Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich aus Schützenwaffen und Artilleriegeschütze
und betrifft deren Baugruppen, insbesondere Verriegelungseinrichtungen einer Schützenwaffe
oder eines Artilleriegeschützes.
Zugrundeliegender Stand der Technik
[0002] Derzeitige Schützenwaffen und Artilleriegeschütze kennzeichnen sich beim Schiessen
durch einen starken Rückschlag, der bei der Dauerfeuergebung zu einer niedrigen Trefferdichte
(Treffgenauigkeit) führt. Die Hauptbaugruppe, die den Rückschlag beim Schiessen und
die Trefferdichte bei der Dauerfeuergebung beeinflusst, ist die Verriegelungseinrichtung
einer Schützenwaffe und eines Artilleriegeschützes.
[0003] Die verwendeten Verriegelungseinrichtungen gewährleisten beim Verriegeln des Laufes
bzw. des Rohres eine starre Verbindung eines der Hauptelemente-des Verschlusses -
mit anderen Baugruppen, was beim Schiessen zu einem Rückschlag führt, welcher gegen
die Schulter des Schützen gerichtet ist.
[0004] Somit ist für eine teilweise Beseitigung des Rückschlags die Vervollkommnung der
Konstruktionen von Verriegelungseinrichtungen eine sehr wichtige Aufgabe.
[0005] So ist eine Verriegelungseinrichtung weit bakannt, die in der Maschinenpistole Kalaschnikow
("Schiessvorschriften", Verlag Voennoe izdatelstvo Ministerstva oborony SSSR (Moskau),
1973, S.132) verwendet wird, enthaltend einen im Schlossgehäuse vor dem Lauf montierbaren
Verschlussrahmen mit einer mit dem Gaskolben verbundenen Stange und einen im Verschlussrahmen
hin- und herbewegbaren und in bezug auf die Laufachse drehbaren Schiebeverschluss.
[0006] Im Verschlussrahmen ist ein figureller Ausschnitt und im Schiebeverschluss ein entsprechender
Vorsprung vorhanden, welche zum Zusammenwirken des Verschlussrahmens mit dem Schiebeverschluss
sowohl beim Entriegeln des Laufes als auch bei dessen Verriegeln bestimmt sind. Ausserdem
sind am Schiebeverschluss zwei Verriegelungsanschläge vorgesehen, die zur Zusammenwirkung
mit dem Schlossgehäuse beim Entriegeln und Verriegeln des Laufes dienen.
[0007] Im Augenblick des Abschusses, der von der Bildung von Pulvergasen unter hohem Druck
begleitet wird, drückt ein in die Gaskammer gelangender Teil der Pulvergase auf den
Gaskolben und versetzt den Verschlussrahmen über die Stange in Bewegung.
[0008] Bei der Bewegung in die hinterste Stellung dreht der Verschlussrahmen den Verschluss
und bringt die Verriegelungsanschläge desselben mit dem Schlossgehäuse ausser Eingriff,
wodurch das Entriegeln des Laufes sichergestellt wird.
[0009] Nachdem der Verschlussrahmen mit dem Verschluss die hinterste Stellung erreicht haben,
führt eine Rückholfeder die beiden nach vorn zurück, und das Verriegeln des Laufes
findet in der umgekehrten Reihenfolge statt.
[0010] Wie zu erkennen ist, erfolgt beim Verriegeln des Laufes eine starre Verbindung zwischen
Verschluss und Schlossgehäuse. Dabei wird im Augenblick des Abschusses die Schussenergie
über das Schlossgehäuse und den mit diesem in Verbindung stehenden Kolben zum Schützen
übertragen, wodurch eine Änderung der Lage der Waffe und eine Verschiebung der Visierlinie
hervorgerufen werden, was zu einer niedrigen Trefferdichte beim Schiessen führt.
[0011] Ebenfalls weit bekannt ist eine Verriegelungseinrichtung einer Schützenwaffe oder
eines Artilleriegeschützes ("Teile von Schützenwaffen" unter Redaktion von A.A.Blagonravov,
Verlag Oborongiz NKAP, (Moskau), 1946, S. 760), einbaubar im Schlossgehäuse vor dem
Lauf der Schützenwaffe und enthaltend einen Verschlussrahmen mit einem in ihm parallel
zur Laufachse ausgeführten Kanal, in dem eine Rückholfeder untergebracht ist, und
einen mit der Anlagefläche dem Lauf zugewandten Schiebeverschluss, welche eine fixierte
Stellung beim Verriegeln des Laufes haben und hin- und hergehende Bewegungen längs
der Achse des Laufes beim Entriegeln desselben vollführen, einen Schlagbolzen, der
einen Schlagteil besitzt und im Kanal des Schiebeverschlusses aufgenommen ist, und
einen Hülsenauszieher.
[0012] An den einander zugewandten Oberflächen des Verschlussrahmens und des Schiebeverschlusses
sind jeweils ein geneigter Vorsprung und eine geneigte Nut ausgeführt.
[0013] Ebenso wie bei der vorstehend beschriebenen Verriegelungseinrichtung ist in dieser
Konstruktion eine Stange vorgeschen, die zur Verbindung mit dem Gaskolben bestimmt
ist.
[0014] Nach der Abgabe eines Schusses bewegt sich der durch die Stange angetriebene Verschlussrahmen
in Richtung der hinteren Endstellung und tritt mit seinem geneigten Vorsprung mit
der entsprechenden Nut im Schiebeverschluss in Eingriff, erfasst und hebt ihn an,
wodurch der Schiebeverschluss mit dem Schlossgehäuse ausser Eingriff gebracht wird.
[0015] Bei Erreichen der hinteren Endstellung kehren der Verschlussrahmen und der Schiebeverschluss
unter der Wirkung der Rückholfeder in die Ausgangslage zurück, und das Verriegeln
des Laufes geschieht in der umgekehrten Reihenfolge.
[0016] Ebenso wie bei der Verriegelungseinrichtung der Kalaschnikow-Maschinenpistole kommt
in der bekannten Verriegelungseinrichtung eine starre Verbindung zwischen dem Schiebeverschluss
und dem Schlossgehäuse beim Verriegeln des Laufes zustande, was beim Entriegeln des
Laufes zu einem starken Rückschlag gegen die Schulter des Schützen und zur Verschiebung
der Visierlinie führt.
[0017] Insgesamt wird bei Verwendung dieser Verriegelungseinrichtung die Trefferdichte und
die Wirksamkeit der Feuerführung herabgesetzt.
Offenbarung der Erfindung
[0018] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verriegelungseinrichtung einer Schützenwaffe
oder eines Artilleriegeschützes zu entwickeln, in der durch Anwendung neuer Elemente
und einer neuen Verbindung dieser Elemente mit dem Verschlussrahmen es möglich wird,
einen Teil der Schussenergie durch die Verriegelungseinrichtung selbst auszugleichen,
was den Rückschlag vermindern und die Trefferdichte erhöhen würde, wodurch die Schusswirkung
steigt.
[0019] Die gestellte Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Verriegelungseinrichtung einer
Schützenwaffe oder eines Artilleriegeschützes, einbaubar im Schlossgehäuse vor dem
Lauf der Schützenwaffe oder des Artilleriegeschützes und enthaltend einen Verschlussrahmen
mit einem darin parallel zur Laufachse ausgeführten Kanal, in dem eine Rückholfeder
untergebracht ist, und einen mit seiner Anlagefläche dem Lauf zugewandten Schiebeverschluss,
welche eine fixierte Lage beim Verriegeln des Laufes haben und hin- und hergehende
Bewegungen längs der Achse des Laufes bei dessen Entriegeln vollführen, einen Schlagbolzen,
der einen Schlagteil besitzt und im Kanal des Schiebeverschlusses aufgenommen ist,
und einen Hülsenauszieher, erfindungsgemäss einen Schussenergie-Ausgleicher, der mit
dem Schiebeverschluss auf der Seite seiner Anlagefläche beweglich verbunden und beim
Verriegeln des Laufes mit Möglichkeit der Überdeckung des Laufinneren und beim Entriegeln
mit Möglichkeit von Winkelverschiebungen in einer durch die Laufachse und die Achse
des Kanals im Verschlussrahmen verlaufenden Ebene angeordnet ist, welche die Übertragung
der ausgeglichenen Schussenergie zum Verschlussrahmen in einem dem Lauf zugewandten
Abschnitt sicherstellen, und einen Schliesshebel mit einem gleichachsig mit dem Kanal
im Verschlussrahmen ausgeführten Kanal für einen freien Durchgang der Rückholfeder
enthält, welcher Schliesshebel über den einen Arm mit dem Verschlussrahmen auf der
zum Lauf entgegengesetzten Seite beweglich verbunden und in einer durch die Laufachse
und die Achse des Kanals im Verschlussrahmen verlaufenden Ebene schwenkbar ist, mit
dem anderen Arm aber beim Verriegeln des Laufes mit dem Schlossgehäuse zusammenwirkt
und die Überdeckung des Laufinneren durch den Schussenergie-Ausgleicher sicherstellt
und beim Entriegeln des Laufes mit dem Schiebeverschluss auf der zur Anlagefläche
entgegengesetzten Seite zusammenwirkt und hin- und hergehende Bewegungen längs der
Laufachse ermöglicht, wobei sich der Schlagteil des Schlagbolzens und der Hülsenauszieher
im Schussenergie-Ausgleicher befinden.
[0020] Es ist wichtig, dass der Schussenergie-Ausgleicher einen Körper darstellt, der eine
dem Lauf zugekehrte erste Stirnwand, in der eine Ausnehmung zur Aufnahme des Hülsenbodens
vorgesehen ist, die so angeordnet ist, dass ihr Mittelpunkt beim Verriegeln des Laufes
mit dessen Achse übereinstimmt, eine entgegengesetzte zweite Stirnwand, deren zumindest
mit der Anlagefläche des Schiebeverschlusses zusammenwirkender Abschnitt und die erste
Stirnwand beim Verriegeln des Laufes senkrecht zu dessen Achse angeordnet sind, indem
sie einen spitzen Winkel mit der Anlagefläche des Schiebeverschlusses bilden, und
zwei Paare Seitenwände besitzt, bei denen die eine Seitenwand aus dem ersten Paar
zur Seite des Verschlussrahmens gekehrt ist und an der anderen eine Nase für die Patronenzufuhr
ausgebildet ist, wobei an den Seitenwänden des anderen Paars Längsnuten eingearbeitet
sind, die zum Anordnen im Schlossgehäuse bestimmt sind und eine veränderliche Höhe
aufweisen, die von der ersten zur zweiten Stirnwand zunimmt.
[0021] Es ist erforderlich, dass zur Unterbringung des Schlagteils des Schlagbolzens und
des Hülsenausziehers im Schussenergie-Ausgleicher zwei unter einen Winkel zueinander
angeordnete Kanäle ausgeführt sind, von denen der erste beim Verriegeln des Laufes
gleichachsig mit dem Kanal im Schiebeverschluss liegt und eine Austrittsöffnung besitzt,
deren Mittelpunkt mit dem Mittelpunkt der Ausnehmung übereinstimmt, während der zweite
Kanal eine Austrittsöffnung mit einem Mittelpunkt besitzt, der ausserhalb der Ausnehmung
liegt.
[0022] Es ist zweckmässig, dass zur Verbindung des Schussenergie-Ausgleichers mit dem Schiebeverschluss
in der zweiten Stirnwand des Schussenergie-Ausgleichers ein Vorsprung ausgebildet
ist, der einen rechteckigen Fuss aufweist, dessen zwei kleinere Seiten mit den Rippen
der zweiten Stirnwand übereinstimmen, zwei grössere Seiten aber zu einer Ebene senkrecht
sind, die durch die Laufachse und die Achse des Kanals im Verschlusrahmen verläuft,
wobei im Schiebeverschluss auf der Seite der Anlagefläche eine Nut eingearbeitet ist,
die die Form des Vorsprungs wiederholt und in welcher der Vorsprung unter Belassung
eines Spalts aufgenommen ist.
[0023] Es ist wünschenswert, dass der Vorsprung zylindrisch ausgebildet ist.
[0024] Es ist günstig, dass der Vorsprung L-förmig ausgebildet ist.
[0025] Es ist auch möglich, dass zur Verbindung des Schussenergie-Ausgleichers mit dem Schiebeverschluss
auf der Seite seiner Anlagefläche ein Vorsprung vorgesehen ist, der symmetrisch in
bezug auf eine Ebene angeordnet ist, die durch die Laufachse und die Achse des Kanals
im Verschlussrahmen verläuft, während an der zweiten Stirnwand des Schussenergie-Ausgleichers
eine Nut eingearbeitet ist, die die Form des Vorsprungs wiederholt, wobei der Vorsprung
in der Nut unter Belasssung eines Spaltes aufgenommen ist.
[0026] Es ist wünschenswert, dass der Vorsprung T-förmig ausgebildet ist.
[0027] Es ist erforderlich, dass einer der bei der Übertragung der ausgeglichenen Schussenergie
zusammenwirkenden Abschnitte der zweiten Stirnwand des Schussenergieausgleichers und
des Verschlussrahmens flach und der andere im wesentlichen sphärisch ausgebildet ist.
[0028] Es ist sinnvoll, dass wenn im Verschlussrahmen eine Stange vorhanden ist, die gleichachsig
mit dem Kanal im Verschlussrahmen angeordnet und mit diesem auf der Seite des mit
dem Schussenergie-Ausgleicher zusammenwirkenden Abschnittes starr verbunden ist, im
Schussenergie-Ausgleicher ein zur Stange koaxialer Kanal ausgeführt ist, in welchem
die Stange unter Belassung eines Spaltes untergebracht ist.
[0029] Zum freien Durchgang der Stange ist es vorteilhaft, dass der Kanal im Schussenergie-Ausgleicher
zylindrisch ausgebildet ist und auf der dem Verschlussrahmen zugewandten Seite einen
sich erweiternden Abschnitt aufweist.
[0030] Besonders technologiegerecht ist, dass der Kanal im Schussenergie-Ausgleicher die
Form einer Rinne hat, deren Boden zylindrisch gestaltet ist.
[0031] Es ist vorteilhaft, dass zur beweglichen Verbindung des Schliesshebels mit dem Verschlussrahmen
in diesem eine Grundbohrung ausgeführt ist, in der ein zylindrisch ausgebildeter Arm
des Schliesshebels aufgenommen ist, dessen anderer Arm keilförmig ist und an jeder
Stirnseite einen zylindrischen Ansatz aufweist, wobei im Schiebeverschluss auf der
zur Anlagefläche entgegengesetzten Seite eine Nut eingearbeitet ist, die der Form
des keilförmigen Armes des Schliesshebels entspricht.
[0032] Es ist zweckmässig, dass der Schliesshebel aus zwei Teilen zusammengesetzt ausgeführt
ist, die symmetrisch in bezug auf eine Ebene, die durch die Laufachse und die Achse
des Kanals im Verschlussrahmen verläuft, in einem Abstand angeordnet sind, der die
Bildung eines Kanals zum freien Durchgang der Rückholfeder gewährleistet, wobei im
Verschlussrahmen zwei gleichachsige Grundbohrungen ausgeführt sind, in jeder von denen
ein zylindrisch ausgebildeter Arm des zusammengesetzten Schliesshebels aufgenommen
ist, dessen anderer Arm keilförmig ist und an einer Stirnseite einen zylindrischen
Ausatz aufweist, wobei im Schiebeverschluss zwei Nuten ausgeführt sind, jede von denen
der Form des keilförmige Armes des zusammengesetzten Schliesshebels entspricht.
[0033] Die erfindungsgemäss vorgeschlagene Verriegelungseinrichtung gestattet es, dank dem
in ihr vorhandenen Schussenergie-Ausgleicher, der den Hauptteil der Energie der Pulvergase
vernichtet, den Rückschlag bedeutend zu vermindern und die Trefferdichte bei der Feuerführung
zu erhöhen, was den modernen Anforderungen an die Feuerwirkung entspricht.
[0034] Die Konstruktion der Verriegelungseinrichtung ist eine solche, dass diese sowohl
in leichten Schützenwaffen als auch in Artilleriegeschützen verwendet werden kann,
wobei sie sich nur durch ihre Abmessungen unterscheidet.
[0035] Der Einsatz der erfindungsgemässen Verriegelungseinrichtung in Artilleriegeschützen
gewährleistet eine zuverlässige Verriegelung des Laufes ohne Verwendung zusätzlicher
massiver Bauteile, wie sie üblicherweise in Artilleriegeschützen für diesen Zweck
benutzt werden, was es erlaubt, das Gewicht wesentlich zu vermindern und die Artilleriegeschütze
an die Handwaffenarten heranzubringen.
[0036] Die Herstellung der erfindungsgemässen Verriegelungseinrichtung erfordert keine speziellen
Ausrüstungen und keine Anwendung von teuren Materialien, was derartige Verriegelungseinrichtungen
hochfertigungsgerecht macht.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0037] Im folgenden wird die vorliegende Erfindung durch Beschreibung konkreter Ausführungsvarianten
derselben und beigefügte Zeichnungen erläutert, in denen es zeigt:
Fig. 1 eine Verriegelungseinrichtung einer Schützenwaffe oder eines Artilleriegeschützes
mit einem im Schussenergie-Ausgleicher ausgeführten Vorsprung in der Stellung der
Verriegelung des Laufes (teilweiser Längsschnitt durch die Laufachse) gemäss der Erfindung;
Fig. 2 dasselbe wie in Fig. 1 in der Stellung der Entriegelung des Laufes (mit teilweisem
Ausbruch am Schussenergie-Ausgleicher), gemäss der Erfindung;
Fig. 3 einen Schussenergie-Ausgleicher, Ansicht in Pfeilrichtung A von Fig. 1, gemäss
der Erfindung;
Fig. 4 einen Schliesshebel, Ansicht in Pfeilrichtung B von Fig. 1, gemäss der Erfindung;
Fig. 5 einen Schiebeverschluss mit einer darin eingearbeiteten Nut, gemäss der Erfindung;
Fig. 6 dasselbe wie in Fig. 1, mit einem L-förmigen Vorsprung am Schussenergie-Ausgleicher
und mit einer Stange im Verschlussrahmen, gemäss der Erfindung;
Fig. 7 dasselbe wie in Fig. 6 in der Stellung der Entriegelung des Laufes, gemäss
der Erfindung;
Fig. 8 dasselbe wie in Fig. 6 mit einem T-förmigen Vorsprung am Schiebeverschluss,
gemäss der Erfindung;
Fig. 9 dasselbe wie in Fig. 8 in der Stellung der Entriegelung des Laufes, gemäss
der Erfindung;
Fig. 10 einen Schiebeverschluss, Ansicht in Pfeilrichtung C von Fig. 8, gemäss der
Erfindung;
Fig. 11 einen Schussenergie-Ausgleicher, der eine T-förmige Nut besitzt, Ansicht in
Pfeilrichtung C von Fig. 8, gemäss der Erfindung;
Fig. 12 dasselbe wie in Fig. 11, Ansicht in Pfeilrichtung D von Fig. 8, gemäss der
Erfindung;
Fig. 13 eine andere Ausführungsvariante des Schliesshebels, Ansicht in Pfeilrichtung
E von Fig. 8, gemäss der Erfindung;
Fig. 14 eine Baugruppe der Verbindung eines zusammengesetzten Schliesshebels mit dem
Verschlussrahmen und dem Schiebeverschluss (teilweiser Längsschnitt durch die Laufachse),
gemäss der Erfindung;
Fig. 15 dasselbe wie in Fig. 14 in der Stellung der Entriegelung des Laufes, gemäss
der Erfindung;
Fig. 16 einen zusammengesetzten Schliesshebel, Ansicht in Pfeilrichtung F von Fig.
14, gemäss der Erfindung;
Fig. 17 einen Schiebeverschluss mit zwei Nuten, Ansicht in Pfeilrichtung G von Fig.
14, gemäss der Erfindung.
Beste Ausführungsform der Erfindung
[0038] Die Verriegelungseinrichtung einer Schützenwaffe oder eines Artilleriegeschützes
wird in einem Schlossgehäuse 1 (Fig. 1) vor dem Lauf 2 der Waffe eingebaut und enthält
einen Verschlussrahmen 3 mit einem in ihm parallel zur Achse 4 des Laufes 2 ausgeführten
Kanal 5, in dem eine Rückholfeder 6 untergebracht ist, deren ein Ende im Verschlussrahmen
3 und das andere im Schlossgehäuse 1 befestigt ist (dies ist in der Zeichnung hicht
gezeigt ).
[0039] Die Verriegelungseinrichtung schliesst einen Schiebeverschluss 7, der eine dem Lauf
2 zugewandte Anlagefläche 8 besitzt, und einen Schussenergie-Ausgleicher 9 ein, welcher
mit dem Schiebeverschluss 7 auf der Seite seiner Anlagefläche 8 beweglich verbunden
ist.
[0040] Der Schussenergie-Ausgleicher 9 ist beim Verriegeln des Laufes 2 mit Möglichkeit
der Überdeckung seines Inneren und beim Entriegeln des Laufes 2 mit Möglichkeit von
Winkelverschiebungen in einer durch die Achse 4 des Kanals 2 und die Achse 10 des
Kanals 5 im Verschlussrahmen 3 verlaufenden Ebene angeordnet, welche die Übertragung
der ausgeglichenen Schussenergie zum Verschlussrahmen 3 in einem dem Lauf 2 zugekehrten
Abschnitt 11 gewährleisten.
[0041] Die Verriegelungseinrichtung enthält auch einen Schliesshebel 12, in dem gleichachsig
mit dem Kanal 5 im Verschlussrahmen 3 ein Kanal 13 zum freien Durchgang der Rückholfeder
6 ausgeführt ist. Der Schliesshebel 12 ist über den einen Arm 14 mit dem Verschlussrahmen
3 auf der zum Lauf 2 entgegengesetzten Seite beweglich verbunden und ist in einer
durch die Achse 4 des Laufes 2 und die Achse 10 des Kanals 5 in Verschlussrahmen 3
verlaufenden Ebene schwenkbar. In der hier beschriebenen Variante ist der Arm 14 des
Hebels 12 in einer (in der Zeichnung nicht gezeigten) Grundbohrung angeordnet, die
im Verschlussrahmen 3 ausgeführt ist.
[0042] Die Verriegelungseinrichtung schliesst auch einen Schlagbolzen 15 ein, dessen Hauptteil
sich in einem im Schiebeverschluss 7 ausgeführten Kanal befindet, während der Schlagteil
16 in einem im Schussenergie-Ausgleicher 9 ausgeführten Kanal aufgenommen ist.
[0043] Dabei liegt der Kanal im Schussenergie-Ausgleicher 9 gleichachsig mit den Kanal im
Schiebeverschluss 7 in der Stellung der Verriegelung des Laufes 2.
[0044] In Fig. 1 ist die Verriegelungseinrichtung im Augenblick der Verriegelung des Laufes
2 dargestellt, wo in diesem eine Hülse 17 mit Patrone untergebracht und die Waffe
schussfertig ist. Zur Aufnahme des Bodens der Hülse 17 ist im Schussenergie-Ausgleicher
9 eine Ausnehmung vorgesehen, die so angebracht ist, dass ihr Mittelpunkt mit der
Achse 4 des Laufes 2 in der Stellung der Verriegelung des Laufes 2 übereinstimmt.
[0045] In dieser Stellung wirkt der zweite Arm 18 des Schliesshebels 12 mit einem Verriegelungsanschlag
19 zusammen, der im Schlossgehäuse 1 befestigt ist.
[0046] An den Seitenwänden des Schiebeverschlusses 7 sind Längsnuten 20 gleichbleibender
Höhe und an den Seitenwänden des Schussenergie-Ausgleichers 9 Längsnuten 21 veränderlicher
Höhe eingearbeitet, die von dem zum Lauf 2 gekehrten Teil aus zu dem zum Schiebeverschluss
7 gekehrten Teil hin zunimmt. Die Nuten 20, 21 sind zum Anordnen des Schiebeverschlusses
7 und des Schussenergie-Ausgleichers 9 im Schlossgehäuse 1 mit Möglichkeit einer hin-
und hergehenden Bewegung bestimmt.
[0047] An der Seitenwand des Verschlussrahmens 3 ist ein Spanngriff 22 angebracht.
[0048] Der Schussenergie-Ausgleicher 9 stellt einen Körper dar, der eine dem Lauf 2 zugekehrte
erste Stirnwand 23 und eine entgegengesetzte zweite Stirnwand 24 besitzt, deren zumindest
mit der Anlagefläche 8 des Schiebeverschlusses 7 zusammenwirkender Abschnitt und die
erste Stirnwand 23 senkrecht zur Achse 4 des Laufes 2 in der Stellung seiner Verriegelung
angeordnet sind. Dabei bildet sich zwischen der Stirnwand 24 des Schussenergie-Ausgleichers
9 und der Anlagefläche 8 des Schiebeverschlusses 7 ein spitzer Winkel α, innderhalb
dessen der Schussenergie-Ausgleicher 9 die Möglichkeit zur Ausführung von Winkelverschiebungen
beim Entriegeln des Laufes 2 hat.
[0049] Zur beweglichen Verbindung des Schussenergie- Ausgleichers 9 mit dem Schiebeverschluss
7 ist an der Stirnwand 24 des Schussenergie-Ausgleichers 9 ein Vorsprung 25 vorgesehen,
der einen rechteckigen Fuss hat, dessen zwei kleinere Seiten mit den Rippen der Stirnwand
24 übereinstimmen, während zwei grössere Seiten zu einer Ebene senkrecht sind, die
durch die Achse 4 des Laufes 2 und die Achse 10 des Kanals 5 im Verschlussrahmen 3
verläuft.
[0050] In der hier beschriebenen Variante ist der Vorsprung 25 zylindrisch ausgebildet,
wobei im Schiebeverschluss 7 auf der Seite seiner Anlagefläche 8 eine Nut 26 eingearbeitet
ist, die die Form des Vorsprungs 25 wiederholt und in welcher der Vorsprung 25 unter
Belassung eines Spaltes untergebracht ist, der eine Verdrehung des Vorsprungs 25 in
der Nut 26 ermöglicht.
[0051] Zum zuverlässigen Zusammenwirken des Schussenergie-Ausgleichers 9 mit dem Verschlussrahmen
3 beim Entriegeln des Laufes 2 ist ein Abschnitt der Stirnwand 24 des Schussenergie-Ausgleichers
9 oder der Abschnitt 11 des Verschlussrahmens 3 flach und der gegenüberliegende Abschnitt
im wesentlichen sphärisch ausgebildet. In der hier beschriebenen Variante ist die
ganze Stirnwand 24 flach und der Abschnitt 11 des Verschlussrahmens 3 sphärisch ausgebildet.
[0052] In Fig. 2 ist die gegenseitige Anordnung der Baugruppen der Verriegelungseinrichtung
beim Entriegeln des Laufes 2 gezeigt. Dabei nimmt der Schussenergie-Ausgleicher 9
eine Stellung ein, bei der die Stirnwand 24 zur Anlagefläche 8 des Schiebeverschlusses
7 parallel ist, dass heisst, der Schussenergie-Ausgleicher 9 nimmt die zweite Endstellung
nach der Schwenkung in bezug auf den Schiebeverschluss 7 ein.
[0053] In dieser Stellung wirkt der zweite Arm 18 des Schliesshebels 12 mit dem Schiebeverschluss
7 auf der zur Anlagefläche 8 entgegengesetzten Seite zusammen.
[0054] Im Schussenergie-Ausgleicher 9 ist ein Kanal ausgeführt, der unter einem Winkel zum
Kanal zur Aufnahme des Schlagbolzens 15 liegt und in dem ein Hülsenauszieher 27 untergebracht
ist.
[0055] Dabei ist auf der Seite der Stirnwand 23 im Schussenergie-Ausgleicher 9 eine Ausnehmung
28 (Fig. 3) zur Aufnahme des Bodens der Hülse 17 (Fig. 1) vorgesehen, die so angeordnet
ist, dass ihr Mittelpunkt mit der Achse 4 des Laufes 2 in der Stellung seiner Verriegelung
übereinstimmt.
[0056] Die Austrittsöffnung 29 (Fig. 3) des Kanals zur Unterbringung des Hülsenausziehers
27 (Fig. 2) ist an der Stirnwand 23 so angebracht, dass der Mittelpunkt der Öffnung
ausserhalb der Ausnehmung 28 (Fig. 3) liegt.
[0057] Im Schussenergie-Ausgleicher 9 ist ein Schlitz 30 für den Ausstosser für beschossene
Hülsen und eine an den Schlitz 30 angrenzende Patronenzuführungs-Nase 31 vorgeschen.
[0058] Der in Fig. 4 dargestellte Schliesshebel 12 besitzt den zylindrischen Arm 14 und
den keilförmigen Arm 18 mit an jeder Stirnseite desselben ausgebildeten zylindrischen
Ansätzen 32. Der Kanal 13 im Schliesshebel 12 ist so ausgeführt, dass ein freier Durchgang
der Rückholfeder 6 (Fig. 1, 2) bei der Schwenkung des Schliesshebels 12 sichergestellt
wird. In der hier beschriebenen Variante weist der Kanal 13 sich erweiternde Abschnitte
am Ein-und Austritt auf, welche die Rückholfeder 6 gegen Schiefstellung und Verklemmung
sichern.
[0059] Zur Zusammenwirkung des keilförmigen Armes 18 des Schliesshebels 12 mit dem Schiebeverschluss
7 beim Entriegeln des Laufes 2 ist im Schiebeverschluss 7 eine Nut 33 (Fig. 5) eingearbeitet,
die einen zylindrischen und einen flachen Abschnitt aufweist, d.h. die Form der Nut
33 entspricht der Form des keilförmigen Armes 18 (Fig. 4) des Schliesshebels 12.
[0060] Zur Verbindung des Schiebeverschlusses 7 mit dem Verschlussrahmen 3 (Fig. 1, 2) sind
im Schiebeverschluss 7 Längsnuten 34 (Fig. 5) eingearbeitet.
[0061] Die Konstruktion der vorbeschriebenen Verriegelungseinrichtung ist für die Verwendung
in Artilleriegeschützen -leichten automatischen Panzerbüchsen, grosskalibrigen Handmaschinengewehren
und Maschinenkanonen - besonders bezeichnend.
[0062] Die nachfolgend beschriebenen Ausführungsvarianten der erfindungsgemässen Verriegelungseinrichtung
können bei Schützenwaffen mit grossem Erfolgangewendet werden, wo üblicherweise die
Verwendung eines Gaskolbens vorgesehen ist, der mit dem Verschlussrahmen verbunden
ist und die Energie der Pulvergase ausnutzt.
[0063] Zur Verbindung des Verschlussrahmens 3 mit dem (in der Zeichnung nicht gezeigten)
Gaskolben ist der Verschlussrahmen 3 mit einer Stange 35 (Fig. 6) versehen, die mit
ihm starr verbunden ist und gleichachsig mit dem Kanal 5 auf der Seite des Laufes
2 angeordnet ist.
[0064] In der hier beschriebenen Variante ist an der Stirnwand 24 des Schussenergie-Ausgleichers
9 ein L-förmiger Vorsprung 36 ausgebildet, während im Schiebeverschluss 7 eine L-förmige
Nut 37 eingearbeitet ist, in welcher der Vorsprung 36 unter Belassung eines Spaltes
untergebracht ist. Eine solche Ausführung des Vorsprungs 36 und der Nut 37 gewährleistet
ebenfalls eine bewegliche Verbindung des Schussenergie-Ausgleichers 9 mit dem Schiebeverschluss
7, und die Anordnung der Stirnwand 24 unter einem Winkel zur Anlagefläche 8 in der
Stellung der Verriegelung des Laufes 2 ermöglicht Winkelverschiebungen des Schussenergie-Ausgleichers
9 beim Entriegeln des Laufes 2.
[0065] Bei Vorhandensein der Stange 35 ist im Schussenergie-Ausgleicher 9 ein Kanal 38 ausgeführt,
der mit dem Kanal 5 im Verschlussrahmen 3 gleichachsig liegt und eine freie Verschiebung
der Stange 35 bei der Bewegung des Verschlussrahmens 3 ermöglicht.
[0066] Fig. 7 veranschaulicht die Stellung der Baugruppen der Verriegelungseinrichtung beim
Entriegeln des Laufes 2. Dabei ist der Schussenergie-Ausgleicher 9 ähnlich der in
Fig. 2 abgebildeten Stellung angeordnet.
[0067] In Fig. 8 ist eine weitere Variante der Verriegelungseinrichtung dargestellt, die
im Grunde ähnlich wie in Fig. 1,6 gezeichnet ausgeführt ist. Der Unterschied besteht
darin, dass im Schussenergie-Ausgleicher 9 ein Abschnitt 39 seiner Stirnwand 24, welcher
mit einen Abschnitt 40 des Verschlussrahmens 3 zusammenwirkt, im wesentlichen sphärisch
ausgebildet ist, während der Abschnitt 40 flach ist, was einen zuverlässigen Kontakt
des Schussenergie-Ausgleichers 9 mit dem Schiebeverschluss 3 beim Entriegeln des Laufes
3 gewährleistet.
[0068] Im zylindrischen Arm 14 des Schliesshebels 12 hat der Kanal 41 für den freien Durchgang
der Rückholfeder 6 die Form einer Rinne, deren Tiefe bis zur Schwenkachse des Schliesshebels
12 konstant ist und weiter in Richtung des Laufes 2 zunimmt, was eine ungehinderte
Bewegung der Rückholfeder 6 bei der Schwenkung des Schliesshebels 12 bein Entriegeln
des Laufes 2 ermöglicht, wie dies in Fig. 9 gezeigt ist.
[0069] Zur beweglichen Verbindung des Schussenergie-Ausgleichers 9 mit dem Schiebeverschluss
7 ist auf der Seite seiner Anlagefläche 8 ein Vorsprung 42 (Fig. 10) vorgesehen, der
symmetrisch in bezug auf eine Ebene angeordnet ist, die durch die Achse 4 (Fig. 8)
des Laufes 2 und die Achse 10 des Kanals 5 im Verschlussrahmen 3 verläuft. In der
hier beschriebenen Variante ist der Vorsprung 42 (Fig. 10) T-förmig ausgebildet.
[0070] Dabei ist im Schussenergie-Ausgleicher 9 eine Gegennut 43 (Fig. 11) eingearbeitet,
die der Form des T-förmigen Vorsprungs 42 (Fig. 10) entspricht.
[0071] In der hier beschriebenen Variante ist der Kanal 44 (Fig. 12) für den Durchgang der
Stange 35 in Form einer Rinne ausgebildet, deren Boden zylindrisch gestaltet ist,
die Seitenwände aber flach sind.
[0072] Fig. 13 veranschaulicht eine Ausführungsvariante des Kanals 41 des Schliesshebels
12.
[0073] Die vorstehend beschriebene Ausführungsvariante des Schussenergie-Ausgleichers 9
(Fig. 11, 12) und des Schliesshebels 12 (Fig. 13) zeichnet sich durch eine hohe Technologiegerechtheit
aus, weil die Nut 43 (Fig. 11) und die Kanäle 41 (Fig. 13), 44 (Fig. 12) durch Fräsen
hergestellt werden können.
[0074] Ausserdem wird die Montage und Demontage der Verriegelungseinrichtung vereinfacht.
[0075] In Fig. 14, 15 ist die Baugruppe der Verbindung eines Schliesshebels 45, der zusammengesetzt
ausgeführt ist, mit dem Verschlussrahmen 3 und dem Schiebeverschluss 7 in der Stellung
der Verriegelung bzw. Entriegelung des Laufes 2 (Fig. 8) gezeigt.
[0076] Eine solche Ausführungsvariante des Schliesshebels 45 (Fig. 14) kann bei in der Schützenwaffe
vorhandener Abzugsvorrichtung angewendet werden, die den Schlagbolzen 15 betätigt.
[0077] In der hier beschriebenan Variante besteht der Schliesshebel 45 (Fig. 16) aus zwei
Teilen, die symmetrisch in bezug auf eine Ebene, die durch die Achse 4 (Fig. 8) des
Laufes 2 und die Achse 10 des Kanals 5 im Verschlussrahmen 3 verläuft, in einem Abstand
angeordnet sind, der die Bildung des Kanals 41 für den freien Durchgang der Rückholfeder
6 gewährleistet.
[0078] Zur Unterbringung des zusammengesetzten Schliesshebels 45 sind im Verschlussrahmen
3 zwei Grundbohrungen (in der Zeichung nicht gezeigt) ausgeführt, in jeder von deren
ein zylindrisch ausgebildeter Arm 46 (Fig. 16) des Schliesshebels 46 aufgenommen ist,
dessen anderer Arm 47 (Fig. 14, 15) keilförmig ausgebildet ist und an einer Stirnseite
einen zylindrischen Ansatz 48 (Fig. 16) aufweist.
[0079] Hierbei sind im Schiebeverschluss 3 (Fig. 17) zwei Nuten 49 ausgeführt, die symmetrisch
in bezug auf eine Ebene angeordnet sind, die durch die Achse 4 (Fig. 8) des Laufes
2 und die Achse 10 des Kanals 5 im Verschlussrahmen 3 verläuft. In jeder der Nuten
49 (Fig. 17) befindet sich der keilförmige Arm 47 des zusammengesetzten Schliesshebels
45.
[0080] Die erfindungsgemässe Verriegelungseinrichtung einer Schützenwaffe oder eines Artilleriegeschützes
arbeitet folgendermassen.
[0081] Für den Beginn der Feuerführung wird die Verriegelungseinrichtung mit Hilfe des Spanngriffs
22 (Fig. 1) in die (nicht gezeichnete) hintere Endstellung eingestellt und durch Drücken
auf den Abzug in die in Fig. 1 dargestellte Stellung gebracht. Dabei stösst ein Abschnitt
der Stirnwand 24 des Schussenergie-Ausgleichers 9 an den Abschnitt 11 des Verschlussrahmens
3 an.
[0082] Gleichzeitig übt der Schliesshebel 12 mit seinem Zentralteil einen Schlag auf den
Schlagbolzen 15 aus, der mit seinen Schlagteil 16 auf das Zündhütchen der Patrone
schlägt. In diesem Augenblick bewegt sich die Kugel (das Geschoss) über den Lauf 2,
während die Hülse 17 unter der Wirkung der Energie der Pulvergase nach der entgegengesetzten
Seite hin verschoben wird.
[0083] Der Ausgleicher 9 nimmt die Energie des Schusses auf und schwenkt um einen Winkel
α in Richtung des Schiebeverschlusses 7, indem er die ausgeglichene Energie der Pulvergase
zum Verschlussrahmen 3 überträgt, der seine Bewegung relativ zum Schiebeverschluss
7 in die (nicht gezeichnete) hintere Endstellung beginnt.
[0084] Bei der Bewegung des Verschlussrahmens 3 schwenkt der zylindrische Arm 14 des Schliesshebels
12 und erlaubt es der Rückholfeder 6, den Kanal 13 frei zu passieren, der keilförmige
Arm 18 des Schliesshebels 12 geht mit dem Verriegelungsanschlag 19 (Fig. 2) des Schlossgehäuses
1 ausser Eingriff und kommt mit seinen zylindrischen Ansätzen 32 (Fig. 4) mit der
Nut 33 (Fig. 5) im Schiebeverschluss 7 zum Eingriff, was die Verschiebung des Schiebeverschlusses
7 zusammen mit dem Verschlussrahmen 3 (Fig. 1) in die hintere Endstellung bewirkt.
[0085] Der Schussenergie-Ausgleicher 9 bewegt sich gleichzeitig dank der Verbindung mittels
des Vorsprungs 25 mit der Nut 26 des Schiebeverschlusses 7 zusammen mit dem Schiebeverschluss
7 in den Führungen des Schlossgehäuses 1.
[0086] Bei der Bewegung des Schussenergie-Ausgleichers 9 erfasst der Hülsenauszieher 27
(Fig. 2) die Hülse 17 und zieht sie aus dem Lauf 2 heraus.
[0087] Nach Erreichen der hinteren Endstellung kehrt die Verriegelungseinrichtung unter
der Wirkung der Rückholfeder 6 in die Ausgangsstellung zurück.
[0088] Indem sich der Schussenergie-Ausgleicher 9 in die Ausgangsstellung verschiebt, erfasst
er mit seiner Nase 31 (Fig. 3) eine neue Patrone und leitet sie in den Lauf 2 (Fig.
1) der Waffe.
[0089] Wie aus der Beschreibung der Arbeit der Verriegelungseinrichtung erkennbar ist, wird
dank der Verwendung des Schussenergie-Ausgleichers in ihr, der den Hauptteil der Energie
der Pulvergase aufnimmt, der Rückschlag erheblich vermindert, was sich auf den physischen
Zustand des Schützen günstig auswirkt. Dabei wird die Treffgenauigkeit - einer der
Kennwerte der Schusswirkung - wesentlich erhöht.
[0090] Es ist bemerkenswert, dass die erfindungsgemässe Verriegelungseinrichtung, die zum
Einsatz in Artilleriegeschützen bestimmt ist, eine etwa zweimal so kleine Masse im
Vergleich mit den derzeitigen Mustern der Verriegelungseinrichtungen von Artilleriegeschützen
hat. Dadurch wird es möglich, die mit solchen Verriegelungseinrichtungen ausgestatteten
Artilleriegeschütze an die Handwaffenarten heranzubringen.
[0091] Die in Fig. 6, 7 dargestellte Verriegelungseinrichtung arbeitet im wesentlichen ähnlich
wie die Verriegelungseinrichtung nach Fig. 1, 2.
[0092] Der Unterschied besteht darin, dass bei der hin- und hergehenden Bewegung des Verschlussrahmens
3 die Stange 35, die notwendigenfalls mit dem Gaskolben der Schützenwaffe verbunden
sein kann, den Kanal 38 im Schussenergie-Ausgleicher 9 ungehindert passieren kann.
[0093] Dabei befindet sich der Schussenergie-Ausgleicher 9 selber bei der Bewegung mittels
seines L-förmigen Vorsprungs 36 mit der Nut 37 im Schiebwverschluss 7 zuverlässig
im Eingriff.
[0094] Eine in Fig. 8, 9 dargestellte Ausführungsvariante der Verriegelungseinrichtung zeichnet
sich durch eine höhere Technologiegerechtheit aus und hat ein kleineres Gewicht.
[0095] Die Arbeit dieser Verriegelungseinrichtung ist der vorstehend beschriebenen ähnlich.
[0096] Die Ausführung eines Vorsprungs 42 (Fig. 10) am Schiebeverschluss 7 und einer Nut
43 (Fig. 11) am Schussenergie-Ausgleicher 9 gewährleistet eine zuverlässige Verbindung
derselben bei hin-und hergehenden Bewegungen.
[0097] In einer Ausführungsvariante der Verriegelungseinrichtung ist die Verbindungsbaugruppe
des Schliesshebels 45 (Fig. 14, 15) mit dem Verschlussrahmen 3 und dem Schiebeverschluss
7 für eine Schützenwaffe bestimmt, in der eine Abzugsvorrichtung (in der Zeichnung
nicht gezeigt) zur Verwendung kommt. Dabei wird ein Schlag auf den Schlagbolzen 15
im Augenblick des Schusses von der Abzugsvorrichtung ausgeübt, und die weitere Wirkung
vollzieht sich in der vorbeschriebenen Reihenfolge.
[0098] Dabei gehen die keilförmigen Arme 47 (Fig. 16) des zusammengesetzten Schliesshebels
45 mit dem Anschlag 19 (Fig. 15) des Schlossgehäuses 1 ausser Eingriff und greifen
mit ihren Ansätzen 48 (Fig. 16) in die im Schiebeverschluss 7 ausgeführten Nuten 49
(Fig. 17) ein.
[0099] Somit besitzt die erfindungsgemässe Verriegelungseinrichtung eine universale Konstruktion,
die sich für die Anwendung sowohl in Schützenwaffen als auch in Artilleriegeschützen
eignet, weil sie die Masse der letzteren wesentlich vermindert und sie für Handwaffen
geeignet macht.
[0100] Die Verwendung der erfindungsgemässen Verriegelungseinrichtung vermindert wesentlich
den Rückschlag gegen die Schulter des Schützen, was eine Änderung der Gerichtetheit
des Laufes der Waffe während des Schiessens praktisch ausschliesst und dadurch die
Trefferdichte erhöht, d.h. die Feuerwirkung verbessert.
Gewerbliche Verwertbarkeit
[0101] Die vorliegende Erfindung Kann angewandt werden in der Verteidigungsindustrie bei
der Produktion eines breiten Sortiments von Schützenwaffen wie automatische Jagdgewehre,
Maschinenpistolen, Maschinengewehre, Pistolen, Sportwaffen und andere.
[0102] Auch kann diese Erfindung bei der Produktion von solchen Artilleriegeschützen wie
leichte automatische Panzerbüchsen, grosskalibrige Handmaschinengewehre und Maschinenkanonen
Anwendung finden.
1. Verriegelungseinrichtung einer Schützenwaffe oder eines Artilleriegeschützes, einbaubar
in einem Schlossgehäuse (1) vor dem Lauf (2) der Schützenwaffe oder des Artilleriegeschützes
und enthaltend einen Verschlussrahmen (3) mit einem in ihm parallel zur Achse (4)
des Laufes (2) ausgeführten Kanal (5), in dem eine Rückholfeder (6) untergebracht
ist, und einen mit seiner Anlagefläche (8) dem Lauf (2) zugewandten Schiebeverschluss
(7), welche eine fixierte Lage beim Verriegeln des Laufes (2) haben und hin- und hergehende
Bewegungen längs der Achse (4) des Laufes (2) bei dessen Entriegeln vollführen, einen
Schlagbolzen (15), der einen Schlagteil (16) besitzt und im Kanal des Schiebeverschlusses
(7) aufgenommen ist, und einen Hülsenauszieher (27), dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Schussenergie-Ausgleicher (9), der mit dem Schiebeverschluss (7) auf
der Seite seiner Anlagefläche (8) beweglich verbunden und beim Verriegeln des Laufes
(2) mit Möglichkeit der Überdeckung des Inneren des Laufes (2) und beim Entriegeln
mit Möglichkeit von Winkelverschliebungen in einer durch die Achse (4) des Laufes
(2) und die Achse (10) des Kanals (5) im Verschlussrahmen (3) verlaufenden Ebene angeordnet
ist, welche die Übertragung der ausgeglichenen Schussenergie zum Verschlussrahmen
(3) in einen dem Lauf (2) zugewandten Abschnitt (11) sicherstellen, und einen Schliesshebel
(12) mit einem gleichachsig mit dem Kanal (5) im Verschlussrahmen (3) ausgeführten
Kanal (13) für einen freien Durchgang der Rückholfeder (6) enthält, welcher über seinen
einen Arm (14) mit dem Verschlussrahmen (3) auf der zum Lauf (2) entgegengesetzten
Seite beweglich verbunden und in einer durch die Achse (4) des Laufes (2) und die
Achse (10) des Kanals (5) im Verschlussrahmen (3) verlaufenden Ebene schwenkbar ist,
mit dem anderen Arm (18) aber beim Verriegeln des Laufes (2) mit dem Schlossgehäuse
(1) zusammenwirkt und die Überdeckung des Inneren des Laufes (2) durch den Schussenergie-Ausgleicher
(9) sicherstellt und beim Entriegeln des Laufes (2) mit dem Schiebeverschluss (7)
auf der zur Anlagefläche (8) entgegengesetzten Seite zusammenwirkt und hin- und hergehende
Bewegungen längs der Achse (4) des Laufes (2) ermöglicht, wobei sich der Schlagteil
(16) des Schlagbolzens (15) und der Hülsenauszieher (27) im Schussenergie-Ausgleicher
(9) befinden.
2. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schussenergie-Ausgleicher (9) einen Körper darstellt, der eine dem Lauf
(2) zugekehrte erste Stirnwand (23), in der eine Ausnehmung (28) zur Aufnahme des
Bodens einer Hülse (17) eingearbeitet ist, die so angeordnet ist, dass ihr Mittelpunkt
beim Verriegeln des Laufes (2) mit dessen Achse (4) übereinstimmt, eine entgegengesetzte
zweite Stirnwand (24), deren zumindest mit der Anlagefläche (8) des Schiebeverschlusses
(7) zusammenwirkender Abschnitt und die erste Stirnwand (23) beim Verriegeln des Laufes
(2) senkrecht zur Achse (4) angeordnet sind, indem sie einen spitzen Winkel (α) mit
der Anlagefläche (8) des Schiebeverschlusses (7) einschliessen, und zwei Paare Seitenwände
besitzt, bei denen die eine Seitenwand aus dem ersten Paar dem Verschlussrahmen (3)
zugekehrt ist und an der anderen eine Nase (31) für die Patronenzufuhr ausgebildet
ist, wobei an den Seitenwänden des anderen Paars Längsnuten (21) eingearbeitet sind,
die zum Anordnen im Schlossgehäuse (1) bestimmt sind und eine veränderliche Höhe aufweisen,
die von der ersten zur zweiten Stirnwand (23, 24) zunimmt.
3. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Unterbringung des Schlagteils (16) des Schlagbolzens (15) und des Hülsenausziehers
(27) im Schlagenergie-Ausgleicher (9) zwei unter einem Winkel zueinander angeordnete
Kanäle ausgeführt sind, von denen der erste beim Verriegeln des Laufes (2) gleichachsig
mit dem Kanal im Schieberverschluss (7) liegt und eine Austrittsöffnung besitzt, deren
Mittelpunkt mit dem Mittelpunkt der Ausnehmung (28) übereinstimmt, während der zweite
Kanal eine Austrittsöffnung (29) mit einem Mittelpunkt besitzt, der ausserhalb der
Ausnehmung (28) liegt.
4. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass an der zweiten Stirnwand (24) des Schussenergie-Ausgleichers (9) ein Vorsprung
(25, 36) ausgebildet ist, der einen rechteckigen Fuss aufweist, dessen zwei kleinere
Seiten mit den Rippen der zweiten Stirnwand (24) übereinstimmen, zwei grössere Seiten
aber zu einer Ebene senkrecht sind, die durch die Achse (4) des Laufes (2) und die
Achse (10) des Kanals (5) im Verschlussrahmen (3) verläuft, wobei im Schiebeverschluss
(7) auf der Seite der Anlagefläche (8) eine Nut (26, 27) eingearbeitet ist, die die
Form des Vorsprungs (25, 36) wiederholt und in welcher der Vorsprung (25, 26) unter
Belassung eines Spaltes aufgenommen ist.
5. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorsprung (25) zylindrisch ausgebildet ist.
6. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorsprung (36) L-förmig ausgebildet ist.
7. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Seite der Anlagefläche (8) im Schiebeverschluss (7) ein Vorsprung (42)
ausgebildet ist, der symmetrisch in bezug auf eine Ebene angeordnet ist, die durch
die Achse (4) des Laufes (2) und die Achse (10) des Kanals (5) im Verschlussrahmen
(3) verläuft, während an der zweiten Stirnwand (24) des Schussenergie-Ausgleichers
(9) eine Nut (43) eingearbeitet ist, die die Form des Vorsprungs (42) wiederholt,
wobei der Vorsprung (42) in der Nut (43) unter Belassung eines Spaltes aufgenommen
ist.
8. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorsprung (42) T-förmig ausgebildet ist.
9. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass einer der bei der Übertragung der ausgeglichenen Schussenergie zusammenwirkenden
Abschnitte (11) der zweiten Stirnwand (24) des Schussenergie-Ausgleichers (9) und
des Verschlussrahmens (3) flach und der andere im wesentlichen sphärisch ausgebildet
ist.
10. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass einer der bei der Übertragung der ausgeglichenen Schussenergie zusammenwirkenden
Abschnitte (11) der zweiten Stirnwand (24) des Schussenergie-Ausgleichers (9) und
das Verschlussrahmes (3) flach und der andere im wesentlichen sphärisch ausgebildet
ist.
11. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass einer der bei der Übertragung der ausgeglichenen Schussenergie zusammenwirkenden
Abschnitte (11) der zweiten Stirnwand (24) des Schussenergie-Ausgleichers (9) und
des Verschlussrahmens (3) flach und der andere im wesentlichen sphärisch ausgebildet
ist.
12. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass bei Vorhandensein im Verschlussrahmen (3) einer Stange (35), die gleichachsig
mit dem Kanal (5) im Verschlussrahmen (3) angeordnet und mit diesem auf der Seite
des mit dem Schussenergie-Ausgleicher (9) zusammenwirkenden Abschnitts (11) starr
verbunden ist, in dem Schussenergie-Ausgleicher (9) ein zur Stange (35) koaxialer
Kanal (38, 44) ausgeführt ist, in welchem die Stange (35) unter Belassung eines Spaltes
untergebracht ist.
13. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass bei Vorhandensein im Verschlussrahmen (3) einer Stange (35), die gleichachsig
mit dem Kanal (5) im Verschlussrahmen (3) angeordnet ist und mit diesem auf der Seite
des mit dem Schussenergie-Ausgleicher (9) zusammenwirkenden Abschnittes (11) starr
verbunden ist, indem Schussenergie-Ausgleicher (9) ein zur Stange (35) Koaxialer Kanal
(38, 44) ausgeführt ist, in welchem die Stange (35) unter Belassung eines Spaltes
untergebracht ist.
14. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass bei Vorhandensein im Verschlussrahmen (3) einer Stange (35), die gleichachsig
mit dem Kanal (5) im Verschlussrahmen (3) angeordnet und mit diesem auf der Seite
des mit dem Schussenergie-Ausgleicher (9) zusammenwirkenden Abschnittes (11) starr
verbunden ist, im Schussenergie-Ausgleicher (9) ein zur Stange (35) koaxialer Kanal
(38, 44) ausgeführt ist, in welchem die Stange (35) unter Belassung eines Spaltes
untergebracht ist.
15. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal (38) im Schussenergie-Ausgleicher (9) zylindrisch ausgeführt ist und
auf der dem Verschlussrahmen (3) zugewandten Seite einen sich erweiternden Abschnitt
aufweist.
16. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal (44) im Schussenergie-Ausgleicher (9) die Form einer Rinne hat, deren
Boden zylindrisch gestaltet ist.
17. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2 oder 3 oder 10 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass zur beweglichen Verbindung des Schliesshebels (12) mit dem Verschlussrahmen
(3) in diesem eine Grundbohrung vorgeschen ist, in der ein zylindrisch ausgebildeter
Arm (14) des Schliesshebels (12) aufgenommen ist, dessen anderer Arm (18) keilförmig
ist und an jeder Stirnseite einen zylindrischen Ansatz (32) aufweist, wobei im Schiebeverschluss
(3) auf der zur Anlagefläche (8) entgegengesetzten Seite eine Nut (33) eingearbeitet
ist, die der Form des keilförmigen Arms (18) des Schliesshebels (12) entspricht.
18. Verriegelungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2 oder 3 oder 10 oder 11 oder 13, dadurch
gekennzeichnet, dass der Schliesshebel (45) zusammengesetzt aus zwei Teilen ausgeführt ist, die symmetrisch
in bezug auf eine durch die Achse (4) des Laufes (2) und die Achse (10) des Kanals
(5) im Verschlussrahmen (3) verlaufende Ebene in einem Abstand angeordnet sind, der
die Bildung eines Kanals (41) für einen freien Durchgang der Rückholfeder (6) gewährleistet,
wobei im Verschlussrahmen (3) zwei gleichachsige Grundbohrungen ausgeführt sind, in
jeder von denen ein zylindrisch ausgebildeter Arm (45) des zusammengesetzten Schliesshebels
(45) aufgenommen ist, dessen anderer Arm (47) keilförmig ist und an einer Stirnseite
einen zylindrischen Ansatz (48) aufweist, wobei im Schiebeverschluss (7) zwei Nuten
(49) ausgeführt sind, in jeder von denen der keilförmige Arm (47) des zusammengesetzten
Schliesshebels (45) untergebracht ist.