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EP 0 703 093 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.04.1998 Patentblatt 1998/17 |
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Anmeldetag: 18.08.1995 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B41N 7/04 |
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Walze für ein Feuchtwerk einer Druckmaschine
Cylinder for the dampening device of a printing machine
Cylindre pour le dispositif de mouillage d'une machine à imprimer
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB LI |
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Priorität: |
24.09.1994 DE 4434181
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.03.1996 Patentblatt 1996/13 |
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Patentinhaber: MAN Roland Druckmaschinen AG |
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63075 Offenbach (DE) |
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Erfinder: |
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- Sondergeld, Werner, Dr.
D-63067 Offenbach/Main (DE)
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Vertreter: Marek, Joachim, Dipl.-Ing. |
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c/o MAN Roland Druckmaschinen AG
Patentabteilung/FTB S,
Postfach 10 12 64 63012 Offenbach 63012 Offenbach (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 428 893 FR-A- 2 276 932 GB-A- 2 270 279
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DE-A- 4 321 183 GB-A- 2 170 226 US-A- 4 893 151
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Walze für ein Feuchtwerk einer Druckmaschine, welche
universell einsetzbar ist. Sie ist beispielsweise als Feuchtduktor, Dosierwalze oder
Feuchtreiberwalze verwendbar.
[0002] Es sind eine Vielzahl Von Werkstoffen, Überzüge bzw. Oberflächenstrukturen für Feuchtwalzen
bekannt. Feuchtwerke weisen im wesentlichen Walzen aus Stahl, Gummi bzw. textilen
Bezügen auf. Teilweise wird die Benetzbarkeit der Walzenoberfläche erst durch Zuhilfenahme
von Hydrophilierungsmitteln möglich. Darüberhinaus ist aus der EP 0 400 621 A2 eine
feuchtwalze bekannt, deren Grundkörper mit Keramik/Metallkarbiden beschichtet ist.
Mittels spezieller Verfahren (Laser/radioaktiver Strahlung) werden Vertiefungen in
die Beschichtung eingebracht um die Feuchtmittelführung zu erhöhen. Nachteilig bei
dieser Walzenart ist es, daß bei Reduzierung bzw. Wegfall von Alkohol als Feuchtmittelzusatz
die Benetzbarkeit der Walzen (Feuchtmittelführung) abnimmt. Da eine stabile feuchtmittelführung
nicht mehr gewährleistet ist, entstehen Farbschwankungen (das Farb-/Wassergleichgewicht
wird gestört) und Passerschwierigkeiten.
[0003] Aus der DE 4 229 700 A1 ist eine weitere feuchtwerkswalze bekannt, die gute hydrophile
Eigenschaften besitzen soll. Nachteilig ist hierbei, daß die Silicium-Metall-Oberfläche
Poren aufweist und versiegelt werden muß um drucktechnische Nachteile zu vermeiden,
was eine aufwendige Herstellung darstellt.
[0004] Gemäß der US 4 893 151 ist eine Walze als Entwicklungswalze in einer tonerverarbeitenden
Kopiermaschine bekannt. Die Walze besitzt eine äußere Beschichtung, welche aus TiCN
besteht, sowie eine rauhe Oberfläche. Die Rauhigkeit ist für die Menge des transportierten
Toners wichtig, weil sonst die Bildqualität sich verschlechtert.
[0005] Schließlich ist aus der EP-A 0 428 893 eine Walze als mit einer Rakel in Funktionsverbindung
stehende Rasterwalze für die Farbdosierung in einem Druckwerk bekannt. Die Walze ist
mehrschichtig aufgebaut und ist im wesentlichen aus einem Werkstoff mit einem temperaturabhängigen
Formgedächtnis gebildet. Die Rasterstruktur der Walze besitzt zusätzlich eine Verschleißschutzschicht,
die aus TiN, TiAlN oder TiCN besteht.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Walze für ein Feuchtwerk zu entwickeln, deren
Manteloberfläche eine hohe Benetzbarkeit mit Wasser bzw. Feuchtmittel aufweist. Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß nach dem Kennzeichen des Hauptanspruches gelöst. Weiterbildungen
ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0007] Eine Feuchtwalze dieser Art besitzt eine Beschichtung, die aus TiALN (Titanaluminiumnitrid)
oder TiCN (Titancarbonitrid) besteht und eine rauhe Oberfläche besitzt. Diese erfindungsgemäße
Beschichtung gewährleistet eine ausgezeichnete hydrophile Eigenschaft der Walze. Durch
eine Beschichtung dieser Art wird die Feuchtmittelführung verbessert und die Druckqualität
erhöht. Es wird ein ausreichend dicker und gleichmäßiger Feuchtmittelfilm erzielt,
wobei der Anteil von Alkohol entfällt oder nur in geringem Maße (< 6%) erforderlich
ist. Der Zusatz von Alkohol oder auch Alkoholersatzstoffen zum Feuchtmittel kann somit
sehr gering bleiben bzw. völlig entfallen. Zur Verbesserung der Haftfähigkeit zwischen
Grundkörper und äußeren Beschichtung kann eine Zwischenschicht aufgebracht werden.
Diese Zwischenschicht besteht vorzugsweise aus Mattchrom. Die äußere Beschichtung
ist vorzugsweise eine PVD-Schicht (PVD = Physical Vapour Deposition).
[0008] Die Erfindung soll an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Dabei zeigt:
- Fig. 1
- eine Feuchtwalze in schematischer Darstellung,
- Fig. 2 und 3
- den Querschnitt der Feuchtwalze mit dem jeweiligen Schichtaufbau.
[0009] In Fig. 1 ist eine Walze 1 dargestellt, die zwei Walzenzapfen 2 aufweist und einen
Grundkörper 3, der konzentrisch angeordnete Schichten 4, 5 trägt. Gemäß Fig. 2 ist
ein Querschnitt durch den Grundkörper 3 erkennbar, auf dem eine Zwischenschicht 4
und konzentrisch dazu die äußere Schicht 5 angeordnet ist. Gemäß Fig. 3 ist auf dem
Grundkörper 3 die äußere Schicht 5 direkt konzentrisch angeordnet. Für die Anordnung
gemäß Fig. 2 ist die Zwischenschicht 4 als Mattchromschicht mit einer Rauhigkeit von
Rz 2,0 bis 10,0, einer Härte von etwa 900 HV und einer Schichtdichte von ca. > 0,05
mm aufgebracht. Die äußere Beschichtung 5 ist als PVD-Hartstoffbeschichtung, bestehend
aus TiALN oder TiCN mit einer Härte von etwa 1500 bis 3500 HV und einer Schichtdicke
von 2 bis 10 µm angeordnet. Gemäß Fig.3 ist die äußere Schicht 5 (TiALN oder TiCN)
direkt (ohne Zwischenschicht 4) konzentrisch auf dem Grundkörper 3 angebracht mit
einer Härte von 1500 - 3500 HV und einer Schichtdicke von 2 - 10 µm.
[0010] Die vorliegende Beschichtung weist eine sehr gute Benetzbarkeit zur Feuchtmittelführung
auf. Der Alkohol bzw. die Alkoholersatzstoffe werden auf einen geringen Prozentsatz
reduziert bzw. können ganz entfallen. Dies hat den Vorteil, daß gesundheits- und umweltschädliche
Mittel auf ein unbedenkliches Maß reduziert bzw. vollkommen entfallen können. Das
Farb-/Feuchtmittel-Gleichgewicht kann schneller eingestellt werden und bleibt während
des Druckporzesse stabil
Bezugszeichenaufstellung
[0011]
- 1
- Walze
- 2
- Zapfen
- 3
- Grundkörper
- 4
- Zwischenschicht
- 5
- äußere Schicht
1. Walze für ein Feuchtwerk einer Druckmaschine mit einem ein- oder mehrschichtig auf
einem Grundkörper angeordneten Mantel,
dadurch gekennzeichnet,
daß die äußere Beschichtung (5) des Mantels aus TiAlN oder TiCN besteht und eine rauhe
Oberfläche besitzt.
2. Walze nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf dem Grundkörper (3) die äußere Beschichtung (5), bestehend aus TiAlN oder
TiCN, konzentrisch angeordnet ist.
3. Walze nach den Ansprüche 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der äußeren Beschichtung (5) und dem Grundkörper (3) eine Zwischenschicht
(4), bestehend aus Mattchrom, konzentrisch angeordnet ist.
4. Walze nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die äußere Schicht (5) eine Schichtdicke von 2 - 10 µm und eine Härte von 1500
- 3500 HV sowie eine Rauhigkeit von Rz 2 - 10 µm aufweist.
1. Roller for a damping unit of a printing press with a one or multi-layer cover arranged
on a base body, characterised in that the outer coating (5) of the cover consists
of TiAlN or TiCN and has a rough surface.
2. Roller according to Claim 1, characterised in that arranged on the base body (3) concentrically
is the outer coating (5) consisting of TiAlN or TiCN.
3. Roller according to Claims 1 and 2, characterised in that between the outer coating
(5) and the base body (3) there is concentrically arranged an intermediate layer (4)
consisting of matt chromium.
4. Roller according to Claim 1, characterised in that the outer layer (5) has a layer
thickness of 2 - 10 µm and a hardness of 1500 - 3500 HV as well as a roughness Rz of 2 - 10 µm.
1. Rouleau destiné à un dispositif de mouillage d'une machine d'impression, comportant
une enveloppe disposée en une ou plusieurs couches sur un corps de base,
caractérisé en ce que
le revêtement extérieur (5) de l'enveloppe est en TiAlN ou TiCN, et possède une
surface rugueuse.
2. Rouleau selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le revêtement extérieur (5) en TiAlN ou TiCN est disposé de façon concentrique
sur le corps de base (3).
3. Rouleau selon les revendications 1 et 2,
caractérisé en ce que
une couche intermédiaire (4) en chrome mat est disposée de façon concentrique entre
le revêtement extérieur (5) et le corps de base (3).
4. Rouleau selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la couche extérieure (5) a une épaisseur de 2 à 10 µm et une dureté de 1 500 à
3 500 HV, ainsi qu'une rugosité Rz de 2 à 10 µm.