[0001] Vorliegend Erfindung betrifft eine Blisterpackung aus einem Bodenteil und einem Deckelteil
aus bahnförmigem Verpackungsmaterial, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 wobei
der Bodenteil bleibend eingeförmte Vertiefungen aufweist, die von Schultern umgeben
sind, und der Deckteil bleibend eingeformte Vertiefungen aufweist, die von Schultern
umgeben sind und Bodenteil und Deckelteil bezüglich der Öffnungen der Vertiefungen
auf einer Ebene liegen und Bodenteil und Deckteil im Bereich der Ebene über ihre Schultern
ganz oder teilflächig miteinander verbunden sind, und die bezüglich der Ebene symmetrisch
angeordneten Vertiefungen von Bodenteil und Deckelteil Höfe bilden, und in den Höfen
der Inhalt befindlich ist.
[0002] Sogenannte Blister- oder Durchdrückpackungen sind bekannt. Beispielsweise werden
Kunststoffolien oder Kunststofflaminate oder Kunststofflaminate, enthaltend eine Metallfolie,
derart getieft, dass eine Mehrzahl von Vertiefungen oder Näpfchen entstehen. Zwischen
den einzelnen Vertiefungen bilden sich Schultern aus. Die Schultern laufen vollständig
um jede Vertiefung und bilden eine ebene Schultefläche. Die derart vorbereiteten Materialien
bilden den Bodenteil einer Blisterpackung aus. Die Bodenteile können mit den Inhaltsstoffen
befüllt werden. Bekannt ist als Inhaltsstoff z.B. Tabletten, Kapseln, Dragées usw.
aus dem pharmazeutischen Bereich, einzeln oder allenfalls zu zweien, in jede Vertiefung
einzufüllen. Anschliessend wird der Bodenteil, in der Regel mit einer Metallfolie,
wie einer Aluminiumfolie oder einem Folienverbund, welcher beispielsweise eine Siegelschicht
und eine Metallfolie enthalt, durch Siegeln über die Siegelschicht verschlossen. Zur
Entnahme des Inhaltes, beispielsweise einer Tablette oder Kapsel, wird von der Bodenteilseite
her die Vertiefung eingedrückt und die Tablette oder Kapsel drückt von innen gegen
den metallfolienhaltigen Deckel über der Vertiefung. Durch die Inelastizität des Deckelmaterials
platzt der Deckel auf und gibt den Inhalt frei.
[0003] Bei bekannten Blisterpackungslösungen, die, wie oben beschrieben, aus einem mit Vertiefungen
versehenen Bodenteil und einem glatten Deckelteil hergestellt werden, sind relativ
grosse Materialstärken vonnöten, um nach dem Tiefen genügend Wanddicke zu haben, und,
gemessen an der Grösse der Vertiefungen, sind relativ breite Schultern Voraussetzung
für eine praxisgerechte Blisterpackung.
[0004] Aus der EP-A-0 118 975 ist eine Blisterpackung aus einem Gemisch aus cellulosischen
Fasern und/oder Stapelfasern und fibrilliertem thermoplastischen Polymer bekannt geworden.
Aus dem Material können durch Falten symmetrische Blisterpackungen erzeugt werden.
Die Anforderungen an Verformbarkeit und Dichtigkeit eines Packstoffes für Blisterpackungen
können mit diesem polymeren Material nicht erfüllt werden.
[0005] Aus der US-A-2,578,444 ist eine Packung mit Vertiefungen, die auch symmetrisch angeordnet
sein können, bekannt. Als Packstoff wird Celluloseacetat vorgeschlagen. Die Eigenschaften
dieses Materials sind den gestellten Anforderungen nicht gewachsen.
[0006] Die EP-A-0 587 957 beschreibt eine Verpackung für Suppositoren, beispielsweise symmetrischen
Querschnittes. Die thermoplastischen Kunststoffe als Packstoffe, auch in Form von
Laminaten usw., können nicht allen Ansprüchen, die z.B. für pharmazeutische Produkte
gefordert werden, entsprechen.
[0007] Aufgabe vorliegender Erfindung ist eine Blisterpackung vorzuschlagen, welche, insbesondere
bei relativ grossen Inhaltsstoffen, wie z .B. Kapseln mit pharmazeutischen Präparaten,
es ermöglicht das Tiefen zu vereinfachen. Ferner sollen kleinere Schulterflächen vorgesehen
werden und trotzdem soll eine sichere Siegelung zwischen Bodenteil und Deckelteil
erreicht werden.
[0008] Erfindungsgemäss wird dies bei einer Blisterpackung nach dem Obergriff des Anspruchs
1 dadurch erreicht, dass das bahnförmige Verpackungsmaterial für den Bodenteil oder
den Deckelteil oder für Boden- und Deckelteil eine erste Schicht in einer Dicke von
12 bis 50 µm aus einem Film aus orientiertem Polyamid, eine zweite Schicht aus einer
16 bis 50 µm dicken Aluminiumfolie und eine dritte Schicht aus einer 5 bis 15 µm dicken
Siegelschicht oder eine dritte Schicht aus einer 30 bis 80 µm dicke Folie aus Polyvinylchlorid
enthält.
[0009] Eine Blisterpackung kann eine Reihe von bleibend eingeformten Vertiefungen oder zwei
oder mehrere Reihen von solchen Vertiefungen, wobei die Reihen der Vertiefungen parallel
zueinander verlaufen, aufweisen. Die Höfe können, auf die Länge einer Blisterpackung
bezogen, auf gleicher Höhe oder versetzt gegeneinander angeordnet sein. Die Schultern
bilden zweckmassig eine ebene Schulterfläche aus. Die Blisterpackung stellt in der
Regel einen Abschnitt oder Stanzling aus einem endlosen bahnförmigen Verpackungsmaterial
dar.
[0010] Zweckmässig sind Blisterpackungen, die durch Formen eines einzigen Verpackungsmaterialstreifens
oder zweier Verpackungsmaterialstreifen gleichen oder unterschiedlichen Verpakkungsmaterials
erzeugt wurden, wobei das Formen der Vertiefungen insbesondere durch ein einziges
Formwerkzeug erfolgen kann. Nach dem gemeinsamen Formen kann das Deckelmaterial über
das Bodenmaterial umgelegt werden. Die Vertiefungen, sowohl für den Bodenteil. wie
für den Deckelteil, werden insbesondere bleibend (permanent) und in ihren endgültigen
Abmessungen in das Verpackungsmaterial eingeformt und die Vertiefungen des Bodenteils
stehen anschliessend der Befüllung mit dem Inhalt als Aufnahmeschale zur Verfügung.
Der Deckelteil mit den eingeformten Vertiefungen wird nach dem Befüllen über den Bodenteil
gebracht und die beiden Teile gegenseitig über die Schultern festgelegt, wobei der
Inhalt sich im so geschaffenen Hof oder Kavität befindet, ohne dass der Inhalt beispielsweise
eine weitere Verformung des Verpackungsmaterials bewirkt.
[0011] Bevorzugt ist eine Blisterpackung, bei welcher eine der langslaufenden Seitenkanten
ein entlang einer Symmetrielinie gefaltetes bahnförmiges Verpackungsmaterial darstellt.
Die Blisterpackungen können ein Zwischenprodukt darstellen, und eine endgültig in
den Handel gelangende Blisterpackung kann ein Stanzling aus diesem Zwischenprodukt
sein. Das Zwischenprodukt kann durch weitere Bearbeitung, z.B. um die gefaltete Seitenkante
zu entfernen oder um der Blisterpackung in ihren Umfangsformen zu gestalten, durch
Schneiden oder Stanzen verändert werden. Beispielsweise kann eine Blisterpackung zwischen
den einzelnen Höfen --im Bereich der Schultern -- Schwächungen oder Perforationen
aufweisen, welch es ermöglichen, Einzelportionen abzutrennen. Im weiteren kann beispielsweise
im Randbereich bei jeder Einzelportion eine Schwächung, einen Einschnitt, eine Kerbung
oder dergleichen aufweisen, welche es ermöglichen, die Blisterpackung soweit zu zerstören,
dass der Hof freigelegt und der Inhalt entnommen werden kann. Ferner können z.B. im
Bereich der Überschneidungen der längs- und querlaufenden Perforationen jeweils Stanzlöcher
angebracht werden. Die Stanzlöcher bilden für die Einzelportionen dann Aufreisslaschen
aus.
[0012] Die erfindungsgemässe Blisterpackung wird aus bahnförmigen Verpackungsmaterial wie
in Anspruch 1 definiert gefertigt.
[0013] Die einzelnen Schichten resp. Folien können beispielsweise durch Klebstoffe und/oder
Haftvermittler gegenseitig festgelegt werden. Die Laminate können wie oben beschrieben,
beispielsweise durch Extrudieren, Coextrudieren, Kaschieren oder Extrusionskaschieren
hergestellt werden. Die einzelnen Schichten können zur Verbesserung der gegenseitigen
Haftung beispielsweise auch einer Plasma- oder Koronabehandlung unterzogen werden.
[0014] Es ist ebenfalls möglich, genannte Folien und Laminate zu bedrucken oder einen Konterdruck
aufzubringen, den Kunststoff einzufärben usw. Eine Siegelschicht wird insbesondere
auf jener Seite der Folien oder Laminate angebracht, welche an der daraus erzeugten
Blisterpackung die Schultern bilden und welche die Öffnungen der Vertiefung umgibt.
[0015] Erfindungsgemäß enthält das Verpackungsmaterial, ein erste Schicht einer Dicke von
12 bis 50 µm, bevorzugt 20 bis 30 µm, aus einem Film aus orientiertem Polyamid, eine
zweite Schicht einer Dicke von 16 bis 50 µm, bevorzugt 20 bis 45 µm, Aluminiumfolie.
und eine dritte Schicht, eine Siegelschicht, zweckmässig einen Heissiegellack in einer
Dicke von 5 bis 15 µm, zweckmässig 5 bis 9 µm oder eine dritte Schicht aus einer 50
bis 70 µm dicken Folie aus Polyvinylchlorid.
[0016] Zwischen der Folie aus orientiertem Polyamid und der Aluminiumfolie kann eine Kaschierkleberschicht,
z.B. in einer Dicke von 3 bis 5 µm, z.B. ein Polyurethankleber, und eine Primerschicht,
z.B. in einer Dicke von 1,5 bis 3 µm, z.B. aus Epoxyharz, angeordnet sein.
[0017] Die Schicht aus orientiertem Polyamid dient als Dehnungsvermittler im Tiefungsprozess
und kommt bei der fertigen Blisterpackung vorteilhaft nach aussen zu liegen. Die Siegelschicht
liegt dementsprechend nach innen und damit gegen den Boden- resp. Deckelteil.
[0018] Zwischen der Aluminiumfolie und dem Film aus orientiertem Polyamid kann eine Kaschierkleberschicht,
z.B. in einer Dicke von 3 bis 5 µm, z.B. ein Polyurethankkleber und, oder nur, eine
z.B. 1,5 bis 3 µm dicke Primerschicht, z.B. aus Epoxyharz angeordnet werden.
[0019] Zwischen der Aluminiumfolie und der Folie aus PVC kann eine Schicht in einer Dicke
von 3 bis 5 µm eines Kaschierklebers, beispielsweise eines Polyurethanklebers, angeordnet
werden.
[0020] Die angewendeten Verpackungsmaterialien weisen zweckmässig ein solches Mass an Steifigkeit
auf, dass sie zu Vorratsrollen gerollt und beispielsweise in maschinellen Prozessen
auch wieder abgerollt und durch die entsprechenden Verarbeitungsmaschinen geführt
werden können. Nach dem Anbringen der Vertiefungen, durch die versteifende Wirkung
der Vertiefungen, ergeben sich dann im wesentlichen formstabile Bodenteile und Deckelteile.
[0021] Die Form und Höhe der Vertiefungen im Bodenteil und Deckelteil können z.B. symmetrisch
sein, d.h. der Deckelteil bildet das Spiegelbild des Bodenteils. Jede Vertiefung im
Bodenteil hat eine spiegelbildliche gleiche Vertiefung im Deckelteil und die beiden
Vertiefungen zusammen bilden einen symmetrischen Hof.
[0022] Bevorzugt weisen Bodenteil und Deckelteil Vertiefungen umsymmetrischer Höhe auf.
Die Form und Lage der Öffnung jeder Vertiefung im Bodenteil und die zugeordnete Öffnung
jeder Vertiefung im Deckelteil sind jedoch gleich und liegen deckungsgleich übereinander.
[0023] Jeweils eine Vertiefung im Bodenteil und eine Vertiefung im Deckelteil bilden zusammen
jeweils einen Hof oder eine Kavität mit einer lichten Höhe x. Die Höhe x jeden Hofes
kann zu 1/10 bis 9/10, zweckmassig 5/10 bis 9/10, aus der Vertiefung im Bodenteil
und zu 9/10 bis 1/10, zweckmässig 5/10 bis 1/10, aus der Vertiefung im Deckelteil
gebildet sein.
[0024] Vorzugsweise beträgt der Anteil der Höhe der Vertiefung im Bodenteil 6/10 bis 9/10
und insbesondere 7/10 bis 9/10, der lichten Höhe x. Die Vertiefungen im Bodenteil
haben zweckmässig die Form einer Halbschale mit einem Einschlagwinkel von 30 bis 60°,
vorzugsweise 45°.
[0025] Vorzugsweise beträgt der Anteil der Höhe der Vertiefung im Deckelteil 4/10 bis 1/10
und insbesondere 3/10 bis 1/10, der lichten Höhe x. Die Vertiefungen im Deckelteil
weisen vorteilhaft Seitenwände z.B. mit einem Einschlagwinkel von 60 bis 90° auf und
weisen eine ebene Deckfläche auf.
[0026] Diese ebene Deckfläche kann z.B. bedruckt oder mit Etiketten beklebt werden.
[0027] Das Verfahren zur Herstellung der Blisterpackungen aus bahnförmigen Verpackungsmaterial
umfasst das Anbringen von Vertiefungen am bahnförmigen Verpackungsmaterial, Befüllen
des den Bodenteil bildenden Bahnmaterials, Überdecken des Bodenteils mit Deckelmaterial
und Verbinden von Bodenteil und Deckelmaterial.
[0028] Nach vorliegender Erfindung weist ein bahnförmiges Verpackungsmaterial vorteilhaft
eine langslaufende Symmetrieline oder n längslaufende Symmetrielinien und n - 1 Trennlinien
auf, wobei n eine Zahl von 2 oder grösser, z.B. von 2 bis 6, ist, und die Blisterpackung
in nachfolgenden Schritten erzeugt wird:
a) Beidseitig parallel jeder Symmetrielinie werden wenigstens eine Reihe von Vertiefungen,
die durch umlaufende Schultern begrenzt sind, im bahnförmigen Verpackungsmaterial
erzeugt, und
b) das bahnförmige Verpackungsmaterial wird entlang der Symmetrielinie(n) geschwächt,
und entlang der Trennlinie(n) aufgetrennt, und
c) nach Schritt a) oder b) werdem die Vertiefungen im bahnförmigen Verpackungsmaterial
auf einer Seite der Symmetrielinie mit dem Inhalt befüllt werden und somit der Bodenteil
gebildet, und
d) die unbefüllte Seite des bahnförmigen Materials -- auf der andern Seite der Symmetrielinie
-- wird entlang der Symmetrielinie derart umfaltet, dass der umgefaltete Teil des
bahnförmigen Verpackungsmaterials einen Deckelteil bildet, und sich die Schultern
von Bodenteil und Deckelteil berühren, und
e) die sich berührenden Schultern vom Bodenteil und Deckelteil werden vollflächig
oder teilflächig miteinander verbunden, wobei jede Vertiefung des Bodenteils von einer
Vertiefung im Deckelteil überdeckt wird, und die Vertiefungen des Bodenteils und die
Vertiefungen des Deckelteils bilden Höfe und der Inhalt ist in den Höfen aufgenommen.
[0029] In abgewandelter Ausführungsform kann das Verpackungsmaterial in zwei Bahnen von
Verpackungsmaterial vorliegen. Das Verpackungsmaterial jeder Bahn kann gleich oder
verschieden sein. Die längslaufende Symmetrielinie befindet sich zwischen den beiden
Bahnen und die Bahnen laufen symmetrisch und parallel durch die nachfolgenden Schritte
a) und c).
[0030] Die Blisterpackungen werden in nachfolgenden Schritten erzeugt:
a) beidseitig parallel der Symmetrielinie werden an den beiden Verpackungsmaterialien
wenigstens eine Reihe von Vertiefungen, die durch umlaufende Schultern begrenzt sind,
erzeugt, wobei die Vertiefungen beispielsweise zweckmässig in beiden Bahnen durch
ein Werkzeug gleichzeitig erzeugt werden,
b) dieser Schritt entfällt, da bereits zwei unabhängige Bahnen vorhanden sind,
c) nach Schritt a) werden die Vertiefungen im bahnförmigen Verpackungsmaterial auf
einer Seite der Symmetrielinie mit dem Inhalt befüllt und somit der Bodenteil gebildet,
und
d) das unbefüllte bahnförmige Verpackungsmaterial -- auf der anderen Seite der Symmetrielinie
-- wird derart umlenkt, dass dieses bahnförmige Verpackungsmaterial, den Deckelteil
bildet und sich die Schultern von Bodenteil und Deckelteil berühren, und
e) die sich berührenden Schultern von Bodenteil und Deckelteil werden vollflächig
oder teilflächig miteinander verbunden, wobei jede Vertiefung des Bodenteils von einer
Vertiefung im Deckelteil überdeckt wird, und die Vertiefungen im Bodenteil und im
Deckelteil bilden Höfe, und der Inhalt in den Höfen aufgenommen ist.
[0031] Das Anbringen der Vertiefungen im bahnförmigen Verpackungsmaterial kann beispielsweise
durch Tiefen wie Strecken, Streckziehen oder Tiefziehen und insbesondere durch Umformen
mittels Formstempeln aus der reinen Dehnung des Verpackungsmaterials heraus erfolgen.
Das Kaltumformen wird besonders bevorzugt. Das Anbringen der Vertiefungen kann kontinuierlich
oder schrittweise erfolgen. Zweckmässig erfolgt das Anbringen der Vertiefung insbesondere
an einem endlos, z.B. ab einer Materialrolle, zugespiesenen bahnförmigen Verpakkungsmaterial.
Das Umformen mittels Formstempel kann intermittierend erfolgen, wobei ein Niederhalter
das bahnförmige Verpackungsmaterial festlegt und ein Formwerkzeug die Vertiefungen
aus der Dehnung heraus in einem Stempelverfahren formt.
[0032] Im Falle des ersten beschriebenen Verfahrens kann das bahnförmige Verpackungsmaterial
beispielsweise durch Perforieren oder durch Kerben oder Einschneiden durch einen Teil
der Dicke hindurch, entlang der Symmetrielinie(n), geschwächt werden.
[0033] Die Vertiefungen werden derart gelegt, dass sich zwischen wenigstens zwei Reihen
von Vertiefungen eine Symmetrielinie legen lässt, und die Vertiefungen und auch die
Schulterbereiche zwischen der Vertiefungen spiegelsymmetrisch sich über die ganze
Bahnlänge fortsetzen. Wird auf jeder Seite der Symmetrielinie mehr als eine Reihe
von Vertiefungen angeordnet, so können die Vertiefungen auf gleicher Achse oder verschoben
gegeneinander vorliegen. Das Merkmal, dass die Vertiefungen spiegelbildlich entlang
einer Symmetrielinie liegen müssen, bleibt jedoch erhalten. Entsprechend der Bahnbreite
und des Verfahrens kann es zweckmässig sein, mehrere Symmetrielinien vorzusehen. Zwischen
zwei Symmetrielinien kommt dann sinngemäss eine Trennlinie zu liegen. Die Trennlinie
läuft parallel zur Symmetrielinie und wie der Name aussagt, wird im späteren Verlauf
des Bearbeitungsprozesses das bahnförmige Material entlang der Trennlinie längs getrennt.
[0034] Sind in der Bahnbreite zwei Symmetrielinien vorgesehen, ergibt sich daraus eine dazwischenliegende
Trennlinie, sind drei Symmetrielinien vorgesehen, ergeben sich daraus zwei Trennlinien
usw. Anschliessend nach dem Anbringen der Vertiefungen wird das bahnförmige Verpackungsmaterial
entlang der Symmetrielinie oder entlang den Symmetrielinien geschwächt, oder entlang
der Trennlinien aufgetrennt.
[0035] Unmittelbar nach dem Anbringen der Vertiefungen oder auch nach dem Schwächen und
Trennen können die Vertiefungen im bahnförmigen Verpackungsmaterial jeweils auf einer
Seite der Symmetrielinie mit dem Inhalt befüllt werden. Der Inhalt kann beispielsweise
Pillen, Dragées, Tabletten, Kapseln, Weichgelatinekapseln, Ampullen, alle beispielsweise
enthaltend pharmazeutische Wirkstoffe in ihren galenischen Formulierungen, sein. Es
ist auch möglich, Genuss- und Nahrungsmittel derart zu verpacken. Dies können beispielsweise
Süssigkeiten, Gewürze oder dergleichen sein. Im weitesten Sinne können solche Vertiefungen
auch mit technischen Artikeln, wie Batterien in Form von Knopfzellen oder filigranen
Bestandteilen für Maschinen oder Apparate, oder elektronischen Bauteilen z.B. für
den Ersatzteilhandel befüllt werden.
[0036] Die Inhaltsstoffe werden in die Vertiefungen auf einer Seite der Symmetrielinie eingefüllt
und diese Seite des mit Vertiefungen versehenen Verpackungsmaterials bildet somit
einen Bodenteil. Auf der andern Seite der Symmetrielinie befinden sich spiegelbildlich
angeordnet die weiteren Vertiefungen. Diese Vertiefungen sind unbefüllt. Wie vorstehend
beschrieben, kann fallweise das bahnförmige Verpackungsmaterial entlang der Symmetrielinie
geschwächt sein. Selbstredend kann diese Schwächung auch erst im Zeitpunkt nach der
Befüllung erfolgen. Ist die Symmetrielinie geschwächt, lässt sich das bahnförmige
Verpackungsmaterial entlang dieser Schwächung umfalten und der umgefaltete Teil des
bahnförmigen Verpackungsmaterials bildet nunmehr den Deckelteil. Soweit nicht Vertiefungen
aus dem bahnförmigen Verpakkungsmaterial herausgearbeitet worden sind, verbleiben
ebene Schulterflächen, sowohl am Boden- als auch am Deckelteil. Da eine Symmetrielinie
vorhanden ist, kommen die Vertiefungen präzis aufeinander zu liegen und entsprechend
kommen die Schulterflächen präzis aufeinander zu liegen.
[0037] Die Schultern und insbesondere die glatten und ebenen Schulterflächen werden vollflächig
oder teilflächig miteinander verbunden. Diese Verbindung kann dadurch erfolgen, dass
das bahnförmige Verpackungsmaterial auf der Schulterseite eine Siegelschicht enthält
und die Siegelschicht beispielsweise durch Druck und/oder Temperatur aktiviert wird.
Entsprechend dem Siegelwerkzeug, welches dem Druck und/oder die Temperatur auf das
bahnförmige Verpackungsmaterial überträgt, können die Schultern ganzflächig oder auch
nur teilflächig gegeneinander gesiegelt werden. In der Regel enthalten wenigstens
die Schultern des Deckelteils oder des Bodenteils oder des Boden- und Deckelteils
eine Siegelfolie oder einen Siegellack. Mittels eines Siegelwerkzeuges und insbesondere
eines Konturensiegelwerkzeuges unter Anwendung von Wärme und/oder Druck werden die
Schultern miteinander verbunden. Das Siegeln mittels eines Konturensiegelwerkzeues
ermöglicht ein teilflächiges Siegeln der Schultern gegeneinander, wobei jede Vertiefung
rundum mit einer Siegelnaht umgeben ist. Siegefreie Zonen können für Aufreisslaschen
etc. vorgesehen werden. Es ist auch möglich, das bahnförmige Verpackungsmaterial vorzugsweise
nach dem Anbringen der Vertiefung z.B. durch Walzen, Streichen, Rakeln oder Sprühen
im Schulterbereich ganz- oder teilflächig mit einem Klebstoff zu versehen, wobei der
Klebstoff ein Kontaktklebstoff sein kann oder der Klebstoff kann durch Druck und/oder
Wärme aktiviert werden. Es können dies beispielsweise Ein- oder Zweikomponenten-Epoxy-
oder Polyurethanklebstoffe sein, oder es können Vinylacetatklebstoffe sein etc. Somit
wird jede Vertiefung des Bodenteils von einer Vertiefung im Deckelteil überdeckt und
die Vertiefungen des Bodenteils und die Vertiefungen des Deckelteils bilden Höfe und
in den Höfen ist der Inhalt aufgenommen. Somit weisen die Blisterpackungen eine Symmetrieebene
auf, die genau an der Berührungsstelle zwischen Boden- und Deckelteil liegt.
[0038] Die Verbindung im Schulterbereich kann trennfest sein oder kann abschälbar sein.
Mit trennfest ist gemeint, dass die Verbindung unlösbar ist und der Verpackungsinhalt
nur unter Zerstörung des Verpackungsmaterials, wie beispielsweise einreissen, aufschneiden
usw., entnehmbar ist. Die Verbindung kann auch abschälbar oder peelbar sein, d.h.
die Klebe- oder Siegelschicht bricht in sich selbst oder delaminiert zwischen zwei
Schichten. Damit bleibt bei der Entnahme des Verpackungsinhaltes das Boden- und Deckelmaterial
unzerstört.
[0039] Aus dem bahnförmigen Verpackungsmaterial werden vorerst auch in Bahnform vorliegende
Vorprodukte zu den Blisterpackungen erzeugt, d.h. es werden endlose Blisterpackungen
erzeugt. Das bahnförmige Verpackungsmaterial oder das Vorprodukt zu den Blisterpackungen
können durch Ablängen, Schneiden oder Stanzen in die eingentliche Blisterpackung konfektioniert
werden. Beispielsweise kann das bahnförmige Verpackungsmaterial nach dem Anbringen
der Schwächungs- und Trennlinien und vor dem Befüllen der Vertiefungen bereits geschnitten
oder gestanzt werden. Dieses Verfahren ist weniger vorteilhaft und deshalb wird vorzugsweise
das bahnförmige Vorprodukt, d.h. die noch bahnförmige Blisterpackung, mit dem befüllten
und mit dem Deckelteil bedeckten Bodenteil, wobei Bodenteil und Deckelteil bereits
miteinander verbunden sind, in Packungsgrösse abgelängt, wie abgeschnitten oder ausgestanzt.
In diesen Verfahrensschrittfolgen kann auch eine Aufteilung der Blisterpackung in
Einzelportionen durch das Anbringen von Schwächungen in Längs- und Querrichtung im
Schulterbereich zwischen den Höfen erfolgen. Ebenfalls können Lochstanzungen im Kreuzungsbereich
von Längs- und Querperforierungen vorgenommen werden, um Aufreisslaschen zu erzeugen.
Mit dem Schneiden oder Stanzen kann gleichzeitig eine beliebige Randkontur geformt
werden. Die fertigen gestanzten Blisterpackungen können dann beispielsweise einer
Einkartonieranlage zugeführt werden.
[0040] Mit vorliegender Blisterpackung und dem Verfahren zu dessen Herstellung kann beispielsweise
eine Grundflächenreduktion von bis zu 40 % erzielt werden. Damit gelingt es verhältnismässig
grosse Darreichungsformen von Medikamenten, wie z.B. Suppositoren, Kapseln oder Ampullen
in bereits eingeführten oder standardisierten Packungsgrössen unterzubringen oder
bekannte Packungsgrössen in ihren Abmessungen zu verkleinern. So weist beispielsweise
eine bisherige Blisterpackung mit 10 Vertiefungen Aussenmasse von 144 x 98 mm auf,
während nach vorliegender Erfindung für die Verpackung des gleichen Inhaltes, d.h.
wieder mit 10 Vertiefungen oder Höfen, Aussenmasse von 115 x 77 mm erreicht werden
können. Der Inhalt in diesem Beispiel ist eine Kapsel mit einem Durchmesser von 9,4
mm und einer Länge von 26,6 mm.
[0041] Die nachfolgenden Figuren 1 bis 5 erläutern die vorliegende Erfindung beispielhaft
näher. Die Figur 1 zeigt ein bahnförmiges Verpackungsmaterial 10, das bereits mit
zwei Doppelreihen von Vertiefungen 11, 12 beispielsweise durch eine Umformung aus
der Dehnung des Verpakkungsmaterials angebracht, aufweist. Das bahnförmige Verpackungsmaterial
10 weist eine Symmetrielinie 13 auf. Beidseitig der Symmetrielinie 13 sind die Vertiefungen
11 und spiegelbildlich die Vertiefungen 12 angeordnet. Das bahnförmige Verpackungsmaterial
kann von wesentlich grösserer Breite sein als hier gezeigt und kann beispielsweise
eine Vielzahl von Reihen von Vertiefungen 11 aufweisen, welche sich in Einer-, Zweier-,
Dreierreihe etc., beidseitig einer Symmetrielinie 13 befinden. Bei grosser Bahnbreite
des bahnförmigen Verpakkungsmaterials 10 können mehrere Symmetrielinien 13 vorgesehen
werden. Das Material kann im Verlaufe des Herstellungsprozesses von Blisterpackungen
entlang von Trennlinien entsprechend den Symmetrielinien in zwei oder mehrere Bahnen
aufgetrennt werden. Beispielsweise kann eine Seitenkante des bahnförmigen Verpackungsmaterials
10 eine Trennlinien-Schnittkante 22 darstellen, während die andere Seitenkante den
ursprünglichen Rand 23 des bahnförmigen Verpackungsmaterials darstellt.
[0042] Das mit Vertiefungen 11, 12 versehene bahnförmige Verpackungsmaterial 10 weist eine
Symmetrielinie 13 auf. Auf der einen Seite der Symmetrielinie sind die Vertiefungen
11 angebracht, welche später den Deckel bilden, und auf der anderen Seite der Symmetrielinie
13 sind die Vertiefungen 12 angebracht, welche zum Bodenteil gehören und mit dem Packungsinhalt
befüllt werden. Die Vertiefungen 11 und 12 sind jeweils von den Schultern 25 umgeben.
Entlang der Symmetrielinie 13 wird eine Schwächung des bahnförmigen Verpackungsmaterials
10 angebracht. Die Schwächungslinie kann beispielsweise durch Einschneiden durch einen
Teil der Dicke des bahnförmigen Materials 10 hindurch, oder durch Kerben, Ritzen oder
Perforieren erreicht werden Das Schwächen des Materials kann mechanisch oder gegebenenfalls
auch durch thermische Massnahmen erfolgen, z. B. durch Laserstrahlen.
[0043] Die Figur 1a zeigt eine Draufsicht auf das vorbereitete bahnförmige Verpackungsmaterial
10 und die Figur 1b einen Querschnitt durch das bahnförmige Verpackungsmaterial 10.
Im weiteren Verlauf des Herstellungsverfahrens einer erfindungsgemässen Blisterpackung
können die Vertiefungen 12 mit dem Inhalt befüllt werden. Der Inhalt können beispielsweise
Weichgelatine-Kapseln, Kapseln, Dragées, Tabletten oder Ampullen sein.
[0044] Die Figur 2 zeigt einen weiteren Schritt in der Herstellung der erfindungsgemässen
Blisterpackungen. Die Figur 2a zeigt wiederum die Draufsicht, die Figur 2b einen Querschnitt
durch eine entstehende Blisterpackung aus bahnförmigem Verpackungsmaterial 10. Gemäss
vorliegender Figur wurde das bahnförmige Verpackungsmaterial 10 entlang der Symmetrielinie
13 derart umgefaltet, dass sich die Schultern der beiden Bahnhälften berühren. Die
Vertiefungen 11 sind nun den Deckeln zugehörig, währenddem die Vertiefungen 12 zum
Bodenteil gehören. Durch das Umfalten entlang der Symmetrielinie 13 hat sich ein Falt
16 gebildet. An den Schultern 25 wurde durch Siegelung 24 eine Verbindung von Bodenteil
und Deckelteil erzielt Die Vertiefungen 11 und 12 des Deckel- und Bodenteils bilden
Höfe, in denen der In halt 15 aufgenommen ist. Durch die sich ausbildende Blisterpackung
kann eine Symmetrieebene 14 gelegt werden. In vorliegendem Falle ist beidseits der
Ebene 14 das bahnförmige Verpackungsmaterial 10 symmetrisch oder spiegelbildlich angeordnet.
Im Bereich der Symmetrieebene 14 befindet sich auch die Siegelung 24 zwischen den
Schultern 25. Die Vertiefungen von Bodenteil und Deckelteil können jedoch auch eine
verschiedene Höhe aufweisen, dann liegen nur die Ränder der Vertiefungen und die Schultern
symmetrisch übereinander.
[0045] In Figur 3 ist eine weitere Stufe der Herstellung vorliegender Blisterpackungen dargestellt.
Die Blisterpackungen 18 sind aus dem bahnförmigen Verpackungsmaterial 10 hergestellt
und weisen an einer Seitenkante den Falz 16 auf und an der andern Seitenkante den
Rand 23. Die Vertiefungen 11 des Deckels sind von den Schultern 25 umgeben. Durch
ein Trennverfahren, wie Stanzen oder Schneiden ist das endlose Band in einzelne Blisterpackungen
18 aufgetrennt worden, unter Bildung von Schnittkanten 17. Das Auftrennen kann neben
Schneiden oder Stanzen z.B. auch durch ein thermisches Verfahren, wie mit einem Laserstrahl,
erfolgen. Die Blisterpackungen 18 können in vorliegender Form beispielsweise in eine
Kartonhülle, welche auch beispielsweise einen Beipackzettel aufnimmt, verpackt werden
oder können zu Grossgebinden geschichtet und verpackt werden etc. Es ist auch möglich,
vorliegende Blisterpackung 18 noch weiter zu konfektionieren.
[0046] In Figur 4 ist eine solche weiter konfektionierte Blisterpackung 18 in der Draufsicht
gezeigt. Erkennbar sind die Vertiefungen des Deckels 11, unter der sich der Inhalt,
beispielsweise eine Ampulle, Kapsel, Weichgelatinekapsel, Pille oder Dragée befindet.
Die Vertiefung 11 ist durch die Schultern 25 umgeben. Zu der weiteren Verarbeitung
gehört das Schneiden einer Aussenkontur 20. Beispielsweise wurde der noch in der Ausführungsform
gemäss Figur 3 gezeigte Falz 16 entfernt und beispielsweise Anreisshilfen 21 geformt.
Die Formung der Aussenkontur 20 erfolgt in der Regel durch Stanzen. Ferner wurden
zwischen den einzelnen Höfen, welche durch die Vertiefungen im Deckel 11 und den entsprechenden
Vertiefungen in Boden gebildet werden, im Schulterbereich verlaufend, Perforierungen
19 angebracht. Mit diesen Perforierungen 19 gelingt es, einzelne oder mehrere der
mit Inhalt befüllten Höfe abzutrennen und beispielsweise Tagesportionen etc. separat
von der restlichen Verpackung aufzubewahren und aufzubrauchen. Die Aufreisshilfen
21 könnten auch innerhalb der Aussenkontor im Bereich der Perforierungen 19 durch
Stanzen etc. angebracht werden.
[0047] Soll der Inhalt eines Hofes demselben entnommen werden, kann beispielsweise der Hof
durch Einreissen entlang der Einreisshilfe 21 geöffnet und der Inhalt entnommen werden.
Es ist allenfalls auch möglich, dass der Inhalt durch Eindrücken des Bodenteils erfolgt.
Der Packungsinhalt stösst dann gegen den Deckelteil und durch erzeugte Spannung und
die Inelastizität des Materials platzt der Deckelteil auf und gibt den Inhalt frei.
Beispielsweise durch Konturensiegelung von Boden- und Deckelteil und/oder durch Anbringen
von Stanzungen können Aufreisslaschen erzeugt werden. Durch Ergreifen der Aufreisslaschen
und abschälen (peelen) von Boden- und Deckelmaterial voneinander kann der Verpackungsinhalt
freigelegt werden.
[0048] Die Blisterpackung 18 gemäss Figur 4 kann wiederum beispielsweise in eine Kartonhülle
verpackt oder zu einer Grossverpackung geschichtet und verpackt werden.
[0049] Zweckmässig werden die Schulterbereiche derart breit gewählt, dass beim Schichten
von Blisterpackungen aufeinander die Vertiefungen eines obenliegenden Blisters zwischen
zwei Vertiefungen des unterliegenden Blisters Platz finden. Somit lässt sich die Stapelhöhe
zweier oder mehrerer Blister reduzieren.
[0050] Die Figur 5 zeigt einen Querschnitt durch eine Blisterpackung nach vorliegender Erfindung
in bevorzugter Ausführungsform. Die Blisterpackung 18 weist die Vertiefungen im Deckelteil
11 und die Vertiefungen im Bodenteil 12 auf, die auf einer Symmetrieebene 14 angeordnet
sind. Die Vertiefungen 11 und 12 bilden Höfe für den Packungsinhalt, z.B. für die
Kapseln 15. Die lichte Höhe x der Höfe teilt sich auf zu beispielsweise 1/3 für die
Vertiefung im Deckelteil und zu 2/3 für die Vertiefung im Bodenteil 12. Die Vertiefungen
im Bodenteil 12 weisen eine Schalenform resp. Form einer Halbschale mit einem Einschlagwinkel
von etwa 45° auf, während die Vertiefungen im Deckelteil steile Wände und eine ebene
Deckfläche aufweisen.
[0051] Die Vertiefung des Bodenteils 12 in Form einer Halbschale kann leicht mit dem Inhalt
befüllt werden und die Formung der Halbschale stellt durch das Tiefungsverhältnis
(Schalenbreite zu Tiefe) von beispielsweise 5:1 bis 0,5:1 und vorzugsweise 3:1 bis
1:1, keine hohen Anforderungen an das Verpackungsmaterial. Die Schalenform hält den
Inhalt während des weiteren Verarbeitungsprozesses sicher am Platz.
[0052] Die Vertiefung im Deckelteil 11 weist z.B. ein noch geringeres Tiefungsverhältnis
von bei spielsweise 10:1 bis 0,5:1, zweckmässig 5:1 bis 2:1 und vorzugsweise 3:1 bis
2:1, auf, und es lassen sich Wände grosser Steilheit, d.h. bis zu 90°, erzeugen. Dies
ermöglicht die Gestaltung von glatten ebenen Deckflächen 26, die bedruckt, beklebt
oder anderweitig ausgestaltet werden können.
[0053] In Figur 5 sind weiters die im Bereich der Symmetrieebene 14 liegende Siegelung 24
zwischen den Schultern 25 erkennbar.
[0054] Verwendung finden die Blisterpackungen für die Aufnahme von Inhaltsstoffen, wie Pillen,
Dragées, Tabletten, Kapseln, Ampullen, Nahrungsmittel wie Süssigkeiten, Gewürze oder
technische Artikel. Erfindungsgemäss die Verwendung der Blisterpackungen für Weichgelatinekapseln.
Entsprechend der Form der Inhaltsstoffe kann die Form der Vertiefungen gewählt werden.
Beispiele von Formen der Vertiefungen sind Halb- oder Teilschalen oder Halb oder Teilkugelformen
oder Halb- oder Teilzylinderformen aus einem teilzylindrischen Rumpf und endständigen
halb- oder teilkugeligen Enden.