| (19) |
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(11) |
EP 0 700 265 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.07.1997 Patentblatt 1997/31 |
| (22) |
Anmeldetag: 25.05.1994 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)6: A47L 15/44 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP9401/698 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9427/488 (08.12.1994 Gazette 1994/27) |
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| (54) |
VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUR MASCHINELLEN GESCHIRREINIGUNG
MACHINE DISH-WASHING PROCESS AND DEVICE
PROCEDE ET DISPOSITIF DE LAVAGE DE LA VAISSELLE EN MACHINE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FR GB GR IE IT LI NL PT SE |
| (30) |
Priorität: |
25.05.1993 DE 4317295 17.07.1993 DE 4324106 19.07.1993 DE 4324202
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.03.1996 Patentblatt 1996/11 |
| (73) |
Patentinhaber: Henkel-Ecolab GmbH & Co. OHG |
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40554 Düsseldorf (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- BREYER, Jacques
B-9070 Heusden (BE)
- HELLMANN, Günter
D-40723 Hilden (DE)
- HEMM, Dieter
D-40724 Hilden (DE)
- WILBERT, Klaus
D-40627 Düsseldorf (DE)
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| (74) |
Vertreter: Wacker, Manfred, Dr. et al |
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Henkel KGaA,
TTP / Patentabteilung 40191 Düsseldorf 40191 Düsseldorf (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 256 679 EP-A- 0 518 721 DE-A- 2 727 463 DE-B- 1 285 087 US-A- 3 490 467 US-A- 4 692 260
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EP-A- 0 271 155 DE-A- 1 728 093 DE-A- 4 110 764 US-A- 3 319 637 US-A- 3 896 827
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 16, no. 213 (C-0942) 20. Mai 1992 & JP,A,40 040 893
(OOTSUKA YAKUHIN KKK) 12. Februar 1992
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung richtet sich auf ein Verfahren zur maschinellen Geschirreinigung in
gewerblichen Geschirrspülmaschinen bei welchem ein Reinigungsmittel und ein dieses
in der Wirkung unterstützender, vorzugsweise kohlenhydratabbauendes, Enzym, insbesondere
Amylase, enthaltender Reinigungsverstärker in die Geschirrspülmaschine eindosiert
werden. Weiterhin betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens,
welche ein Reinigungsmittel-Dosiersystem und ein Dosiersystem für einen weiteren Wirkstoff
mit zugeordneter Pumpe und Pumpensteuerung aufweist.
[0002] Eine gewerbliche Geschirrspülmaschine enthält beispielsweise mehrere hintereinander
angeordnete Tanks, aus denen Spül- bzw. Waschflotte gegen das die Geschirrspülmaschine
durchlaufende Geschirr gesprüht wird. Die Tanks sind kaskadenartig aneinandergesetzt,
wobei die Spül- bzw. Waschflotte die Tanks nacheinander vom Geschirr-Auslaßende zum
Geschirr-Einlaßende hin durchläuft, so daß der Verschmutzungsgrad der Spül- oder Waschflotte
vom Auslaßende zum Einlaßende hin zunimmt. Am Auslaßende wird den Geschirrspülmaschinen
Frischwasser zugeführt. Die benötigte Menge an Reinigungsmittel wird in zumindest
einen auch als Dosiertank bezeichneten Waschtank zudosiert. Üblicherweise erfolgt
die Zudosierung von Reinigungsmittel automatisch in Abhängigkeit von der Leitfähigkeit
oder dem pH-Wert der Waschflotte oder bei Zugabe von flüssigem oder bereits in Wasser
gelöstem pulverförmigem Reiniger gegebenenfalls auch mittels einer zeitgesteuerten
Dosierpumpe.
[0003] Mit den in der Praxis eingesetzten Reinigungsmitteln lassen sich bei üblicher Reinigerkonzentration
Stärkeablagerungen, die sich auf dem Geschirr bilden, im Rahmen der üblichen maschinellen
Reinigung in einer Geschirrspülmaschine oftmals nicht verhindern und vorhandene Stärkeablagerungen
nicht entfernen. In gewissen zeitlichen Abständen wird Stärkeablagerungen aufweisendes
Geschirr daher einer sogenannten Grundreinigung unterzogen. Bei einer solchen Grundreinigung
wird in der Spül- bzw. Waschflotte eine gegenüber normalen Spülvorgängen deutlich
erhöhte Konzentration an Reinigungsmittel eingestellt. Eine andere Alternative besteht
darin, im Rahmen eines üblichen Geschirrspülreinigungszyklus auf das Geschirr ein
hochkonzentriertes alkalisches Reinigungsmittel aufzusprühen. Daneben besteht ferner
die Möglichkeit eine manuelle Tankreinigung durchzuführen.
[0004] Aus der DE-A-17 28 093 ist es für das Reinigen von Geschirr in Haushaltsgeschirrspülmaschinen
bekannt, zur Entfernung von Stärkeablagerungen auf dem Geschirr dem Spülwasser ein
Klarspülmittel zusammen mit Amylase zuzugeben. Gewünschtenfalls kann zusätzlich zu
der Amylase auch Protease oder Lipase dem Klarspülmittel zugegeben werden.
[0005] Ebenso ist aus der DE-A-12 85 087 ein Verfahren zur maschinellen Geschirreinigung
bekannt, bei welchem im Hauptspülgang ein alkalisches Reinigungsmittel und im Nachspül-
und gegebenenfalls Vorspülgang ein enzymhaltiges, insbesondere amylasehaltiges, Nachspülmittel
in die Geschirrspülmaschine dosiert wird. Dies geschieht, um im Nachspül- und gegebenenfalls
Vorspülgang auf dem Geschirr gebildete Stärke abzubauen. Es wird aber ausdrücklich
darauf hingewiesen, daß die Zugabe des enzymhaltigen Nachspülmittels im Hauptspülgang
nicht möglich ist, da die Alkalität des Reinigungsmittels die Fermente sofort zerstören
würde. Außerdem zeigt der Hinweis auf den kalten Vorspülgang, daß hier unter Geschirrspülmaschine
eine Haushaltsgeschirrspülmaschine verstanden wird. Kalte Vorspülgänge sind nur bei
Haushaltsgeschirrspülmaschinen üblich.
[0006] Aus der DE-A 27 27 463 und der EP-A-0 256 679 ist es bekannt, Geschirr in automatischen
Geschirrspülmaschinen mit einem Enzym enthaltenden niederalkalischen Reinigungsmittel
zu reinigen. Auch in diesen Veröffentlichungen findet sich kein Hinweis auf gewerbliche
Geschirrspülmaschinen. So wurden die Versuchsbeispiele nach der EP-A-0 256 679 in
einer Haushaltsgeschirrspülmaschine durchgeführt und zeigen die Hinweise in der DE-A
27 27 463 auf Abgabevorrichtungen für das Reinigungsmittel, die dieses vor seiner
Anwendung in der Geschirrspülmaschine zurückhalten und die meistens nicht flüssigkeitsdicht
sind, so dar im Vorspülgang Wasser in die Abgabevorrichtung eindringen kann, daß auch
hier Haushaltsgeschirrspülmaschinen gemeint sind.
[0007] Weiterhin ist ein enzymhaltiges Spülmittel zur Vermeidung von sich insbesondere auf
Gläsern nach dem Trocknen bildenden Scheren und Flecken auch aus der EP-A-0 271 155
bekannt. Dieses Spülmittel wurde ebenfalls in einer Haushaltsgeschirrspülmaschine
getestet, was sich aus dem für gewerbliche Geschirrspülmaschinen unzutreffend langen
Spülzeitraum von 60 Minuten ableiten läßt.
[0008] Im Artikel "Enzyme in Spülmitteln für Haushalts-Geschirrspülmachinen" von Dr. Th.
Altenschöpfer in der Zeitschrift Fette, Seifen, Anstrichmittel, 73 (1971), Heft 7,
Seite 464, linke Spalte, drittletzter Absatz, wird zusammenfassend festgestellt, daß
ein Einsatz von enzymhaltigem Reinigungsmittel in gewerblichen Geschirrspülmaschinen
wegen der notwendigen langen Kontaktzeiten nicht möglich ist. Im Zusammenhang mit
der Tabelle 6 wird in diesem Artikel erläutert, daß gute und sichere Reinigungsergebnisse
erst bei Kontaktzeiten ab 10 bis 20 Minuten erreicht werden. Aufgrund der in gewerblichen
Geschirrspülmaschinen nur kurzen Kontaktzeit, während welcher das Geschirr mit der
Reinigerflotte in Berührung ist, erscheint es der Fachwelt nicht möglich, mit enzymhaltigem
Reinigungsmittel in gewerblichen Geschirrspülmaschinen Stärkeablagerungen auf dem
Geschirr zu verhindern bzw. abzubauen.
[0009] Schließlich ist aus der DE-A-4 110 764 ein gattungsgemäßes Verfahren bekannt. Hierbei
wird in einer Art Vorwasch- oder Vorspülzone zunächst eine mechanische Vorreinigung
des Geschirrs von groben Verunreinigungen und ein Besprühen des Geschirrs mit einer
konzentrierten Tensidlösung sowie anschließendem Einwirken der konzentrierten Tensidlösung
in einer gewerblichen Geschirrspülmaschine durchgeführt. Diese Verfahrensschritte
können auch vor der eigentlichen Geschirrspülmaschine in einer separaten Arbeitsstation
durchgeführt werden. Die konzentrierte Tensidlösung ist schwach sauer bis schwach
alkalisch eingestellt und enthält kohlenhydratabbauendes Enzym, insbesondere Amylase.
Als Einwirkzeit werden 10 bis 90 Sekunden angegeben, was im Rahmen üblicher Kontaktzeiten
zwischen Reinigungsmittel und Geschirr bei gewerblichen Geschirrspülverfahren liegt.
Erst danach erfolgt im eigentlichen Hauptwaschzyklus die Endreinigung des Geschirrs
in ansich bekannter Weise durch übliche Reinigungsschritte, einschließlich des Klarspülens,
mit üblichen, mit den Tensiden der konzentrierten Tensidlösung verträglichen Reinigungsmitteln.
Ähnlich wie bei dem Haushaltsgeschirrspülverfahren nach der DE-A-1 285 087 wird also
auch bei diesem Verfahren von der Anwendung und Zudosierung von enzymhaltigem Mittel
im eigentlichen Hauptwaschgang oder Hauptwaschzyklus Abstand genommen. In der Vorwasch-
oder Vorspülzone wird das Geschirr mit einem niederalkalischen Reinigungsverstärker
besprüht und im Hauptwaschzyklus erfolgt die Reinigung mit einem üblichen Reinigungsmittel.
[0010] Ein Verfahren zur maschinellen Geschirreinigung in gewerblichen Geschirrspülmaschinen,
bei welchem ein Reinigungsmittel und ein dieses in der Wirkung unterstützender weiterer
Wirkstoff der Spül- oder Waschflotte zudosiert werden sowie eine Vorrichtung zum Durchführen
des Verfahrens, welche ein Reinigungsmittel-Dosiersystem und ein Dosiersystem für
einen weiteren Wirkstoff mit zugeordneter Pumpe und Pumpensteuerung aufweist, sind
aus der DE-A-39 20 728 bekannt. Bei diesem bekannten Verfahren zur maschinellen Geschirreinigung
in gewerblichen Geschirrspülmaschinen wird zusätzlich zu dem Reinigungsmittel als
dieses in seiner Wirkung unterstützender weiterer Wirkstoff Aktivsauerstoff in den
Dosier- bzw. Waschtank der Geschirrspülmaschine eindosiert. Zur Aufrechterhaltung
der Sauerstoffkonzentration im Waschtank bei Unterbrechungen des Spülzyklus wird während
der Unterbrechungen Aktivsauerstoff in den Waschtank nachdosiert.
[0011] Ein Verfahren und eine Vorrichtung zur maschinellen Geschirreinigung bei gewerblichen
Geschirrspülmaschinen, bei welchen mittels eines Reinigungsmittel-Dosiersystems und
eines Dosiersystems für einen weiteren Wirkstoff mit zugeordneter Pumpe und Pumpensteuerung
der Waschflotte einer Geschirrspülmaschine die beiden verschiedenen Wirkstoffe, nämlich
Reinigungsmittel und beispielsweise ein Bleichmittel, zudosiert werden, ist weiterhin
aus der US-A-3,490,467 bekann.
[0012] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Lösung zu schaffen, die beim maschinellen Geschirreinigen
in gewerblichen Geschirrspülmaschinen die Bildung eines Stärkebelages auf dem Geschirr
nachhaltig unterbindet.
[0013] Bei einem Verfahren der eingangs bezeichneten Art wird diese Aufgabe gemäß der Erfindung
dadurch gelöst, daß der Reinigungsverstärker als Bestandteil des, insbesondere auf
Basis Phosphat oder Nitriloessigsäure oder deren Salze (NTA) formulierten, niederalkalischen
Reinigungsmittels und/oder zusätzlich in Kombination zum niederalkalischen Reinigungsmittel
der Spül- oder Waschflotte dem zumindests einen Spül- oder Waschtank der Geschirrspülmaschine
zudosiert wird.
[0014] Überraschenderweise hat sich gezeigt, daß ein niederalkalischer Reiniger in üblicher
Konzentration in Verbindung mit Enzym oder einem enzymhaltigen Reinigungsverstärker
auch bei den in gewerblichen Geschirrspülmaschinen üblichen kurzen Kontaktzeiten von
10 bis 180 Sekunden zu einer ausgezeichneten Entfernung und Inhibierung des Stärkeaufbaus
auf dem Geschirr führt. Gegenüber bekannten gewerblichen Geschirrspülverfahren, bei
denen mit hochalkalischem Reiniger oder einer hochkonzentrierten, alkalischen Waschflotte
gearbeitet wird, zeichnet sich das erfindungsgemäße Verfahren durch eine erhebliche
Verbesserung der Betriebs- bzw. Anwendungssicherheit aus. Eine Gefährdung des Betriebspersonals
durch von hochalkalischem Reiniger oder Waschflotte verursachte Ätzverletzungen besteht
nicht mehr.
[0015] Der niederalkalische Reiniger kann gegebenenfalls auch andere als die aufgeführten
Komplexbildner enthalten, soweit dies gewünscht wird.
[0016] Zweckmäßigerweise wird gemäß Ausgestaltung der Erfindung in der Spül- oder Waschflotte
eine Konzentration von 0,5 bis 15 g/l an niederalkalischem Reinigungsmittel eingestellt.
[0017] Von Vorteil ist es weiterhin, wenn das niederalkalische Reinigungsmittel in Anwendungskonzentration
mit einem pH-Wert von 7 bis 11, vorzugsweise 9,1 bis 10,8, eindosiert wird, was die
Erfindung ebenfalls vorsieht.
[0018] Zweckmäßigerweise wird in der Spül- oder Waschflotte eine Konzentration von 0,05
bis 2 g/l an Reinigungsverstärker gemäß weiterer Ausgestaltung der Erfindung eingestellt.
[0019] In Weiterbildung sieht die Erfindung vor, daß der enzymhaltige Reinigungsverstärker
während des regelmäßigen Geschirrspülmaschinenbetriebes mit üblicher Reinigerkonzentration
in der Spül- oder Waschflotte von 0,5 bis 8 g/l und/oder während einer periodischen
Grundreinigung mit erhöhter Reinigerkonzentration in der Spül- oder Waschflotte von
3 bis 15 g/l in die Spül- oder Waschflotte eindosiert wird.
[0020] Da Enzyme in der Spül- oder Waschflotte einer gewerblichen Geschirrspülmaschine in
Anwesenheit von Reinigungsmitteln nicht stabil sind, sieht die Erfindung in Ausgestaltung
vor, daß der Reinigungsverstärker im Maße des Enzymabbaues nachdosiert wird.
[0021] Weiterhin ist der Enzymabbau bzw. der Enzymzerfall (Zehrung) in Stillstandsphasen
des Geschirrspülmaschinenbetriebes geringer als während der Spülphasen, so daß die
Erfindung in zweckmäßiger Weiterbildung vorsieht, daß die Nachdosierung in Stillstandsphasen
gering ist im Vergleich zu Spülphasen.
[0022] Der enzymhaltige Reinigungsverstärker kann wie übliche Reinigungsmittel entweder
in den zumindest einen Dosier- oder Waschtank der Geschirrspülmaschine eindosiert,
aber auch in die die Nachspülleitung und/oder das Sprühsystem der gewerblichen Geschirrspülmaschine
durchfließende Flüssigkeit eindosiert und auf diese Weise der Geschirrspülmaschine
zugeführt werden. Die Erfindung sieht daher als Weiterbildung vor, daß Reinigungsmittel
und Reinigungsverstärker separat in die Spül- oder Waschflotte eindosiert werden.
[0023] Von Vorteil ist es gemäß Weiterbildung der Erfindung weiterhin, daß der enzymhaltige
Reinigungsmittelverstärker parallel oder nachträglich zum niederalkalischen Reinigungsmittel
in die Spül- oder Waschflotte eindosiert wird.
[0024] Als besonders vorteilhaft hat es sich gezeigt, wenn ein Reinigungsverstärker eindosiert
wird, der etwa 0,01 bis 0,6 Gew.-%, vorzugsweise 0,45 bis 0,55 Gew.-%, Enzym, insbesondere
Amylase, sowie 10 bis 25 Gew.-%, vorzugsweise 15 bis 20 Gew.-%, Propylenglykol, insbesondere
Propylenglykol-1,2, und eine entsprechende Menge Wasser enthält, wie dies die Erfindung
in Ausgestaltung vorsieht.
[0025] Der Reinigungsverstärker kann als Enzym Amylase, Lipase, Protease oder andere, insbesondere
kohlenhydratabbauende, Enzyme, entweder einzeln oder in geeigneten Mischungen enthalten.
[0026] Es ist möglich, daß ein enzymfreies, flüssiges oder pulverförmiges, niederalkalisches
Reinigungsmittel in Kombination mit enzymhaltigem Reinigungsverstärker verwendet wird.
Für diesen Fall sieht die Erfindung in Ausgestaltung vor, daß während Reinigerdosierzeiten
in die Spül- oder Waschflotte ein enzymfreies, insbesondere flüssiges, niederalkalisches
Reinigungsmittel und im Maße des Reinigerverbrauches in Paralleldosierung der enzymhaltige
Reinigungsverstärker eindosiert wird. Im Unterschied zum nachstehend aufgeführten
Fall der Kombination von enzymhaltigem Reinigungsmittel mit enzymhaltigem Reinigungsverstärker,
wird im Falle der Kombination von enzymfreiem Reinigungsmittel mit enzymhaltigem Reinigungsverstärker
auch während der Dosierung bzw. der Dosierzeiten von Reinigungsmittel parallel zum
Reinigungsmittel enzymhaltiger Reinigungsverstärker in den zumindest einen Dosier-
oder Waschtank der gewerblichen Geschirrspülmaschine eindosiert.
[0027] Es ist aber auch möglich, daß in das flüssige oder pulverförmige niederalkalische
Reinigungsmittel bereits Enzym eingearbeitet ist. Insbesondere in einen pulverförmigen,
niederalkalischen Reiniger kann ein fester Enzymträger, beispielsweise Amylaseträger,
eingearbeitet sein. Dieses enzymhaltige Reinigungsmittel wird dann in Kombination
mit dem enzymhaltigen Reinigungsverstärker verwendet. Für diesen Fall sieht die Erfindung
in Ausgestaltung vor, daß während Reinigerdosierzeiten in die Spül- oder Waschflotte
ein Enzym zum sofortigen Spülen an sich in ausreichender Menge enthaltendes, insbesondere
pulverförmiges, niederalkalisches Reinigungsmittel und unmittelbar nach Beendigung
oder während Unterbrechungen oder Stillstandsphasen des Geschirrspülmaschinenbetriebes
und/oder Dosierpausen des Reinigungsmittels der enzymhaltige Reinigungsverstärker
in die Spül- oder Waschflotte eindosiert wird. In diesem Fall wird der enzymhaltige
Reinigungsverstärker also nur während oder unmittelbar nach Beendigung der Dosierpausen
des Reinigungsmittels und/oder der Unterbrechungen oder Stillstandsphasen des Geschirrspülmaschinenbetriebes
in die Spül- oder Waschflotte eindosiert. Während der Zeiten des aktiven Spülzyklus,
während welcher das Reinigungsmittel in den Waschtank der Geschirrspülmaschine eindosiert
wird, erfolgt keine Dosierung des enzymhaltigen Reinigungsverstärkers.
[0028] Hierbei ist es zweckmäßig, daß der enzymhaltige Reinigungsverstärker im Maße des
Enzymabbaus bzw. Enzymzerfalls (Zehrung) zur Aufrechterhaltung der Enzymkonzentration
in die Spül- oder Waschflotte eindosiert wird, was die Erfindung weiterhin vorsieht.
[0029] Es ist bekannt, daß Enzyme, wie Amylase, Lipase oder Protease, in der Waschflotte
von gewerblichen Geschirrspülmaschinen nicht stabil sind. Nach dem Einspülen in den
Waschtank einer gewerblichen Geschirrspülmaschine verlieren enzymhaltige Reinigungsmittel
oder Reinigungsverstärker relativ schnell ihre Wirkung. Im Falle von Unterbrechungen
oder Stillstandsphasen des Geschirrspülmaschinenbetriebes und/oder Dosierpausen des
Reinigungsmittels oder des Reinigungsverstärkers tritt ein Enzymabbau oder Enzymzerfall
(Zehrung) ein, bei dem der Enzymgehalt in der Spül- bzw. Waschflotte häufig mit etwa
40 bis 60 % pro Stunde abfällt. Je nach Grad der Zehrung kann aber z. B. auch schon
nach einer halbstündigen Unterbrechung des Maschinenbetriebes der Enzymgehalt auf
weit unter die Hälfte abgefallen sein. Um sicherzustellen, daß nach einer Unterbrechung
oder Stillstandsphase des Geschirrspülmaschinenbetriebes und/oder einer Dosierpause
des Reinigungsmittels oder des Reinigungsverstärkers wieder eine zur Erzielung einer
befriedigenden Reinigungsleistung ausreichende Enzymkonzentration in der Waschflotte
vorhanden ist, sieht die Erfindung in Ausgestaltung vor, daß der unter Spülbedingungen
in einer gewerblichen Geschirrspülmaschine einem Enzymabbau bzw. Enzymzerfall (Zehrung)
unterliegende enzymhaltige Reinigungsverstärker im Falle von Unterbrechungen oder
Stillstandsphasen des Geschirrspülmaschinenbetriebes und/oder Dosierpausen des Reinigungsmittels
oder des Reinigungsverstärkers in die Spül- oder Waschflotte in einer Menge nachdosiert
wird, die den während der jeweiligen Unterbrechung oder Stillstandsphase und/oder
Dosierpause auftretenden Enzymabbau oder Enzymzerfall (Zehrung) ausgleicht, so daß
nach Beendigung der jeweiligen Unterbrechung oder Stillstandsphase und/oder Dosierpause
der Maschinenbetrieb mit im wesentlichen gleicher Enzymkonzentration in der Spül-
oder Waschflotte wie vor der jeweiligen Unterbrechung oder Stillstandsphase und/oder
Dosierpause fortgesetzt wird. Hierdurch ist sichergestellt, daß bei jeder aktiven
Reinigungsphase des Spülzyklus in einer gewerblichen Geschirrspülmaschine eine zur
Erzielung des gewünschten Reinigungsergebnisses (Verhinderung des Aufbaues oder Entfernung
des Stärkebelages auf dem Geschirr) ausreichend hohe Enzymkonzentration in der Waschflotte
vorhanden ist.
[0030] In Ausgestaltung sieht die Erfindung vor, daß unmittelbar nach Beendigung oder während
der Unterbrechungen oder Stillstandsphasen und/oder der Dosierpausen des Reinigungsmittels
im Maße des Enzymabbaues bzw. Enzymzerfalls (Zehrung) der enzymhaltige Reinigungsverstärker
zur Aufrechterhaltung der Enzymkonzentration in die Spül- oder Waschflotte nachdosiert
wird.
[0031] Für die Ein- bzw. Nachdosierung des enzymhaltigen Reinigungsverstärkers sieht die
Erfindung zwei Alternativen vor. Einmal kann die Ein- bzw. Nachdosierung des enzymhaltigen
Reinigungsverstärkers während der Unterbrechungen oder Stillstandsphasen des Geschirrspülmaschinenbetriebes
und/oder Dosierpausen des Reinigungsmittels erfolgen und einmal kann die Ein- bzw.
Nachdosierung des enzymhaltigen Reinigungsverstärkers unmittelbar nach Beendigung
der Unterbrechungen oder Stillstandsphasen des Geschirrspülmaschinenbetriebes und/oder
der Dosierpausen des Reinigungsmittels erfolgen.
[0032] In der ersten Alternative sieht die Erfindung in weiterer Ausgestaltung vor, daß
die Enzymkonzentration in der Spül- oder Naschflotte während der jeweiligen Unterbrechung
oder Stillstandsphase und/oder während der Dosierpausen des Reinigungsmittels durch
eine Unterhaltsdosierung des enzymhaltigen Reinigungsverstärkers aufrechterhalten
wird. Von Vorteil ist es hierbei, wenn die Unterhaltsdosierung in einzelnen Dosierhüben
erfolgt, wie dies die Erfindung in Weiterbildung vorsieht.
[0033] Bei dieser ersten Alternative zielt die Ausgestaltung demgemäß in erster Linie auf
eine Unterhaltsdosierung des enzymhaltigen Reinigungsverstärkers in den Stillstandszeiten
der Geschirrspülmaschine zwischen jeweils zwei aufeinanderfolgenden Spülphasen oder
während der Dosierpausen zwischen zwei Dosierzeiten des Reinigungsmittels ab. Durch
die Unterhaltsdosierung wird erreicht, daß im Maße des Enzymabbaues bzw. Enzymzerfalls
(Zehrung) neuer, enzymhaltiger Reinigungsverstärker in den zumindest einen Dosier-
oder Waschtank gelangt. Der Waschtank bzw. die Waschflotte der Geschirrspülmaschine
wird somit ständig in Bereitschaft für eine neue Spülphase gehalten. Zu Beginn einer
jeden Spülphase steht sofort mit Enzymen ausreichend versetzte bzw. eine ausreichend
hohe Enzymkonzentration aufweisende Waschflotte zur Verfügung. Bei Einsatz von Enzym
zum sofortigen Spülen an sich in ausreichender Menge enthaltendem, insbesondere pulverförmigem,
Reiniger wird der enzymhaltige Reinigungsverstärker nur während der Stillstandsphasen
bzw. Dosierpausen des Reinigungsmittels im Maße des Enzymzerfalls in den zumindest
einen Waschtank nachdosiert. Bei Verwendung eines enzymfreien Reinigungsmittels, insbesondere
eines Flüssigreinigers, erfolgt neben der Unterhaltsdosierung während der Dosierzeiten
für das Reinigungsmittel eine Paralleldosierung des enzymhaltigen Reinigungsverstärkers.
Es wird also bei Einsatz des enzymfreien Reinigungsmittels während der Spülphasen
Enzym im Maße des Reinigerverbrauches und während der Stillstandsphasen bzw. der Reiniger-Dosierpausen
im Maße des Enzymabbaues bzw. Enzymzerfalls enzymhaltiger Reinigerverstärker in den
Waschtank bzw. die Spül- oder Waschflotte dosiert. Die Paralleldosierung ermöglicht
den Einsatz von enzymhaltigem Reinigungsverstärker wie z. B. Amylaselösung, die mit
den üblichen enzymfreien alkalischen, insbesondere niederalkalischen, Reinigungsmitteln
nicht formulierbar sind. Während der Spülphasen erfolgt das Eindosieren von flüssigem
bzw. pulverförmigem Reinigungsmittel in Abhängigkeit von der gemessenen Leitfähigkeit
oder dem gemessenen pH-Wert oder zeitgesteuert nur während bestimmter Dosierzeiten.
Wenn die entsprechenden Zwischenzeiten bzw. Reiniger-Dosierpausen so lang werden,
daß eine die Reinigungsleistung der nächsten Spülphase beeinträchtigende Menge an
Enzym zerfallen ist, liegt es im Rahmen der Erfindung, auch in während der Spülphase
eintretenden Zwischen- bzw. Regelpausen der Paralleldosierung dem Maße des Enzymzerfalls
entsprechend enzymhaltigen Reinigungsverstärker, ebenfalls als Unterhaltsdosierung,
nachzudosieren.
[0034] Für die Unterhaltsdosierung kann es zweckmäßig sein, wenn die Enzym-Förderleistung
der Unterhaltsdosierung anhand einer Enzymaktivitätsbestimmung optimiert wird, wie
dies die Erfindung weiterhin vorsieht. Nach Kenntnis der Zerfallsrate der Enzyme kann
es genügen, wenn in gewissen zeitlichen Abständen enzymhaltiger Reinigungsverstärker
nachdosiert wird.
[0035] In diesem Zusammenhang sieht die Erfindung weiterhin vor, daß jeweils nach Zerfall
von etwa 20 % des ursprünglichen Enzymgehaltes in der Spül- oder Waschflotte mit der
Unterhaltsdosierung des enzymhaltigen Reinigungsverstärkers begonnen wird.
[0036] Die andere der beiden vorstehend erläuterten Alternativen besteht gemäß Ausgestaltung
der Erfindung darin, daß unmittelbar nach Beendigung der jeweiligen Unterbrechung
oder Stillstandsphase und/oder Dosierpause eine Stoßdosierung erfolgt, in der eine
Menge an enzymhaltigem Reinigungsverstärker der Spül- oder Waschflotte zugeführt wird,
die dem während der Dauer der jeweiligen Unterbrechung oder Stillstandsphase und/oder
Dosierpause erfolgten Enzymabbau bzw. Enzymzerfall (Zehrung) entspricht. Bei dieser
Alternative erfolgt also nach Beendigung der Unterbrechung oder Stillstandsphase des
Geschirrspülmaschinenbetriebes und/oder der Beendigung einer Reinigungsmittel-Dosierpause
eine Stoßdosierung des enzymhaltigen Reinigungsverstärkers, wobei die bei der Stoßdosierung
zugeführte Menge an enzymhaltigem Reinigungsverstärker der Dauer der Unterbrechung
angepaßt und so bemessen ist, daß sie den während der Unterbrechung erfolgten Enzymabbau
bzw. Enzymzerfall (Zehrung) ausgleicht. Während der Unterbrechung bzw. Stillstandsphase
des Maschinenbetriebes und/oder der Reinigungsmittel-Dosierpause wird demnach kein
enzymhaltiger Reinigungsverstärker dem zumindest einen Dosier- oder Waschtank oder
der Spül- oder Waschflotte der Geschirrspülmaschine zugeführt. Die Zufuhr an enzymhaltigem
Reinigungsverstärker erfolgt erst nach Beendigung der jeweiligen Unterbrechung oder
Dosierpause innerhalb einer relativ kurzen Zeit, so daß diejenige Enzymmenge, die
bei der jeweiligen Unterbrechung oder Dosierpause verzehrt worden ist, ersetzt wird.
Die Bemessung der Menge des bei der Stoßdosierung zugesetzten Reinigungsverstärkers
erfolgt in Abhängigkeit von der Dauer der Unterbrechung und/oder Dosierpause sowie
in Abhängigkeit vom durch eine mathematische Funktion, beispielsweise einer e-Funktion,
beschreibbaren Verlauf des Enzymzerfalls. Dadurch wird sichergestellt, daß verzehrtes
Enzym ziemlich genau ersetzt wird, ohne daß eine wesentliche Unterdosierung oder Überdosierung
erfolgt.
[0037] Zur Erzielung einer genau bemessenen, bedarfgerechten Dosierung wird gemäß einer
bevorzugten weiteren Ausgestaltung der Erfindung berücksichtigt, daß der zeitliche
Verlauf der Enzymzehrung im wesentlichen einer Exponentialfunktion folgt, wobei die
Konzentration, ausgehend von einer Anfangskonzentration, exponentiell abnimmt. Eine
praxisgerechte Stoßdosierung nach einer Pausenzeit t muß folglich der Komplementärfunktion
des Verlaufes der Enzymzehrung folgen.
[0038] Auch bei der Stoßdosierung ist es ebenso wie bei der Unterhaltsdosierung möglich,
daß während der Reinigungsmittel-Dosierzeiten in Paralleldosierung der enzymhaltige
Reinigungsverstärker zudosiert wird, wenn ein enzymfreies Reinigungsmittel Verwendung
findet.
[0039] Bei einer Vorrichtung der eingangs bezeichneten Art zum Durchführen des Verfahrens
wird die Aufgabe gemäß der Erfindung gelöst durch ein vom Reinigungsmittel-Dosiersystem
getrenntes Dosiersystem zur Dosierung eines enzymhaltigen Reinigungsverstärkers, welches
einen Betriebszustand zur Unterhaltsdosierung während Unterbrechungen oder Stillstandsphasen
des Geschirrspülmaschinenbetriebes und/oder Dosierpausen des Reinigungsmittel-Dosiersystems
und/oder einen Betriebszustand zur Stoßdosierung nach Beendigung von Unterbrechungen
oder Stillstandsphasen des Geschirrspülmaschinenbetriebes und/oder Dosierpausen des
Reingiungsmittel-Dosiersystems aufweist.
[0040] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens ist grundsätzlich
gekennzeichnet durch ein vom Reinigungsmittel-Dosiersystem getrenntes Dosiersystem
für den enzymhaltigen Reinigungsverstärker, wobei letzteres einen Betriebszustand
zur Unterhaltsdosierung und/oder einen Betriebszustand zur Stoßdosierung aufweist.
Das Reinigungsmittel-Dosiersystem kann in üblicher Weise ausgebildet sein, z. B. als
Dosierpumpe bei einem Flüssigreiniger oder als Frischwasser- oder Flotteneinspülung
bei einem Pulverreiniger. Hinzu kommt erfindungsgemäß also im wesentlichen nur das
vom Reinigungsmittel-Dosiersystem getrennte bzw. gesonderte Dosiersystem für den enzymhaltigen
Reinigungsverstärker. Dieses besitzt entweder einen Betriebszustand zur Unterhaltsdosierung
oder einen Betriebszustand zur Stoßdosierung und ist mit den für den jeweiligen Betriebszustand
notwendigen technischen Einrichtungen versehen. Neben dieser Ausführungsform, bei
welcher das Reinigungsverstärker-Dosiersystem entweder nur technische Einrichtungen
für den Betriebszustand Unterhaltsdosierung oder technische Einrichtungen für den
Betriebszustand Stoßdosierung aufweist, ist es aber auch möglich, das Reinigungsverstärker-Dosiersystem
mit technischen Einrichtungen für beide Betriebszustände auszustatten, so daß vom
Bedienungspersonal der jeweils gewünschte Betriebszustand frei anwählbar ist. Die
Vorrichtung ermöglicht somit eine Unterhaltsdosierung während der Unterbrechungen
bzw. Stillstandsphasen des Geschirrspülmaschinenbetriebes und/oder der Reinigungsmittel-Dosierpausen
oder eine Stoßdosierung unmittelbar nach Beendigung von Unterbrechungen oder Stillstandsphasen
des Geschirrspülmaschinenbetriebes und/oder Reinigungsmittel-Dosierpausen, so daß
eine durch Enzymabbau bzw. -zerfall bedingte Zehrung der Enzymaktivität während dieser
Zeit ausgeglichen wird. Eine derartige Nach- oder Zusatzdosierung ist erforderlich,
wenn die Reinigungsmittelversorgung der gewerblichen Geschirrspülmaschine wie üblich
über eine den Enzymgehalt in der Waschflotte nicht berücksichtigende Regelung erfolgt.
Im Gegensatz zum Enzymgehalt bleibt nämlich die Reinigungsmittelkonzentration in der
Waschflotte während der Unterbrechungen oder Stillstandsphasen der Geschirrspülmaschine
im wesentlichen konstant. Ohne das Nachdosieren von Enzym würde bei Beginn eines erneuten
Spülzylkuses ansonsten üblicherweise nur Reinigungsmittel entsprechend dem Frischwasserzulauf
in den zumindest einen Dosier- oder Waschtank oder die Spül- oder Waschflotte der
Geschirrspülmaschine eindosiert werden. Es ergäbe sich dann ein Defizit an Enzymgehalt
und damit ein zumindest im Hinblick auf Stärkeanschmutzungen unbefriedigendes Spülergebnis.
Dieses Problem wird durch die erfindungsgemäße Vorrichtung überwunden.
[0041] Bei einer Ausführungsform der Vorrichtung zur Durchführung der Stoßdosierung enthält
die Vorrichtung in Weiterbildung der Erfindung einen Zähler, dem während der Unterbrechungszeiten
regelmäßig Pausenimpulse zugeführt werden. Mit diesen Pausenimpulsen wird der Zählerstand
nicht linear, sondern vielmehr einer stufenweise angenäherten, zum Enzymzerfall komplementären
Funktion, insbesondere einer e-Funktion, entsprechend erhöht, um sich schließlich
mit minimaler Zählrate asymptotisch einem vorgegebenen Endwert zu nähern. Nach Beendigung
der Unterbrechung bzw. Stillstandsphase und Wiederaufnahme des Maschinenbetriebes
wird der Zähler vom erreichten Zählerstand an mit konstanter Taktrate linear abwärts
gezählt bis der Zählerstand Null erreicht ist. Während des Abzählvorganges aktivieren
die Abwärtszählimpule eine Pumpe, die die Stoßdosierung bewirkt. Die Dauer der Stoßdosierung
hängt also von dem während der Unterbrechungszeit erreichten Zählerstand ab. Die Dauer
der Stoßdosierung ist um Größenordnungen kleiner als die Dauer der in Betracht kommenden
Unterbrechungszeiten. Die Stoßdosierung gleicht damit innerhalb eines Zeitraumes von
Sekunden bis Minuten die Wirkstoffzehrung von mehreren 10 Minuten bis Stunden aus.
Die Höhe des Zählerstandes ist also ein Maß für die Dauer der Stoßdosierung. Diese
Dauer ist in jedem Fall viel kürzer als die Dauer in Betracht kommender Pausenzeiten,
so daß die Stoßdosierung des enzymhaltigen Reinigungsverstärkers mit einer viel höheren
Rate erfolgt als der Abbau bzw. Zerfall (Zehrung) des Enzyms in der Waschflotte. Bereits
nach sehr kurzer Zeit von wenigen Minuten wird auf diese Weise die Enzymzehrung von
mehreren 10 Minuten ausgeglichen. Diese Art der Stoßdosierung erfolgt nicht nur unmittelbar
nach Beendigung von Unterbrechungen oder Stillstandsphasen des Geschirrspülmaschinenbetriebes,
sondern gewünschtenfalls auch unmittelbar nach Beendigung von Reinigungsmittel-Dosierpausen.
[0042] Der Begriff "Zähler" soll in diesem Zusammenhang weitgefaßt verstanden werden. Er
umfaßt jegliche Zähleinrichtung, die zugeführte Pausenimpulse einer vorgegebenen Funktion
entsprechend zählt und damit auch nicht lineare, z. B. einer e-Funktion folgende,
Zählvorgänge ermöglicht. Die Variation des Zeitabstandes der Pausenimpulse kann zur
Beschleunigung (Stauchung) oder Verzögerung (Dehnung) des Zählvorganges im Zeitbereich
benutzt werden. Hierbei können die Pausenimpulse mit zeitlich konstantem Abstand vorliegen
und mit einem Faktor vervielfacht werden, dessen zeitlicher Verlauf einer e-Funktion
entspricht. Andererseits ist es auch möglich, die Pausenimpulse mit unterschiedlichen
zeitlichen Abständen dem Zähler zuzuführen. Schließlich kann der Zähler auch eine
Summiereinrichtung enthalten, die bei jedem Pausenimpuls den Zählerstand um einen
zeitlich variierenden Betrag erhöht.
[0043] Sowohl für Vorrichtungen mit dem Betriebszustand Unterhaltsdosierung als auch für
Vorrichtungen mit dem Betriebszustand Stoßdosierung sieht die Erfindung in weiterer
Ausgestaltung vor, daß das Dosiersystem für den enzymhaltigen Reinigungsverstärker
zusätzlich einen parallel zum Reinigungsmittel-Dosiersystem fördernden Betriebszustand
für eine Paralleldosierung bei eingeschaltetem Reinigungsmittel-Dosiersystem besitzt.
Nach dieser Ausgestaltung kann mit der Vorrichtung sowohl enzymhaltiges als auch enzymfreies
Reinigungsmittel verwendet werden, wobei die Paralleldosierung eine Zudosierung von
enzymhaltigem Reinigungsverstärker bei der Verwendung von enyzmfreiem Reinigungsmittel
ermöglicht. Die Paralleldosierung und die Unterhaltsdosierung oder die Stoßdosierung
unterscheiden sich dabei im wesentlichen nur in der pro Zeiteinheit jeweils in den
Dosiertank bzw. die Spül- oder Waschflotte geförderten Menge an enzymhaltigem Reinigungsverstärker.
[0044] Von Vorteil ist es, wenn zum Fördern des enzymhaltigen Reinigungsverstärkers eine
frequenzgesteuerte Schlauchquetschpumpe oder eine Membranpumpe vorgesehen ist, wie
dies die Erfindung weiterhin vorsieht. Eine solche Pumpe kann mit einer dem Enzymzerfall
entsprechenden Anzahl von Pumpenhüben pro Zeiteinheit betrieben werden. Für die Unterhaltsdosierung
genügen dann relativ wenig Pumpenhübe, während für die Stoßdosierung und/oder gegebenenfalls
für die Paralleldosierung bei Verwendung eines enzymfreien Reinigers eine viel größere
Zahl von Pumpenhüben erforderlich ist. In der Praxis hat es sich daher als zweckmäßig
erwiesen, wenn die zugehörige Frequenzsteuerung der Pumpe einen ersten Regelbereich
für die Unterhaltsdosierung sowie einen zweiten Regelbereich für die Spülphase der
Geschirrspülmaschine bei eingeschaltetem Reinigungsmittel-Dosiersystem mit einer gegenüber
der Dosis des ersten Regelbereichs wesentlich verstärkten Förderleistung besitzt,
wie dies die Erfindung in Ausgestaltung schließlich vorsieht.
[0045] Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert.
Diese zeigt in
- Fig. 1
- ein Blockschaltbild von Reinigungsmittel-Dosiersystem und Reinigungsverstärker-Dosiersystem
für flüssiges, enzymfreies Reinigungsmittel und für flüssigen, enzymhaltigen Reinigungsverstärker,
- Fig. 2
- ein Funktionsdiagramm für eine Parallel- und Unterhaltsdosierung von enzymhaltigem
Reinigungsverstärker bei Verwendung von enzymfreiem Reinigungsmittel,
- Fig. 3
- ein Blockschaltbild von Reinigungsmittel-Dosiersystem und Reinigungsverstärker-Dosiersystem
für enzymhaltigen Pulverreiniger und flüssigen, enzymhaltigen Reinigungsverstärker,
- Fig. 4
- ein Funktionsdiagramm für eine Unterhaltsdosierung von enzymhaltigem Reinigerverstärker
bei Verwendung von enzymhaltigem Reinigungsmittel,
- Fig. 5
- ein schematisches Blockschaltbild einer Vorrichtung für eine Stoßdosierung,
- Fig. 6
- ein Diagramm zur Veranschaulichung der theoretischen Dosierfunktion und der durch
einen Zählalgorithmus des Zählers angenäherten Funktion bei der Stoßdosierung und
in
- Fig. 7
- den zeitlichen Verlauf der Enzymkonzentration in der Waschflotte während einer Betriebsunterbrechung
und anschließender Stoßdosierung.
[0046] Die Fig. 1 zeigt das einer gewerblichen Geschirrspülmaschine, wie sie nachstehend
beispielsweise im Zusammenhang mit der Fig. 5 erläutert ist, zugeordnete Reinigungsmittel-Dosiersystem
für flüssiges, enzymfreies, niederalkalisches Reinigungsmittel 2 und das der gewerblichen
Geschirrspülmaschine zugeordnete Reinigungsverstärker-Dosiersystem für flüssigen,
enzymhaltigen Reinigungsverstärker 5. Eine übliche Flüssigreinigerdosierpumpe 1 fördert
aus einem Flüssigreinigertank, beispielsweise geregelt über eine Leitfähigkeits- oder
pH-Wert-Wertmessung, flüssiges, enzymfreies Reinigungsmittel 2 durch eine Leitung
3 zu zumindestens einem (nicht dargestellten) Dosier- oder Waschtank einer Geschirrspülmaschine.
Parallel zu der Flüssigreinigerdosierpumpe 1 ist eine frequenzgesteuerte Schlauchquetschpumpe
4 vorgesehen, die aus einem flüssigen, enzymhaltigen Reinigungsverstärker 5 enthaltenden
Tank durch eine Leitung 6 ebenfalls zu dem vorgenannten, mindestens einen Dosier-
oder Waschtank fördert. Dieses Dosiersystem für flüssigkonfektionierten, enzymhaltigen
Reinigungsverstärker 5 ist mittels einer interen und/oder externen Elektronik derart
steuerbar, daß sich ein Funktionsdiagramm nach Fig. 2 einstellt, also eine Unterhaltsdosierung
17, 18 und gegebenenfalls Paralleldosierung 16 des Reinigungsverstärkers 5 in Ergänzung
zur Reinigungsmitteldosierung möglich ist.
[0047] Die Fig. 2 zeigt in drei Zeilen 7, 8 und 9 verschiedene Ein- und Ausschaltzustände
(1/0) in Abhängigkeit von der Zeit t. In der mit 7 bezeichneten obersten Zeile ist
der Betriebszustand der gewerblichen Geschirrspülmaschine symbolisiert. Die Spülphasen
bzw. Einschaltzustände sind mit 10, die Unterbrechungen bzw. Stillstandsphasen sind
mit 11 bezeichnet. In der mit 8 bezeichneten zweiten Zeile ist die Dosierung des enzymfreien
Reinigungsmittels 2, d. h. der aktive Betriebszustand der Flüssigreinigerdosierpumpe
1, dargestellt. In Abhängigkeit von der in zumindest einem Waschtank der Geschirrspülmaschine
gemessenen Leitfähigkeit oder dem pH-Wert der in der Geschirrspülmaschine befindlichen
Spül- oder Waschflotte wird in diesem Ausführungsbeispiel ein zweimaliges Anspringen
der Dosierpumpe 1 während eines Maschinen-Einschaltzustandes 10 angenommen. Die entsprechenden
beiden Reinigungsmittel-Dosierzeiten sind mit 12 und 13 bezeichnet. Eine dazwischen
liegende Dosierpause ist mit 14 und die der Unterbrechung bzw. der Stillstandsphase
11 des Geschirrspülmaschinenbetriebes entsprechende Dosierpause ist mit 15 gekennzeichnet.
In der mit 9 bezeichneten dritten Zeile ist die Dosierung des enzymhaltigen Reinigungsverstärkers
5, d. h. der aktive Betriebszustand der Schlauchquetschpumpe 4, angegeben.
[0048] Wie aus der Fig. 2 ersichtlich, erfolgt während der Reinigungsmittel-Dosierzeiten
12, 13 der Reinigerdosierpumpe 1 eine Paralleldosierung 16 des Reinigungsverstärkers
5 mit einer schnellen Folge einzelner Pumpenhübe der Schlauchquetschpumpe 4. Jeder
einzelne Pumpenhub ist in der Zeile 9 der Fig. 2 - sowie auch in der Zeile 9a der
Fig. 4 - als einzelner senkrechter Strich dargestellt. Demgegenüber ist die Arbeit
der Schlauchquetschpumpe 4 während der Dosierpausen 14, 15 der Geschirrspülmaschine
sehr verlangsamt; in den entsprechenden Unterhaltsdosierungen 17, 18 vollziehen sich
pro Zeiteinheit wesentlich weniger Pumpenhübe als während der Paralleldosierung 16
in den Spülphasen 10 bzw. den Reinigungsmittel-Dosierzeiten 12, 13. Ersichtlich wird
das flüssige Reinigungsmittel 2 während der Unterbrechung bzw. Stillstandsphase 11
der Geschirrspülmaschine nicht nachdosiert (Reinigungsmittel-Dosierpause 15). Ein
solches Nachdosieren ist nicht erforderlich, da sich die Konzentration an Reinigungsmittel
in der Waschflotte dann nicht signifikant vermindert. Lediglich der Enzymabbau bzw.
Enzymzerfall (Zehrung) während der Stillstandsphase 11 wird durch die verlangsamte
Nachdosierung bzw. Unterhaltsdosierung 17 in diesem Zeitraum ausgeglichen. Es kann
günstig sein, während längerer Dosierpausen 14 in den Spülphasen 10 der Geschirrspülmaschine
einzelne Pumpenhübe einer Unterhaltsdosierung 18 zum Ausgleich des auch in dieser
Zeit ständig erfolgenden Enzymabbaus bzw. -zerfalls (Zehrung) vorzusehen.
[0049] Für den Fall, daß ein Geschirrspülmaschinenreinigungsmittel 19 bereits Enzyme enthält,
was vor allem bei Pulverreinigern möglich ist, braucht eine Paralleldosierung von
enyzmhaltigem Reinigungsverstärker 5 im allgemeinen nicht vorgesehen zu werden, vielmehr
genügt dann eine Unterhaltsdosierung 17. Für diesen Fall ist ein Ausführungsbeispiel
aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich, wobei die Fig. 3 das einer gewerblichen Geschirrspülmaschine
zugeordnete Reinigungsmittel-Dosiersystem für einen enzymhaltigen, niederalkalischen
Pulverreiniger 19 und das davon getrennte Dosiersystem für den enzymhaltigen, flüssigen
Reinigungsverstärker 5 und die Fig. 4 in den drei Zeilen 7a, 8a und 9a die verschiedenen
Ein- und Ausschaltzustände (1/0) der gewerblichen Geschirrspülmaschine und der Dosiersysteme
in Abhängigkeit von der Zeit t zeigt. Das Reinigungsmittel-Dosiersystem nach Fig.
3 besteht aus einem Trichter 20 mit darin eingefülltem, enzymhaltigem, niederalkalischem
Pulverreiniger 19. Wie von üblichen Dosiersystemen bekannt, erfolgt die Dosierung
des enzymhaltigen Pulverreinigers 19 in dem Trichter 20 über eine Frischwasser- oder
Flotteneinspülung 21 und eine Leitung 22 zu zumindest einem Dosier- oder Waschtank
einer gewerblichen Geschirrspülmaschine (Pfeilrichtung).
[0050] Außerdem ist nach Fig. 3 ein Dosiersystem für enzymhaltigen Reinigungsverstärker
5 mit einer frequenzgesteuerten Schlauchquetschpumpe 4 vorgesehen, die den enzymhaltigen
Reinigungsverstärker 5 aus einem Tank über eine Leitung 6 ebenfalls zu dem zumindest
einen Dosier- oder Waschtank der Geschirrspülmaschine fördert. Im Unterschied zum
Fall von Fig. 1/2 arbeitet die Schlauchquetschpumpe 4 nach Fig. 3/4 jedoch nur während
der Stillstandsphase 11 der Spülmaschine und gegebenenfalls während der Dosierpause
14, wie dies in der Zeile 9a der Fig. 4 angedeutet ist. Die Zeilen 7a und 8a zeigen
identische Betriebszustände wie die Zeilen 7 und 8 nach dem Ausführungsbeispiel der
Fig. 1/2 an. Da bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 und 4 bei der Dosierung 12,
13 von enzymhaltigem Reiniger 19 während der Spülphasen 10 bereits Enzym in den zumindest
einen Dosier- oder Waschtank eindosiert wird, entfällt bei diesem Ausführungsbeispiel
eine Paralleldosierung von enzymhaltigem Reinigungsverstärker während der Dosierzeiten
12 und 13. Lediglich während der Unterbrechung oder Stillstandsphase 11 bzw. der Reinigungsmittel-Dosierpause
15 erfolgt eine Dosierung des enzymhaltigen Reinigungsverstärkers 5 in Form einer
Unterhaltsdosierung 17. Darüber hinaus kann es unter Umständen günstig sein, in Dosierpausen
14 zwischen zwei Reinigungsmittel-Dosierungen 12 und 13, ähnlich wie im Ausführungsbeispiel
nach der Fig. 2, einen oder mehrere Dosierhübe als Unterhaltsdosierung 18 vorzusehen,
was ebenfalls in der Zeile 9a der Fig. 4 dargestellt ist.
[0051] Zum Betrieb der Unterhaltsdosierung 17, 18 und der nachstehend erläuterten Stoßdosierung
SD sowie der gegebenenfalls gewünschten Paralleldosierung 16 wird bevorzugt eine Modifikation
einer frequenzgesteuerten Schlauchquetschpumpe 4, 27 verwendet, wobei die bei der
Unterhaltsdosierung verwendete Pumpe in den Fig. 1 und 3 mit dem Bezugszeichen 4 und
die bei der Stoßdosierung verwendete Pumpe in der Fig. 5 mit dem Bezugszeichen 27
versehen ist. Dabei sind zwei Regelbereiche der Frequenzsteuerung möglich und zwar
erstens ein Bereich I für die Paralleldosierung 16 oder die nachstehend erläuterte
Stoßdosierung SD mit einem Förderleistungsbereich von 8 bis 290 ml/min und zweitens
ein Bereich II für die Unterhaltsdosierungen 17, 18 mit einem Förderleistungsbereich
von 1,5 bis 3,5 ml/min. Diese beiden Regelbereiche sind extern anwählbar, so daß eine
Nachregulierung dem Spülergebnis entsprechend möglich ist. Es ist natürlich auch möglich,
für jede Art der Dosierung eine separate Pumpe für den jeweils gewünschten Förderbereich
bereitzustellen oder im Falle von Stoßdosierung und Paralleldosierung eine Pumpe mit
nur einem Regelbereich für beide Dosierarten.
[0052] Anstelle der in der Zeile 9 der Fig. 2 dargestellten Unterhaltsdosierungen 17, 18
in Verbindung mit den Paralleldosierungen 16 oder der in der Zeile 9a der Fig. 4 dargestellten
Unterhaltsdosierungen 17, 18 ohne Paralleldosierung kann die Zu- oder Nachdosierung
von enzymhaltigem Reinigungsverstärker 5 auch durch eine Stoßdosierung SD erfolgen.
Im Gegensatz zu den Unterhaltsdosierungen 17, 18, die während der Unterbrechung oder
Stillstandsphase 11 und/oder der Reinigungsmittel-Dosierpausen 14, 15 erfolgt, wird
die Stoßdosierung SD unmittelbar nach Beendigung einer Unterbrechung oder Stillstandsphase
11 und/oder einer Reinigungsmittel-Dosierpause 14, 15 aktiviert. Von den in den Fig.
2 und 4 dargestellten Funktionsdiagrammen würden sich die entsprechenden Funktionsdiagramme
für eine Stoßdosierung SD in den Zeilen 7, 7a und 8, 8a nicht und in den Zeilen 9,
9a dadurch unterscheiden, daß die Unterhaltsdosierungen 17, 18 entfallen und stattdessen
nach Beendigung der Stillstandsphase 11 und/oder der Reinigungsmittel-Dosierpausen
14, 15 bzw. zu Beginn der Spülphasen 10 oder der Reinigungsmittel-Dosierzeiten 12,
13 als Stoßdosierung SD dem zumindest einen Dosier- oder Waschtank der Geschirrspülmaschine
enzymhaltiger Reinigungsverstärker 5 zudosiert wird. Die Stoßdosierung ist nachstehend
anhand der Fig. 5 bis 7 näher erläutert.
[0053] In Fig. 5 ist eine gewerbliche Geschirrspülmaschine 23 dargestellt, durch die das
zu spülende Geschirr von links (Einlaßende) nach rechts (Auslaßende) hindurchgefördert
wird. Die Geschirrspülmaschine 23 enthält hintereinander mehrere Tanks, aus denen
Spül- bzw. Waschflotte gegen das Geschirr gesprüht wird, um anschließend wieder in
die Tanks abzulaufen. Die Tanks sind in bekannter Weise kaskadenartig aneinandergesetzt,
wobei die Spül- oder Waschflotte die Tanks nacheinander vom Auslaßende (rechts) zum
Einlaßende (links) durchläuft, so daß der Verschmutzungsgrad der Waschflotte vom Auslaßende
zum Einlaßende hin zunimmt.
[0054] Am Auslaßende wird in die Geschirrspülmaschine 23 Wasser eingeführt und zusätzlich
aus einem Spülmitteltank 24 niederalkalisches Reinigungsmittel 2, das in flüssiger
Form in dem Spülmitteltank 24 enthalten ist. Das Reinigungsmittel 2 wird durch eine
Pumpe 25 in dosierter Form gefördert. Diese Pumpe 25 wird von einer Pumpensteuereinheit
26 angetrieben. Die Dosierung des Reinigungsmittels 2 erfolgt in Abhängigkeit von
dem Leitwert oder pH-Wert der in der Spülmaschine 23 enthaltenen Waschflotte. Die
Pumpensteuereinheit 26 steuert eine weitere Pumpe 27, die aus einem Tank 28 einen
flüssigen, enzymhaltigen Reinigungsverstärker 5 in die Geschirrspülmaschine 23 eindosiert.
Der Reinigungsverstärker enthält Enzyme wie Amylase, Lipase oder Protease. Der Reinigungsverstärker
5, der im Tank 28 in flüssiger Form enthalten ist, wird durch die Pumpe 27, bei der
es sich vorzugsweise um eine Schlauchquetschpumpe handelt, in die Geschirrspülmaschine
23 eingegeben. Die Pumpe 27 wird durch Impulse gesteuert, die ihr über eine Steuerleitung
29 zugeführt werden. Der Pumpenantrieb erfolgt über einen Schrittmotor, wobei jeder
Impuls in der Steuerleitung 29 einer bestimmten Fördermenge der Pumpe 27 entspricht.
Die Steuerleitung 29 ist an eine von der Pumpensteuereinheit 26 kommende Betriebsimpulsleitung
30 angeschlossen. Die Betriebsimpulsleitung 30 liefert während des Betriebszustandes
10 der Geschirrspülmaschine 23 Betriebsimpulse, deren Frequenz so bemessen ist, daß
die Pumpe 27 in der Waschflotte eine bestimmte Konzentration an enzymhaltigem Reinigungsverstärker
5 aufrechterhält, also eine Paralleldosierung 16 vorgenommen wird. Bei einer Unterbrechung
des Betriebs bzw. einer Stillstandsphase 11 der Spülmaschine oder Dosierpausen 14,
15 liefert die Pumpensteuereinheit 26 an die Pumpe 25 für das Reinigungsmittel 2 keine
Impulse und sie liefert ebenfalls keine Betriebsimpulse an die Betriebsimpulsleitung
30. Es liegt also der zu dem in Fig. 2 dargestellten Beispiel analoge Fall einer Stoßdosierung
(nachstehend erläutert) in Kombination mit einer Paralleldosierung 16 vor.
[0055] An eine Pausenimpulsleitung 31 der Pumpensteuereinheit 26 ist ein Zähler 32 angeschlossen.
Die Pausenimpulsleitung 31 liefert bei einer Unterbrechung des Betriebs bzw. einer
Stillstandsphase 11 der Geschirrspülmaschine und/oder bei Dosierpausen 15 und gegebenenfalls
Dosierpausen 14 Impulse mit konstantem zeitlichen Abstand an den Zähler 32.
[0056] Der Zähler 32 zählt in der in Fig. 6 dargestellten Weise nicht-linear. In Fig. 6
ist entlang der Abszisse die Pausenzeit t während einer Unterbrechung oder Stillstandsphase
11 und/oder einer Dosierpause 14, 15 und entlang der Ordinate der Zählerstand n aufgetragen.
Bei diesem Ausführungsbeispiel wird in jeder Minute ein Pausenimpuls geliefert. Bei
jedem Pausenimpuls wird der Zählerstand des Zählers 32 um einen variierenden Zählschritt
erhöht. Die Größe der Zählschritte nimmt mit zunehmender Pausenzeit t ab. Die Zählkapazität
des Zählers 32 beträgt hier 128. Der zeitliche Verlauf des Zählerstandes entspricht
einer Treppenkurve 33, die einer e-Funktion 34 angenähert ist.
[0057] Bei diesem Ausführungsbeispiel der Erfindung wird davon ausgegangen, daß der zeitliche
Verlauf des Enzymabbaues bzw. Enzymzerfalls (Zehrung) während der Pausenzeit t im
wesentlichen der folgenden Exponentialfunktion (Zehrungsfunktion) entspricht:

[0058] Hier ist C
t die Enzymkonzentration zum Zeitpunkt t, C
0 die Ausgangskonzentration des Enzyms und

, wobei τ die Zehrungszeitkonstante ist.
[0059] Die Zudosierung von enyzmhaltigem Reinigungsverstärker 5 nach einer Pausenzeit t
erfolgt nach der zur Zehrungsfunktion komplementären Funktion

[0060] Hierin ist V
t die Stoßdosierzeit für eine Pausenzeit von t und V
max die maximale Stoßdosierzeit. Dieser Funktion V
t entspricht die ideale Kurve 34 von Fig. 6, die durch die Treppenkurve 33 angenähert
ist. Die Treppenkurve 33 wird schaltungstechnisch in dem Zähler 32 mittels eines programmierbaren
Logikbausteines (PLD) realisiert. Die nicht-lineare Zählfunktion wird durch Variation
der Zählschrittweite erreicht. Die Taktrate der Pausenimpulse wird der Zehrungsfunktion
des Enzyms bzw. des enzymhaltigen Reinigungsverstärkers 5 angepaßt. Der maximale Zählerstand
n
max des Zählers 32 beträgt 128, was einer Auflösung von 7 bit entspricht.
[0061] Nach Beendigung der Pausenzeit t, d. h. zu Beginn der Betriebsphase 10 oder zu Beginn
der Dosierzeiten 12 oder gegebenenfalls 13, wird der Zählerstand des Zählers 32 linear
in Schritten von 1 abwärts gegen 0 gezählt. Dabei werden an dem Zählerausgang 35 Impulse
erzeugt, die über die Steuerleitung 29 der Pumpe 27 zugeführt werden. Die beim Herunterzählen
des Zählers 32 am Ausgang 35 erzeugten Impulse bewirken die Stoßdosierung durch die
Pumpe 27. Mit dem Erreichen des Zählerstandes 0 wird die Stoßdosierung beendet.
[0062] Fig. 7 zeigt den zeitlichen Verlauf der Enzymkonzentration C in der Waschflotte im
Falle einer Unterbrechung oder Stillstandsphase 11 des Geschirrspülmaschinenbetriebes
oder einer Dosierpause 14, 15, deren Länge t
1 beträgt. Längs der Ordinate ist die auf den Normalwert C
0 normierte Enzymkonzentration C/C
0 angegeben.
[0063] Nach Beginn der Pausenzeit fällt die Enzymkonzentration von dem Wert 1 aus exponentiell
ab. Die Betriebspause, deren Dauer t
1 beträgt, ist mit Beginn der Stoßdosierdauer t
2 beendet. Mit dem Ende des Zeitraumes t
1 bzw. dem Beginn des Zeitraumes t
2 beginnt der Betrieb der Geschirrspülmaschine, d. h. der aktive Betriebszustand 10
oder die Dosierzeiten 12, 13 von neuem, wobei in der Anfangsphase eine Stoßdosierung
SD durchgeführt wird. Im Zuge dieser Stoßdosierung steigt die Enzymkonzentration linear
steil bis auf den Normalwert von "1" an. Der nachfolgende Betrieb wird dann mit dieser
Normalkonzentration durchgeführt. Die Zeitdauer t
2 der Stoßdosierung SD beträgt beispielsweise 1 bis 2 Minuten und ist wesentlich kürzer
als die Pause t
1.
[0064] Während der Pausenzeit t
1 zählt der Zähler 32 in Folge der Pausenimpulse schrittweise hoch, wobei sich der
Zählerstand n entsprechend der Kurve 33 in Fig. 6 entwickelt und sich asymptotisch
an den maximalen Zählerstand n
max nähert, der schließlich erreicht wird, wenn die Betriebspause der Geschirrspülmaschine
nicht vorher unterbrochen wird. Der maximale Zählerstand n
max entspricht der maximalen Stoßdosierzeit. Der maximale Zählerstand wird erreicht,
wenn die Pausenzeit etwa 5 τ beträgt, wobei τ die Zehrungszeitkonstante des Enzyms
ist. Die Taktrate des Zählers 32 beim Abwärtszählen ist so gewählt, daß bei maximaler
Stoßdosierzeit gerade wieder die Soll-Konzentration C
0 an Enzym in der Waschflotte erreicht wird. Die Taktrate R in 1/s beträgt

wobei V
max die maximale Stoßdosierzeit ist.
[0065] In Abhängigkeit von der Verzehrrate des Enzyms wird der maximale Zählerstand nach
einer Pausenzeit von 0,5 bis 3 Stunden erreicht.
[0066] Bei den vorstehend beschriebenen Verfahren zur Dosierung von Reinigungsmittel 2,
19 und enzymhaltigem Reinigungsverstärker 5 werden in den beschriebenen Vorrichtungen
als Reinigungsmittel ein niederalkalischer Reiniger auf Basis Phosphat oder Nitrilotriessigsäure
oder deren Salze (NTA) und ein amylasehaltiger Reinigungsverstärker 5 der Geschirrspülmaschine
zudosiert. Neben oder anstelle von Amylase kann der Reinigungsverstärker aber auch
Lipase oder Protease enthalten. Vorzugsweise wird ein Reinigungsverstärker auf der
Basis Thermamyl 300 L (Fa. NOVO), bestehend aus 0,55 Gew.-% Amylase, 18,0 Gew.-% Propylenglykol
- 1,2, 72 Gew.-% Wasser, 9,45 Gew.-% Restwasser und Salze eingesetzt. Reiniger 2,
19 und/oder Reinigungsverstärker 5 können in zumindest einen Wasch- oder Dosiertank
der Geschirrspülmaschine und/oder die Nachspülleitung und/oder die Sprühvorrichtung
der Geschirrspülmaschine eindosiert werden.
[0067] Bei Verfahren ohne Unterhalts- oder Stoßdosierung wird der enzymhaltige Reinigungsverstärker
während des regelmäßigen Geschirrspülmaschinenbetriebs mit üblicher Reinigerkonzentration
in der Spül- oder Waschflotte von 0,5 bis 8 g/l und/oder einer periodischen Grundreinigung
mit erhöhter Konzentration von 3 bis 15 g/l in der Spül- oder Waschflotte lediglich
parallel oder nachträglich zum niederalkalischen Reiniger der Spül- oder Waschflotte
zudosiert. Hierzu reicht es aus, eine gewerbliche Geschirrspülmaschine mit zwei Dosiersystemen,
eines für den Reiniger und eines für den Reinigungsverstärker, auszustatten. Beispielsweise
können dies zwei parallel zueinander betreibbare Dosierpumpen sein.
1. Verfahren zur maschinellen Geschirreinigung in gewerblichen Geschirrspülmaschinen
(23), bei welchem ein Reinigungsmittel (2, 19) und ein dieses in der Wirkung unterstützender,
vorzugsweise kohlenhydratabbauendes, Enzym, insbesondere Amylase, enthaltender Reinigungsverstärker
(5) in die Geschirrspülmaschine (23) eindosiert werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Reinigungsverstärker (5) als Bestandteil des, insbesondere auf Basis Phosphat
oder Nitriloessigsäure oder deren Salze (NTA) formulierten, niederalkalischen Reinigungsmittels
(2, 19) und/oder zusätzlich in Kombination zum niederalkalischen Reinigungsmittel
(2, 19) in zumindest einem Spül- oder Waschtank der Geschirrspülmaschine (23) der
Spül- oder Waschflotte zudosiert und diese Spül- oder Waschflotte unter Besprühung
des Geschirrs umgewälzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß in der Spül- oder Waschflotte eine Konzentration von 0,5 bis 15 g/l an niederalkalischem
Reinigungsmittel (2, 19) eingestellt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das niederalkalische Reinigungsmittel in Anwendungskonzentration mit einem pH-Wert
von 7 bis 11, vorzugsweise 9,1 bis 10,8, eindosiert wird.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß in der Spül- oder Waschflotte eine Konzentration von 0,05 bis 2 g/l an Reinigungsverstärker
(5) eingestellt wird.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der enzymhaltige Reinigungsverstärker (5) während des regelmäßigen Geschirrspülmaschinenbetriebes
mit üblicher Reinigerkonzentration in der Spül- oder Waschflotte von 0,5 bis 8 g/l
und/oder während einer periodischen Grundreinigung mit erhöhter Reinigerkonzentration
in der Spül- oder Waschflotte von 3 bis 15 g/l in die Spül- oder Waschflotte eindosiert
wird.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Reinigungsverstärker (5) im Maße des Enzymabbaues nachdosiert wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Nachdosiermenge in Stillstandsphasen (11) gering ist im Vergleich zu Spülphasen
(10).
8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß Reinigungsmittel (2, 19) und Reinigungsverstärker (5) separat in die Spül- oder
Waschflotte eindosiert weden.
9. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der enzymhaltige Reinigungsverstärker (5) parallel oder nachträglich zum niederalkalischen
Reinigungsmittel (2, 19) in die Spül- oder Waschflotte eindosiert wird.
10. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein 0,01 bis 0,6 Gew.-%, vorzugsweise 0,45 bis 0,55 Gew.-%, Enzym, insbesondere
Amylase, sowie 10 bis 25 Gew.-%, vorzugsweise 15 bis 20 Gew.-%, Propylenglykol, insbesondere
Propylenglykol-1,2, und eine entsprechende Menge Wasser enthaltender Reinigungsverstärker
(5) eindosiert wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß während Reinigerdosierzeiten (12, 13) in die Spül- oder Waschflotte ein enzymfreies,
insbesondere flüssiges, niederalkalisches Reinigungsmittel (2) und im Maße des Reinigerverbrauches
in Paralleldosierung (16) der enzymhaltige Reinigungsverstärker (5) eindosiert wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß während Reinigerdosierzeiten (12, 13) in die Spül- oder Waschflotte ein Enzym
zum sofortigen Spülen an sich in ausreichender Menge enthaltendes, insbesondere pulverförmiges,
niederalkalisches Reinigungsmittel (19) und unmittelbar nach Beendigung oder während
Unterbrechungen oder Stillstandsphasen (11) des Geschirrspülmaschinenbetriebes und/oder
Dosierpausen (14, 15) des Reinigungsmittels (19) der enzymhaltige Reinigungsverstärker
(5) in die Spül- oder Waschflotte eindosiert wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß der enzymhaltige Reinigungsverstärker (5) im Maße des Enzymabbaues bzw. Enzymzerfalls
(Zehrung) zur Aufrechterhaltung der Enzymkonzentration in die Spül- oder Waschflotte
eindosiert wird.
14. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der unter Spülbedingungen in der gewerblichen Geschirrspülmaschine (23) einem
Enzymabbau bzw. Enzymzerfall (Zehrung) unterliegende enzymhaltige Reinigungsverstärker
(5) im Falle von Unterbrechungen oder Stillstandsphasen (11) des Geschirrspülmaschinenbetriebes
und/oder Dosierpausen (14, 15) des Reinigungsmittels (2,19) oder des Reinigungsverstärkers
(5) in die Spül- oder Waschflotte in einer Menge nachdosiert wird, die den während
der jeweiligen Unterbrechung oder Stillstandsphase (11) und/oder Dosierpause (14,
15) auftretenden Enzymabbau oder Enzymzerfall (Zehrung) ausgleicht, so daß nach Beendigung
der jeweiligen Unterbrechung oder Stillstandsphase (11) und/oder Dosierpause (14,
15) der Maschinenbetrieb mit im wesentlichen gleicher Enzymkonzentration in der Spül-
oder Waschflotte wie vor der jeweiligen Unterbrechung oder Stillstandsphase (11) und/oder
Dosierpause (14, 15) fortgesezt wird.
15. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß unmittelbar nach Beendigung oder während der Unterbrechungen oder Stillstandsphasen
(11) und/oder der Dosierpausen (14, 15) des Reinigungsmittels (2, 19) im Maße des
Enzymabbaues bzw. Enzymzerfalls (Zehrung) der enzymhaltige Reinigungsverstärker (5)
zur Aufrechterhaltung der Enzymkonzentration in die Spül- oder Waschflotte nachdosiert
wird.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Enzymkonzentration in der Spül- oder Waschflotte während der jeweiligen Unterbrechung
oder Stillstandsphase (11) und/oder Dosierpausen (14, 15) des Reinigungsmittels (2,
19) durch eine Unterhaltsdosierung (17, 18) des enzymhaltigen Reinigungsverstärkers
(5) aufrechterhalten wird.
17. Verfahren nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Unterhaltsdosierung (17, 18) in einzelnen Dosierhüben erfolgt.
18. Verfahren nach Anspruch 16 oder 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Enzym-Förderleistung der Unterhaltsdosierung (17, 18) anhand einer Enzymaktivitätsbestimmung
optimiert wird.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 18,
dadurch gekennzeichnet,
daß jeweils nach Zerfall von etwa 20 % des ursprünglichen Enzymgehaltes in der Spül-
oder Waschflotte mit der Unterhaltsdosierung (17, 18) des enzymhaltigen Reinigungsverstärkers
(5) begonnen wird.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß unmittelbar nach Beendigung der jeweiligen Unterbrechung oder Stillstandsphase
(11) und/oder Dosierpause (14, 15) eine Stoßdosierung (SD) erfolgt, in der eine Menge
an enzymhaltigem Reinigungsverstärker (5) der Spül- oder Waschflotte zugeführt wird,
die dem während der Dauer der jeweiligen Unterbrechung oder Stillstandsphase (11)
und/oder Dosierpause (14, 15) erfolgten Enzymabbau bzw. Enzymzerfall (Zehrung) entspricht.
21. Verfahren nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stoßdosierung (SD) mit konstanter Rate über eine Stoßdosierzeit (V
t) erfolgt, die im wesentlichen gleich

ist, wobei V
max die maximale Stoßdosierzeit, λ der Reziprokwert der Zeitkonstante τ des Enzymabbaus
bzw. -zerfalls (Zehrung) und t die Dauer der Unterbrechung ist.
22. Vorrichtung zum Durchfuhren des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 21, welche
ein Reinigungsmittel-Dosiersystem (1, 3; 20, 21, 22; 24, 25) und ein Dosiersystem
(4, 6; 27, 28) für einen weiteren Wirkstoff mit zugeordneter Pumpe (4; 27) und Pumpensteuerung
aufweist,
gekennzeichnet durch
ein vom Reinigungsmittel-Dosiersystem (1, 3; 20 21, 22; 24, 25) getrenntes Dosiersystem
(4, 6; 27, 28) zur Dosierungs eines enzymhaltigen Reinigungsverstärkers (5), welches
einen Betriebszustand zur Unterhaltsdosierung (17, 18) während Unterbrechungen oder
Stillstandsphasen (11) des Geschirrspülmaschinenbetriebes und/oder Dosierpausen (14,
15) des Reinigungsmittel-Dosiersystems (1, 3; 20, 21, 22) und/oder einen Betriebszustand
zur Stoßdosierung (SD) nach Beendigung von Unterbrechungen oder Stillstandsphasen
(11) des Geschirrspülmaschinenbetriebes und/oder Dosierpausen (14, 15) des Reinigungsmittel-Dosiersystems
(24, 25) aufweist.
23. Vorrichtung nach Anspruch 22,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Reinigungsmittel-Dosiersystem (24, 25) in Wirkverbindung mit einem Zähler
(19) steht, der während Unterbrechungen oder Stillstandsphasen (11) des Maschinenbetriebes
und/oder Dosierpausen (14, 15) Pausenimpulse zählt, wobei sich der Zählerstand (n)
von einem Anfangswert aus stufenförmig entsprechend einer zum Enzymzerfall (Zehrung)
in der Spül- oder Waschflotte komplementären Funktion, insbesondere einer e-Funktion,
asymptotisch an einen vorgegebenen Endwert (nmax) annähert, und der nach Beendigung der jeweiligen Unterbrechung oder Stillstandsphase
(11) und/oder Dosierpause (14, 15) den Zählerstand (n) mit konstanter Taktrate (R)
herunterzählt und dabei die Pumpe (27) zur Stoßdosierung (SD) des enzymhaltigen Reinigungsverstärkers
(5) steuert.
24. Vorrichtung nach Anspruch 23,
dadurch gekennzeichnet,
daß die konstante Taktrate (R) des Herunterzählens gleich nmax/Vmax ist, wobei nmax der maximale Zählerstand und Vmax die maximale Stoßdosierzeit ist.
25. Vorrichtung nach Anspruch 24,
dadurch gekennzeichnet,
daß die konstante Taktrate (R) des Zählers (19) so bemessen ist, daß nach einer Unterbrechungsdauer
von mindestens 5 τ (τ = Zehrungszeitkonstante) bei maximaler Stoßdosierzeit (Vmax) gerade wieder die vor der Unterbrechung herrschende Enzymkonzentration (C0) erreicht ist.
26. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 22 bis 25,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Dosiersystem (4, 6; 27, 28) für den enzymhaltigen Reinigungsverstärker (5)
zusätzlich einen parallel zum Reinigungsmittel-Dosiersystem (1, 3; 24, 25) fördernden
Betriebszustand für eine Paralleldosierung (16) bei eingeschaltetem Reinigungsmittel-Dosiersystem
besitzt.
27. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 22 bis 26,
dadurch gekennzeichnet,
daß zum Fördern des enzymhaltigen Reinigungsverstärkers (5) eine frequenzgesteuerte
Schlauchquetschpumpe (4, 27) oder eine Membranpumpe vorgesehen ist.
28. Vorrichtung nach Anspruch 27,
dadurch gekennzeichnet,
daß die zugehörige Frequenzsteuerung der Pumpe (4, 27) einen ersten Regelbereich (I)
für die Unterhaltsdosierung (17, 18) sowie einen zweiten Regelbereich (II) für die
Spülphase (10) der Geschirrspülmaschine bei eingeschaltetem Reinigungsmittel-Dosiersystem
mit einer gegenüber der Dosis des ersten Regelbereiches (I) wesentlich verstärkten
Förderleistung besitzt.
1. A process for machine dishwashing in institutional dishwashing machines (23) in which
a detergent (2,19) and a detergency booster (5) containing an enzyme, preferably a
carbohydrate-degrading enzyme, more particularly amylase, are introduced into the
dishwashing machine (23), characterized in that the detergency booster (5) is added
to the wash liquor in at least one washing tank of the dishwashing machine (23) as
part of the low-alkali detergent (2,19), more particularly based on phosphate or nitrilotriacetic
acid or salts thereof (NTA), and/or additionally in combination with the low-alkali
detergent (2,19) and in that the wash liquor is circulated and, at the same time,
sprayed onto the articles to be washed.
2. A process as claimed in claim 1, characterized in that a concentration of 0.5 to 15
g/l of low-alkali detergent (2,19) is established in the wash liquor.
3. A process as claimed in claim 1 or 2, characterized in that the low-alkali detergent
is introduced in the in-use concentration with a pH value of 7 to 11 and preferably
in the range from 9.1 to 10.8.
4. A process as claimed in any of the preceding claims, characterized in that a concentration
of 0.05 to 2 g/l of detergency booster (5) is established in the wash liquor.
5. A process as claimed in any of the preceding claims, characterized in that the enzyme-containing
detergency booster (5) is added to the wash liquor during regular operation of the
dishwashing machine at typical detergent concentrations of 0.5 to 8 g/l in the wash
liquor and/or during periodic thorough cleaning at an increased concentration of detergent
in the wash liquor of 3 to 15 g/l.
6. A process as claimed in any of the preceding claims, characterized in that more detergency
booster (5) is added at a rate commensurate with degradation of the enzyme.
7. A process as claimed in claim 6, characterized in that the amount added in stoppage
phases (11) is small by comparison with wash phases (10).
8. A process as claimed in any of the preceding claims, characterized in that the detergent
(2,19) and the detergency booster (5) are separately introduced into the wash liquor.
9. A process as claimed in any of the preceding claims, characterized in that the enzyme-containing
detergency booster (5) is introduced into the wash liquor at the same time as or after
the low-alkali detergent (2,19).
10. A process as claimed in any of the preceding claims, characterized in that the detergency
booster (5) introduced contains around 0.01 to 0.6% by weight and preferably 0.45
to 0.55% by weight of enzyme, particularly amylase, and 10 to 25% by weight and preferably
15 to 20% by weight of propylene glycol, more particularly 1,2-propylene glycol, and
a corresponding quantity of water.
11. A process as claimed in any of claims 1 to 10, characterized in that an enzyme-free,
more particularly liquid, low-alkali detergent (2) is introduced into the wash liquor
during detergent addition times (12,13) and in that the enzyme-containing detergency
booster (5) is introduced in parallel (16) as the detergent is consumed.
12. A process as claimed in any of claims 1 to 10, characterized in that a low-alkali
detergent (19), more particularly a powder-form low-alkali detergent, containing sufficient
quantities of an enzyme for immediate washing is introduced into the wash liquor during
detergent feed periods (12,13) and in that the enzyme-containing detergency booster
(5) is introduced into the wash liquor immediately after or during the interruptions
or stoppage phases (11) of the operation of the dishwashing machine and/or the feed
intervals (14,15) of the detergent (19).
13. A process as claimed in claim 12, characterized in that the enzyme-containing detergency
booster (5) is added to the wash liquor as the enzyme is degraded or decomposed (consumed)
to maintain the concentration of enzyme.
14. A process as claimed in any of the preceding claims, characterized in that, in the
event of interruptions in or stoppage phases (11) of the operation of the dishwashing
machine and/or intervals (14,15) in the feed of the detergent (2,19) or the detergency
booster (5), the enzyme-containing detergency booster (5) undergoing enzyme degradation
or enzyme decomposition (consumption) under the washing conditions prevailing in an
institutional dishwashing machine (23) is added to the wash liquor in a quantity which
equalizes the degradation or decomposition (consumption) of enzyme during the particular
interruption or stoppage phase (11) and/or feed interval (14,15) so that, after the
particular interruption or stoppage phase (11) and/or feed interval (14,15), the operation
of the dishwashing machine is continued with substantially the same concentration
of enzyme in the wash liquor as was present before the particular interruption or
stoppage phase (11) and/or feed interval (14,15).
15. A process as claimed in any of the preceding claims, characterized in that, immediately
after or during the interruptions or stoppage phases (11) and/or the feed intervals
(14,15) of the detergent (2,19), the enzyme-containing detergency booster (5) is added
to the wash liquor commensurately with the degradation or decomposition (consumption)
of enzyme in order to maintain the enzyme concentration.
16. A process as claimed in any of claims 1 to 15, characterized in that the concentration
of enzyme in the wash liquor during the particular interruption or stop-page phase
(11) and/or the feed intervals (14,15) of the detergent (2,19) is maintained by maintenance
feeding (17,18) of the enzyme-containing detergency booster (5).
17. A process as claimed in claim 16, characterized in that the maintenance feeding (17,18)
takes place in individual feed strokes.
18. A process as claimed in claim 16 or 17, characterized in that the enzyme input rate
of the maintenance feeding regime (17,18) is optimized on the basis of enzyme activity
determination.
19. A process as claimed in any of claims 16 to 18, characterized in that maintenance
feeding (17,18) of the enzyme-containing detergency booster (5) is commenced after
the enzyme content of the wash liquor has fallen by around 20%.
20. A process as claimed in any of claims 1 to 15, characterized in that the particular
interruption or stoppage phase (11) and/or feed interval (14,15) is immediately followed
by surge feeding (SD) in which enzyme-containing detergency booster (5) is added to
the wash liquor in a quantity corresponding to the degradation or decomposition (consumption)
of enzyme which has taken place during the particular interruption or stop-page phase
(11) and/or feed interval (14,15).
21. A process as claimed in claim 20, characterized in that surge feeding (SD) takes place
at a constant rate over a surge feeding period (V
t) substantially equal to

where V
max is the maximum surge feeding time, λ is the reciprocal value of the time constant
τ of the enzyme degradation or decomposition (consumption) and t is the duration of
the interruption.
22. An arrangement for carrying out the process claimed in any of claims 1 to 21 comprising
a detergent feed system (1,3;20,21,22;24,25) and a feed system (4,6;27,28) for another
active substance with an associated pump (4;27) and pump control system, characterized
by a feed system (4,6;27,28) for introducing an enzyme-containing detergency booster
(5) which is separate from the detergent feed system (1,3;20,21,22;24,25) and which
comprises an operational regime for maintenance feeding (17,18) during interruptions
in or stoppage phases (11) of the operation of the dishwashing machine and/or feed
intervals (14,15) of the detergent feed system (1,3;20,21,22) and/or an operational
regime for surge feeding (SD) after interruptions in or stoppage phases (11) of the
operation of the dishwashing machine and/or feed intervals (14,15) of the detergent
feed system (24,25).
23. An arrangement as claimed in claim 22, characterized in that the detergent feed system
(24,25) is operatively connected to a counter (19) which counts interval pulses during
interruptions in or stoppage phases (11) of the operation of the dishwashing machine
and/or feed intervals (14,15), the count (n) asymptotically approaching a predetermined
end value (nmax) in steps from a starting value in accordance with a function complementary to the
decomposition (consumption) of enzyme in the wash liquor, and which counts the count
(n) downwards at a constant rate (R) after the particular interruption or stoppage
phase (11) and/or feed interval (14,15), controlling the pump (27) for surge feeding
(SD) of the enzyme-containing detergency booster (5).
24. An arrangement as claimed in claim 23, characterized in that the constant downward
counting rate (r) is equal to nmax/Vmax, where nmax is the maximum count and Vmax is the maximum surge feeding time.
25. An arrangement as claimed in claim 24, characterized in that the constant counting
rate (R) of the counter (19) is gauged in such a way that, after an interruption lasting
at least 5τ (τ = consumption time constant) for the maximum surge feeding time (Vmax), the enzyme concentration (C0) prevailing before the interruption is just reached again.
26. An arrangement as claimed in any of claims 22 to 25, characterized in that the feed
system (4,6;27,28) for the enzyme-containing detergency booster (5) has an additional
operational regime for parallel feeding (16) which operates in parallel with the detergent
feed system (1,3;24,25) when the detergent feed system is switched on.
27. An arrangement as claimed in any of claims 22 to 26, characterized in that a frequency-controlled
flow inducer (4,27) or a diaphragm pump is used to feed the enzyme-containing detergency
booster (5).
28. An arrangement as claimed in claim 27, characterized in that the associated frequency
control system of the pump (4,27) has a first control range (I) for the maintenance
feeding regime (17,18) and a second control range (II) - with a far greater output
by comparison with the first control range (I) - for the wash phase (10) of the dishwashing
machine when the detergent feed system is switched on.
1. Procédé de lavage de la vaisselle à la machine dans des machines à laver la vaisselle
industrielles (23) où on ajoute par doses un produit nettoyant (2, 19) dans des machines
à laver la vaisselle industrielles (23) et un agent de renforcement du nettoyage (5)
soutenant l'efficacité du produit nettoyant, contenant de l'enzyme dégradant les hydrates
de carbone de préférence, en particulier, de l'amylase,
caractérisé en ce qu'
on ajoute l'agent de renforcement du nettoyage (5) comme composant du produit nettoyant
(2, 19) peu alcalin, formulé notamment à base de phosphate ou d'acide nitriloacétique
ou de ses sels (NTA) et/ou en plus en combinaison au produit nettoyant peu alcalin
(2, 19) dans au moins un bac de mouillage ou de lavage de la machine à laver la vaisselle
(23) au bain de mouillage ou de lavage et on recycle ce bain de mouillage ou de lavage
sous pulvérisation de la vaisselle.
2. Procéde selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
on ajuste, dans le bain de mouillage ou de lavage, une concentration de 0,5 à 15 g/l
de produit nettoyant peu alcalin (2, 19).
3. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
on ajoute le produit nettoyant peu alcalin à la concentration d'utilisation, à un
pH de 7 à 11, de préférence 9,1 à 10,8.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
dans le bain de mouillage ou de lavage, on ajuste une concentration de 0,05 à 2 g/l
d'agent de renforcement du nettoyage (5).
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
on ajoute l'agent de renforcement du nettoyage (5) contenant l'enzyme pendant le fonctionnement
normal de la machine à laver la vaisselle avec la concentration usuelle de produit
nettoyant dans le bain de mouillage ou de lavage de 0,5 à 8 g/l et/ou pendant un nettoyage
poussé périodique à concentration accrue en agent nettoyant dans le bain de mouillage
et de nettoyage de 3 à 15 g/l dans le bain de mouillage ou de lavage.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
on ajoute l'agent de renforcement du nettoyage (5) en proportion de la dégradation
de l'enzyme.
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la quantité rajoutée pendant les phases d'arrêt (11) est faible en comparaison de
celle rajoutée pendant les phases de lavage (10).
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
on ajoute séparément le produit nettoyant (2, 19) et l'agent de renforcement du nettoyage
(5) dans le bain de mouillage ou de lavage.
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
on ajoute l'agent de renforcement du nettoyage (5) contenant l'enzyme en parallèle
ou après le produit nettoyant peu alcalin (2, 19) dans le bain de mouillage ou de
nettoyage.
10. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
on ajoute de l'agent de renforcement du nettoyage (5) contenant 0,01 à 0,6 % en poids
d'enzyme, de préférence 0,45 à 0,55 % en poids, notamment de l'amylase, ainsi que
de 10 à 25 % en poids, de préférence 15 à 20 % en poids de propylèneglycol, notamment
du propylèneglycol-1,2, et une quantité d'eau correspondante.
11. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé an ce que
pendant les périodes de dosage d'agent nettoyant (12, 13), on ajoute dans le produit
nettoyant (2) peu alcalin, sans enzyme, liquide notamment et l'agent de renforcement
du nettoyage (5) contenant l'enzyme en proportion de la consommation de nettoyant
en dosage parallèle (16).
12. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
pendant les périodes de dosage de nettoyant (12, 13) dans le bain de mouillage ou
de lavage, on ajoute un produit nettoyant (19), peu alcalin, notamment en poudre contenant
l'enzyme en quantité suffisante pour le lavage immédiat et immédiatement après la
fin ou pendant les interruptions ou les phases d'arrêt (11) du fonctionnement de la
machine à laver la vaisselle et/ou les pauses de dosage (14, 15) du produit nettoyant
(19) on ajoute l'agent de renforcement du nettoyage contenant l'enzyme (5) dans le
bain de mouillage ou de lavage.
13. Procédé selon la revendication 12,
caractérisé en ce qu'
on ajoute l'agent de renforcement du nettoyage (5) en proportion de la dégradation
d'enzyme ou de la décomposition d'enzyme (consommation) pour maintenir la concentration
d'enzyme dans le bain de mouillage ou de lavage.
14. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
on rajoute l'agent de renforcement du nettoyage (5) contenant l'enzyme ajouté dans
la machine à laver la vaisselle industrielle (23) qui subit une dégradation d'enzyme
ou une décomposition d'enzyme (consommation) dans le cas d'interruptions ou de phases
d'arrêt (11) du fonctionnement de la machine à laver la vaisselle et/ou les pauses
de dosage (14, 15) du produit nettoyant (2, 19) ou de l'agent de renforcement du nettoyage
(5) dans le bain de mouillage ou de lavage, en une quantité qui compense la dégradation
ou la décomposition d'enzyme qui se produit pendant chaque interruption ou phase d'arrêt
(11) et/ou pause de dosage (14, 15), de sorte qu'à la fin de chaque interruption ou
phase d'arrêt (11) et/ou pause de dosage (14, 15) le fonctionnement de la machine
se poursuit avec essentiellement la même concentration d'enzyme dans le bain de mouillage
ou de lavage qu'avant chaque interruption ou phase d'arrêt (11) et/ou pause de dosage
(14,15).
15. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
immédiatement après la fin ou pendant les interruptions ou les phases d'arrêt (11)
et/ou les pauses de dosage (14, 15) du produit nettoyant (2, 19), on rajoute en fonction
de la dégradation d'enzyme ou de la décomposition d'enzyme (pertes) l'agent de renforcement
du nettoyage (5) contenant l'enzyme pour maintenir la concentration d'enzyme dans
le bain de mouillage ou de lavage.
16. Procédé selon l'une des revendications 1 à 15,
caractérisé en ce qu'
on maintient la concentration en enzyme dans le bain de mouillage ou de lavage pendant
chaque interruption ou phase d'arrêt (11) et/ou pauses de dosage (14, 15) du produit
nettoyant (2, 19) par un dosage d'entretien (17, 18) de l'agent de renforcement du
nettoyage contenant l'enzyme (5).
17. Procédé selon la revendication 16,
caractérisé en ce qu'
on réalise le dosage d'entretien (17, 18) par des courses de dosage individuelles.
18. Procédé selon la revendication 16 ou 17,
caractérisé en ce qu'
on optimise la quantité dosée d'enzyme du dosage d'entretien (17, 18) à l'aide d'une
détermination d'activité d'enzyme.
19. Procédé selon l'une des revendications 16 à 18,
caractérisé en ce qu'
on commence le dosage d'entretien (17, 18) de l'agent de renforcement du nettoyage
(5) contenant l'enzyme, respectivement après décomposition d'environ 20 % de la teneur
initiale en enzyme dans le bain de mouillage ou de lavage.
20. Procédé selon l'une des revendications 1 à 15,
caractérisé en ce qu'
immédiatement après la fin de chaque interruption ou phase d'arrêt (11) et/ou pause
de dosage (14, 15), a lieu un dosage par impulsion (SD) où on introduit une quantité
d'agent de renforcement du nettoyage contenant l'enzyme (5) dans le bain de mouillage
ou de lavage, qui correspond à la dégradation de l'enzyme ou à la décomposition de
l'enzyme (pertes) produite pendant la durée de chaque interruption ou phase d'arrêt
(11) et/ou pause de dosage (14, 15).
21. Procédé selon la revendication 20,
caractérisé en ce que
le dosage par impulsion (SD) a lieu à vitesse constante pendant une période de dosage
par impulsion (V
t) qui vaut essentiellement :

où V
max est la durée maximale de dosage par impulsion, λ est l'inverse de la constante de
temps τ de la dégradation ou décomposition d'enzyme (consommation) et t est la durée
de l'interruption.
22. Dispositif pour réaliser le procédé selon l'une des revendications 1 à 21, qui comprend
un système de dosage de produit nettoyant (1, 3 ; 20, 21, 22 : 24, 25) et un système
de dosage (4, 6 ; 27, 28) d'un autre principe actif avec une pompe associée (4 ; 27)
et une commande de pompe,
caractérisé par
un système de dosage (4, 6 ; 27, 28) séparé du système de dosage du produit nettoyant
(1, 3 ; 20, 21, 22 ; 24, 25) pour doser un agent de renforcement du nettoyage (5)
contenant un enzyme, qui présence un état de fonctionnement pour un dosage d'entretien
(17, 18) pendant les interruptions ou les phases d'arrêt (11) de fonctionnement de
la machine à laver la vaisselle et/ou des pauses de dosage (14, 15) du système de
dosage du produit nettoyant (1, 3 ; 20, 21, 22) et/ou un état de fonctionnement pour
dosage par impulsion (SD) après la fin des interruptions ou des phases d'arrêt (11)
du fonctionnement de la machine à laver la vaisselle et/ou des pauses de dosage (14,
15) du système de dosage du produit nettoyant (24, 25).
23. Dispositif selon la revendication 22,
caractérisé en ce que
le système de dosage de nettoyant (24, 25) coopère avec un compteur (19) qui, pendant
les interruptions ou les phases d'arrêt (11) de fonctionnement de la machine et/ou
les pauses de dosage (14, 15) compte les impulsions de pause, où l'état de compteur
(n) à partir d'une valeur initiale se rapproche en escalier d'une fonction complémentaire
de la décomposition d'enzyme (consommation) dans le bain de mouillage ou de lavage,
notamment une fonction e, asymptotiquement d'une valeur finale prescrite (nmax) et après la fin de chaque interruption ou phase d'arrêt (11) et/ou pause de dosage
(14, 15) il compte à rebours l'état de compteur (n) à fréquence d'horloge (R) constante
et commande ainsi la pompe (27) pour le dosage par impulsion (SD) de l'agent de renforcement
du nettoyage contenant l'enzyme (5).
24. Dispositif selon la revendication 23,
caractérisé en ce que
la fréquence d'horloge constante (R) du comptage à rebours est égale à nmax/Vmax où nmax est l'état maximal de compteur et Vmax est la durée maximale de dosage par impulsion.
25. Dispositif selon la revendication 24,
caractérisé en ce que
la vitesse d'horloge constante (R) du compteur (19) est telle qu'après une durée d'interruption
d'au moins 5 τ (τ = constante de temps de consommation) on atteigne à nouveau la concentration
en enzyme (C0) régnant avant l'interruption pour une durée maximale de dosage par impulsion (Vmax).
26. Dispositif selon l'une des revendications 22 à 25,
caractérisé en ce que
le système de dosage (4, 6 ; 27, 28) de l'agent de renforcement du nettoyage contenant
l'enzyme (5) possède en plus un état de fonctionnement refoulant parallèle au système
de dosage de produit nettoyant (1, 3 ; 24, 25) pour un dosage parallèle (16) quand
le système de dosage du produit nettoyant est branché.
27. Dispositif selon l'une des revendications 22 à 26,
caractérisé en ce que
pour refouler l'agent de renforcement du nettoyage (5) contenant l'enzyme on prévoit
une pompe péristaltique (4, 27) commandée par la fréquence ou une pompe à membrane.
28. Dispositif selon la revendication 27,
caractérisé en ce que
la commande correspondante par fréquence de la pompe (4, 27) possède un premier domaine
de réglage (I) pour le dosage d'entretien (17, 18) ainsi qu'un deuxième domaine de
réglage (II) pour la phase de lavage (10) de la machine à laver la vaisselle quand
le système de dosage de produit nettoyant est branché avec une capacité de refoulement
nettement renforcée par rapport à la dose du premier domaine de réglage (I).