| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 700 724 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
|
21.09.2005 Patentblatt 2005/38 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
26.01.2000 Patentblatt 2000/04 |
| (22) |
Anmeldetag: 31.08.1995 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B02C 17/16 |
|
| (54) |
Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen autogenen Mahlen eines fliessfähigen
Behandlungsguts
Method and apparatus for continously autogenously milling a flowable processing material
Procédé et appareil pour le broyage continu autogène d'une matière à traiter fluide
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE CH DE ES FR GB IT LI NL SE |
| (30) |
Priorität: |
09.09.1994 DE 4432153
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
13.03.1996 Patentblatt 1996/11 |
| (73) |
Patentinhaber: Bühler GmbH |
|
38114 Braunschweig (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Stehr, Norbert, Dr.-Ing.
D-67269 Grünstadt (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Rau, Manfred et al |
|
Rau, Schneck & Hübner
Patentanwälte
Königstrasse 2 90402 Nürnberg 90402 Nürnberg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 247 895 EP-A- 0 367 403 DE-A- 2 725 685 DE-U- 9 209 222
|
EP-A- 0 278 041 WO-A-80/02039 DE-A- 3 437 866 US-A- 3 545 687
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum kontinuierlich autogenen Mahlen eines fließfähigen,
unlösliche Partikel unterschiedlichen Durchmessers enthaltenden Behandlungsgutes nach
dem Oberbegriff des Anspruches 1, und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
nach dem Oberbegriff des Anspruches 7.
[0002] Das Mahlen von besonders harten Materialien, wie Silicaten und Carbiden ist aufwendig.
Es ist durch Benutzung in der Praxis bekannt geworden, hierzu Rührwerksmühlen einzusetzen,
die jeweils einen zylindrischen Behälter aufweisen, in dem konzentrisch ein hochtourig
antreibbares Rührwerk angeordnet ist. Der Mahlbehälter ist zumindest im wesentlichen
mit Mahlhilfskörpern gefüllt. Das Behandlungsgut wird in fließfähiger Form, beispielsweise
also mit Wasser aufgeschlämmt, dem Behälter an einem Ende zugeführt und verläßt den
Behälter am anderen Ende. Das Gemisch aus Behandlungsgut und Mahlhilfskörpern wird
durch das Rührwerk in eine intensive Bewegung versetzt, so daß ein intensives Mahlen
stattfindet. Im Bereich des Mahlgut-Auslasses muß eine Mahlhilfskörper-Rückhaltevorrichtung
vorgesehen sein, mittels derer die Mahlhilfskörper vom Behandlungsgut getrennt werden
können, so daß letzteres mahlhilfskörperfrei austreten kann. Beim Mahlen extrem harter
Partikel ist der Verschleiß der Mahlhilfskörper groß. Wenn dagegen geringwertige Mahlgüter
als Massenprodukte gemahlen werden, dann sind - auch wenn der Mahlhilfskörperverschleiß
nicht allzu groß ist - die Kosten des Mahlhilfskörperverschleisses im Vergleich zum
Wert des Mahlgutes nicht tragbar. Darüber hinaus ist die Gefahr sehr groß, daß die
Mahlhilfskörper-Rückhalte-vorrichtung durch noch zu große Mahlgutpartikel und/oder
verschlissene Mahlhilfskörper zugesetzt wird, was zumindest zu Betriebsstörungen oder
auch zu einer teilweisen Zerstörung der Rührwerksmühle führen kann. Diese Gefahr besteht
ganz besonders dann, wenn mit hohen Durchsätzen an Behandlungsgut, also entsprechend
hohen Strömungsgeschwindigkeiten des Behandlungsgutes in der Rührwerksmühle gearbeitet
wird.
[0003] Aus der EP 0 247 895 A und der EP 0 367 403 A ist jeweils eine Vorrichtung und ein
Verfahren zum autogenen Mahlen von harten Feststoffen gemäß den Oberbegriffen der
Ansprüche 1 bzw. 7 bekannt. Eingesetzt wird eine Rührwerksmühle mit einem eine Wand
und einen Boden aufweisenden Mahlbehälter. Am oberen Rand der Wand des Mahlraums ist
ein zylindrisches Sieb als Rückhaltevorrichtung vorgesehen. Das Behandlungsgut wird
dem Mahlraum von unten durch den Boden zugeführt und oben durch das den Mahlraum einhüllende
Sieb entnommen. Durch dieses Sieb werden große Partikel zurückgehalten, während Behandlungsgut
mit zu Pulver gemahlenen Partikeln austreten kann. Es besteht eine erhebliche Gefahr
des Zusetzens des Siebes und eines erheblichen Siebverschleisses. Im übrigen nehmen
die Partikel größeren Durchmessers, die vor dem Sieb sitzen, kaum noch am autogenen
Mahlprozeß teil.
[0004] Aus der DE 34 31 636 C2 (entspr. EP 0 219 740 B1) ist eine Ringspalt-Kugelmühle zum
kontinuierlichen Feinzerkleinern, insbesondere von mineralischen Hartstoffen, mit
einem geschlossenen Mahlbehälter bekannt, in dem ein Rotor angeordnet ist, dessen
Außenfläche mit der Innenfläche des Mahlbehälters einen Mahlspalt begrenzt. In dem
Mahlspalt sind sogenannte Mahlperlen, d.h. Mahlhilfskörper, angeordnet, die aus dem
gleichen Material wie das zu zerkleinernde Behandlungsgut bestehen können. Das Oberteil
und das Unterteil des Rotors verjüngen sich in entgegengesetzten Richtungen. Aufgrund
der doppelt konischen Ausgestaltung des Mahlspaltes wird eine Austragung der Mahlhilfskörper
mit dem Behandlungsgut durch eine Auslaßöffnung und damit eine Reduzierung der Mahlhilfskörpermenge
bzw. der Mahlwirkung verhindert. Dies ist darauf zurückzuführen, daß ein vorgegebener
Mahlhilfskörper-Überschuß sich in der radialen ringförmigen Kammer am oberen Ende
des Mahlspaltes, d.h. im Bereich des größten Rotordurchmessers, sammelt, und dort
eine schwimmende Sperrschicht bildet, die die aktiven Mahlhilfskörper im Mahlspalt
zurückhält, ohne nach der Art eines Siebes oder dergleichen den Austritt des feinstgemahlenen
Behandlungsgutes aus dem Mahlspalt in Richtung der Auslaßöffnung zu behindern. Eine
nachträgliche Trennung von Mahlhilfskörpern und Behandlungsgut entfällt somit. Dies
gilt allerdings nur bei niedrigen Durchsätzen, d.h. bei geringer Strömungsgeschwindigkeit
des gemahlenen Behandlungsgutes im Mahlspalt. Bei größeren Durchsätzen und entsprechend
höheren Strömungsgeschwindigkeiten des Behandlungsgutes im Mahlspalt werden die Mahlhilfskörper
mit ausgetragen, so daß hierbei auch eine nachträgliche Trennung von Mahlhilfskörpern
und Behandlungsgut notwendig ist. Die vorstehend angesprochenen Probleme des Mahlkörperverschleisses
bestehen hierbei im übrigen auch.
[0005] Aus der EP 0 278 041 A1 ist eine vertikale Rührwerksmühle bekannt, die einen vertikalen
zylindrischen Behälter mit einem koaxial in diesem angeordneten drehantreibbaren Rührwerk
aufweist. Die Rührwerksmühle ist zu einem Teil mit ihren Mahlraum bildenden beziehungsweise
begrenzenden Mahlhilfskörpern gefüllt. Oberhalb dieses Mahlraums sind ein Zulaufstutzen
für Behandlungsgut und ein Auslass für behandeltes Behandlungsgut angeordnet. Eine
Auslassöffnung für Mahlhilfskörper ist im unteren Bereich des Behälters vorgesehen.
Es wird ein Fluid, nämlich Luft oder Flüssigkeit, von unten zugeführt, durch die nach
Art einer Windsichtung das fein gemahlene Behandlungsgut nach oben ausgetragen wird.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung der
eingangs angegebenen Art zu schaffen, die ein kontinuierliches autogenes Mahlen von
Behandlungsgut in besonders einfacher Weise auch bei hohen Durchsätzen ohne Betriebsstörungen
ermöglichen.
[0007] Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs angegebenen Art durch die Merkmale
des Anspruches 1 gelöst. Sie wird weiterhin bei einer Vorrichtung der eingangs genannten
Art durch die Merkmale des Anspruches 7 gelöst. Der Kern der Erfindung besteht darin,
daß die Partikel mit größerem Durchmesser im Mahlraum aufkonzentriert und dort einerseits
gleichsam als Mahlhilfskörper zur Mahlung der Partikel kleineren Durchmessers verwendet
und andererseits hierbei selber an ihrer Außenseite abgerieben werden. Es werden also
keine eigenständigen artfremden Mahlhilfskörper verwendet; weiterhin ist keine Mahlhitfskörper-Rückhaltevorrichtung
notwendig, da die gleichsam als Mahlhilfskörper eingesetzten Partikel im Mahlraum
verbleiben. Betriebsstörungen aufgrund des Zusetzens einer Mahlhilfskörper-Rückhaltevorrichtung
können also nicht mehr auftreten. Das Behandlungsgut wird klassiert und zwar in Partikel
größeren Durchmessers, die zum Mahlen eingesetzt werden und in Partikel kleineren
Durchmessers, die gemahlen werden sollen. Die Partikel größeren Durchmesser werden
in den Mahlraum der Rührwerksmühle eingegeben und verbleiben dort. Anschließend wird
zum Mahlen nur das vorklassierte Behandlungsgut mit Partikeln kleineren Durchmessers
durch den Mahlraum geführt.
[0008] Zahlreiche zum Teil erfinderische Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0009] Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung von fünf Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung. Es zeigt
- Fig. 1
- eine erste nach Art einer Rührwerksmühle aufgebaute Ausführungsform einer Vorrichtung
zum autogenen Mahlen im Vertikalschnitt in schematischer Darstellung,
- Fig. 2
- eine zweite nach Art einer Rührwerksmühle aufgebaute Ausführungsform einer Vorrichtung
zum autogenen Mahlen im Vertikalschnitt in schematischer Darstellung,
- Fig. 3
- eine dritte nach Art einer Rührwerksmühle aufgebaute Ausführungsform einer Vorrichtung
zum autogenen Mahlen im Vertikalschnitt in schematischer Darstellung,
- Fig. 4
- eine vierte nach Art eines Ringmischers aufgebaute Ausführungsform einer Vorrichtung
zum autogenen Mahlen im Vertikalschnitt in schematischer Darstellung und
- Fig. 5
- ein Regelungs-Blockschaltbild für eine Rührwerksmühle.
[0010] Bei den Ausführungsformen nach den Fig. 1 bis 3 handelt es sich im Grundsatz um sogenannte
liegende Rührwerksmühlen. Diese weisen in üblicher Weise einen Ständer 1 auf, der
auf dem Boden 2 abgestützt ist. An der Vorderseite 3 des Ständers 1 ist ein Tragarm
4 angebracht.
[0011] Im Ständer ist ein gegebenenfalls drehzahlregelbarer Antriebsmotor 5 untergebracht,
der mit einer Keilriemenscheibe 6 versehen ist, von der über Keilriemen 7 und eine
weitere Keilriemenscheibe 8 eine Antriebswelle 9 drehantreibbar ist. Die Antriebswelle
9 ist im Ständer 1 mittels mehrerer Lager 10 drehbar gelagert.
[0012] Auf dem Tragarm 4 ist in entsprechenden Aufnahmen 11 ein im wesentlichen zylindrischer
Mahlbehälter 12 abgestützt. Der Mahlbehälter 12 weist eine zylindrische Wand 13 auf
und ist an einem, dem Ständer 1 zugewandten Ende mittels eines Deckels 14 und am gegenüberliegenden
Ende mittels eines Bodens 15 verschlässen. Er umschließt einen Mahlraum 16.
[0013] Konzentrisch zur gemeinsamen Mittel-LängsAchse 17 von Mahlbehälter 12 und Antriebswelle
9 ist im Mahlraum 16 eine Rührwerks-Welle 18 angeordnet, die den Deckel 14 durchsetzt.
Der Mahlraum 16 ist mittels Dichtungen 19 zwischen dem Deckel 14 und der Welle 18
abgedichtet. Die Welle 18 ist fliegend gelagert, also im Bereich des Bodens 15 nicht
mehr gelagert. Sie ist über ihre Länge im Mahlraum 16 mit Rührwerkzeugen 20 versehen,
bei denen es sich im vorliegenden Fall um Rührscheiben 21 handelt. Diese Rührscheiben
21 können - wie in Fig. 1 rechts dargestellt - zusätzlich mit sich parallel zur Achse
17 erstreckenden, in Form eines Käfigs angeordneten Rührstäben 22 versehen sein, mittels
derer die Zentrifugalkräfte erhöht werden.
[0014] Am Mahlbehälter 12 ist - benachbart zum Dekkel 14 - ein Zulaufstutzen 23 angebracht,
durch den zu behandelndes Gut zugeführt wird. An der unten liegenden Seite der Wand
13 des Mahlbehälters 12 ist eine sich über einen wesentlichen Teil der Länge des Mahlbehälters
12 zwischen den Aufnahmen 11 erstreckende Entleerungsklappe 24 angebracht.
[0015] Bei allen Ausführungsformen ist der Mahlbehälter 12 mit einem Auslaß versehen, der
bei den verschiedenen Ausführungsformen unterschiedlich ausgestaltet ist. Gemeinsam
ist allen Auslässen, daß eine Mahlhilfskörper-Rückhaltevorrichtung, wie sie bei Rührwerksmühlen
generell üblich ist, nicht vorgesehen ist. Bei derartigen Mahlhilfskörper-Rückhaltevorrichtungen
handelt es sich entweder um Siebe in vielerlei Ausgestaltungen oder um sogenannte
Trennspalt-Abtrennvorrichtungen, wie sie beispielsweise in der DE-PS 14 82 391 (entspr.
GB-PS 1 056 257) beschrieben sind.
[0016] Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 ist im Boden 15 koaxial zur Achse 17 ein Auslaß-Rohr
25 angeordnet, das stirnseitig mit einer Öffnung 26 versehen ist. Dieses Auslaß-Rohr
25 reicht bis in die Nähe der Rührwerks-Welle 18, d.h. bis in die Nähe der endseitigen
Rührscheibe 21. An dieser endseitigen Rührscheibe 21 ist ein beispielsweise kegelstumpfförmiger,
zum Boden 15 hin offener kurzer Rohr-Abschnitt 27 angebracht, der zum Boden 15 einen
Durchtrittskanal 28 frei läßt. Das Auslaß-Rohr 25 und der Rohr-Abschnitt 27 überdecken
einander in Richtung der Achse 17.
[0017] Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 ist die Rührwerks-Welle 18 benachbart zu ihrem
freien Ende, und zwar zwischen den beiden letzten Rührscheiben 21, mit Auslaß-Öffnungen
29 versehen, die in einen Ablaufkanal 30 in der hohlen Rührwerks-Welle 18 einmünden.
Der Ablaufkanal 30 mündet im Bereich des außerhalb des Mahlbehälters 12 liegenden
Endes der Rührwerkswelle 18 aus dieser aus. Zur Verstärkung des Zentrifugaleffektes
können im Bereich der Öffnung 29 die erwähnten Rührstäbe 22 sein.
[0018] Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 ist die Rührwerks-Welle 18 im Bereich ihres freien
Endes und auch dort zwischen den beiden letzten einander benachbarten Rührscheiben
21 mit Auslaß-Öffnungen 31 versehen, die in einen zum freien Ende der Rührwerks-Welle
18 hin offenen Ablaufkanal 32 einmünden. Dieser mündet wiederum in ein im Boden 15
angeordnetes Auslaß-Rohr 33, das mit seiner Stirnseite gegenüber dem freien Ende der
Rührwerks-Welle 18 nur einen möglichst kleinen Spalt frei läßt.
[0019] Während die Ausführungsformen nach den Fig. 1 bis 3 Rührwarksmühlen sind, ist die
Ausführungsform nach Fig. 4 nach Art eines hochtourig antreibbaren Mischers aufgebaut
Mit den Ausführungsformen nach den Fig. 1 bis 3 funktionell gleichartige Teile werden
mit den gleichen Bezugsziffern versehen, denen jedoch ein hochgesetzter Doppelstrich
beigefügt wird. Von einer erneuten Beschreibung wird insoweit Abstand genommen.
[0020] Die Rührwerks-Welle 18" ist einerseits in einem Lager 10" im Bereich des Deckels
14" und andererseits in einem Lager 10" im Bereich des Bodens 15" gelagert, d.h. sie
ist nicht fliegend, sondern beidendig gelagert. Am Durchtritt der Rührwerks-Welle
18" durch den Deckel 14" einerseits und den Boden 15" andererseits sind Dichtungen
19" vorgesehen. Die Rührwerks-Welle 18" ist mit Rührwerkzeugen 20 versehen, bei denen
es sich ebenfalls wieder um Rührscheiben 21 handeln kann; die Rührwerkzeuge 20 können
aber auch als klassische schaufelartige Mischwerkzeuge 39 ausgebildet sein, wie es
ebenfalls in Fig. 4 dargestellt ist.
[0021] Benachbart zum Deckel 14" ist ein Zulaufstutzen 23 vorgesehen, der in den Mahlraum
16" einmündet.
[0022] Benachbart zum Boden 15", und zwar auch dort zwischen den beiden letzten Rührscheiben
21, sind in der Rührwerks-Welle 18" Auslaß-Öffnungen 31" ausgebildet, die in einen
in der Rührwerksmühle ausgebildeten Ablaufkanal 32" münden, der wiederum hinter dem
deckelseitigen Lager 10" austritt. Auch hier können selbstverständlich die geschilderten
Rührstäbe 22 vorgesehen werden.
[0023] Nur in Fig. 4 ist angedeutet, daß das Behandlungsgut dem Behandlungsprozeß mehrfach
zugeführt wird. Hierzu ist ein Vorratsbehälter 40 vorgesehen, der über eine Zuführleitung
41 mit dem Zulaufstutzen 23 verbunden ist. In diese Zuführleitung 41 ist eine von
einem Motor 42 angetriebene Pumpe 43 geschaltet, mittels derer der Transport des Behandlungsguts
erfolgt. Der Ablaufkanal 32" ist wiederum über eine Rückführleitung 44 mit dem Vorratsbehälter
40 verbunden.
[0024] Die geschilderten kontinuierlich arbeitenden Vorrichtungen werden u.a. zum Mahlen
von besonders hartem Behandlungsgut eingesetzt; hierbei handelt es sich beispielsweise
um Silicate und Carbide. Sie werden aber auch zum Mahlen von geringwertigen Massengütem,
wie Kalziumkarbonat, Sand (SiO
2), mineralischen Stoffen und insbesondere Erzen, eingesetzt. Das Behandlungsgut wird
in Wasser oder einer anderen geeigneten Flüssigkeit in fließfähige Form gebracht und
dem Mahlbehälter 12 bzw. 12" durch den Zulaufstutzen 23 zugeführt und durch die hochtourig
umlaufenden Rührwerkzeuge 20 intensiv bewegt. Zu Beginn eines Mahtvorgangs werden
Partikel größeren Durchmessers in den jeweiligen Mahlraum 16, 16" eingegeben. Hierbei
können zwei Fallgruppen unterschieden werden. In einem Fall werden zu Beginn des Mahlprozesses
grobe Partikel mit Flüssigkeit eingegeben und dann Feinpartikel laufend nachgegeben,
die zerkleinert werden. Wenn die groben Partikel teilweise abgerieben sind, müssen
diese wieder nachgefüllt werden. In der anderen Fallgruppe werden von Anfang an grobe
Partikel und feine Partikel eingegeben, wobei die groben Partikel im Mahlraum aufkonzentriert
werden.
[0025] Die groben Partikel, also die Partikel größeren Durchmessers, haben eine Größe von
0,1 bis 5,0 und üblicherweise von 1,0 bis 2,0 mm. Die untere Grenze ihres Durchmessers
liegt bei 0,1 bis 0,3 mm, die übliche Obergrenze bei 3,0 bis 4,0 mm. Die feinen Partikel,
also die Partikel kleineren Durchmessers des Behandlungsgutes sollten um den Faktor
0,3 bis 0,05 kleiner sein als die gleichsam als Mahlhilfskörper eingesetzten Partikel
größeren Durchmessers. Die Mahlbehälter 12 bzw. 12" sind mit dem Behandlungsgut vollständig
gefüllt. Die im Behandlungsgut enthaltenen Partikel größeren Durchmessers werden verstärkt
in den Außenbereich, d.h. in Richtung zur Wand 13 bzw. 13" des Mahlbehälters 12, 12"
geschleudert, sie werden also im Mahlraum 16, 16" aufkonzentriert. Die Partikel größeren
Durchmessers nehmen am Mahlprozeß teil, und zwar mahlen sie gleichsam als Mahlhilfskörper
die kleineren Partikel, wobei sie selber ebenfalls abgerieben werden, bis die angestrebte
Partikelgrößenverteilung, erreicht ist. Da das Behandlungsgut im Bereich der Achse
17 bzw. der Welle 18 bzw. 18" durch die geschilderten Auslässe 25, 29, 31, 31", 34,
aus dem Mahlraum 16, 16" austritt, verbleiben diese größeren Partikel zumindest überwiegend
im Mahlraum 16, 16". Wenn das Behandlungsgut mehrfach durch den Mahlraum 16 bzw. 16"
geführt wird, dann sind am Ende auch die größeren Partikel zumindest teilweise zerkleinert.
Soweit Partikel größeren Durchmessers mit dem behandelten Mahlgut ausgetragen werden,
können sie nicht eine Rückhaltevorrichtung zusetzen, da eine solche nicht vorhanden
ist. Alle Auslässe weisen eine minimale Weite a auf, die deutlich größer als die Partikel
größeren Durchmessers ist. Die minimale Weite eines Auslasses beträgt mindestens 5
mm in der Regel min destens 10 mm.
[0026] Wenn bei einer Kreislaufmahlung das im Vorratsbehälter 40 befindliche Behandlungsgut
bis auf eine vorgegebene Partikelgrößenverteilung gemahlen ist, dann kann die im Vorratsbehälter
40 befindliche Charge ausgewechselt werden, wobei die im Mahlraum 16 bzw. 16" befindliche
Menge an Behandlungsgut nicht mit ausgetauscht wird, da in diesem noch ein höherer
Anteil an Partikeln größeren Durchmessers enthalten ist. Diese Maßnahmen zum Mehrfachdurchlauf
von Behandlungsgut durch den Mahlraum 16 bzw. 16" können in gleicher Weise auch bei
allen anderen Ausführungsformen angewendet werden.
[0027] Damit eine starke Aufkonzentration der Partikel größeren Durchmessers im Mahlraum
erfolgt, müssen die Rührwerksdrehzahl einerseits und der Durchsatz des Behandlungsgutes
andererseits einander optimal angepaßt werden. Als Kennzahl hierfür kann die Leistungsaufnahme
des Antriebsmotors 5 bzw. 5" oder aber dessen Stromaufnahme dienen. Grundsätzliches
Ziel einer Regelung ist es, ein Maximum der Leistungsaufnahme zu erreichen. Dies wird
wiederum erreicht durch eine hohe Konzentration von Partikeln großen Durchmessers
im Mahlraum. Wenn bei einer Steigerung des Durchsatzes die Leistungsaufnahme abnimmt,
so ist daraus zu schließen, daß der Anteil an Partikeln größeren Durchmessers im Mahlraum
16 bzw. 16" abgenommen hat und zwar entweder durch Abrieb oder aber durch Austrag.
In diesem Fall muß aus Partikeln größeren Durchmessers bestehendes Behandlungsgut
zugegeben werden. Wenn hierbei die Leistungsaufnahme wieder zunimmt, ist das Problem
gelöst. Wenn dies nicht der Fall ist, dann werden erkennbar Partikel größeren Durchmessers
ausgetragen; in diesem Fall muß entweder der Durchsatz an Behandlungsgut reduziert
werden, oder aber bei Vorhandensein eines drehzahlregelbaren Antriebsmotors 5 die
Drehzahl der Rührwerkswelle 18, 18" erhöht werden.
[0028] Konkret kann die Regelung in der in Fig. 5 dargestellten Weise durchgeführt werden.
Mit der Antriebswelle 9 und damit mit der Rührwerks-Welle 18 ist eine Drehzahl-Erfassungseinheit
49 verbunden, die ein der Drehzahl entsprechendes Signal auf eine Regel- und Steuereinrichtung
50 gibt. Es wird weiterhin die Leistungsaufnahme des Antriebsmotors 5 mittels eines
Leistungs-Erfassungsgerätes 51 aufgenommen und an die Regel- und Steuereinrichtung
50 gegeben. Es ist weiterhin der Pumpe 43 ein Durchsatz-Erfassungseinrichtung zugeordnet,
die ein dem Durchsatz pro Zeiteinheit entsprechendes Signal an die Regel-Steuereinrichtung
50 abgibt. Bei der Durchsatz-Erfassungseinrichtung 52 kann es sich um ein Drehzahlmeßgerät
handeln, da bei schlupffrei oder mit konstantem Schlupf arbeitenden Pumpen die Drehzahl
ein Maß für den Durchsatz ist. Weiterhin ist dem Antriebsmotor 5 eine Drehzahlverstellvorrichtung
53 zugeordnet, bei der es sich beispielsweise um einen Frequenzumrichter handeln kann.
In gleicher Weise ist dem Antriebsmotor 42 der Pumpe 43 eine Drehzahlverstellvorrichtung
54 zugeordnet, bei der es sich ebenfalls um einen Frequenzumrichter handeln kann.
Die Drehzahl der Antriebswelle 9, die Leistungsaufnahme des Antriebsmotors 5 und der
Durchsatz der Pumpe 43 werden als Eingänge 55, 56, 57 in die Regel- und Steuereinrichtung
50 eingegeben.
[0029] Weiterhin wird ein Sollwert für die Leistungsaufnahme über einen Eingang 58 in die
Regel- und Steuereinrichtung 50 eingegeben. Von der Regel- und Steuereinrichtung 50
wird nach dem vorstehend angegebenen Regelungsschema über Ausgänge 59, 60 die Drehzahlverstellvorrichtung
53 des Antriebsmotors 5 und die Drehzählverstellvorrichtung des Motors 41 der Pumpe
43 angesteuert. Im ersten Fall wird die Drehzahl des Rührwerks geändert; im zweiten
Fall wird der Durchsatz der Pumpe 43 geändert.
1. Verfahren zum kontinuierlichen autogenen Mahlen eines mit Flüssigkeit in fileßfähige
Form gebrachten, unlösliche Partikel unterschiedlichen Durchmessers enthaltenden Behandlungsguts,
wobei das Behandlungsgut einem in einem eine Wand (13, 13") und einen Boden (15, 15")
aufweisenden, waagerecht angeordneten Mahlbehälter (12, 12", 12"') befindlichen Mahlraum
(16) zugeführt und dort konzentrisch zu einer horizontalen Achse (17) in Rotation
versetzt wird, und wobei unlösliche Partikel größeren Durchmessers im Vergleich zu
Partikeln kleineren Durchmessers im Mahlraum (16) verstärkt in Richtung zur Wand geschleudert
und damit überproportional aufkonzentriert werden
dadurch gekennzeichnet,
daß das Behandlungsgut an einem Ende des durch einen Deckel (14, 14") verschlossenen
vollständig mit Behandlungsgut gefüllten Mahlraumes (16) im Bereich der Achse (17)
aus dem Mahlraum (16) durch eine Auslaßöffnung abgeführt wird, deren minimale Weite
a wesentlich größer ist als die Partikel größeren Durchmessers.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Partikel kleineren Durchmessers gegenüber den Partikeln größeren Durchmessers
um den Faktor 0,3 bis 0,05 kleiner sind.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zu Beginn eines Mahlvorganges dem Mahlraum (16) überwiegend Partikel größeren Durchmessers
zugeführt werden und während des anschließenden Mahlvorganges überwiegend Partikel
kleineren Durchmessers.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Behandlungsgut - bezogen auf die Achse (17) - an einem Ende des Mahlraumes (16)
zugeführt und am anderen Ende aus dem Mahlraum (16) abgeführt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,daß das Behandlungsgut mehrfach durch den Mahlraum (16) geführt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, daurch gekennzeichnet, daß bei Austrag von anorganischen Partikeln größerer Dichte und/oder größeren Durchmessers
aus dem Mahlraum (16) die Zufuhr von Behandlungsgut zum Mahlraum (16) reduziert und/oder
die Rotation vergrößert wird.
7. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
mit einem einen mahlhilfskörperfreien Mahlraum (16) mittels einer Wand (13, 13")
und eines Bodens (15, 15") umschließenden, waagerecht angeordneten Mahlbehälter (12,
12"),
mit einem konzentrisch zur Achse (17) des Mahlbehälters (12, 12") in diesem drehbar
angeordneten Rührwerk,
mit an dem Rührwerk angebrachten Rührwerkzeugen (20), mit einem mit dem Rührwerk
gekoppelten Antriebsmotor (5, 5"),
mit mindestens einem - bezogen auf die Achse (17) - an einem Ende des Mahlraums
(16) in den Mahlraum (16) mündenden Zulaufstutzen (23) für Behandlungsgut und mit
mindestens einem am anderen Ende des Mahlraums (16) angeordneten Auslaß (25; 29; 31,
31") für behandeltes Behandlungsgut,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Mahlraum (16, 16") mittels eines Deckels (14, 14") verschlossen ist und daß der
mindestens eine Auslaß (25, 29; 31, 31") im Bereich der Achse (17) angeordnet ist
und keine Mahlhilfskörper-Rückhaltevorrichtung aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslaß durch ein konzentrisch zu einer fliegend gelagerten Rührwerks-Welle (18)
angeordnetes und zu dieser stimseitig offenes Auslaß-Rohr (25) gebildet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Auslaß-Rohr (25) zumindest teilweise von einem mit der Rührwerks-Welle (18) verbundenen
Rohr-Abschnitt (27) in Richtung der Achse (17) überdeckt ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch ge kennzeichnet, daß zwischen dem Rohr-Abschnitt (27) und einem benachbarten Boden (15) des Mahlbehälters
(12) und/oder zwischen dem Auslaß-Rohr (25) und der Rührwerks-Welle (18) ein Durchtrittskanal
(28) ausgebildet ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslaß durch mindestens eine Auslaß-Öffnung (29, 31, 31") gebildet ist, die in
einer Rührwerks-Welle (18, 18") ausgebildet ist und in einen in der Rührwerks-Welle
(18, 18") befindlichen Ablaufkanal (30, 32, 32") einmündet.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß unmittelbar benachbart zu einem Auslaß (25; 29; 31, 31") mindestens ein Rührwerkzeug
(20) vorgesehen ist
13. Vorrichtung nach den Ansprüchen 11 und 12, dadurch gekennzeichnet, daß - bezogen auf die Achse (17) - beiderseits der mindestens einen Auslaß-Öffnung (29,
31, 31") jeweils mindestens ein Rührwerkzeug (20) an der Rührwerks-Welle (18, 18")
angebracht ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Rührwerkzeuge (20) durch Rührscheiben (21) gebildet sind.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 14, insbesondere nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß an den Rührwerkzeugen (20) etwa parallel zur Achse (17) nach Art eines Käfigs angeordnete
Rührstäbe (22) vorgesehen sind.
16. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Rührwerk nach Art eines topfförmigen Käfigs mit parallel und konzentrisch zur
Achse (17) verlaufenden Stäben (46) ausgebildet ist, an denen Rührwerkzeuge (20) nach
Art von Schaufeln bzw. Paddeln (48) angebracht sind.
17. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der mindestens eine Auslaß (25, 29; 31, 31") für behandeltes Behandlungsgut eine
minimale Weite (a) von mindestens 5 und vorzugsweise mindestens 10 mm hat.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß eine Regel- und Steuereinrichtung (50) zur Erhöhung der Drehzahl des Rührwerks und/oder
zur Reduktion der Zufuhr von Behandlungsgut bei Abfall der Leistungsaufnahme des Antriebsmotors
(5, 5') vorgesehen ist.
1. A method for the continuous autogenous grinding of stock formed with liquid to be
free-flowing, containing insoluble particles of varying diameter,
wherein the stock is supplied to a grinding chamber (16) located in a grinding receptacle
(12, 12") which has a wall (13, 13") and a bottom (15, 15"), where it is set rotating
concentrically of a horizontal axis (17), and wherein insoluble particles of greater
diameter in the grinding chamber (16) are increasingly centrifuged towards the wall
and thus concentrated superproportionally as compared to particles of smaller diameter,
characterized
in that at an end of the grinding chamber (16) completely filled with stock and closed by
a lid (14, 14") the stock is discharged from the grinding chamber (16) through an
outlet aperture in the vicinity of the axis (17), the minimum width a of the outlet aperture being substantially greater than the particles of greater
diameter.
2. A method according to claim 1, characterized in that the particles of smaller diameter are smaller than the particles of greater diameter
by the factor 0.3 to 0.05.
3. A method according to claim 1 or 2, characterized in that predominantly particles of greater diameter are supplied to the grinding chamber
(16) at the beginning of a grinding operation, particles of smaller diameter being
predominantly supplied during the ensuing grinding operation.
4. A method according to one of claims 1 to 3, characterized in that - referred to the axis (17) - stock is supplied to one end of the grinding chamber
(16) and is discharged from the grinding chamber (16) at the other end.
5. A method according to one of claims 1 to 4, characterized in that the stock is repeatedly run through the grinding chamber (16, 16"').
6. A method according to one of claims 1 to 5, characterized in that for the discharge of inorganic particles of higher density and/or greater diameter
from the grinding chamber (16), the supply of stock to the grinding chamber (16) is
reduced and/or the rotation is increased.
7. An apparatus for putting into practice the method according to one of claims 1 to
6, comprising
a horizontally arranged grinding receptacle (12, 12") enclosing a grinding chamber
(16), which is free from auxiliary grinding bodies, by means of a wall (13, 13") and
a bottom (15, 15");
an agitator unit rotatably disposed in the grinding receptacle (12, 12") concentrically
of the axis (17) thereof;
agitator elements (20) attached to the agitator unit; a drive motor (5, 5') coupled
with the agitator unit;
at least one stock supply connector (23) opening into the grinding chamber (16) -
referred to the axis (17) - at one end of the grinding chamber (16), and at least
one outlet (25, 25'''; 29; 31, 31"; 34) arranged at the other end of the grinding
chamber (16) for treated stock
characterized
in that the grinding chamber (16, 16) is closed by a lid (14, 14', 14", 14'''); and in that
the at least one outlet (25, 25'''; 29; 31,31"; 34) is disposed in the vicinity of
the axis (17) and does not comprise an auxiliary grinding body retaining device.
8. An apparatus according to claim 7, characterized in that the outlet is an outlet pipe (25), which is disposed concentrically of a cantilevered
agitator shaft (18) and which is open frontally thereto.
9. An apparatus according to claim 8, characterized in that in the direction of the axis (17), the outlet pipe (25) is at least partially covered
by a pipe section (27) connected with the agitator shaft (18).
10. An apparatus according to claim 8 or 9, characterized in that a passage (28) is formed between the pipe section (27) and an adjacent bottom (15)
of the grinding receptacle (12) and/or between the outlet pipe (25) and the agitator
shaft (18).
11. An apparatus according to one of claims 7 to 10, characterized in that the outlet is formed by at least one outlet aperture (29, 31, 31") provided in an
agitator shaft (18, 18") and opening into a discharge conduit (30, 32, 32") located
in the agitator shaft (18, 18").
12. An apparatus according to one of claims 7 to 11, characterized in that at least one agitator element (20) is provided in direct vicinity to an outlet (25;
29; 31, 31"; 34).
13. An apparatus according to claims 11 and 12, characterized in that - referred to the axis (17) - at least one agitator element (20) is mounted on the
agitator shaft (18, 18") on either side of the at least one outlet aperture (29, 31,
31").
14. An apparatus according to one of claims 7 to 13, characterized in that the agitator elements (20) are agitator disks (21).
15. An apparatus according to one of claims 7 to 14, in particular according to claim
13, characterized in that agitator rods (22) disposed in the way of a cage approximately parallel to the axis
(17) are provided on the agitator elements (20).
16. An apparatus according to claim 7, characterized in that the agitator unit is provided with rods (46) in the way of a cup-shaped cage, which
extend parallel and concentrically of the axis (17) and to which agitator elements
(20) are attached in the way of blades or paddles (48), respectively.
17. An apparatus according to claim 7, characterized in that the at least one outlet (25; 29; 31, 31") for treated stock has a minimum width (a)
of at least 5 mm and preferably at least 10 mm.
18. An apparatus according to one of claims 7 to 17, characterized in that a control unit (50) is provided for the increase of the speed of the agitator unit
and/or for the reduction of the supply of stock upon decrease of the power draw of
the drive motor (5, 5").
1. Procédé de broyage autogène continu d' une matière fluide à traiter, qui est mise
en forme fluide avec de liquide et contient des particules ayant des diamètres différents;
selon lequel la matière à traiter est amenée dans une chambre de broyage (16) située
dans un récipient de broyage (12, 12", 12"') qui est disposé horizontalement et comporte
une paroi (13, 13") et un fond (15, 15"), et y est entraînée en rotation concentriquement
à un axe horizontal (17); et
selon lequel des particules insolubles possédant un diamètre plus important sont centrifugées
de façon amplifiée vers la paroi et par conséquent concentrées, d'une manière plus
que proportionnelle par rapport à des particules d'un diamètre plus petit, dans la
chambre de broyage (16);
caractérisé
en ce que la matière à traiter est évacuée de la chambre de broyage (16) qui - au niveau d'une
extrémité - est fermée par un couvercle (14, 14") et complètement remplie de matière
à traiter, au voisinage de l'axe (17) par une ouverture de sortie, dont la largeur
minimale a est nettement supérieure aux particules de diamètre supérieur.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les particules de plus faibles diamètres sont plus petites que les particules de
diamètre supérieur et ce d'un facteur 0,3 à 0,05.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'au début d'un processus de broyage, des particules de diamètre supérieures sont envoyées
de façon prépondérante à la chambre de broyage (16) et que pendant le processus de
broyage suivant, des particules de plus faible diamètre sont envoyées de façon prépondérante
à la chambre.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la matière à traiter est amenée - d'une manière rapportée à l'axe (17) - à une extrémité
de la chambre de broyage (16) et est évacuée de la chambre de broyage (16) à l'autre
extrémité de cette chambre.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la matière à traiter est guidée plusieurs fois à travers la chambre de broyage (16).
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que lors de la sortie de particules minérales ayant une densité supérieure et/ou un diamètre
supérieur hors de la chambre de broyage (16), l'amenée de la matière à traiter à la
chambre de broyage (16) est réduite et/ou la rotation est amplifiée.
7. Dispositif pour la mise en oeuvre du procédé selon l'une des revendications 1 à 6,
comportant
un récipient de broyage (12, 12"), qui est disposé horizontalement et enserre une
chambre de broyage (16) au moyen d'une paroi (13, 13") et d'un fond (15, 15");
une unité d'agitation disposée de manière à pouvoir tourner dans le récipient de broyage
(12, 12") en étant concentrique à l'axe (17) de ce récipient;
des outils d'agitation (20) montés sur l'unité d'agitation et un moteur d'entraînement
(5,5") couplé à l'unité d'agitation;
au moins une tubulure d'amenée (23) pour la matière à traiter, qui débouche dans la
chambre de broyage (16)- par rapport à l'axe (17)- à une extrémité de cette chambre;
et au moins une sortie (25; 29; 31, 31") pour la matière à traiter, installée à l'autre
extrémité de la chambre de broyage (16);
caractérisé
en ce que la chambre de broyage (16, 16") est fermée à l'aide d'un couvercle (14, 14"); et
que la au moins une sortie (25; 29; 31, 31") est disposée au voisinage de l'axe (17)
et ne comporte aucun dispositif de retenue de corps auxiliaires de broyage.
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que la sortie est formée par un tube de sortie (25) qui est disposé concentriquement
par rapport à un arbre (18), monté flottant, de l'unité d'agitation et est ouvert
frontalement en direction de cet arbre.
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérise en ce que le tube de sortie (25) est recouvert au moins en partie, dans la direction de l'axe
(17), par un tronçon de tube (27) relié à l'arbre (18) de l'unité d'agitation.
10. Dispositif selon la revendication 8 ou 9, caractérisé en ce qu'un canal de traversée (28) est forme entre un tronçon de tube (27) et un fond voisin
(15) du récipient de broyage (12) et/ou entre le tube de sortie (25) et l'arbre (18)
de l'unité d'agitation.
11. Dispositif selon l'une des revendications 7 à 10, caractérisé en ce que la sortie est formée par au moins une ouverture de sortie (29, 31, 31"), qui est
formée dans un arbre (18, 18") de l'unité d'agitation et débouche dans un canal d'évacuation
(30, 32, 32") qui est situé dans l'arbre (18, 18") de l'unité d'agitation.
12. Dispositif selon l'une des revendications 7 à 11, caractérisé en ce qu'au moins un outil d'agitation (20) est prévu au voisinage direct d'une sortie (25;
29; 31, 31").
13. Dispositif selon les revendications 11 et 12, caractérisé en ce que - d'une manière rapportée à l'axe (17) - respectivement au moins un outil d'agitation
(20) est monté sur l'arbre (18, 18") de l'unité d'agitation, des deux côtés d'au moins
une ouverture de sortie (29, 31, 31").
14. Dispositif selon l'une des revendications 7 à 13, caractérisé en ce que les outils d'agitation (20) sont formés par des disques agitateurs (21).
15. Dispositif selon l'une des revendications 7 à 14, notamment selon la revendication
13, caractérisé en ce que des barreaux d'agitation (22) disposes à la manière d'une cage sont prévues sur les
outils d'agitation (20), approximativement parallèlement à l'axe (17).
16. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que le dispositif d'agitation est agencé à la manière d'une cage en forme de pot comportant
des barreaux (46) qui sont parallèles et concentriques à l'axe (17) et sur lesquels
sont montés des outils d'agitation (20) à la manière d'aubes ou de palettes (48).
17. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que la au moins une sortie (25, 29; 31, 31") pour la matière traitée possède une largeur
minimale (a) d'au moins 5 et de préférence d'au moins 10 mm.
18. Dispositif selon l'une des revendications 7 à 17, caractérisé en ce qu'il est prévu un dispositif de régulation et de commande (50) servant à accroître la
vitesse de rotation de l'unité d'agitation et/ou à réduire l'amenée de la matière
à traiter, lors de la réduction de la puissance absorbée du moteur d'entraînement
(5, 5").