| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 703 870 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
21.05.1997 Patentblatt 1997/21 |
| (22) |
Anmeldetag: 16.06.1994 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B65H 59/22 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/EP9401/954 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 9429/207 (22.12.1994 Gazette 1994/28) |
|
| (54) |
VORRICHTUNG ZUM FÜHREN UND BREMSEN EINES FADENS
DEVICE FOR GUIDING AND BRAKING A THREAD
DISPOSITIF DE GUIDAGE ET DE FREINAGE D'UN FIL
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
BE CH DE IT LI NL SE |
| (30) |
Priorität: |
16.06.1993 DE 4319960
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
03.04.1996 Patentblatt 1996/14 |
| (73) |
Patentinhaber: IRO AB |
|
S-523 01 Ulricehamn (SE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- FRITZSON, Joachim
S-523 97 Ulricehamn (SE)
- HAGSTRÖM, Staffan
S-523 02 Timmele (SE)
- OHLSON, Per
S-523 94 Tvärred (SE)
|
| (74) |
Vertreter: Grünecker, Kinkeldey,
Stockmair & Schwanhäusser
Anwaltssozietät |
|
Maximilianstrasse 58 80538 München 80538 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 450 686 DE-A- 3 409 179
|
WO-A-91/05728 DE-C- 3 446 567
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1
angegebenen Art.
[0002] Bei einer aus WO 91-05728 bekannten Vorrichtung dieser Art wird dem in modernen fadenverarbeitenden
Systemen fast unabdingbaren Problem der automatischen Einfädelung bereits Rechnung
getragen, um teure und lange Stillstandszeiten für manuelles Einfädeln des Fadens
in die Fadenbremse zu vermeiden. Es wird jedoch der vom Fadengeber kommende und durch
die pneumatische Einfädelvorrichtung geförderte Faden auf dem Laufweg des normalen
Fadenlaufs durch den Klemmbereich durchgefördert, wobei entweder ein Antrieb die Bremselemente
in eine voneinander abgehobene Einfädelstellung verstellen oder der Luftstrom so kräftig
ausgebildet sein muß, daß er die Bremselemente voneinander wegdrückt, um einen Durchgang
für den Faden freizumachen. Bei diesem Prinzip sind aufwendige technische Mittel für
die Verstellung der Bremselemente in die Einfädelstellung erforderlich. Der Fadennehmer
nimmt am Einfädelvorgang nicht teil. Für Vorrichtungen mit einer Tellerbremse ist
dieses Prinzip schwierig zu realisieren.
[0003] Eine aus EP-0 450 686 Al bekannte Fadenspeicher- und -liefervorrichtung ist mit einer
pneumatischen Einfädelvorrichtung ausgestattet, die ein sich über einen beträchtlichen
Teil der axialen Länge der Speichertrommel erstreckendes, geschlitztes Rohr aufweist.
Das Rohr dient zum Fadentransport des mittels eines Luftstromes vorwärts geblasenen
Fadens und verläuft außen über einem Borsten-Bremsring, der mit Bremsborsten an einem
Abzugsrand der Speichertrommel anliegt. Der Borstenbremsring weist eine Umfangsunterbrechung
auf. Der Schlitz des Rohres weist nicht zur Umfangsunterbrechung des Bremsrings, sondern
ist um ca. 90° dazu versetzt,-so daß der Faden nach dem Einfädeln erst seitlich aus
dem Rohr herausgezogen wird, ehe er zunächst zwischen und danach unter die Bremsborsten
gelangt. Das Rohr verläuft senkrecht zu der durch den Klemmbereich der Bremsborsten
definierten Ebene.
[0004] Eine aus DE-34 09 179 Al bekannte Tellerbremse wird von Hand eingefädelt, wie auch
eine aus DE-34 46 567 C1 bekannten Lamellenbremse.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten
Art zu schaffen, bei der das Einfädeln des Fadens in die Fadenbremse einfacher und
mit einfacheren baulichen Mitteln durchführbar ist.
[0006] Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst.
[0007] Bei dieser Ausbildung wird der einzufädelnde Faden bewußt aus dem Fadenlaufweg bei
normalem (gebremstem) Fadenlauf herausbewegt und zur Umgehung des Klemmbereichs gezwungen.
Dies hat den Vorteil, daß die Einstellung der Bremselemente für das Einfädeln nicht
verändert zu werden braucht, und daß für das Einfädeln keine Hilfsmittel zum Verstellen
der Bremselemente notwendig sind. Nachdem der Faden unter Umgehung des Klemmbereichs
zum Fadennehmer gelangt ist, wird die Zugwirkung im Faden genutzt, um den Faden quer
zu seiner Laufrichtung durch Strecken in den Klemmbereich einzuführen. Dies ist günstig,
weil die unter der Zugwirkung entstehende Querkraft des die Bremselemente berührungslos
umgehenden Fadens die Bremselemente leicht voneinander wegzudrücken vermag, so daß
der Faden ohne nennenswerte mechanische Belastung erst dann in den Klemmbereich eingeführt
wird, wenn das freie Fadenende schon den Fadennehmer erreicht hat und der Faden auch
von diesem abgestützt ist. Der Faden bleibt somit beim Einführen in den Klemmbereich
nicht sich selbst überlassen. Der den Klemmbereich zunächst umgehende Umweg des Fadens
wird bewußt in Kauf genommen, um erst anschließend über die Zugwirkung zwischen dem
Fadengeber und dem Fadennehmer den Faden in den normalen Fadenlaufweg und den Klemmbereich
zu überführen. Das Einfädeln gestaltet sich einfach und mit einfachen baulichen Mitteln.
Die Quote fehlerhafter Einfädelungen wird praktisch auf Null reduziert.
[0008] Die Ausführungsform gemäß Anspruch 2 trägt mit dem Krümmungsverlauf des Leitglieds
einer möglichst widerstandsarmen Förderung des einzufädelnden Fadens Rechnung.
[0009] Bei der alternativen Ausführungform gemäß Anspruch 3 stören die stumpfen Ecken im
Verlauf des Leitgliedes die Förderung des Fadens nicht. Das Leitglied ist einfach
herstellbar und an die baulichen Verhältnisse der Bremselemente angepaßt.
[0010] Bei der Ausführungsform gemäß Anspruch 4 folgt die Luftströmung zuverlässig dem Leitglied.
Der Faden wird dem Leitglied entlang mitgenommen und zweckmäßigerweise in die Beuge
des U oder V gezwungen, so daß er nicht seitlich auszuweichen vermag.
[0011] Eine besonders zweckmäßige Ausführungsform geht aus Anspruch 5 hervor. Sobald der
Faden in das Leitglied eingetreten ist, kann er seitlich nicht mehr von seinem vorbestimmten
Umgehungsweg abweichen. Erst bei Auftreten der den Faden streckenden Zugwirkung wird
der Faden durch den Längsschlitz heraus und in den Klemmbereich hineingezogen.
[0012] Eine besonders zweckmäßige Ausführungsform geht aus Anspruch 6 hervor. Tellerbremsen
sind häufig eingesetzte Fadenbremsen in fadenverarbeitenden Systemen. Mit dem Leitglied
wird das bisher schwierig zu beherrschende Problem der automatischen Einfädelung einfach
gelöst. Das Leitglied erstreckt sich fast über den halben Umfang der Bremsteller.
Die Bremsteller kooperieren mit der von ihren Umfängen gebildeten Einschnürung mit
dem Leitglied, so daß der Luftstrom gleichmäßig geführt und der Faden rasch vorwärts
gefördert wird.
[0013] Die alternative Ausführungsform gemäß Anspruch 7 ist eine sogenannte Lamellenbremse(Blattfederbremse)
mit einer Bremslamelle und einem Widerlager, wie einem Zapfen oder Stift bzw. mit
zwei Bremslamellen. Das Leitglied führt den einzufädelnden Faden am Klemmbereich vorbei,
in den der Faden dann leicht von der Seite her hineingezogen wird.
[0014] Bei der Ausbildung gemäß Anspruch 8 dient das Fadenführelement bei normalem Fadenlauf
zum korrekten Abstützen des Fadens, um ihn im Klemmbereich zu halten. Beim Einfädeln
hat der Faden im Fadenführelement einen Ausgangspunkt, von dem er zuverlässig entlang
des Leitgliedes bis in Richtung zum Fadennehmer gelangt. Sobald seitens des Fadennehmers
die Zugwirkung im Faden eintritt, wird der Faden zwischen dem Fadennehmer und dem
Fadenführelement abgestützt und gestreckt, damit er leicht in den Klemmbereich eintritt.
Gegebenenfalls ist aber auch ablaufseitig in der Fadenbremse ein weiteres Fadenführelement
vorgesehen, das beim Strecken des Fadens unter der Zugwirkung das leichte Hineingleiten
des Fadens in den Klemmbereich unterstützt.
[0015] Bei der Ausführungsform gemäß Anspruch 9 zielt die Ausblaserichtung der Richtungsdüse
auf den Klemmbereich. Dort wird die Luft so zur Seite abgelenkt, daß die Luftströmung
und mit ihr der einzufädelnde Faden vom Leitglied und dem Klemmbereich umgeleitet
wird.
[0016] Bei der Ausführungsform gemäß Anspruch 10 ist durch die schräggestellte Ausblasrichtung
der Richtungsdüse sichergestellt, daß der Faden beim Einfädeln zuverlässig in das
Leitglied eintritt und von diesem in der vorbestimmten Bahn geführt wird.
[0017] Besonders zweckmäßig ist ferner die Ausführungsform gemäß Anspruch 11, weil die Ejektor-Saug-
und Blasdüse den vom Fadengeber kommenden Faden ansaugt und mit Druck in Richtung
zum Leitglied weiterfördert. Es ist allerdings auch denkbar, die Düsenfunktionen zu
trennen und getrennte Blas- und Saugdüsen vorzusehen, um den Faden in die Fadenbremse
und dann durch diese hindurchzufördern.
[0018] Eine baulich einfache und herstellungs- sowie montagetechnisch günstige Ausführungsform
geht aus Anspruch 12 hervor.
[0019] Die Ausführungsform gemäß Anspruch 13 bezieht sich auf eine Fadenbremse mit einer
Abschirmfläche, deren Aufgabe es ist, ein Verwickeln des Fadens an der Fadenbremse
zu vermeiden und das Einfädeln zu erleichtern. Die Ejektor-Saug- und Blasdüse läßt
sich baulich einfach in den Fußteil des Abschirmelements integrieren. Der zum Abschirmelement
gebrachte, einzufädelnde Faden wird in den Durchgangskanal gesaugt und dann in der
Fadenbremse zum Leitglied gebracht, das ihn um den Klemmbereich herum in Richtung
zum Fadennehmer leitet, ehe dieser durch Zugwirkung den Faden streckt und in den Klemmbereich
bringt.
[0020] Die Ausführungsform gemäß Anspruch 14 ist baulich einfach, weil der Grundkörper oder
der Fußteil zum Befestigen des Leitglieds benutzt wird. Die Einstellbarkeit des Leitglieds
ermöglicht die Anpassung an die jeweiligen Betriebsverhältnisse.
[0021] Bei der Ausbildung gemäß Anspruch 15 ist von vornherein dafür gesorgt, daß der einzufädelnde
Faden auf jeden Fall zum Fadennehmer gelangt, unabhängig davon, an welche Seite des
Klemmbereichs er gefördert wird. Speziell bei einer Tellerbremse, deren runde Bremsteller
die Luftströmung aufteilen, besteht nämlich die Möglichkeit, daß der Faden einmal
zur einen und einmal zur anderen Seite des Klemmbereichs gefördert wird. Wenn zwei
Leitglieder symmetrisch angeordnet sind, ist in jedem Falle ein korrektes Einfädeln
sichergestellt.
[0022] Anhand der Zeichnung werden Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht einer Vorrichtung zum Führen und Bremsen eines Fadens,
wobei die Vorrichtung eine Tellerbremse enthält,
- Fig. 2
- einen Schnitt in der Ebene II-II von Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Draufsicht einer anderen Ausführungsform,
- Fig. 4
- eine Seitenansicht einer weiteren Variante,
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf eine Fadenbremse vom Typ einer Lamellenbremse,
- Fig. 6
- eine Seitenansicht zu Fig. 4,
- Fig. 7
- eine Schnittansicht in der Ebene VI-VI von Fig. 5,
- Fig. 8
- eine Seitenschnittansicht einer Variante,
- Fig. 9
- eine Seitenschnittansicht einer weiteren Ausführungsform, und
- Fig. 10
- eine Detailvariante aus Fig. 9 in Blickrichtung X.
[0023] Eine Vorrichtung V zum Führen und Bremsen eines in etwa linear laufenden Fadens Y
ist auf nicht detailliert gezeigte Weise in ein fadenverarbeitendes System integriert.
Die Vorrichtung V weist einen Fadengeber G auf, von dem der Faden Y zu einem Fadennehmer
N verläuft, der auf den Faden Y eine Zugwirkung Z ausübt. Teil der Vorrichtung ist
eine Fadenbremse B, die zwischen dem Fadengeber G und dem Fadennehmer N im strichliert
angedeuteten, normalen Fadenlaufweg 7 vorgesehen ist. Der Fadengeber G ist beispielsweise
eine Vorratsspule 1, von der Faden Y abgezogen wird. Der Fadennehmer N kann ein Fadenspeicher-
und -liefergerät oder die Eintragvorrichtung einer Webmaschine oder ein anderes Gerät
(z.B. an einer Strickmaschine), das Faden verbraucht oder weiterliefert, sein. Beispielsweise
ist der Fadennehmer N eine auf den Faden Y die Zugwirkung Z ausübende Einlaßvorrichtung
2 eines Fa- denliefer- und -speichergeräts.
[0024] Die Fadenbremse B gemäß den Fig. 1 und 2 weist einen Grundkörper 3 mit einem Flansch
4 auf, in dem ein Fadenführelement 5, z.B. eine Fadenöse, im normalen Fadenlaufweg
7 angebracht ist. In der Fadenbremse B liegen zwei Bremselemente E federnd nachgiebig
aneinander. Es handelt sich um kreisrunde Bremsteller 9, 10, die einen kreisringförmigen
Klemmbereich K definieren, durch den der Faden Y im normalen Fadenlaufweg 7 durchläuft,
um gebremst zu werden. Die Bremsteller 9, 10 sind auf einem am Grundkörper 3 angeordneten
Stift 11 beweglich gelagert. Gegebenenfalls ist zwischen den Bremstellern 9, 10 ein
Fadenführungshaken 12 vorgesehen, in den der Faden Y exzentrisch zur Achse der Bremsteller
9, 10 eingehängt ist.
[0025] In der Fadenbremse B ist ein wie ein Fahrrad-Kot- flügel die Bremselemente E berührungsfrei
umgehendes Leitglied L angebracht, das zum Einfädeln des Fadens Y in die Fadenbremse
B benutzt wird. Ferner ist eine pneumatische Einfädelvorrichtung P vorgesehen, die
bei der gezeigten Ausführungsform eine mit einer Druckluftquelle 14 verbundene Richtungsdüse
13 enthält. Die Richtungsdüse 13 hat eine Ausblasrichtung, die in etwa in Richtung
des Fadenlaufweg 7 oder schräg dazu verläuft, so daß eine Luftströmung F erzeugbar
ist. Das Leitglied L liegt in der Ebene des Klemmbereichs K und des normalen Fadenlaufweges
7 und hat bogenförmige Gestalt. Das Leitglied L besitzt ein Aufnahmeende 18 nahe dem
Fadenführelement 5 und ein Auslaufende 19, das in Fadenlaufrichtung hinter den Bremselementen
E liegt und zum Fadennehmer N weist. Im Leitglied L ist ein zum Klemmbereich K offener
Leitkanal 6 für die Luftströmung F und den Faden Y vorgesehen.
[0026] Gemäß Fig. 2 hat der Leitkanal 6 einen U- oder V-förmigen Querschnitt. Der obere
Bremsteller 9 ist entlang eines Gewindestiftes 15 verschiebbar und wird im Klemmbereich
mittels eines verstellbaren Anschlages 16 und eine Feder 17 gegen den Bremsteller
10 gedrückt.
[0027] In den Fig. 1 und 2 ist das Leitglied L mit einem Querabstand von den Bremselementen
E dargestellt. Die Weite des Leitkanals 6 entspricht in etwa dem Abstand der Ränder
der aneinanderliegenden Bremsteller 9 und 10. Es ist aber denkbar, die Weite des Leitkanals
6 kleiner oder größer als den Abstand der Ränder der Bremsteller 9, 10 zu gestalten.
Gegebenenfalls greift der Leitkanal 6 seitlich um die Ränder der Bremsteller 9, 10
herum, zumindest in dem Bereich, in dem in Fig. 1 das Leitglied L nahe an den Bremstellern
9, 10 verläuft. Der Leitkanal 6 kann statt eines U-förmigen Querschnitts einen V-
oder einen Rinnenquerschnitt haben. Die Tiefe des Leitkanals 6 kann über die Längserstreckung
des Leitgliedes L variieren, wie auch die Neigung der Seitenwände des Leitkanals 6
oder die Innenkrümmung des Leitkanals 6. Ferner kann das Leitglied L nahe beim Fadenführelement
5 verbreitert ausgebildet sein, um den Faden Y leichter zu übernehmen. Die offene
Seite des Leitkanals 6 kann durch eine oder zwei elastische Lippen oder weiche Borsten
abgedeckt sein, die der Faden beim Strecken wegdrückt.
[0028] Die Richtungsdüse 13, die auch in das Fadenführelement 5 oder den Flansch 4 integriert
sein kann, ist zweckmäßigerweise mit schräg zum Leitglied L geneigter Ausblasrichtung
ausgebildet. Die Ausblasrichtung kann aber auch in etwa in Richtung des Fadenlaufweges
7 weisen. Dann ist symmetrisch ein zweites Leitglied L (Fig. 1, strichliert gezeigt)
vorzusehen. Die Luftströmung wird in diesem Fall an den Bremstellern 9, 10 aufgeteilt,
so daß der Faden Y entlang des einen oder des anderen Leitglieds L gefördert wird.
Der Fadenführhaken 12 ist zweiseitig ausgebildet, damit der Faden Y nach dem Einfädeln
zuverlässig vom Fadenführhaken 12 zwischen den Bremstellern 9, 10 geführt wird.
[0029] Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform bei der die Fadenbremse B zulaufseitig mit einer
Abschirmfläche 20 ausgestattet ist, die am Flansch 4 des Grundkörpers 3 befestigt
ist. Ferner ist ein zweiter Flansch 4' an der Ablaufseite der Fadenbremse B vorgesehen,
der eine Durchgangsöffnung 32 für den Faden enthält. Bei den Bremselementen E ist
strichliert eine nach oben bzw. unten gerichtete Auswölbung angedeutet. Zwischen den
Auswölbungen findet der Fadenführhaken 12 Platz. Die Abschirmfläche 20, die entweder
eben oder zulaufseitig konvex gekrümmt ist, enthält ggfs. eine Fadenöse 21 und einen
Längsdurchgang 22 in einem Fußteil 26, mit dem die Abschirmfläche 20 am Flansch 4
in einer Öffnung 25 festgelegt ist. Der Flansch 4 ist schräggestellt, wie auch die
Anlagefläche des Fußteils 26. Eine Spannmutter 24 spannt den Fußteil 26 gegen den
Flansch 4. Durch Drehen der Abschirmfläche 20 in der Öffnung 25 läßt sich die Abschirmfläche
20 auf die jeweilige Zulaufrichtung des Fadens Y einstellen.
[0030] In den Fußteil 26 ist als Richtungsdüse 13 eine Ejektor-Saug- und Blasdüse eingegliedert,
die über eine Leitung 23 an die Druckquelle 14 angeschlossen ist und die Luftströmung
F in Richtung zum Leitglied L sowie eine Saugströmung an der Zulaufseite erzeugt.
Falls nur ein Leitglied L vorgesehen ist, dann ist die Luftströmung F schräg zum Leitkanal
6 gerichtet. Sind wie in Fig. 1 zwei symmetrisch angeordnete Leitglieder L vorgesehen,
dann kann die Luftströmung F auch mittig auf die Bremselemente E zielen. Da bei einer
Verdrehung der Abschirmfläche 20 in Fig. 3 der Längsdurchgang 22 seine Winkellage
verändert und damit die Luftströmung F ihre Richtung unerwünscht verändern könnte,
ist es zweckmäßig, wenn die Richtungsdüse 13' in dem den Bremselementen E zugewandten
Teil des Kopfteils 26 untergebracht ist, der seine Ausrichtung bei einer Verdrehung
des Fußteils 26 nicht verändert. Es wäre auch denkbar, eine getrennte Blas- und eine
Saugdüse vorzusehen, um den Faden Y einsaugen und ihn in den Leitkanal zu fördern.
[0031] Die Fadenbremse B der Vorrichtung V gemäß Fig. 4 entspricht annähernd der Fadenbremse
B von Fig. 3. Unterschiedlich ist, daß die Abschirmfläche 20 mit ihrem Fußteil 26
in fester Position am Flansch 4 gehaltert ist. Der Fußteil 26 besteht aus zwei ineinander
gesteckten Formteilen 26a, 26b, die die Richtungsdüse 13', d.h. eine Ejektor-Saug-
und Blasdüse, bilden. Diese ist über den Anschluß 23 mit der nicht gezeigten Druckquelle
14 verbunden und wirkt in den Längsdurchgang 22 ein, um an der dem Fadengeber G zugewandten
Seite eine Saugströmung und die Luftströmung F in den Leitkanal 6 des Leitglieds G
zu erzeugen. Das Leitglied G ist, z.B. einstückig, mit dem Teil 26a des Fußteils 26
verbunden und ähnlich dem Kotflügel eines Fahrrads ausgebildet, so daß es die Bremsteller
9, 10 umfaßt und mit seinem Auslaßende 19 zum normalen Fadenlaufweg 7 weist. Die Fadenbremse
B ist am Fadennehmer N angebracht, beispielsweise bei einer Einlaßdüse oder einer
Einlaß-Fadenöse eines Fadenspeicher- und -liefergeräts 34. Damit die Luftströmung
F in den Leitkanal 6 zielt, ist am den Bremselementen E zugewandten Ende des Längsdurchganges
22 eine Abweisenase 33 angeformt, und der Auslaß des Längsdurchgangs 22 nach oben
erweitert. Anstelle der Abweisenase 33 könnte auch ein Querzapfen aus verschleißfestem
Material (Keramik) vorgesehen sein, der jedoch den Faden Y im normalen Fadenlaufweg
7 nicht behindert. Der normale Fadenlaufweg 7, verläuft in etwa geradlinig vom Längsdurchgang
22 zum Fadennehmer N.
[0032] Die Fig. 5 bis 7 zeigen eine Lamellen-Faden- bremse B, die anstelle der Tellerbremse
in die Vorrichtung gemäß den Fig. 1 bis 3 eingesetzt werden kann. Die Fadenbremse
B gemäß den Fig. 5 bis 7 weist den Grundkörper 3 mit dem Flansch 4 und dem Fadenführelement
5 auf. Die Bremselemente E sind zwei in etwa rechteckige Bremslamellen 9', 10', die
an Stützen 27 gehaltert sind und einen sich in Fadenlaufrichtung bis zum Klemmbereich
K verjüngenden Einlaufspalt bilden. Die beiden Bremslamellen 9', 10' werden federnd
gegeneinander gedrückt und definieren den senkrecht zur Zeichenebene von Fig. 5 und
senkrecht zur Fadenlaufrichtung liegenden Klemmbereich K. Anstelle der zweiten Bremslamelle
10' könnte auch ein stationäres Widerlager 10", z.B. ein Zapfen oder ein Stift, vorgesehen
sein.
[0033] Das Leitglied L beginnt in der Nähe des Fadenführelementes 5 und greift in diesem
Bereich gegebenenfalls sogar zwischen die Bremslamellen 9', 10'. Im Anschluß daran
verläuft das Leitglied L mit seinem Leitkanal 6 nach oben über die Bremslamellen 9',
10' hinweg und dann mit einer abschließenden Krümmung nach unten. Über die Längserstreckung
des Leitgliedes kann der Leitkanal 6 gemäß Fig. 5 unterschiedliche Krümmungsradien
28 besitzen. Es ist auch denkbar, das Leitglied L aus geraden Abschnitten zusammenzusetzen
oder mit geraden Abschnitten auszubilden, die jeweils über stumpfe Winkel aneinander
anschließen (strichliert bei 29 angedeutet).
[0034] Alternativ ist in Fig. 7 strichliert angedeutet, daß das Leitglied L nach Art eines
geschlossenen Rund- oder Profilrohres 30 mit einem Längsschlitz 31 ausgebildet ist,
an dessen Rand ggfs. eine elastische Abdeckfläche oder Borsten vorgesehen sein können.
Der Längsschlitz 31 ist dem Klemmbereich K zugewandt.
[0035] Die in Fig. 8 gezeigte Fadenbremse B entspricht im wesentlichen der Fadenbremse B
der Fig. 5 bis 7. Unterschiedlich ist die Anordnung der Abschirmfläche 20 am Flansch
4 des Grundkörpers 3, wobei der zum Befestigen der Abschirmfläche 20 vorgesehene Fußteil
26 der Abschirmfläche 20 die Richtungsdüse 13' in Form einer Ejektor-Saug- und Blasdüse
enthält, die in den Längsdurchgang 22 einwirkt. Am den Bremslamellen 9', 10' zugewandten
Ende des Längsdurchganges 22 ist eine Abweisenase 33 angeformt, die die Luftströmung
in den Leitkanal 6 des Leitgliedes L ablenkt. Das Leitglied L greift über die in Fadenlaufrichtung
hintenliegenden Enden der beiden Bremslamellen 9', 10'. Bei 35 ist angedeutet, daß
die obenliegenden Ecken der beiden Bremslamellen 9', 10' weggeschnitten sein können,
um hier einen Abstand zum Leitglied zu schaffen und den Flug des eingefädelten Fadens
nicht zu behindern.
[0036] Bei der Ausführungsform der Fadenbremse B gemäß den Fig. 9 und 10 handelt es sich
um eine sogenannte "kleine" Lamellenbremse, die einer Tellerbremse ähnlich ist. In
einem auf dem Grundkörper 3 befestigten Gehäuse 36 sind zwei nach Art von Bremslamellen
ausgebildete, in etwa rechteckige und federbelastete Bremsflächen 9', 10' mit nach
außen gerundeten Rändern gehaltert, zwischen denen der Faden im normalen Fadenlaufweg
7 eingeklemmt wird. Am Flansch 4 ist die Abschirmfläche 20 mit ihrem Fußteil 26 festgelegt.
Der Fußteil 26 ist zweiteilig und enthält die Richtungsdüse 13', d.h. eine Ejektor-Saug-
und Blasdüse, die in den Längsdurchgang 22 eingreift. Das Leitglied L ist einstückig
mit dem Fußteil 26 bzw. mit dessen einem, eine Abweisenase 33 formenden Teil des Fußteils
26 ausgebildet und greift über das Gehäuse 36 hinweg.
[0037] In Fig. 10 ist gezeigt, daß das Gehäuse 36 einen zwikkelförmigen Einlaß 40 zu den
Bremsflächen 9', 10' bildet, der mit dem Leitkanal 6 zumindest über einen Teil der
Längserstreckung des Leitgliedes L einen strömungsbegünstigenden und weitgehend geschlossenen
Strömungsdurchgang definiert, in dem der im Leitkanal 6 geförderte Faden zuverlässig
gegen den Grund des Leitkanals 6 verlagert wird. Es wäre denkbar, das Leitglied L
so auszubilden, daß es in Fig. 10 bis in den zwickelförmigen Einlaufspalt 40 des Gehäuses
36 hinein verlagert ist.
[0038] Bei allen gezeigten Ausführungsbeispielen der Fig. 1 bis 10 wird zum Einfädeln des
Fadens Y die Richtungsdüse 13, 13' aktiviert. Das auf beliebige Weise zum Aufnahmeende
18 des Leitglieds L gebrachte Fadenende bzw. durch die Saugwirkung der Ejektor-Saug-
und Blasdüse angesaugte freie Fadenende wird in den Leitkanal 6 gefördert. Die Luftströmung
F schiebt dann den Faden Y entlang des Leitkanals unter Umgehung des Klemmbereichs
vorwärts, bis das freie Fadenende vom Fadennehmer N ergriffen und mit einer Zugwirkung
beaufschlagt wird. Durch die Zugwirkung wird der zunächst noch dem Umweg 34 folgende
Faden Y gestreckt und quer zum normalen Fadenlaufweg 7 in den Klemmbereich überführt,
wobei er entweder aus dem offenen Leitkanal 6 herausgehoben oder durch den Längsschlitz
31 (Fig. 7) gezogen wird. Sobald der Faden Y wieder ordnungsgemäß im normalen Fadenlaufweg
7 angelangt ist, wird die Beaufschlagung der Richtungsdüse 13, 13' beendet.
1. Vorrichtung zum Führen und Bremsen eines in etwa linear laufenden Fadens (Y), mit
einem den Faden (Y) zum Ausgeben bereithaltenden Fadengeber (G) und einem im Fadenlaufweg
in etwa darauf ausgerichteten, den Faden unter Zugwirkung übernehmenden Fadennehmer
(N), mit einer im Fadenlaufweg zwischen dem Fadengeber und dem Fadennehmer angeordneten
Fadenbremse (B), die quer zur Fadenlaufrichtung nachgiebig gegeneinander gedrückte,
bei normalem Fadenlauf den Faden in einem Klemmbereich (K) bremsend beaufschlagende
Bremselemente (E) aufweist, und mit einer pneumatischen Einfädelvorrichtung (P), mit
der in etwa in Fadenlaufrichtung wenigstens ein den Faden vorwärts fördernder Luftstrom
erzeugbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Fadenbremse (B) zwei nachgiebig gegeneinander gedrückte Bremsteller (9, 10)
oder Bremslamellen (9', 10') aufweist, und daß in der Fadenbremse (B) wenigstens ein
den Klemmbereich (K) der Bremselemente (E) berührungslos umgehendes Luft- und Fadenleitglied
(L) vorgesehen ist, das nach Art eines Fahrrad-Kotflügels mit einem in Fadenlaufrichtung
vor dem Klemmbereich (K) und seitlich neben dem Fadenlaufweg (7) liegenden Aufnahmeende
(18), einem hinter dem Klemmbereich (K) liegenden und zum Fadenlaufweg (7) gerichteten
Auslaufende (19) und dazwischen mit einem zu den Bremselementen (E) offenen Leitkanal
(6) ausgebildet ist und in der vom Fadenlaufweg (7) und vom Klemmbereich (K) der Bremselemente
(E) definierten Ebene mit zum Klemmbereich (K) weisendem Leitkanal (6) verläuft, und
aus dem der zum Einfädeln mittels Luftstroms (F) am Klemmbereich (K) vorbei zum Fadennehmer
(N) geförderte Faden (Y) unter im Faden (Y) erzeugter Zugwirkung (Z) in den Klemmbereich
(K) zwischen die beiden Bremselemente (E) einführbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Leitglied (L) - in einer Seitenansicht - gleichförmig oder ungleichförmig
gebogen (28) ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Leitglied (L) in einer Seitenansicht - mehrere gerade und unter Einfluß wenigstens
eines stumpfen Winkels aneinander anschließende Abschnitte (29) aufweist.
4. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Leitkanal (6) in etwa U- oder V-förmig ist.
5. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Leitglied (L), zumindest in einem Längsschnitt, rund- oder kantrohrförmig
(30) und bis auf einen schmalen Längsschlitz (31) geschlossen ist, der zum Klemmbereich
(K) weist.
6. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsteller (9, 10) einen kreisringförmigen Klemmbereich (K) aufweisen, und
das Leitglied (L) die Bremsteller (9, 10) über einen Bereich zwischen ca. 100° bis
maximal 180° ihres Außenumfangs umfaßt.
7. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Fadenbremse eine Lamellenbremse mit einem linien- oder balkenförmigen Klemmbereich
(K) senkrecht zur Fadenlaufrichtung ist und daß das Leitglied (L) den Klemmbereich
(K) bogen- oder hakenförmig umgeht.
8. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Fadenbremse (B) zumindest ein zulaufseitiges und an einem Grundkörper (3)
der Fadenbremse (B) angebrachtes Fadenführelement (5) wie eine Fadenöse aufweist.
9. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die pneumatische Einfädelvorrichtung (P) zumindest an der Zulaufseite der Fadenbremse
(B) eine Richtungsdüse (13, 13') aufweist, deren Ausblasrichtung in etwa in Fadenlaufrichtung
auf den Klemmbereich (K) zielt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Richtungsdüse (13, 13') mit in Richtung zum Aufnahmeende (18) des Leitglieds
(L) schräggestellter Ausblasrichtung ausgebildet ist.
11. Vorrichtung nach den Ansprüchen 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Richtungsdüse (13') eine Ejektor-Saug- und Blasdüse ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Ejektor-Saug- und Blasdüse zwischen zwei ineinandergesteckten Formteilen
(26a, 26b) gebildet wird, und daß vorzugsweise, das Leitglied (L) am einen Formteil
(26a), zweckmäßigerweise einstückig mit diesem, angeordnet ist.
13. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß bei dem Fadenführungselement (5) ein einen Durchgangskanal (22) aufweisendes
Abschirmelement (20) angeordnet ist, und daß das Abschirmelement (20) einen, vorzugsweise
aus den Formteilen (26a, 26b) bestehenden Fußteil (26) aufweist, in dem die in den
Durchgangskanal (22) einwirkende Richtungsdüse (13, 13'), z.B,. die Ejektor-Saug-
und Blasdüse, untergebracht ist.
14. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Leitglied (L) am Grundkörper (3) der Fadenbremse (B), vorzugsweise verstellbar,
oder am Fußteil (26) der Abschirmfläche (20), vorzugsweise mit diesem einstückig,
angeordnet ist.
15. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6 und 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß zwei bezüglich des Fadenlaufwegs (7) bei normalem Fadenlauf symmetrisch angeordnete,
gleiche Leitglieder (L) beiderseits der Bremsteller (9, 10) vorgesehen sind.
1. A device for guiding and braking an approximately linearly running thread (Y), with
a thread holds the thread (Y) ready for release and a thread (N) which is aligned
approximately with the thread path and picks up the thread with a tensile effect,
with a thread brake (B), which is arranged in the thread path between the thread giving
device and the thread receiving device and which comprises brake elements (E), which
are resiliently pressed against one another transversely to the thread running direction
and during normal thread running act upon the thread with a decelerating effect in
a clamping region (K), and with a pneumatic threading device (P), by means of which
at least one air flow conveying the thread forwards can be generated approximately
in the thread running direction, characterised in that the thread brake (B) comprises
two brake discs (9, 10) or brake plates (9', 10') which are resiliently pressed against
one another, and at least one air and thread guiding element (L) enclosing the clamping
region (K) of the brake elements (E) in a contact-free manner is provided in the thread
brake (B) and is constructed in the manner of a bicycle mudguard with a receiving
end (18) lying in front of the clamping region (K) in the thread running direction
and laterally adjacent the thread path (7), an outlet end (19) lying behind the clamping
region (K) and pointing towards the thread path (7) and, between said ends, with a
guide channel (6)which is open towards the brake elements (E), the guiding element
(L) extending in the plane defined by the thread path (7) and the clamping region
(K) of the brake elements (E) with the guide element (6) pointing towards the clamping
region (K), and the thread (Y), which for threading is conveyed by means of the air
flow (F) past the clamping region (K) to the thread receiving device (N), being introduced
from the guiding element (L) with the tensile effect (Z) generated in the thread (Y)
into the clamping region (K) between the two brake elements (E).
2. A device according to claim 1, characterised in that the guiding element (L) - viewed
from the side - is bent (28) in a uniform or non-uniform manner.
3. A device according to claim 1, characterised in that the guiding element (L) - viewed
from the side - comprises a plurality of straight sections (29) which adjoin one another
with at least one obtuse angle.
4. A device according to at least one of claims 1 to 3, characterised in that the guide
channel (6) is approximately U-or V-shaped.
5. A device according to at least one of claims 1 to 3, characterised in that the guiding
element (L), at least in a longitudinal cross section, has the shape of a round or
square pipe (30) and is closed with the exception of a narrow slot (31), which points
towards the clamping region (K).
6. A device according to at least one of claims 1 to 5, characterised in that the brake
discs (9, 10) comprise a circular ring-shaped clamping region (K), and the guiding
element (L) encloses the brake discs (9, 10) over a region measuring between approximately
100° and 180° maximum of the outer circumference of the brake discs (9, 10).
7. A device according to one of claims 1 to 5, characterised in that the thread brake
is a multi-disc brake with a linear or bar-shaped clamping region (K) perpendicular
to the thread running direction, and the guiding element (L) encloses the clamping
region (K) in an arc or hook shape.
8. A device according to at least one of claims 1 to 7, characterised in that the thread
brake (B) comprises at least one thread guide element (5) such as a thread eyelet
on the feed side, which is fitted to a base element (3) of the thread brake (B).
9. A device according to at least one of claims 1 to 8, characterised in that the pneumatic
threading device (P) comprises a directing nozzle (13, 13') at least on the feed side
of the thread brake (B), the blowing direction of the directing nozzle (13, 13') aiming
approximately in the thread running direction towards the clamping region (K).
10. A device according to claim 9, characterised in that the directing nozzle (13, 13')
is constructed with a blowing direction which is inclined in the direction of the
receiving end (18) of the guiding element (L).
11. A device according to claims 9 and 10, characterised in that the directing nozzle
(13') is an ejector-suction- and blowing nozzle.
12. A device according to claim 11, characterised in that the ejector-suction- and blowing
nozzle is formed between two interconnected moulded parts (26a, 26b), and the guiding
element (L) is preferably arranged on a moulded part (26a) and is expediently integrally
formed therewith.
13. A device according to at least one of claims 1 to 12, characterised in that a screening
element (20) comprising a through duct (22) is provided for the thread guide element
(5), and the screening element (20) comprises a foot section (26) formed by the moulded
parts (26a, 26b), in which the directing nozzle (13, 13') acting into the through
duct (22), e.g. the ejector-suction- and blowing nozzle, is accommodated.
14. A device according to at least one of claims 1 to 13, characterised in that the guiding
element (L) is preferably displaceably arranged on the base element (3) of the thread
brake (B) or is arranged on the foot section (26) of the screening surface (20) and
is preferably integrally formed therewith.
15. A device according to claims 1 to 6 and 10 to 14, characterised in that two like guiding
elements (L) are provided on either side of the brake discs (9, 10) and are arranged
symmetrically in relation to the thread path (7) during normal thread running.
1. Dispositif de guidage et de freinage d'un fil (Y) se déplaçant à peu près linéairement,
comportant un alimentateur en fil (G) maintenant le fil (Y) disponible pour sa sortie,
ainsi qu'un récepteur de fil (N), aligné sur le trajet du fil et exerçant sur celui-ci
une action de traction, un frein de fil (B) disposé dans le trajet du fil entre l'alimentateur
et le récepteur de fil et qui comporte, perpendiculairement à la direction de déplacement
du fil, des éléments de freinage (E), poussés souplement l'un contre l'autre perpendiculairement
au sens d'avancement du fil et exerçant, dans le cas d'une avance normale du fil,
un effet de freinage sur le fil dans une zone de serrage (K), ainsi qu'un dispositif
pneumatique d'entraînement de fil (P) à l'aide duquel peut être produit, approximativement
dans le sens d'avancement du fil, au moins un courant d'air propulsant le fil vers
l'avant, caractérisé en ce que le frein de fil (B) comporte deux disques de freinage
(9, 10) ou lamelles de freinage (9', 10'), poussés souplement l'un vers l'autre, et
en ce qu'il est prévu dans le frein de fil (B) au moins un organe de guidage d'air
et de fil (L), entourant sans contact la zone de serrage (K) des éléments de freinage
(E) et qui comporte, à la façon d'un garde-boue de bicyclette, une extrémité réceptrice
(18), située, dans le sens d'avancement du fil, avant la zone de serrage (K) et placée
latéralement à côté du trajet de déplacement de fil (7), une extrémité de sortie (19),
placée en arrière de la zone de serrage (K) et dirigée vers le trajet d'avancement
de fil (7), et dans une zone intermédiaire un canal de guidage (6) ouvert en direction
des éléments de freinage (E), organe de guidage qui s'étend avec le canal de guidage
(6) dirigé vers la zone de serrage (K), dans le plan défini par le trajet d'avancement
de fil (7) et par cette zone de serrage (K) des éléments de freinage (E), et hors
duquel le fil (Y), propulsé par le courant d'air (F) en passant devant la zone de
serrage (K) en direction du récepteur de fil (N), peut être introduit, sous l'effet
d'une traction (Z) produite dans le fil (Y), dans la zone de serrage (K) entre les
deux éléments de freinage (E).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'organe de guidage (L)
- considéré en vue en élévation latérale - est recourbé (28) uniformément ou non uniformément.
3. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'organe de guidage (L)
- considéré en vue en élévation latérale - comporte plusieurs parties (29) droites
et reliées mutuellement en formant au moins un angle obtus.
4. Dispositif selon une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le canal de guidage
(6) a une forme à peu près en U ou en V.
5. Dispositif selon au moins une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'organe
de guidage (L) a, au moins en vue en coupe longitudinale, une forme de tube de section
circulaire ou à arêtes (30) et est fermé jusqu'à une fente longitudinale étroite (31)
qui est dirigée vers la zone de serrage (K).
6. Dispositif selon au moins une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les
disques de freinage (9, 10) comportent une zone de serrage (K) de forme annulaire
et l'organe de guidage (L) entoure les disques de freinage (9, 10) dans une zone s'étendant
entre environ 100° et au maximum 180° de son pourtour extérieur.
7. Dispositif selon au moins une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le frein
de fil est un frein à lamelles comportant, perpendiculairement au sens d'avancement
du fil, une zone de serrage (K) de forme linéaire ou nervurée et en ce que l'organe
de guidage (L) entoure la zone de serrage (K) avec une forme d'arc ou de crochet.
8. Dispositif selon au moins une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le frein
de fil (B) comporte au moins un élément de guidage de fil (5), disposé du côté d'entrée
et sur un corps de base (3) du frein de fil (B), comme un oeillet de passage de fil.
9. Dispositif selon au moins une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le dispositif
pneumatique d'engagement de fil (P) comporte, au moins sur le côté d'entrée dans le
frein de fil (B), une buse d'orientation (13, 13'), dont le sens de soufflage est
orienté à peu près dans le sens d'avancement de fil vers la zone de serrage (K).
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que la buse d'orientation (13,
13') est pourvue d'un système de soufflage orienté en oblique et en direction de l'extrémité
d'entrée (18) de l'organe de guidage (L).
11. Dispositif selon les revendications 9 et 10, caractérisé en ce que la buse d'orientation
(13') est une buse-éjecteur produisant aspiration et soufflage.
12. Dispositif selon la revendication 11, caractérisé en ce que la buse-éjecteur produisant
aspiration et soufflage est créée entre deux pièces profilées (26a, 26b) emboîtées
l'une dans l'autre et en ce qu'avantageusement l'organe de guidage (L) est disposé
sur une pièce profilée (26a), avantageusement en étant lié unitairement à celle-ci.
13. Dispositif selon au moins une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce qu'il est
prévu dans l'élément de guidage de fil (5) un élément de protection (20), pourvu d'un
canal de passage (22), et en ce que l'élément de protection (20) comporte une partie
de base, se composant avantageusement des pièces profilées (26a, 26b) et dans laquelle
est logée la buse d'orientation (13, 13'), par exemple la buse-éjecteur, produisant
aspiration et soufflage et agissant dans le canal de passage (22).
14. Dispositif selon au moins une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que l'organe
de guidage (L) est avantageusement réglable sur le corps de base (3) du frein de fil
(B) ou bien il est disposé sur la partie de base (26) de la surface de protection
(20), en étant avantageusement lié unitairement à celle-ci.
15. Dispositif selon les revendications 1 à 6 et 10 à 14, caractérisé en ce qu'il est
prévu des deux côtés des disques de freinage (9, 10) deux organes de guidage identiques
qui sont disposés symétriquement par rapport au trajet d'avancement de fil (7) dans
le cas d'une progression normale du fil.