Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Bearbeitung von Brillengläsern
mit wenigstens einer Bearbeitungsstation zur Bearbeitung des Randes und/oder einer
Fläche des Brillenglases und einer mehrachsigen Positioniereinheit, mit einer Greifereinheit,
die das Brillenglas ergreift und in die jeweilige Bearbeitungsstation einsetzt bzw.
aus dieser entnimmt.
Stand der Technik
[0002] Brillengläser werden derzeit etwa wie folgt hergestellt:
[0003] Zunächst wird von dem eigentlichen Hersteller des Brillenglases ein sogenannter Blank
gefertigt; hierunter versteht man ein einseitig fertiges und in der Regel rundes,
in manchen Fällen aber auch vorgerandetes Brillenglas. Anschließend wird bei Vorliegen
einer konkreten Bestellung eines Augenoptik-Fachgeschäftes entweder vom Hersteller
selbst oder von einer sogenannten Rezeptglas-Schleiferei entsprechend der jeweiligen
Verordnung die zweite Fläche, die deshalb auch als Rezeptfläche bezeichnet wird, gefertigt.
[0004] Dieses noch runde bzw. erst vorgerandete, aber beidseitig fertige Brillenglas wird
dann an den jeweiligen Augenoptiker geschickt, der die Randung des Brillenglases entsprechend
der von den Kunden ausgewählten Fassung vornimmt.
[0005] Zur Einsparung von Arbeitsschritten und/oder Kosten wird in der letzten Zeit verstärkt
versucht, die Bearbeitungsschritte "Herstellen der Rezeptfläche" und "Randen des Brillenglases
für die ausgwählte Fassung" in ein und derselben Betriebsstätte und nach Möglichkeit
in ein und derselben Vorrichtung vorzunehmen.
[0006] Vor kurzem ist in einer älteren Patentanmeldung der Anmelderin der vorliegenden Anmeldung,
der Wernicke & Co. GmbH, vorgeschlagen worden, zur weiteren Kosteneinsparung die Handhabung
der Brillengläser insbesondere in den Randungsvorrichtungen mittels eines Industrieroboters,
also einer mehrachsigen Positioniereinheit, zu automatisieren.
[0007] Eine dem Oberbegriff des Anspruchs 1 entsprechende Vorrichtung ist z.B. aus der EP-A-0
175 431 bekannt.
Darstellung der Erfindung
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Bearbeitung von Brillengläsern
mit wenigstens einer Berarbeitungsstation zur Bearbeitung des Randes und/oder einer
Fläche des Brillenglases derart weiterzubilden, daß eine einfache Handhabung eines
Brillenglases und insbesondere das Einsetzen dieses Brillenglases in eine Randungs-
und/oder Flächenbearbeitungsvorrichtung möglich ist.
[0009] Eine erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe ist im Patentanspruch 1 angegeben. Weiterbildungen
der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0010] Die Erfindung geht von dem Grundgedanken aus, Brillengläser mit Sauggreifern handzuhaben.
Sauggreifer sind zur Handhabung von Gegenständen allgemein bekannt, jedoch für die
Handhabung von Brillengläsern bislang nicht in Betracht gezogen worden.
[0011] Der Grund hierfür dürfte sein, daß allgemein das Vorurteil besteht, Sauggreifer könnten
nur auf ebenen und nicht auf konvexen oder konkaven Flächen, wie sie bei Brillengläsern
in der Regel vorliegen, aufgebracht werden.
[0012] Da die (Begrenzungs-)Flächen eines Brillenglases häufig sogar eine von der rotationssymmetrischen
Form abweichende Form, beispielsweise eine torische Form oder eine rein asphärische
Form wie bei progressiven Brillengläsern haben, weist die erfindungsgemäß ausgestaltete
Greifereinheit mehrere, vergleichsweise kleine Sauggreifer auf. Auch bei der progressiven
Fläche eines progressiven Brillenglases kann dann davon ausgegangen werden, daß die
Fläche über den Bereich, an dem der jeweilige Sauggreifer angreift, annähernd rotationssymmetrisch
ist, so daß die sogenannte "Glocke" des Sauggreifers voll an der Fläche anliegt.
[0013] Weiterhin ist es erfindungsgemäß von Vorteil, wenn die Greifereinheit zwei "Scharen"
von Sauggreifern aufweist, die längs einer geraden oder gebogenen Linie angeordnet
sind. Insbesondere können die beiden Scharen von Sauggreifern längs der beiden Seiten
eines "U" angeordnet sein.
[0014] Bei einer weiteren Ausbildung der erfindungsgemäßen Greifereinheit ist es möglich,
einzelne Sauggreifer abzuschalten und/oder in Aufsetzrichtung zurückzuziehen, so daß
auch unregelmäßig geformte Brillengläser, wie sie für extreme Brillenfassungen erforderlich
sind, sicher gehandhabt werden können.
[0015] Die erfindungsgemäß ausgebildete Greifereinheit kann beispielsweise bei der Automatisierung
einer bekannten Randungsvorrichtung auf die konkave Seite des Brillenglases aufgesetzt
werden, wobei auf die konvexe Seite in bekannter Weise ein sogenannter Block zum Halten
des Brillenglases in der Randungsvorrichtung aufgesetzt ist. Die erfindungsgemäß ausgebildete
Greifereinheit erlaubt damit beispielsweise das Aufnehmen eines zu randenden Brillenglases
aus einer Zentriereinheit, in der der Block aufgesetzt worden ist, ohne daß eine Bedienungsperson
den Einsetzvorgang des Brillenglases in die Bearbeitungsstation überwachen müßte.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
[0016]
- Fig. 1
- eine Aufsicht auf ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäß ausgebildeten Sauggreifereinheit,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels.
Darstellung von Ausführungsbeispielen
[0017] Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Sauggreifereinheit, die zum Einsetzen eines Brillenglases
in eine nicht dargestellte Vorrichtung zur Bearbeitung von Brillengläsern dient. Diese
Vorrichtung weist wenigstens eine Bearbeitungsstation zur Bearbeitung des Randes und/oder
einer Fläche des Brillenglases und eine mehrachsige Positioniereinheit auf, an der
die Sauggreifereinheit angebracht ist. Die Positioniereinheit dient zur Positionierung
der Sauggreifereinheit relativ zur Bearbeitungsstation bzw. zum Einsetzen bzw. Entnehmen
der Sauggreifereinheit in die bzw. aus der Bearbeitungsstation.
[0018] Die Sauggreifereinheit weist mehrere Sauggreifer 1 bis 6 auf, deren Durchmesser jeweils
deutlich kleiner als der typische Durchmesser eines Brillenglases ist. Der typische
Durchmesser eines Brillenglases liegt zwischen 60 und 80 mm. Die erfindungsgemäß vorgesehenen
Sauggreifer weisen bevorzugt einen Durchmesser auf, der um wenigstens den Faktor 3
unter dem Durchmesser des Brillenglases liegt. Besonders bevorzugt liegt der Durchmesser
der sogenannten Saugglocke der Sauggreifer bei etwa 5 bis 15 mm.
[0019] Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel sind die einzelnen Sauggreifer 1 bis 6 der
Sauggreifereinheit in Form eines "U" angeordnet. Jeweils zwei Sauggreifer sind strömungsmäßig
derart verbunden, daß eine nicht dargestellte Steuereinheit sie gemeinsam mit Unterdruck
beaufschlagt bzw. belüftet. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Sauggreifer
1 und 4, 2 und 6, 3 und 5 jeweils paarweise miteinander strömungsmäßig verbunden.
Damit ist es möglich, die erfindungsgemäß ausgebildete Greifereinheit durch Abschalten
einzelner Sauggreifer-Paare auch an extrem gestaltete Brillenglasformen derart anzupassen,
daß die Brillengläser sicher aufgenommen und gehandhabt werden können.
[0020] Fig. 2 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung. Bei diesem Ausführungsbeispiel
sind zwei Scharen 11 bzw. 12 von Sauggreifern vorhanden, von denen die Schar 11 an
einem Arm 11' und die Schar 12 an einem Arm 12' angebracht ist, die um einen gemeinsamen
Drehpunkt 13 schwenkbar sind. Die beiden Arme sind durch Federn gegeneinander vorgespannt.
Durch diese Ausbildung ist es möglich, daß ein Teil der Sauggreifer entgegen der Aufsetzrichtung,
die durch einen Pfeil 14 symbolisiert ist, zurückziehbar ist.
[0021] Die erfindungsgemäße Sauggreifereinheit hat u.a. den Vorteil, daß das Brillenglas
nach der Aufnahme problemlos von der waagrechten in die senkrechte Lage und umgekehrt
umgesetzt werden kann. Darüberhinaus ist es insbesondere bei dem in Fig. 2 dargestellten
Ausführungsbeispiel möglich, das Brillenglas durch Zurückziehen einer Schar von Sauggreifern
gegen einen Anschlag anzulegen. Weiterhin kann durch Zurückziehen eines Teils der
Sauggreifer die Greifereinheit auch an extrem geformte Brillengläser angepaßt werden.
[0022] Als Sauggreifer können Sauggreifer-Formen verwendet werden, wie sie aus dem Stand
der Technik für Sauggreifer für die Handhabung von Kisten etc. bekannt sind. Damit
kann an dieser Stelle auf eine detaillierte Beschreibung der Sauggreifer verzichtet
werden.
[0023] Auch die Steuereinheit, die die einzelnen Sauggreifer bzw. die paarweise zusammengefaßten
Sauggreifer mit Unterdruck beaufschlagt bzw. belüftet, kann gemäß dem Stand der Technik
gestaltet werden, so daß ebenfalls auf eine detaillierte Beschreibung verzichtet werden
kann.
[0024] In jedem Falle wird durch die erfindungsgemäß ausgestaltete Vorrichtung zur Bearbeitung
von Brillengläsern mit wenigstens einer Bearbeitungsstation zur Bearbeitung des Randes
und/oder einer Fläche des Brillenglases und einer mehrachsigen Positioniereinheit
die Möglichkeit geschaffen, ein Brillenglas während des Bearbeitungsvorgangs in einfacher
Weise aufzunehmen, handzuhaben und in eine Bearbeitungsstation einzusetzen bzw. aus
dieser zu entnehmen.
1. Vorrichtung zur Bearbeitung von Brillengläsern mit wenigstens einer Bearbeitungsstation
zur Bearbeitung des Randes und/oder einer Fläche des Brillenglases und einer mehrachsigen
Positioniereinheit,
mit einer Greifereinheit, die einen Sauggreifer aufweist, den eine Steuereinheit mit
Unterdruck beaufschlagt bzw. belüftet und die das Brillenglas ergreift und in die
jeweilige Bearbeitungsstation einsetzt bzw. aus dieser entnimmt,
dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Sauggreifer vorgesehen sind, deren Durchmesser jeweils so klein ist,
daß sie gleichzeitig ein Brillenglas typischen Durchmessers ergreifen können.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Sauggreifer in zwei Scharen angeordnet sind, von denen jede Schar längs
einer geraden oder einer gebogenen Linie angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Scharen in etwa die Form eines "U" bilden.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß einzelne Sauggreifer abschaltbar sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Teil der Sauggreifer entgegen der Aufsetzrichtung zurückziehbar
ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß jeweils zwei Sauggreifer diagonal derart gekoppelt sind, daß sie gemeinsam mit
Unterdruck beaufschlagt bzw. abgeschaltet werden.
1. A device for processing ophthalmic lenses, which has at least one processing station
for processing the edge and/or a surface of the ophthalmic lens and a multiaxial positioning
unit,
which has a gripping unit, which is provided with a vacuum gripper, which a control
unit applies with a vacuum respectively airs, said gripping unit gripping said ophthalmic
lens and inserting it into the respective processing station respectively removes
it therefrom,
characterized by a multiplicity of vacuum grippers being provided, the diameter of which is so small
that they are able to simultaneously grip an ophthalmic lens having a usual diameter.
2. A device according to claim 1,
characterized by said vacuum grippers being disposed in two groups, of which each group is disposed
along a straight or a curved line.
3. A device according to claim 2,
characterized by said two groups forming a "U".
4. A device according to one of the claims 1 to 3,
characterized by being able to switch off single vacuum grippers.
5. A device according to claim 4,
characterized by being able to draw back at least a part of the vacuum grippers in a direction opposite
to the application direction.
6. A device according to one of the claims 1 to 5,
characterized by two said vacuum grippers being coupled diagonally in such a manner that they are
applied jointly with a vacuum respectively switched off.
1. Dispositif pour traiter des verres de lunettes, comportant au moins un poste de traitement
pour le traitement du bord et/ou d'une surface du verre de lunettes et une unité de
positionnement à axes multiples,
comportant une unité de préhension que comporte un organe de saisie aspirant, qu'une
unité de commande charge avec une dépression ou aère, et qui saisit le verre de lunettes
et l'insère dans le poste respectif de traitement ou le retire de ce poste,
caractérisé en ce qu'il est prévu plusieurs organes de saisie aspirants, dont le diamètre
est suffisamment faible pour que les organes de saisie aspirants puissent saisir simultanément
un verre de lunettes de diamètre typique.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les organes de saisie aspirants
sont répartis en deux ensembles, dont chacun est disposé le long d'une ligne droite
ou d'une ligne courbe.
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que les deux ensembles ont
approximativement la forme d'un "U".
4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que des organes
de saisie aspirants individuels peuvent être débranchés.
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'au moins une partie des
organes de saisie aspirants peut être rétractée en sens opposé de la direction d'application.
6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que respectivement
deux organes de saisie aspirants sont couplés en diagonale de telle sorte qu'ils sont
chargés en commun par une dépression ou sont désactivés en commun.