(19)
(11) EP 0 702 431 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
22.04.1998  Patentblatt  1998/17

(21) Anmeldenummer: 95117361.6

(22) Anmeldetag:  15.01.1993
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6H01R 13/71, H01R 31/08, H01R 13/703

(54)

Schalterstecker

Switch connector

Connecteur à interrupteur


(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE FR GB IT

(30) Priorität: 05.02.1992 DE 4203239

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
20.03.1996  Patentblatt  1996/12

(62) Anmeldenummer der früheren Anmeldung nach Art. 76 EPÜ:
93100585.4 / 0555653

(73) Patentinhaber: ept Guglhör Buching GmbH & Co. elektronische Präzisionstechnik
D-87642 Halblech (DE)

(72) Erfinder:
  • Guglhör, Bernhard
    D-87641 Buching (DE)

(74) Vertreter: Herrmann-Trentepohl, Werner, Dipl.-Ing. 
Patentanwälte Herrmann-Trentepohl Grosse - Bockhorni & Partner Forstenrieder Allee 59
81476 München
81476 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
CH-A- 649 871
DE-U- 9 109 488
US-A- 5 071 362
DE-A- 2 131 171
US-A- 4 778 396
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schalterstecker für einen Leistenverbinder an elektronischen Schaltungen, insbesondere an Datenbusplatinen für die Steuerung von Maschinen, wobei der Leistenverbinder aus einer Buchsenleiste zur Aufnahme der Kontaktmesser einer Messerleiste besteht.

    [0002] Datenbusplatinen sind Funktionselemente in Schaltungen der elektronischen Datenverarbeitung, die den Datentransport zwischen einzelnen Schaltungskomponenten wie Mikroprozessoren und Ein- oder Ausgabeelementen steuern. Bei elektronisch gesteuerten Maschinen ist es erforderlich, je nach dem spezifischen Einsatz der gesteuerten Maschine universell einsetzbare Datenbusplatinen an die anzusteuernden Maschinenkomponenten anzupassen und dabei insbesondere, je nach den konkreten Schaltungserfcrdernissen, Datenkanäle zu öffnen, zu schließen oder innerhalb der Datenbusplatine kurzzuschließen.

    [0003] Bei einer Vielzahl von Anwendungen ergibt sich insbesondere, daß bestimmte Schaltungsteile der Datenbusplatinen kurzgeschlossen werden sollen, sobald eine externe Steuerungskomponente durch Entfernen der üblicherweise benutzten Messer-Leistenverbinder entkoppelt wurde. Dieser Kurzschluß konnte bislang z.B. durch Messerleisten realisiert werden, die anstelle des die Verbindung mit der externen Steuerungskomponente herstellenden Leistenverbinders an die Platine angesetzt werden und besondere Kurzschlußleitungen zwischen den einzelnen Messerkontakten enthalten.

    [0004] DE-A 21 31 171 offenbart eine Steckverbindung mit zwei Steckverbindern, wobei einer der Steckverbinder zwei Buchsenkontakte und andere zwei Stiftkontakte aufweist, und in dem einen Steckverbinder eine vorgespannte Kurzschlußbrücke zwischen zwei Kontakten existiert, worin ein Betätigungsglied, das an dem anderen Steckverbinden angeordnet ist, beim Zusammenstecken der beiden Steckverbinder eingreift, wodurch diese Kurzschlußbrücke getrennt wird, wobei die Steckverbindung dadurch gekennzeichnet ist, daß die Kurzschlußbrücke gegen die Kontakte des Steckverbinders im wesentlichen senkrecht zur Steckvorrichtung vorgespannt ist. Dieses Betätigungsglied ist nicht in dem Grundkörper, sondern vielmehr in der Messerleiste angeordnet, um einen Kontakt zwischen mindestens zwei Buchsen, die in dem Grundkörper liegen, herzustellen, oder zu unterbrechen. Zudem sind die Kontaktelemente dieser Steckverbindungen nicht mit Schaltfahnen an den jeweiligen Federelementen ausgerüstet.

    [0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Schalterstecker für einen Leistenverbinder an elektronischen Schaltungen, insbesondere für Datenbusplatinen, anzugeben, der automatisch eine Kurzschlußbrücke jeweils zwischen mindestens zwei Anschlüssen der elektronischen Schaltung aufbaut, sobald die Messerleiste, die entsprechend eine Verbindung z. B. zu einer externen Steuerungskomponente herstellt, entfernt wird.

    [0006] In US-A-5,071,362 und in der Offenlegungsschrift DE 27 33 157 ist ein Schalterstecker mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 offenbart. In DE-U-91 09 488 und CH-C-649 871 sind weitere elektrische Steckverbindung beschrieben.

    [0007] Diese Aufgabe wird durch einen Schalterstecker mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen definiert.

    [0008] Der Gegenstand der Erfindung wird im folgenden anhand der beigefügten Figuren erläutert. Es zeigen:
    Fig. 1a
    die Seitenansicht eines Ausschnittes der Buchsenleiste eines Steckverbinders gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung;
    Fig. 1b
    ein Schnitt entlang der in Fig. 1a angegebenen Linie A-B;
    Fig. 2a
    die Seitenansicht eines Ausschnittes der Buchsenleiste eines Steckverbinders gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung;
    Fig. 2b
    eine Schnittdarstellung entlang der Linie A-B in Fig. 2a; und
    Fig. 2c
    eine Schnittdarstellung entlang der Linie C-D in Fig. 2a.


    [0009] In Fig. 1a ist die Seitenansicht eines Steckverbinders entsprechend der Norm DIN 41612 ausschnittsweise dargestellt. Der Leistenkörper 1 nimmt die starren Kontaktstifte 2 auf, die zu dem externen Anschluß führen. Die Kontaktstifte 2 stehen in elektrischer Verbindung mit den im Crundkörper 11 eingesetzten Buchsen 21. Der aus Kunststoffmaterial gefertigte Grundkörper 11 wird mit den Stützelementen 4 am Leistenkörper 1 angeordnet. Die Halterungs- und Führungselemente 3 entsprechen den bekannten Funktionsteilen zur Fixierung der Buchsen 21, die durch die trichterförmigen Öffnungen 5 die Messerkontakte (nicht eingezeichnet) zur Verbindung mit einer externen Schaltung aufnehmen. Ein Steckverbinder entsprechend der ausschnittsweisen Darstellung ist in der Regel mit 96 Kontakten bestückt.

    [0010] Die Buchsen 21 weisen in Längsrichtung gemäß Fig. 1b (Schnitt entlang der Linie A-B in Fig. 1a) ein U-förmiges Profil auf, auf dessen Boden im Bereich der Einpreßzone unterhalb der trichterförmigen Öffnungen 5 jeweils ein Paar federnder Elemente 211, 212 angebracht ist, das der federnden Aufnahme der gesteckten Messerkontakte dient. Entsprechend dem dargestellten Ausführungsbeispiel des Schalterstekkers ist jeweils ein Blatt 211 der federnden Elemente 211, 212 durch die Ausbildung von Schaltfahnen 41 derart verlängert, daß sich die Schaltfahnen im Bereich zwischen den Einpreßzonen der beiden Buchsen überlappen.

    [0011] Die Schaltfahnen 41 werden durch Einsetzen des Messerkontaktes zwischen die federnden Elemente 211, 212 auseinandergedrückt, so daß zwischen ihnen kein elektrischer Kontakt entstehen kann, solange die Messerleiste gesteckt ist. Sobald die federnden Elemente 211, 212 von dem spreizenden Messerkontakt entlastet werden, kommen die Schaltfahnen 41, wie in Fig. 1b dargestellt, miteinander in Berührung, wodurch eine Kurzschlußbrücke zwischen den benachbarten Buchsen aufgebaut wird.

    [0012] Entsprechend dem in den Fig. 2a-2c dargestellten Ausführungsbeispiel des Schaltersteckers werden die Buchsen 22 zur Verbindung der gesteckten Messerkontakte mit den Kontaktstiften der Leiterplatte (nicht eingezeichnet) durch die bandförmigen, federnd angebrachten Schenkel 221 gebildet, die in ihrem Kopfbereich eine S-förmige Biegung zur Aufnahme des Messerkontaktes aufweisen. Weiterhin sind die Buchsen 22 in ihrem Kopfbereich durch die Schaltfahnen 222 verbreitert. Diese Schaltfahnen ragen in Richtung der benachbarten Buchse über einen zwischen den Buchsen in dem isolierenden Gehäuse angebrachten metallischen Kontakteinsatz 223, wobei im Falle von durch einen eingesetzten Messerkontakt gespreizten Buchsen 22 die Schaltfahnen 222 derart von den Kontakteinsätzen 223 weggebogen werden, daß zwischen ihnen kein elektrischer Kontakt entstehen kann. Wird der Messerkontakt jedoch entfernt, so schließt sich der Kontakt zwischen den Schaltfahnen 222 und dem Kontakteinsatz 223, so daß die Kurzschlußbrücke zwischen den benachbarten Buchsen gebildet wird.

    [0013] Der Schalterstecker gemäß der erfindungsgemäßen Ausführungsform kann je nach den gewünschten Eigenschaften des Schaltungsanschlusses derart modifiziert werden, daß für bestimmte Buchsenpaare die Kontakteinsätze 223 aus dem Grundkörper entfernt werden, um somit gegebenenfalls die Ausbildung einer Kurzschlußbrücke zu verhindern.

    [0014] Die anhand der Ausführungsbeispiele dargestellte Kontaktierung von jeweils zwei benachbarten Buchsen kann im Prinzip auch auf eine Vielzahl von Buchsen gemeinsam angewendet werden. Außerdem ist die Anwendung des erfindungsgemäßen Schalterstückes auch bei Buchsenleisten möglich, die nur ein Buchsenpaar enthalten.


    Ansprüche

    1. Schalterstecker umfassend

    einen isolierenden Grundkörper (12),

    eine Mehrzahl von Buchsen (22) in dem Grundkörper (12) mit Federelementen (221) zur federnden Aufnahme von Kontaktmessern einer Messerleiste,

    Kontaktelemente (222, 223), die eine elektrisch leitende Verbindung zwischen mindestens zwei Buchsen herstellen, solange die Messerleiste nicht steckt, und diese Verbindung unterbrechen, sobald die Messerleiste sitzt,

       dadurch gekennzeichnet, daß

    die Kontaktelemente gebildet werden aus metallischen Kontakteinsätzen (223) im Grundkörper und Schaltfahnen (222) an den jeweiligen Federelementen (221), die über die Kontakteinsätze ragen, wobei

    die Kontakteinsätze (223) in den Grundkörper (12) entsprechend speziellen Schaltungsanforderungen einfügbar oder entfernbar sind.


     
    2. Schalterstecker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der isolierenden Grundkörper (12) im Bereich der Einpreßzonen der jeweils zu verbindenden Buchsen die Kontakteinsätze (223) enthält und daß jede Buchse (22) zwei bandförmige, federnd angebrachte Schenkel (221) umfaßt, welche die Federelemente bilden.
     
    3. Schalterstecker nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltfahnen (222) benachbarter Buchsen miteinander über die Kontakteinsätze in elektrisch leitender Verbindung stehen, wenn die Schenkel (221) entlastet sind, und diese Verbindung unterbrochen ist, sobald die Schenkel (221) durch Einsetzen der Messerleiste auseinandergedrückt werden.
     


    Claims

    1. A switch connector including

    an insulating base body (12),

    a plurality of sockets (22) in the base body (12) with spring element (221) for resiliently accommodating contact blades of a terminal strip,

    contact elements (222, 223), which produce an electrically conductive connection between at least two sockets, so long as the terminal strip is not inserted, and interrupt this connection, as soon as the terminal strip is in position,

       characterised in that

    the contact elements are constituted by metallic contact inserts (223) in the base body and switch lugs (222) on the respective spring elements (221), which project beyond the contact inserts, whereby

    the contact inserts (223) in the base body (12) are insertable into the base body (12) in accordance with special circuit requirements or are removable.


     
    2. Switch contact as claimed in Claim 1, characterised in that the insulating base body (12) includes the contact inserts (223) in the region of the pressing in zones of the sockets to be connected and that each socket (22) includes two strip-shaped, resiliently mounted limbs (221) which constitute the spring elements.
     
    3. Switch contact as claimed in Claim 2, characterised in that the switch lugs (22) of adjacent sockets are electrically conductively connected together via the contact inserts when the limbs (221) are unloaded, and this connection is interrupted as soon as the limbs (221) are forced apart by insertion of the terminal strip.
     


    Revendications

    1. Connecteur à interrupteur comprenant :

    - un corps de base (12) isolant,

    - une pluralité de douilles (22) dans le corps de base (12) pourvues d'éléments à ressort (221) destinés à recevoir avec élasticité des couteaux de contact d'une réglette de couteaux,

    - des éléments de contact (222, 223) qui établissent une liaison électriquement conductrice entre au moins deux douilles tant que la réglette de couteaux n'est pas enfichée et qui interrompent cette liaison dès que la réglette à couteaux est en place,

    caractérisé en ce que les éléments de contact sont formés par des inserts de contact (223) métalliques dans le corps de base et des talons de contact (222) sur les éléments à ressort (221), qui dépassent des inserts de contact, les inserts de contact (223) pouvant être insérés dans le corps de base (12) ou en être extraits en fonction d'exigences de commutation particulières.
     
    2. Connecteur à interrupteur selon la revendication 1, caractérisé en ce que le corps de base (12) isolant contient les inserts de contact (223) dans la région des zones d'enfoncement des douilles à relier et que chaque douille (22) comprend deux branches (221) en forme de bandes montées avec élasticité qui forment les éléments à ressort.
     
    3. Connecteur à interrupteur selon la revendication 2, caractérisé en ce que les talons de contact (222) de douilles voisines sont en liaison électriquement conductrice entre eux par l'intermédiaire des inserts de contact lorsque les branches (221) sont détendues et cette liaison est interrompue lorsque les branches (221) sont écartées l'une de l'autre par la mise en place de la réglette à couteaux.
     




    Zeichnung