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(11) |
EP 0 705 544 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.01.1999 Patentblatt 1999/01 |
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Anmeldetag: 06.10.1995 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: A43B 5/04 |
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Snowboardstiefel
Snowboard shoe
Chaussure pour planche de neige
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE FR IT LI |
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Priorität: |
07.10.1994 DE 4435959
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.04.1996 Patentblatt 1996/15 |
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Patentinhaber: Goodwell International Limited |
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Tortola,
British Virgin Islands (VG) |
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Erfinder: |
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- Hansen, Reinhard
A-5020 Salzburg (AT)
- Widdison, Leon
D-83410 Laufen (DE)
- Wurm, Wolfgang
A-4880 St. Georgen (AT)
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| (74) |
Vertreter: von Bülow, Tam, Dr. |
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Patentanwalt
Mailänder Strasse 13 81545 München 81545 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 646 334 DE-B- 1 195 637 FR-E- 49 631
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WO-A-94/21149 FR-A- 1 589 384
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Snowboardstiefel.
[0002] Grundsätzlich unterscheidet man heute zwei Arten von Snowboardstiefeln, nämlich die
Hartschalenstiefel, die ähnlich wie die üblichen Skistiefel eine relativ harte, unflexible
Kunststoffschale und einen gepolsterten Innenschuh haben und die sogenannten Soft-Boots,
die sehr weich und flexibel sind, da ihr Außenmantel aus Textilstoffen oder weicherem
Leder besteht. Die Hartschalenstiefel bieten einen guten Halt des Fußes in allen Richtungen
und werden meist mit einer sogenannten Plattenbindung gefahren, die die Sohlenvorsprünge
im Zehen- und Fersenbereich des Stiefels mit einem Bügel übergreifen. Der Vorteil
des guten Haltes dieser Stiefel wird aber mit dem Nachteil geringer Flexibilität und
leider oft auch schlechtem Tragekomfort erkauft. Darüber hinaus haben die Stiefel
aufgrund der harten Schale auch ein relativ hohes Gewicht, was ebenfalls den Komfort
mindert. Aufgrund der geringen Flexibilität werden diese Stiefel von sogenannten Freestyle-Fahrern,
die komplizierte Sprünge und sonstige Kunstfiguren vollführen, nicht gefahren. Die
Freestyle-Fahrer bevorzugen statt dessen die oben beschriebenen Soft-Boots, die sehr
hohe Flexibilität nach allen Richtungen gewährleisten, einen hohen Tragekomfort und
geringes Gewicht haben. Andererseits ist es beim Snowboardfahren wichtig, die vorder-
oder rückseitige Kante des Snowboards zu belasten. Bei den Hartschalenstiefeln werden
diese Kräfte überwiegend über das Schienbein, den Stiefelschaft, die Stiefelsohle
und die Bindung auf das Snowboard übertragen, ohne daß dabei das Knöchelgelenk des
Fahrers stark beansprucht wird. Beim weicheren "Soft-Boot" werden dagegen das Knöchelgelenk,
die Bänder und die Muskeln sehr viel stärker beansprucht als beim Hartschalenstiefel,
wenn eine der Kanten belastet werden soll. Aus diesem Grunde werden die "Soft-Boots"
normalerweise auch nur mit sogenannten Schalenbindungen gefahren, bei denen die Bindung
selbst eine relativ harte, den Stiefel aufnehmende Schale aufweist, die vor allem
im nach hinten weisenden Bereich des Schaftes eine Stütze aufweist und die den Schuh
mit mehreren Riemen, die den vorderen Bereich des Schuhes und den Rest übergreifen,
in der Bindung halten. Diese Bindungen sind aber zum einen umständlich in der Handhabung,
schränken die Flexibilität ein und haben ein relativ hohes Gewicht.
[0003] Aus der WO-A-94/21149 ist ein Snowboardstiefel bekannt, der einen Fuß- und einen
Schaftabschnitt aufweist, die jeweils aus relativ steifen, unflexiblen Schalenelementen
bestehen, welche einen weichen, gepolsterten Innenschuh halten. Die starre Schaftschale
ist im Fersenbereich über ein Gelenk mit der starren Fußschale verbunden. Zusätzlich
sind die beiden Schalenelemente über einen um die Schaftrückseite geführten und im
sohlennahen Mittelbereich des Stiefels befestigten Gurt miteinander verbunden, der
den Schaft nach hinten abstützt.
[0004] Die FR-E-49.631 zeigt einen aus Leder hergestellten Skistiefel, der im wesentlichen
aus einem aus starrem Leder hergestellten Fußabschnitt und einem ebenfalls aus starrem
Leder hergestelltem, manschettenartigen Schaftabschnitt besteht. Beide Abschnitte
sind über Bänder und einen flexiblen Zwischenabschnitt miteinander verbunden. Zur
zusätzlichen Versteifung des Fußabschnittes sind Gurte vorgesehen, wobei ein Gurt
die Rückseite des Fußabschnittes im oberen Fersenbereich umgreift und beidseitig des
Stiefels im vorderen Bereich des Stiefelabsatzes an der Sohle fixiert ist.
[0005] Die EP-A-0 646 334 zeigt einen Snowboardstiefel, der aus einem Innenteil und einem
Außenteil besteht, zwischen die eine steife Einlage eingesetzt ist. Die Einlage besteht
aus einem Fußteil und einem über ein Schwenkgelenk im oberen Fersenbereich damit verbundenen
Schaftteil. Beide Teile der Einlage sind zusätzlich über einen Gurt miteinander verbunden,
dessen Enden auf beiden Seiten des Zehenbereichs des Fußteils fixiert sind und der
die Rückseite des Schafteils umgreift.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Snowboardstiefel zu schaffen, der bei hohem
Trage- und Fahrkomfort und geringem Gewicht einen guten Halt des Fußes für die Belastung
der Vorder- oder Hinterkante des Snowboards bietet.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
[0008] Der Stiefel nach der Erfindung vereinigt die Vorteile des Hartschalenstiefels und
des weichen "Soft-Boots", ohne deren jeweilige Nachteile aufzuweisen. Er ist daher
auch geeignet mit einer Plattenbindung gefahren zu werden und eignet sich damit auch
für das Befahren harter oder vereister Pisten. Er bietet also insbesondere den hohen
Tragekomfort des Soft-Boots und trotzdem den guten Halt des Hartschalenstiefels.
[0009] Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen im Zusammenhang
mit der Zeichnung ausführlicher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- Eine perspektivische Ansicht eines Snowboardstiefels nach der Erfindung, gesehen auf
die Seite des Außenknöchels des Fußes;
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht des Stiefels, gesehen auf die Seite des Innenknöchels
des Fußes;
- Fig. 3
- eine schematische Skizze eines Stiefels nach einer zweiten Variante der Erfindung;
- Fig. 4
- eine schematische Skizze des Stiefels nach einer dritten Variante und
- Fig. 5
- eine Seitenansicht eines Stiefels nach einer vierten Variante der Erfindung.
[0010] Gleiche Bezugszeichen in den einzelnen Figuren bezeichen gleiche bzw. funktionell
einander entsprechende Teile.
[0011] Zunächst wird auf Fig. 1 Bezug genommen. Der Snowboard-Stiefel 1 hat eine Gummisohle
2, einen Schaft 3, einen den Vorderfuß und die Zehen überdeckenden Zehenbereich 4,
einen Fersenbereich 5, der den Absatz des Fußes einschließt und einen Ristbereich
6. Die nach hinten weisende Rückseite des Schaftes 3 ist mit dem Bezugszeichen 7 bezeichnet.
Wie bei den meisten Soft-Boots üblich, wird dieser Stiefel geschnürt, wozu im vorderen
Schaftbereich die üblichen Ösen 8 vorgesehen sind, an denen der Schnürsenkel 9 (Fig.
2) gehalten ist. Insgesamt ist dieser Stiefel aus weichem, flexiblem Material hergestellt
wzb. aus Textilgewebe. Er ist innen weich gepolstert und hat auch eine weich gepolsterte
Zunge 10.
[0012] Nach der Erfindung ist ein erster Gurt 11 vorgesehen, der nahe der Sohle 2 im Bereich
des Vorderfußes beidseitig außen befestigt ist, was im Ausführungsbeispiel der Fig.
1 über eine mit der Sohle verbundenen Lasche 12 und eine schwenkbare Befestigung 13,
die beispielsweise ein Niet sein kann, erfolgt. Der Gurt ist um die Rückseite 7 des
Schaftes herumgeführt, und zwar in dessen oberem Bereich und dort an Einhängevorrichtungen
14 und 14' in seiner Höhe fixiert, so daß er weder nach unten in Richtung zur Sohle
noch nach oben zur Einstiegsöffnung des Schachtes verrutschen kann. Der Gurt 11 ist
zwar in sich flexibel, hat aber nur eine sehr geringe Flexibilität oder Dehnbarkeit
in seiner Längsrichtung, so daß er den Schaft 3 stützt und rückwärts gerichtete Kräfte,
wie sie bei Belastung der rückseitigen Snowboardkante auftreten, auffängt und im Vorderfußbereich
in die Sohle 2 einleitet.
[0013] Die Einhängevorrichtung 14 und 14' besteht hier aus zwei aufeinander zuweisenden
Haken, in die der Gurt 11 eingehängt werden kann. An der Rückseite des Stiefels sind
mehrere solcher Einhängevorrichtungen 14, 14' in verschiedener Höhe bezogen auf die
Stiefelsohle 2 vorgesehen, und zwar im Ausführungsbeispiel der Fig. 1 insgesamt drei
solcher Einhängevorrichtungen. Hiermit läßt sich die Flexibilität des Stiefels noch
variieren.
[0014] Der Gurt 11 ist in seiner Länge verstellbar, wozu eine Gurtschnalle 15 vorgesehen
ist, die mit einem Teil des Gurtes 11 fest verbunden ist und durch die ein anderer
Teil des Gurtes hindurchgefädelt ist, der dann in einer Gurtschlaufe 16 endet. Diese
Gurtschlaufe 16 ist so gebildet, daß durch Zug in Richtung des Pfeiles 17, d.h. schräg
nach oben der Gurt 11 verkürzt wird. Durch die Einstellung der Länge dieses Gurtes
läßt sich die sogenannte "Vorlage" des Stiefelschaftes stufenlos verändern und damit
den jeweiligen Fahrbedingungen anpassen.
[0015] Damit der Druck des Gurtes gleichmäßiger auf den Schaft 3 verteilt wird, ist zwischen
dem Schaft 3 und dem Gurt 11 im Bereich der Rückseite des Schaftes ein Verstärkungsteil
18 eingefügt, das aus härterem Material wzb. Kunststoff besteht und den Druck des
Gurtes 11 großflächiger auf die Rückseite 7 des Schaftes 3 überträgt. Dieses Verstärkungsteil
18 erstreckt sich an der Rückseite 7 des Schaftes 3 nach oben bis zum Ende des Schaftes
3 und ist seitlich beidseitig nach vorne geführt und dort mit einem Niet 19 befestigt.
Dieser Niet 19 wirkt auch als Schwenklager, so daß das Verstärkungsteil 18 in begrenztem
Umfange Bewegungen des Schaftes 3 mitmachen kann und diesen nicht wesentlich versteift.
Primäre Funktion des Verstärkungsteiles 18 ist eine großflächigere Druckverteilung.
[0016] In analoger Weise ist für den Druck auf die Vorderkante des Snowboards ein zweiter
Gurt 20 vorgesehen, der im Bereich des Fersenteiles 5 nahe der Sohle 2 befestigt ist
und beidseitig schräg nach oben über den Ristbereich 6 verläuft. Belastet der Fahrer
den Vorderfuß, um Druck auf die Vorderkante auszuüben, so wird auch der Rist des Fußes
angehoben. Diese Kraft wird dann von dem Gurt 20 in den fersenseitigen Sohlenbereich
und damit die Bindung übertragen. Der Gurt 20 ist in einem Befestigungsbereich 21
kurz oberhalb der Sohle befestigt. Er kann hier angeklebt, angenietet oder in sonstiger
Weise befestigt sein, beispielsweise auch dadurch, daß er durch eine Öffnung hindurchgefädelt
ist, wie in Fig. 1 dargestellt. Um den zweiten Gurt 20 im Ristbereich besser zu fixieren,
ist dort eine Vertiefung 22 vorgesehen, die an die Breite des Gurtes 20 angepaßt ist
und diesen gegen ein Verrutschen fixiert.
[0017] Auch der zweite Gurt 20 ist in seiner Länge verstellbar, und zwar durch eine Gurtschnalle
23, durch die ein Ende des Gurtes hindurchgefädelt ist. Das freie Ende 24 des Gurtes
20 ist hierbei schräg nach oben in Richtung zum Rist 6 geführt, so daß der Gurt durch
Zug schräg nach oben in Richtung des Pfeiles 25 verkürzt werden kann. Hierdurch wird
zum einen durch Druck auf den Rist der Fuß gut gehalten und im Absatzbereich fest
angedrückt, so daß das sehr unangenehme Anheben der Ferse im Inneren des Schuhs unterbunden
ist. Zum anderen werden - wie schon erwähnt - die Kräfte besser auf die Sohle und
dann auf die Bindung übertragen.
[0018] Im Ausführungsbeispiel der Fig. 1 kreuzen sich die Gurte 11 und 20, womit auch das
freie Ende 24 des Gurtes 20 von dem Gurt 11 gehalten wird.
[0019] Fig. 2 zeigt denselben Stiefel aus einem anderen Blickwinkel. Aus dieser Figur ist
auch zu erkennen, daß das Befestigungsteil 18 über ein Langloch an dem Niet 19 befestigt
ist, was eine bessere Flexibilität zum Abknicken des Schienbeines nach vorne gewährleistet.
[0020] Aus Fig. 2 ist zu erkennen, daß dieser Stiefel über in der Sohle 2 integrierte Bindungsteile
mit einer Plattenbindung befestigt werden kann, die Gegenstand einer anderen Patentanmeldung
der Anmelderin ist. Hierzu ist an der Sohle im Vorderfußbereich eine Aussparung 27
vorhanden, in die ein quer zur Längsachse des Schuhs verlaufender Bolzen 26 eingesetzt
ist. Mit diesem Bolzen kann der Schuh an einem Haken der Bindung eingehängt und fixiert
werden. Im Absatzbereich der Sohle sind seitliche Rastöffnungen 28 vorhanden, in die
Eingriffsteile der Bindung eingreifen können. Hieran wird deutlich, daß dieser Stiefel
ausschließlich über die Sohle 2 an der Bindung befestigt werden kann, so daß alle
Nachteile der bisherigen Schalenbindungen vermieden werden.
[0021] Die Fig. 3 und 4 zeigen zwei unterschiedliche Varianten des Versteifungsteiles 18.
Während in Fig. 1 die Befestigung über den Niet 19 etwa in der Mitte des Verstärkungsteiles
18 erfolgt, ist beim Ausführungsbeispiel der Fig. 3 das Befestigungsteil in der Seitenansicht
etwa L-förmig, mit einem stumpfen Winkel zwischen den beiden Schenkeln des "L", wobei
der Niet 19 am tiefsten Punkt des Verstärkungsteiles angebracht ist. Bei einer "Rücklage"
wird über den Gurt 11 und das Verstärkungsteil 18 die Kraft etwa in der Mitte des
Stiefels abgefangen. Darüber hinaus bietet diese Konstruktion auch eine gewisse Stütze
für ein seitliches Abknicken des Knöchelgelenkes, was von manchen Fahrern gewünscht
sein kann.
[0022] Bei der Variante der Fig. 4 ist das Verstärkungsteil 18 seitlich weniger weit um
den Schaft herumgeführt und weist an seiner Unterseite eine U-förmige Aussparung auf,
in der ein mit dem Schaft 3 verbundener Anschlag 29 vorhanden ist, der, sobald die
Aussparung des Verstärkungsteiles 18 dort zum Anschlag kommt, ein weiteres Abknicken
des Schaftes nach hinten zusätzlich verhindert.
[0023] Fig. 5 zeigt eine andere Variante der Gurtführung. Beide Gurte 11 und 20 sind hier
an einem gemeinsamen Punkt befestigt, der hier als Öse 30 ausgebildet ist und gegenüber
dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 und 2 vom Vorderfußbereich mehr in den Mittelfußbereich
nach hinten versetzt liegt. Auch zeigt Fig. 5 eine andere Variante der Einhängevorrichtung
für den Gurt 11. An der Rückseite des Schaftes sind hierzu sägezahnartige Vorsprünge
vorhanden mit Durchbrüchen 31, durch die der Gurt 11 hindurchgefädelt ist.
1. Snowboardstiefel (1), der eine in eine Bindung eines Snowboards einsetzbare Sohle
(2) und einen Schaft (3) aufweist, wobei ein Gurt (11) mit geringer Flexibilität in
Längsrichtung ausgehend vom sohlennahen Mittel- oder Zehenbereich (4) einer Seite
des Snowboardstiefels (1) um die Rückseite (7) des Schaftes (3) in dessen oberen,
sohlenfernen Bereich und von dort zurück zum sohlennahen Mittel- oder Zehenbereich
der anderen Seite geführt und an der Rückseite (7) des Schaftes (3) gegen ein Verrutschen
in Richtung zur Sohle (2) fixierbar ist, wobei zwischem dem Schaft (3) und dem Gurt
(11) ein den Druck des Gurtes (11) großflächig verteilendes Verstärkungsteil (18)
eingefügt ist, wobei
sowohl der Schaft (3) flexibel und aus weichem, gepolstertem Material hergestellt
ist als auch der übrige Snowboardstiefel (1) und wobei
das Verstärkungsteil (18) nur an dem aus flexiblem Material hergestellten Snowboardstiefel
(1) befestigt ist.
2. Snowboardstiefel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Gurt (11) stufenlos längenverstellbar ist.
3. Snowboardstiefel nach einem der Ansprüch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß an der Rückseite (7) des Schaftes (3) mehrere im Abstand zueinander angeordnete
Einhängevorrichtungen (14, 14') für den Gurt (11) vorgesehen sind.
4. Snowboardstiefel nach Anspruch 1 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der Gurt an der Rückseite (7) des Schaftes (3) gegen ein Verrutschen in Richtung
zur Einstiegsseite des Schaftes (3) fixierbar ist.
5. Snowboardstiefel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Verstärkungsteil (18) über ein Schwenkgelenk (19) mit dem Stiefel (1) verbunden
ist.
6. Snowboardstiefel nach Anspruch 1 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, daß an der Rückseite (7) unterhalb des Verstärkungsteiles (18) ein Anschlag (29)
vorhanden ist, der ein Abwinkeln des Schaftes nach hinten begrenzt.
7. Snowboardstiefel nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß ein zweiter Gurt (20) mit geringer Flexibilität in Längsrichtung ausgehend vom
sohlennahen Fersenbereich (5) einer Seite des Snwoboardstiefels (1) über den Rist
(6) und von dort zurück vom sohlennahen Fersenbereich der anderen Seite geführt ist.
8. Snowboardstiefel nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Gurt (20) stufenlos längenverstellbar ist.
9. Snowboardstiefel nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Gurt (20) im Bereich des Ristes (6) in einer Vertiefung (22) geführt
ist.
10. Snowboardstiefel nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß der erste Gurt (11) beidseitig über je ein Verstärkungsteil (12) mit der Sohle
(2) verbunden ist.
11. Snowboardstiefel nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß der erste Gurt (11) über ein Schwenkgelenk (13) mit dem Verstärkungsteil (12)
verbunden ist.
12. Snowboardstiefel nach einem der Ansprüche 7 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß beide Gurte (11 und 20) im Mittelbereich der Sohle an einem gemeinsamen Befestigungspunkt
(30) befestigt sind.
1. Snowboard boot (1) having a sole (2) which is insertable into a binding of a snowboard
and a shaft (3), wherein a strap (11) having low flexibility in its longitudinal direction
is extending from a sole-proximal center or toe region (4) at one side of the boot
(1) around the rear side (7) of the shaft (3) within its upper, sole-distant region
and back from there to the sole-proximal center or toe region of the other side, and
being fixable on the rear side (7) of the shaft (3) against sliding in the direction
towards the sole (2), wherein a reinforcing element (18), which distributes the pressure
of the strap (11) over a large surface is inserted between the shaft (3) and the strap
(11),
wherein both the shaft (3) and the rest of the boot (1) are made of a flexible, soft
and padded material and wherein
the reinforcing element (18) is fixed only to the snowboard boot (1), which is made
of the flexible material.
2. Snowboard boot according to claim 1, characterized in that the length of the strap
(11) is steplessly adjustable.
3. Snowboard boot according to claim 1 or 2, characterized in that several hang-in devices
(14, 14') for the strap (11) are arranged at a distance from one another on the rear
side (7) of the shaft (3).
4. Snowboard boot according to claim 1 or 3, characterized in that the strap is fixable
on the rear side (7) of the shaft (3) against sliding towards the access side of the
shaft (3).
5. Snowboard boot according to claim 1, characterized in that the reinforcing element
(18) is connected to the boot (1) via a pivot bearing (19).
6. Snowboard boot according to claim 1 or 5, characterized in that a limit stop (29)
which limits the bending of the shaft towards the rear is provided on the rear side
(7) underneath the reinforcing element (18).
7. Snowboard boot according to claims 1 to 6, characterized in that a second strap (20)
having little flexibility in its longitudinal direction extends from the sole-proximal
heel region (5) of one side of the snowboard boot (1) over the instep (6) and back
from there to the sole-proximal heel region of the other side.
8. Snowboard boot according to claim 7, characterized in that the length of the second
strap (20) is steplessly adjustable.
9. Snowboard boot according to claim 7 or 8, characterized in that the second strap (20)
is guided in a depression (22) within the region of the instep (6).
10. Snowboard boot according to claims 1 to 9, characterized in that the first strap (11)
is connected to both sides of the sole (2) via one respective reinforcing element
(12).
11. Snowboard boot according to claim 10, characterized in that the first strap (11) is
connected to the reinforcing element (12) via a pivot bearing (13).
12. Snowboard boot according to claims 7 to 11, characterized in that both straps (11
and 20) are fastened at one common fastending point (30) within the central region
of the sole.
1. Botte pour planche à neige (1), présentant une semelle (2) qui peut être introduite
dans la fixation d'une planche à neige et une tige (3), dans laquelle une sangle (11)
peu flexible dans le sens longitudinal est passée à partir de la partie centrale ou
de pointe (4) proche de la semelle sur un côté de la botte pour planche à neige (1),
autour de la face postérieure (7) de la tige (3) dans sa partie supérieure éloignée
de la semelle, pour revenir, à partir de là, vers la partie centrale ou de pointe
proche de la semelle de l'autre côté et peut être retenue sur la face postérieure
(7) de la tige (3) de façon à ne pas pouvoir glisser vers la semelle (2), dans laquelle
une partie de renfort (18) répartissant sur une grande surface la pression de la sangle
(11) est disposée entre la tige (3) et la sangle (11), dans laquelle la tige (3) est
flexible et faite d'un matériau souple et rembourré, de même que le reste de la botte
pour planche à neige (1), et dans laquelle la partie de renfort (18) est fixée uniquement
sur la botte pour planche à neige (1) faite de matériau flexible.
2. Botte pour planche à neige selon la revendication 1, caractérisée en ce que la sangle (11) peut être réglée en longueur de façon continue.
3. Botte pour planche à neige selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisée en ce qu'on prévoit sur la face postérieure (7) de la tige (3) plusieurs dispositifs d'accrochage
(14, 14') de la sangle (11) espacés les uns des autres.
4. Botte pour planche à neige selon la revendication 1 ou 3, caractérisée en ce que la sangle est retenue sur la face postérieure (7) de la tige (3) de façon à l'empêcher
de glisser vers le côté d'entrée de la tige (3).
5. Botte pour planche à neige selon la revendication 1, caractérisée en ce que la partie de renfort (18) est reliée à la botte (1) par l'intermédiaire d'une articulation
pivotante (19).
6. Botte pour planche à neige selon la revendication 1 ou 5, caractérisée en ce qu'il existe sur la face postérieure (7), en-dessous de la partie de renfort (18), une
butée (29) qui limite l'inclinaison de la tige vers l'arrière.
7. Botte pour planche à neige selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce qu'une deuxième sangle (20) peu flexible dans le sens longitudinal est passée à partir
de la partie du talon proche de la semelle (5) sur un côté de la botte pour planche
à neige (1), par-dessus le cou-de-pied (6) et retourne de l'autre côté à la partie
du talon proche de la semelle.
8. Botte pour planche à neige selon la revendication 7, caractérisée en ce que la deuxième sangle (20) peut être réglée en longueur de façon continue.
9. Botte pour planche à neige selon la revendication 7 ou 8, caractérisée en ce que la deuxième sangle (20) est passée dans un creux (22) au niveau du cou-de-pied (6).
10. Botte pour planche à neige selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que la première sangle (11) est reliée de chaque côté à la semelle (2) par l'intermédiaire
d'une partie de renfort (12).
11. Botte pour planche à neige selon la revendication 10, caractérisée en ce que la première sangle (11) est reliée à la partie de renfort (12) par l'intermédiaire
d'une articulation pivotante (13).
12. Botte pour planche à neige selon l'une des revendications 7 à 11, caractérisée en ce que les deux sangles (11 et 20) sont fixées dans la partie centrale de la semelle en
un point de fixation commun (30).