(19)
(11) EP 0 705 766 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
10.04.1996  Patentblatt  1996/15

(21) Anmeldenummer: 95115403.8

(22) Anmeldetag:  29.09.1995
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6B65D 33/04, B31B 39/00
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FR GB IT LI NL SE

(30) Priorität: 06.10.1994 DE 4435684

(71) Anmelder: NORD-WEST VERPACKUNG KARL GÖTZE GMBH & CO. KG
D-51789 Lindlar (DE)

(72) Erfinder:
  • Baar-Bartelt, Reinhold
    51688 Wipperfürth (DE)
  • Schmitz, Josef
    51766 Engelskirchen (DE)

(74) Vertreter: Vollbach, Hans, Dipl.-Ing. 
Patentanwälte Dipl.-Ing. Buschhoff Dipl.Ing Hennicke Dipl.-Ing. Vollbach Kaiser-Wilhelm-Ring 24
D-50672 Köln
D-50672 Köln (DE)

   


(54) Verpackungsbeutel aus Papier, Kunststoff od.dgl. sowie Verfahren zu seiner Herstellung


(57) Der erfindungsgemäße Verpackungsbeutel (1) aus Papier, Kunststoff od.dgl. weist an seiner Beutelvorderwand (3) im Abstand zueinander mehrere, an ihrer Öffnung unabgedeckte Einzelsichtfenster (4) auf, deren Öffnungsweite kleiner ist als die Stückgröße des im Beutel abgepackten Füllguts. Vorzugsweise ist die Beutelvorderwand (3) zumindest im Bereich des von den Einzelsichtfenstern (4) gebildeten Sichtfensterfeldes mit einer durch Verklebung aufgebrachten Verstärkung (6) versehen, die zweckmäßig aus demseben Material besteht wie der Verpackungsbeutel.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft einen Verpackungsbeutel aus Papier, Kunststoff oder einem Verbund mit diesen Materialien, mit Sichtfensteranordnung an der Beutelvorderwand. Ferner ist die Erfindung auf ein zweckdienliches Verfahren zum Herstellen solcher Verpackungsbeutel gerichtet.

[0002] Es ist seit langem bekannt, Verpackungsbeutel für stückige Füllgüter, wie z.B. Kartoffeln, Zwiebeln, Obst, Gemüse und andere Feld- oder Gartenfrüchte, an ihrer Frontseite mit einem Sichtfenster zu versehen, durch welches man den Inhalt des Verpackungsbeutels betrachten kann. Damit das abgepackte Füllgut durch das Sichtfenster nicht herausfallen kann, wird dieses durch ein Abdecknetz verschlossen, das auf der Innenseite des Verpackungsbeutels aufgeklebt wird (DE-AS 10 73 848, DE-GM 1 671 076). Auch ist es bekannt, anstelle der Netzabdeckung eine Abdeckung des Sichtfensters mittels einer Klarsichtfolie vorzusehen (DE-AS 10 44 582, DE-OS 29 06 820, US-PS 3 291 374).

[0003] Die Herstellung der seit langem gebräuchlichen Verpackungsbeutel mit Sichtfenster ist material- und kostenaufwendig. Um die Verpackungsbeutel preiswerter herstellen zu können, hat man im Stand der Technik vorgeschlagen, das Abdecknetz verhältnismäßig kleinflächig so auszubilden, daß es die Ränder des Sichtfensters nur soweit überragt, wie dies zu seinem Ankleben am Beutel erforderlich ist. Zugleich wird das Netz von einer verstärkenden Abdeckung abgedeckt, die ebenfalls nur unwesentlich breiter ist als das Netz. Auf diese Weise lassen sich Materialersparnisse erzielen (DE-OS 42 42 178). Allerdings sind auch diese Verpackungsbeutel im Vergleich zu solchen ohne Sichtnetz noch verhältnismäßig teuer.

[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, Verpackungsbeutel mit Sichtfensteranordnung so auszugestalten, daß sie erheblich einfacher und mit deutlich vermindertem Kostenaufwand gefertigt werden können.

[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß an der Beutelvorderwand im Abstand zueinander mehrere, an ihrer Öffnung unabgedeckte Einzellsichtfenster angeordnet sind, deren Öffnungsweite kleiner ist als die Stückgröße des Füllguts des Beutels.

[0006] Nach der Erfindung wird auf die seit langem praktizierte Abdeckung des Sichtfensters mittels eines Netzgebildes oder mittels einer verklebten Klarsichtfolie verzichtet, wodurch sich erhebliche Materialersparnisse und auch erhebliche Fertigungsvereinfachungen bei der Beutelherstellung ergeben. Außerdem kann auf die Verwendung von Fremdmaterialien für die Netz- oder Folienabdeckungen verzichtet werden, was auch im Hinblick auf das Recycling der Verpackungsbeutel vorteilhaft ist. Anstelle der üblichen Anordnung nur eines einzigen, verhältnismäßig großen Sichtfensters werden nach der Erfindung an der Frontseite des Verpackungsbeutels mehrere kleinere Einzelsichtfenster angeordnet, deren Öffnungsweite so beschaffen ist, daß das abgepackte stückige Füllgut nicht aus den Einzelsichtfenstern herausfallen kann. Die Mehrfachanordnung der Einzelsichtfenster ermöglicht eine gute Sichtkontrolle der abgepackten Verkaufsware und begünstigt auch deren Durchlüftung und ggf. bei Feuchtverpackung deren Trocknung.

[0007] Durch die erfindungsgemäß vorgesehene Mehrfach-Fensteranordnung ergibt sich, ebenso wie bei Anordnung eines einzelnen Sichtfensters größerer Abmessungen, eine Schwächung des Verpackungsbeutels, die zu einer Verstärkung desselben zwingt. Dem kann dadurch Rechnung getragen werden, daß für die Herstellung des Verpackungsbeutels ein Material (Papier, Kunststoffolie oder ein Papier- oder Kunststoff-Verbundmaterial) mit größerer Wandstärke bzw. größerer Reißfestigkeit verwendet wird. Aus Kosten- und Materialverbrauchsgründen empfiehlt es sich aber, die Beutelwandung so dünn wie möglich zu halten und eine örtliche Verstärkung der Beutelwandung im Bereich des Sichtfeldes vorzusehen. Vorzugsweise ist daher die Beutelvorderwand innenseitig mit einer mit ihr verklebten Verstärkung versehen, die an den Stollen der Einzelsichtfenster mit Ausstanzungen versehen ist und die somit die zwischen den Einzelsichtfenstern befindlichen Stege der Beutelwandung verstärkt. Die Verstärkung besteht zweckmäßig aus dem gleichen Material wie der Verpackungsbeutel. Bei einem Verpackungsbeutel aus Papier wird also mit Vorteil eine Papierverstärkung verwendet. Die Verwendung gleicher Materialien für den Beutel und für dessen Verstärkung im Sichtfeldbereich führt zu einem Verpackungsbeutel, der vollständig aus nur einem einzigen Material gefertigt und daher in besonderem Maße recyclingfreundlich ist.

[0008] Unabhängig davon, ob für den Verpackungsbeutel und die Verstärkung gleiche Materialien verwendet werden oder nicht, können für die Verstärkung Verstärkungsstreifen vorgesehen werden, wie solche aus Papier, Karton, Kunststoff u.dgl., deren Festigkeitseigenschaft bzw. Reißfestigkeit von derjenigen des Materials des Verpackungsbeutels abweicht. Dabei kann die Verstärkung auch aus einem Material bestehen, dessen Reißfestigkeit sogar größer ist als dasjenige des Beutelmaterials. Im übrigen wird die Verstärkung zweckmäßig so vorgesehen, daß sie das gesamte Feld der Einzelsichtfenster überdeckt, wobei sie mit zu den Einzelsichtfenstern deckungsgleichen oder geringfügig größeren Ausstanzungen versehen ist. Die Verstärkung kann sich über die gesamte Höhe des Verpackungsbeutels erstrecken oder aber so ausgeführt sein, daß sie im wesentlichen nur das Gesamtfeld der Einzelsichtfenster überdeckt.

[0009] Je nach Ausgestaltung des Verpackungsbeutels und je nach Art des Verpackungsguts kann die Anzahl der Einzelsichtfenster unterschiedlich sein. Sie liegt im allgemeinen zwischen drei bis zwölf Einzelsichtfenstern. Beispielsweise können die Einzelsichtfenster vertikal übereinander und/oder horizontal nebeneinander angeordnet sein. Es empfiehlt sich im übrigen, die benachbarten Einzelsichtfenster in einem Abstand zueinander anzuordnen, der kleiner ist als ihre Breite bzw. Öffnungsweite. Damit bilden die in verhältnismäßig engem Abstand zueinander angeordneten Einzelsichtfenster in ihrer Gesamtheit ein durch Stege unterbrochenes größeres Kontrollfenster, welches eine gute Kontrolle der abgepackten Ware, also des stückigen Füllguts ermöglicht.

[0010] Die Form der Einzelsichtfenster läßt sich unterschiedlich gestalten. Hier sind auch schmückende Formgebungen möglich. Im allgemeinen empfiehlt es sich, Einzelsichtfenster vorzusehen, die zumindest angenähert einen rechteckigen oder quadratischen Umriß aufweisen, vorzugsweise mit gerundeten Eckbereichen.

[0011] Wie erwähnt, läßt sich der erfindungsgemäße Verpackungsbeutel materialsparend kostengünstig herstellen. Dies kann nach dem erfindungsgemäßen Verfahren mit Vorteil in der Weise geschehen, daß die von der Rolle flach abgewickelte Hauptbahn für die Beutelzuschnitte an ihrem das Sichtfeld bildenden Bereich zunächst mit der Verstärkung verklebt wird, wobei in die mit der Verstärkung kaschierte Hauptbahn in einem Arbeitsgang die Einzelsichtfenster durch die Hauptbahn und die Verstärkung hindurchgestanzt werden, worauf die gestanzte und verstärkte Hauptbahn zu einem Beutelschlauch geformt und schließlich zu dem fertigen Beutel weiterverarbeitet wird. Die beim Stanzen des Sichtfeldes anfallenden Stanzteile können durch Absaugen oder auch mittels Luftstrahlen entfernt werden.

[0012] Weitere Gestaltungsmerkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der in der Zeichnung gezeigten Ausführungsbeispiele. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1
einen erfindungsgemäßen Verpackungsbeutel mit Sichtfensteranordnung in einer perspektivischen Darstellung im Öffnungszustand;
Fig. 2
einen Querschnitt nach Linie II-II der Fig. 1;
Fig. 3
eine Ansicht auf den Beutelzuschnitt des Verpackungsbeutels nach den Fig. 1 und 2;
Fig. 4
in starker schematischer Vereinfachung einen Teil der zur Herstellung des erfindungsgemäßen Verpackungsbeutels verwendbaren Beutelmaschine.


[0013] Der in der Zeichnung dargestellte Verpackungsbeutel 1 ist z.B. aus Papier hergestellt und besteht aus einem Blockbodenbeutel. Er ist an seiner verschließbaren Oberseite mit zwei Tragegriffen 2 versehen. An seiner Beutelvorderwand 3 weist er eine Sichtfensteranordnung mit mehreren Einzelsichtfenstern 4 auf, die an ihrer Öffnung unabgedeckt sind, also nicht in der herkömmlichen Weise durch Netzelemente oder Klarsichtfolien od.dgl. abgedeckt sind. Um zu verhindern, daß das in dem Verpackungsbeutel 1 zu verpackende stückige Pack- bzw. Füllgut aus den Einzelsichtfenstern 4 herausfällt, weisen diese eine Öffnungsweite auf, die kleiner ist als die Stückgröße des Füllguts.

[0014] Im gezeigten Ausführungsbeispiel weist der Verpackungsbeutel 1 an seiner Frontseite, bzw. an seiner Vorderwand 3 die Einzelsichtfenster 4 in drei parallelen horizontalen Reihen auf, wobei innerhalb jeder Horizontalreihe drei Einzelsichtfenster 4 angeordnet sind. Insgesamt sind also an der Vorderwand 3 neun Einzelsichtfenster 4 vorgesehen. Die Einzelsichtfenster 4 weisen jeweils einen zumindest angenähert rechteckigen bzw. quadratischen Umriß auf, wobei aber ihre Kanten, und zweckmäßig auch ihre Eckbereiche gerundet ausgeführt sind. Im übrigen sind die benachbarten Einzelsichtfenster 4 in einem Abstand zueinander angeordnet, der deutlich kleiner ist als ihre Breite, bzw. ihre Öffnungsweite. Infolgedessen ergeben sich zwischen den Einzelsichtfenstern 4 vertikal und horizontal über die Breite des Sichtfensterfeldes verlaufende Stege 5 der Beutelvorderwand 3, deren Breite kleiner ist als die Breite bzw. Höhe der Einzelsichtfenster 4. In diesen Stegbereichen ist der Verpackungsbeutel 1 verstärkt. Die Verstärkung besteht aus einem Verstärkungsstreifen, vorzugsweise aus demselben Material wie der Beutel selbst, bei einem Papierbeutel also zweckmäßig aus einem Papierstreifen, obwohl auch verstärkungsstreifen aus anderen Materialien, z.B. aus Kunststoff, verwendbar sind. Fig. 2 läßt erkennen, daß die Verstärkung 6 auf die Innenseite der Beutelvorderwand 3 flächig aufgeklebt und mit zu den Einzelsichtfenstern 4 deckungsgleichen Öffnungen bzw. Ausstanzungen 7 versehen ist. Damit werden die Stegbereiche 5 im Gesamtfeld der Einzelsichtfenster 4 im Hinblick auf das Füllgewicht des abgepackten Verpackungsbeutels 1 ausreichend verstärkt. Wie in Fig. 3 durch die gestrichelten Linien 6' angedeutet, kann sich der Verstärkungsstreifen 6 über die gesamte Höhe der Beutelvorderwand 3 und auch bis in dessen Bodenbereich 8 oder über diesen hinweg erstrecken. Die Breite des die Verstärkung 6 bildenden Verstärkungsstreifens kann etwa gleich oder auch kleiner sein als die Breite des Verpackungsbeutels 1 bzw. seiner Beutelvorderwand 3, je nach Ausbildung und Anordnung der Einzelsichtfenster 4. Andererseits kann es aus Gründen der Materialersparnis aber auch zweckmäßig sein, die Verstärkung 6 lediglich im Bereich des Feldes der Einzelsichtfenster 4 vorzusehen, wobei Verstärkungsstreifen verwendet werden, die sich nur über die Höhe und Breite des Gesamtfeldes der Einzelsichtfenster 4 erstrecken.

[0015] Vorzugsweise besteht die Verstärkung 6 aus demselben Material wie der Verpackungsbeutel 1. Bei dem bevorzugt vorgesehenen Verpackungsbeutel 1 aus Papier wird demgemäß zweckmäßig eine Verstärkung 6 aus einem Papierstreifen verwendet, so daß der Beutel mit der Verstärkung vollständig aus nur einem einzigen Material besteht.

[0016] Der in Fig. 3 gezeigte Zuschnitt des Verpackungsbeutels 1 umfaßt neben der Beutelvorderwand 3 und dem Bodenbereich 8 die nicht mit Sichtfenstern versehene Rückwand 9 sowie die beiden Seitenbereiche 10 des Beutels.

[0017] Wie in Fig. 4 schematisch vereinfacht dargestellt ist, kann der beschriebene Verpackungsbeutel 1 in der Weise hergestellt werden, daß von einer Rolle 11 die Hauptbahn 12 für die Beutelzuschnitte in Pfeilrichtung 13 und von einer weiteren Rolle 14 die Bahn 15 für die Verstärkung 6 in Pfeilrichtung 16 flach abgewickelt werden, wobei die Bahnen 12 und 15 an zwei Rollen 17 zusammengeführt werden. Vor dem Erreichen der Rollen 17 wird die Verstärkungsbahn 15 mittels einer Leimauftragsvorrichtung 18 vollflächig oder punktuell mit Klebstoff beschichtet, so daß sie an den Andruckrollen 17 mit der Hauptbahn 12 bzw. mit dem am fertigen Beutel dessen Vorderwand 3 bildenden Bereich verklebt wird. Die so mit der Verstärkungsbahn 15 kaschierte Hauptbahn 12 wird hinter den Rollen 17 mittels einer Stanzvorrichtung 19, die von rotierenden Stanzmessern gebildet ist, gestanzt, wodurch in einem Arbeitsgang sämtliche Einzelsichtfelder 4 durch die Hauptbahn 12 und die mit ihr verklebte Verstärkungsbahn 15 hindurch ausgestanzt werden. Die dabei anfallenden Stanzteile können mittels einer nicht dargestellten Absaugvorrichtung oder aber auch mittels Luftstrahlen entfernt werden. Nach dem Stanzvorgang wird die mit der Verstärkungsbahn 15 kaschierte Hauptbahn 12 in üblicher Weise zu einem Beutelschlauch geformt, aus dem dann, wie bekannt, die Verpackungsbeutel 1 hergestellt werden. Fertigungstechnich besonders vorteilhaft ist es, daß die Hauptbahn 12 und die Verstärkungsbahn 15 nach ihrer Vereinigung zur Bildung der Einzelsichtfenster gleichzeitig durchstanzt werden.

[0018] Das vorstehend beschriebene Verfahren läßt sich dahingehend ändern, daß die von der Rolle 14 abgewickelte Verstärkungsbahn 15 vor ihrer Klebeverbindung mit der Hauptbahn 12 zunächst quer durchtrennt wird, wodurch von der Verstärkungsbahn 15 die einzelnen Verstärkungsstreifen abgetrennt werden, die dann nach Klebstoffauftrag im Bereich der Rollen 17 mit der Hauptbahn 12 verbunden werden, worauf die Ausstanzung der mit dem Verstärkungsstreifen kaschierten Hauptbahn 12 in der beschriebenen Weise erfolgt. In diesem Fall können die von der Verstärkungsbahn 15 abgeschnittenen Verstärkungsstreifen 16 Abmessungen erhalten, die kleiner sind als die Höhe des Verpackungsbeutels bzw. seiner Beutelvorderwand 3 und deren Höhe wie auch Breite zweckmäßig nur um ein geringes größer ist als die Abmessungen des Gesamtfeldes der Einzelsichtfenster 4.

[0019] Die Erfindung ist auf das beschriebene Ausführungsbeispiel nicht beschränkt. Der Verpackungsbeutel 1 kann wahlweise als Blockbodenbeutel, als Kreuzbodenbeutel, als Bodenfaltenbeutel oder aber auch als Seitenfaltenflachbeutel ausgeführt werden. Er kann, statt aus Papier, auch aus Kunststoff oder aus Papier- oder Kunststoff-Verbundmaterialien gefertigt werden. Die Größe der Einzelsichtfelder 4 wird, wie erwähnt, so gewählt, daß das kleinste im abgepackten Füllgut befindliche Teil nicht durch das Fenster nach außen durchfallen kann. Vorzugsweise wird unter dieser Voraussetzung die Fenstergröße so groß bemessen, daß eine gute Sichtkontrolle des abgepackten Füllguts möglich ist. Die Anzahl, Anordnung und Formgestalt der Einzelsichtfenster 4 kann unterschiedlich sein, wobei die Breite der Stege 5 zweckmäßig der Beutelbelastung durch das abgepackte Füllgut angepaßt ist, vorteilhafterweise aber kleiner ist als die Kantenabmessungen bzw. die Öffnungsweite der Einzelsichtfenster 4.


Ansprüche

1. Verpackungsbeutel aus Papier, Kunststoff oder einem Verbund mit diesen Materialien, mit Sichtfensteranordnung an der Beutelvorderwand, dadurch gekennzeichnet, daß an der Beutelvorderwand (3) im Abstand zueinander mehrere, an ihrer Öffnung unabgedeckte Einzelsichtfenster (4) angeordnet sind, deren Öffnungsweite kleiner ist als die Stückgröße des Füllguts des Beutels.
 
2. Verpackungsbeutel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Beutelvorderwand (3) mit einer mit ihr verklebten Verstärkung (6) versehen ist, die an den Stellen der Einzelsichtfenster (4) mit Ausstanzungen (7) versehen ist.
 
3. Verpackungsbeutel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkung (6) das gesamte Feld der Einzelsichtfenster (4) überdeckt und mit zu den Einzelsichtfenstern (4) deckungsgleichen oder geringfügig größeren Ausstanzungen (7) versehen ist.
 
4. Verpackungsbeutel nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkung (6) aus dem gleichen Material besteht wie der Verpackungsbeutel (1).
 
5. Verpackungsbeutel nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkung (6) aus einem Material besteht, dessen Reißfestigkeit größer ist als diejenige des Beutelmaterials.
 
6. Verpackungsbeutel nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkung (6) sich von dem Bodenbereich des Verpackungsbeutels (1) bis in dessen Öffnungsbereich erstreckt.
 
7. Verpackungsbeutel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß an der Beutelvorderwand (3) mindestens drei bis zwölf Einzelsichtfenster (4) angeordnet sind.
 
8. Verpackungsbeutel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzelsichtfenster (4) vertikal übereinander und/oder horizontal nebeneinander, vorzugsweise in mehreren parallelen Reihen, angeordnet sind.
 
9. Verpackungsbeutel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die benachbarten Einzelsichtfenster (4) in einem Abstand zueinander angeordnet sind, der kleiner ist als ihre Breite bzw. Höhe oder Öffnungsweite.
 
10. Verpackungsbeutel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzelsichtfenster (4) einen zumindest angenähert rechteckigen oder quadratischen Umriß aufweisen, vorzugsweise mit gerundeten Eckbereichen.
 
11. Verfahren zum Herstellen eines Verpackungsbeutels nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die von einer Rolle (11) abgewickelte Hauptbahn (12) für die Beutelzuschnitte an ihrem das Sichtfeld bildenden Bereich mit der Verstärkung (6) verklebt wird, wobei in die mit der Verstärkung (6) kaschierte Hauptbahn (12) in einem Arbeitsgang die Einzelsichtfenster (4) durch die Hauptbahn (12) und die Verstärkung (16) hindurchgestanzt werden, worauf die gestanzte kaschierte Hauptbahn (12) zu einem Beutelschlauch geformt wird, aus der die fertigen Verpackungsbeutel (1) hergestellt werden.
 
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die beim Stanzen der Einzelsichtfelder (4) anfallenden Stanzteile durch Absaugen oder Luftstrahlen entfernt werden.
 
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß die von der Rolle (11) flach abgewickelte Hauptbahn (12) mit der ebenfalls von einer Rolle (14) abgewickelten Verstärkungsbahn (15) durch Flächenverklebung kaschiert wird, wobei die Breite der Verstärkungsbahn (15) größer ist als die Breite des von den Einzelsichtfenstern (4) gebildeten Gesamt-Sichtfeldes.
 
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß für die Verstärkung (6) das gleiche Material verwendet wird wie für den Verpackungsbeutel (1).
 




Zeichnung