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EP 0 702 116 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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09.01.2002 Patentblatt 2002/02 |
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Anmeldetag: 13.09.1995 |
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Verfahren zur Herstellung einer mit beschichtetem Glasvlies kaschierten Gipsbauplatte
Method for producing plasterboard with a coated glass fiber mat
Méthode de production d'une plaque de plâtre recouvert d'une feuille en fibre de verre
revêtu
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
15.09.1994 DE 4432791 29.07.1995 DE 19527858
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.03.1996 Patentblatt 1996/12 |
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Patentinhaber: Gebr. Knauf Westdeutsche Gipswerke |
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D-97346 Iphofen (DE) |
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Erfinder: |
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- Martin, Jürgen
D - 97355 Kleinlangheim (DE)
- Peter, Anton, Dipl. Ing.
D - 97346 Iphofen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Böhme, Volker, Dipl.-Ing. |
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Patentanwälte Dipl.-Ing. E. Kessel Dipl.Ing. V. Böhme Karolinenstrasse 27 90402 Nürnberg 90402 Nürnberg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 095 943 DE-B- 1 033 123
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AU-A- 5 170 773 US-A- 3 993 822
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer mit beschichtetem Glasvlies
kaschierten Gipsbauplatte, bei dem eine Bahn von beschichtetem Glasvlies vorgesehen
wird, das von einem Glasvlies und einer trockenen Beschichtungsmasse gebildet ist,
die eine Beschichtung bildet und in das Glasvlies eingedrungen ist, und bei dem die
sich waagerecht weiterbewegende Bahn von beschichtetem Glasvlies auf der unbeschichteten
Seite mit einem Strang von abbindefähiger Gipskernmasse versehen wird, die in das
Glasvlies eindringt und auf dem Glasvlies einen abbindefähigen Plattenkern bildet,
wobei die in das Glasvlies eindringende abbindefähige Gipskernmasse beim Auflaufen
auf die Bahn eine eingestellte Breikonsistenz aufweist und das beschichtete Glasvlies
zwei in der Bahnebene liegende Randstreifen bildet und wobei an der fertigen Gipsbauplatte
die Beschichtung samt Glasvlieslage an dem Plattenkern an jeder Stelle über die Plattenebene
hin mit einer rechtwinkelig zur Plattenebene gemessenen Abhebefestigkeit gehalten
ist.
[0002] Nach dem Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens laut Anspruch 8 ist
hergestellt eine Gipsbauplatte, die sich in einem unverarbeiteten Zustand befindet
und der Beschichtungsmasse ist ein bestimmtes Abbindeverhalten zugeordnet.
[0003] Ein Verfahren dieser Art ist mit der Ausnahme bekannt (DE-A-20 08 744), daß das beschichtete
Glasvlies von einem Glasvlies und einer abziehbaren Papierbeschichtung gebildet ist.
Es ist aber auch bekannt (DE-A-39 37 433), bei der Herstellung von Gipsbauplatten
ein beschichtetes Glasvlies vorzusehen, das von einem Glasvlies und einer trockenen
Beschichtungsmasse gebildet ist, die z.B. eine Gipsbeschichtung bildet und in das
Glasvlies eingedrungen ist. Die nach diesem Verfahren hergestellte Gipsbauplatte ist
von Vorteil, weil eine nachträgliche Verspachtelung der Oberfläche der Gipsbauplatte
entfällt und sich diese Oberfläche der fertigen Gipsbauplatte unmittelbar mit Dispersionsfarbe,
Tapeten, Fliesen oder Platten belegen läßt. Vorteilhafterweise ist das mit der trockenen
Beschichtungsmasse beschichtete Glasvlies beim Belegen mit dem Strang von abbindefähiger
Gipskernmasse trocken und kann die Herstellungsanlage nicht durch Gipskernmasse verschmutzen,
da durch das Glasvlies keine solche Gipskernmasse hindurchdringen kann.
[0004] Bei den bekannten (DE-A-20 08 744, DE-C-39 37 433) Verfahren der eingangs genannten
Art ist nicht angegeben, daß die eindringende, nicht abgebundene Gipskernmasse mit
der eingedrungenen Beschichtungsmasse in dem Glasvlies in Berührung kommt. Wenn eine
nach dem Verfahren der eingangs genannten Art hergestellte Gipsbauplatte für die Praxis
brauchbar sein soll, dann ist die Güte des Verbundes von der Beschichtung bis zum
Plattenkern wichtig. Die Güte des Verbundes läßt sich durch die Abhebefestigkeit beschreiben,
die angibt, mit welcher Kraft/Fläche an einer an die Beschichtung angeklebten Meßscheibe
gezogen wird, bis eine Zerstörung des Verbundes erfolgt. Gemäß Versuchen mit der nach
dem bekannten Verfahren der eingangs genannten Art hergestellten Gipsbauplatte ist
eine Abhebefestigkeit von 0,1 N/mm
2 für den praktischen Gebrauch der Gipsbauplatte nicht ausreichend. Es kommt insbesondere
zu Delaminationen bzw. inneren Spaltungen in der Glasvlieslage, was besonders beim
Aufbringen schwerer Beschichtungen wie schweren Papier- oder Textiltapeten oder keramischen
Fliesen von erheblichem Nachteil ist. Zur Behebung dieses Nachteils bleibt nichts
anderes übrig, als die Oberfläche mit einer geeigneten Spachtelmasse in dünner Konsistenz
so zu überspachteln, daß diese tief in das Vlies eindringt und so eine Verfestigung
der Oberfläche und eine verbesserte Bindung zum Gipskern bewirkt. Dies bedeutet einen
zusätzlichen kostenintensiven Arbeitsgang auf der Baustelle.
[0005] Eine Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Verfahren der eingangs genannten Art
zu schaffen, bei dem eine möglichst flächendeckende Berührung der in das Glasvlies
eindringenden abbindefähigen Gipskernmasse mit der in das Glasvlies eingedrungenen
trockenen Beschichtungsmasse gegeben ist. Das erfindungsgemäße Verfahren ist, diese
Aufgabe lösend, dadurch gekennzeichnet, daß die Breikonsistenz der abbindefähigen
Gipskernmasse auf einen Ausbreitungsdurchmesser von mindestens 240 mm und höchstens
320 mm eingestellt ist, wobei der Ausbreitungsdurchmesser derjenige eines Gipskernmassehaufens
ist, der sich aus einem, einen größeren Durchmesser von 101 mm, eine Höhe von 80 mm
und einen kleineren Durchmesser von 80 mm aufweisenden Kegelstumpf von abbindefähiger
Gipskernmasse aus Naturgips nach einem Fall über 200 mm oder aus REA-Gips nach einem
Fall über 125 mm ergibt, wobei der Fall 15 sec nach dem Auflaufen auf die Bahn erfolgt,
und daß an dem mit dem Strang von abbindefähiger Gipskernmasse versehenen beschichteten
Glasvlies an mindestens zwei in Weiterbewegungsrichtung Abstand voneinander aufweisenden
Rüttelstellen quer über die Bahnebene des Glasvlieses bis zu einer Berührung von Kernmasse
und Beschichtungsmasse gerüttelt wird, das Ganze derart, daß die Abhebefestigkeit
der fertigen Gipsbauplatten mindestens 0,15 N/mm
2 beträgt. REA-Gips ist in Rauchgasentschwefelungsanlagen anfallender gips.
[0006] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren wird eine flächig nahezu durchgehende, fast ununterbrochenen
vollständige Berührung der eingedrungenen trockenen Beschichtungsmasse und der eindringenden
Gipskernmasse erreicht. Dies ist von den Rüttelmaßnahmen abhängig, die auch für eine
gleichmäßige Verteilung der zugeführten Stränge von abbindefähiger Gipskernmasse sorgen.
An den wesentlichen Randstreifen des Glasvlieses ist das Eindringen der Gipskernmasse
in das Glasvlies gefördert. Aufgrund der Rüttelmaßnahmen kann die Breikonsistenz der
Gipskernmasse bei einem Ausbreitungsdurchmesser von höchstens 320 mm gehalten werden,
so daß die Gipskernmasse relativ wenig überschüssiges Wasser enthält, das nachträglich
entfernt werden muß.
[0007] Im Rahmen der Erfindung wird also auch bei den Randstreifen die erwünschte Abhebefestigkeit
von mindestens 0,15 N/mm
2 erzeugt, wozu spezielle Maßnahmen vorgesehen werden. Dadurch weist die erfindungsgemäß
hergestellte Gipsbauplatte eine sehr gute Kantenfestigkeit auf. Durch das Rütteln
quer über die gesamte Breite der Bahnebene werden die Kanten in vielen Fällen ausreichend
gut ausgebildet und auch in den Randstreifen die erwünschte Abhebefestigkeit erreicht.
[0008] Eine günstige Ausführungsform liegt vor, wenn der Strang von abbindefähiger Gipskernmasse
aufgebracht wird, indem von einem Hauptmischer über einen mittigen Auslauf Brei auf
die Bahn gebracht wird und von einem Kantenmischer über je einen seitlichen Auslauf
im Bereich der beiden Randstreifen Brei auf die Bahn gebracht wird. Die auf die Randstreifen
abgestellte Zugabe von Masse bzw. Brei bewirkt, daß bereits beim ersten Querrüttler
auch im Bereich der Randstreifen die Gipskernmasse in das Glasvlies in dem Ausmaß
hineingebracht wird, daß die Abhebefestigkeit von mindestens 0,15 N/mm
2 erreicht wird.
[0009] Die Gipsbauplatten-Herstellungsanlage hat in diesem Fall eine Formstation, die aus
einem Hauptmischer und einem Kantenmischer besteht. Im Hauptmischer wird z.B. aus
Stuckgips, Wasser, Schaummittel und Additiven pastöser Gipsbrei hergestellt, der aus
einem mittigen Auslauf auf die vom beschichteten Glasvlies gebildete Bahn fließt.
Ein Teil des Gipsbreis wird aus dem Hauptmischer direkt abgezweigt und dem Kantenmischer
zugeleitet. In diesem wird der Schaum weitgehend zerschlagen. Der so modifizierte
Kantengipsbrei hat eine höhere Rohdichte und höhere Festigkeit als der Gipsbrei aus
dem Hauptmischer. Er wird über dünne Auslaufschläuche direkt in die Kantenbereiche
der Randstreifen geleitet, deren Breite etwa 6-12 cm beträgt.
[0010] Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es aber auch, wenn an einer nachfolgenden
Rüttelstelle zusätzlich an den beiden in der Bahnebene liegenden Randstreifen des
beschichteten Glasvlieses gerüttelt wird. Falls durch die beiden Querrüttelstellen
in den Randbereichen Gipskernmasse nicht ausreichend tief in das Glasvlies eingedrungen
sein sollte, dann wird dieses ausreichend tiefe Eindringen bei den Randbereichen durch
die Randstreifenrüttler bewirkt.
[0011] Eine weitere günstige Ausführungsform liegt vor, wenn der Strang von abbindefähiger
Gipskernmasse von oben mit einer oberen Bahn von beschichtetem Glasvlies belegt wird,
das von einem Glasvlies und einer trockenen Beschichtungsmasse gebildet ist, die eine
Beschichtung bildet und in das Glasvlies eingedrungen ist, und daß an mindestens einer
oberen Rüttelstelle quer über die Bahnebene des oberen Glasvlieses gerüttelt wird.
Auf diese einfache Weise wird auch für ein oberes beschichtetes Glasvlies sichergestellt,
daß es mit der übrigen Gipsbauplatte an jeder Stelle über die Plattenebene hin mit
einer rechtwinkelig zur Plattenebene gemessenen Abhebefestigkeit von mindestens 0,15
N/mm
2 zusammenhält. Für die Randstreifen sind insoweit keine besonderen Maßnahmen nötig.
[0012] An den mindestens zwei unteren Quer-Rüttelstellen sind z.B. zwei voneinander getrennte
stangenartige Querrüttler vorhanden oder ein einziger, gemeinsamer tischartig länglicher
Querrüttler. Auch die obere Rüttelstelle kann von einem stangenartigen oder einem
tischartig länglichen Querrüttler gebildet sein. Das Rütteln läßt sich durch rotierende
Mehrkanteisen bewirken, die eine Vibration auf das beschichtete Glasvlies ausüben
oder durch eine Rüttelplatte.
[0013] Eine besonders zweckmäßige und vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung liegt vor,
wenn an der Bahn von beschichtetem Glasvlies an dessen Unterseite quer über die Bahn
Luft aus dem von Beschichtungsmasse freien Bereich des Glasvlieses abgesaugt wird.
Es wird durch die poröse Beschichtungsmasse hindurch Luft aus den Poren des Glasvlieses
abgesaugt, so daß die Gipskernmasse besser nachdringen kann.
[0014] In der Regel weist die Bahn von beschichtetem Glasvlies über die Randstreifen überstehende
Umschlagbereiche auf, die anschließend an die Randstreifen mittels einer Führungsschiene
um einen Knickwinkel hochgeklappt werden, um ein unerwünschtes seitliches Austreten
der relativ flüssigen Gispkernmasse zu verhindern. Der Knickwinkel im Bereich des
Rüttelns beträgt z.B. 30°. Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es, wenn die Bahn
von beschichtetem Glasvlies über die Randstreifen überstehende Umschlagbereiche bildet,
die anschließend an den Randstreifen mittels einer Führungsschiene um einen Knickwinkel
hochgeklappt werden, und wenn das Hochklappen im Bereich der unteren, sich quer erstreckenden
Rüttelstellen um 90° erfolgt. Auf diese Weise kann sich die Gipskernmasse im Bereich
der Randstreifen der Wirkung des Rüttelns nicht entziehen, indem sie z.B. nicht über
die hochgeklappten Umschlagbereiche überlaufen kann.
[0015] Bei der erfindungsgemäß hergestellten Gipsbauplatte berühren einander die Kernmasse
und die Beschichtungsmasse in der Glasvlieslage nahezu flächig durchgehend. Die Trennfläche
zwischen dem Kernmasse-Bereich und dem Beschichtungsmasse-Bereich ist teilweise von
Vliesfasern gebildet, so daß in diesen Flächenteilen eine Berührung von Kernmasse
und Beschichtungsmasse nicht stattfinden kann. Außerdem ist der Gipskörper des Kerns
durch den üblichen Zusatz an Luftporenbildnern und durch das Verdampfen des überschüssigen
Anmachwassers während des Trocknens porös. Insofern ist es wenig hilfreich, das Ausmaß
der Berührung zwischen Kernmasse und Beschichtungsmasse durch Anteile einer Trennfläche
zwischen Kernmasse-Bereich und Beschichtungsmasse-Bereich anzugeben. Das Ausmaß der
Berührung wird daher durch die Abhebefestigkeit beschrieben.
[0016] Bei der Gipsbauplatte ist also die Kernmasse mit der Beschichtungsmasse derart flächig
in Berührung gebracht, daß die innere Festigkeit des Systems ausgedrückt durch die
Abhebefestigkeit an jeder Stelle mindestens 0,15 N/mm
2 beträgt. Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es, wenn die Breikonsistenz derart
eingestellt wird und derart gerüttelt wird, daß eine mittlere Abhebefestigkeit von
mindestens 0,2 N/mm
2 gegeben ist. Bei diesen Grenzwerten der Abhebefestigkeit bewährt sich die Erfindung
in der Praxis besonders gut.
[0017] Die abbindefähige Kernmasse besteht aus Calciumsulfat-Halbhydrat, Wasser, Zusätzen
und Verflüssiger. Die Einstellung der Konsistenz des Gipsbreies erfolgt z.B. durch
Variation des Wasser-Gips-Verhältnisses und/oder durch Zugabe von Verflüssigern, Verzögerern
und/oder Beschleunigern. Die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren vorgesehene Breikonsistenz
ist nicht durch die vorgesehene Meßmethode bzw. durch die angegebene Bemessungsgröße
"Ausbreitungsdurchmesser" beschränkt, sondern kann auch nach anderen Meßmethoden bestimmt
werden bzw. durch andere Bemessungsgrößen wiedergegeben werden. Wichtig ist, daß es
sich hier um die Breikonsistenz der eben auf die Bahn gebrachten Gipskernmasse handelt
und daß die Bemessungsgröße innerhalb einer bestimmten maximalen Zeitspanne nach der
Entnahme der zu untersuchenden Gipskernmasse bestimmt ist.
[0018] Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich an sich mit allen geeignete Beschichtungsmassen
durchführen, wie sie z.B. in der DE-A-39 37 433 angegeben sind. Durch das erfindungsgemäße
Verfahren ist bei der Gipsbauplatte ein Glasfaserabrieb an Bearbeitungsstellen fast
völlig vermieden. Die Beschichtungsmasse ist zäh und fest und gibt keine Vliesfasern
frei. Da die Kernmasse nahezu flächig durchgehend mit der Beschichtungsmasse in Berührung
gebracht ist, gibt es keine Vliesfasern mehr, die nicht von Masse umhüllt sind. Die
praktisch abriebfreie Oberfläche macht die neuartige Gipsbauplatte auch für die Bekleidung
von Lüftungsschächten und Kabelkanälen geeignet ist. Das Ausmaß der Durchdringung
der Glasvlieslage mit Kernmasse bzw. der Anlage von Kernmasse an Beschichtungsmasse
läßt sich durch die verbesserte Abhebefestigkeit an jeder Stelle der Gipsbeschichtung
angeben. Außerdem hat die vorliegende Gipsbauplatte ausgezeichnete Beschichtungseigenschaften,
sodaß auch schwere Beschichtungsmaterialien einen festen und dauerhaften Verbund mit
der Platte eingehen, ohne daß vorheriges Verspachteln oder eine andere aufwendige
Behandlung der Oberfläche erforderlich wäre.
[0019] Unabhängig davon, wie tief die Beschichtungsmasse in die Glasvlieslage eingedrungen
ist, ist dafür gesorgt, daß die Kernmasse so tief in die Glasvlieslage eingedrungen
ist, daß die erwünschte durchgehende Berührung von Beschichtungsmasse und Kernmasse
gegeben ist. Hierdurch ist auch eine Verbesserung der Abhebefestigkeit durch Verminderung
der Gefahr von Spaltungen der Glasvlieslage gegeben. Es ist eine an sich bekannte
(GB-A-2 053 779) Technik, eine Gipsbauplatte so herzustellen, daß die Kernmasse in
die Glasvlieslage mehr oder weniger weit eingedrungen ist. Bei der erfindungsgemäß
hergestellten Gipsbauplatte ist die Kernmasse in die Glasvlieslage soweit eingedrungen,
daß sie in durchgehenden Kontakt mit der schon vorher vorhandenen eingedrungenen Beschichtungsmasse
gekommen ist.
[0020] Die Verbundgüte wird besonders dadurch erhöht, daß das Calciumsulfat der Beschichtungsmasse
als Keimbildner für die Gipsbildung der Kernmasse dient. Dadurch entsteht an der Verbindungsstelle
zwischen Kernmasse und Beschichtung ein gerichtetes Aufwachsen einer Gipsschicht,
die äußerst haftverbessernd wirkt (Epitaxie).
[0021] Die langsame Abbindegeschwindigkeit ist im Rahmen der Erfindung in der Regel gegeben,
wenn bei der angemachten Beschichtungsmasse der Versteifungsbeginn nach DIN 1168 mindestens
1,5 Std und maximal 6 Std beträgt. Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es, wenn
der Versteifungsbeginn der Beschichtungsmasse mindestens 2,5 Std und/oder maximal
5 Std beträgt. In diesem Abbindezeit-Bereich bewährt sich die Erfindung in der Praxis
besonders gut.
[0022] Das Calciumsulfat der noch nicht verarbeiteten Gipsbauplatte liegt in nicht oder
fast nicht abgebundenem Zustand vor; der Rehydratationsgrad der Beschichtungsmasse
ist < 5%, d.h. daß sich maximal 5% des zunächst beim Anmachen vorgesehenen Calciumsulfats
in Calciumsulfat-Dihydrat umgewandelt haben. In der Regel ist jedoch das Calciumsulfat
der Beschichtungsmasse bis auf einen Rehydratationsgrad von maximal 2% nicht abgebunden.
[0023] Bei der Gipsbauplatte ist also die Kernmasse mit der Beschichtungsmasse derart flächig
in Berührung gebracht, daß die innere Festigkeit des Systems ausgedrückt durch die
Abhebefestigkeit an jeder Stelle mindestens 0,15 N/mm
2 beträgt. Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es, wenn eine mittlere Abhebefestigkeit
von mindestens 0,20 N/mm
2 gegeben ist. Bei diesem Grenzwert der Abhebefestigkeit bewährt sich die erfindungsgemäße
Platte in der Praxis besonders gut.
[0024] Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es, wenn die Beschichtungsmasse Calciumsulfat-Halbhydrat
ist und Zusätze enthält, die eine langsame Abbindegeschwindigkeit des Calciumsulfat-Halbhydrats
bewirken. Bei der Verwendung von Calciumsulfat-Halbhydrat wird durch die Zugabe der
Zusätze erreicht, daß die Beschichtungsmasse der Gipsbauplatte nicht oder fast nicht
abgebunden ist.
[0025] In der Regel ist das Calciumsulfat-Halbhydrat erbrannter Stuckgips. Für die langsame
Abbindegeschwindigkeit sind auf jeden Fall Zusätze in Form von Verzögerern zugegeben.
Zu geeigneten Verzögerern gehören z.B. Zitronensäure und Eiweißhydrolysate.
[0026] Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es, wenn die Beschichtungsmasse beim Anmachen,
unabhängig vom zugegebenen Wasser, folgende Zusammensetzung aufweist: 60-95 Gew.%
Stuckgips, 0,01-1 Gew.% Celluloseether, 0,03-0,5 Gew.% Verzögerer, 0,05-1,0 Gew.%
Verflüssiger. Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn die Beschichtungsmasse bis
zu 25 Gew.% Kalksteinmehl und/oder bis zu 5 Gew.% PVAC-Dispersion enthält. Mit einer
solchen Beschichtungsmasse werden die Vliesfasern in der Platte besonders gut gehalten
und ist die Glasfaser-Abriebfestigkeit besonders gut gegeben. Das Kalksteinmehl ist
ein Füllstoff. Der Verflüssiger ist z.B. Ligninsulfonat, ein Naphtalinsulfonsäure-Kondensationsprodukt
oder ein Melaminharz.
[0027] Eine besonders zweckmäßige und vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung besteht
weiterhin darin, daß das Calciumsulfat ein Calciumsulfat-Anhydrit ist, der feinkörnig
mit einer Korngröße < 200 µm, vorzugsweise < 63 µm ist und teilweise abbindefähig
ist. Dieser spezielle Anhydrit läßt sich im vorliegenden Fall als Gipsbeschichtung
der Glasvlieslage vorsehen. Dieser Anhydrit besitzt ein vorteilhaftes Eindringvermögen
in die Vliesoberfläche und bildet mit Bindemittel und Vlies einen optimalen Haftverbund.
Der Anhydrit weist in der Regel einen Korngrößenmittelwert von d
50 zwischen 8 und 12 µm auf.
[0028] Bei der Fertigung der Gipsbauplatte tritt an der Formstation beim Auflegen der beschichteten
Glasvlieslage minimaler Calciumsulfat-Abrieb auf, der sich bei langen Produktionszeiten
sammelt. Wenn das Calciumsulfat der Beschichtungsrnasse Anhydrit ist, dann führt dieser
Calciumsulfat-Abrieb nicht zu Anbackungen an den Fertigungsanlagen. Besonders zweckmäßig
und vorteilhaft ist es in diesem Zusammenhang, wenn die Beschichtungsmasse beim Anmachen,
unabhängig vom zugegebenen Wasser, folgende Zusammensetzung aufweist: Mindestens 94
Gew.% Calciumsulfat-Anhydrit, 0,01-0,8 Gew.% Celluloseether, 0,01-1,0 Gew.% Verflüssiger
und maximal 02,% Netzmittel.
[0029] Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es auch, wenn die Beschichtungsmasse einen
Plastifizierer enthält. Der Plastifizierer ist nur in geringen Mengen, z.B. maximal
5 Gew.% vorhanden und z.B. ein Polyacrylat oder ein Styrol/Butadien. Der Plastifizierer
macht die Beschichtungsmasse plastisch und flexibel, was deren Fähigkeit, die Fasern
dauerhaft und fest zu umhüllen, verbessert.
[0030] Das organische Bindemittel, das im vorliegenden Fall in der Beschichtungsmasse vorgesehen
ist, ist z.B. Polyacrylat oder Styrolacrylat. Organische Bindemittel verschlechtern
in der Regel das Brandverhalten und erhöhen die Toxizität der entstehenden Rauchgase
im Brandfall. Bei der erfindungsgemäß hergestellten Gipsbauplatte kann aber der Bindemittelanteil
relativ gering gehalten werden. Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es also,
wenn das organische Bindemittel weniger als 6 Gew.% der trockenen Beschichtungsmasse
ausmacht. Das nicht oder fast nicht abgebundene, jedoch noch reaktive Calciumsulfat
der Beschichtungsmasse ermöglicht also eine Verringerung des Anteils an organischem
Bindemittel.
[0031] In einer weiteren Ausführungsform wird der Beschichtungsmasse bis zu 40 Gew.% Aluminiumhydroxid
oder Borsäure zugegeben. Auf diese Weise wird sichergestellt, daß die Gipsbauplatte
die Kriterien an Baustoffklasse A1 nach DIN 4102 erfüllt.
[0032] Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es auch, wenn bei der erfindungsgemäß hergestellten
Gipsbauplatte die Verhältnisse der mit der Calciumsulfat-Beschichtung versehenen Glasvlieslage
derart eingestellt sind, daß die Beschichtungsmasse oberflächlich einen Abrieb von
maximal 0,2 g hat. Dieser geringe Abrieb liegt vor, weil organisches Bindemittel,
Vlies und Calciumsulfat einen optimalen Haftverbund bilden.
[0033] Die Ermittlung der Abriebfestigkeit erfolgt dabei in Anlehnung an DIN 53109, "Prüfung
von Papier und Pappe: Bestimmung des Abriebs nach dem Reibradverfahren" und ISO 4586-2
"Abration resistance of decorative laminated sheets". Als Abriebgerät dient der Teldyne
Taber Standard Abrasion Tester. Auf die Reibräder wird das standardisierte Schmirgelpapier
S-33 aufgebracht. Jedes Reibrad wird mit einem Zusatzgewicht von 500 g belastet. Bei
der Prüfung läßt man die Reibräder mit dem Schmirgelpapier S-33 10 Umdrehungen lang
auf die Plattenoberfläche einwirken. Danach wird der Abrieb durch Bestimmung der Gewichtsdifferenz
ermittelt.
[0034] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäß hergestellten Gipsbauplatte liegt auch darin,
daß die Abhebefestigkeit nach weiterer Oberflächenbehandlung (Grundierung, Anstrich,
Tapete oder Putz) erhöht ist. Erfindungsgemäße Platten einer Anfertigung haben nach
der Herstellung eine mittlere Abhebefestigkeit von 0,34 N/mm
2, wobei der Mindestwert aus jeweils sechs Messungen quer über die Plattenbreite 0,23
N/mm
2 beträgt. Ein Teil der Platten wird mit einer wäßrigen Dispersionsgrundierung gestrichen,
der andere Teil mit einem Dünnputz auf Gipsbasis überzogen. Die mittlere Abhebefestigkeit
erreicht 0,42 N/mm
2 nach der Grundierung und 0,43 N/mm
2 nach dem Dünnputz-Auftrag: die Mindestwerte erhöhen sich auf 0,24 bzw. 0,28 N/mm
2.
[0035] Die Beschichtungsmasse auf der Basis von Calciumsulfat umfaßt beim Anmachen als anorganisches
Bindemittel entweder nur Halbhydrat oder nur Anhydrit. Die Kernmasse ist so zusammengesetzt,
wie es für Gipsbauplatten der hier zur Rede stehenden Art üblich ist und wie sie bei
herkömmlichen Gipskartonplatten verwendet wird. Die erfindungsgemäß hergestellte Gipsbauplatte
wird auf üblichen Herstellungsanlagen für Gipskartonplatten hergestellt. Die Gipsbauplatte
befindet sich nach ihrer Herstellung im unverarbeiteten Zustand, wenn sie gelagert
und/oder transportiert und/oder mechanisch befestigt wird. Ein verarbeiteter Zustand
liegt vor, wenn die Gipsbauplatte in ein Bauwerk eingebaut ist. Wenn die Beschichtungsmasse
bei der eingebauten Gipsbauplatte mit Tapete, Fliesen oder Folien belegt wird, so
nimmt sie Wasser auf und das Calciumsulfat kann teilweise rehydratisieren.
[0036] In der Zeichnung ist eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung dargestellt und
zeigt
- Fig.1
- eine Draufsicht mit Aufbrüchen auf ein Teil einer Gipsbauplatte mit beschichteter
Glasvlieslage,
- Fig.2
- eine Seitenansicht der Gipsbauplatte gemäß Fig.1,
- Fig. 3
- eine Seitenansicht einer Anlage zur Herstellung einer Gipsbauplatte,
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf die Anlage gemäß Fig. 3,
- Fig. 5
- eine Seitenansicht einer weiteren Anlage zur Herstellung einer Gipsbauplatte,
- Fig. 6
- eine Draufsicht auf die Anlage gemäß Fig. 5,
- Fig. 7
- einen Schnitt der Anlage gemäß Fig. 5 und 6 und
- Fig. 8
- eine Seitenansicht eines Gerätes zur Untersuchung von Gipsbrei,
- Fig.9
- eine Fotografie eines Schnittes der Gipsbauplatte gemäß Fig. 1 und
- Fig.10
- eine Fotografie eines Schnittes einer weiteren Gipsbauplatte.
[0037] Die Gipsbauplatte gemäß Fig.1 und 2 weist einen Plattenkern 1 auf, an dessen einer
Flächenseite sich eine Glasvlieslage 2 anschließt, die nach außen hin mit einer Calciumsulfat-Beschichtung
3 versehen ist. Die Glasvlieslage 2 ist in zwei schichtartige Bereiche 4,5 unterteilt,
wobei der eine Bereich 4 mit einer Beschichtungsmasse gefüllt ist, die auch die Beschichtung
3 bildet, und der andere Bereich 5 mit einer Kernmasse gefüllt ist, die auch den Plattenkern
1 bildet. Die Kernmasse und die Beschichtungsmasse berühren einander in der Glasvlieslage
2 entlang einer Trennfläche 6.
[0038] Die innige Berührung zwischen der Kernmasse und der Beschichtungsmasse läßt sich
anhand rasterelektronenmikroskopischer Aufnahmen zeigen. Fig. 9 zeigt den perfekten
Kontakt beider Schichten, die in die Glasvliesschicht eingedrungen sind. Bei der Fig.10
zugrunde liegenden Platte ist dem Stuckgips vor dem Mischen Eisenoxid zugesetzt. Mit
Hilfe der Elektronenstrahlmikrosonde wird festgestellt, wie weit die Kernmasse in
das Glasvlies eingedrungen ist. Wie man aus den Spektren erkennen kann, ist die Kernmasse
bis zu dem mit "2" bezeichneten Punkt eingedrungen. Die Stelle "1" zeigt keinen Eisen-Peak.
Da derartige Analysen in der Praxis zu aufwendig sind, wird das Ausmaß der Berührung
durch die Abhebefestigkeit beschrieben.
[0039] Die Calciumsulfat-Beschichtung 3 ist dünn wie ein Film und maximal 200 µm dick. Man
kann die Struktur des Vlieses durch die Beschichtung 3 hindurch erkennen, da sich
diese wie ein dünner Aufstrich auf dem Vlies darstellt.
[0040] Bei der Anlage gemäß Zeichnung wird von einer Rolle 10 eine Bahn eines beschichteten
Glasvlieses 11 gezogen, die über eine Formplatte 12 bewegt wird. Von einem Mischer
13 wird auf das beschichtete Glasvlies 11 Gipskernmasse gegeben, die einen abbindefähigen
Plattenkern 14 bildet und auch in das beschichtete Glasvlies 11 eindringt. Über die
Breite der Formplatte 12 erstrecken sich drei Querrüttler 15,16,17, die von unten
an dem beschichteten Glasvlies 11 angreifen.
[0041] Es sind weiterhin zwei Randrüttler 18 vorgesehen, die an den beiden Randstreifen
19 des beschichteten Glasvlieses 11 von unten angreifen.
[0042] Fig.5 und 6 verdeutlichen, wie vom Mischer 13 über mehrere Ausläufe 20 der Gipsbrei
auf das beschichtete untere Glasvlies 11 gebracht wird. Es sind hintereinander die
Querrüttler 16,17,18 vorgesehen, denen eine Absaugrichtung 21 zugeordnet ist, die
sich quer über das beschichtete Glasvlies 11 erstreckt. Es ist das Paar von Randrüttlern
18 vorgesehen, denen jeweils ein Antrieb 22 zugeordnet ist. Den Rüttlern folgt ein
Formtisch 23, vor dem ein oberes, beschichtetes Glasvlies 24 zugeführt wird und auf
die Gipskernmasse aufgelegt wird. Dem Formtisch 23 nachfolgend sind zwei Glättschienen
25 vorgesehen.
[0043] Gemäß Fig.7 ist auf das beschichtete Glasvlies 24 Gipskernmasse aufgelegt und zwar
auch im Bereich von Randstreifen 26. Die Randstreifen 26 gehen über einen Knickwinkel
27 von 90° in Umschlagbereiche 28 über. Dies ist mittels rechtwinkeliger Führungsschiene
29 erreicht, die die Umschlagbereiche hochklappen, während das beschichtete Glasvlies
11 weiterwandert.
[0044] Das Gerät gemäß Fig.8 besitzt eine Bodenplatte 30, auf der eine Glasplatte 31 liegt
und randwärts ein Ständer 32 steht. Der Ständer 32 trägt über einen Arm einen kegelstumpfförmigen
Behälter 33, der nach unten von einer Schließglasplatte 34 abgesperrt ist, die über
einen Schwenkarm am Ständer 32 gelagert ist. Der zu untersuchende Gipsbrei wird am
Austritt aus den Mischerausläufen 20 bzw. beim Auflaufen auf die Bahn entnommen, in
den Behälter 33 eingefüllt und oben mit einem Messer oder einer Spachtel abgezogen.
Die eingefettete Schließglasplatte 34 wird 15 sec nach der Entnahme des Gipsbreis
an den Mischerausläufen schnell ausgeschwenkt, so daß der Gipsbrei aus dem Behälter
33 auf die Glasplatte 31 nach unten fällt.
1. Verfahren zur Herstellung einer mit beschichtetem Glasvlies kaschierten Gipsbauplatte,
bei dem eine Bahn von beschichtetem Glasvlies (11) vorgesehen wird, das von einem
Glasvlies und einer trockenen Beschichtungsmasse gebildet ist, die eine Beschichtung
bildet und in das Glasvlies eingedrungen ist und
bei dem die sich waagerecht weiterbewegende Bahn von beschichtetem Glasvlies auf der
unbeschichteten Seite mit einem Strang von abbindefähiger Gipskernmasse versehen wird,
die in das Glasvlies eindringt und auf dem Glasvlies einen abbindefähigen Plattenkern
(14) bildet,
wobei die in das Glasvlies eindringende abbindefähige Gipskernmasse beim Auflaufen
auf die Bahn eine eingestellte Breikonsistenz aufweist und das beschichtete Glasvlies
(11) zwei in der Bahnebene liegende Randstreifen (26) bildet und
wobei an der fertigen Gipsbauplatte die Beschichtung samt Glasvlies an dem Plattenkern
an jeder Stelle über die Plattenebene hin mit einer rechtwinkelig zur Plattenebene
gemessenen Abhebefestigkeit gehalten ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Breikonsistenz der abbindefähigen Gipskernmasse auf einen Ausbreitungsdurchmesser
von mindestens 240 mm und höchstens 320 mm eingestellt ist,
wobei der Ausbreitungsdurchmesser derjenige eines Gipskernmassehaufens ist, der sich
aus einem, einen größeren Durchmesser von 101 mm, eine Höhe von 80 mm und einen kleineren
Durchmesser von 80 mm aufweisenden Kegelstumpf von abbindefähiger Gipskernmasse aus
Naturgips nach einem Fall über 200 mm oder aus REA-Gips nach einem Fall über 125 mm
ergibt, wobei der Fall 15 sec nach dem Auflaufen auf die Bahn erfolgt, und
daß an dem mit dem Strang von abbindefähiger Gipskernmasse versehenen beschichteten Glasvlies
(11) an mindestens zwei in Weiterbewegungsrichtung Abstand voneinander aufweisenden
Rüttelstellen (16,17) quer über die Bahnebene des Glasvlieses bis zu einer Berührung
von Kernmasse und Beschichtungsmasse gerüttelt wird,
das Ganze derart, daß die Abhebefestigkeit der fertigen Gipsbauplatte mindestens 0,15
N/mm2 beträgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Strang von abbindefähiger Gipskernmasse aufgebracht wird, indem von einem Hauptmischer
über einen mittigen Auslauf Brei auf die Bahn gebracht wird und von einem Kantenmischer
über je einen seitlichen Auslauf im Bereich der beiden Randstreifen Brei auf die Bahn
gebracht wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an einer nachfolgenden Rüttelstelle (18) zusätzlich an den beiden in der Bahnebene
liegenden Randstreifen (26) des beschichteten Glasvlieses (11) gerüttelt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Strang von abbindefähiger Gipskernmasse von oben mit einer oberen Bahn von beschichtetem
Glasvlies (24) belegt wird, das von einem Glasvlies und einer trockenen Beschichtungsmasse
gebildet ist, die eine Beschichtung bildet und in das Glasvlies eingedrungen ist,
und daß an mindestens einer oberen Rüttelstelle quer über die Bahnebene des oberen
Glasvlieses gerüttelt wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an der Bahn von beschichtetem Glasvlies (11) an dessen Unterseite quer über die Bahn
Luft aus dem von Beschichtungsmasse freien Bereich des Glasvlieses abgesaugt wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahn von beschichtetem Glasvlies (11) über die Randstreifen (26) überstehende
Umschlagbereiche (28) bildet, die anschließend an den Randstreifen mittels einer Führungsschiene
(29) um einen Knickwinkel (27) hochgeklappt werden, und daß das Hochklappen im Bereich
der unteren, sich quer erstreckenden Rüttelstellen um 90° erfolgt.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Breikonsistenz derart eingestellt wird und derart gerüttelt wird, daß eine mittlere
Abhebefestigkeit von mindestens 0,2 N/mm2 gegeben ist.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß hergestellt ist eine Gipsbauplatte mit beschichteter Glasvlieslage,
bei der mindestens eine Seite eines Plattenkerns (1) mit der Glasvlieslage (2) belegt
ist, deren dem ist, deren Plattenkern abgewendete Seite mit einer Calciumsulfat-Beschichtung
(3) versehen ist,
bei der Kernmasse den Plattenkern bildet und einerseits in die Glasvlieslage eingedrungen
ist und Beschichtungsmasse die Calciumsulfat-Beschichtung bildet und andererseits
in die Glasvlieslage eingedrungen ist, bei der die Beschichtungsmasse auf der Basis
eines Calciumsulfats gebildet ist und organisches Bindemittel enthält und
bei der die Kernmasse aus Calciumsulfat-Dihydrat gebildet ist,
wobei die Calciumsulfat-Beschichtung (3) samt Glasvlieslage (2) an dem Plattenkern
(1) an jeder Stelle über die Plattenebene hin mit einer rechtwinkelig zur Plattenebene
gemessenen Abhebefestigkeit haftet, und
bei der in dem kurz nach der Fertigung vorliegenden Zustand vorgesehen ist,
daß das Calciumsulfat der Beschichtungsmasse nicht oder fast nicht abgebunden ist und
daß die Kernmasse nahezu flächig durchgehend mit der Beschichtungsmasse in Berührung
gebracht ist derart, daß die Abhebefestigkeit mindestens 0,15 N/mm2 beträgt.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Versteifungsbeginn der Beschichtungsmasse mindestens 1,5 Std beträgt.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Versteifungsbeginn der Beschichtungsmasse mindestens 2,5 Std beträgt.
11. Verfahren nach Anspruch 8,9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Versteifungsbeginn der Beschichtungsmasse maximal 6 Std beträgt.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Versteifungsbeginn der Beschichtungsmasse maximal 5 Std beträgt.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß eine mittlere Abhebefestigkeit von mindestens 0,20 N/mm2 gegeben ist.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Calciumsulfat der Beschichtungsmasse Calciumsulfat-Halbhydrat ist, das Zusätze
enthält, die eine langsame Abbindegeschwindigkeit des Calciumsulfat-Halbhydrats bewirken.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschichtungsmasse beim Anmachen, unabhängig vom zugegebenen Wasser, folgende
Zusammensetzung aufweist: 60-95 Gew.% Stuckgips, 0,01-1 Gew.% Celluloseether, 0,03-0,5
Gew.% Verzögerer, 0,05-1,0 Gew.% Verflüssiger.
16. Verfahren nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschichtungsmasse bis zu 25 Gew.% Kalksteinmehl und/oder bis zu 5 Gew.% PVAC-Dispersion
enthält.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Calciumsulfat ein Calciumsulfat-Anhydrit ist, der feinkörnig mit einer Korngröße
< 200 µm ist und teilweise abbindefähig ist.
18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Korngröße des Calciumsulfat-Anhydrits < 63 µm ist.
19. Verfahren nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschichtungsmasse aus Calciumsulfat-Anhydrit einen Korngrößenmittelwert von
d50 zwischen 8 und 12 µm aufweist.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschichtungsmasse beim Anmachen, unabhängig vom zugegebenen Wasser, folgende
Zusammensetzung aufweist: Mindestens 94 Gew.% Calciumsulfat-Anhydrit, 0,01-0,8 Gew.%
Celluloseether, 0,01-1,0 Gew.% Verflüssiger und maximal 0,2% Gew.% Netzmittel.
21. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Calciumsulfat der Beschichtungsmasse bis auf einen Rehydrationsgrad von maximal
2% nicht abgebunden ist.
22. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschichtungsmasse einen Plastifizierer enthält.
23. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß der Abrieb der Beschichtungsmasse, gemessen mit dem Teledyne Taber Standard Abrasion
Tester in Anlehnung an ISO 4586-2 und DIN 53109, maximal 0,2 g beträgt.
24. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß das organische Bindemittel weniger als 6 Gew.% der trockenen Beschichtungsmasse ausmacht.
25. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschichtungsmasse bis zu 40 Gew. % Aluminiumhydroxid oder Borsäure enthält.
1. A method of manufacturing a plasterboard lined with coated glass fibre, in which a
sheet of coated glass fibre (11) is provided which is formed by a glass-fibre layer
and a dry coating mass forming a coating and penetrating the glass fibre, and in which
the horizontally advancing sheet of coated glass fibre is provided on the uncoated
side with a strand of hardenable gypsum core mass which penetrates the glass fibre
and forms a hardenable board core (14) thereon, wherein the hardenable gypsum core
mass penetrating the glass fibre has a preset pasty consistency when it flows onto
the sheet, and the coated glass fibre (11) forms two peripheral strips (26) lying
in the sheet plane, and wherein, in the finished plasterboard, the coating with the
glass fibre is held on the board core over the whole board plane with a peeling strength
measured at right angles to the board plane, characterised in that the pasty consistency of the hardenable gypsum core mass is set to a spreading diameter
of at least 240 mm and at most 320 mm, wherein the spreading diameter is that of a
gypsum core mass accumulation resulting from a truncated cone of hardenable gypsum
core mass of natural gypsum after dropping 200 mm or of gypsum from flue gas desulphurisation
after dropping 125 mm, the truncated cone having a larger diameter of 101 mm, a height
of 80 mm and a smaller diameter of 80 mm and the drop taking place 15 sec after flowing
towards the sheet, and in that, at at least two vibration points (16, 17) spaced apart in the feed direction, the
coated glass fibre (11) provided with the strand of hardenable gypsum core mass is
vibrated transversely over the sheet plane of the glass fibre until the core mass
and the coating mass contact one another so that the peeling strength of the finished
plasterboard is at least 0.15 N/mm2.
2. A method according to claim 1, characterised in that the strand of hardenable gypsum core mass is applied by paste being fed onto the
sheet from a main mixer via a central outlet and from an edge mixer via a respective
lateral outlet in the region of the two peripheral strips.
3. A method according to claim 1 or 2, characterised in that, at a subsequent vibration point (18), the two peripheral strips (26) of the coated
glass fibre (11) lying in the sheet plane are additionally vibrated.
4. A method according to claim 1, 2 or 3, characterised in that the strand of hardenable gypsum core mass is covered from above with an upper sheet
of coated glass fibre (24) formed by a glass-fibre layer and a dry coating mass forming
a coating and penetrating the glass fibre, and in that the upper glass-fibre layer is vibrated transversely over the sheet plane of the
upper glass-fibre layer at at least one upper vibration point.
5. A method according to any one of the preceding claims, characterised in that, on the underside of the sheet of coated glass fibre (11), air is sucked from the
region of the glass-fibre layer free of coating mass transversely over the sheet.
6. A method according to any one of the preceding claims, characterised in that the sheet of coated glass fibre (11) forms transition regions (28) projecting beyond
the peripheral strips (26) and subsequently bent upwards along the peripheral strips
through a bending angle (27) by means of a guide rail (29), and in that bending upwards takes place through 90° in the region of the lower, transversely
extending vibration points.
7. A method according to any one of the preceding claims,
characterised in that the pasty consistency is set and vibrated so that an average peeling strength of
at least 0.2 N/mm2 is produced.
8. A method according to any one of the preceding claims, characterised in that a plasterboard with a coated glass-fibre layer is manufactured, in which at least
one side of a board core (1) is covered with the glass-fibre layer (2), of which the
side remote from the board core is provided with a calcium sulphate coating (3), in
which core mass forms the board core and penetrates the glass-fibre layer on one side,
and coating mass forms the calcium sulphate coating and penetrates the glass-fibre
layer on the other side, in which the coating mass is formed on the basis of a calcium
sulphate and contains organic binder, and in which the core mass is formed from calcium
sulphate dihydrate, wherein the calcium sulphate coating (3) with the glass-fibre
mat (2) adheres to the board core (1) over the whole board plane with a peeling strength
measured at right angles to the board plane, and wherein the plasterboard is provided
in the state existing shortly after manufacture, in that the calcium sulphate of the coating mass is unset or barely set, and in that the core mass is brought into continuous contact with the coating mass in a virtually
planar manner in such a way that the peeling strength is at least 0.15 N/mm2.
9. A method according to claim 8, characterised in that the coating mass takes at least 1.5 hours to begin to harden.
10. A method according to claim 8 or 9, characterised in that the coating mass takes at least 2.5 hours to begin to harden.
11. A method according to claim 8, 9 or 10, characterised in that the coating mass takes a maximum of 6 hours to begin to harden.
12. A method according to any one of claims 8 to 11, characterised in that the coating mass takes a maximum of 5 hours to begin to harden.
13. A method according to any one of claims, characterised in that the average peeling strength is at least 0.20 N/mm2.
14. A method according to any one of claims 8 to 13, characterised in that the calcium sulphate of the coating mass is calcium sulphate hemihydrate which contains
additives effecting a slow setting speed of the calcium sulphate hemihydrate.
15. A method according to claim 14, characterised in that the coating mass, independently of the added water, has the following composition
when mixed: 60% - 95% by weight of plaster of Paris, 0.01% - 1% by weight of cellulose
ether, 0.03% - 0.5% by weight of retarder, 0.05% - 1.0% by weight of liquefier.
16. A method according to claim 14 or 15, characterised in that the coating mass contains up to 25% by weight of limestone powder and/or up to 5%
by weight of PVAC dispersion.
17. A method according to any one of claims 8 to 13, characterised in that the calcium sulphate is a fine-grained calcium sulphate anhydrite which has a particle
size < 200 µm and is partially hardenable.
18. A method according to claim 17, characterised in that the particle size of the calcium sulphate anhydrite is < 63 µm.
19. A method according to claim 17 or 18, characterised in that the coating mass of calcium sulphate anhydrite has an average particle size d50 of between 8 µm and 12 µm.
20. A method according to any one of claims 17 to 19, characterised in that the coating mass, independently of the added water, has the following composition
when mixed: at least 94% by weight of calcium sulphate anhydrite, 0.01% - 0.8% by
weight of cellulose ether, 0.01% - 1.0% by weight of liquefier and at most 0.2% by
weight of wetting agent.
21. A method according to claim 8, characterised in that the calcium sulphate of the coating mass is unset up to a rehydration level of at
most 2%.
22. A method according to any one of claims 8 to 21, characterised in that the coating mass contains a plasticiser.
23. A method according to any one of claims 8 to 22, characterised in that the abrasion of the coating mass, measured by the Teledyne Taber Standard Abrasion
Tester according to ISO 4586-2 and DIN 53109, is at most 0.2 g.
24. A method according to any one of claims 8 to 23, characterised in that the organic binder makes up less than 6% by weight of the dry coating mass.
25. A method according to any one of the preceding claims, characterised in that the coating mass contains up to 40% by weight of aluminium hydroxide or boric acid.
1. Procédé de production d'une plaque de construction en plâtre recouverte d'une nappe
de fibres de verre revêtue, dans lequel on prévoit une bande de nappe de fibres de
verre revêtue (11) qui est formée par une nappe de fibres de verre et par une masse
de revêtement sèche qui forme un revêtement et qui a pénétré dans la nappe de fibres
de verre, et dans lequel la bande, continuant à se déplacer horizontalement, de la
nappe de fibres de verre revêtue est pourvue, sur le côté non revêtu, d'un cordon
de masse formant noyau de plâtre susceptible de durcir qui pénètre dans la nappe de
fibres de verre et qui forme un noyau de plaque (14) susceptible de durcir sur la
nappe de fibres de verre, dans lequel la masse formant noyau de plâtre pénétrant dans
la nappe de fibres de verre et durcissable présente une consistance pâteuse adaptée
lors de la déposition sur la bande, et la nappe de fibres de verre revêtue (11) forme
deux rubans marginaux (26) situés dans le plan de la bande, et le revêtement sur la
plaque de construction en plâtre finie, y compris la couche de nappe en fibres de
verre sur le noyau de plaque, est retenu à chaque emplacement sur le plan de plaque
avec une résistance anti-soulèvement mesurée à angle droit par rapport au plan de
plaque, caractérisé en ce que la consistance pâteuse de la masse formant noyau de plâtre durcissable est adaptée
à un diamètre de propagation de 240 mm au minimum et de 320 mm au maximum, le diamètre
de propagation étant celui d'un tas de masse formant noyau de plâtre qui résulte à
partir d'un tronc de cône d'un grand diamètre de 101 mm, d'une hauteur de 80 mm et
d'un petit diamètre de 80 mm de la masse formant noyau de plâtre durcissable en plâtre
naturel après une chute sur 200 mm ou en plâtre de désulfuration de gaz de fumées
après une chute sur 125 mm, la chute ayant lieu 15 secondes après la déposition sur
la bande, et en ce que sur la nappe de fibres de verre revêtue (11) pourvue du cordon de masse formant noyau
de plâtre durcissable, on applique des secousses à au moins deux emplacements d'application
(16, 17) écartés l'un de l'autre en direction de poursuite de mouvement, perpendiculairement
au plan de bande de la nappe jusqu'à atteindre une venue en contact de la masse formant
noyau et de la masse de revêtement, et tout cela de telle sorte que la résistance
anti-soulèvement de la plaque de construction en plâtre finie s'élève à au moins 0,15
N/mm2.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on dépose le cordon de masse formant noyau durcissable en déposant de la pâte sur
la bande par un mélangeur principal via une sortie centrale et en déposant de la pâte
au niveau des deux rubans marginaux par un mélangeur latéral via une sortie latérale
respective.
3. Procédé selon l'une ou l'autre des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on applique des secousses à un emplacement d'application suivant (18) en supplément
sur les deux rubans marginaux (26) de la nappe revêtue (11) situés dans le plan de
la nappe.
4. Procédé selon l'une quelconques des revendications 1, 2 et 3, caractérisé en ce que l'on recouvre le cordon de masse formant noyau de plâtre durcissable depuis le haut
avec une bande supérieure de nappe de fibres de verre revêtue (24) qui est formée
par une nappe de fibres de verre et par une masse de revêtement sèche qui forme un
revêtement et qui a pénétré dans la nappe de fibres de verre, et en ce que l'on applique des secousses à au moins un emplacement d'application supérieur perpendiculairement
au-dessus du plan de bande de la nappe de fibres de verre supérieure.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que sur la bande de la nappe de fibres de verre revêtue (11), sur sa face inférieure,
on aspire de l'air perpendiculairement au-dessus de la bande hors de la zone, dépourvue
de masse de revêtement, de la nappe de fibres de verre.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la bande de la nappe de fibres de verre revêtue (11) forme des zones de rabattement
(28) dépassant au-delà des rubans marginaux (26) que l'on rabat ensuite au niveau
du ruban marginal vers le haut sur un angle de pliage (27) au moyen d'un rail de guidage
(29), et en ce que le rabattement vers le haut au niveau des emplacements d'application de secousses
inférieurs transversaux s'effectue sur 90°.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la consistance pâteuse est adaptée et secouée de telle manière qu'on obtient une
résistance anti-soulèvement moyenne d'au moins 0,2 N/mm2.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on réalise une plaque de construction en plâtre comportant une couche de nappe
de fibres de verre revêtue, dans laquelle au moins un côté d'un noyau de plaque (1)
est recouvert de la couche de nappe de fibres de verre (2) dont le côté détourné du
noyau de plaque est pourvu d'un revêtement (3) de sulfate de calcium, dans laquelle
la masse de noyau forme le noyau de plaque et a pénétré d'une part dans la couche
de nappe de fibres de verre et dans laquelle la masse de revêtement forme le revêtement
de sulfate de calcium et a pénétré d'autre part dans la couche de nappe de fibres
de verre, et dans laquelle la masse de revêtement est formée à base d'un sulfate de
calcium et contient un liant organique, et dans laquelle la masse formant noyau est
formée par du dihydrate de sulfate de calcium, le revêtement de sulfate de calcium
(3) y compris la couche de nappe de fibres de verre (2) adhère au noyau de plaque
(1) à chaque emplacement sur le plan de plaque avec une résistance anti-soulèvement
mesurée à angle droit par rapport au plan de plaque, et dans laquelle on prévoit,
dans l'état qui se présente peu après la fabrication, que le sulfate de calcium de
la masse de revêtement n'a pas pris ou pratiquement pas pris, et que la masse de noyau
est amenée en contact pratiquement sur toute la surface en continu avec la masse de
revêtement, de telle sorte que la résistance anti-soulèvement s'élève à au moins 0,15
N/mm2.
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que le début de la solidification de la masse de revêtement dure au moins 1,5 heures.
10. Procédé selon l'une ou l'autre des revendications 8 et 9, caractérisé en ce que le début de la solidification de la masse de revêtement dure au moins 2,5 heures.
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications 8, 9 et 10, caractérisé en ce que le début de la solidification de la masse de revêtement dure au maximum 6 heures.
12. Procédé selon l'une quelconque des revendications 8 à 11, caractérisé en ce que le début de la solidification de la masse de revêtement dure au maximum 5 heures.
13. Procédé selon l'une quelconque des revendications 8 à 12, caractérisé en ce que l'on obtient une résistance anti-soulèvement moyenne d'au moins 0,20 N/mm2.
14. Procédé selon l'une quelconque des revendications 8 à 13, caractérisé en ce que le sulfate de calcium de la masse de revêtement est un semi-hydrate de sulfate de
calcium qui contient des additifs qui provoquent un ralentissement de la vitesse de
prise du semi-hydrate de sulfate de calcium.
15. Procédé selon la revendication 14, caractérisé en ce que lors du gâchage, la masse de revêtement présente la composition suivante, indépendamment
de l'eau ajoutée : 60 à 95 % en poids de fleur de plâtre, 0,01 à 1 % en poids d'éther
cellulosique, 0,03 à 0,5 % en poids de retardateur, 0,05 à 1,0 % en poids de liquéfacteur.
16. Procédé selon l'une ou l'autre des revendications 14 et 15, caractérisé en ce que la masse de revêtement contient jusqu'à 25 % en poids de calcaire en poudre et/ou
jusqu'à 5 % en poids d'acétate de polyvinyle en dispersion.
17. Procédé selon l'une quelconque des revendications 8 à 13, caractérisé en ce que le sulfate de calcium est un anhydride de sulfate de calcium à grains fins avec une
taille de grains < 200 µm et partiellement durcissable.
18. Procédé selon la revendication 17, caractérisé en ce que la taille de grain de l'anhydride de sulfate de calcium est < 63 µm.
19. Procédé selon l'une ou l'autre des revendications 17 et 18, caractérisé en ce que la masse de revêtement de l'anhydride de sulfate de calcium présente une valeur granulométrique
moyenne d50 entre 8 et 12 µm.
20. Procédé selon l'une quelconque des revendications 17 à 19, caractérisé en ce que lors du gâchage, la masse de revêtement présente la composition suivante, indépendamment
de l'eau ajoutée : au moins 94 % en poids d'anhydride de sulfate de calcium, 0,01
à 0,8 % en poids d'éther cellulosique, 0,01 à 1,0 % en poids de liquéfacteur et au
maximum 0,2 % en poids d'agent mouillant.
21. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que le sulfate de calcium de la masse de revêtement n'a pas pris, exception faite d'un
taux de réhydratation de 2 % au maximum.
22. Procédé selon l'une quelconque des revendications 8 à 21, caractérisé en ce que la masse de revêtement contient un plastifiant.
23. Procédé selon l'une quelconque des revendications 8 à 22, caractérisé en ce que l'abrasion de la masse de revêtement, mesurée au moyen du testeur d'abrasion "Teledyne
Taber Standard" suivant les normes ISO 4586-2 et DIN 53109, s'élève à 0,2 g au maximum.
24. Procédé selon l'une quelconque des revendications 8 à 23, caractérisé en ce que le liant organique représente moins de 6 % en poids de la masse de revêtement sèche.
25. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la masse de revêtement contient jusqu'à 40 % en poids d'hydroxyde d'aluminium ou
d'acide borique.