[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein mit einem Türfeststeller baulich Vereinigtes Türscharnier
für Kraftwagentüren, insbesondere aus zwei vermittels eines Scharnierstiftes schwenkbar
miteinander verbundenen Scharnierflügeln, deren einer bleibend am Türkörper und deren
anderer lösbar an der Türsäule befestigt ist und einem Drehstabtürfeststeller bestehendes
Türscharnier, bei dem die Rasteinrichtung für das am freien Belastungsarm einer am
einen Scharnierflügel in herkömmlicher Weise festgelegten, C-oder S-förmigen Drehstabfeder
angeordnete Brems-und Halteglied des Türfeststellers an einer quer zur Scharnierachse
ausladenen Querwandung des anderen Scharnierflügels angeordnet bzw. ausgebildet sind,
wobei der andere Scharnierflügel insgesamt durch ein entsprechend gefaltetes Blechpressteil
gebildet und vermittels eines über ein erstes Befestigungsmittel in vorausgerichteter
und teilgesicherter Lage bleibend an der Türsäule festgelegtes, mit einer parallel
zur Scharnierachse ausgerichteten Anlagefläche für den Scharnierflügel versehenes
Zwischenteil und ein zweites Befestigungsmittel an der Türsäule befestigbar ist, wobei
das Zwischentzeil zugleich eine quert zur Scharnierachse gerichtete Ausladung, welche
den Scharnierstift des Türscharnieres entweder über- oder untergreift, ausgestattet
ist.
[0002] Im modernen Fahrzeugbau werden die Türen bereits an der Rohkarosserie in einer endgültigen
Ausrichtung zumindest vorläufig befestigt und dann zusammen mit der Rokarosserie lackiert.
Nach der gemeinsamen Lackierung von Karosserie und Türen müssen die Türen im Interesse
einer rationellen Arbeitsweise einerseits beim Einbringen der Innenausstattung der
Karosserie, z.B. Sitze, Dachhimmel, Armaturenbrett, Pedalerie und dergl. mehr, und
andererseits beim Aufgarnieren der Türen selbst, d.h. beim Einbau von Ausstattungsteilen,
wie Fensterheber, Türschloß und Innenverkleidung, wieder von der Karosserie getrennt
werden, um dann nach vollendeter Ausstattung von Türen und Karosserie erneut und in
der ursprünglich eingerichteten Lage wieder an die Fahrzeugkarosserie angeschlossen
zu werden. Zu diesem Zweck ist bereits eine Vielzahl von Ausgestaltungen für trennbare
Türscharniere bekannt geworden, wobei eine erste Ausgestaltung solcher trennbarer
Türscharniere dadurch charakerisiert ist, daß die beiden Scharnierflügel eines Scharnieres
mit dem ihnen zugeordneten Türanordnungsteil, Tür oder Türsäule jeweils bleibend verbunden
werden und das Türscharnier durch Abheben der einen Scharnierhälfte vom Scharnierstift
getrennt wird. Solche Ausgestaltungen sind aber für ein mit einem Türfeststeller baulich
vereinigtes Türscharnier nicht verwendbar. Bei einer anderen Ausgestaltung für trennbare
Türscharniere ist vorgesehen, daß das Türscharnier als solches nicht trennbar und
lediglich die eine Scharnierhälfte am einen Türanordnungsteil, meist der Türsäule,
durch Vermittlung eines Zwischenteiles oder Befestigungselementes lösbar befestigt
ist, in der Weise, daß das Zwischenteil oder Befestigungselement bereits an der Rohkarosserie
in einer ausgerichteten Lage bleibend an der Türsäule festgelegt und der zugehörige
Scharnierflügel lösbar, insbesondere mittels Schraubenbolzen, mit dem Zwischenteil
oder Befestigungselement verbindbar ist. Für solche Ausgestaltungen trennbarer Türscharniere
ist es, vor allem für mit einem Türfeststeller ausgestattete Türscharniere, auch bereits
bekannt, am Zwischenteil oder Befestigungselement eine quer zur Scharnierachse gerichtete
Ausladung vorzusehen, die mit einer Aufnahmebohrung für einen die Scharnierhöhe überragenden
Längenabschnitt des Scharnierstiftes versehen ist. Bei solcherart gestalteten und
mit einem Drehstabtürfeststeller ausgestatten trennbaren Türscharnieren ergeben sich
zum einen hinsichtlich der Montage und zum anderen hinsichtlich der sicheren Abstützung
der aus dem Türfeststeller resultierenden Kräfte dann gewisse Probleme, wenn der die
Rasteinrichtung des Türfeststellers tragende Scharnierflügel aus einem entsprechend
gefalteten Blechmaterialzuschnitt gebildet und zugleich auch der lösbar mit dem Zwischenteil
oder Befestigungselement zu verbindende Scharnierflügel ist.
[0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine lösbare Befestigung der letztgenannten
Bauart für ein mit einem Türfeststeller baulich vereinigtes Türscharnier, dessen lösbar
an der Türsäule zu befestigender Scharnierflügel aus einem gefalteten Blechmaterialzuschnitt
besteht und zugleich die Rasteinrichtung des Türfeststellers trägt, zu schaffen, welche
mit einer Mindestanzahl von losen Einzelteilen und zugleich auch mit einem Mindestaufwand
an Arbeitszeit sowohl für das Ausrichten der Türe in der Rohkarosserie samt dem Festlegen
des Zwischenteiles bzw. Befestigungselementes als das Wiedereinsetzen der Türe auskommt
und die zugleich auch eine sichere Aufnahme der aus dem Betrieb des Türfeststellers
resultierenden Kräfte in der Scharnierbefestigung gewährleistet. Darüberhinaus soll
die aus Türscharnier, Türfeststeller, Zwischenteil bzw. Befestigungselement bestehende
Anordnung vermittels einer Halteklammer zu einer Liefereinheit zusammenfaßbar sein,
derart, daß im Anlieferungszustand keine verlierbaren Einzelteile vorhanden sind.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß im Wesentlichen dadurch gelöst, daß der andere
Scharnierflügel vermittels eines zweiten, durch einen Schraubenbolzen gebildetes Befestigungsmittel,
welches gleichermaßen die Verbindung des Scharnierflügels mit dem Zwischenteil als
auch die gemeinsame Festlegung von Zwischenteil und Scharnierflügel an der Türsäule
bewirkt, lösbar an der Türsäule angeschlagen ist und daß in Verbindung damit die den
Scharnierstift über oder untergreifende Ausladung des Zwischenteiles einen Fortsatz
aufweist, welcher einer, vorzugsweise an der die Rastmarken für den Türfeststeller
tragenden Querwandung des anderen Scharnierflügels angreifend eine zusätzliche Abstützung
für die aus dem Betrieb des Türfeststellers resultierenden Kräfte bildet.
Diese Ausbildung eines Scharnieres und insbesondere seiner lösbaren Befestigung zeichnet
sich in hervorragender Weise dadurch aus, daß die aus dem Betrieb des Türfeststellers
resultierenden und stoßartig auftretenden Kräfte weitgehend unmittelbar durch das
Zwischenteil aufgenommen werden, mit der Folge, daß zum einen der aus einem Blechmaterial
bestehende Scharnierflügel und zum anderen insbesondere dessen Befestigung bzw. Befestigungsmittel
weitgehendst von diesen stoßartig und mit hohen Kraftspitzen auftretenden Kräften
entlastetet sind. Abgesehen, davon daß hierdurch auch der die Rasteinrichtung für
den Türfeststeller tragende Scharnierflügel leichter ausgebildet werden kann, kann
ein einziges als Schraubenbolzen ausgeführtes Befestigungsmittel verwendet werden,
um einerseits den Scharnierflügel am Zwischenteil bzw. Befestigungselement und andererseits
dieses zusammen mit dem Scharnierflügel endgültig an der Türsäule festzulegen. Hand
in Hand mit diesen Vorteilen ergibt sich naturgemäß auch die Möglichkeit die nunmehr
aus einer geringstmöglichen Anzahl von losen Einzelteilen bestehende Anordnung mittels
einer einfachen, z.B. aus einem Kunststoffmaterial hergestellten, Klammer zu einer
Liefereinheit ohne verlierbare Einzelteile zusammenzufassen.
[0005] In einer bevorzugten Gestaltungsform ist dann ferner vorgesehen, daß sich der Fortsatz
der den anderen Scharnierflügel über-oder untergreifenden Ausladung des Zwischenteiles
etwa in Richtung der Winkelhalbierenden des maximal zugelassenen Öffnungswinkels der
Türe erstreckt und mit einem Abstand sowohl zur Scharnierachse als auch zu dem das
zweite Befestigungsmittel des Zwischenteiles bildenden Schraubenbolzen an der die
Rasteinrichtung für das Brems-und Halteglied des Türfeststellers tragenden Querwandung
des anderen Scharnierflügels angreift.
Je nach Auslegung des Türfeststellers kann natürgemäß auch eine hiervon abweichende
Ausrichtung der den anderen Scharnierflügel über oder untergreifenden Ausladung des
Zwischenteiles vorgesehen sein, beispielsweise derart, daß der Fortsatz der den anderen
Scharnierflügel über-oder untergreifenden Ausladung des Zwischenteiles in Öffnungsrichtung
gesehen dessen Anlagefläche gegenüber in einem größeren Winkel als der Winkelhalbierenden
des maximal zugelassenen Öffnungswinkels der Türe ausgerichtet ist.
In der Praxis wird die Anpassung der Winkelstellung der Ausladung zur Anlagefläche
des Zwischenteiles jeweils nach den im Einzelfall aus der Geometrie der Türanlenkung
resultierenden Haupt-Kraftrichtungen der aus dem Betrieb des Türfeststellers resultierenden
Kräfte eine in der einen oder anderen Richtung geringfügig abweichende Ausrichtung
erfordern. Insbesondere kann als Gestaltungsform auch vorgesehen sein, daß die Ausladung
des Zwischenteiles über den an ihrem freien Ende angeordneten Zapfen oder Bolzen in
einer zwischen der zweiten Raste und dem Öffnungendanschlag der Rasteinrichtung des
Türfesstellers liegenden Ausrichtung an der Querwandung der anderen Scharnierhälfte
angreift.
[0006] In einer abgewandelten Ausgestaltung kann weiter abweichend von der vorgenannten
Ausbildung auch vorgesehen sein, daß die Ausladung des Zwischenteiles vermittels eines
in ihrem Endebereich angeordneten, zur Scharnierachse achsparallelen Zapfens oder
Bolzens an einer der die Rasteinrichtung für den Türfeststeller tragenden Querwandung
gegenüberliegenden Querwandung des anderen Scharnierflügels angreift.
[0007] Das Zwischenteil ist zweckmäßigerweise als einteiliges oder gebautes Formteil ausgebildet
ist und weist in der Draufsicht eine etwa V-förmige Grundrißform auf, wobei die eine
Hälfte dieser Grundrißform durch seine Anlagefläche an der Türsäule und die andere
Hälfte dieser Grundrißform durch die den Scharnierstift über oder untergreifende Ausladung
und deren die Querwandung des anderen Scharnierflügels abstützende Verlängerung gebildet
ist und wobei ferner die Spitze der V-fömigen Grundrißform im Bereich der Scharnierachse
angeordnet ist.
Hinsichtlich der Gestaltung der Ausladung des Zwischenteiles kann ergänzend vorgesehen
sein, daß die Ausladung des Zwischenteiles über ihre Länge hin eine von ihrer Wurzel
zu ihrem freien Ende hin abnehmende Materialstärke aufweist.
[0008] In einer ergänzenden Ausgestaltung des Zwischenteiles ist vorgesehen, daß die Ausladung
des Zwischenteiles dessen Anlagefläche benachbart eine der Aufnahme eines die andere
Scharnierhälfte überragenden Endbereiches des Scharnierstiftes zugeordnete Bohrung
aufweist und vermittels eines im Bereich ihres freien Endes angeordneten und achsparallel
zur Scharnierachse ausgerichteten Bolzens oder Zapfens formschlüssig mit der die Rasteinrichtung
des Türfeststeller tragenden oder der dieser gegenüberliegenden Querwandung der anderen
Scharnierhälfte im Eingriff steht.
[0009] Die Anordnung der Befestigungsmittel und der ihnen jeweils zugeordneten Durchgangsbohrungen
ist zweckmäßigerweise derart getroffen, daß die Durchgangsbohrungen für das erste
und das zweite Befestigungsmittel in dem die Anlagefläche bildenen Teil des Zwischenteiles
jeweils als quer zur Scharnierachse ausgerichtete Langlochbohrung ausgebildet sind
und wenigstens die dem zweiten Befestigungsmuittel zugeordnete Durchgangsbohrung dessen
Durchmesser gegenüber ein Übermaß aufweist, wobei die dem ersten Befestigungsmittel
zugeordnete Durchgangbohrung in der Anlagefläche des Zwischenteiles außerhalb deren
Überdeckungsbereich mit der anderen Scharnierhälfte angeordnet ist.
[0010] Schließlich wird noch ein Merkmal der Erfindung darin gesehen, daß das zweite durch
einen Schraubenbolzen gebildete Befestigungsmittel das einzige quer zur Scharnierachse
gerichtete Befestigungsmittel für den anderen Scharnierflügel bildet und diesen, das
Zwischenteil und die Türsäule durchgreifend ausgebildet ist, wobei dem zweiten Befestigungsmittel
eine Rundlochbohrung in der Scharnierhälfte und eine Langlochbohrung im Zwischenteil
zugeordnet ist.
[0011] Die Erfindung ist in der nachfolgenden Beispielsbeschreibung anhand eines in der
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles im Einzelnen beschrieben.
In der Zeichnung zeigt die
- Figur 1
- eine schaubildliche Darstellung eines mit einem Türfeststeller baulich vereinigten
Kraftwagentürscharnieres;
- Figur 2
- eine Draufsicht auf das Kraftwagentürscharnier nach Figur 1;
- Figur 3
- eine Stirnansicht des Kraftwagentürscharnieres nach Figur 1 oder 2;
- Figur 4
- eine Seitenansicht des Kraftwagentürscharnieres nach Figur 1 bis 3;
Das in der Zeichnung dargestellte, mit einem Türfeststeller baulich vereinigte Türscharnier
für Kraftwagentüren, besteht aus zwei vermittels eines Scharnierstiftes 1 schwenkbar
miteinander verbundenen Scharnierflügeln 2 und 3, deren einer 2 bleibend an dem in
der zeichnung nicht gezeigten Türkörper und deren anderer 3 lösbar an der in der Zeichnung
gleichfalls nicht gezeigten Türsäule befestigt ist und einem Drehstabtürfeststeller
4. Die aus zwei Rollen 5 und 6 sowie einem Endanschlag 7 bestehende Rasteinrichtung
für das durch den freien Belastungsarm 8 einer am einen Scharnierflügel 2 in herkömmlicher
Weise festgelegten S-förmigen Drehstabfeder 9 gebildete Brems-und Halteglied des Türfeststellers
4 ist an einer quer zur Scharnierachse 1 aus ladenden Querwandung des anderen Scharnierflügels
3 angeordnet. Der andere Scharnierflügel 3 ist insgesamt durch ein entsprechend gefaltetes
Blechpressteil gebildet und vermittels eines über ein erstes Befestigungsmittel 10
in vorausgerichteter und teilgesicherter Lage bleibend an der Türsäule festgelegtes,
mit einer parallel zur Scharnierachse ausgerichteten Anlagefläche 11 für den Scharnierflügel
3 versehenes Zwischenteil 12 und ein zweites durch einen Schraubenbolzen 13 Befestigungsmittel
an der Türsäule befestigbar. Das Zwischenteil 12 weist eine quer zur Scharnierachse
1 gerichtete Ausladung 14 auf, welche in einem spitzen Winkel zur Ebene der Anlagefläche
11 ausgerichtet ist und den Scharnierstift 1 übergreifend angeordnet ist. Die den
Scharnierstift 1 übergreifende Ausladung 14 des Zwischenteiles 12 weist einen Fortsatz
15 auf, welcher an der Querwandung 16 des anderen Scharnierflügels 3 anliegend eine
zusätzliche Abstützung für die aus dem Betrieb des Türfeststellers 4 resultierenden
Kräfte bildet. Das Zwischenteil 12 ist als einteiligens Formteil ausgebildet und weist
in der Draufsicht eine etwa V-förmige Grundrißform auf, wobei die eine Hälfte dieser
Grundrißform durch seine Anlagefläche 11 und die andere Hälfte dieser Grundrißform
durch die Ausladung 14 und deren Verlängerung 15 gebildet ist. Ferner weist die Ausladung
14 des Zwischenteiles 12 über ihre Länge hin eine von ihrer Wurzel zu ihrem freien
Ende hin abnehmende Materialstärke auf. In der Ausladung 14 des Zwischenteiles 12
ist dessen Anlagefläche 11 benachbart eine der Aufnahmebohrung 17 für einen die andere
Scharnierhälfte 3 überragenden Endbereich 18 des Scharnierstiftes 1 vorgesehen. Mit
der Querwandung 16 des anderen Scharnierflü gels 3 steht die Verlängerung 15 der Ausladung
14 vermittels eines achsparallel zur Scharnierachse 1 ausgerichteten Bolzens oder
Zapfens 19 formschlüssig im Eingriff. Bei im Ausführungsbeispiel dargestellten Gestaltungsform
ist dabei vorgesehen, daß die Ausladung 14/15 des Zwischenteiles 12 über den Zapfen
oder Bolzen 19 in einer zwischen der zweiten Raste 6 und dem Öffnungenanschlag 7 der
Rasteinrichtung des Türfesstellers liegenden Ausrichtung an der Querwandung 16 der
anderen Scharnierhälfte 3 angreift.
Die Durchgangsbohrungen 20 und 21 für das erste 13 und das zweite Befestigungsmittel
10 in dem die Anlagefläche 11 bildenen Teil des Zwischenteiles 12 sind jeweils als
quer zur Scharnierachse 1 ausgerichtete Langlochbohrung ausgebildet und weist wenigstens
die dem zweiten Befestigungsmittel 13 zugeordnete Durchgangsbohrung 21 dessen Durchmesser
gegenüber ein Übermaß auf. Ferner ist die dem ersten Befestigungsmittel 10 zugeordnete
Durchgangbohrung 20 ausserhalb deren Überdeckungsbereich mit der anderen Scharnierhälfte
3 in der Anlagefläche 11 des Zwischenteiles 12 angeordnet.
1. Mit einem Türfeststeller baulich vereinigtes Türscharnier für Kraftwagentüren, insbesondere
aus zwei vermittels eines Scharnierstiftes schwenkbar miteinander verbundenen Scharnierflügeln,
deren einer bleibend am Türkörper und deren anderer lösbar an der Türsäule befestigt
ist und einem Drehstabtürfeststeller bestehendes Türscharnier, bei dem die Rasteinrichtung
für das am freien Belastungsarm einer am einen Scharnierflügel in herkömmlicher Weise
festgelegten, C-oder S-förmigen Drehstabfeder angeordnete Brems-und Halteglied des
Türfeststellers an einer quer zur Scharnierachse aus ladenden Querwandung des anderen
Scharnierflügels angeordnet bzw. ausgebildet sind, wobei der andere Scharnierflügel
insgesamt durch ein entsprechend gefaltetes Blechpressteil gebildet und vermittels
eines über ein erstes Befestigungsmittel in vorausgerichteter und teilgesicherter
Lage bleibend an der Türsäule festgelegtes, mit einer parallel zur Scharnierachse
ausgerichteten Anlagefläche für den Scharnierflügel versehenes Zwischenteil und ein
zweites Befestigungsmittel an der Türsäule befestigbar ist, wobei das Zwischentzeil
zugleich eine quert zur Scharnierachse gerichtete Ausladung, welche den Scharnierstift
des Türscharnieres entweder über- oder untergreift, ausgestattet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß der andere Scharnierflügel (3) vermittels eines zweiten, durch einen Schraubenbolzen
gebildeten Befestigungsmittels (13), welches gleichermaßen die Verbindung des Scharnierflügels
(3) mit dem Zwischenteil (12) als auch die gemeinsame Festlegung von Zwischenteil
(12) und Scharnierflügel (3) an der Türsäule bewirkt, lösbar an der Türsäule angeschlagen
ist und daß in Verbindung damit die den Scharnierstift (1) über oder untergreifende
Ausladung (14) des Zwischenteiles (12) einen Fortsatz (15) aufweist, welcher an der
die Rastmarken (5,6, 7) für den Türfeststeller (7) tragenden Querwandung des anderen
Scharnierflügels angreifend eine zusätzliche Abstützung für die aus dem Betrieb des
Türfeststellers (4) resultierenden Kräfte bildet.
2. Türscharnier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Fortsatz (15) der
den anderen Scharnierflügel über-oder untergreifenden Ausladung (14) des Zwischenteiles
(12) etwa in Richtung der Winkelhalbierenden des maximal zugelassenen Öffnungswinkels
der Türe erstreckt und mit einem Abstand sowohl zur Scharnierachse (1) als auch zu
dem das zweite Befestigungsmittel des Zwischenteiles (12) bildenden Schraubenbolzen
(13) an der die Rasteinrichtung für das Brems-und Halteglied des Türfeststellers (4)
tragenden Querwandung des anderen Scharnierflügels (3) angreift.
3. Türscharnier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Fortsatz (15) der den
anderen Scharnierflügel (3) über-oder untergreifenden Ausladung (14) des Zwischenteiles
(12) in Öffnungsrichtung gesehen dessen Anlagefläche (11) gegenüber in einem größeren
Winkel als der Winkelhalbierenden des maximal zugelassenen Öffnungswinkels der Türe
ausgerichtet ist.
4. Türscharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenteil
(12) als einteiliges oder gebautes Formteil ausgebildet ist und in der Draufsicht
eine etwa V-förmige Grundrißform aufweist, wobei die eine Hälfte dieser Grundrißform
durch seine Anlagefläche (11) an der Türsäule und die andere Hälfte dieser Grundrißform
durch die den Scharnierstift über oder untergreifende Ausladung (14) und deren die
Querwandung (16) des anderen Scharnierflügels (3) abstützende Verlängerung (15) gebildet
ist.
5. Türscharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausladung
des Zwischenteiles (12) dessen Anlagefläche (11) benachbart eine der Aufnahme eines
die andere Scharnierhälfte (3) überragenden Endbereiches (18) des Scharnierstiftes
(1) zugeordnete Bohrung (17) aufweist und vermittels eines im Bereich ihres freien
Endes angeordneten und achsparallel zur Scharnierachse (1) ausgerichteten Bolzens
oder Zapfens (19) formschlüssig mit der die Rasteinrichtung des Türfeststeller tragenden
Querwandung der anderen Scharnierhälfte (3) im Eingriff steht.
6. Türscharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausladung
(14) des Zwischenteiles (12) vermittels eines in ihrem Endebereich angeordneten, zur
Scharnierachse (1) achsparallelen Zapfens oder Bolzens (19) an einer der die Rasteinrichtung
für den Türfeststeller (4) tragenden Querwandung gegenüberliegenden Querwandung (16)
des anderen Scharnierflügels (3) angreift.
7. Türscharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausladung
(14) des Zwischenteiles (12) über ihre Länge hin eine von ihrer Wurzel zu ihrem freien
Ende hin abnehmende Materialstärke aufweist.
8. Türscharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausladung
(14) des Zwischenteiles (12) über den an ihrem freien Ende angeordneten Zapfen oder
Bolzen (19) in einer zwischen der zweiten Raste (6) und dem Öffnungenanschlag (7)
der Rasteinrichtung des Türfeststellers (4) liegenden Ausrichtung an der Querwandung
(16) der anderen Scharnierhälfte (3) angreift.
9. Türscharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchgangsbohrungen
(20,21) für das erste (10) und das zweite Befestigungsmittel (13) in dem die Anlagefläche
(11) bildenen Teil des Zwischenteiles (12) jeweils als quer zur Scharnierachse ausgerichtete
Langlochbohrung ausgebildet sind und wenigstens die dem zweiten Befestigungsmittel
(13) zugeordnete Durchgangsbohrung dessen Durchmesser gegenüber ein Übermaß aufweist.
10. Türscharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die dem
ersten Befestigungsmittel (10) zugeordnete Durchgangbohrung in der Anlagefläche (11)
des Zwischenteiles (12) außerhalb deren Überdeckungsbereich mit der anderen Scharnierhälfte
(3) angeordnet ist.
11. Türscharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite
durch einen Schraubenbolzen (13) gebildete Befestigungsmittel das einzige quer zur
Scharnierachse (1) gerichtete Befestigungsmittel für den anderen Scharnierflügel (3)
bildet und diesen, das Zwischenteil (12) und die Türsäule durchgreifend ausgebildet
ist, wobei dem zweiten Befestigungsmittel (13) eine Rundlochbohrung in der Scharnierhälfte
(3) und eine Langlochbohrung im Zwischenteil (12) zugeordnet ist.