[0001] Die Erfindung bezieht sich auf die Bandbildung an einer Karde oder anderen vlies-
bzw. florliefernden Maschine.
[0002] Spinnereivorbereitungsmaschinen, insbesondere Karden, weisen meistens eine vorbestimmte
Arbeitsbreite und eine vorgegebene Materialflussrichtung quer zur Arbeitsbreite aus.
In vielen Fällen, insbesondere an der Karde, muss das gelieferte Material (z.B. in
der Form eines Vlieses, auch Flores genannt) zu mindestens einem Band zusammengefasst
werden. Dazu muss das Vlies quer zur Materialflussrichtung in einem Vliessammelbereich
zusammengeführt werden, wobei das Band normalerweise in der Materialflussrichtung
aus der Maschine weitergeführt wird.
[0003] Es gehört zum langeingeführten Stand der Technik (z.B. nach DE 1685617), dass die
Bandbildung an einer Seite des Vliessammelbereichs erfolgt. Dazu verwendet man ein
sogenanntes Querband, um das Vlies an mindestens eine vorbestimmte Stelle seitlich
vom Vliessammelbereich zu führen. Man hat gedacht, dass an dieser Stelle ein Klemmittel
vorgesehen sein müsste, um das neu gebildete Faserband zu konsolidieren bzw. zu festigen.
Ein Beispiel ist in DE-A-3834038 zu finden, wo die Klemmstelle mittels einer Rolle
gebildet wird. Um Platz für diese Rolle zu machen, musste die Vlieslieferwalze speziell
gestaltet werden. Das Faserband bewegt sich vorerst in der Richtung des Querbandes
beim Sammeln des Vlieses, das heisst quer zur Materialflussrichtung.
[0004] Das Klemmittel ist gleichzeitig als Umlenkführung gestaltet, da das Faserband nach
dem Führen an eine Seite wieder nach vorn (d.h. wieder in die Materialflussrichtung)
umgelenkt werden muss, um danach die Maschine zu verlassen (z.B. an eine Bandablage
geliefert zu werden).
[0005] Die Erfindung sieht eine bandbildende Einheit für eine Spinnereivorbereitungsmaschine
vor, die eine Führung aufweist, um ein von der Maschine geliefertes Vlies in einem
Vliessammelbereich an mindestens eine Stelle seitlich des Sammelbereichs zu führen,
dadurch gekennzeichnet, dass an der genannten Stelle eine Gleitführung vorgesehen
ist, um das Faserband wieder in die Materialflussrichtung in eine vorgegebene Richtung
umzulenken. Die Richtung, womit das Faserband die Gleitführung verlässt, kann die
genannte Materialflussrichtung sein. Die Gleitführung kann aber an eine andere Abzugsrichtung
angepasst werden.
[0006] Die Gleitführung besteht vorzugsweise aus einem oder mehreren Trägern und einem leicht
auswechselbar am Träger befestigten Führungsteil. Das Material des Führungsteils kann
den Anforderungen (insbesondere dem verarbeiteten Fasermaterial) angepasst werden.
Mögliche Materialien für den Führungsteil sind zum Beispiel Kunststoff oder Messing.
Der Führungsteil kann aber aus einem Grundmaterial mit einer Oberflächenbeschichtung
bestehen.
[0007] Beispiele der Erfindung werden nun anhand der in den Figuren der Zeichnungen dargestellten
Ausführungen näher erklärt. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht einer Kardeneinheit, bestehend aus einer Materialzufuhrvorrichtung,
der Karde selbst und einer der Karde zugeordneten Bandablage,
- Fig. 2
- eine schematische Seitenansicht der Arbeitswalzen im Kardenauslauf,
- Fig. 3
- eine schematische Ansicht der bandbildenden Elemente im Auslauf nach dem Stand der
Technik,
- Fig. 4
- eine mögliche Ausführung der bandbildenden Elemente nach EP-A-549534,
- Fig. 5
- eine Variante der Ausführung nach Fig. 4,
- Fig. 6
- einen Querschnitt der Ausführung nach Fig. 5 gemäss der Schnittlinien I - I,
- Fig. 7
- ein Plan der neuartigen Gleitführung,
- Fig. 8
- eine Ansicht in der Richtung P, Fig. 7 und
- Fig. 9
- eine Ansicht in der Richtung R, Fig. 7.
[0008] Die in Figur 1 dargestellte Kardeneinheit umfasst einen Füllschacht 19, der Fasermaterial
aus einem schematisch angedeuteten Flockentransportsystem 18 erhält und daraus eine
Watte 17 bildet, welche an die Speisevorrichtung 16 der Karde 28 weitergeleitet wird.
Die Karde selbst ist konventioneller Bauart mit einem Briseur 30, Tambour 32, Wanderdeckelgerät
34 und Abnehmer 36, der Teil des Auslaufes 38 bildet. Der Auslauf wird nachfolgend
anhand der weiteren Figuren näher erklärt. Im Kardenauslauf wird ein Faserband 40
gebildet, das an die Bandablage (Kannenpresse bzw. den Kannenstock) 42 geliefert wird,
wo das Band in Windungen in einer Kanne 44 abgelegt wird. Die Arbeitswalzen 30,32,36
und die Walzen des Auslaufes 38 bestimmen im wesentlichen die vorgegebene Materialflussrichtung
durch die Maschine.
[0009] Der Auslauf nach Fig. 2 umfasst zusammen mit dem Abnehmer 36 eine Abnahmewalze 46,
Putzwalze 48, Übertragungswalze 50 und ein Klemmwalzenpaar 52. Das Bezugszeichen 54
weist auf eine Absaugung, die aber in Zusammenhang mit dieser Erfindung keine Rolle
spielt und nicht weiter beschrieben wird.
[0010] Eine Klemmwalze des Paares 52 ist nochmals in Fig. 3 von oben gezeigt, und zwar in
Zusammenhang mit einem sogenannten Querband 56, wodurch das vom Klemmwalzenpaar gelieferte
Faservlies 58 seitlich abgelenkt und mittels einer Umlenkwalze 60 zu einem Faserband
40 (siehe auch Fig. 1) zusammengefasst wird (z.B. nach EP-A-549534). Das Faserband
40 wird mittels eines Stufenwalzenpaares 62 durch einen Trichter 64 abgezogen und
mit einer vorgegebenen Geschwindigkeit aus der Karde (Maschine) 28 geliefert. Eine
dazu geeignete Stufenwalzenpaareinheit ist in EP-A-370232 gezeigt. Es ist deutlich
aus Fig. 3 zu entnehmen, dass die die Klemmwalze 20 bzw. 21 tragende Welle speziell
(nach DE-A-3834039) gebildet werden muss, um Platz für die Umlenkwalze 60 freizulassen.
Aus Fig. 1 wird dabei klar sein, dass das Band 40 durch die Umlenkwalze schräg nach
unten und nach vorn umgelenkt werden muss, was aber keine wesentliche Abweichung von
der Materialflussrichtung darstellt.
[0011] Die Bandablage 42 ist eine autonome Maschine mit eigenem Antrieb und kann frei gegenüber
der Karde 28 aufgestellt werden. Sie umfasst ein Gestell 66 mit einer Kopfpartie 68,
einer Fusspartie 70 und einer dazwischen liegenden Kannenaufnahmestation (kein Bezugszeichen).
Die Richtung, in welcher das Band 40 die Karde verlässt, ist daher mit der vorgenannten
Materialflussrichtung über die Arbeitswalzen der Karde nicht unbedingt identisch.
[0012] Zwei Ausführungen des Querbandes 56 sind in den Figuren 4 bzw. 5 und 6 gezeigt, wobei
die Geometrie dieser Anordnungen insofern von der Geometrie nach Fig. 1 und 3 abweicht,
als der Trum 23 des Bandes 56 waagerecht verläuft. Die Florabnahmewalze 46 und die
Übertragungswalze 50 führen den Faserflor 14 in eine Klemmstelle zwischen zwei sich
in den Richtungen K.1 und K.2 drehenden Klemmwalzen 20 und 21 (siehe Fig. 4) des Paares
52, wobei die Walze 20 sich in die gleiche Richtung dreht wie die Florabnahmewalze
46 und die Walze 21 sich in die gleiche Richtung dreht wie die Walze 50. Die Walzen
20 und 21 sind hoch polierte Walzen, welche den Faserflor auf die Oberfläche eines
oberen Trums 23 (Fig. 4) des Querbandes 56 (Fig. 6) abgeben. Dieser Trum 23 bewegt
sich in Achsrichtung der Klemmwalzen 20,21, und zwar in einer Richtung senkrecht zur
Ebene der Zeichnung in diese Ebene hinein. Der untere Trum ist mit 24 gekennzeichnet.
Das Querband ist über zwei Umlenkrollen 25 bzw. 25.1 (Fig. 6) geführt, die jeweils
den axialen Enden der Walzen benachbart angeordnet sind und sich um Achsen 26 drehen.
Der obere Trum läuft somit in einer horizontalen Richtung. Auf diese Weise wird der
Faserflor über die gesamte Länge der Klemmstelle der Klemmwalzen 20,21, z.B. von etwa
1 m Länge, so zusammengeführt, dass an der Umlenkrolle am Ende des Querbandes ein
Faserband 40 von etwa 2 bis 5 cm Dicke an ein folgendes das Faserband übernehmendes
Element, z.B. einen Faserbandtrichter (nicht gezeigt), abgegeben wird.
[0013] Sowohl der Abnehmer 36 als auch die Florabnahmewalze 46, die Übertragungswalze 50
und die Klemmwalzen 20, 21 erstrecken sich über die gesamte Breite (Arbeitsbreite)
des Tambours, das heisst in unserem Falle über eine Breite von einem Meter.
[0014] Aus Fig. 4 ist ersichtlich, dass die darin gezeigte Welle 26 am einen Ende der Welle
in einem Drehlager 130 und am anderen Ende in einem Drehlager 131 drehbar gelagert
und durch einen Antriebsmotor 132, welcher stationär an einem Maschinenrahmen 129
der Karde befestigt ist, angetrieben wird. Dabei sind die Drehlager 130 und 131 je
in einem Tragkörper 128 untergebracht, welcher am Maschinenrahmen 129 befestigt ist.
Für die Umlenkrolle 25.1 ist ebenfalls ein am Maschinenrahmen 129 befestigter Tragkörper
128 vorgesehen.
[0015] In Fig. 4 ist dargestellt, dass eine Faserführung 133 rechts vom oberen Trum 23 und
eine Faserführung 134 links vom oberen Trum 23, je mit Blick auf Fig. 4 gesehen, angeordnet
ist. Dabei ist die Faserführung 133 mittels eines dazugehörigen Fusses 137 und die
Faserführung 134 mittels eines dazugehörigen Fusses 138 jeweils am Tragkörper 128
der Rolle 25 bzw. 25.1 befestigt. Einstückig mit dem Fuss 137 ist ein schräg nach
oben ragender Teil 139, welcher die Faserführung bildet. Ein ähnlicher Teil 140 ist
einstückig mit dem Fuss 136 gebildet.
[0016] Die Faserführung 133 weist eine Faserführungsfläche 135 und die Faserführung 134
eine Faserführungsfläche 136 auf, welche bis auf einige Zehntelsmillimeter (beispielsweise
fünf Zehntelsmillimeter) an die Oberfläche der Klemmwalzen 20 resp. 21 reichen, so
dass nur ein sehr kleiner Spalt übrig bleibt für allenfalls quer über das obere Trum
23 streichende Luftströmungen.
[0017] Aus Fig. 4 ist im weiteren ersichtlich, dass die Faserführungen 133 und 134 dicht
an den Seiten (nicht gekennzeichnet) des oberen Trumes 23 anliegen, allerdings nur
so dicht, dass nicht eine unnötige Reibung zwischen dem sich bewegenden oberen Trum
23 und den stationären Faserführungen 133 resp. 134 entsteht. Um zu vermeiden, dass
Fasern zwischen den vorgenannten Seiten des oberen Trumes 23 und den Faserführungen
133 resp. 134 eingeklemmt werden können, muss das Spiel im Spalt zwischen den vorgenannten
Seiten des Trums und den Faserführungen möglichst klein sein, was aufgrund von Versuchen
festgestellt werden muss, und je nach für das Querband verwendetem Material resp.
je nach Wärmeausdehnung des Materiales unterschiedlich sein kann.
[0018] Die Fig. 5 zeigt eine weitere Variante, indem die Führungsteile 139.3 resp. 140.3
zusammen mit einem Boden 141.1 eine Wanne 141 bilden, in welcher das obere Trum 23
geführt ist.
[0019] Die übrigen Elemente, welche bereits im Zusammenhang mit den vorerwähnten Figuren
beschrieben wurden, weisen dieselben Bezugszeichen auf.
[0020] Die Führungsteile 139.3 und 140.3 werden mittels je einem Fuss 137.1 je am Tragkörper
28 der Umlenktrolle 25 und 25.1 befestigt, womit die Wanne 141 stationär befestigt
ist.
[0021] Die Figur 6 zeigt einen Schnitt entsprechend den Schnittlinien I, d.h. daraus sind
die Umlenkrollen 25 und 25.1 ersichtlich sowie der zu einem Faserband 40 zusammengefasste
Faserflor 14. Mit dem Pfeil U in der Umlenkrolle 25 (Fig. 6) ist die Drehrichtung
der Rollen 25 und 25.1 dargestellt.
[0022] Ebenfalls ist aus dieser Fig. ersichtlich, dass die Führungsteile 139.3 und 140.3,
hier mit dem Führungsteil 140.3 dargestellt, länger sind als die Klemmwalzen 20 und
21, welche dieselbe Länge aufweisen wie die vorangehenden Walzen, wobei das Mass des
beidseitigen Überragens minimal 2 cm betragen soll.
[0023] Gemäss dieser Erfindung wird nun die Umlenkwalze 60 (Fig. 3) durch eine Gleitführung
(z.B. nach den Figuren 7 bis 9) ersetzt. Diese Gleitführung umfasst im wesentlichen
Trägerelemente 70 bzw. 72, die im Kardengestell fest eingebaut sind, und einen Führungteil
74. Der Führungsteil 74 umfasst drei Wände, und zwar:
- eine Rückwand 73
- eine Oberwand 75
- eine Endwand 76.
[0024] Die Figuren 7 bis 9 zeigen auch den ungefähren Lauf des Bandes 40, wie es sich der
Gleitführung nähert und wieder verlässt. Um die Bewegungsrichtungen anzudeuten, ist
in jeder Figur 7 bis 9 die der Gleitführung benachbarte Umlenkrolle 25 schematisch
angedeutet. In der Darstellung nach Fig. 8 bewegt sich daher das Band 40 von links
nach rechts in die Gleitführung und anschliessend "nach vorn" aus der Ebene des Blattes.
In der Darstellung nach Fig. 7 bewegt sich das (gleiche) Band 40 von unten nach oben
in die Gleitführung und anschliessend von rechts nach links, wenn es die Gleitführung
verlässt. Die Bandbewegungsrichtung nach Fig. 9 ist daher auch von rechts nach links
und schräg nach unten. In der letztgenannten Figur entspricht die Ebene 23A ungefähr
der Oberseite des Trums 23 (Fig. 6), welcher das Vlies 58 sammelt und in der Form
eines Bandes 40 an die Gleitführung liefert.
[0025] Jede Wand 73,75,76 bietet dem Band 40 eine jeweilige Gleitfläche 77,78,79 an, wobei
die Flächen 77,78 durch eine gekrümmte Fläche 80 (Fig.7) verbunden sind. In dieser
Ausführung berührt das Band normalerweise die Oberwand 75 nicht. Die erforderliche
Umlenkung des Bandes wird dadurch erzielt, dass das Band aus der bandbildenden Einheit
durch ein Abzugsgerät (nicht gezeigt) in der Bewegungsrichtung nach dem Kardenauslauf
abgezogen wird. Das in die Gleitführung einlaufende Band berührt vorerst die Fläche
77, wird dadurch in die Kurve 80 geleitet und wird dann von der Fläche 78 weitergeführt.
Die Übergänge von der Fläche 77 auf die Fläche 80, und von der letzteren auf die Fläche
78, erfolgt möglichst stossfrei und ohne Stellen, wo das Band nicht mehr geführt ist.
Wie aus Fig. 7 ersichtlich, kann sich das Band 40 von der Fläche 78 abheben, bevor
das Ende dieser Fläche (in der Bewegungsrichtung betrachtet) erreicht wird.
[0026] Die Flächen 77 und 78 üben einen wesentlichen Führungseinfluss auf das Band aus.
Das Material des Führungselementes kann an das zu verarbeitende Fasermaterial angepasst
werden. Es kann zum Beispiel eine Wahl nach den folgenden Kriterien getroffen werden:
- gute Gleiteigenschaften (z.B. beschichteter Stahl)
- hohe Leitfähigkeit für Wärme bzw. elektrostatische Ladung (z.B. Messing)
- hohe Scheuerbeständigkeit (z.B. Kunststoff). Andere Möglichkeiten sind Aluminium,
Guss oder Stahl.
[0027] Die Auswahl des geeignetsten Materials kann in Abhängigkeit des Fasermaterials getroffen
werden - solche Materialien sind Baumwolle, Synthetikfasern, Viskosefasern usw.
[0028] Ein Vergleich mit der Anordnung nach Fig. 3 wird einige offensichtliche Vorteile
sofort klarmachen, zum Beispiel:
- die Kosten der Gleitführung sind wesentlich niedriger als diejenigen der Umlenkwalze
60,
- das Risiko eines Wickels, das bei jeder Walze vorhanden ist, entsteht in der Ausführung
nach den Fig. 7 bis 9 gar nicht, und
- der Führungsteil in Fig. 7 bis 9 kann im Vergleich mit der Walze 60 nach Fig. 3 relativ
leicht ausgetauscht werden. Das bedeutet, es können mit relativ wenig Aufwand sowohl
Anpassungen des zu verarbeitenden Materials als auch der Ersatz eines verschlissenen
Teils ausgeführt werden.
[0029] Die Befestigung des Führungsteils an einem Trägerelement erfolgt vorzugsweise mittels
Befestigungsmitteln (z.B. Bolzen, nicht gezeigt), die leicht gelockert bzw. entfernt
werden können, so dass der Führungsteil leicht ausgewechselt werden kann. Dazu können
Löcher 82 (Fig. 7 und 8) in den Trägerelementen vorgesehen werden.
[0030] Fig. 9 zeigt schematisch eine Seitenplatte am Ende des Querbandabzuges von der Gleitführung
entfernt. Eine ähnliche Platte (nicht gezeigt) kann die Träger 70, 72 tragen. Die
Seitenplatte ist im Kardengestell montiert und ist mit Öffnungen 86, 88 versehen,
um Lagereinheiten für die Klemmwalzen 20, 21 aufzunehmen.
[0031] Da die Gleitführung leicht und kostengünstig ausgetauscht werden kann, ermöglicht
sie auch die Anpassung der Abzugsrichtung des Faserbandes (d.h. der Richtung, in welcher
das Faserband die Gleichtführung verlässt) an die Gestaltung der Auslaufpartie der
Karde. In der konventionellen Anordnung nach den Figuren 1 bis 3 ist die Abzugsrichtung
im wesentlichen der Materialflussrichtung über die Arbeitswalzen der Karde gleich.
Mit einer Gleitführung nach dieser Erfindung ist dies aber nicht zwingend erforderlich.
Die Fig. 9 zeigt mit gestrichelten Linien kleinere Veränderungen der Abzugsrichtung,
wobei das Faserband noch in einer vorgegebenen senkrechten Ebene bleibt. Diese "Abzugsebene"
könnte aber auch gegenüber der Materialflussrichtung geändert werden.
1. Eine bandbildende Einheit für eine Spinnereivorbereitungsmaschine, die eine Führung
aufweist, um ein von der Maschine geliefertes Vlies in einem Vliessammelbereich an
mindestens eine Stelle seitlich vom Sammelbereich zu führen, dadurch gekennzeichnet,
dass an der genannten Stelle eine Gleitführung vorgesehen ist, um das Faserband in
eine vorgegebene Richtung umzulenken.
2. Einheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abzugsrichtung der Materialflussrichtung
durch die Arbeitswalzen der Karde im wesentlichen gleich ist.
3. Einheit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitführung aus
einem oder mehreren Trägern und einem leicht auswechselbar am Träger befestigten Führungsteil
besteht.
4. Einheit nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Material des Führungsteils
den Anforderungen (insbesondere dem verarbeiteten Fasermaterial) angepasst werden
kann.
5. Einheit nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Material für
den Führungsteil Stahl, Kunststoff, Messing oder Aluminium ist.
6. Einheit nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsteil
aus einem Grundmaterial mit einer Oberflächenbeschichtung besteht.