| (19) |
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(11) |
EP 0 701 507 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.10.1998 Patentblatt 1998/41 |
| (22) |
Anmeldetag: 21.03.1995 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/CH9500/062 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9526/874 (12.10.1995 Gazette 1995/43) |
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| (54) |
VERFAHREN ZUR BESTIMMUNG UND VERWENDUNG DER FÜLLMENGEN VON PRESSGUT BEI DER FEST-FLÜSSIGTRENNUNG
MIT EINER FILTERPRESSE
PROCESS FOR DETERMINING AND USING THE QUANTITY OF FILLING PRESS MATERIAL IN SOLID-LIQUID
SEPARATION WITH A FILTER PRESS
PROCEDE DE DETERMINATION ET D'UTILISATION DES QUANTITES DE REMPLISSAGE D'UN MATERIAU
A PRESSER LORS DE LA SEPARATION SOLIDE-LIQUIDE AU MOYEN D'UN FILTRE-PRESSE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE ES FR GB IT LI SE |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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SI |
| (30) |
Priorität: |
30.03.1994 CH 946/94
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.03.1996 Patentblatt 1996/12 |
| (73) |
Patentinhaber: BUCHER-GUYER AG
Maschinenfabrik |
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CH-8166 Niederweningen (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- HARTMANN, Eduard
CH-5425 Schneisingen (CH)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 485 901 FR-A- 2 411 699
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WO-A-88/06518 GB-A- 2 016 258
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- DATABASE WPI Week 7720 Derwent Publications Ltd., London, GB; AN 77-E1485Y[20] & SU,A,531
765 (FOOD IND AUTOM RES) , 19.November 1976
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 005 no. 072 (M-068) ,14.Mai 1981 & JP,A,56 023399 (TOSHIBA
CORP) 5.März 1981,
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 004 no. 132 (M-032) ,17.September 1980 & JP,A,55 088999
(TOSHIBA CORP) 5.Juli 1980,
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 004 no. 128 (M-031) ,9.September 1980 & JP,A,55 086697
(TOSHIBA CORP) 30.Juni 1980,
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bestimmung und Verwendung der Füllmengen
von Pressgut bei der Fest-Flüssigtrennung mit einer Filterpresse umfassend einen Pressraum,
in welchem Flüssigkeit unter Einwirkung eines mit Druckkraft beaufschlagten Presselementes
mittels mehrerer aufeinander folgender Hubvorgänge vom Pressgut abgepresst wird, wobei
im Verlauf einer Füllphase des Trennvorganges in jedem Hubvorgang eine Füllmenge in
den Pressraum eingebracht wird.
[0002] Bei derartigen diskentinuierlichen Filterpressen wird unter Einwirkung eines Pressdruckes
der flüssige Anteil des Pressgutes über Filter nach aussen abgeleitet. Dabei wird
der Pressdruck direkt über eine starre Druckplatte oder pneumatisch oder hydraulisch
über eine flexible Membran auf das Pressgut aufgebracht. Bei Beginn der Pressgutzuführung
stellt sich die Frage, welche Menge in den Pressraum vorgefüllt werden muss, damit
ein für eine erste Abpressung ausreichendes Presspolster vorliegt. Dabei ist zu beachten,
dass bei vorgefahrener Druckplatte oder Membrane das Verhältnis zwischen wirksamer
Filterfläche und momentanem Pressraumvolumen grösser ist als bei zurückgezogenem Presselement.
[0003] Für den nachfolgenden weiteren Füllvorgang stellt sich die Frage, welche Menge pro
Hub des Presselementes nachgefüllt werden soll, damit ein günstiges Entsaftungsverhalten
erreicht wird. Hinsichtlich der zu verarbeitenden Pressgüter ergeben sich bei organischen
und anorganischen Materialien unterschiedliche Probleme. Für organische Materialien
ist typisch, dass sich die Verarbeitbarkeit in der Presse (Pressbarkeit) von Charge
zu Charge stark ändert. Eine dementsprechende bekannte fortlaufende Anpassung der
Prozessparameter zur Erzielung annähernd optimaler Pressablaufe von Hand setzt beim
Bedienungspersonal viel Erfahrung und eine weitgehend kontinuierliche Überwachung
der Presse beim Füllvorgang voraus.
[0004] Bekannte Versuche, erforderliche Anpassungen der Prozessparameter zu automatisieren
sind ohne Erfolg geblieben. Eine brauchbare modellmässige Erfassung der Vorgänge beim
Pressvorgang ist bisher nicht gelungen.
[0005] Sehr hohe Anforderungen an die Bedienungsperson stellt vor allem das Befüllen der
Fressen. Bei einer horizontalen Filterpresse für Fruchtmaterial sind beispielsweise
folgende Sollwertvorgaben erforderlich:
[0006] Totale Füllmenge. Diese ist stark abhängig von der Pressbarkeit des Pressgutes. Schlecht
pressbare Güter erlauben nur kleine, während gut pressbare Güter grosse Totalfüllmengen
zulassen.
[0007] Vorfüllmenge. Hierbei gelten die gleichen Bedingungen, wie bei der Totalfüllmenge.
Eine zu kleine oder zu grosse Vorfüllmenge beeinflusst das Ausbeute/ Leistungsverhalten
sehr negativ.
[0008] Füllmenge pro Kolbenhub. Nach Ende der Vorfüllung wird bei bekannten Pressverfahren
pro Kolbenhub einer Filterkolbenpresse eine definierte Pressgutmenge nachgefüllt.
Diese schubweisen Füllimpulse erfolgen so lange, bis die vorgegebene Totalfüllmenge
als Summe erreicht ist. Auch die passende Wahl dieser Füllmenge als Prozessgrösse
ist stark von der Pressbarkeit des Gutes abhängig.
[0009] Insgesamt ergibt sich, dass die Pressergebnisse je nach Können und Erfahrung der
Bedienungsperson der Presse sehr unterschiedlich ausfallen, weil manuelle Vorgaben
der Prozessparameter aufgrund der notwendigen Schätzungen das Ausbeute/ Leistungsverhalten
der Pressvorgänge selten optimal ausfallen lassen.
[0010] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, die angegebenen Probleme durch
ein optimiertes Verfahren zur Bestimmung und Verwendung der Füllmengen von Pressgut
bei einer Filterpresse zu beheben.
[0011] Gemäss der Erfindung wird die Lösung dieser Aufgabe erreicht durch folgende Schritte:
1) es wird unter Messung von Leistung und Ausbeute ein Füll- und Pressvorgang ausgeführt,
welcher im Ausbeute/ Leistungsdiagramm zu einem ersten Arbeitspunkt mit bekannter
Leistung und Ausbeute führt; 2) für mindestens einen nachfolgenden zweiten Füll- und
Pressvorgang, welcher im Ausbeute/ Leistungsdiagramm zu einem zweiten Arbeitspunkt
führt, wird mindestens eine Prozessgrösse für den zweiten Arbeitspunkt festgelegt
und dann unter Verwendung von Beziehungen für die Änderungen von Leistung und Ausbeute
der Fest-Flüssigtrennung bei den Füll- und Pressvorgängen unter Zwischenschaltung
eines fiktiven Arbeitspunktes eine Füllmenge bestimmt und verwendet, welche erforderlich
ist, damit sich bei dem Trennvorgang ein maximales Produkt von Ausbeute und Leistung
ergibt, wobei der Übergang vom ersten Arbeitspunkt zum fiktiven Arbeitspunkt durch
einen reinen Füllvorgang erfolgt und der Übergang vom fiktiven Arbeitspunkt zum zweiten
Arbeitspunkt durch einen reinen Pressvorgang erfolgt und vorausgesetzt wird, dass
die geradlinigen Verbindungen derjenigen Arbeitspunkte, welche sich durch einen reinen
Pressvorgang unterscheiden, sich im Ausbeute/ Leistungsdiagramm in einem gemeinsamen
Arbeitspunkt mit maximaler Ausbeute und verschwindender Leistung schneiden oder zueinander
parallel sind.
[0012] Vorteilhafte Ausführungsformen des Verfahrens sind den Patentansprüchen zu entnehmen.
[0013] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der folgenden Beschreibung und den Figuren
der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen schematischen Schnitt durch eine Filterpresse mit Presskolben nebst einer
graphischen Darstellung des zeitlichen Verlaufes von Kolbenhüben und Zuführung des
Pressgutes bei unterschiedlichen Regelvorgängen,
Fig. 2 einen schematischen Schnitt durch eine Filterpresse mit Presskolben nebst einer
graphischen Darstellung des zeitlichen Verlaufes von Kolbenhüben und Zuführung des
Pressgutes bei weiteren Regelvorgängen,
Fig. 3 in einem Ausbeute/ Leistungsdiagramm verschiedene Arbeitspunkte, welche sich
bei einer Pressgutzufuhr ergeben,
Fig. 4 in einem Ausbeute/ Leistungsdiagramm verschiedene Presscharakteristiken welche
sich bei unterschiedlicher total verarbeiteter Pressgutmenge ergeben,
Fig. 5 in einem Ausbeute/ Leistungsdiagramm verschiedene Regelvorgänge und deren Einfluss
auf den Verlauf der Pressvorgänge,
Fig. 6 in einem Ausbeute/ Leistungsdiagramm einen Regelvorgang mit gleichbleibender
Leistung als vorgegebener Prozessgrösse,
Fig. 7 in einem Ausbeute/ Leistungsdiagramm einen Regelvorgang mit gleichbleibender
Ausbeute als vorgegebener Prozessgrösse,
Fig. 8 in einem Ausbeute/ Leistungsdiagramm verschiedene Arbeitspunkte, welche sich
bei einem Füllvorgang ohne gleichzeitige Presswirkung durch eine Presskraft am Presskolben
ergeben, und
Fig. 9, in einem Ausbeute/ Leistungsdiagramm verschiedene Arbeitspunkte, welche sich
bei erfindungsgemässen Füll- und Pressvorgängen einer Filterkolbenpresse ergeben.
Fig. 10, in einem Ansbeute/ Leistungsdiagramm verschiedene Arbeitspunkte, welche sich
bei erfindungsgemässen Füll- und Pressvorgängen einer Filterkolbenpresse mit Vorgabe
einer Zielbedingung ergeben.
[0014] Fig. 1 zeigt schematisch eine horizontale Filterkolbenpresse bekannter Art. Sie umfasst
einen Pressmantel 11. Innerhalb des Pressmantels 11 befindet sich ein Presskolben
6, der an einer Kolbenstange 14 befestigt ist. Die Kolbenstange 14 ist in einem hydraulischen
Zylinder beweglich gelagert und führt über den Presskolben 6 die Pressvorgänge aus.
In den Pressmantel 11 wird über eine verschliessbare Einfüllöffnung mittels einer
Pumpe 8 das Pressgut 7 eingebracht, welches eine Vielzahl von nicht mit dargestellten
Drainageelementen durchdringt.
[0015] Die Drainageelemente leiten beim Pressvorgang die flüssige Phase des Pressgutes 7
unter der Druckwirkung des Presskolbens 6 in eine Abflussleitung 10 nach aussen. Bei
dem Pressgut kann es sich um Obst handeln und bei der flüssigen Phase somit um Obstsaft.
[0016] Der bekannte Verfahrensablauf des Pressens ist im Normalfall folgender:
Füllvorgang:
[0017]
- Der Presskolben 6 wird zurückgezogen und gleichzeitig wird das Pressgut 7 über die
Öffnung eingefüllt.
Pressvorgang:
[0018]
- Die ganze in Fig. 1 gezeigte Presseinheit wird um die Mittelachse rotiert,
- Der Presskolben 6 wird unter Druck vorgefahren,
- Der Saft wird durch Pressen vom Pressgut abgetrennt,
- Der Pressdruck wird abgestellt.
Auflockerungsvorgang:
[0019]
- Der Presskolben 6 wird unter Rotation der ganzen in Fig. 1 gezeigten Presseinheit
zurückgezogen, wobei das zurückgebliebene Pressgut aufgelockert und aufgerissen wird.
Weiterer Pressvorgang:
[0020]
- Die Verfahrensschritte Pressen und Auflockern werden als Abpressungen pro Charge Pressgut
mehrfach wiederholt, bis ein erwünschter End- Auspresszustand erreicht ist.
Entleerungsvorgang:
[0021]
- Die Pressrückstände werden durch Öffnen des Pressmantels 11 entleert.
[0022] Der Verfahrensablauf bei einer Filterkolbenpresse wird anhand der Fig. 1 näher beschrieben.
Dort sind neben dem schon beschriebenen Schema der Filterkolbenpresse zugehörige graphische
Darstellungen gezeigt, welche die Kolbenhube zwischen den Positionen HM und HS und
die Füllfunktion F über der Zeit t zeigen. Wie durch die Zeit-Diagramme neben dem
Pressmantel 11 dargestellt, wird zu Beginn das Pressgut 7 kontinuierlich mittels der
Pumpe 8 über eine Öffnung dem Pressraum zugeführt. Dabei wird der Presskolben 6, ausgehend
von einer Position HM bewegt und bei Erreichen der Position HS sogleich wieder in
seine Ausgangsposition HM zurückgezogen. Dieser Vorgang wird mehrfach wiederholt.
Ein mit F bezeichneter Balken zeigt den gleichzeitig ablaufenden kontinuierlichen
Vorgang "Vorfüllen".
[0023] Der Vorgang "Vorfüllen" wird beendet, sobald der Presskolben 6 bei seinem Vorlauf
die Position HS nicht mehr erreicht. Dann wird in einem nachfolgenden Schritt nur
noch in diskontinuierlichen Phasen eingefüllt, welche jeweils mit dem Rückzug des
Presskolbens 6 beginnen. Dabei ist zunächst durch eine Füllregelung dafür gesorgt,
dass der Presskolben 6 bei jedem Hubvorgang immer eine gleiche, vor HS liegende Endposition
erreicht.
[0024] Bei einem weiteren Schritt erreicht der Presskolben 6 mit fortschreitender Füllung
des Pressraumes Positionen, welche sich von HS immer weiter entfernen. Dabei sorgt
die Füllregelung dafür, dass bei jedem Hub- und Pressvorgang die Ausbeute oder die
Leistung des Pressvorganges konstant bleibt. Erreicht dabei der Presskolben 6 bei
seinem Vorlauf die Position HE, so wird in einem nachfolgenden Schritt dann wieder
auf konstante Endposition des Presskolbens 6 gefahren, bis insgesamt die gewünschte
Gesamtmenge des Pressgutes eingefüllt ist und die weiteren Presshübe nur noch ohne
Füllvorgänge F erfolgen.
[0025] Fig. 2 zeigt in einer der Fig. 1 ähnlichen Darstellung, in welcher gleiche Bezugszeichen
auf gleiche Funktionen hinweisen, voneinander getrennte Füll- und Pressvorgänge. Vor
Beginn der am Balken F erkennbaren "Vorfüllung" läuft der Presskolben 6 auf eine Endposition
HS vor. Beim anschliessenden Vorfüllen wird der Presskolben 6 nicht verriegelt, er
wird durch den Einpumpdruck auf eine Position HM zurückgeschoben, ohne Presshübe auszuüben.
Nach Ende des Vorfüllens erfolgt mittels mehrerer Hübe eine "Vorpressung" ohne Füllvorgänge,
an welche sich wieder eine Nachfüllung ohne Presshübe anschliesst, sobald der Presskolben
6 eine Hubposition HN überschreitet. Schliesslich erfolgen die weiteren Presshübe
nur noch ohne Füllvorgänge F.
[0026] Die soweit als Beispiele beschriebenen unterschiedlich geregelten Pressvorgänge lassen
sich in einem für grundsätzliche Betrachtungen geeigneten Ausbeute/ Leistungsdiagramm
darstellen, wie es Fig. 3 zeigt. Dabei gelten die Vereinbarungen

und

[0027] Ein in Fig. 3 mit 1 bezeichneter Arbeitspunkt entspricht einem momentanen Betriebszustand
der Presse, wie er innerhalb einer Folge von Einzelpressungen der zu Fig. 1 und 2
beschriebenen Art unmittelbar nach dem Ende eines Hubvorganges auftritt. Der Presskolben
6 befindet sich beim Arbeitspunkt 1 noch in der Pressposition, der Arbeits-Pressdruck
ist aber schon abgebaut. Der vorhergehende Hubvorgang begann im Arbeitspunkt 1'. Die
Arbeitspunkte 1', 1 unterscheiden sich also nur durch diesen Hubvorgang. Führt man
im Arbeitspunkt 1 eine bestimmte Füllmenge Pressgut zu, so geht der Arbeitspunkt 1
in einen Arbeitspunkt 3' über, wobei sich die Leistung L erhöht und die Ausbeute A
abnimmt. Die Arbeitspunkte 1, 3' unterscheiden sich also nur durch diesen Füllvorgang.
[0028] Da in der Praxis, wie zu Fig. 1 beschrieben, Hubvorgänge und Füllvorgänge kombiniert
erfolgen, sind die Übergänge 1', 1 und 1, 3', sowie der Arbeitpunkt 3' selbst fiktiv.
Ebenso ein auf 3' nachfolgender Hubvorgang 3', 4', wobei sich die Ausbeute A wegen
der erzeugten Saftmenge erhöht und die Leistung L wegen der verbrauchten Arbeitszeit
abnimmt. Es wird nun angenommen, dass die Schnittpunkte A01 und A04 der verlängerten
geradlinigen Verbindungen der Arbeitspunkte 1', 1 oder 3', 4' mit der A- Achse, entsprechend
einer Leistung Null, zusammenfallen. Dies ermöglicht erfindungsgemäss, eine Prozessgrösse
für den Arbeitspunkt 4' vorzugeben und die dann erforderliche Füllmenge derart zu
bestimmen, dass sich ein maximales Produkt von Ausbeute und Leistung ergibt.
[0029] Obwohl die so bestimmten Füllmengen zu optimalen Ergebnissen führen, ergibt sich
praktisch ein vom Arbeitspunkt 4' abweichender Arbeitspunkt 4 mit etwas geringerer
Ausbeute. Für die Bestimmung des nächsten anschliessenden Presshub- Vorganges kombiniert
man dann den praktisch erreichten Punkt 4 mit dem vorher bestimmten fiktiven Punkt
3', entsprechend dem Paar 1, 1' des vorhergehenden Hubvorganges.
[0030] Als zusammenfassende Ergänzung zu Fig. 3 zeigt Fig. 4, einen geradlinigen Verlauf
der Presscharakteristik im Verlauf mehrerer reiner Pressvorgänge. Dabei hat das Pressgut
infolge einer geringen totalen Füllmenge einen Zustand a). Im Vergleich dazu gilt
für einen Zustand b) des Pressgutes mit grösserer totaler Füllmenge im Endzustand
ein anderer geradliniger Verlauf. Die verlängerten Verläufe a) und b) laufen bei idealisierten
Bedingungen durch einen gemeinsamen Schnittpunkt A0 mit der Ausbeute- Achse, entsprechend
einem Leistungs- Wert Null. In der Praxis kann dieser Schnittpunkt A0 seine Lage bei
der Verarbeitung einer Charge Pressgut verändern.
[0031] Fig. 5 zeigt vergleichend die Leistung- Ausbeute Kombinationen, welche mit unterschiedlichen
Regelungen der Pressvorgänge erreicht werden können. Ausgehend von einem Vorfüllvorgang
R1 bei konstanter Leistung L und zunehmender Ausbeute A zeigt der Pressvorgang R2
eine Regelung mit dem Ziel einer konstanten Leistung bei annähernd ausreichender Nachfülleistung.
Daran schliesst sich ein Pressvorgang R3 ohne Nachfüllung an. Der Verlauf b zeigt
einen Pressvorgang mit unzureichender Nachfülleistung. Der Verlauf a schliesslich
zeigt drei Teile, welche sich nacheinander bei konstanter Endposition des Presselementes
für jeden Presshub, bei konstanter Ausbeute und schliesslich nach Ende des Füllens
ergeben.
[0032] Fig. 6 zeigt im Ausbeute/ Leistungsdiagramm den Verlauf eines Einzel- Pressvorganges,
bei dem zwischen den Arbeitspunkten 1 zu Beginn und 4 am Ende die Leistung konstant
gehalten wird. Man erkennt eine Verbesserung des Produkes von Leistung und Ausbeute.
[0033] Fig. 7 zeigt im Ausbeute/ Leistungsdiagramm den Verlauf eines Einzel- Pressvorganges,
bei dem zwischen den Arbeitspunkten 1 zu Beginn und 4 am Ende die dabei zugeführte
Menge Pressgut so bestimmt wird, dass die Ausbeute konstant gehalten wird. Bei einer
anderen Pressbarkeit der Ware kann sich auch ein Punkt 4 mit grösserer Leistung rechts
von Punkt 1 ergeben.
[0034] Fig. 8 zeigt im Ausbeute/ Leistungsdiagramm den Verlauf eines Pressvorganges, bei
dem während eines sich an die Vorfüllung R1 anschliessenden und mehrere Kolbenhübe
umfassenden Vorpressvorganges nicht mehr nachgefüllt wird. Dieser Vorgang wurde zu
Fig. 2 beschrieben. An die Vorpressung schliesst sich ein pressungsfreier Nachfüllvorgang
an, der vom Punkt 4 zum Punkt 3' führt. Beim Übergang von Punkt 3' nach Punkt 4' folgen
dann wieder mehrere Pressvorgänge ohne Nachfüllung. Die für den pressungsfreien Nachfüllvorgang
verbrauchte Arbeitszeit ist durch einen Übergang zu einem virtuellen Arbeitpunkt 1'
dargestellt.
[0035] Fig. 9 zeigt, wie im Ausbeute/ Leistungsdiagramm der Einfluss einer zugeführten Nachfüllmenge
durch eine theoretische Betrachtung erfasst werden kann. Ähnlich wie schon zu Fig.
3 beschrieben, entspricht der Arbeitspunkt 1 dem momentanen Betriebszustand unmittelbar
nach dem Ende eines einzelnen vorhergehenden Presshubes. Der Presskolben 6 (Fig. 1)
ist noch in der Pressposition HS, der Pressdruck aber schon abgebaut. Durch die Nachfüllmenge
werden die Pressrückstände verdünnt, und die Ausbeute wird reduziert. In einem virtuell
ohne Zeitverbrauch durch reines Füllen erreichten Punkt 2 wird sich die Ausbeute reduzieren,
während die Leistung gleich bleibt.
[0036] Bezeichnet G1 die bis zum Punkt 1 zugeführte Menge Pressgut, G2 die bis zum Punkt
2 zugeführte Menge und A1 und A2 die Ausbeuten in den Punkten 1 und 2, so ist

[0037] In einem virtuell erreichten Punkt 3 wird sich die Leistung erhöhen, während die
Ausbeute gleich bleibt. Bezeichnen L1 und L3 die Leistungen in den Punkten 1 und 3,
so ist

[0038] Da sich die Leistung aus der bisher zugeführten Pressgutmenge und der bis zu diesem
Zeitpunkt verflossenen Zeit berechnet, nimmt also die Leistung bei einer Pressgutzuführung
zu. Ähnlich wie zu Fig. 3 beschrieben, bildet der virtuell erreichte Punkt 3 den Ausgangspunkt
für die theoretische Bestimmung des nachfolgenden, zum Punkt 4 führenden Presschrittes.
Für diesen Presschritt ist der erforderliche Verbrauch Δt an Arbeitszeit durch die
Pressanlage vorgegeben. Da ausserdem erfindungsgemäss vorausgesetzt wird, dass die
geradlinigen Verlängerungen der der Charakteristiken für die Presshubvorgänge, welche
zum Punkt 1 und zum Punkt 4 führen, für eine Leistung Null zum gleichen Punkt A0 auf
der Ausbeute- Achse führen, sind durch die Verbindung der Punkte 3 und A0 die Prozessgrössen
L4 und A4 für den Punkt 4 bestimmbar.
[0039] Bezeichnet wieder G4=G3 die bis zum Punkt 4 zugeführte Menge und Δt die zum Punkt
4 führende Presszeit, so ist

und

[0040] Aus den gemachten Voraussetzungen und den Beziehungen (1) bis (5) lassen sich somit
erfindungsgemäss die zu verwendenden Füllmengen pro Hubvorgang als Differenzen ΔG
der bis zu den Punkten 3 bzw. 1 zugeführten Mengen G4=G3 bzw. G1 bestimmen gemäss

[0041] Für acht aufeinander folgende Füll- Presshubvorgänge einer Filter- Kolbenpresse als
Teil einer umfangreicheren Folge derartiger Vorgänge zur Verarbeitung einer Gesamt-Pressgutmenge
von 10'000 kg, mit vorgegebener annähernd konstanter Druckzeit von 2 Minuten pro Presshubvorgang
und einem für alle Presshubvorgänge konstanten Weg (Hub) des Presselementes von 500
mm als vorgegebener Prozessgrösse zeigt die nachfolgende Tabelle die Ausgangswerte
A1, L1, die Endwerte A4, L4, die erfindungsgemäss ermittelten und verwendeten Nachfüllmengen
ΔG und die erzielten Ist- Hübe:
Tabelle
| n |
A1 Gew. % |
L1 t/h |
ΔG kg |
Hub mm |
A4 Gew. % |
L4 t/h |
| 1 |
53.56 |
17.63 |
330 |
499.9 |
55.65 |
16.57 |
| 2 |
55.65 |
16.57 |
220 |
493.4 |
57.13 |
15.78 |
| 3 |
57.13 |
15.78 |
240 |
498.7 |
58.63 |
15.09 |
| 4 |
58.63 |
15.09 |
210 |
497.5 |
59.85 |
14.51 |
| 5 |
59.85 |
14.51 |
210 |
500.3 |
61.28 |
13.90 |
| 6 |
61.28 |
13.90 |
190 |
494.4 |
62.16 |
13.50 |
| 7 |
62.16 |
13.50 |
220 |
502.5 |
63.51 |
13.01 |
| 8 |
63.51 |
13.01 |
180 |
494.3 |
65.19 |
12.42 |
[0042] Fig. 10 zeigt ähnlich den Fig. 3 und 9 in einem Ausbeute/ Leistungsdiagramm die Arbeitspunkte,
welche sich ergeben, wenn man für den zweiten, durch einen einzelnen Füll- und Hubvorgang
vom Arbeitspunkt 1 aus erreichten Arbeitspunkt 4 die Bedingung vorgibt, dass die zugehörigen
Werte von Ausbeute A4 und Leistung L4 dieses Arbeitspunktes 4 einen Punkt 4 auf der
Verbindungsgeraden zwischen dem ersten Arbeitspunkt 1 und einem Arbeitspunkt AF auf
der Ausbeuteachse definieren, welcher einem festen maximalen theoretischen Ausbeutewert
für das betreffende Pressgut entspricht.
[0043] Die Festlegung einer derartigen Bedingung ist insbesondere dann zweckmässig, wenn
ein Pressgut mit mässiger Pressbarkeit zu verarbeiten ist. Für ein derartiges Material
würde eine Festlegung eines konstanten Weges (Hubes) nach Art des oben angegebenen
Tabellenbeispieles ein schlechteres Pressergebnis liefern.
1. Verfahren zur Bestimmung und und Verwendung der Füllmengen von Pressgut (7) bei der
Fest- Flüssigtrennung mit einer Filterpresse umfassend einen Pressraum (11), in welchem
Flüssigkeit unter Einwirkung eines mit Druckkraft beaufschlagten Presselementes (6)
mittels mehrerer aufeinander folgender Hubvorgänge vom Pressgut (7) abgepresst wird,
wobei im Verlauf einer Füllphase des Trennvorganges in jedem Hubvorgang eine Füllmenge
in den Pressraum (11) eingebracht wird, gekennzeichnet durch folgende Schritte: 1) es wird unter Messung von Leistung (L) und Ausbeute (A)
ein Füll- und Pressvorgang ausgeführt, welcher im Ausbeute/ Leistungsdiagramm zu einem
ersten Arbeitspunkt (1) mit bekannter Leistung (L1) und Ausbeute (A1) führt; 2) für
mindestens einen nachfolgenden zweiten Füll- und Pressvorgang, welcher im Ausbeute/
Leistungsdiagramm zu einem zweiten Arbeitspunkt (4, 4') führt, wird mindestens eine
Prozessgrösse für den zweiten Arbeitspunkt (4, 4,) festgelegt und dann unter Verwendung
von Beziehungen für die Änderungen von Leistung (L) und Ausbeute (A) der Fest- Flüssigtrennung
bei den Füll- und Pressvorgängen unter Zwischenschaltung eines fiktiven Arbeitspunktes
(3, 3') eine Füllmenge (G4) bestimmt und verwendet, welche erforderlich ist, damit
sich bei dem Trennvorgang ein maximales Produkt von Ausbeute (A4) und Leistung (L4)
ergibt, wobei der Übergang vom ersten Arbeitspunkt (1) zum fiktiven Arbeitspunkt (3,
3') durch einen reinen Füllvorgang erfolgt und der Übergang vom fiktiven Arbeitspunkt
(3, 3') zum zweiten Arbeitspunkt (4, 4') durch einen reinen Pressvorgang erfolgt und
vorausgesetzt wird, dass die geradlinigen Verbindungen derjenigen Arbeitspunkte (1',
1; 3', 4'), welche sich durch einen reinen Pressvorgang unterscheiden, sich im Ausbeute/
Leistungsdiagramm in einem gemeinsamen Arbeitspunkt (A0 A01, A04) mit maximaler Ausbeute
(A) und verschwindender Leistung (L) schneiden oder zueinander parallel sind.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Prozessgrösse für den zweiten Arbeitspunkt (4, 4') eine Endposition des
Presselementes (6) der Filterpresse vorgegeben wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Prozessgrösse für den zweiten Arbeitspunkt (4, 4') ein Ausbeutewert der
Fest- Flüssigtrennung vorgegeben wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Prozessgrösse für den zweiten Arbeitspunkt (4, 4') ein Leistungswert der
Fest- Flüssigtrennung vorgegeben wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zu dem vorgegebenen Leistungswert für den zweiten Arbeitspunkt (4, 4') der
zu erwartende Ausbeutewert bestimmt wird und dass keine Füllmenge zugeführt wird,
wenn der für den zweiten Arbeitspunkt (4, 4') ermittelte Ausbeutewert kleiner ist
als der für den ersten Arbeitspunkt (1) bekannte Ausbeutewert.
6. Verfahren nach den Ansprüchen 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Füllmengen, welche zum Erreichen der vorgegebenen Prozessgrössen konstante
Endposition des Presselementes (6) und konstante Leistung der Fest- Flüssigtrennung
gegenüber dem vorhergehenden Füll- und Pressvorgang erforderlich sind, verglichen
werden, und dass die zum Erreichen des vorgegebenen konstanten Leistungswertes erforderliche
Füllmenge für den vom ersten Arbeitspunkt zum zweiten Arbeitspunkt führenden Füll-
und Pressvorgang verwendet wird, falls dieselbe kleiner ist, als die zum Erreichen
der vorgegebenen Endposition erforderliche Füllmenge.
7. Verfahren nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Füll- und Pressvorgänge mit der Filterpresse ausgeführt werden,
welche im Ausbeute/ Leistungsdiagramm zu einem Arbeitspunkt mit vorgegebener gleicher
konstanter Endposition des Presselementes (6) der Filterpresse führen und dass für
einen nachfolgenden Arbeitspunkt mit gleicher konstanter Endpositicn des Presselementes
(6) die Ausbeute desjenigen Füll- und Pressvorganges als zu erreichende konstante
Prozessgrösse vorgegeben wird, bei welchem sich eine maximale abgetrennte Flüssigkeitsmenge
ergibt.
8. Verfahren nach den Ansprüchen 2, 3, 4, 5, 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Füll- und Pressvorgänge mit der Filterpresse ausgeführt werden, welche
im Ausbeute/ Leistungsdiagramm zu mehreren nachfolgenden Arbeitspunkten führen, dass
für mehrere der nachfolgenden Arbeitspunkte mindestens eine zu erreichende Prozessgrösse
gemäss einem der Ansprüche 2, 3, 4, 5, 6 und 7 vorgegeben wird und dass für die Füll-
und Pressvorgänge zum Erreichen der nachfolgenden Arbeitspunkte aus den Beziehungen
für die Änderungen von Leistung, Ausbeute und Position des Presselementes (6) bei
der Fest- Flüssigtrennug die zum Erreichen der vorgegebenen Prozessgrössen erforderlichen
Füllmengen bestimmt und für die zu den betreffenden Arbeitspunkten führenden Füll-
und Pressvorgänge verwendet werden.
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für den zweiten Arbeitspunkt (4, 4,) die Bedingung vorgegeben wird, dass die
zugehörigen Werte von Ausbeute (A4) und Leistung (L4) im Ausbeute/ Leistungsdiagramm
einen Arbeitspunkt ergeben, welcher auf der Verbindungsgeraden zwischen dem ersten
Arbeitspunkt (1) und einem Arbeitspunkt (AF) auf der Ausbeuteachse liegt, welcher
einem festen maximalen Ausbeutewert für das betreffende Pressgut entspricht.
1. Process for determining and using the filling quantities of material to be pressed
(7) in solid-liquid separation with a filter press including a pressing chamber (11)
in which liquid is pressed out of the material to be pressed (7) by means of a plurality
of successive strokes by a pressure-operated pressing element (6), a filling quantity
being introduced into the pressing chamber (11) in each stroke in the course of a
filling phase of the separating operation, characterised by the following steps: 1)
a filling and pressing operation is carried out while measuring efficiency (L) and
yield (A), leading in the yield/efficiency diagram to a first working point (1) with
known efficiency (L1) and yield (A1); 2) for at least one subsequent second filling
and pressing operation leading in the yield/efficiency diagram to a second working
point (4, 4'), at least one process variable is fixed for the second working point
(4, 4') and then a filling quantity (G4) required to give a maximum product of yield
(A4) and efficiency (L4) during the separating operation is determined and used using
equations for the variations in the efficiency (L) and yield (A) of the solid-liquid
separation in the filling and pressing operations, with the interposition of a fictitious
working point (3, 3'), wherein the transition from the first working point (1) to
the fictitious working point (3, 3') is effected by a pure filling operation and the
transition from the fictitious working point (3, 3') to the second working point (4,
4') is effected by a pure pressing operation and it is presupposed that the rectilinear
connections of those working points (1', 1; 3', 4') which differ by means of a pure
pressing operation intersect in the yield/efficiency diagram in a common working point
(AO, AO1, AO4) with maximum yield (A) and decreasing efficiency (L) or are parallel
to one another.
2. Process according to claim 1, characterised in that an end position of the pressing
element (6) of the filter press is given as the process variable for the second working
point (4, 4').
3. Process according to claim 1, characterised in that a yield value of the solid-liquid
separation is given as the process variable for the second working point (4, 4').
4. Process according to claim 1, characterised in that an efficiency value of the solid-liquid
separation is given as the process variable for the second working point (4, 4').
5. Process according to claim 4, characterised in that the yield value to be expected
is determined at the predetermined efficiency value for the second working point (4,
4') and that no filling quantity is supplied when the yield value determined for the
second working point (4, 4') is smaller than the known yield value for the first working
point (1).
6. Process according to claims 2 and 4, characterised in that the filling quantities
required to achieve the predetermined process variables consisting of a constant end
position of the pressing element (6) and constant efficiency of the solid-liquid separation
with respect to the preceding filling and pressing operation are compared and that
the filling quantity required to achieve the predetermined constant efficiency value
is used for the filling and pressing operation leading from the first working point
to the second working point if this is smaller than the filling quantity required
to achieve the predetermined end position.
7. Process according to claims 2 and 3, characterised in that at least two filling and
pressing operations are carried out with the filter press, leading in the yield/efficiency
diagram to a working point with a predetermined identical constant end position of
the pressing element (6) of the filter press and that, for a subsequent working point
with an identical constant end position of the pressing element (6), the yield of
that filling and pressing operation at which a maximum quantity of liquid is separated
off is given as the constant process variable to be achieved.
8. Process according to claims 2, 3, 4, 5, 6 and 7, characterised in that a plurality
of filling and pressing operations are carried out with the filter press, leading
in the yield/efficiency diagram lead to a plurality of subsequent working points,
that at least one process variable to be achieved according to one of claims 2, 3,
4, 5, 6 and 7 is predetermined for a plurality of the subsequent working points and
that the filling quantities required in order to achieve the predetermined process
variables are determined from the equations for the variations in the efficiency,
yield and position of the pressing element (6) in the solid-liquid separation for
the filling and pressing operations in order to achieve the subsequent working points
and are used for the filling and pressing operations leading to the relevant working
points.
9. Process according to claim 1, characterised in that, for the second working point
(4, 4'), it is specified that the associated values of yield (A4) and efficiency (L4)
result in the yield/efficiency diagram in a working point which is situated on the
straight line connecting the first working point (1) and a working point (AF) on the
yield axis corresponding to a fixed maximum yield value for the relevant material
to be pressed.
1. Procédé de détermination et d'utilisation des quantités de remplissage d'un matériau
à presser (7) lors de la séparation solide-liquide au moyen d'un filtre-presse comprenant
une chambre de pressage (11) dans laquelle du liquide, sous l'action d'un élément
de pressage (6) chargé par force de pression, est pressé du matériau à presser (7)
au moyen de plusieurs courses successives, une quantité de remplissage étant amenée
dans la chambre de pressage (11) au cours d'une phase de remplissage du procédé de
séparation à chaque course, caractérisé par les étapes suivantes : 1) on réalise, en mesurant la performance (L) et le rendement
(A), un procédé de remplissage et de pressage qui conduit, sur le diagramme de rendement/performance,
à un premier point de travail (1) de performance connue (L1) et de rendement (A1)
connu; 2) pour au moins un second procédé de remplissage et de pressage suivant, qui,
sur le diagramme rendement/performance, mène à un second point de travail (4, 4'),
au moins un paramètre de processus est déterminé pour le second point de travail (4,
4') puis, en utilisant des rapports entre les modifications de performance (L) et
de rendement (A) de la séparation liquide-solide lors des procédés de remplissage
et de pressage, une quantité de pressage (G4) est définie et utilisée en intercalant
un point de travail fictif (3, 3'), quantité nécessaire pour obtenir un produit maximal
du rendement (A4) et de la performance (L4) lors du procède de séparation, la transition
du premier point de travail (1) au point de travail fictif (3, 3') s'effectuant par
un pur procédé de remplissage, et la transition du point de travail fictif (3, 3')
au second point de travail (4, 4') s'effectuant par un pur procédé de pressage, et
l'on suppose que les liaisons en ligne droite des points de travail (1', 1 ; 3', 4'),
qui se différencient par un pur procédé de pressage, s'entrecoupent à un point de
travail commun (A0, A01, A04) dans le diagramme rendement'performance avec un rendement
(A) maximal et une performance (L) disparaissant, ou qu'ils sont parallèles.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une position finale de l'élément de pressage (6) du filtre-presse est définie comme
paramètre de processus pour le second point de travail (4,4').
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une valeur de rendement de la séparation solide-liquide est définie comme paramètre
de processus pour le second point de travail (4,4').
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une valeur de performance de la séparation solide-liquide est définie comme paramètre
de processus pour le second point de travail (4, 4').
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que la valeur de rendement à escompter est définie en plus de la valeur de performance
prédéfinie pour le second point de travail (4, 4') et qu'aucune quantité de pressage
n'est amenée si la valeur de rendement calculée pour le second point de travail (4,
4') est inférieure à la valeur de rendement connue pour le premier point de travail
(1).
6. Procédé selon les revendications 2 et 4, caractérisé en ce que les quantités de remplissage nécessaires pour obtenir les paramètres prédéfinis du
processus, une position finale constante de l'élément de pressage (6) et une performance
constante de la séparation solide-liquide par rapport au procédé de remplissage et
de pressage précédent sont comparées, et que la quantité de remplissage nécessaire
pour obtenir la valeur de performance constante prédéfinie pour le procédé de pressage
et de remplissage conduisant du premier point de travail au second est utilisée au
cas où celle-ci est inférieure à la quantité de remplissage nécessaire pour obtenir
la position finale prédéfinie.
7. Procédé selon les revendications 2 et 3, caractérisé en ce qu'au moins deux procédés de remplissage et de pressage sont exécutés avec le filtre-presse,
lesquels procédés conduisent, sur le diagramme rendement/performance, à un point de
travail avec la même position finale constante prédéfinie de l'élément de pressage
(6) du filtre-presse, et que, pour un point de travail suivant avec la même position
finale constante de l'élément de pressage (6), le rendement du procédé de remplissage
et de pressage est prédéfini comme paramètre du processus constant à obtenir, lors
duquel processus une quantité de liquide maximale séparée est obtenue.
8. Procédé selon les revendications 2, 3, 4, 5, 6 et 7, caractérisé en ce que plusieurs procédés de remplissage et de pressage sont exécutés avec le filtre-presse,
lesquels conduisent, sur le diagramme rendement/puissance, à plusieurs points de travail
suivants, en ce que pour plusieurs des points de travail suivants au moins un paramètre
du processus à obtenir est prédéfini selon l'une des revendications 2, 3, 4, 5, 6
et 7, et que pour les procédés de remplissage et de pressage, pour atteindre les points
de travail suivants à partir des rapports pour les modifications de la performance,
du rendement et de la position de l'élément de pressage (6) lors de la séparation
solide-liquide, les quantités de remplissage nécessaires pour obtenir les paramètres
du processus prédéfinis sont définies et utilisées pour les procédés de remplissage
et de pressage conduisant aux points de travail concernés.
9. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que pour le second point de travail (4, 4') la condition est prédéfinie, que les valeurs
correspondantes du rendement (A4) et de la performance (L4) donnent un point de travail
sur le diagramme rendement/performance, point de travail qui est situé sur la droite
de liaison entre le premier point de travail (1) et un point de travail (AF) sur l'axe
de rendement, lequel correspond à une valeur de rendement maximale fixe pour le matériau
de pressage concerné.