[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Seilzug-Fensterheber gemäß dem Oberbegriff des
Anspruches 1.
[0002] Ein solcher Seilzug-Fensterheber ist bspw. aus der DE-C-33 25 837 bekannt mit einem
eine Seiltrommel aufweisenden Antriebsmechanismus zum wechselseitigen Auf- und Abwickeln
eines, bspw. in einer Schleife geführten Seilzuges. Der Seilzug verläuft ausgehend
von dem Antrieb mit zwei Abgängen in jeweils einer Seilhülle oder einem Schlauch zu
einer Umlenkung, zwischen welchen sich das Seil in Montagestellung des Fensterhebers
an der Tür in einer i. w. vertikalen Richtung parallel zu einer Führungsschiene für
einen die Scheibe haltenden Mitnehmer erstreckt. Der Seilzug ist mit dem Mitnehmer
verbunden, so daß durch eine entsprechende Drehbewegung des Antriebs mit wechselseitigen
Auf- und Abwickeln des Seilzuges auf der Seiltrommel es zu einer Auf- und Abbewegung
der Fensterscheibe kommt. An den Abgängen des Antriebs befindet sich jeweils eine
Druckfeder, sich zwischen dem Gehäuse des Antriebes und der Stirnseite des jeweiligen
Seilschlauches abstützt. Diese Federn bewirken, daß eine eventuell vorhandene Lose
des Seilzuges aus dem Gesamtsystem herausgenommen wird, so daß der Seilzug zumindest
im Bereich der Schienen für den Mitnehmer in allen Betriebsbedingungen unter Spannung
gehalten wird. Bei den bekannten Fensterhebern sind die Federn derart ausgelegt, daß
ihre Federkraft kleiner als die am Mitnehmer auftretende Kraft zum Verschieben der
Scheibe ist. Bei einer Umkehr der Drehbewegung des Antriebs ergibt sich bei den bekannten
Fensterhebern ein gewisses Spiel, in welches auch der Verschiebeweg der Federn mit
eingeht. Bevor sich nämlich der Mitnehmer bzw. die Scheibe bei einer Umkehr der Verschieberichtung
der Scheibe bewegt, wird zunächst die zuvor entspannte Feder zusammengedrückt, wobei
sich die jeweils andere Feder entspannt. Dies ist jedoch für die Handhabung nachteilig,
da der Verschiebeweg der beiden Druckfedern zusätzlich zu dem dem Antrieb immanenten
Spiel hinzukommt, so daß die Fensterscheibe bei einer Bewegungsumkehr in einem Drehwinkel
von 20 bis 40° der Fensterheberkurbel in ihrem vorhergehenden Zustand verharrt.
[0003] Ein weiterer Nachteil der bekannten Fensterheber ist, daß bei Einwirkung größerer
Kräfte auf die Fensterscheibe die im Hubstrang eingesetzte Feder auf Block gesetzt
wird, so daß sich die Scheibe absenken kann, und zwar um genau das Verschiebemaß jener
Feder. Dieser Verschiebeweg kann etwa zwischen 5 bis 6 mm betragen und reicht aus,
daß ausgehend von der Schließstellung der Scheibe nunmehr ein geringer Spalt zwischen
Scheibe und Dichtung des Türrahmens entsteht. Hierdurch kann es zu unerwünschten Wind-
und Klappergeräuschen kommen.
[0004] Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Fensterheber der
eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern, daß eine i. w. spielfreie Auf- und
Absenkung der Fensterscheibe ermöglicht ist sowie Wind- und/oder Klappergeräusche
vermieden sind.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1.
[0006] Bei elektromotorisch angetriebenen Fensterhebern für Fahrzeuge mit einer Kurzhubabsenkung
der Fensterscheibe kann sich gemäß Anspruch 2 auch eine umgekehrte Auslegung der Ausgleichsfedern
für den Seilzug empfehlen. Derartige Kurzhubabsenkungen werden insbesondere bei Fahrzeugen,
wie etwa Coupe-Fahrzeugen, ohne zusätzlichen Führungsrahmen für die Fensterscheibe
eingesetzt, wobei in Schließstellung die Scheibe gegen eine im Bereich des Fahrzeugdachs
angeordnete Dichtung gepreßt wird. Um zu starke mechanische Beanspruchungen auf die
Dichtung zu vermeiden, wird die Fensterscheibe beim Öffnen und Schließen zunächst
von dem elektromotorischen Antrieb um einen kurzen Hub abgesenkt und mittels einer
Steuerung bei geschlossener Tür in Schließstellung bzw. in Anlagestellung an der dachseitigen
Dichtung verschoben. Dieser Kurzhub der Fensterscheibe bewegt sich zwischen 10 und
15 mm. Wenn nun durch Alterung im Seilsystem eine Lose vorhanden ist, muß für die
Kurzhubbewegungen der Scheibe bei den bekannten Fensterhebern die im Absenkstrang
des Seilzuges angeordnete Feder zunächst auf Block gefahren werden, bis sich überhaupt
eine Abwärtsbewegung der Scheibe einstellt. Dadurch aber, daß gemäß der Erfindung
die im Absenkstrang angeordnete Feder eine gemäß Anspruch 2 größere Federkraft aufweist,
befindet sich diese Feder in Schließstellung der Scheibe nicht in Blockstellung. Es
kommt daher zu keinem nennenswerten Federweg bei der Abwärtsbewegung, wobei alle Lose
aus dem Seilsystem herausgenommen wird.
[0007] Die Erfindung läßt sich sowohl bei einem Seilzug-Fensterheber mit geschlossener Seilschleife
einsetzen, wobei die Federn dann bevorzugt an den Abgängen des Antriebes angeordnet
sind und sich einerseits an dem Antriebsgehäuse abstützen und auf die Stirnseite des
den Seilzug jeweils umgebenden Schlauches einwirken.
[0008] Selbstverständlich ist es aber auch möglich, die Erfindung auf einen Seilzug-Fensterheber
zu übertragen, bei welchem der Seilzug im Bereich des Mitnehmers unterbrochen ist,
wobei die so gebildeten Seilzugenden an dem Mitnehmer einzelnen angelenkt sind. Im
letzten Fall stützen sich die Federn an dem Mitnehmer ab und wirken auf die, bspw.
mit Endnippeln versehenen, Seilenden.
[0009] Weitere Ziele, Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der
Zeichnung.
[0010] Dabei bilden alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten Merkmale für sich
oder in beliebiger sinnvoller Kombination den Gegenstand der vorliegenden Erfindung,
auch unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen oder deren Rückbeziehung.
[0011] Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Ansicht einer möglichen Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Seilzug-Fensterhebers mit manuellem Antrieb,
- Figur 2
- eine mögliche Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Seilzughebers mit elektromotorischem
Antrieb und
- Figur 3
- eine wiederum andere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Seilzug-Fensterhebers.
[0012] Der Seilzug-Fensterheber gemäß Figur 1 weist einen Antrieb 1 auf mit einer (nicht
dargestellten) Seiltrommel zum wechselseitigen Auf- und Abwickeln des Seilzuges 2.
Die Seiltrommel ist mit einem (ebenfalls nicht dargestellten) Kurbelbolzen verbunden,
auf welchen bei der hier dargestellten Ausführungsform eines mechanischen Fensterhebers
eine Handkurbel aufsteckbar ist. Der Seilzug 2 verläuft abgehend von dem Antrieb 1
mit zwei Abgängen 7, 8 in jeweils einer Seilhülle 4 zu einer, ggf. auch als Rolle
ausgebildeten, Umlenkung 6, wobei sich dann der Seilzug 2 parallel zu einer an der
Fahrzeugtür zu befestigenden Schiene 5 erstreckt. An der Schiene 5 ist ein Mitnehmer
3 für die Glasscheibe geführt, welcher mit dem Seilzug 2 verbunden ist.
[0013] An den Abgängen 7, 8 des Antriebes 1 befindet sich jeweils eine Druckfeder 9, 10,
welche sich zwischen dem Gehäuse 11 des Antriebes 1 und an der Stirnseite der jeweiligen
Seilhülle 4 abstützt. Diese Federn 9, 10 bewirken, daß eventuell vorhandene Lose des
Seilzuges 2 aus dem Gesamtsystem herausgenommen werden, so daß der Seilzug 2 zumindest
im Bereich der Schiene 5 in allen Betriebsbedingungen unter Spannung steht.
[0014] Bei den bekannten Fensterhebern sind die beiden Federn 9, 10 so ausgelegt, daß ihre
Federkraft kleiner als die am Mitnehmer 3 auftretende Kraft zum Verschieben der Scheibe
ist. Wird dabei der Mitnehmer 3 gemäß Figur 1 nach oben gefahren bzw. die Scheibe
in Schließstellung bewegt, so wird die im Hubstrang 15 angeordnete Feder 9 zusammengedrückt
oder ggf. auf Block gesetzt, während sich die im Absenkstrang 16 angeordnete Feder
10 entspannt, so daß eine zwischen Abgang 7 und Mitnehmer 3 vorhandene Lose herausgenommen
wird. Soll dann die Scheibe in Öffnungsstellung gefahren werden mit einer Bewegung
des Mitnehmers 3 nach unten, so wird die im Absenkstrang 16 befindliche Feder 10 zusammengedrückt,
während sich nunmehr die im Hubstrang 15 befindliche Feder 9 entspannt, so daß eine
etwaige Lose zwischen Abgang 8 und dem oberen Ende des Mitnehmers 3 eliminiert ist.
Bei einer Umkehr der Drehbewegung im Antrieb 1 ergibt sich bei den bekannten Fensterhebern
ein gewisses Spiel, in welches auch der Verschiebeweg der Druckfedern 9, 10 mit eingeht.
Bevor sich nämlich der Mitnehmer 3 bzw. die Scheibe bei einer Umkehr der Verschieberichtung
bewegt, wird zunächst die zuvor entspannte Feder 9 bzw. 10 zusammengedrückt, wobei
sich die jeweils andere Feder 10 bzw. 9 entspannt. Dies ist jedoch für die Handhabung
nachteilig, da in einem entsprechenden Drehwinkel von bspw. 20 bis 40° die Fensterscheibe
in ihrem vorhergehenden Zustand verharrt.
[0015] Um das von den Druckfedern 9, 10 herrührende Spiel im Gesamtsystem herauszunehmen
ist es bei dem neuerungsgemäßen Fensterheber vorgesehen, daß die in Montagestellung
des Seilzug-Fensterhebers gemäß Figur 1 am oberen Abgang 8 angeordnete Druckfeder
9 eine Federkraft aufweist, welche größer ist als die Verschiebekraft der Scheibe
und größer ist als die Federkraft der im Absenkstrang 16 angeordneten Feder 10. Diese
Verschiebekraft setzt sich zusammen aus dem Scheibengewicht und den beim Verschieben
auftretenden Reibungskräften. Bei einer Abwärtsbewegung des Mitnehmers 3 geht die
im Absenkstrang 16 angeordnete Feder 10 wie auch bei den bekannten Seilzug-Fensterhebern
auf Block, während sich die im Hubstrang 15 befindliche Druckfeder 9 entspannt. Bei
einer anschließenden Aufwärtsbewegung des Mitnehmers 3 bleibt jedoch die im Hubstrang
15 angeordnete Druckfeder 9 aufgrund ihrer höheren Federkraft in entspannter oder
nahezu entspannter Stellung, wobei diese Feder 9 praktisch die gesamte Lose aus dem
System herausnimmt, so daß die untere Feder 10 auf Block bzw. nahezu auf Block bleibt.
Da die im Hubstrang 15 angeordnete Feder 9 jedoch nicht oder nur unmerklich in Richtung
ihrer Blockstellung gedrückt wird, ergibt sich praktisch auch kein Spiel bei der Umkehr
der Bewegungsrichtung. Diese Zustände bestehen fort, solange die Scheibe nicht in
ihre obere Endlage gelangt.
[0016] Wenn dann die Scheibe die obere Endstellung erreicht hat, dabei in die Dichtung des
Türrahmens eingreift und trotzdem die Kurbel weiter in Richtung Schließstellung gedreht
werden sollte, drückt sich bei entsprechendem antriebsseitigen Drehmoment die Druckfeder
9 zusammen und geht u. U. in Blockstellung über. In diesem Fall entspannt sich die
im Absenkstrang 16 angeordnete Feder 10, um die Seillose aus dem System herauszunehmen.
Zwar tritt bei einer nachfolgenden Bewegungsumkehr der Scheibe dann ein etwas größeres
Leerspiel auf. Dies wird jedoch kompensiert durch den Vorteil, daß bei einer in oberer
Endstellung bzw. Schließstellung befindlicher Scheibe und einem unbeabsichtigten Anstoßen
an die Handkurbel in Richtung Abwärtsbewegung die Scheibe so lange in ihrer Schließstellung
verharrt, bis die die größere Federkraft aufweisende Druckfeder 9 sich entspannt hat,
wobei die Druckfeder 10 auf Block geht.
[0017] Wenn nun aus irgendeinem Grunde, bspw. durch Schlaglöcher o. dgl., eine äußere Kraft
auf die Fensterscheibe einwirkt, welche größer als die Federkraft der Druckfeder 9
ist, so wird bei den bekannten Fensterhebern die Druckfeder 9 schlagartig auf Block
gedrückt, so daß die Scheibe sich absenkt, und zwar um das Verschiebemaß der Druckfeder
9. Das Verschiebemaß kann etwa zwischen 5 bis 6 mm betragen. Dies reicht jedoch aus,
daß ein geringer Spalt zwischen Scheibe und Dichtung des Türrahmens entsteht, so daß
es zu unerwünschten Wind- und/oder Klappergeräuschen kommt. Dadurch, daß bei dem erfindungsgemäßen
Fensterheber aber die Federkraft der Feder 9 jedoch größer ist als die von der Scheibe
und den Reibungskräften bei einer Aufwärtsbewegung resultierende Gegenkraft, ist die
Druckfeder 9 in der Lage, derartige Stöße auf die Scheibe elastisch abzufangen und
bei einem Abklingen der Kraft auf die Scheibe diese durch die dann überwiegende Federkraft
der Druckfeder 9 wieder in ihre Ausgangslage, d.h. in ihre Schließstellung zu schieben.
Hierdurch sind Klapper- und Windgeräusche eliminiert.
[0018] Bei einem elektrischen Seilzug-Fensterheber wirkt die mit erhöhter Federkraft ausgelegte
Druckfeder 9 im Hubstrang 15 zusätzlich als Anschlagsdämpfung beim Erreichen der oberen
Schließstellung der Scheibe.
[0019] Ein weiterer Vorteil eines solchen Fensterhebers mit im Hubstrang 15 stärkerer Feder
9 als derjenigen im Absenkstrang 16 ist, daß sich die Drehmomente für die Auf- und
Abwärtsbewegung der Fensterscheibe annähern. Bei den bekannten Fensterhebern beträgt
die Differenz des Drehmomentes für die Aufwärts- und Abwärtsbewegung der Scheibe etwa
50%. Die Bediener von manuellen Fensterhebern unterliegen daher häufig dem Eindruck,
insbesondere wenn zuvor die Scheibe heruntergedreht und nachfolgend wieder hochgedreht
werden soll, daß der Fensterheber äußerst schwergängig sei. Seitens der Automobilindustrie
wurde daher schon gefordert, daß die Drehmomente für die Aufwärts- und Abwärtsbewegung
möglichst gleich sein sollten. Durch die Anordnung einer Feder 9 mit größerer Federkraft
im Hubstrang 15 wird hier eine Annäherung beider Drehmomente geschaffen, indem bei
der Abwärtsbewegung die Feder 9 mit der größeren Federkraft eine erhöhte Reibkraft
des Seilzuges 2 in den Schlauch 4 bewirkt. Durch die Anordnung von Federn 9, 10 mit
unterschiedlichen Federkräften werden auch Drehmomentstreuungen, bedingt durch unterschiedliche
Reibkräfte zwischen Scheibe und Tür bzw. Scheibendichtung, abgemildert.
[0020] Der Fensterheber gemäß Figur 2 ist für einen elektromotorischen Antrieb ausgelegt.
Dabei wurden die der Ausführungsform gemäß Figur 1 entsprechenden Bauteile mit gleichen
Bezugszeichen versehen, so daß insoweit auf eine Beschreibung im einzelnen verzichtet
werden kann.
[0021] Bei der Ausführungsform gemäß Figur 2 ist die Auswahl der Federn 9, 10 so getroffen,
daß die bei der Scheibenöffnung auf Druck belastete Feder 10 im Absenkstrang 16 eine
Federkraft aufweist, welche größer ist als die sich aus dem Gewicht der Scheibe und
den beim Verschieben der Scheibe auftretenden Reibungskräften ergebende Verschiebekraft
und größer als die im Hubstrang 15 angeordnete Feder 9. Eine solche Anordnung der
Federn 9, 10 empfiehlt sich insbesondere bei elektromotorisch angetriebenen Fensterhebern
mit Kurzhubabsenkung. Derartige Kurzhubabsenkungen werden mitunter bei Fahrzeugtüren
ohne zusätzliche Führungsrahmen für die Fensterscheibe eingesetzt, um eine Verbesserung
des Türschließverhaltens zu erreichen. Bei solchen Fahrzeugen ohne Fensterführung
wird die Scheibe häufig gegen eine im Bereich des Fahrzeugdachs angeordnete Dichtung
gepreßt. Ein Öffnen der Tür bei in Schließstellung befindlicher Scheibe würde nun
zu einer zu starken mechanischen Belastung der Dichtung führen. Deshalb ist man dazu
übergegangen, durch einen Kontakt am Schließmechanismus der Tür bei deren Öffnen und
Schließen zunächst die Fensterscheibe um einen kurzen Hub abzusenken und nach Schließen
der Tür dann die Fensterscheibe mittels einer Steuerung in Schließstellung bzw. Anlagestellung
an der dachseitigen Dichtung zu fahren. Der Verschiebeweg, um welchen die Fensterscheibe
bei der Kurzhubbewegung nach unten gefahren wird, beträgt zwischen 10 und 15 mm. Wenn
durch Alterung im Seilzug eine Lose vorhanden ist, muß im Falle der bekannten Fensterheber
bei der Abwärtsbewegung der Scheibe die Feder 10 zunächst auf Block gefahren werden,
bis sich überhaupt eine Abwärtsbewegung der Scheibe einstellt. Dadurch aber, daß bei
dem Fensterheber gemäß Figur 2 die im Absenkstrang 16, d.h. die am Abgang 7 angeordnete
Feder 10 eine größere Federkraft aufweist, befindet sie sich in Schließstellung der
Scheibe nicht in Blockstellung. Es kommt auch zu keinem nennenswerten Federweg bei
der Abwärtsbewegung der Scheibe aus der Schließstellung heraus, wobei aber alle Lose
aus dem Seilsystem herausgenommen ist.
[0022] Zwar wird bei dieser Anordnung bzw. Auswahl der Federn 9, 10 die Reibung im Seilsystem
bei der Aufwärtsbewegung der Scheibe vergrößert, bei motorisch angetriebenen Fensterhebern,
wie diese bei Fensterscheiben mit Kurzhubbewegung erforderlich sind, spielt das größere
Drehmoment jedoch keine Rolle. Ein weiterer Vorteil der Anordnung der Feder mit stärkerer
Federkraft im Absenkstrang 16 ist, daß beim Einfahren der Scheibe in den unteren Endanschlag
bzw. in ihre Öffnungsstellung eine Anschlagdämpfung erreicht wird, welche insbesondere
bei elektromotrisch angetriebenen Fensterhebern wichtiger ist als eine Endlagendämpfung
bei der Aufwärtsbewegung der Scheibe. Damit verbunden ist auch eine Minimierung der
mechanischen Beanspruchung des Seilzuges selbst.
[0023] Bei der Ausführungsform gemäß Figur 3 handelt es sich um einen Fensterheber, bei
welchem der Seilzug 2 im Gegensatz zu den Ausführungsformen gemäß Figuren 1 und 2
im Bereich des Mitnehmers 3 unterbrochen ist. Dabei sind die freien Enden des Seilzuges
mit Nippeln 14 versehen, welche in einer Nippelkammer 13 des Mitnehmers 3 eingesetzt
sind. Zum Ausgleich eventuell vorhandener Seillose im Seilsystem sind bei dem hier
gewählten Ausführungsbeispiel die Federn 9, 10 in die Nippelkammer 13 eingesetzt,
welche sich an dem Mitnehmer 3 bzw. der Wandung der Nippelkammer 13 abstützen und
mit ihrem jeweils anderen Ende auf den Nippel 14 an dem zugeordneten Seilende einwirken.
Auch bei dieser Ausführungsform eines Seilzug-Fensterhebers kann, abhängig von dem
jeweiligen Einsatzfall, entweder die bei der Scheibenschließstellung auf Druck belastete
Feder 9 im Hubstrang 15 eine größere Federkraft oder die bei der Scheibenöffnung auf
Druck belastete Feder 10 im Absenkstrang 16 eine größere Federkraft entsprechend den
oben beschriebenen Ausführungsbeispielen aufweisen.
[0024] Ansonsten sind auch bei der Ausführungsform gemäß Figur 3 die mit den Bauteilen gemäß
Figuren 1 und 2 identischen Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen, so daß insoweit
ebenfalls auf eine Beschreibung verzichtet werden kann. Bei dem Ausführungsbeispiel
gemäß Figur 3 ist lediglich noch ein Montageblech 12 vorgesehen, welches auch im Hinblick
auf eine Transporthilfe mit der Schiene 5 verbunden ist.
Bezugszeichenliste
[0025]
- 1 -
- Antrieb
- 2 -
- Seilzug
- 3 -
- Mitnehmer
- 4 -
- Schlauch
- 5 -
- Führung
- 6 -
- Umlenkung
- 7 -
- Abgang
- 8 -
- Abgang
- 9 -
- Feder
- 10 -
- Feder
- 11 -
- Antriebsgehäuse
- 12 -
- Montageblech
- 13 -
- Nippelkasten
- 14 -
- Nippel
- 15 -
- Hubstrang
- 16 -
- Absenkstrang
1. Seilzug-Fensterheber, insbesondere für Kraftfahrzeuge mit einem Antrieb (1) zum wechselseitigen
Auf- und Abwickeln des in wenigstens einer Schleife verlaufenden Seilzuges (2), welcher
sich, bezogen auf die Scheibenbewegung, in einen Hub- und einen Absenkstrang (15,
16) aufteilt und mit einem an einer Führung (5) auf- und abbewegbaren Mitnehmer (3)
für die Fensterscheibe verbunden ist, wobei im Hub- und Absenkstrang (15, 16) jeweils
ein Federelement (9, 10) zum Ausgleich von Seillosen vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die bei der Scheibenschließung auf Druck belastete Feder (9) im Hubstrang (15)
eine Federkraft aufweist, welche größer ist als die sich aus dem Gewicht der Scheibe
und den beim Verschieben der Scheibe auftretenden Reibungskräften ergebende Verschiebekraft
und größer als die Federkraft der im Absenkstrang (16) angeordneten Feder (10).
2. Seilzug-Fensterheber, insbesondere für Kraftfahrzeuge mit einer Kurzhubabsenkung der
Fensterscheibe, mit einem Antrieb (1) zum wechselseitigen Auf- und Abwickeln des in
wenigstens einer Schleife verlaufenden Seilzuges (2), welcher sich, bezogen auf die
Scheibenbewegung, in einen Hub- und einen Absenkstrang (15, 16) aufteilt und mit einem
an einer Führung (5) auf- und abbewegbaren Mitnehmer (3) für die Fensterscheibe verbunden
ist, wobei im Hub- und Absenkstrang (15, 16) jeweils ein Federelement (9, 10) zum
Ausgleich von Seillosen vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die bei der Scheibenöffnung
auf Druck belastete Feder (10) im Absenkstrang (16) eine Federkraft aufweist, welche
größer ist als die sich aus dem Gewicht der Scheibe und den beim Verschieben der Scheibe
auftretenden Reibungskräften ergebende Verschiebekraft und größer als die Federkraft
der im Hubstrang (15) angeordneten Feder (9) ist.
3. Seilzug-Fensterheber nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Seilzug
(2) wenigstens eine i. w. geschlossene Schleife bildet und zumindest bereichsweise
in einem äußeren Schlauch (4) geführt ist, wobei die Federn (9, 10) an den Abgängen
(7, 8) des Antriebes (1) für den Seilzug (2) angeordnet sind und unter Abstützung
an dem Antriebsgehäuse (11) auf die Stirnseite des den Seilzug (2) jeweils umgebenden
Schlauches (4) einwirken.
4. Seilzug-Fensterheber nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Seilzug
(2) eine i. w. offene Schleife bildet mit an dem Mitnehmer (3) angreifenden Seilenden
des Hub- und Absenkstranges (15, 16), wobei sich die Federn (9, 10) an dem Mitnehmer
(3) abstützen und auf die Seilenden einwirken.
1. Cable window lifter, especially for motor vehicles, with a drive (1) for alternating
winding-up and unwinding of the traction cable (2), which extends in at least one
loop and which with respect to the pane movement is divided into a lifting strand
(15) and a lowering strand (16) and is connected with an entrainer (3), which is movable
upwardly and downwardly at a guide (5), for the window pane, wherein a respective
spring element (9, 10) for compensation for cable slackness is provided in each of
the lifting strand (15) and lowering strand (16), characterised thereby that the spring
(9), which is loaded in compression during pane closing, in the lifting strand (15)
has a spring force which is greater than the displacement force resulting from the
weight of the pane and the friction forces arising during displacement of the pane
and greater than the spring force of the spring (10) arranged in the lowering strand
(16).
2. Cable window lifter, especially for motor vehicles with a short stroke lowering of
the window pane, with a drive (1) for alternating winding-up and unwinding of the
traction cable (2), which extends in at least one loop and which with respect to the
pane movement is divided into a lifting strand (15) and a lowering strand (16) and
is connected with an entrainer (3), which is movable upwardly and downwardly at a
guide (5), for the window pane, wherein a respective spring element (9, 10) for compensation
for cable slackness is provided in each of the lifting strand (15) and lowering strand
(16), characterised thereby that the spring (10), which is loaded in compression during
pane opening, in the lowering strand (16) has a spring force which is greater than
the displacement force resulting from the weight of the pane and the friction forces
arising during displacement of the pane and greater than the spring force of the spring
(9) arranged in the lifting strand (15).
3. Cable window lifter according to claim 1 or 2, characterised thereby that the traction
cable (2) forms at least one substantially closed loop and is guided at least regionally
in an outer sleeve (4), wherein the springs (9, 10) are arranged at the departure
points (7, 8) of the drive (1) for the traction cable (2) and act, with support at
the drive housing (11), on the end face of the sleeve (4) each time enclosing the
traction cable (2).
4. Cable window lifter according to claim 1 or 2, characterised thereby that the traction
cable (2) forms a substantially open loop with cable ends, which engage at the entrainer
(3), of the lifting strand (15) and lowering strand (16), wherein the springs (9,
10) are supported at the entrainer (3) and act on the cable ends.
1. Lève-glace à câble de traction, notamment pour véhicules automobiles comportant un
dispositif d'entraînement (1) servant à enrouler et dérouler alternativement le câble
de traction (2), qui s'étend selon au moins une boucle et qui, d'une manière rapportée
au déplacement de la vitre, se répartit en un brin de soulèvement et un brin d'abaissement
(15, 16) et est relié à un organe d'entraînement (3), qui peut être soulevé ou abaissé
sur un guide (5), pour la vitre de la fenêtre, un élément de ressort respectif (9,
10) étant prévu dans le brin de soulèvement et le brin d'abaissement (15, 16) pour
compenser des relâchements du câble, caractérisé en ce que le ressort (9), qui est
chargé en pression lors de la fermeture de la vitre, possède dans le brin de soulèvement
(15) une force élastique qui est supérieure à la force de translation, qui est constituée
par le poids de la vitre et les forces de frottement apparaissant lors de la translation
de la vitre, et est supérieure à la force élastique du ressort (10) disposée dans
le brin d'abaissement (16).
2. Lève-glace à câble de traction, notamment pour véhicules automobiles comportant un
dispositif d'entraînement (1) servant à enrouler et dérouler alternativement le câble
de traction (2), qui s'étend selon au moins une boucle et qui, d'une manière rapportée
au déplacement de la vitre, se répartit en un brin de soulèvement et un brin d'abaissement
(15, 16) et est relié à un organe d'entraînement (3), qui peut être soulevé ou abaissé
sur un guide (5), pour la vitre de la fenêtre, un élément de ressort respectif (9,
10), étant prévu dans le brin de soulèvement et le brin d'abaissement (15, 16) pour
compenser des relâchements du câble, caractérisé en ce que le ressort (10), qui est
chargé en pression lors de l'ouverture de la vitre, possède dans le brin d'abaissement
(16) une force élastique qui est supérieure à la force de translation résultant du
poids de la vitre et des forces de frottement apparaissant lors de la translation
de la vitre, et est supérieure à la force élastique du ressort (9) disposé dans le
brin de soulèvement (15).
3. Lève-glace à câble de traction selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que
le câble de traction (2) forme au moins une boucle essentiellement fermée et est guidé
par endroits dans un tuyau extérieur (4), les ressorts (9, 10) étant disposés sur
les sorties (7, 8) du dispositif d'entraînement (1) pour le câble de traction (2)
et agissant en prenant appui sur le boîtier d'entraînement (11) de la face frontale
du tuyau (4) entourant respectivement le câble de traction (2).
4. Lève-glace à câble de traction selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que
le câble de traction (2) forme une boucle essentiellement ouverte avec des extrémités
du brin de soulèvement et du brin d'abaissement (15, 16), qui s'accrochent à l'organe
d'entraînement (3), les ressorts (9, 10) prenant appui sur l'organe d'entraînement
(3) et agissant sur les extrémités du câble.