Referenz-Schaltung
ist aus Tietze/Schenk, Halbleiterschaltungstechnik, 8. Auflage, Seite 534ff bekannt.
Eine Anwendungsschaltung zur Erzeugung einer von Störeinflüssen möglichst unabhängigen
Konstantspannung ist in Patent Abstracts of Japan, Sect. P, Band 17 (1993), Nr. 588
(P-1634), JP 5-173657 gezeigt.
[0015] Im Unterschied zu den dort beschriebenen Verwendungen der Bandgap-Referenz wird hier
jedoch nicht die Erzeugung einer Referenzspannung vorgesehen, sondern diese zur Definition
des Schaltpunktes des Komparators B herangezogen. Liegt die Eingangsspannung VR unter
VX, wobei VX die Spannung sein soll, bei der die Begrenzung einsetzen soll und z.B.
1,2V sein kann, so ist die Ausgangsspannung VK des Komparators B logisch High, steigt
die Spannung VR über VX an, so kippt die Ausgangsspannung VK von High nach Low. Dies
ist in Figur 2 dargestellt. VR ist hierbei die Spannung, die an der Basis des Transistors
5 und VK Die Spannung, die am Kollektor des Transistors 9 auftritt.
[0016] Die Ausgangsstufe C verstärkt das Ausgangssignal des Komparators B und leitet es
dem Schalttransistor 12 zu, welcher leitend wird und dadurch ein weiteres Ansteigen
der Spannung VZ begrenzt. Die Funktion entspricht letztlich der einer Zenerdiode,
wobei der Innenwiderstand durch den Einschaltwiderstand R
on des DMOS-Transistors 12 nach Bedarf zu dimensionieren ist.
[0017] Figur 3 zeigt hierzu die resultierende Kennlinie der Schaltung. Ist die angelegte
Spannung kleiner als V
th, so fließt kein Querstrom I
Z, bei zunehmender Spannung VZ steigt der Strom jedoch schnell an, und dies bewirkt
eine gute Schutzfunktion in der gleichen Art, wie es sonst nur eine Zenerdiode ermöglicht.
Durch die Kopplung der Schaltschwelle an die Bandgap-Spannung, was mittels der Skalierung
durch den Spannungsteiler 2, 3 geschieht, ist diese sehr temperaturstabil und von
Fertigungstoleranzen weitgehend unbeeinflußt.
[0018] Der flachere Anstieg der Kennlinie im Bereich höherer Ströme ist durch den endlichen
Einschaltwiderstand R
dson des DMOS-Transistors 12 verursacht. Die Transistorgröße ist entsprechend den zu erwartenden
maximalen Strömen auszulegen.
[0019] Die erfindungsgemäße Schaltung erlaubt somit den Einbau eines Überspannungsschutzes
in eine integrierte Schaltung auch in jenen Fällen, wo keine geeignete Zenerdiode
in der Technologie des integrierten Spannungsreglers zur Verfügung steht.
1. Vorrichtung mit einer Eingangsanschlußklemme (1) und einer Bezugspotentialklemme (4)
und einer Schaltungsanordnung zur Spannungsbegrenzung einer zwischen der Eingangsanschlußklemme
(1) und der Bezugspotentialklemme (4) anlegbaren Spannung,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltungsanordnung zur Spannungsbegrenzung ein zwischen die Eingangsanschlußklemme
(1) und die Bezugspotentialklemme (4) geschalteten ohmschen Spannungsteiler (2, 3)
aufweist, dessen Ausgangssignal einem Komparator (B) zugeführt wird, dessen Schaltschwelle
durch eine Bandgap-Referenzschaltung bestimmt ist, mit einem MOS-Transistor (12),
dessen Laststrecke zwischen die Eingangsanschlußklemme (1) und die Bezugspotentialklemme
(4) geschaltet ist, wobei der Drainanschluß mit der Eingangsanschlußklemme (1) und
der Sourceanschluß mit der Bezugspotentialklemme verbunden ist, und der durch das
Ausgangssignal des Komparators angesteuert wird.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Komparator (B) einen ersten bipolaren Transistor (5) enthält, dessen Basisanschluß
mit der Vergleichsspannung beaufschlagt wird und dessen Emitter über einen Spannungsteiler
(7, 8) mit der Bezugspotentialklemme (4) verbunden ist, einen zweiten bipolaren Transistor
(9) enthält, dessen Emitter mit dem Mittelabgriff des Spannungsteilers (7, 8) verbunden
ist und dessen Basis mit der Basis des ersten Transistors (5) verschaltet ist, einer
Stromspiegelanordnung (6, 10), deren Eingangskreis mit dem Kollektor des ersten Transistors
(5) und deren Ausgangskreis mit dem Kollektor des zweiten Transistors (9) verbunden
ist, und daß am Kollektor des zweiten Transistors (9) die Ausgangsspannung (VK) abgreifbar
ist.
1. Device having an input terminal (1) and a reference-earth potential terminal (4) and
a circuit arrangement for limiting a voltage which can be applied between the input
terminal (1) and the reference-earth potential terminal (4), characterized in that
the circuit arrangement for voltage limiting has a resistive voltage divider (2, 3),
which is connected between the input terminal (1) and the reference-earth potential
terminal (4) and whose output signal is fed to a comparator (B), whose switching threshold
is determined by a bandgap reference circuit, with a MOS transistor (12), whose load
path is connected between the input terminal (1) and the reference-earth potential
terminal (4), the drain terminal being connected to the input terminal (1) and the
source terminal being connected to the reference-earth potential terminal, and which
is driven by the output signal of the comparator.
2. Circuit arrangement according to Claim 1, characterized in that the comparator (B)
contains a first bipolar transistor (5), whose base terminal has the comparison voltage
applied to it and whose emitter is connected via a voltage divider (7, 8) to the reference-earth
potential terminal (4), and contains a second bipolar transistor (9), whose emitter
is connected to the centre tap of the voltage divider (7, 8) and whose base is connected
up to the base of the first transistor (5), and contains a current mirror arrangement
(6, 10), whose input circuit is connected to the collector of the first transistor
(5) and whose output circuit is connected to the collector of the second transistor
(9), and in that the output voltage (VK) can be tapped on the collector of the second
transistor (9).
1. Dispositif comprenant une borne d'entrée (1) et une borne de potentiel de référence
(4) ainsi qu'un circuit limiteur de tension pour une tension applicable entre la borne
d'entrée (1) et la borne de potentiel de référence (4), caractérisé en ce que le circuit
limiteur de tension comprend un diviseur ohmique (2, 3) branché entre la borne d'entrée
(1) et la borne de potentiel de référence (4) et dont le signal de sortie est amené
à un comparateur (B) dont le seuil de commutation est déterminé par un circuit de
référence du type bandgap, avec un transistor MOS (12) dont le chemin de charge est
branché entre la borne d'entrée (1) et la borne de potentiel de référence (4), la
borne de drain étant reliée à la borne d'entrée (1) et la borne de source étant reliée
à la borne de potentiel de référence, et qui est commandé par le signal de sortie
du comparateur.
2. Circuit selon la revendication 1, caractérisé en ce que le comparateur (B) contient
un premier transistor bipolaire (5) dont la borne de base est alimentée avec la tension
de référence et dont l'émetteur est reliée à la borne de potentiel de référence (4)
par le bais d'un diviseur de tension (7, 8), contient un second transistor bipolaire
(9) dont l'émetteur est relié à la prise médiane du diviseur de tension (7, 8) et
dont la base est connectée à la base du premier transistor (5), un miroir de courant
(6, 10) dont le circuit d'entrée est relié au collecteur du premier transistor (5)
et dont le circuit de sortie est relié au collecteur du second transistor (9), et
en ce que la tension de sortie (VK) peut être lue au niveau de la borne collectrice
du second transistor (9).