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(11) |
EP 0 703 328 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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31.03.1999 Patentblatt 1999/13 |
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Anmeldetag: 20.09.1995 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: E04F 13/04 |
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Putzträger
Base for plaster
Enduit de base pour le plâtre
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE FR LI |
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Priorität: |
23.09.1994 DE 4434023 11.03.1995 DE 29504247 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.03.1996 Patentblatt 1996/13 |
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Patentinhaber: |
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- Wiehofsky, Margot
86938 Schondorf (DE)
- Wiehofsky, Alfred
86938 Schondorf (DE)
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Erfinder: |
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- Wiehofsky, Alfred
D-86938 Schondorf (DE)
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| (74) |
Vertreter: Ernicke, Hans-Dieter, Dipl.-Ing. et al |
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Schwibbogenplatz 2b 86153 Augsburg 86153 Augsburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 011 781 CH-A- 669 628
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EP-A- 0 056 640
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Putzträger mit den Merkmalen im Oberbegriff des Hauptanspruchs.
[0002] Ein solcher Putzträger ist aus der CH-A-669 628 bekannt. Er dient zur Herstellung
einer Isolation an einem Bauteil und einer Bauplatte und soll den aufgetragenen Putz
von einer Grundplatte distanzieren. Hierdurch wird ein Luftspalt zwischen dem Putz
und der Grundplatte geschaffen. Das Putzgitter und die Abstandshalter sind miteinander
zu U-förmigen oder im Querschnitt geschlossenen Gitterdrahtkästen verbunden, deren
Maschenweite so ausgelegt ist, daß Luftdurchlässigkeit besteht und andererseits der
Putz auf der erwähnten Distanz gehalten werden kann. Die im Querschnitt geschlossenen
Gitterkästen werden auf der Grundplattenoberfläche aufgeklebt oder bei der Plattenherstellung
eingeschäumt. In einer dritten Variante können U-förmige Gitterkästen auch Fortsätze
haben, die durch die Grundplatte hindurchgesteckt und auf der Rückseite krallenförmig
umgebogen sind.
[0003] Die EP-A 0 011 781 zeigt einen anderen Putzträger, bei dem das Putzgitter auf der
Grundplatte mit einer Vielzahl punktförmiger Abstandshalter befestigt wird. Die Abstandshalter
können aus Kleber- oder Mörtelbatzen bestehen. In einer anderen Ausführungsform werden
sie von dübelartig verspreizenden Befestigungselementen aus Metall oder Kunststoff
gebildet, die an der Baustelle nachträglich in die aus Hartschaum bestehende Grundplatte
gedrückt werden. Diese Abstandshalter sind für den Putz nicht durchlässig und unterbrechen
die Putzschicht. Außerdem können sie durch ihre Punktform das Putzgitter nur unzureichend
abstützen. Durch das nachträgliche Anbringen an der Baustelle und das manuelle Eindrücken
der Befestigungselemente mit freier Hand ist die Einhaltung einer bestimmten Putzgitterhöhe
nicht möglich. Die Grundplatte weist an der Oberfläche mehrere Rillen aus, die zu
den Abstandshaltern keinen Bezug haben und nur als zusätzliche Putzverankerung dienen.
[0004] Die EP-A 0 056 640 lehrt eine Wärmedämmplatte zum Einbau in Dächern. Die Platte weist
an beiden Hauptflächen eine Vielzahl von Einschnitten auf, die gegebenenfalls mit
Folien, Geweben oder dergleichen kaschiert werden können. Die direkt auf der Plattenoberfläche
liegende Kaschierung dient als Zugarmierung, Dampfbremse oder Abdichtung gegen Luftzug
oder Wasser. Die Dämmplatte ist nur für Trockenbau vorgesehen und als Putzträger nicht
geeignet.
[0005] Ein anderer Putzträger ist als sogenannte Bauplatte aus der DE-A 31 23 636 bekannt.
Er besteht aus einer Grundplatte mit einem raupenförmigen Abstandshalter, der ein
Putzgitter auf Distanz zur Grundplatte hält. Das Putzgitter dient zur Stabilisierung
und Armierung des Putzes. Der Abstandshalter wird als mäandrierende oder gerade Raupe
aus einem Kunststoffschaum auf die Plattenoberfläche aufgetragen. Der Schaum klebt
sowohl an der Platte, wie auch am Putzgitter. Durch verschärfte Umweltschutzbedingungen
bestehen Probleme für den weiteren Einsatz eines Kunststoffschaumes.
[0006] Ein ähnlicher Putzträger ist aus der DE-A-19 42 352 bekannt. Er besteht aus einer
Grundplatte, mehreren Abstandshaltern in Form von Klebemörtelraupen und einem Putzgitter.
Das Putzgitter ist als Streckmetall ausgebildet und besitzt nach unten gerichtete
dreieckige Rippen, die schwebend in Nuten an der Plattenoberseite ragen. Die Rippen
dienen der besseren Putzverankerung. Der Putz kann durch die Rippenwände dringen und
sich in den schwalbenschwanzförmig hinterschnittenen Nuten verklammern.
[0007] Andere Bauformen sind aus dem DE-U-90 06 889 und der DE-C-31 14 732 bekannt. Die
Abstandshalter sind hier an die Grundplatte angeformt und mit dieser einstückig ausgebildet.
Dies erfordert einen ausreichend festen Plattenwerkstoff, was hinsichtlich der Dämmeigenschaften
und der Material- sowie Herstellungskosten zu Problemen führt.
[0008] Die US-A-1 110 309 zeigt einen Stuckträger, der aus mehreren im Querschnitt U-förmigen
Abstandshalterleisten und einem Stuckgitter besteht. Die Teile werden einzeln angeliefert
und an der Baustelle zu einem Stuckträger zusammengefügt. Dabei werden die Abstandshalterleisten
auf dem Bauwerksuntergrund aufgesetzt und mit eingeschlagenen Nägeln fixiert. Die
Nägel halten außerdem lose auf die Abstandshalter gelegte Stuckgitter fest.
[0009] Aus der AT-C-374 534 ist eine gattungsfremde Außenwandverkleidung bekannt, bei der
mit Abstand vor dem Mauerwerk eine Vorsatzwand von einer Vielzahl einzelner Dübel,
einem Putzgitter und einer Putzschicht gebildet wird und anschließend mit einem Dämmaterial
hinterfüllt wird. Die Dübel weisen am Kopf eine Verbreiterung auf und dienen zugleich
als Abstandshalter. Die Dübel sind im Mauerwerk befestigt und durchdringen die Dämmschicht.
[0010] Eine ähnliche Außenwandverkleidung zeigt auch die GB-A-2 124 293. Die Dübel durchdringen
die Isolierschicht und sind im Mauerwerk verankert. In beiden Fällen entsteht die
Außenwandverkleidung erst an der Baustelle und wird aus mehreren Einzelteilen aufgebaut.
Es handelt sich nicht um einen vorgefertigten Putzträger, bei dem Abstandshalter,
Grundplatte und Putzgitter von vorneherein zu einer Baueinheit verbunden sind.
[0011] Eine ebenfalls gattungsfremde Mörtelarmierung ist aus der DE-A 38 15 299 bekannt.
Sie besteht aus mehreren losen Federklammern, die in Bohrlöcher des Mauerwerks eingesetzt
werden und den anschließend aufgetragenen Mörtel festhalten sollen. Bei dieser an
der Baustelle entstehenden Armierung gibt es weder ein Putzgitter-noch eine Grundplatte
und auch keine Abstandshalter.
[0012] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Putzträger mit einem besser
geeigneten Abstandshalter aufzuzeigen.
[0013] Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Merkmalen im Hauptanspruch.
[0014] Die Abstandshalter haben durch die versenkte Anordnung in vertiefte Schlitze der
Grundplatte einen besonders guten Halt und eine exakte Lagefixierung. Auch die Höhe
der Abstandshalter läßt sich über die bestimmbare Schlitztiefe variieren und genau
einstellen.
[0015] Die Abstandshalter sind als hochragende dünnwandige Stege ausgebildet und haben trotzdem
eine hohe Stabilität. Die Dünnwandigkeit ist für den Zusammenhalt des Putzes günstig.
Von besonderem Vorteil sind hierbei Unterbrechungen in der Stegwand und insbesondere
eine gitterförmige Ausbildung der Abstandshalter, die einen Durchgriff des Putzes
ermöglichen und Spannungsrissen wirksam vorbeugen.
[0016] Die Stege der Abstandshalter können im Querschnitt gerade oder bügelförmig abgewinkelt
ausgebildet sein. Die geraden Stege weisen eine im wesentlichen glatte Oberkante als
Auflagefläche für das Putzgitter auf. Die Bügelform bietet über den Quersteg eine
noch breitere Auflage. Für die Bügelform gibt es verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten.
Unter dem Quersteg bzw. der Stegoberkante, auf der das Putzgitter aufliegt, wird jeweils
ein Freiraum geschaffen wird, in den der Putz eindringen kann. Die Bügelform schafft
eine große Stützfläche für das Putzgitter und nimmt dem Putz trotzdem wenig Raum.
[0017] Der Abstandshalter kann aus einem beliebig geeigneten und umweltfreundlichen Material
bestehen. Vorzugsweise sind die Werkstoffe von Putzgitter und Abstandshalter gleich.
Der Abstandshalter kann in Form langer Leisten vorliegen, die sich über den Großteil
oder die gesamte Länge der Grundplatte erstrecken. Er kann aber auch eine kleinere
Erscheinungsform haben, wodurch zwischen den einzelnen Abstandshaltern nach allen
Richtungen Freiräume für eine Putzdurchdringung bestehen.
[0018] Der Abstandshalter wird vorzugsweise in die vorgeformten Schlitze in der Grundplatte
eingeführt und dort in geeigneter Weise verarbeitet und festgehalten. Zum Öffnen der
Schlitze und zum erleichterten Einführen der Abstandshalter kann es günstig sein,
die Grundplatte etwas zu biegen bzw. zu wölben und zusätzlich einen Klebstoff in den
Schlitz einzuführen.
[0019] Der Abstandshalter kann mit einer genau bestimmbaren Freiraum- bzw. Putzgitterhöhe
in der Grundplatte angeordnet werden. Der Putzträger ist dadurch für beliebige Putzarten
und Putzdicken geeignet und läßt sich für den jeweiligen Putz genau anpassen. Er ist
insbesondere für sogenannte Dünnputze mit niedrigen Putzgitterhöhen geeignet. Die
genaue Einstellung der Freiraum- oder Putzgitterhöhe wird durch die Schlitzbildung
erleichtert, insbesondere wenn der Schlitz mit der passenden Tiefe hergestellt wird.
Für die Höhenfixierung gibt es aber auch andere Möglichkeiten.
[0020] Bei der Herstellung kann zudem ein vorzugsweise leistenförmiger Distanzhalter zwischen
Quersteg des Abstandshalters und der Grundplatte vorhanden sein, auf den der Abstandshalter
mit einer entsprechend geeigneten Andrückvorrichtung während der Abbindephase des
Klebstoffs angepreßt wird. Der solchermaßen in der Höhe exakt positionierte Abstandshalter
kann anschließend gleich an der Oberfläche beleimt und mit dem Putzgitter versehen
werden. Alternativ kann auch das Putzgitter von unten streifenförmig beleimt und evtl.
auch mit den Abstandshaltern vorab verbunden werden.
[0021] Die Grundplatte ist mit den Abstandshaltern und dem Putzgitter zu einer Baueinheit,
vorzugsweise einer fertigen Bauplatte, verbunden, die mit geeigneten Befestigungselementen
am Untergrund, z.B. einem Mauerwerk, verankert wird. Er kann aber auch ein Bauelement
darstellen, das in anderen Bereichen weiterverwendet wird, z.B. bei Rolladenkästen.
[0022] In den Unteransprüchen sind vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung angegeben.
[0023] Die Erfindung ist in den Zeichnungen beispielsweise und schematisch dargestellt.
Im einzelnen zeigen:
- Fig. 1
- einen abgebrochenen Querschnitt durch einen Putzträger,
- Fig. 2
- eine abgebrochene perspektivische Ansicht eines Abstandshalters,
- Fig. 3
- eine schematische Seitenansicht einer Herstellvorrichtung,
- Fig. 4
- eine abgebrochene Draufsicht auf die Herstellvorrichtung gemäß Pfeil IV von Fig. 3
und
- Fig. 5 und 6
- Varianten der Abstandshalterform.
[0024] Der in den Zeichnungen dargestellte Putzträger (1) besteht aus einer Grundplatte
(2), auf der ein oder mehrere Abstandshalter (4) angeordnet sind, die ein Putzgitter
(3) tragen, halten und von der Oberfläche der Grundplatte (2) distanzieren. Die Teile
sind miteinander zu einem vorgefertigten Putzträger in Form einer Bauplatte oder dgl.
verbunden.
[0025] Auf dem Putzträger (1) wird eine Putzschicht (24) aufgebracht, die in Fig. 1 in der
linken Bildhälfte abgebrochen dargestellt ist. Das Putzgitter (3) und die Abstandshalter
(4) werden von der Putzschicht umschlossen. Das Putzgitter (3) dient als Träger und
zur Stabilisierung und Armierung des Putzes. Es ist vorzugsweise etwa in einer 2/3-Höhe
der Putzschicht (24) angeordnet.
[0026] Die Grundplatte (2) besteht aus einem geeigneten Material, zum Beispiel einem Faserwerkstoff,
einem Styrolschaum oder dgl., der für die Plattenform eine ausreichende Steifigkeit
bietet, andererseits aber auch nicht zu fest ist und sich formend bearbeiten läßt.
Die Grundplatte (2) wird durch Dübel oder auf andere geeignete Weise am Untergrund,
insbesondere einer Wand oder Mauerwerk, befestigt. Das Putzgitter (3) besteht aus
Kunststoff, Metall oder einem anderen geeigneten Material, zum Beispiel aus einem
Glasfaserwerkstoff oder dergleichen. Es kann geflochten, gewebt oder auf andere Weise
hergestellt sein.
[0027] Die Abstandshalter (4) sind in der Grundplatte (2) zumindest ein Stück weit versenkt
angeordnet und gehalten. Diese Anordnung bietet eine vorzugsweise formschlüssige,
feste Fixierung und stabile Längs- und Seitenführung für die Abstandshalter (4).
[0028] Die einzelnen Abstandshalter (4) sind vorzugsweise als hochragende Stege ausgebildet
und besitzen eine dünne Wandstärke im Millimeterbereich. Sie können im Querschnitt
als gerade Stege gemäß Fig. 5 ausgebildet sein. Diese haben eine im wesentlichen glatte
und gerade Stegoberkante (28), auf der das Putzgitter (3) mit Abstand bzw. Freiraum
(8) über der Plattenoberfläche aufliegt.
[0029] Alternativ können die Abstandshalter (4) gemäß Fig. 1 und 2 im Querschnitt eine abgewinkelte
Bügelform besitzen. Sie besitzen mindestens einen Quersteg (5), der sich unter Bildung
eines Freiraums (8) mit Abstand oberhalb der Grundplatte (2) erstreckt. Im gezeigten
Ausführungsbeispiel ist die Bügelform im wesentlichen U-förmig gestaltet. Sie kann
alternativ auch L- oder T-förmig sein. Die Abstandshalter (4) bzw. Stege sind in allen
Ausführungsformen mit einem oder mehreren Füßen (6) in der Grundplatte (2) ein Stück
weit versenkt angeordnet bzw. eingebettet und gehalten.
[0030] Die Querstege (5) bzw. Stegoberkanten (28) sind vorzugsweise gerade und parallel
zur Oberfläche der Grundplatte (2) ausgerichtet. Sie können alternativ aber auch gebogen
oder in anderer Weise verformt sein. Auf dem Quersteg (5) bzw. der Stegoberkante (28)
wird das aufliegende Putzgitter (3) durch einen Klebstoff oder eine andere geeignete
Verbindung, z.B. eine Naht, festgehalten. Der oder die Füße (6) sind vorzugsweise
senkrecht zur Grundplatte (2) ausgerichtet.
[0031] Die Abstandshalter (4) weisen in der räumlichen Gestaltung vorzugsweise die Form
von länglichen Leisten auf, die sich über die gesamte Länge und/oder Breite der Grundplatte
(2) erstrecken. Sie können aber auch wesentlich kürzer sein und unter Bildung von
Lücken mit Abstand hintereinander angeordnet sein. Vorzugsweise verlaufen die Abstandshalter
(4) gerade und parallel zueinander. Sie sind gleichmäßig auf der Grundplatte (2) verteilt.
[0032] Alternativ können sie auch in Wellenlinien gebogen sein. Ferner ist es möglich, die
Abstandshalter schräg, pfeilförmig oder in beliebig anderer Weise zueinander anzuordnen.
Die Abstandshalter (4) können ferner auch stern- oder pilzförmig, als kreisrunde Töpfe
oder auf beliebige andere Weise räumlich gestaltet sein.
[0033] Die Abstandshalter (4) können aus beliebigen geeigneten Materialien bestehen. Im
bevorzugten Ausführungsbeispiel bestehen sie aus einem gewebten oder geflochtenen
Gitter. Die Gitterform kann aber auch von einem Lochblech oder anderen Formen von
Unterbrechungen oder Wanddurchbrüchen gebildet werden, die es dem Putz (24) erlauben,
den Steg zu durchgreifen. Außerdem kann der Putz (24) in den innenliegenden Freiraum
(8) unter dem oder den Quersteg(en) (5) einzudringen. Bei der gezeigten Ausführungsform
der U-förmigen Abstandshalterleisten sind die Stirnseiten offen und lassen ebenfalls
den Putz (24) eintreten.
[0034] Zur Aufnahme der Abstandshalterfüße (6) sind in der Grundplatte (2) vorzugsweise
vorbereitete Schlitze (7) angeordnet. Die Schlitztiefe kann an die gewünschte Höhe
der Abstandshalter (4) bzw. des Freiraums (8) oder des Putzgitters (3) über der Grundplatte
(2) angepaßt sein. Die Abstandshalter (4) haben vorzugsweise am unteren Rand der Füße
(6) eine glatte Kante und stehen am Boden der Schlitze (7) eben auf. Durch Veränderung
der Schlitztiefe kann die Abstandshalterhöhe variiert und auf das gewünschte Maß eingestellt
werden. Je nach räumlicher Ausbildung der Abstandshalter (4) können die Schlitze (7)
in der Draufsicht linien- oder punktförmig sein.
[0035] Die Abstandshalterhöhe kann auch auf beliebige andere Weise bestimmt und festgelegt
werden. Die Fig. 6 zeigt z.B. eine Alternative mit ein oder zwei Querrippen (29),
Verdickungen oder dgl. an den obenliegenden Stegen der Abstandshalter (4). Die in
einer vorbestimmten Höhe positionierten Querrippen (29) stützen sich an der Grundplattenoberseite
ab und begrenzen die Eindringtiefe der Füße (6) im Schlitz (7). Der Schlitz (7) kann
ohne Stützfunktion und tiefer als erforderlich sein.
[0036] Die Schlitze (7) sind schmal und können an die Dicke der Abstandshalter (4) angepaßt
sein. Sie neigen bei entsprechender Eigenelastizität des Grundplattenmaterials dazu,
sich zu verengen oder zu schließen. Die Füße (6) können dadurch in den Schlitzen (7)
durch reinen Klemmschluß und die Eigenelastizität des Grundplattenmaterials festgehalten
werden. In den Zeichnungen sind die Schlitze (7) der Übersicht halber offen dargestellt.
Eine Gitterstruktur der Füße (6) kann in Verbindung mit einem Faserwerkstoff der Grundplatte
(2) eine gewisse Verfilzung und einen formschlüssigen Halt bewirken. Zur besseren
Verankerung empfiehlt es sich, einen Klebstoff in die Schlitze (7) einzubringen, der
die Füße (6) mit den Schlitzwänden verbindet.
[0037] Die Abstandshalter (4) können aus einem geeigneten Werkstoff bestehen. Im bevorzugten
Ausführungsbeispiel bestehen sie aus einem Glasfaserwerkstoff. Alternativ kommen auch
andere Kunststoffe, aber auch Metall oder dergleichen in Betracht. Bei der geraden
Stegform von Fig. 5 empfiehlt es sich, den Glasfaserwerkstoff auf geeignete Weise,
z.B. durch eine Acrylharz-Ummantelung oder dgl., zu armieren.
[0038] Die Abstandshalter (4) und das Putzgitter (3) bestehen im bevorzugten Ausführungsbeispiel
aus dem gleichen Glasgitter-Material, wodurch unterschiedliche Spannungen und mögliche
Putzrisse vermieden werden. Dies ist außerdem für eine optimale Verbindung der Teile
sowie für eine einfachere Entsorgung günstig.
[0039] Fig. 3 und 4 zeigen eine Herstellvorrichtung (9) zur Fabrikation des Putzträgers
(1). Die Grundplatte (2) wird über eine geeignete Fördervorrichtung (27) auf einer
Rollbahn oder dergleichen in der Förderrichtung (23) vorzugsweise kontinuierlich transportiert.
Die Grundplatte (2) kann dabei bereits auf Maß zugeschnitten sein, wobei die einzelnen
Platten hintereinander und vorzugsweise Stoß an Stoß befördert werden. Alternativ
kann die Grundplatte (2) anfangs auch noch in Strangform vorliegen und erst am Ende
der Herstellvorrichtung (9) auf das gewünschte Maß abgelängt werden.
[0040] Die Herstellvorrichtung (9) weist eingangs eine Schlitzstation (10) auf, der eine
Abstandshalterstation und eine Gitterstation (20) nachgeordnet ist. Bei der gezeigten
Ausführungsform wird der Putzträger (1) im Durchlaufverfahren hergestellt. Alternativ
kann auch in Einzelschritten und getrennten Stationen gefertigt werden.
[0041] In der Schlitzstation (10) werden die vorerwähnten Schlitze (7) in die bewegte Grundplatte
(2) eingebracht. Hierfür sind mehrere Schlitzvorrichtungen (11) vorgesehen, die beispielsweise
aus stehenden, aber höhenverstellbaren Messern, drehenden Schneiderädern oder dergleichen
anderen geeigneten Werkzeugen bestehen. An den Schlitzmessern befinden sich Abstandshalter
(nicht dargestellt) für die bestimmte Tiefe des Schlitzes (7).
[0042] Die Schlitzvorrichtung (11) weist außer der Schneide auch einen Öffner (12) auf,
der den Schlitz (7) für die Befüllung mit dem Klebstoff weitet und zumindest eine
Zeit lang offenhält. Unmittelbar hinter den Schlitzmessern rollen mit Schneiden versehene
Scheiben, die die Schlitze (7) für den dahinter einlaufenden Klebstoff öffnen. Bei
stehenden oder rotierenden Messern können die Öffner (12) auch durch Kegelansätze
gebildet sein, die sich nach oben und in Förderrichtung (23) verbreitern.
[0043] Hinter den Schlitzvorrichtungen (11) ist jeweils eine geeignete Füllvorrichtung (13)
für den Klebstoff angeordnet. Hierbei handelt es sich beispielsweise um Düsen, die
jeweils über den Schlitzen (7) positioniert sind. Messer, Scheiben und Füllvorrichtung
bilden eine Einheit.
[0044] Alternativ oder zusätzlich kann auch eine Biegevorrichtung (nicht dargestellt) vorhanden
sein, die die Grundplatte um die Längsachse bzw. die Schlitzachse biegt. Dies kann
im Bereich der Klebevorrichtung (13) und/oder der Abstandshalterstation (14) geschehen.
Durch die konvexe Wölbung klaffen die Schlitze an der Plattenoberseite auf und erleichtern
die Einführung des Klebstoffs und/oder der Abstandshalter (4).
[0045] Die Abstandshalterstation (14) besitzt eine Zuführvorrichtung (15) für die Abstandshalter
(4). Die Abstandshalter können vorgefertigt sein. Bei der einfachen Ausführungsform
mit geraden Stegen liegen die Abstandshalter (4) in Form von vorgeschnittenen Streifen
vor.
[0046] Im gezeigten Ausführungsbeispiel werden bügelförmige Abstandshalter (4) eingesetzt.
Sie erhalten ihre Bügelform vorzugsweise erst in der Abstandshalterstation (14). Hierfür
ist eine geeignete Biegevorrichtung (16) vorgesehen, die die eingangs zugeführte im
wesentlichen ebene Gittermatte (25) zu der gewünschten Bügelform biegt. Bei dem bevorzugten
Abstandshalter (4) aus Glasfasergitter empfiehlt es sich, die Füße (6) zu überbiegen
und dabei die Biegekanten zu überdehnen bzw. zu brechen.
[0047] Der gebogene oder auch der gerade Abstandshalter (4) wird dann über einen Formhalter
(17) auf die Grundplatte (2) zugeführt. Der Formhalter (17) bildet eine formschlüssige
Führung für den Abstandshalter (4) und stabilisiert dessen Form. Er ist derart zur
Grundplatte (2) ausgerichtet, daß der Abstandshalter (4) mit seinen Füßen (6) genau
in die vorgefertigten Schlitze (7) eingleitet. Wenn der Abstandshalter (4) aus einem
elastischen Material besteht, können sich die Füße (6) nach dem Austritt aus dem Formhalter
(17) in den Schlitzen (7) wieder etwas ausspreizen, was die Verankerung verbessert.
[0048] Wenn die Höhe des Freiraums (8) bzw. des Putzgitters (3) exakt eingestellt werden
soll, kann die Abstandshalterstation (14) für jeden Abstandshalter (4) einen Distanzhalter
(19) mit einer Andrückvorrichtung (18) aufweisen. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
bestehen die Distanzhalter (19) aus Distanzleisten (19), die sich längs der Schlitze
(7) erstrecken und am rückwärtigen Ende an einer querverlaufenden Brücke (26) angehängt
sind. Die Distanzhalter (19) liegen auf der Grundplatte (2) lose auf, die unter ihnen
hinweggleitet. Die Abstandshalter (4) werden von der Zuführvorrichtung (15) über die
Distanzhalter (19) geführt, die dadurch die Einstecktiefe in der Grundplatte (2) und
die Freiraumhöhe festlegen.
[0049] Die nachfolgende Andrückvorrichtung (18) besteht beispielsweise aus mehreren frei
drehbaren und höhenverstellbaren Andrückrollen, die die Abstandshalter (4) auf die
Distanzhalter (19) pressen. Alternativ kann es sich auch um Andruckschienen oder andere
geeignete Vorrichtungen handeln. Die Länge der Distanzhalter (19) und die Erstreckung
der Andrückvorrichtung (18) werden so gewählt, daß am Ende der Klebstoff eine genügend
starke Verbindung zwischen den Schlitzwänden und den Füßen (6) hergestellt hat.
[0050] Sobald die Abstandshalter (4) ausreichend auf der Grundplatte (2) stabilisiert sind,
folgt die Gitterstation (20). Sie weist eine Leimvorrichtung (21) auf, die einen geeigneten
Klebstoff auf das Putzgitter (3) und/oder den Querstegen (5) der Abstandshalter (4)
aufträgt. Der Auftrag kann über Leimleisten oder dgl. streifenförmig geschehen. Außerdem
ist eine Gitterführung (22) vorgesehen, über die das Putzgitter (3) zugeführt und
auf die Abstandshalter (4) aufgelegt wird. Ggf. können geeignete Andrückvorrichtungen
(nicht dargestellt) folgen. Alternativ kann die Gitterstation (20) auch eine andere
geeignete Vorrichtung zur Verbindung des Putzgitters (3) mit den Abstandshaltern (4)
aufweisen.
[0051] In Abwandlung des gezeigten Ausführungsbeispiels können die Abstandshalter (4) zuerst
mit dem Putzgitter (3) verbunden, insbesondere verleimt oder vernäht werden. Abstandshalter
(4) und Putzgitter (3) werden danach gemeinsam der Grundplatte (2) zugeführt und eingesetzt.
Die Distanzhalter (19) wirken dann mit dem Putzgitter (3) zusammen.
[0052] In weiterer Variation können die einzelnen Verfahrensschritte auch manuell und getrennt
hintereinander ausgeführt werden. Einzelne Komponenten, zum Beispiel die Biegevorrichtung
(16), die Andrückvorrichtung (18), die Distanzhalter (19) etc. können auch entfallen.
Ferner ist es möglich, Grundplatten mit vorgefertigten Schlitzen einzusetzen, wo zum
Beispiel die Schlitze bei der Plattenherstellung bereits eingeformt sind. Die Schlitzstation
ist dann ebenfalls entbehrlich. Ferner können die Abstandshalter (4) bei genügender
Formsteifigkeit auch in eine entsprechend weiche Grundplatte ohne vorbereitete Schlitze
eingedrückt werden.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0053]
- 1
- Putzträger
- 2
- Grundplatte
- 3
- Putzgitter
- 4
- Abstandshalter
- 5
- Quersteg
- 6
- Fuß
- 7
- Schlitz
- 8
- Freiraum
- 9
- Herstellvorrichtung
- 10
- Schlitzstation
- 11
- Schlitzvorrichtung, Messer
- 12
- Öffner
- 13
- Füllvorrichtung, Klebevorrichtung
- 14
- Abstandshalterstation
- 15
- Zuführvorrichtung
- 16
- Biegevorrichtung
- 17
- Formhalter
- 18
- Andrückvorrichtung, Andrückrolle
- 19
- Distanzhalter, Distanzleiste
- 20
- Gitterstation
- 21
- Leimvorrichtung
- 22
- Gitterzuführung
- 23
- Förderrichtung
- 24
- Putz
- 25
- Gittermatte
- 26
- Brücke
- 27
- Fördervorrichtung
- 28
- Stegoberkante
- 29
- Querrippe
1. Putzträger in Form einer vorgefertigten Baueinheit, bestehend aus einer Grundplatte
(2) mit mehreren an der Grundplatte (2) versenkt angeordneten Abstandshaltern (4),
die ein Putzgitter (3) auf Distanz zur Grundplatte (2) halten, wobei
- das Putzgitter (3) und die stegförmigen, dünnwandigen Abstandshalter (4) für den
Putz (24) durchlässig sind und sein Eindringen in den Freiraum (8) unter dem Putzgitter
(3) gestatten,
- die Abstandshalter (4) mit einer bestimmbaren Eindringtiefe in vorgeformte Schlitze
(7) in der Grundplatte (2) eingesteckt sind und das Putzgitter (3) auf einer bestimmbaren
Höhe über der Grundplatte (2) halten.
2. Putzträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstandshalter (4) eine Gitterform aufweisen.
3. Putzträger nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstandshalter (4) im Querschnitt als gerade hochragende oder bügelförmig
abgewinkelte Stege ausgebildet sind.
4. Putzträger nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstandshalter (4) einen von der Grundplatte (2) mit einem Freiraum (8)
distanzierten und das Putzgitter (3) tragenden Quersteg (5) oder eine im wesentlichen
glatte Stegoberkante (28) und mindestens einen Fuß (6) aufweist, der in der Grundplatte
(2) versenkt und gehalten ist.
5. Putzträger nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der bügelförmige Abstandshalter (4) im Querschnitt im wesentlichen U-, L- oder
T-förmig ausgebildet ist.
6. Putzträger nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstandshalter (4) aus einem Gitter oder Gewebe aus Kunststoff, insbesondere
einem Glasfaserwerkstoff, besteht.
7. Putzträger nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Glasfaserwerkstoff armiert ist.
8. Putzträger nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstandshalter (4) mit dem Putzgitter (3) verbunden, insbesondere verklebt,
sind.
9. Putzträger nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß im Schlitz (7) ein Klebstoff angeordnet ist.
10. Putzträger nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitz (7) eine auf den gewünschten Freiraum (8) einstellbare Tiefe aufweist.
11. Putzträger nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstandshalter (4) ein oder mehrere Querrippe (29) zur Begrenzung der Eindringtiefe
im Schlitz (7) aufweisen.
12. Verfahren zur Herstellung eines vorgefertigten Putzträgers, wobei auf eine Grundplatte
ein oder mehrere Abstandshalter aufgebracht werden, auf die ein Putzgitter gelegt
wird, dadurch gekennzeichnet, daß in die Grundplatte (2) mehrere Schlitze (7) mit bestimmbarer Tiefe eingebracht
werden, in die anschließend Abstandshalter (4) eingesetzt werden.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitz (7) geweitet und offengehalten wird, wobei in den Schlitz (7) ein
Klebstoff gefüllt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstandshalter (4) über einen Formhalter (17) der Grundplatte (2) zugeführt
wird.
15. Verfahren nach Anspruch 12, 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstandshalter (4) vor oder bei der Zuführung aus einer ebenen Gittermatte
(25) in eine bügelartige Form gebogen wird.
16. Verfahren nach Anspruch 12 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß das Putzgitter (3) vor oder nach dem Einsetzen der Abstandshalter (4) in der
Grundplatte (2) mit den Abstandshaltern (4) verbunden wird.
17. Verfahren nach Anspruch 12 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstandshalter (4) oder das Putzgitter (3) auf der Grundplatte (2) über
einen Distanzhalter (19) gelegt und von einer Andrückvorrichtung (18) während der
Abbindephase des Klebstoffs festgehalten werden.
18. Verfahren nach Anspruch 12 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der Putzträger (1) in einem Durchlaufverfahren mit bewegter Grundplatte (2)
hergestellt wird, wobei die Grundplatte (2) durch eine Schlitzstation (10) zum Einbringen
der Schlitze und des Klebstoffs, eine Abstandshalterstation (14) zum Formen und Zuführen
der Abstandshalter (4) und eine Gitterstation-(20) zum Auflegen und Befestigen des
Putzgitters (3) geführt wird.
19. Herstellvorrichtung für einen Putzträger mit einer Abstandshalterstation zum Zuführen
von Abstandshaltern zu einer Grundplatte und einer Gitterstation zum Auflegen und
Befestigen eines Putzgitters, dadurch gekennzeichnet, daß eingangsseitig eine Schlitzstation (10) angeordnet ist und die Abstandshalterstation
(14) eine Zuführvorrichtung für bügelförmige Abstandshalter (4) aufweist.
20. Herstellvorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitzstation (10) mindestens eine Schlitzvorrichtung (11) mit mindestens
einem Öffner (12) zum Weiten und Offenhalten des Schlitzes (7) sowie mindestens eine
Füllvorrichtung (13) für einen Klebstoff aufweist.
21. Herstellvorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitzvorrichtung (11) ein höhenverstellbares Messer aufweist.
22. Herstellvorrichtung nach Anspruch 19, 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstandshalterstation (14) eine Biegevorrichtung (16) und einen Formhalter
(17) für die Abstandshalter (4) aufweist.
23. Herstellvorrichtung nach Anspruch 19 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstandshalterstation (14) mindestens einen Distanzhalter (19) und eine
Andrückvorrichtung (18) aufweist.
1. Plaster base in the form of a prefabricated structural unit, consisting of a bottom
plate (2) having a plurality of spacers (4) which are arranged, embedded, on the bottom
plate (2) and which keep a lathwork (3) at a distance from the bottom plate (2),
- the lathwork (3) and the web-like, thin-walled spacers (4) being permeable to the
plaster (24) and allowing the latter to penetrate into the free space (8) under the
lathwork (3),
- the spacers (4) being inserted to a definable depth of penetration into preformed
slots (7) in the bottom plate (2) and keeping the lathwork (3) at a definable height
above the bottom plate (2).
2. Plaster base according to Claim 1, characterized in that the spacers (4) are in the
form of a grid.
3. Plaster base according to Claim 1 or one of the following claims, characterized in
that the spacers (4) are designed, in cross-section, as webs which project straight
upwards or which are angled in staple form.
4. Plaster base according to Claim 1, 2 or 3, characterized in that the spacer (4) has
a transverse web (5), located at the distance of the free space (8) from the bottom
plate (2) and supporting the lathwork (3), or an essentially smooth web upper edge
(28) and at least one foot (6) which is embedded and held in the bottom plate (2).
5. Plaster base according to Claim 3 or 4, characterized in that the staple-like spacer
(4) is designed, in cross-section, to be essentially U-shaped, L-shaped or T-shaped.
6. Plaster base according to Claim 1 or one of the following claims, characterized in
that the spacer (4) consists of a grid or fabric composed of plastic, in particular
a glass-fibre material.
7. Plaster base according to Claim 6, characterized in that the glass-fibre material
is reinforced.
8. Plaster base according to Claim 1 or one of the following claims, characterized in
that the spacers (4) are connected, in particular adhesively bonded, to the lathwork
(3).
9. Plaster base according to Claim 1 or one of the following claims, characterized in
that an adhesive is arranged in the slot (7).
10. Plaster base according to Claim 1 or one of the following claims, characterized in
that the slot (7) has a depth adjustable to the desired free space (8).
11. Plaster base according to Claim 1 or one of the following claims, characterized in
that the spacers (4) have one or more transverse ribs (29) for limiting the depth
of penetration in the slot (7).
12. Method for the production of a prefabricated plaster base, one or more spacers being
attached to a bottom plate and having a lathwork laid on them, characterized in that
a plurality of slots (7) of definable depth are made in the bottom plate (2), spacers
(4) subsequently being inserted into the said slots.
13. Method according to Claim 12, characterized in that the slot (7) is widened and kept
open, an adhesive being introduced into the slot (7).
14. Method according to Claim 12 or 13, characterized in that the spacer (4) is delivered
to the bottom plate (2) via a form holder (17).
15. Method according to Claim 12, 13 or 14 characterized in that the spacer (4) is bent
out of a plane grid mat (25) into a staple-like shape before or during delivery.
16. Method according to Claim 12 or one of the following claims, characterized in that
the lathwork (3) is connected to the spacers (4) before or after the insertion of
the spacers (4) in the bottom plate (2).
17. Method according to Claim 12 or one of the following claims, characterized in that
the spacers (4) or the lathwork (3) are laid on the bottom plate (2) via a distance
piece (19) and are retained during the setting phase of the adhesive by a press-down
device (18).
18. Method according to Claim 12 or one of the following claims, characterized in that
the plaster base (1) is produced in a continuous-flow process, with the bottom plate
(2) being moved, the bottom plate (2) being led through a slotting station (10) for
making the slots and for introducing the adhesive, a spacer station (14) for forming
and delivering the spacers (4) and a lathwork station (20) for laying in place and
fastening the lathwork (3).
19. Production apparatus for a plaster base, with a spacer station for delivering spacers
to a bottom plate and with a lathwork station for laying in place and fastening a
lathwork, characterized in that a slotting station (10) is arranged on the entry side
and the spacer station (14) has a delivery device for staple-like spacers (4).
20. Production apparatus according to Claim 19, characterized in that the slotting station
(10) has at least one slotting device (11), with at least one opener (12) for widening
the slot (7) and keeping it open, and at least one filling device (13) for an adhesive.
21. Production apparatus according to Claim 20, characterized in that the slotting device
(11) has a vertically adjustable knife.
22. Production apparatus according to Claim 19, 20 or 21, characterized in that the spacer
station (14) has a bending device (16) and a form holder (17) for the spacers (4).
23. Production apparatus according to Claim 19 or one of the following claims, characterized
in that the spacer station (14) has at least one distance piece (19) and one press-down
device (18).
1. Support d'enduit sous la forme d'une unité modulaire préfabriquée, constitué d'une
semelle (2) pourvue de plusieurs écarteurs (4) encastrés sur la semelle (2), qui maintiennent
un grillage (3) de support à distance de la semelle (2),
suivant lequel :
- le grillage (3) de support et les écarteurs (4) en forme de barrettes laissent passer
l'enduit (24) et lui permettent de pénétrer dans l'espace (8) libre en dessous du
grillage (3) de support,
- les écarteurs (4) sont enfichés, avec une profondeur d'enfoncement pouvant être
déterminée, dans des fentes (7) préformées dans la semelle (2), et maintiennent le
grillage (3) de support à une hauteur pouvant être déterminée au-dessus de la semelle
(2).
2. Support d'enduit suivant la revendication 1, caractérisé en ce que les écarteurs (4)
ont une forme de grillage.
3. Support d'enduit suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les écarteurs
(4) sont réalisés, en coupe transversale, sous forme de barrettes verticales ou de
barrettes coudées en étrier.
4. Support d'enduit suivant la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé en ce que l'écarteur
(4) comporte une branche (5) transversale distante de la semelle (2) de la valeur
d'un espace (8) libre et portant le grillage (3) de support, ou bien un bord (28)
supérieur de barrette essentiellement plat, et au moins un pied (6) qui est encastré
et maintenu dans la semelle (2).
5. Support d'enduit suivant la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que l'écarteur
(4) en étrier est réalisé avec une section transversale essentiellement en forme de
U, de L ou de T.
6. Support d'enduit suivant la revendication 1 ou une des revendications suivantes, caractérisé
en ce que l'écarteur (4) est réalisé en grillage métallique ou en tissu ou en matière
plastique, notamment en un matériau chargé de fibres de verre.
7. Support d'enduit suivant la revendication 6, caractérisé en ce que le matériau chargé
de fibres de verre est armé.
8. Support d'enduit suivant la revendication 1 ou une des revendications suivantes, caractérisé
en ce que les écarteurs (4) sont assemblés au grillage (3) de support, notamment par
collage.
9. Support d'enduit suivant la revendication 1 ou une des revendications suivantes, caractérisé
en ce qu'une colle est disposée dans la fente (7).
10. Support d'enduit suivant la revendication i ou une des revendications suivantes, caractérisé
en ce que la fente (7) possède une profondeur réglage à la valeur de l'espace (8)
libre souhaité.
11. Support d'enduit suivant la revendication i ou une des revendications suivantes, caractérisé
en ce que les écarteurs (4) comportent une ou plusieurs nervures (29) transversales
pour limiter leur profondeur d'enfoncement dans la fente (7).
12. Procédé de fabrication d'un support d'enduit préfabriqué, suivant lequel on installe
sur une semelle un ou plusieurs écarteurs sur lesquels est posé un grillage de support,
caractérisé en ce qu'on pratique dans la semelle (2) plusieurs fentes (7) de profondeur
déterminable, dans lesquelles on insère ensuite des écarteurs (4).
13. Procédé suivant la revendication 12, caractérisé en ce que la fente (7) est élargie
et maintenue ouverte, et on remplit la fente (7) de colle.
14. Procédé suivant la revendication 12 ou 13, caractérisé en ce que l'écarteur (4) est
apporté à la semelle (2) au moyen d'un dispositif (17) de maintien de forme.
15. Procédé suivant la revendication 12, 13 ou 14, caractérisé en ce que l'écarteur (4)
en un mat (25) de grillage plat est, avant ou lors de son amenée, recourbé en étrier.
16. Procédé suivant la revendication 12 ou une des revendications suivantes, caractérisé
en ce que le grillage (3) de support est assemblé aux écarteurs (4) avant ou après
leur insertion dans la semelle (2).
17. Procédé suivant la revendication 12 ou une des revendications suivantes, caractérisé
en ce que les écarteurs (4) ou le grillage (3) de support sont posés sur la semelle
(2) au moyen d'un dispositif (19) de maintien d'écartement, et maintenus fixés par
un dispositif (18) de pression pendant la prise de la colle.
18. Procédé suivant la revendication 12 ou une des revendications suivantes, caractérisé
en ce que le support (1) d'enduit est réalisé en continu avec déplacement de la semelle
(2), la semelle (2) en passant dans un poste (10) destiné à pratiquer des fentes et
y introduire de la colle, un poste (14) d'écarteurs pour mettre en forme et apporter
les écarteurs (4), et un poste (20) de grillage pour poser et fixer le grillage (3)
de support.
19. Dispositif de fabrication d'un support d'enduit, comprenant un poste d'écarteurs pour
apporter des écarteurs à une semelle, et un poste de grillage pour poser et fixer
un grillage de support, caractérisé en ce qu'un poste (10) pour faire des fentes est
disposé du côté d'entrée, et le poste (14) d'écarteurs comporte un dispositif d'alimentation
en écarteurs (4) en forme d'étrier.
20. Dispositif de fabrication suivant la revendication 19, caractérisé en ce que le poste
(10) pour faire des fentes comporte au moins un dispositif (11) de fendage, ayant
au moins un ouvreur (12) pour élargir la fente (7) et la maintenir ouverte, ainsi
qu'au moins un dispositif (13) de remplissage de colle.
21. Dispositif de fabrication suivant la revendication 20, caractérisé en ce que le dispositif
(11) de fendage comporte une lame réglable en hauteur.
22. Dispositif de fabrication suivant la revendication 19, 20 ou 21, caractérisé en ce
que le poste (14) d'écarteurs comporte un dispositif (16) de courbure et un dispositif
(17) de maintien de forme pour les écarteurs (4).
23. Dispositif de fabrication suivant la revendication 19 ou une des revendications suivantes,
caractérisé en ce que le poste (14) d'écarteurs comporte au moins un dispositif (19)
de maintien d'écartement et un dispositif (18) d'application d'une pression.