[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum mechanischen Aufrauhen der Oberfläche eines
Druckplattenträgers aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung durch Naßbürsten und
eine Bürstenwalze zur Durchführung des Verfahrens.
[0002] Die Herstellung von Trägern für lichtempfindliche Druckplatten erfordert ein Aufrauhen
der Trägeroberfläche, was im allgemeinen in der Weise geschieht, daß zuerst mechanisch
und anschließend elektrochemisch in einem Elektrolyten aufgerauht wird. Die mechanische
Aufrauhung kann durch Drahtbürstung, Sandstrahlen, Naß- und Trockenbürstungstechniken,
Kugelmahlen und dergleichen Techniken erfolgen.
[0003] Der Druckvorgang wird unter Verwendung einer Druckplatte mit einer im wesentlichen
ebenen Oberfläche ausgeführt. Die Druckplatte wird durch das Aufrauhen und die chemische
Behandlung, ob es sich nun um eine rein chemische Behandlung in einer Lösung oder
um eine elektrochemische Behandlung handelt, so vorbereitet, daß eine Druckoberfläche
erhalten wird, die in den Druckbereichen nur die ölige Druckfarbe annimmt und Wasser
zurückweist und umgekehrt in den nicht-druckenden Bereichen Wasser annimmt und die
Druckfarbe abweist. Zur Durchführung des Druckvorganges wird die bearbeitete Druckplatte
befeuchtet und die Druckfarbe aufgetragen. Danach wird die Druckplatte beim Offset-Druck
gegen eine Gummiunterlage gedrückt, die das durch die Druckfarbe eingefärbte Druckbild
auf das zu bedruckende Papier überträgt oder beim direkten Drucken unmittelbar gegen
das Papier gedrückt. Es werden hochqualitative Bilder angestrebt, die ohne jede bemerkbare
Vorzugsrichtung sein sollen. Eine unerwünschte Richtung kann dann auftreten, wenn
die Oberfläche der Druckplatte eine nicht gleichförmige Struktur besitzt. Des weiteren
wird angestrebt, konsistente, hochqualitative Bilder herzustellen, wenn die gleiche
Druckplatte und der gleiche Druckplattentyp verwendet werden. Ein nicht reproduzierbares
Bild kann dann auftreten, wenn die Oberfläche der Druckplatte nicht von gleichbleibender
Güte ist oder bei hoher Druckauflage ihre Oberflächengüte nicht beibehält.
[0004] Eine lichtempfindliche Druckplatte wird durch das Aufbringen einer lichtempfindlichen
Schicht auf einen aufgerauhten Träger, der im allgemeinen aus Aluminium oder aus einer
Aluminiumlegierung besteht, hergestellt. Wie schon zuvor erwähnt wurde, wird die Oberfläche
entweder mechanisch, rein chemisch, elektrochemisch oder in Kombination von zwei oder
drei dieser Techniken aufgerauht. An die Aufrauhung schließt üblicherweise ein Ätzvorgang,
ein Anodisieren und eine Behandlung der Oberfläche an, die diese hydrophil macht,
falls es erforderlich sein sollte. Zuletzt wird eine lichtempfindliche Schicht auf
die aufgerauhte Oberfläche aufgebracht, um eine vorsensibilisierte Druckplatte zu
erhalten. Diese wird bildweise belichtet mittels aktinischer Strahlen, entwickelt
und konserviert, um eine verarbeitete Druckplatte zu erhalten, die dann in einer Druckpresse
montiert zum Drucken eingesetzt wird.
[0005] Auf dem Gebiet des Aufrauhens der Oberfläche von Trägern für Druckplatten ist eine
Anzahl von Verfahren, wie sie schon vorstehend erwähnt wurden, bekannt, die jedoch
zum Teil mit Nachteilen behaftet sind. So zeigt sich, daß beim Kugelmahlen die Kanten
des Trägers eine andere Rauhigkeit besitzen als die Mitte des Trägers, so daß die
Plattenkanten abgetrennt werden müssen, um eine gleichmäßige Rauhigkeit über die Breite
des Trägers sicherzustellen. Beim Drahtbürsten ergibt sich das Problem, daß die Rauhigkeit
gerichtet ist und zwar in Richtung der Drehung der Drahtbürste. Charakteristische
mittlere Rauhigkeitswerte R
a von drahtgebürstetem Material betragen in Laufrichtung eines Trägerbandes 0,25 µm
und quer zur Bandlaufrichtung 0,45 µm, so daß sich insgesamt ein 50%iger Unterschied
in den beiden zueinander senkrechten Richtungen ergibt.
[0006] Im Falle des Sandstrahlens von Trägern unterliegen die Sprühdüsen einem großen Verschleiß
infolge der abrasiven Sandpartikel und müssen häufig ersetzt werden. Beim elektrochemischen
Aufrauhen ist der elektrische Energieverbrauch groß und es ergeben sich Probleme bei
der Deponierung der säurehaltigen Lösungen, die gelöste Aluminiumionen enthalten.
Wird eine rein chemische Aufrauhung betrachtet, so ist die Verweilzeit des Trägers
in dem chemischen Bad im Vergleich zu der elektrochemischen Aufrauhung relativ lang.
[0007] Beim Naßbürsten mit einer Aufschlämmung, in der kleine abrasive Partikel in einer
wäßrigen Lösung dispergiert sind, wird diese mit einer Bürste oder einem Satz von
Bürsten gegen die Oberfläche des Trägermaterials gerieben. Die Borsten der Bürsten
bestehen üblicherweise aus Kunststoff wie Nylon oder Polypropylen und die Naßbürstung
erfolgt so lange, bis die gewünschte Oberflächenrauhigkeit erreicht ist. Von Nachteil
ist hierbei, daß die Borsten aus Kunststoff einem großen Abrieb unterliegen und daß
die Kanten des Trägermaterials die Borsten abschneiden, so daß sich in den Kantenbereichen
erheblich kürzere Borsten als in den übrigen Bereichen der Bürste ergeben. Wird dann
ein breiteres Trägerband gebürstet, so können die kürzeren Borsten das breitere Trägerband
in diesen Kantenbereichen nur ungenügend aufrauhen, so daß eine erheblich schwächere
Rauhigkeit im Vergleich zu den übrigen Bereichen erzielt wird.
[0008] Werden für das Naßbürsten anstelle von Bürsten aus Kunststoff Drahtbürsten eingesetzt,
so ergeben sich die schon erwähnten Nachteile, daß die Oberfläche des Trägermaterials
in der Rauhigkeit nicht gleichförmig ist sondern eine bevorzugte Ausrichtung ausweist.
Mit dem Verschleiß der Borsten ändert sich auch die Rauhigkeit der Trägeroberfläche.
[0009] Das Naßbürsten von Aluminiumträgern ist beispielsweise in den US-Patentschriften
3,929,591, Spalte 4, Zeilen 33 bis Spalte 5, Zeile 8 und 4,477,317, Spalte 2, Zeile
55 bis Spalte 3, Zeile 5 beschrieben.
[0010] Aus der US-Patentschrift 4,714,528, Spalte 4, Zeilen 45 bis 66 ist eine Bürstenwalze
bekannt, die beim Naßbürsten eingesetzt wird. Ein Träger aus Aluminium oder einer
Aluminiumlegierung, die 99 Gew.-% Aluminium und geringe Anteile von Silizium, Eisen,
Kupfer, Zink, Mangan, Magnesium, Chrom, Blei, Wismut, Kalzium, Indium, Galium, Nickel
und dergleichen enthält, wird mit einer Aufschlämmung unter großem Flüssigkeitsdruck,
die gegen die Oberfläche des Trägers geneigt auftrifft, bearbeitet. Die Aufschlämmung
enthält feingemahlenes Pulver aus abrasiven Stoffen und kann darüber hinaus, falls
es erforderlich ist, noch eine Säure oder eine Lauge enthalten. Nach diesem Aufrauhschritt
mittels einer Aufschlämmung erfolgt eine Bürstenbehandlung, wobei die Bürstenwalze
aus Nylonfasern, Polypropylenfasern, Tierhaar, Stahldraht oder dergleichen besteht,
und die Fasern beziehungsweise Borsten eine gleichförmige Länge besitzen und auf dem
Grundteil der Bürstenwalze gleichmäßig verteilt angebracht sind. Die Länge der Borsten
beziehungsweise Fasern beträgt 10 bis 150 mm und der Durchmesser der einzelnen Fasern
beziehungsweise Drähte reicht von 0,1 mm bis 1,5 mm. Die Bürstenwalze wird mit einer
Drehzahl im Bereich von 200 bis 2000 Umdrehungen pro Minute bewegt. Die abrasive Aufschlämmung
wird durch eine Sprühdüse auf den Träger unter hohem Flüssigkeitsdruck aufgesprüht,
bevor der Träger die Bürstenwalzen passiert, die gegen den Träger gedrückt werden,
so daß die Trägeroberfläche mit konstantem Druck zwischen den Stützrollen und den
Bürstenwalzen aufgerauht wird. Die aufgerauhte Oberfläche eines Aluminiumträgers hat
nach der Aufrauhung eine Mittenrauhheit R
a von 0,3 bis ungefähr 1,2 µm, insbesondere von 0,35 bis 0,8 µm.
[0011] In der EP-A-0 595 179 ist ein Verfahren zum Aufrauhen von Aluminiumplatten beschrieben,
bei dem zwei Arten von Bürsten aus Nylonborsten eingesetzt werden. Die beiden Bürstenarten
unterscheiden sich durch ihren verschiedenen Borstendurchmesser voneinander, wobei
die Bürsten mit dem geringeren Borstendurchmesser im Bereich von 0,10 bis 0,34 mm
im endgültigen Bürstenaufrauhschritt angewandt werden und die Bürsten mit dem größeren
Borstendurchmesser von 0,57 bis 1,20 mm die Voraufrauhung vornehmen. Sowohl vor der
Voraufrauhung und dem endgültigen Aufrauhschritt wird jeweils eine Aufschlämmung aus
abrasiven Partikeln auf die Oberfläche der Aluminiumplatte aufgebracht.
[0012] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Naßbürstverfahren zum Aufrauhen von Trägermaterialien
für Druckplatten so zu verbessern und weiterzuentwickeln, daß sehr gleichmäßige Mittenrauhwerte
ohne ausgeprägte Richtungsorientierung erhalten werden und daß nur ein geringer Verschleiß
des Bürstenwalzenmaterials im Vergleich zu bekannten Bürstenwalzen auftritt. Im Rahmen
der Erfindung soll auch eine in dem Verfahren eingesetzte Bürstenwalze geschaffen
werden, die bei gleichbleibender Mittenrauhheit eine längere Standzeit als herkömmliche
Bürstenwalzen besitzt.
[0013] Diese Aufgabe wird verfahrensgemäß in der Weise gelöst, daß unter gleichzeitigem
Einsatz von nebeneinander angeordneten organischen Fasern und Metalldrähten, mit einer
Aufschlämmung von 5 bis 80 Gew.-% abrasiver Partikel in Wasser, naß gebürstet wird.
[0014] In Ausgestaltung des Verfahrens liegt das Verhältnis der organischen Fasern zu den
Metalldrähten im Bereich von 0,01 bis 10. Bevorzugt liegt das Verhältnis der organischen
Fasern zu den Metalldrähten im Bereich von 0,05 bis 5, insbesondere beträgt es 0,1
bis 1,0.
[0015] In Weiterbildung des Verfahrens beträgt die Partikelgröße in der Aufschlämmung 1
bis 500 µm, insbesondere 20 bis 50 µm. Die Naßbürstung erfolgt in der Weise, daß die
mechanisch gemessenen Mittenrauhwerte R
a in Laufrichtung des Druckplattenträgers und quer zur Laufrichtung sich um maximal
14 %, bezogen auf R
a in Laufrichtung, voneinander unterscheiden. Dabei liegen die Mittenrauhwerte R
a in Laufrichtung im Bereich von 0,32 bis 0,47 µm und die Mittenrauhwerte R
a quer zur Laufrichtung im Bereich von 0,35 bis 0,50 µm. Es gilt im allgemeinen, daß
in beiden Richtungen die Mittenrauhwerte R
a jeweils im Bereich von 0,2 bis 0,6 µm liegen können.
[0016] Die weitere Ausgestaltung des Verfahrens ergibt sich aus den Patentansprüchen 7 und
8.
[0017] Eine Bürstenwalze zur Durchführung des Verfahrens, mit einer von Bürstenstreifen
besetzten Oberfläche, zeichnet sich dadurch aus, daß die Bürstenstreifen nebeneinander
angeordnete organische Fasern und Metalldrähte enthalten. In weiterer Ausgestaltung
der Bürstenwalze sind über die Walzenoberfläche zwei Gruppen von Bürstenstreifen angeordnet,
wobei jede Gruppe von Bürstenstreifen aus einem bestimmten Material in Gestalt von
Fasern beziehungsweise Drähten besteht und bilden die Bürstenstreifen ein sich wiederholendes
Muster aus einer ersten Anzahl von Bürstenstreifen der einen Gruppe und einer zweiten
Anzahl von Bürstenstreifen der anderen Gruppe. Es ist auch möglich, daß der einzelne
Bürstenstreifen eine Mischung aus Fasern und Drähten enthält und daß das Fasermaterial
verschieden von dem Drahtmaterial ist.
[0018] In Weiterbildung der Erfindung ist das Material der Bürstenstreifen der einen Gruppe
ein Polymer, während das Material der Bürstenstreifen der anderen Gruppe ein Metall
ist.
[0019] Weitere Einzelheiten der erfindungsgemäßen Bürstenwalze ergeben sich aus den Merkmalen
der Patentansprüche 12 und 14 bis 21.
[0020] Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- einen Querschnitt durch eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Bürstenwalze,
und
- Figur 2
- einen Längsschnitt durch eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Bürstenwalze.
[0021] Über eine Walzenoberfläche 7 einer Bürstenwalze 1 sind Bürstenstreifen 2 und 3 verteilt,
von denen im Querschnitt der Figur 1 jeweils die Vorderseite einer ersten Faser und
eines ersten Drahtes erkennbar sind. Der einzelne Bürstenstreifen 2 beziehungsweise
3 besteht aus einer Vielzahl von in Blickrichtung auf Figur 1 hintereinander aufgereihten
Fasern beziehungsweise Drähten und erstreckt sich über die gesamte Breite der Bürstenwalze
1, die senkrecht zur Zeichenebene der Figur 1 verläuft. Die Fasern einer Gruppe 4
der Bürstenstreifen 2 sind Polymerfasern und in Figur 1 mit größerer Dicke als die
Drähte einer weiteren Gruppe 5 dargestellt. Das Polymer der Bürstenstreifen 2 wird
aus der Gruppe Polyamide, Polyacrylnitrile, Polyester, Polyethylene, Polyimide, Polyolefine,
Polypropylene, Polyurethane, Polyvinylchloride und Cellulosederivate ausgewählt. Ein
bevorzugtes Fasermaterial für die Bürstenstreifen 2 sind Polyamide wie Nylon 6, Nylon
6.6; Nylon 6.10 und Nylon 6.12. Zur Erhöhung der Abriebfestigkeit der Polyamide sind
diese mit Inertteilchen wie beispielsweise Siliziumkarbid gefüllt. Das Metall der
Drähte der Bürstenstreifen 3 wird aus der Gruppe rostfreier Stahl, Stahl, Aluminium,
Messing, Bronze, Kupfer, Eisen und Legierungen dieser Metalle ausgewählt. Bevorzugt
wird rostfreier Stahl wegen seiner hohen Abriebfestigkeit und seiner Preiswertigkeit
für die Bürstenstreifen 3 verwendet. Bei der in Figur 1 gezeigten ersten Ausführungsform
ist jeder der einzelnen Bürstenstreifen 2 und 3 entweder nur aus Polymerfasern oder
nur aus Metalldrähten gebildet, während bei der in Figur 2 dargestellten zweiten Ausführungsform
der Bürstenwalze 7 dies nicht der Fall ist. Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist,
besteht ein unterer Bürstenstreifen 8 aus Gruppen 12 von Metalldrähten 33 und Gruppen
13 von Polymerfasern 22. Dabei umfaßt die einzelne Gruppe 12 beispielsweise zwei Metalldrähte
33 und die einzelne Gruppe 13 vier Polymerfasern 22. Der obere Bürstenstreifen 9 besteht
aus Gruppen 10 von Metalldrähten 33 und Gruppen 11 von Polymerfasern 22, wobei die
einzelne Gruppe 10 jeweils zwei Metalldrähte und die einzelne Gruppe 11 jeweils vier
Polymerfasern aufweist. Selbstverständlich kann die Anzahl der Metalldrähte beziehungsweise
der Fasern in den einzelnen Gruppen von den angegebenen Zahlen nach oben und nach
unten hin abweichen. Die Gruppen 10 und 11 der einen Kategorie von Bürstenstreifen
9, von denen in Figur 2 nur ein einzelner Bürstenstreifen gezeigt ist, können sich
mit den Gruppen 12 und 13 der anderen Kategorie von Bürstenstreifen 8, von denen in
Figur 2 gleichfalls nur ein einzelner Bürstenstreifen gezeigt ist, in ihren Mustern
decken oder gegeneinander versetzt sein, wie dies aus Figur 2 ersichtlich ist.
[0022] Trägerplatten- oder Bänder, die im wesentlichen bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
aufgerauht werden, bestehen aus reinem Aluminium oder einer Aluminiumlegierung. Die
Legierung setzt sich zusammen aus Aluminium als der Hauptkomponente und geringen Anteilen
von Silizium, Eisen, Kupfer, Zink, Mangan, Magnesium, Chrom, Blei, Wismut, Kalzium,
Indium, Gallium, Nickel, und dergleichen. In jedem Fall weist das Aluminium einen
Anteil von ≥ 98 Gew.-% auf. Die Dicke des Aluminiumträgers wird im Bereich zwischen
0,01 und 0,5 mm gewählt, entsprechend den Größen Bruch-, Biegungsfestigkeit, mechanischer
Widerstand, Dehnung und dergleichen, wie sie für eine bestimmte Anwendung einer lithographischen
Druckplatte in einer Druckpresse berücksichtigt werden müssen. Stahlplatten oder -bänder
können auch verwendet werden, jedoch werden sie wegen ihres relativ hohen Gewichts
und ihrer Steifheit nicht häufig eingesetzt.
[0023] Vor der Naßbürstung mit einer Aufschlämmung werden eine oder beide Seiten des Aluminiumträgers
durch bekannte Verfahren gereinigt, entfettet und/oder geätzt. Diese Verfahren schließen
eine Behandlung mit einer Lösung ein, die Natriumhydroxid mit oder ohne Entfettungs-
und Ätzmittel enthält. Die Gemische können ebenso Chemikalien wie Azeton, Methanol,
Trichlorethylen und dergleichen enthalten. Die Lösung kann des weiteren zusätzlich
eine Aluminiumionenquelle wie beispielsweise Natriumaluminat bis zu einer Konzentration,
die dem Sättigungspunkt entspricht, enthalten um die Verfahrenskonsistenz zu unterstützen.
Die erforderlichen Konzentrationen und übrigen Behandlungskonditionen hängen davon
ab, welche spezifische Oberflächenrauhheit eingestellt werden soll. Dieser Verfahrensschritt
kann im allgemeinen von 5 Sekunden bis 5 Minuten dauern. Danach wird die Oberfläche
einer Naßbürstung mit einer Aufschlämmung unterzogen.
[0024] Die Aufschlämmung besteht aus Wasser und einem feinverteilten Pulver eines abrasiven
Mittels. Das feinpulverige abrasive Mittel wird in einer Konzentration von 5 bis 80
Gew.-% in der Aufschlämmung eingesetzt, insbesondere im Bereich zwischen 15 bis 40
Gew.-%. Die Aufschlämmung kann des weiteren eine Säure oder eine Lauge enthalten,
falls dies erforderlich ist. Ebenso können weitere Zusätze wie Dickungsmittel, Oberflächenbehandlungsmittel,
und Ausflockmittel und dergleichen enthalten sein. Geeignete abrasive Mittel umfassen
Diamantstaub, Quarz, Flintstein, Granit, Aluminiumoxid, Kieselerde, Kieselgur, Sand,
Schmirgel, Schleifmittel aus Eisen- und Aluminiumsilikaten, Talk, Bimsstein, Korund,
Dolomit, Magnesiumoxid, Tonerde, Zirkonerde, Eisen, Wolframkarbid und dergleichen
oder eine Kombination von zwei oder mehreren der voranstehend aufgezählten Mitteln.
Die Schleifmittel haben eine durchschnittliche Partikelgröße im Bereich zwischen 5
und 500 µm, bevorzugt zwischen 10 und 100 µm, insbesondere bevorzugt zwischen 20 und
50 µm.
[0025] Die Zufuhreinrichtung für die abrasive Aufschlämmung umfaßt einen Behälter mit einer
Kapazität im Bereich zwischen 100 und 10,000 Liter, insbesondere zwischen 1,000 und
5,000 Liter. In dem Behälter befindet sich eine Umrühreinrichtung für die Aufschlämmung,
um einen Niederschlag von soliden Partikeln zu verhindern. Die Umrührvorrichtung kann
beispielsweise ein Propellerrührer sein, der in den Behälter hineinreicht oder ein
System zum Zirkulieren der Aufschlämmung. Durch das konstante Bewegen der Aufschlämmung
wird ein Niederschlagen der Feststoffe in der Aufschlämmung verhindert. Eine Pumpe
fördert die Aufschlämmung zu einer Verteilerdüse. Die Pumpförderleistung wird so eingestellt
für ein Aluminiumträgerband, daß die Verteilungsbreite, die Bandgeschwindigkeit, die
Bürstengeschwindigkeit und die Festanteile in der Aufschlämmung berücksichtigt werden.
Beispielsweise wird eine Pumpleistung von 400 Liter pro Minute für eine Verteilungsbreite
von 1 m, eine Bandgeschwindigkeit von 50 Meter pro Minute, eine Bürstengeschwindigkeit
von 500 Umdrehungen pro Minute und einen Feststoffanteil von 20 Gew.-% aufgebracht.
Die Verteilerdüse verteilt die Aufschlämmung gleichmäßig über den Aluminiumträger,
insbesondere in Gestalt eines gleichförmigen Vorhangs. Die Düse kann entweder einen
engen Schlitz oder eine Anzahl von dicht voneinander beabstandeten Löchern aufweisen.
Die Aufschlämmung wird vor dem Zuführen zu der Verteilerdüse gefiltert, um größere
Agglomerate zu verhindern, die den Schlitz oder die Löcher verstopfen könnten.
[0026] Für die Naßbürstung werden eine oder mehrere Bürstenwalzen 2, wie sie anhand der
Figuren 1 und 2 beschrieben worden sind, eingesetzt. Die Bürstenwalze beziehungsweise
die Bürstenwalzen drehen in entgegengesetzte Richtung zu der Bandlaufrichtung des
Trägermaterials. Falls die Bürstenwalze in gleicher Richtung wie das Trägerband rotiert,
muß die Tangentialgeschwindigkeit der Bürstenwalze sich von der Bandlaufgeschwindigkeit
unterscheiden. Die Verteilerdüse trägt die Aufschlämmung auf den Aluminiumträger unmittelbar
vor jeder Bürstenwalze auf. Die Bürstenwalzen können sich an einer oder an beiden
Seiten des Trägerbandes befinden. Das Trägerband wird bevorzugt horizontal transportiert,
wenn sich die Bürstenwalzen an einer Seite befinden, nämlich oberhalb des Trägerbandes
und wird vertikal befördert, wenn die Bürstenwalzen an beiden Seiten des Trägerbandes
angeordnet sind. Die Anzahl der Umdrehungen der Bürstenwalzen liegen im Bereich zwischen
100 und 5,000 Umdrehungen pro Minute, bevorzugt zwischen 200 und 500 Umdrehungen pro
Minute. Der Durchmesser der einzelnen Bürstenwalze beträgt 0,1 bis 1 m. Die Kontaktstrecke
des Bürstenwalzenumfangs mit dem Aluminiumbandträger ist zu einem vorgegebenen Zeitpunkt
ein wichtiger Faktor bei der Bestimmung der Rauhheit des Trägermaterials. Die Strecke
wird durch die Geometrie der Walzen vor und nach der Bürstenwalze, die Trägerbandspannung,
den Bürstenwalzendurchmesser und dergleichen Parameter bestimmt. Die Strecke kann
zwischen 10 und 1,000 mm, bevorzugt zwischen 50 und 500 mm beträgen. Im allgemeinen
gilt, daß weniger Bürstenwalzen erforderlich sind, wenn die Kontaktstrecke groß ist.
[0027] Der Gegenstand der Erfindung besteht darin, daß die Bürstenwalze oder die Bürstenwalzen
weder reine Metalldrahtbürsten noch reine Polymerfaserbürsten sind, sondern statt
dessen Gruppen beziehungsweise Bürstenstreifen aufweisen, die aus einer Kombination
aus organischen Polymerfasern und Metalldrähten bestehen. Das Verhältnis zwischen
Fasern und den Drähten wird in einem Bereich zwischen 0,01 und 10, bevorzugt zwischen
0,05 und 5, und insbesondere zwischen 0,1 und 1,0 gewählt. Die Dicke der Fasern liegt
im Bereich zwischen 0,05 und 3 mm, insbesondere zwischen 0,1 und 0,5 mm. Die Dicke
der Drähte ist im allgemeinen geringer als die der Fasern und bewegt sich in dem Bereich
zwischen, 0,03 und 2 mm, bevorzugt zwischen 0,07 und 0,3 mm. Die Länge der Fasern
und Drähte ist die gleiche, nachdem sie auf der Oberfläche der Walze befestigt sind,
und ihre Länge beträgt 5 bis 300 mm, bevorzugt 10 bis 100 mm. Die Büschel aus Fasern
und/oder Metalldrähten sind auf der Walze als Bürstenstreifen befestigt. Die Bürstenstreifen
enthalten eine geeignete Mischung aus Fasern und Drähten. Wahlweise können einige
der Streifen nur Fasern und andere nur Metalldrähte enthalten, wobei derartige Bürstenstreifen
in der Ausführungsform nach Figuren 1 dargestellt sind. Solche Bürstenstreifen werden
abwechselnd auf dem Bürstenwalzenumfang montiert.
[0028] Die Fasern bestehen aus organischen Polymeren, die aus der Gruppe Polyacrylnitrile,
Polyamide, Polyester, Polethylene, Polyimide, Polyolefine, Polypropylene, Polyurethane,
Polyvinylchloride und Cellulosederivate ausgewählt werden. Die bevorzugten Fasern
bestehen aus aliphatischen Polyamiden, nämlich aus verschiedenen Nylon-Varianten.
Bevorzugt sind insbesondere Nylon 6, Nylon 6.6; Nylon 6.10 und Nylon 6.12. Die Polymerfasern
können mit Inertteilchen wie beispielsweise Silikonkarbid gefüllt sein, um ihre Abriebfestigkeit
zu erhöhen. Die Metalldrähte bestehen aus Metallen wie Aluminium, Messing, Bronze,
Kupfer, Eisen oder den Legierungen dieser Metalle sowie Stahl, insbesondere rostfreiem
Stahl, der in den wäßrigen Aufschlämmungslösungen nicht rostet.
[0029] Bei Verwendung von elektrochemisch aufgerauhten und/oder anodisierten Aluminiumträgerbändern
kann der elektrische Strom entlang dem Aluminiumträger und durch die Metalldrähte
in die Bürstenwalze fließen. Daher ist jede Bürstenwalze elektrisch isoliert, um einen
Stromfluß durch die Bürstenwalze zu verhindern. Nach erfolgter Naßbürstung mit der
Aufschlämmung wird die überschüssige Ausschlämmung abgequetscht und/oder von der aufgerauhten
Oberfläche des Trägers abgespült. Eingebettete Partikel der Aufschlämmung werden durch
Ätzen der aufgerauhten Aluminiumoberfläche entfernt. Die Ätzung erfolgt mittels einer
alkalischen Lösung, die auf die gebürstete Oberfläche aufgebracht wird. Bevorzugte
alkalische Lösungen enthalten Natriumhydoxid, Kaliumhydroxid, Natriummetasilikat,
Natriumcarbonat, Natriumaluminat und Natriumgluconat. Die Ätzbehandlung kann ebenso
unter Einsatz einer sauren Lösung ausgeführt werden, die Säuren wie Fluorsäure, Salzsäure,
Salpetersäure, Phosphorsäure und Schwefelsäure enthält. Das Ätzen erfolgt bevorzugt
bei einer Temperatur, die von Raumtemperatur bis auf 90 °C reicht, für eine Zeitspanne
von 5 bis 300 Sekunden mit einer Ätzlösung, die eine Konzentration von 1 bis 50 Gew.-%
besitzt so lange, bis etwa 0,01 bis 10 g/m
2 Aluminium weggeätzt ist. Eine alkaligeätzte Aluminiumoberfläche enthält häufig alkaliunlösliche
Substanzen, nämlich Schmutz. Die Oberfläche wird dann mit einer sauren Lösung wie
beispielsweise einer wäßrigen Lösung von Salpetersäure, Schwefel- oder Phosphorsäure
von Schmutz gereinigt.
[0030] Nachfolgend wird die mit einer Aufschlämmung naßgebürstete Aluminiumträgeroberfläche
elektrochemisch aufgerauht. Die elektrochmische Aufrauhung erfolgt in einem Elektrolyten,
der Säuren enthält, wie beispielsweise Salpetersäure oder Salzsäure mit Additiven,
wie Borsäure, Wasserstoffperoxid, Aluminiumchlorid und Aluminiumnitrat bis zu einer
Konzentration entsprechend dem Sättigungspunkt, um die Prozeßkonsistenz zu unterstützen
und die elektrische Leitfähigkeit des Elektrolyten zu stärken. Dabei kann die elektrochemische
Aufrauhung in zwei Schritten erfolgen, nämlich einem ersten Schritt mit Salpetersäure,
gefolgt von einem zweiten Schritt mit Salzsäure. Üblicherweise ist die Salpeter- oder
Salzsäure in dem wäßrigen Elektrolyten mit einem Anteil von 1 bis 20 Gramm pro Liter
vorhanden, wobei eine Temperatur von 20 bis 60 °C des Elektrolyten aufrechterhalten
wird. Strom wird über den Aluminiumträger und eine Elektrode aus Blei oder rostfreiem
Stahl, über einen Abstand von 0,1 bis 20 cm angelegt. Die angelegte Stromdichte beträgt
0,1 bis 200 A/dm
2. Bei dem Strom handelt es sich um Gleichstrom oder bevorzugt um Wechselstrom, oder
eine Kombination aus den beiden Stromarten. Die Aufrauhzeit reicht von 1 bis 300 Sekunden,
insbesondere ist sie kleiner als 30 Sekunden. Die bevorzugten Betriebsparameter der
voranstehenden Größen werden innerhalb der angegebenen Bereiche ausgewählt oder können
innerhalb dieser Bereiche geändert werden, falls dies erforderlich sein sollte. Die
überschüssige Säure auf dem elektrochemisch aufgerauhten Aluminiumträger wird abgequetscht
und/oder vor der nächsten Zusatzbehandlung abgespült.
[0031] Zum Erhöhen der Standzeit der Druckplatte wird üblicherweise eine naßgebürstete und
zusätzlich elektrochemisch aufgerauhte Aluminiumoberfläche durch eine der bekannten
Methoden anodisiert. Dies erfolgt in Elektrolyten, die Schwefel-, Phosphor- oder Oxalsäure
in Konzentrationen bis zu 200 Gramm pro Liter enthalten, bei einer Temperatur zwischen
20 und 70 °C. Das Anodisieren erfolgt bevorzugt mit Gleichstrom, wobei Stromdichten
bis etwa 60 A/dm
2 angelegt werden, um eine Oxidschicht bis 10 Gramm pro m
2, insbesondere von 0,3 bis 5 Gramm pro m
2 zu erzeugen. Die elektrische Spannung beträgt 1 bis 100 Volt und die Verweilzeit
im Elektrolyten 1 bis 300 Sekunden, insbesondere 15 Sekunden. Der für das Anodisieren
verwendete Elektrolyt kann auch zusätzlich noch weitere, an und für sich bekannte
und nützliche Bestandteile enthalten, wie beispielsweise Aluminiumsulfat mit einer
Konzentration bis zum Sättigungspunkt, um die Prozeßkonsistenz zu unterstützen und
die elektrische Leitfähigkeit des Elektrolyten zu verstärken.
[0032] Ein Aluminiumträger mit aufgerauhter Oberfläche, die eine anodisch oxidierte Schicht
aufweist, besitzt eine ausgezeichnete Hydrophilie und kann direkt mit einer lichtempfindlichen
Schicht beschichtet werden. Wahlweise kann der Träger auch einer hydrophilen Behandlung
in bekannter Weise ausgesetzt werden, bevor die lichtempfindliche Schicht aufgebracht
wird. Beispielsweise kann der Träger mit einer Silikatschicht unter Verwendung eines
Alkalimetallsilikats oder mit einer Polymerschicht unter Verwendung einer Polyvinylphosphonsäure
ausgerüstet werden.
[0033] Eine licht- bzw. photoempfindliche Schicht umfaßt im allgemeinen einen Photosensibilisator
und einen Harzbinder. Sie kann des weiteren zusätzliche Bestandteile wie Farbstoffe,
Plastifiziermittel, Säurestabilisatoren, Oberflächenmittel, antistatische Zusammensetzungen,
UV-Absorber, optische Aufheller, Inertfüllungen, Gleitmittel und restliche Beschichtungslösungen
enthalten. Ein bevorzugter, negativ-arbeitender Photosensibilisator ist ein lichtempfindliches
Polymerdiazoniumsalz. Ein bevorzugter, positiv-arbeitenden Photosensibilisator ist
ein lichtempfindliches Naphthoquinondiazid. Andere Photosensibilisatoren umfassen
Azide, photospaltbare Verbindungen und photohärtbare Verbindungen. Einige Photosensibilisatoren
erfordern einen zusätzlichen Überzug, um insbesondere das Eindringen von Sauerstoff
zu verhindern. Der Harzbinder kann aus einer Gruppe bestehend aus Vinylacetalpolymeren,
Styrol/Maleinanhydridcopolymeren und Phenolharzen ausgewählt werden. In bevorzugter
Weise beträgt der Anteil des Harzbinders in der photoempfindlichen Schicht 30 bis
95 Gew.-%, im besonderen 50 bis 90 Gew.-%. Die photoempfindliche Schicht kann auch
mit einer Abstandsschicht überzogen werden, um die Vakuumabsaugzeit beim Belichten
abzusenken. Der Photosensibilisator hat einen Anteil von 5 bis 70 Gew.-%, bevorzugt
von 10 bis 50 Gew.-% in der photoempfindlichen Schicht.
[0034] Die Zusätze zu der photoempfindlichen Schicht können mit kompatiblen Lösungsmitteln
wie Ethanol, Ethylenglykolmonomethylether, Gamma-butyrolacton, Propylenglykolmonomethylether
und mit Diethylketon gemischt sein. Mit einer solchen Lösung wird dann die gebürstete
Aluminiumoberfläche beschichtet. Die photoempfindliche Schicht hat ein bevorzugtes
Trockenschichtgewicht zwischen 0,1 und 5 g/m
2, insbesondere von 0,2 bis 2 g/m
2. Die photoempfindliche Schicht wird bildweise nach bekannten Techniken belichtet.
Eine derartige Belichtung kann mit Hilfe einer UV-Lichtquelle durch eine Filmmaske
unter Vakuumrahmenbedingungen ausgeführt werden. Quecksilberdampfentladungslampen
und Metallhalogenlampen werden bevorzugt eingesetzt. Andere Strahlenquellen sind Kohlenstoffbogenlampen,
gepulste Xenon-Lampen und Laser. Lichtabsorptionsfilter können zum Reduzieren der
Lichtstrahlung in dem Material verwendet werden. Nach der Belichtung wird die photoempfindliche
Schicht durch Herauslösen der Nichtbildflächen aus der photoempfindlichen Schicht
unter Verwendung eines geeigneten Entwicklers entwickelt und anschließend getrocknet.
Jede Entwicklerlösung, die in zufriedenstellender Weise die Nichtbildflächen der photoempfindlichen
Schicht nach der Belichtung entfernt, während sie die Bildflächen bewahrt, kann verwendet
werden. Geeignete Entwicklerzusammensetzungen umfassen Lösungen, die Zusätze wie Natriummetasilikat,
Trinatriumphosphat, Mononatriumphosphat und Alkylhydroxyle in Wasser für Diazidbeschichtungen,
n-Propanol in Wasser für Diazoniumsalzbeschichtungen und Benzol für Azidbeschichtung
enthalten. Das entwickelte Bild auf der Druckplatte wird durch eine Konservierungsbehandlung
geschützt.
[0035] Die nachstehend beschriebenen Beispiele erläutern die Erfindung, ohne den Erfindungsgegenstand
zu beschränken, wobei zu dem Verhältnis der Anzahl der Fasern zu der Anzahl der Metalldrähte
anzumerken ist, daß auf 1 mm
2 Bürstenstreifen etwa 10 Fasern oder 100 Metalldrähte angeordnet sein können.
Beispiel 1
[0036] Trägermaterial aus einer Aluminiumlegierung 1100 mit einer maximalen Bandbreite von
1,3 m und einer Dicke von 0,3 mm wird bei einer Bandlaufgeschwindigkeit von 18 m/min
für die Herstellung einer Druckplatte vorbereitet. Das Trägerband wird zuerst gereinigt,
entfettet und leicht geätzt mittels einer Behandlung in einer wäßrigen Alkalilösung,
die ungefähr 20 g pro Liter Natriumhydroxid, Aluminiumionen und ein Entfettungsmittel
enthält, wobei die Temperatur auf ungefähr 65 °C für eine Verweilzeit von 7 Sekunden
gehalten wird. Danach wird das Trägerband mit einer Aufschlämmung naßgebürstet, wobei
die Bürstenwalze einen Durchmesser von 0,6 m, eine Breite von 1,5 m und eine Drehgeschwindigkeit
von 500 Umdrehungen pro Minute hat. 80 Bürstenstreifen sind über die Walzenbreite
angebracht, wovon 60 Bürstenstreifen Nylon 6.6 Fasern mit einem Durchmesser von 0,3
mm und die verbleibenden 20 Bürstenstreifen Drähte aus rostfreiem Stahl mit einem
Durchmesser von 0,1 mm enthalten. Die Bürstenstreifen sind in sich wiederholenden
Gruppen aus 3 Streifen aus Nylon mit einem Streifen aus Metall angeordnet. Die Kontaktstrecke
der Bürstenwalze mit der Aluminiumoberfläche beträgt 550 mm. Die Aufschlämmung besteht
aus 20 Gew.-% abrasiver Partikel in Wasser. Die Partikel bestehen zu 99,6 Gew.-% aus
Siliziumoxid, 0,1 Gew.-% Aluminiumoxid, 0,02 Gew.-% Eisenoxid und 0,2 Gew.-% anderer
Materialien. Die mittlere Partikelgröße beträgt 19 µm. Die Aufschlämmung umfaßt 3000
Liter, die sich unter ständiger Zirkulation befinden und an den Bürstenwalzen mit
200 Liter pro Minute angetragen werden. Das aufgerauhte Trägerband wird anschließend
mit Wasser gespült, abgequetscht, getrocknet, anodisiert, hydrophilisiert und wieder
getrocknet. Die Anodisierung erfolgt mit einer Lösung bei 45 °C, die 150 g pro Liter
konzentrierter Schwefelsäure (95 bis 98 Gew.-%) und ungefähr 6 g pro Liter Aluminiumsulfatoctadecahydrat
enthält. Die Gleichstromdichte beträgt 26 A/dm
2, und der Gleichstrom wird intermittierend für eine Gesamtzeit von 8 Sekunden eingeschaltet,
wobei eine Oxidschicht von 2 g/m
2 erzeugt wird. Die anodisierte Oberfläche wird durch Eintauchen in eine wäßrige Lösung,
die 2,2 Gew.-% Polyvinylphosphonsäure bei einer Temperatur von 75 °C enthält, hydrophil
gemacht.
[0037] Das Verhältnis der Anzahl der Fasern zu der Anzahl der Metalldrähte beträgt 0,3.
[0038] Dies gilt auch für die Beispiele 3 bis 9.
[0039] Die Borsten der Bürstenwalze 1 sind zu Beginn der Naßbürstung 40 mm lang. Nachdem
250 000 m Trägerband gebürstet worden sind, sind die Borsten bis auf eine Länge von
7 mm abgerieben. Die Oberflächenrauhheit des Trägermaterials am Beginn der Naßbürstung
ist ähnlich zu derjenigen nach dem Durchlauf von 250 000 m Trägermaterial. Die Mittenrauhwert
R
a beträgt 0,38 µm in Bandlaufrichtung und 0,42 µm quer zur Bandlaufrichtung, so daß
die Differenz zwischen den beiden Mittenrauhwerten, bezogen auf den Wert in Bandlaufrichtung,
etwa 10,5 % beträgt.
Vergleichsbeispiel A
[0040] Die Naßbürstung gemäß dem Beispiel 1 wird wiederholt, wobei die Bürstenwalze nur
Bürstenstreifen aus Nylon 6.6-Fasern enthält. Die Borsten sind schon nach dem Durchlauf
von 30,000 m Trägermaterial bis auf eine Länge von 7 mm abgerieben. Dies bedeutet,
daß die Lebensdauer beziehungsweise die Standzeit der Bürstenwalze nur 1/8 derjenigen
des Beispiels 1 beträgt. Die Oberflächenrauhheit ist ähnlich zu derjenigen in Beispiel
1, nämlich mit einem Mittenrauhwert R
a von 0,36 µm in Bandlaufrichtung und 0,41 µm quer zur Bandlaufrichtung, so daß sich
eine Differenz zwischen den beiden Mittenrauhwerten von ungefähr 14 %, bezogen auf
den Mittenrauhwert in Bandlaufrichtung, ergibt.
Vergleichsbeispiel B
[0041] Das Beispiel 1 wird mit einer Bürstenwalze 1 wiederholt, bei der jedoch 20 Bürstenstreifen
aus Metalldraht durch eine gleiche Anzahl von Bürstenstreifen aus Nylon 6.6-Fasern
mit einem Durchmesser von 0,5 mm ersetzt sind. Die Borsten der Bürstenwalze sind schon
nach 30,000 m Banddurchlauf des Trägermaterials bis auf 7 mm abgetragen. Eine Erhöhung
der Lebensdauer beziehungsweise der Standzeit der Bürstenwalze 1 ergibt sich bei diesem
Vergleichsbeispiel B nicht. Die Oberflächenrauhheit ist ähnlich zu derjenigen nach
Beispiel 1.
Vergleichsbeispiel C
[0042] Das Beispiel 1 wird mit einer Bürstenwalze 1 wiederholt, bei der 60 Bürstenstreifen
aus Fasern mit einem Durchmesser von 0,3 mm durch eine gleiche Anzahl von Bürstenstreifen
aus Fasern mit einem Durchmesser von 0,5 mm und 20 Bürstenstreifen aus Metalldraht
durch eine gleiche Anzahl von Bürstenstreifen aus Fasern mit einem Durchmesser von
0,3 mm ersetzt werden. Es wird dadurch eine zu dem Vergleichsbeispiel B entgegengesetzte
Konfiguration der Bürstenwalze 1 erhalten. Die Borsten sind nach einem Banddurchlauf
von 40,000 m bis auf 7 mm Länge abgetragen. Dies stellt eine geringfügige Verbesserung
gegenüber den Vergleichsbeispielen A und B dar, jedoch ist das Ergebnis bei weitem
nicht so gut wie das nach Beispiel 1. Der Mittenrauhwert R
a ändert sich bei diesem Vergleichsbeispiel C erheblich und beträgt 0,68 µm in Bandlaufrichtung
und 0,80 µm quer zur Bandlaufrichtung, was eine Differenz von rund 17,6 %, bezogen
auf die Rauhheit in Bandlaufrichtung, ergibt.
Vergleichsbeispiel D
[0043] Das Beispiel 1 wird mit einer Bürstenwalze 1 wiederholt, bei der sämtliche Bürstenstreifen
aus rostfreien Stahldrähten bestehen. Die Rauhheit ist ähnlich zu derjenigen, die
man durch eine trockene Drahtbürstung erhält, nämlich von geringer Tiefe und gerichtet.
Des weiteren ist nachteilig, daß höhere Ziehkräfte erforderlich sind, da die Drähte
die Aluminiumoberfläche des sich entgegengesetzt bewegenden Trägerbandes aushöhlen.
Beispiel 2
[0044] Das Beispiel 1 wird mit einer Bürstenwalze 1 wiederholt, bei der die Anzahl der Faserbürstenstreifen
70 anstelle von 60 und die Anzahl der Metalldraht-Bürstenstreifen 10 anstelle von
20 beträgt. Das Verhältnis der Anzahl der Fasern zu der Anzahl der Metalldrähte beträgt
0,7. Die Oberflächenrauhheit ist ähnlich zu derjenigen in Beispiel 1. Die Borsten
sind nach ungefähr 150,000 m Banddurchlauf bis auf eine Länge vom 7 mm abgetragen.
Es wird gegenüber dem Vergleichsbeispiel A die fünffache Lebensdauer der Bürstenwalze
1 erhalten.
Beispiel 3
[0045] Beispiel 1 wird wiederholt, wobei die mittlere Partikelgröße der Aufschlämmung 0,11
µm anstelle von 0,19 µm beträgt. Der Mittenrauhwert R
a ist 0,32 µm in Bandlaufrichtung und 0,36 µm quer zur Bandlaufrichtung.
Beispiel 4
[0046] Beispiel 1 wird mit einer Aufschlämmung wiederholt, bei der die Aufschlämmungskonzentration
30 Gew.-% anstelle von 20 Gew.-% beträgt. Der Mittenrauhwert R
a in Bandlaufrichtung ist 0,45 µm und quer zur Bandlaufrichtung 0,51 µm.
Beispiel 5
[0047] Beispiel 4 wird wiederholt, wobei die Bandlaufgeschwindigkeit 45 m/min anstelle von
18 m/min beträgt und der Anodisierstrom wird proportional zu der Bandlaufgeschwindigkeit
um einen Faktor von 2,5 erhöht, um das gleiche Oxidgewicht zu erhalten. Die Borsten
der Bürstenwalze 1 sind nach einem Banddurchlauf von 400,000 m bis auf 7 mm Länge
abgetragen. Die Oberflächenrauhheit ist geringfügig niedriger im Vergleich zu Beispiel
4, jedoch weiterhin gleichförmig. Die Mittenrauhwerte betragen 0,37 µm in Bandlaufrichtung
und 0,42 µm quer zur Bandlaufrichtung.
Vergleichsbeispiel E
[0048] Das Beispiel 5 wird wiederholt, wobei jedoch sämtliche Bürstenstreifen ausschließlich
Nylonfasern enthalten. Die Nylonborsten sind schon nach 48,000 m bis auf eine Länge
von 7 mm abgetragen. Dies bedeutet wiederum eine Reduktion der Standzeit beziehungsweise
der Einsatzzeit der Bürstenwalzen auf 1/8 des Wertes im Beispiel 5. Die Oberflächenrauhheit
ist ähnlich zu derjenigen nach Beispiel 4.
Beispiel 6
[0049] Es werden Trägerbänder aus einer Aluminiumlegierung 3003 mit einer maximalen Bandbreite
von 1,2 m und einer Dicke von 0,4 mm bei einer Bandgeschwindigkeit von 18 m/min für
das Aufrauhen vorbereitet. Die Bänder werden zuerst gereinigt und entfettet, durch
eine Behandlung mit einer wäßrigen alkalischen Lösung, die ungefähr 5 % eines schwach
alkalischen Spritzentfettungs- und Reinigungsmittel für Metalloberflächen mit speziellen
Zusätzen zur Schichtverfeinerung von Phosphatschichten enthält, bei einer Temperatur
von ungefähr 55 °C. Die Bänder werden anschließend mittels 4 Bürstenwalzen, die einen
Durchmesser von 0,3 m und eine Breite von 1,5 m haben, mit einer Aufschlämmung naßgebürstet.
Vierzig Bürstenstreifen sind auf jeder Bürstenwalze angeordnet, von denen 30 Bürstenstreifen
aus Nylon 6.6-Fasern mit einem Durchmesser von 0,3 mm und die verbleibenden 10 Bürstenstreifen
aus rostfreien Stahldrähten mit einem Durchmesser von 0,1 mm bestehen. Die Bürstenstreifen
sind in sich wiederholenden Gruppen von 3 Streifen aus Nylon mit einem Streifen aus
Metalldraht voneinander beabstandet. Die Kontaktstrecke von einer Bürstenwalze mit
der Aluminiumoberfläche beträgt 60 mm. Die Aufschlämmung besteht aus 22 Gew.-% abrasiver
Partikel in Wasser. Die Partikel setzen sich aus 59,7 Gew.-% Siliziumoxid, 22,7 Gew.-%
Aluminiumoxid und 16,6 Gew.-% anderer abrasiver Materialien zusammen. Die mittlere
Partikelgröße beträgt 48 µm. Die Aufschlämmung umfaßt 1200 Liter, die ständig zirkulieren.
Das aufgerauhte Trägerband wird mit Wasser gespült, abgequetscht, getrocknet, anodisiert,
hydrophilisiert und wieder getrocknet. Die Anodisierung erfolgt bei 40 °C mit einer
Lösung, die 190 g pro Liter konzentrierte Schwefelsäure (95 bis 98 Gew.-%) und ungefähr
10 g pro Liter Aluminiumsulfatoctadecahydrat enthält. Es wird Gleichstrom angelegt,
um eine Oxidschicht von 0,5 g/m
2 zu erhalten. Die anodisierte Oberfläche wird durch Eintauchen in eine wäßrige Lösung,
die 2 % Polyvinylphosphonsäure enthält, bei 72 °C hydrophilisiert. Die Borsten auf
der Bürstenwalze sind zu Beginn des Aufrauhens 40 mm lang. Nachdem ungefähr 1 Million
Meter Trägerband aufgerauht wurden, beträgt die Länge der Borsten noch 7 mm. Die Oberflächenrauhheit
des Materials zu Beginn ist ähnlich zu derjenigen nach der Aufrauhung von 1 Million
Meter Trägerband. Die Mittenrauhwerte R
a betragen 0,32 µm in Bandlaufrichtung und 0,35 µm quer zur Bandlaufrichtung.
Vergleichsbeispiel F
[0050] Das Beispiel 6 wird wiederholt, wobei jedoch alle Bürstenstreifen aus Nylon 6.6-Fasern
bestehen. Die Borsten werden bis auf eine Länge von 7 mm nach nur 200,000 m Banddurchlauf
abgetragen. Das bedeutet eine Reduktion der Lebensdauer der Bürstenwalze um den Faktor
5. Die Oberflächenrauhheit ist ähnlich zu derjenigen nach Beispiel 6, nämlich mit
Mittenrauhwerten R
a von 0,31 µm in Bandlaufrichtung und 0,35 µm quer zur Bandlaufrichtung.
Vergleichsbeispiel G
[0051] Das Beispiel 6 wird wiederholt, wobei die erste Bürstenwalze nur Metalldrahtstreifen
aufweist und die anderen 3 Bürstenwalzen nur mit Nylonfasern ausgerüstet sind, anstelle
gemischter Bürstenstreifen für alle 4 Bürstenwalzen. Die Rauhheit der Oberfläche ist
stärker ausgerichtet als im Falle des Beispiels 6. Die Nylonborsten sind nach nur
200,000 m Trägerbanddurchlauf bis auf 7 mm Länge abgetragen.
Vergleichsbeispiel H
[0052] Beispiel 6 wird wiederholt, wobei die ersten 3 Bürstenwalzen nur Nylonfasern aufweisen
und die letzte Bürstenwalze nur mit Metalldrähten ausgestattet ist. Die Oberflächenrauhheit
ist stärker gerichtet als im Beispiel 6 und im Vergleichsbeispiel G, mit einer Mittenrauhtiefe
R
a von 0,28 µm in Bandlaufrichtung und 0,38 µm quer zur Bandlaufrichtung. Die Nylonborsten
sind bis auf den gleichen Betrag wie im Vergleichsbeispiel G abgetragen.
Beispiel 7
[0053] Beispiel 6 wird wiederholt, wobei das Band auf beiden Seiten aufgerauht wird. Vier
Bürstenwalzen sind zum Aufrauhen der einen Seite und 4 weitere Bürstenwalzen sind
zum Aufrauhen der anderen Seite vorhanden. Alle 8 Bürstenwalzen sind im Verhältnis
3:1 der Nylonfasern zu Metalldrähten, ähnlich wie im Beispiel 6, ausgestattet. Die
gemischten Borsten werden im gleichen Umfang abgetragen, wie dies im Beispiel 6 angegeben
ist.
Beispiel 8
[0054] Das Aluminiumband des Beispiels 1 wird mit der folgenden positiv arbeitenden photoempfindlichen
Schicht beschichtet, die anschließend bei 150 °C bis zu einem Trockengewicht von 2
g/m
2 getrocknet wird. Das Band wird in vorsensibilisierte Druckplatten geschnitten. Die
Zusammensetzung der photoempfindlichen Schicht lautet wie folgt, wobei die Zahlenangaben
Gewichtsprozente betreffen:
- 4,116
- Ester des Bis-(3-benzoyl-4,5,6-trihydroxyphenyl)-methan und 1,2-Naphthochinon-2-diazid-5-sulfonsäure
wie in dem U.S. Patent 4,407,926 beschrieben
- 3,900
- Novolakharz
- 0,021
- öllöslicher gelber Farbstoff (yellow GGN)
- 10,334
- Cyclohexanon
- 75,856
- Ethylenglykolmonomethylether
[0055] Als Novolakharz ist beispielsweise Alnovol PN 429 der Firma Hoechst Aktiengesellschaft
geeignet.
[0056] Die erhaltene, vorsensibilisierte Platte wird durch einen gerasterten Positivfilm
unter Verwendung einer Metallhalogenlampe belichtet. Danach wird die Platte 3,5 Minuten
lang mit dem nachstehend angegebenen Entwickler entwickelt. Die belichteten Flächen
werden durch diesen Entwickler entfernt. Danach wird die Platte eingefärbt und mit
einem Konservierungsmittel behandelt. Die verarbeitete Platte wird in eine Offset-Druckmaschine
eingesetzt und liefert über 100,000 Drucke guter Bildqualität. Der Entwickler hat
beispielsweise folgende Zusammensetzung:
- 92,3
- Wasser
- 3,96
- Natriummetasilikatpentahydrat
- 3,40
- Binatriumphosphatdecahydrat
- 0,34
- Mononatriumphosphatmonohydrat
Beispiel 9
[0057] Das Aluminiumband des Beispiels 6 wird mit der folgenden negativ arbeitenden photoempfindlichen
Schicht beschichtet, die bei einer Temperatur von 125 °C auf ein Trockengewicht von
0,7 g/m
2 getrocknet wird. Die Zahlenangaben sind in Gewichtsprozent.
- 4,116
- Polykondensationsprodukt von 3-Methoxy-4-diazo-diphenylaminsulfat und 4,4'-bis-methoxymethyldiphenylether
niedergeschlagen als Mesitylensulfonat, wie in dem U.S.-Patent 3,839,392 beschrieben
- 3,900
- Polyvinylacetal/Polyvinylalkohol/Polyvinylacetat-Harz mit 76,6 Gew.-% Acetalgruppen,
9,8 Gew.-% Hydroxylgruppen und 13,6 Gew.-% Acetatgruppen, wie im U.S.-Patent 4,808,508
beschrieben
- 0,288
- Phosphorsäure (85 %)
- 0,021
- 4-Phenylazodiphenylamin
- 5,555
- Dispersion aus 6,43 Gew.-% Farbpigmenten und 5,47 Gew.-% Polyvinylacetal/Polyvinylalkohol/Polyvinylacetat-Harz
mit 76,6 Gew.-% Acetalgruppen, 9,8 Gew.-% Hydroxylgruppen und 13,6 Gew.-% Acetatgruppen
im Verhältnis 1:1 von Gamma-butyrolacton zu Propylenglykolmonomethylether
- 10,334
- Gamma-butyrolacton
- 75,856
- Propylenglykolmonomethylether.
[0058] Bei dem Propylenglykolmonomethylether handelt es sich z.B. um ein Produkt der Firma
Dow Chemical, USA.
[0059] Die erhaltene vorsensibilisierte Platte wird durch einen gerasterten Negativfilm
hindurch belichtet und mit dem nachstehend beschriebenen Entwickler entwickelt, der
die unbelichteten Bereiche entfernt. Die entwickelte Platte liefert noch bei einer
Druckauflage von mehr als 60,000 gute Bildqualität. Die Zusammensetzung des Entwicklers
lautet:
- 89,264
- Wasser
- 0,2269
- Mononatriumphosphat
- 2,230
- Trinatriumphosphat
- 8,237
- Natriumtetradecylsulfat
1. Verfahren zum mechanischen Aufrauhen der Oberfläche eines Druckplattenträgers aus
Aluminium oder einer Aluminiumlegierung durch Naßbürsten, dadurch gekennzeichnet,
daß unter gleichzeitigem Einsatz von nebeneinander angeordneten organischen Fasern
und Metalldrähten, mit einer Aufschlämmung von 5 bis 80 Gew.-% abrasiver Partikel
in Wasser, naßgebürstet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis der organischen
Fasern zu den Metalldrähten im Bereich von 0,01 bis 10 liegt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis der organischen
Fasern zu den Metalldrähten im Bereich von 0,05 bis 5 liegt, insbesondere 0,1 bis
1,0 beträgt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Partikelgröße in der Aufschlämmung
1 bis 500 µm, insbesondere 20 bis 50 µm, beträgt.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die mechanisch
gemessenen Mittenrauhwerte Ra in Laufrichtung des Druckplattenträgers und quer zur Laufrichtung sich um maximal
14 %, bezogen auf Ra in Laufrichtung, voneinander unterscheiden.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittenrauhwerte Ra in Laufrichtung im Bereich von 0,32 bis 0,47 µm und die Mittenrauhwerte Ra quer zur Laufrichtung im Bereich von 0,35 bis 0,50 µm liegen.
7. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Partikel in der Aufschlämmung
sich aus 49 bis 99,6 Gew.-% Siliziumoxid, 0,1 bis 23,7 Gew.-% Aluminiumoxid und einem
Rest von 0,2 bis 16,6 Gew.-% sonstiger abrasiver Materialien zusammensetzen.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als organische Fasern Polymere,
insbesondere Polyamide, und als Metalldrähte rostfreier Stahl eingesetzt werden.
9. Bürstenwalze zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 8, mit einer
von Bürstenstreifen besetzten Oberfläche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bürstenstreifen
(2, 3; 8, 9) nebeneinander angeordnete organische Fasern und Metalldrähte enthalten.
10. Bürstenwalze nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß über die Walzenoberfläche
zwei Gruppen (4,5) von Bürstenstreifen (2,3) angeordnet sind, daß jede Gruppe von
Bürstenstreifen aus einem bestimmten Material in Gestalt von Fasern beziehungsweise
Drähten besteht und daß die Bürstenstreifen ein sich wiederholendes Muster aus einer
ersten Anzahl von Bürstenstreifen (2) der einen Gruppe (4) und einer zweiten Anzahl
von Bürstenstreifen (3) der anderen Gruppe (5) bilden.
11. Bürstenwalze nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der einzelne Bürstenstreifen
(8 bzw. 9) eine Mischung aus Fasern (22) und Drähten (33) enthält und daß das Fasermaterial
verschieden von dem Drahtmaterial ist.
12. Bürstenwalze nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Bürstenstreifen (8;9)
aus Gruppen (10,11 bzw. 12,13) von Metalldrähten (33) und Fasern (22) bestehen und
daß die Gruppen (10,11) des einen Bürstenstreifen (8) mit den Gruppen (12,13) der
anderen Bürstenstreifen (9) sich in ihren Mustern decken oder gegeneinander versetzt
sind.
13. Bürstenwalze nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Material der Bürstenstreifen
(2) der einen Gruppe (4) ein Polymer ist, während das Material dem Bürstenstreifen
(3) der anderen Gruppe (5) ein Metall ist.
14. Bürstenwalze nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Polymer aus der Gruppe
Polyamide, Polyacrylnitrile, Polyester, Polyethylene, Polyimide, Polyolefine, Polypropylene,
Polyurethane, Polyvinylchloride und Zellulosederivate ausgewählt ist.
15. Bürstenwalze nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Metall aus der Gruppe
rostfreier Stahl, Aluminium, Messing, Bronze, Kupfer, Stahl, Eisen und Legierungen
dieser Metalle ausgewählt ist.
16. Bürstenwalze nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Gruppe von Bürstenstreifen
(2) aus Polyamid, wie Nylon 6, Nylon 6.6, Nylon 6.10 und Nylon 6.12, und die andere
Gruppe von Bürstenstreifen (3) aus rostfreiem Stahl bestehen.
17. Bürstenwalze nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern der Bürstenstreifen
(2) aus Polyamid mit Inerteilchen wie Siliziumkarbid gefüllt sind.
18. Bürstenwalze nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis zwischen
den Polymerfasern und den Metalldrähten, die jeweils die unterschiedlichen Bürstenstreifen
(2,3) bilden, im Bereich von 0,01 bis 10 liegt.
19. Bürstenwalze nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis von Polymerfasern
zu Metalldrähten 0,05 bis 5 beträgt.
20. Bürstenwalze nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis von Polymerfasern
zu Metalldrähten 0,1 bis zu 1,0 beträgt.
21. Bürstenwalze nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern eine Dicke von
0,05 bis 3 mm, insbesondere von 0,1 bis 0,5 mm und die Drähte eine Dicke von 0,03
bis 2 mm, insbesondere zwischen 0,07 und 0,3 mm aufweisen.
22. Bürstenwalze nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Bürstenstreifen (2,3)
gleichlang zwischen 5 und 300 mm, insbesondere zwischen 10 und 100 mm sind.
1. A process for mechanically roughening the surface of a printing plate support made
of aluminium or of an aluminium alloy by wet brushing, characterised in that wet brushing
is carried out using a slurry of 5 to 80 % by weight of abrasive particles in water,
with the simultaneous use of organic fibres and metal wires disposed side by side.
2. A process according to claim 1, characterised in that the ratio of organic fibres
to metal wires is within the range from 0.01 to 10.
3. A process according to claim 2, characterised in that the ratio of organic fibres
to metal wires falls within the range from 0.05 to 5, and is 0.1 to 1.0 in particular.
4. A process according to claim 1, characterised in that the particle size of the slurry
is 1 to 500 µm, particularly 20 to 50 µm.
5. A process according to claims 1 to 4, characterised in that the average peak-to-valley
heights Ra, as measured mechanically, in the direction of travel of the printing plate support
and transversely to the direction of travel differ from each other by a maximum of
14% with respect to Ra in the direction of travel.
6. A process according to claim 5, characterised in that the average peak-to-valley heights
Ra in the direction of travel fall within the range from 0.32 to 0.47 µm and the average
peak-to-valley heights Ra transversely to the direction of travel fall within the range from 0.35 to 0.50 µm.
7. A process according to claim 4, characterised in that the particles in the slurry
are composed of 49 to 99.6 % by weight silica, 0.1 to 23.7 % by weight alumina and
a balance of 0.2 to 16.6 % by weight of other abrasive materials.
8. A process according to claim 1, characterised in that polymers, particularly polyamide,
are used as the organic fibres, and stainless steel is used as the metal wires.
9. A brushing roller for carrying out the process according to claims 1 to 8, having
a surface occupied by brush strips, characterised in that the brush strips (2, 3;
8, 9) contain organic fibres and metal wires disposed side by side.
10. A brushing roller according to claim 9, characterised in that two groups (4,5) of
brush strips (2,3) are disposed over the roller surface, that each group of brush
strips consists of a defined material in the form of fibres or wires, and that the
brush strips form a recurring pattern comprising a first number of brush strips (2)
of one group (4) and a second number of brush strips (3) of the other group (5).
11. A brushing roller according to claim 9, characterised in that the individual brush
strips (8; 9) contain a mixture of fibres (22) and wires (33) and that the fibre material
is different from the wire material.
12. A brushing roller according to claim 9, characterised in that the brush strips (8;
9) consist of groups (10,11; 12,13) of metal wires (33) and fibres (22), respectively,
and that, with respect to their patterns, the groups (10,11) of one brush strip (8)
coincide with the groups (12,13) of the other brush strip (9) or are displaced in
relation thereto.
13. A brushing roller according to claim 10, characterised in that that the material of
the brush strips (2) of one group (4) is a polymer, whilst the material of the brush
strips (3) of the other group (5) is a metal.
14. A brushing roller according to claim 13, characterised in that the polymer is selected
from the group comprising polyamides, polyacrylonitriles, polyesters, polyethylenes,
polyimides, polyolefines, polypropylenes, polyurethanes, polyvinyl chlorides and cellulose
derivatives.
15. A brushing roller according to claim 13, characterised in that the metal is selected
from the group comprising stainless steel, aluminium, brass, bronze, copper, steel,
iron and alloys of these metals.
16. A brushing roller according to claim 10, characterised in that one group of brush
strips (2) consists of polyamide, such as nylon 6, nylon 6,6, nylon 6,10 and nylon
6,12, and the other group of brush strips (3) consists of stainless steel.
17. A brushing roller according to claim 16, characterised in that the fibres of the brush
strips (2) which are made of polyamide are filled with inert particles such as silicon
carbide.
18. A brushing roller according to claim 13, characterised in that the ratio of polymer
fibres to metal wires, which form the different brush strips (2,3) in each case, falls
within the range from 0.01 to 10.
19. A brushing roller according to claim 18, characterised in that the ratio of polymer
fibres to metal wires is 0.05 to 5.
20. A brushing roller according to claim 18, characterised in that the ratio of polymer
fibres to metal wires is 0.1 to 1.0.
21. A brushing roller according to claim 9, characterised in that the fibres have a thickness
of 0.05 to 3 mm, particularly of 0.1 to 0.5 mm, and the wires have a thickness of
0.03 to 2 mm, particularly between 0.07 and 0.3 mm.
22. A brushing roller according to claim 9, characterised in that the brush strips (2,3)
are of equal length between 5 and 300 mm, particularly between 10 and 100 mm.
1. Procédé pour rendre rugueuse par des moyens mécaniques la surface d'un support de
plaque d'impression en aluminium ou en un alliage d'aluminium, par brossage humide,
caractérisé en ce que le brossage humide est réalisé en utilisant simultanément des
fibres organiques et des films métalliques disposés les uns à côté des autres, et
une suspension de boue contenant de 5 à 80% en poids de particules abrasives dans
l'eau.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le rapport entre les fibres
organiques et les fils métalliques est compris dans la plage de 0,01 à 10.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que le rapport entre les fibres
organiques et les fils métalliques est compris dans la plage de 0,05 à 5, et en particulier
de 0,1 à 1,0.
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la taille des particules de
la suspension de boue est de 1 à 500 µm, et en particulier de 20 à 50 µm.
5. Procédé selon les revendications 1 à 4, caractérisé en ce que, dans la direction d'avancement
du support de plaque d'impression et dans la direction transversale à cette direction
d'avancement, la valeur de la rugosité moyenne Ra, mesurée par des moyens mécaniques, diffère d'au plus 14%, ce pourcentage étant calculé
par rapport à Ra dans la direction d'avancement.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que dans la direction d'avancement,
la valeur de la rugosité moyenne Ra est comprise dans la plage de 0,32 à 0,47 µm, et dans la direction transversale à
la direction d'avancement de la bande, la valeur de la rugosité moyenne Ra est comprise dans la plage de 0,35 à 0,50 µm.
7. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que dans la suspension de boue,
les particules sont constituées de 49 à 99,6% en poids d'oxyde de silicium, de 0,1
à 23,7% en poids d'oxyde d'aluminium, le solde étant constitué de 0,2 à 16,6% en poids
d'autres matériaux abrasifs.
8. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que comme fibres organiques, on
utilise des polymères, et en particulier des polyamides, et que comme fils métalliques,
on utilise de l'acier inoxydable.
9. Cylindre de brossage en vue de la mise en oeuvre du procédé selon les revendications
1 à 8, dont la surface est occupée par des bandes de brossage, caractérisé en ce que
les bandes de brossage (2, 3; 8, 9) contiennent des fibres organiques et des fils
métalliques disposés les uns à côté des autres.
10. Cylindre de brossage selon la revendication 9, caractérisé en ce que deux groupes
(4, 5) de bandes de brossage (2, 3) sont disposés à la surface du cylindre, en ce
que chaque groupe de bandes de brossage est constitué d'un matériau constitué de fibres
ou de fils, et en ce que les bandes de brossage forment un motif répété constitué
d'un premier nombre de bandes de brossage (2) du premier groupe (4) et d'un deuxième
nombre de bandes de brossage (3) de l'autre groupe (5).
11. Cylindre de brossage selon la revendication 9, caractérisé en ce que les bandes individuelles
de brossage (8 ou 9) contiennent un mélange de fibres (22) et de fils métalliques
(33), et en ce que le matériau des fibres est différent du matériau des fils.
12. Cylindre de brossage selon la revendication 9, caractérisé en ce que les bandes de
brossage (8; 9) sont constituées de groupes (10, 11 ou 12, 13) de fils métalliques
(33) et de fibres (22), et en ce que les motifs des groupes (10, 11) d'une bande de
brossage (8) présentant les groupes (12, 13) recouvrent ou sont décalées par rapport
aux autres bandes de brossage (9).
13. Cylindre de brossage selon la revendication 10, caractérisé en ce que le matériau
des bandes de brossage (2) d'un groupe (4) est un polymère, alors que le matériau
des bandes de brossage (3) de l'autre groupe (5) est un métal.
14. Cylindre de brossage selon la revendication 13, caractérisé en ce que le polymère
est sélectionné dans le groupe constitué des polyamides, des polyacrylonitriles, des
polyesters, des polyéthylènes, des polyimides, des polyoléfines, des polypropylènes,
des polyuréthanes, des poly(chlorure de vinyle) et des dérivés de cellulose.
15. Cylindre de brossage selon la revendication 13, caractérisé en ce que le métal est
sélectionné dans le groupe constitué de l'acier inoxydable, de l'aluminium, du laiton,
du bronze, du cuivre, de l'acier, du fer et des alliages de ces métaux.
16. Cylindre de brossage selon la revendication 10, caractérisé en ce qu'un groupe de
bandes de brossage (2) est constitué de polyamide, par exemple du nylon 6, du nylon
6.6, du nylon 6.10 et du nylon 6.12, et l'autre groupe de bandes de brossage (3) est
constitué d'acier inoxydable.
17. Cylindre de brossage selon la revendication 16, caractérisé en ce que les fibres des
bandes de brossage (2) en polyamide sont complétées par des particules inertes, par
exemple en carbure de silicium.
18. Cylindre de brossage selon la revendication 13, caractérisé en ce que le rapport entre
les fibres polymères et les fils métalliques qui forment chaque fois les différentes
bandes de brossage (2, 3) est compris dans la plage de 0,01 à 10.
19. Cylindre de brossage selon la revendication 18, caractérisé en ce que le rapport entre
les fibres polymères et les fils métalliques est compris entre 0,05 et 5.
20. Cylindre de brossage selon la revendication 18, caractérisé en ce que le rapport entre
les fibres polymères et les fils métalliques est compris entre 0,1 et 1,0.
21. Cylindre de brossage selon la revendication 9, caractérisé en ce que les fibres présentent
une épaisseur de 0,05 à 3 mm, et en particulier de 0,1 à 0,5 mm, et les fils présentent
une épaisseur de 0,03 à 2 mm, et en particulier entre 0,07 et 0,3 mm.
22. Cylindre de brossage selon la revendication 9, caractérisé en ce que les bandes de
brossage (2, 3) présentent une même longueur comprise entre 5 et 300 mm, et en particulier
10 et 100 mm.