Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Mikroventil, das z.B. als Pilotventil in der
Pneumatik eingesetzt werden kann.
Pneumatische Steuerungen finden breite Anwendung in vielen Bereichen der Technik,
da sie sich durch hohe Lebensdauer, Betriebssicherheit und große Kräfte auszeichnen.
Ein über ein elektrisches Signal betätigter elektro-mechanischer Wandler (Betätigungselement)
wirkt direkt oder über mehrere Druckstufen auf die eigentliche Ventilstufe (Steuerelement)
ein, die ihrerseits eine bestimmte Betriebsgröße (Druck, Durchfluß) in gewünschter
Weise manipuliert.
Stand der Technik
[0002] In der Pneumatik dienen als Steuerelemente hauptsächlich zylindrische Linearschieberventile
für Hauptstufen und zylindrische Sitzventile für direktbetätigte Ventile bzw. Pilotventile.
Als Betätigungselement hat sich der Hubmagnet durchgesetzt, da sich diese Antriebsart
durch hohes Arbeitsvermögen und einfachen Aufbau auszeichnet. Ein klassisches Hubmagnetventil
aus Plastikformteilen hat Ausmaße von ca. 25x25x40 mm
3, arbeitet bei Drücken bis 8 bar und benötigt im betätigten Zustand ca. 2,5 W.
[0003] Aus Gründen der Kostensenkung, geringeren Materialverbrauchs, Erhöhung der Flexibilität
und Verbesserung der Schalteigenschaften ist auch auf dem Gebiet der Pneumatik für
bestimmte Anwendungen ein Trend zur Miniaturisierung zu beobachten. Der Raumbedarf
pneumatischer Kleinstventile wird dabei immer wesentlicher von den Abmessungen des
Hubmagneten bestimmt, dessen Spule sich nur unter erheblicher Kostensteigerung bei
unvermeidlich sinkender Leistungskraft verkleinern läßt. Mittels Feinwerktechnik hergestellte
Miniatur-Hubmagnetventile (10x10x15 mm
3) sind im Vergleich zu klassischen mindestens 5 mal so teuer.
[0004] Aus der EP 208386 ist ein mit Mikrostrukturtechnik hergestelltes Siliziumventil zur
Durchfluß-Steuerung einer Flüssigkeit bekannt, das aus einem ersten planaren Teil
mit einer Auslaßöffnung und einem zweiten Teil mit einer planaren Oberfläche besteht,
die zum Öffnen und Schließen der Auslaßöffnung relativ zu dieser bewegt werden kann.
Zur Bewegung des Schließkörpers wird auf diesen eine externe Kraft z.B. über einen
Kolben ausgeübt. Die gesamte für die Funktion des Ventils notwendige Konstruktion
ist sehr aufwendig.
[0005] Andere für die Bewegung einer Membran als Schließkörper eingesetzte Betätigungsmittel
bei Mikroventilen sind z.B. aus der DE 3919876 bekannt. Hier sind insbesondere piezoelektrisch
oder thermoelektrisch arbeitende Beschichtungen der Membran, elektrostatische oder
thermofluidische Betätigung zu nennen. Gerade beim Öffnen eines Ventils gegen den
anliegenden Druck ist jedoch im ersten Moment eine größere Kraft nötig als im weiteren
Verlauf des Öffnungsvorgangs, eine Anforderung, die von den oben angeführten Betätigungsmitteln
nicht erfüllt werden kann.
Piezoelektrische und elektostatische Mikroventile können zudem die in der Pneumatik
geforderten Leistungsdaten nicht erbringen. Um die dort auftretenden hohen Drücke
(1 - 7 bar) zu schalten, wären sehr hohe Steuerspannungen erforderlich. Da die mit
diesen Ventilen erreichbaren Hübe gering sind, müßten die Ventilöffnungen groß sein,
um den geforderten Durchfluß (1 - 30 l/min) zu erzielen. Es würden Probleme mit Verschmutzungen
(Öl, Wasser) durch das Arbeitsmedium (ölverschmutzte, feuchte Druckluft) auftreten.
Desweiteren könnte es zu Vereisungen kommen. Bei thermischen Ventilen ist dies weniger
kritisch, da deren Schließmembran sehr heiß wird. Der erreichbare Hub ist höher. Eine
thermofluidische Betätigung hat den Nachteil, daß der Abkühlvorgang ohne zusätzliche
störende Hilfsmittel sehr langsam abläuft (geringe Dynamik).
[0006] Aus der EP 0 512 521 ist ein Mikroventil aus mikrostrukturierbarem Material bekannt,
das aus einem ersten druckseitigen Teil, das eine Membranstruktur als beweglichen
Schließkörper aufweist, und einem zweiten mit dem ersten verbundenen Teil mit mindestens
einer Auslaßöffnung und mindestens einem Ventilsitz besteht, wobei zumindest eines
der beiden Teile eine oder mehrere Gruben definierter Tiefe aufweist. Die Membranstruktur
ist auf einer Seite mit einem Material, das einen anderen thermischen Längenausdehnungskoeffizienten
besitzt als das Membranmaterial zumindest teilweise so beschichtet, daß bei Erwärmung
ein Durchbiegen der Membranstruktur gegen den anliegenden Druck resultiert. Die Membranstruktur
ist zu diesem Zweck mit einem oder mehreren Heizelementen versehen. Das Wirkungsprinzip
dieses Mikroventils beruht auf dem thermomechanischen Effekt, der sich aufgrund der
unterschiedlichen thermischen Längenausdehnungskoeffizienten von Membranmaterial und
Beschichtung ergibt.
Diese Wirkungsweise hat jedoch den Nachteil, daß damit die für pneumatische Steuerungen
erforderlichen hohen Anfangskräfte beim Öffnen des Ventils nur ungenügend erbracht
werden können.
Darstellung der Erfindung
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Mikroventil der in Rede
stehenden Art anzugeben, das für industrielle Pneumatiksteuerungen geeignet ist, kostengünstig
mit Mitteln der Halbleitertechnologie herstellbar ist und verbesserte Schalteigenschaften
aufweist.
[0008] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß mit dem in Anspruch 1 angegebenen Mikroventil gelöst.
Dieses besteht aus zwei Teilen.
Das erste Teil, das sich auf der Seite des höheren Druckes p
in (druckseitig) befindet, weist eine Membranstruktur auf, die auf einer Seite mit einem
Material beschichtet ist, das einen thermischen Längenausdehnungskoeffizienten besitzt,
der sich von dem des Membranmaterials unterscheidet. Der Unterschied der Längenausdehnungskoeffizienten
von Membranmaterial und Beschichtungsmaterial sowie die räumliche Anordnung der Beschichtung
auf der Membran geben die Richtung des Durchbiegens der Membranstruktur vor. Die Membranstruktur
kann vollständig oder auch nur an bestimmten Stellen beschichtet sein. Die Beschichtung
muß jedoch so angebracht sein, daß sich die Membranstruktur bei Erwärmung gegen den
anliegenden Druck p
in durchbiegt. Desweiteren ist die Membranstruktur mit einem oder mehreren Heizelementen
versehen.
Das zweite Teil ist mit dem ersten auf der dem niedrigeren Druck p
out zugewandten Seite verbunden. Es enthält einen oder mehrere Auslaßöffnungen und dazugehörige
Ventilsitze.
Weiterhin weisen entweder der Schließkörper des ersten Teils oder Substratbereiche
des zweiten Teils oder beide Teile eine oder mehrere Gruben definierter Tiefe auf,
wobei alle Gruben so angeordnet sind, daß sie bei geschlossenem Ventil von Bereichen
des jeweils anderen Teils vollständig überdeckt werden, so daß geschlossene Hohlräume
entstehen, in denen sich Heizelemente befinden. Unter geschlossenen Hohlräumen sind
hier auch solche zu verstehen, bei denen an den Rändern der Gruben herstellungsbedingt
Spalte von einigen Im auftreten.
Die Heizelemente heizen somit unter anderem das in den Gruben befindliche Gas- oder
Flüssigkeitsvolumen auf. Wesentlich an der Anordnung der Gruben ist, daß damit bei
geschlossenem Ventil ein abgeschlossenes Flüssigkeits- oder Gasvolumen erzeugt wird,
das durch die Heizelemente schnell erwärmt werden kann. Die Tiefe der Gruben beträgt
vorzugsweise maximal 40 µm (Anspruch 2).
[0009] Das erfindungsgemäße Mikroventil arbeitet auf der Grundlage eines kombinierten thermomechanischen-thermopneumatischen
Wirkungsprinzips. Im stromlosen Zustand ist das Ventil geschlossen. Wird die Membran
durch die Heizelemente erwärmt, baut sich eine, die Membran gegen den höheren Druck
p
in auslenkbare Kraft auf (thermomechanischer Effekt), die aus der thermischen Ausdehnung
der Membran resultiert. Die Beschichtung kann dabei eine diese Kraft unterstützende
Funktion bei entsprechender Beschichtungsdichte (Bimetall-Effekt) oder auch nur eine
die Auslenkungsrichtung der Membran bestimmende Funktion (vgl. Anspruch 6) ausüben.
Gleichzeitig erwärmt sich das Flüssigkeits- bzw. Gasvolumen (z.B. Luft) in den Gruben
unterhalb der Membran. Da dieses nur über schmale Spalte abfließen kann, entsteht
in den Gruben ein Überdruck. Es kommt zusätzlich zu einer kurzzeitigen thermopneumatischen
Krafteinwirkung auf die Membran. Dadurch kann das Ventil gegen größere Drücke geöffnet
werden, als dies z.B. eine rein thermomechanische Krafterzeugung zulassen würde. Desweiteren
erhöht sich die Geschwindigkeit, mit der das Ventil öffnet, im Vergleich zum rein
thermomechanischen Antrieb beträchtlich. Auch der Wirkungsgrad wird durch die bessere
Wärmeausnutzung größer. Durch die Aufwärtsbewegung der Membran wird der thermopneumatische
Effekt abgebaut, d.h. im geöffneten Zustand sind nur thermomechanische Kräfte wirksam.
Dem kommt entgegen, daß die volle Druckdifferenz (p
in > > p
out) nur im ersten Moment des Öffnens am Ventil anliegt. Es soll z.B. ein Steuervolumen
mit Druckluft aufgefüllt und dadurch eine größere Ventilstufe betätigt werden, d.h.
der Schaltvorgang ist nach dem Druckausgleich beendet (p
in = p
out). Danach muß nur noch die elastische Kraft der Membran und eventueller Druckabfall
aufgrund von Leckflüssen kompensiert werden. In diesem Zustand kann die Energiezufuhr
im Vergleich zu herkömmlichen Hubmagnetventilen wesentlich verringert werden. Zur
Anpassung der Heizleistung und somit der thermomechanischen Kraft an die jeweiligen
Erfordernisse können mehrere Heizelemente vorgesehen sein.
Das Schließen des hier beschriebenen mikromechanischen Ventils wird durch Abschaltung
der Heizelemente erreicht. Wesentlich beschleunigt wird der Vorgang durch das "Entlüften"
des Steuervolumens (wieder p
in > > p
out), z.B. über ein zweites Mikroventil, da der oben (p
in-seitig) anliegende Druck die Membran einfach nach unten (p
out-seitig) drückt.
[0010] Da die mikromechanischen Ventile ähnlich wie lC's gefertigt werden können, entsteht
gegenüber Miniatur-Hubmagnetventilen ein deutlicher Preisvorteil. Dabei wird die Baugröße
eines Mikroventils selbst mit Gehäuse nicht mehr als ein Zehntel des Volumens eines
herkömmlichen Miniaturventils betragen.
[0011] Als bevorzugtes mikrostrukturierbares Material ist in Anspruch 3 Silizium angegeben,
das sich aufgrund seiner physikalischen Eigenschaften sehr gut zur Herstellung von
Mikroventilen eignet. So können z.B. die beiden Teile des Mikroventils zwei durch
Silicon Bonding oder Kleben verbundene Chips sein (Anspruch 4).
In Siliziumtechnologie herstellbare Elemente können zudem sehr kostengünstig in großer
Stückzahl gefertigt werden.
[0012] In besonderer Ausgestaltung gemäß Anspruch 5 ist das Beschichtungsmaterial der Membranstruktur
ein Metall. Metalle weisen einen im Vergleich zu mikrostrukturierbarem Material, wie
z.B. Silizium, relativ großen thermischen Längenausdehnungskoeffizienten auf. Die
Metallbeschichtung kann z. B. wie im Ausführungsbeispiel gezeigt aufgebracht sein,
um die Auslenkung der Membran gegen den anliegenden Druck p
in zu bewirken. Die Aufbringung der Beschichtung kann bei der Herstellung mittels Sputtern,
Aufdampfen oder Galvanik erfolgen.
[0013] Als besonders vorteilhaft erweist sich nach Anspruch 6 eine Beschichtung aus Silizium-Dioxid
(SiO
2) oder Silizium-Nitrid (Si
3N
4), die auf der dem niedrigeren Druck zugewandten Seite (p
out-seitig) der Silizium-Membran aufgebracht ist. Bei Membrandicken von bis zu 12 µm
kann die Dicke der Beschichtung bis zu 500 Nanometer betragen. Bei Erwärmung der Membran
durch die Heizelemente dehnt sich diese aus. Da im ersten Moment die Einspannung noch
kalt bleibt, kommt es zu einer Verwölbung der Siliziumstruktur aufgrund der Längenausdehnung
des Siliziums selbst. Das SiO
2 bzw. Si
3N
4 auf der Seite des niedrigen Druckes p
out bewirkt die Auslenkung der Membran ausschließlich gegen den anliegenden hohen Druck
p
in, da diese Materialien einen wesentlich geringeren thermischen Längenausdehnungskoeffizienten
aufweisen als einkristallines Silizium.
[0014] Der Vorteil dieses Beschichtungsmaterials liegt vor allem im geringeren Leistungsbedarf
im Vergleich zu einer Metallbeschichtung. Eine Metallbeschichtung wirkt als Wärmekurzschluß,
d. h. die Wärmeabfuhr zum Chip über die Einspannung ist sehr groß. Bei gleicher Heizleistung
erreicht daher eine Membranstruktur ohne Metallaktoren eine wesentlich höhere Temperatur.
Die Temperatur ist die Größe, die hier die Stärke des thermomechanischen Effekts bestimmt.
Ventile mit Silizium-Dioxid- bzw. Silizium-Nitrid-Schichten arbeiten mit geringeren
Heizleistungen und weisen eine bessere Dynamik auf (Schaltzeiten im Bereich einiger
msec.) als solche mit Metallbeschichtungen. Die Beschichtung hat in dieser Ausgestaltung
lediglich die Funktion der Richtungsbeeinflussung der Auslenkung, während durch die
thermische Längenausdehnung der Silizium-Membran selbst die Kraft gegen den äußeren
Druck aufgebracht wird.
[0015] Anspruch 7 gibt eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Mikroventils an, bei der
die Heizelemente implantierte Leiterbahnen oder Polysiliziumbahnen sind. Die Aufbringung
dieser Bahnen läßt sich mit Methoden der Halbleitertechnologie realisieren.
[0016] Die Membranstruktur ist vorzugsweise brückenförmig (d. h. ein beidseitig eingespannter
Streifen) oder kreuzförmig ausgebildet (Anspruch 8), so daß beim Öffnen des Ventils
das Druckmedium möglichst ungehindert passieren kann.
[0017] Durch eine Regelung der Energiezufuhr und damit der Heizleistung gemäß Anspruch 9
läßt sich der Gesamtleistungsverbrauch einer pneumatischen Steuerung aus Mikroventilen
im Vergleich zu herkömmlichen Ventilen deutlich verringern. Eine hohe Heizleistung
ist, wie bereits weiter oben dargelegt, nur im ersten Moment des Öffnens erforderlich.
[0018] Anspruch 10 gibt den bevorzugten Einsatzbereich des erfindungsgemäßen Mikroventils
an.
Ausführungsbeispiel:
[0019] Ein Ausführungsbeispiel für das in den Ansprüchen angegebene Mikroventil wird im
folgenden anhand der Zeichnung erläutert.
Dabei zeigt Figur 1 in schematischer Darstellung eine mögliche Ausführungsform für
das erfindungsgemäße Mikroventil.
[0020] Das Mikroventil besteht aus zwei Silizium-Chips 1 und 2, die üblicherweise mittels
Silicon Bonding auf Waferebene verbunden werden. Der obere
(druckseitige) Chip 1 enthält den beweglichen Schließkörper 3 - eine durch anisotropes
Ätzen herausgebildete Membranstruktur (z.B. brücken- oder kreuzförmig). Die Membran
ist mit Heizelementen versehen (z.B. implantierte Leiterbahnen oder Polysiliziumbahnen)
und grubenseitig selektiv mit Metall beschichtet 4 (z.B. Al oder Au durch Sputtern,
Aufdampfen oder Galvanik). Aus lsolationsgründen befindet sich zwischen der Metallbeschichtung
und den Heizelementen eine weitere, isolierende Schicht (z. B. thermisches SiO
2). Der untere Chip 2 enthält die Auslaßöffnung 7, den anisotrop geätzten Ventilsitz
5 und mehrere Gruben definierter Tiefe 6, die sich sowohl durch isotropes als auch
durch anisotropes Ätzen erzeugen lassen. Die Gruben haben Abmessungen von maximal
400 x 600 x 40 µm
3 und sind so angeordnet, daß sie von der Membranstruktur überdeckt werden.
[0021] Zum Entlüften eines Steuervolumens kann ein zweites erfindungsgemäßes Mikroventil
eingesetzt werden.
1. Mikroventil aus mikrostrukturierbarem Material, zumindest bestehend aus einem ersten
druckseitigen Teil (1), das eine Membranstruktur (3) als beweglichen Schließkörper
aufweist, und einem zweiten mit dem ersten verbundenen Teil (2) mit mindestens einer
Auslaßöffnung (7) und mindestens einem Ventilsitz (5), wobei zumindest eines der beiden
Teile eine oder mehrere Gruben definierter Tiefe (6) aufweist,
die Membranstruktur auf einer Seite mit einem Material (4), das einen anderen thermischen
Längenausdehnungskoeffizienten besitzt als das Membranmaterial, zumindest teilweise
so beschichtet ist, daß bei Erwärmung ein Durchbiegen der Membranstruktur gegen den
anliegenden Druck resultiert,
und die Membranstruktur mit einem oder mehreren Heizelementen versehen ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Gruben so angeordnet sind, daß sie bei geschlossenem Ventil von Bereichen
des anderen Teils vollständig überdeckt werden, so daß geschlossene Hohlräume entstehen,
in denen sich Heizelemente befinden.
2. Mikroventil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Gruben eine maximale Tiefe von 40 µm aufweisen.
3. Mikroventil nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das mikrostrukturierbare Material Silizium ist.
4. Mikroventil nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Teile des Mikroventils zwei mittels Silicon Bonding oder Kleben verbundene
Chips sind.
5. Mikroventil nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Beschichtungsmaterial der Membranstruktur ein Metall ist.
6. Mikroventil nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Beschichtungsmaterial der Membranstruktur SiO2 oder Si3N4 ist, und daß die Beschichtung an der dem niedrigeren Druck zugewandten Seite der
Membran aufgebracht ist.
7. Mikroventil nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Heizelemente implantierte Leiterbahnen oder Polysiliziumbahnen sind.
8. Mikroventil nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Membranstruktur brücken- oder kreuzförmig ausgebildet ist.
9. Mikroventil nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die zu seiner Betätigung erforderliche Heizleistung regelbar ist.
10. Mikroventil nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß es als Pilotventil in pneumatischen Steuerungen eingesetzt wird.
1. Microvanne en une matière microstructurable, consistant au moins en une première partie
(1), située du côté de la pression, qui présente une structure de membrane (3) sous
la forme d'un corps de fermeture mobile, et d'une deuxième partie (2), reliée à la
première, avec au moins une ouverture d'évacuation (7) et au moins un siège de vanne
(5), au moins l'une des deux parties présentant un ou plusieurs sillons de profondeur
définie (6), la structure de membrane étant revêtue au moins en partie d'un côté d'une
matière (4), qui possède un autre coefficient de dilatation thermique en longueur
que la matière de la membrane, de telle sorte qu'il en résulte lors de l'échauffement
une flexion permanente de la structure de membrane à l'encontre de la pression appliquée,
et la structure de membrane étant pourvue d'un ou plusieurs éléments de chauffage,
caractérisée en ce que
les sillons sont disposés de telle façon qu'ils sont complètement recouverts par les
zones de l'autre partie, quand la vanne est fermée, de telle sorte que l'on obtient
des cavités fermées, dans lesquelles se trouvent des éléments chauffants.
2. Microvanne selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
les sillons présentent une profondeur maximale de 410 µm
3. Microvanne selon la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ce que
la matière microstructurable est du silicium
4. Microvanne selon la revendication 3,
caractérisée en ce que
les deux parties de la microvanne sont deux puces reliées au moyen d'un bonding au
silicone ou par collage.
5. Microvanne selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisée en ce que
la matière de l'enduction de la structure de membrane est un métal
6. Microvanne selon la revendication 3 ou 4,
caractérisée en ce que
la matière de l'enduction de la structure de membrane est de la silice SiO2 ou du nitrure de silicium Si3N4 et en ce que l'enduction est mis sur le côté de la membrane, qui est tourné vers
la pression plus basse.
7. Microvanne selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisée en ce que
les éléments de chauffage sont des pistes conductrices implantées ou des pistes de
polysilicium
8. Microvanne selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisée en ce que
la structure de membrane est constituée en forme de pont ou en forme de croix
9. Microvanne selon l'une des revendications 1 à 7,
caractérisée en ce que
l'on peut régler la puissance du chauffage nécessaire à son actionnement
10. Microvanne selon l'une des revendications 1 à 8,
caractérisée en ce que
on l'utilise comme vanne de commutation pilote dans des commandes pneumatiques
1. Microvalve made of microstructurable material and comprising at least a first pressure
side part (1), which has a membrane structure (3) as movable closing body, and a second
part (2) connected to the first and with at least one outflow aperture (7) and at
least one valve seat (5), at least one of the two parts having one pit or a plurality
of pits of a defined depth (6),
the membrane structure on one side being coated, at least partly, with a material
(4) which has a different coefficient of linear thermal expansion from the membrane
material with the result that, on warming, the membrane structure bends against the
adjacent pressure,
and the membrane structure being provided with one heating element or a plurality
of same,
characterised in that
the pits are disposed in such a way that when the valve is closed they are completely
covered by regions of the other part, and thus closed cavities are formed in which
heating elements are located.
2. Microvalve according to claim 1,
characterised in that
the pits have a maximum depth of 40µm.
3. Microvalve according to claim 1 or 2,
characterised in that
the microstructurable material is silicon.
4. Microvalve according to claim 3,
characterised in that
the two parts of the microvalve are two chips connected by silicon bonding or by gluing.
5. Microvalve according to one of claims 1 to 4,
characterised in that
the coating material of the membrane structure is a metal.
6. Microvalve according to claim 3 or 4,
characterised in that
the coating material of the membrane structure is SiO2 or Si3N4 and that the coating is applied to the side of the membrane turned towards the lower
pressure.
7. Microvalve according to one of claims 1 to 5,
characterised in that
the heating elements are implanted conductor tracks or polysilicate tracks.
8. Microvalve according to one of claims 1 to 6,
characterised in that
the membrane structure is designed as bridge- or cross-shaped.
9. Microvalve according to one of claims 1 to 7,
characterised in that
the heating capacity needed to actuate it can be adjusted.
10. Microvalve according to one of claims 1 to 8,
characterised in that
it is used as a pilot valve in pneumatic control systems.