[0001] Die Erfindung betrifft Schiebeflügel zum bedarfsweisen Verschließen, insbesondere
einer offenen Seite von Balkonen, Wintergärten od.dgl., wobei sich jeder Flügel mit
seinem in senkrechter Ebene vom Boden aufragenden Flügelabschnitt an einer bodenseitigen
Führungsschiene abstützt und mit einem zur Innenseite in geneigter Ebene ansteigenden
Flügelabschnitt an einen weiteren in senkrechter Ebene aufragenden, rückspringenden,
oberen Flügelabschnitt anschließt, wobei jeder Flügelabschnitt von einem eine Füllungsplatte
aus Glas, Kunststoff od.dgl. aufnehmenden Profilstabrahmen gebildet ist und der obere
Flügelabschnitt an einer deckenseitigen Schiene mit zwei abstandsweise parallel zueinander
angeordneten Laufbahnen geführt ist.
[0002] Derartige Schiebeflügel dienen dem Abschluß von offenen Seiten der Balkonen, Wintergärten
od.dgl., bei denen insbesondere die Decke gegenüber dem Boden des Balkons bzw. des
Wintergartens zurückgesetzt ist, so daß die Schiebeflügel nicht von der Decke bis
zum Boden in einer Ebene durchlaufen können, sondern nach oben hin zurückspringen,
um einen Deckenanschluß zu gewährleisten. Dabei können derartige Schiebeflügel auf
einer bodenseitigen Schiene mittels Rollen abgestützt und geführt sein, während der
obere Teil eines derartigen Schiebeflügels in einer deckenseitigen Schiene durch sich
um vertikale Achsen drehende Rollen an seitlichen Laufbahnen geführt ist. Durch Verunreinigungen
oder durch auf der bodenseitigen Schiene aufliegende Gegenstände kann es dazu kommen,
daß die bodenseitigen Rollen des Schiebeflügels aus ihrer Führung gelangen, was schlimmstenfalls
dazu führen kann, daß die Schiebeflügel von ihrer bodenseitigen Führungsschiene abgleiten,
wodurch auch die oberen Seitenführungsrollen aus der deckenseitigen Führungsschiene
auslaufen, so daß letztendlich der gesamte Schiebeflügel umkippt.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, Schiebeflügel der eingangs genannten Art
dahingehend zu verbessern, daß eine sichere Führung und Halterung der Schiebeflügel
ermöglicht wird. Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß jede Laufbahn
aus zwei geneigten Führungsbahnen eines im Querschnitt dreieckförmigen Stegkopfes
der deckenseitigen Schiene gebildet ist, und auf den Führungsbahnen jedes Stegkopfes
an einem am Profilstabrahmen des oberen Flügelarmes befestigten Rollenhalter geneigt
gelagerte Stützrollen laufen. Durch die paarweise geneigte Anordnung der Stützrollen
wird der Stegkopf der Laufbahn hintergriffen, wodurch eine Aufhängung der Schiebeflügel
erzielt wird, so daß einerseits eine sichere Führungsaufnahme der Schiebeflügel erfolgt
und andererseits ein Ausgleiten des Schiebeflügels aus seiner Laufbahn verhindert
wird.
[0004] Um einerseits einen geräuscharmen Lauf und andererseits eine widerstandsarme Verschiebebewegung
der Schiebeflügel erzielen zu können, sind nach einem Ausgestaltungsmerkmal der Erfindung
die Stützrollen aus Wälzlagern gebildet, deren Außenring eine Beschichtung vorzugsweise
aus Kunststoff aufweist. Dabei sind die Stützrollen auf Achszapfen gelagert, die mit
geneigten Schenkeln des Rollenhalters zur paarweisen Anordnung von Stützrollen vernietet
sind.
[0005] Zur problemlosen Montage ist die Führungsschiene in bezug auf ihre Länge unterteilt,
so daß nach Montage der einen Führungsschienenhälfte die Schiebeflügel eingehängt
werden können. Um nun auch die zweite Hälfte der Führungsschienen exakt fluchtend
montieren zu können, weisen die Stegköpfe der deckenseitigen Schiene in Profillängsrichtung
verlaufende Zentriernuten auf. In diese Zentriernuten lassen sich im Trennbereich
Schwerspannstifte eingesetzen, so daß die Stegköpfe der deckenseitigen Schienen exakt
miteinander fluchten, so daß Versetzungen in der Laufbahn der Schiebeflügel ausgeschlossen
sind.
[0006] Zur Erzielung einer sicheren Führung der Schiebeflügel an deren unterem Flügelabschnitt
sind im unteren Profilstab des Profilstabrahmens des unteren Flügelabschnitts Führungsrollen
gelagert, die mit einem Spurkranz in eine Führungsnut in der bodenseitigen Führungsschiene
eingreifen. Die Einführung des Spurkranzes in die Führungsnut der Bodenschiene läßt
sich erleichtern, indem die Seitenwangen des Spurkranzes ausgehend vom Rollenmantel
bis zu seinem Außenumfang verjüngt sind. Dadurch entsteht ein im Querschnitt trapezförmiger
Spurkranz, der mit seiner Schmalseite leicht in die Führungsnut der bodenseitigen
Führungsschiene eindringen kann. Außerdem wird durch die Schrägflächen des Spurkranzes
das Laufgeräusch wesentlich vermindert. Damit in bezug auf die Höhe der Schiebeflügel
diesbezügliche Toleranzen bei den unteren Führungsrollen ausgeglichen werden können,
sind diese Führungsrollen in einem Rollenkäfig gelagert, der in den unteren Profilstab
des bodenseitigen Flügelabschnitts einschiebbar und festlegbar ist.
[0007] Um einerseits den unteren Profilstab an die seitlichen Rahmenprofilstäbe fest anschließen
zu können, und andererseits eine Sicherung gegen Ausheben des Schiebeflügels aus der
unteren Führungsnut ermöglichen zu können, weist auch der untere Profilstab des unteren
Flügelabschnitts eine Schraubnut für eine Rahmenverbindungsschraube auf, die von dem
Langloch eines Sicherungsbleches übergriffen ist, das mit einem Hammerkopfansatz in
die hinterschnittene Führungsnut der bodenseitigen Führungsschiene eingreift.
[0008] Statt eines Sicherungsbleches läßt sich auch ein Kunststoffteil einsetzen, wodurch
Gleitgeräusche während der Verschiebebewegung vermieden werden. Ein derartiger Sicherungsgleiter
aus Kunststoff - beispielsweise glasfaserverstärktes Polyamid - mag mit einem Schaftteil
in den stirnseitig offenen Seitenrahmenteil eingeschoben werden und zwar derart, daß
er darin verdrehsicher geführt ist und mit seinem Fußteil aus dem Seitenrahmenteil
ausragt. Der Fußteil weist zwei nach unten abragende und in die Führungsnut der bodenseitigen
Führungsschiene eingreifende Sicherungsfinger mit voneinander wegweisenden Nockenleisten
auf, durch die ein Ausziehen nach oben aus der Führungsnut verhindert ist.
[0009] Die Überbrückung zwischen dem in Vertikalebene verlaufenden oberen Flügelabschnitt
und dem ebenfalls in vertikaler Richtung verlaufenden unteren Flügelabschnitt kann
durch winkelförmige Rahmenprofilstäbe erfolgen, zwischen welchen der geneigte Flügelabschnitt
gebildet ist. Dabei ist jedoch Bedingung, daß die winkelförmigen Rahmenprofilstäbe
an die jeweils gewünschte Neigungslage des mittleren Flügelabschnitts abgepaßt sein
müssen. Um jedoch von derartigen winkelförmigen Rahmenprofilstäben unabhängig zu sein,
und jede beliebige Neigungslage erzielen zu können, ist zwischen dem unteren, vertikal
aufragenden Flügelabschnitt und dem in geneigter Ebene angeordneten Flügelabschnitt
einerseits sowie zwischen dem geneigten Flügelabschnitt und dem oberen senkrecht aufragenden
Flügelabschnitt andererseits jeweils ein an den Seitenrahmenteilen befestigtes, horizontal
verlaufendes Rohr angeordnet, an dem Rahmenprofilstäbe zur Halterung der Füllungsplatten
befestigt sind. Dabei sind diese Rahmenprofilstäbe vorzugsweise unter Zwischenschaltung
einer Dichtung an die Rohre angeschraubt.
[0010] Um die in Schließlage überführten Schiebeflügel in der geschlossenen Position zu
sichern, um zu verhindern, daß insbesondere infolge Windeinwirkung eine Verschiebung
stattfinden könnte, ist der innere Schiebeflügel vorteilhaft mit einer betätigbaren
Regeleinrichtung ausgestattet, mit der die Schließlage zwischen innerem Schiebeflügel
und äußerem Schiebeflügel feststellbar ist. Dabei ist im Vertikalprofilstab des inneren
Schiebeflügels eine Hülse mit einem Federaufnahmeraum festgelegt, und die Hülse von
einem inneren Riegelstift durchdrungen, an dem eine zum Innenraum weisende Handhabe
befestigt ist, wobei der mit einem Zapfenteil aus der Hülse herausragende Riegelstift
in eine Schließausnehmung im äußeren Schiebeflügel unter Einwirkung einer Schließfeder
einragt.
[0011] Damit eine exakte Parallelität zwischen der Laufbahn der deckenseitigen Schiene und
der bodenseitigen Führungsschiene gegeben ist, besteht die bodenseitige Führungsschiene
aus einem unteren U-Profilstab und einem diesen übergreifenden, die Führungsnuten
enthaltenden oberen U-Profilstab. Dabei weist der untere U-Profilstab Leistenpaare
miteinander zugekehrten Schraubrillen auf, in welche Stiftschrauben zur einstellbaren
Abstützung des oberen U-Profilstabes eindrehbar sind.
[0012] Die Erfindung ist in einem Ausführungsbeispiel auf der Zeichnung dargestellt und
wird nachfolgend näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- vier zur Bildung einer Durchtrittsöffnung paarweise hintereinander geschobener Schiebeflügel
zum Verschluß der offenen Seite eines Balkons in einer perspektivischen Darstellung
von der Innenseite her gesehen,
- Fig. 2
- die obere Aufhängung der Schiebeflügel an einer deckenseitigen Schiene in einem Vertikalschnitt,
- Fig. 3
- den mittleren Teil eines Schiebeflügels, dessen geneigter Flügelabschnitt an den oberen
Flügelabschnitt und den unteren Flügelabschnitt angeschlossen ist und ebenfalls im
Vertikalschnitt dargestellt ist,
- Fig. 4
- den unteren Bereich zweier nebeneinander angeordneter und auf einer bodenseitigen
Schiene geführter Schiebeflügel, ebenfalls in einem Vertikalschnitt,
- Fig. 5
- die hintereinander angeordneten in Schließlage überführten Rahmenteile zweier Schiebeflügel,
deren Schließlage durch eine Riegeleinrichtung gesichert ist, wobei die vertikalen
Rahmenteile der Schiebeflügel in einem Horizontalschnitt dargestellt sind,
- Fig. 6
- die Einzelheit VI von Fig. 5 der Riegeleinrichtung in einem Horizontalschnitt.
- Fig. 7
- eine gegenüber Fig. 4 alternative Ausführungsform des unteren Schiebeflügelbereiches
in einer analogen Darstellung.
[0013] In Fig. 1 ist ein Balkon dargestellt, bei welchem der Boden 10 gegenüber der Decke
11 außen vorspringt, wobei der vom Boden 10, der Decke 11 und zwei Seitenwänden 12
begrenzte Balkon nach außen hin offen ist und dort durch eine Brüstung 13 gesichert
ist. Knapp vor ihrer äußeren Stirnseite befindet sich zwischen den beiden Seitenwänden
12 eine am Boden 10 befestigte Führungsschiene 14, während auch an der Decke 11 in
knappem Abstand zu ihrer äußeren Stirnseite eine Schiene 15 befestigt ist, die gegenüber
der Schiene 14 zurückspringt aber parallel zur bodenseitigen Führungsschiene 14 verläuft.
Die deckenseitige Schiene 15 ist als nach unten hin offener Kasten mit zwei nebeneinander
verlaufenden Kanälen 16 ausgebildet, wobei jeder Kanal 16 durch einen nach unten abragenden
Steg 17 unterteilt ist, der an seinem freien Ende einen dreieckförmigen Stegkopf 18
aufweist, der in Profillängsrichtung eine Laufbahn 19 bildet. Diese Laufbahn 19 wird
aus zwei infolge der Dreieckform des Stegkopfes 18 geneigten Führungsbahnen 20 gebildet,
deren Zweck nachfolgend geschildert wird.
[0014] Die bodenseitige Führungsschiene 14 und die deckenseitige Schiene 15 dienen der Halterung
von wenigstens zwei hintereinander verschiebbaren Schiebeflügeln 21 und 22, wobei
jeder Schiebeflügel zwei zueinander verspringende Flügelebenen aufweist, die durch
einen geneigten Flügelabschnitt miteinander verbunden sind. Jeder Schiebeflügel 21,22
weist zwei aus einem Profilstab zu einer Z-Form zusammengesetzte Seitenrahmenteile
23 auf, die durch zwischengesetzte Profilstäbe miteinander verbunden sind. Im Bereich
der bodenseitigen Führungsschiene 14 ist zwischen die Seitenrahmenteile 23 ein schmaler
Profilstab 24 eingesetzt, der mittels in eine Schraubnut 51 des Profilstabes 24 eingedrehte
Schrauben 25 fest mit dem Seitenrahmenteil 23 verbunden ist. Dieser Profilstab 24
weist unterseitig einen Aufnahmeraum für Führungsrollen 26 auf, die ihrerseits in
einem Rollenkäfig 27 gelagert und in den Hohlraum des Profilstabes 24 eingesetzt sind,
wie dies aus Fig. 4 entnommen werden kann.
[0015] Oberhalb des Aufnahmeraumes für die Führungsrollen 26 weist der Profilstab 24 eine
Nut 28 auf, in welche unter Zwischenschaltung einer Dichtung 29 eine Füllungsplatte
30 eingesetzt ist, die ebenfalls in gleicher Weise in Nuten der Seitenrahmenteile
23 eingreift. Die in vertikaler Richtung von der bodenseitigen Führungsschiene 14
aufragenden Seitenrahmenteile 23 bilden zusammen mit dem Profilstab 24 und einem Rahmenprofilstab
31 sowie der Füllungsplatte 30 einen Flügelabschnitt 32, der eine senkrechte Teilebene
jeden Schiebeflügels 21 bzw. 22 bildet. Am Ende dieses Flügelabschnitts 32 ist zwischen
den Seitenrahmenteilen 23 ein Rohr 33 befestigt, an welchem der Rahmenprofilstab 31
unter Zwischenschaltung einer Dichtung 34 verschraubt ist (Fig. 3). An den unteren
Flügelabschnitt 32 schließt sich ein weiterer, geneigter Flügelabschnitt 35 an, der
ebenfalls durch ein die Seitenrahmenteile 23 miteinander verbindendes Rohr 33' begrenzt
ist. An die Rohre 33 bzw. 33' sind jeweils in Übereinstimmung mit der Aufnahmenut
in den Seitenrahmenteilen 23 Rahmenprofilstäbe 31 ebenfalls unter Zwischenschaltung
einer Dichtung 34 angeschraubt. Infolge des doppel-T-förmigen Querschnitts der Rahmenprofilstäbe
31 wird auch beim mittleren Flügelabschnitt 35 eine umlaufende Nut gebildet, in welche
unter Verwendung einer Dichtung 29 eine Füllungsplatte 30' eingesetzt ist. An den
Flügelabschnitt 35 schließt sich dann wieder ein in vertikaler Ebene verlaufender,
oberer Flügelabschnitt 36 an, der unterseitig wiederum mit einem Rahmenprofilstab
31 an das Rohr 33' angeschlossen ist, während der obere Flügelabschnitt 36 an seiner
Oberseite durch einen Abschlußprofilstab 37 begrenzt ist, dessen Breite mit der Breite
des Seitenrahmenteiles 23 übereinstimmt. Auch der Abschlußprofilstab 37 weist jeweils
eine Schraubnut 38 auf, mit deren Hilfe der Abschlußprofilstab 37 zwischen den Seitenrahmenteilen
23 verschraubbar ist. In seinem mittleren Bereich weist der Abschlußprofilstab 37
ebenfalls eine nach unten offene Nut 28 auf, die zusammen mit den Nuten in den Seitenrahmenteilen
und den Profilstäben 31 der Aufnahme einer Füllungsplatte 30'' unter Zuhilfenahme
einer Dichtung 29 dient. Bei den Füllungsplatten 3o bis 3o'' handelt es sich überlicherweise
um Glastafeln, obwohl es auch denkbar ist, Füllungsplatten aus anderem Werkstoff,
wie beispielsweise Kunststoff, einzusetzen.
[0016] An den Abschlußprofilstab 37 des oberen Flügelabschnitts 36 eines jeden Schiebeflügels
21, 22 sind zwei im Abstand zueinander angeordnete Rollenhalter 39 befestigt, an deren
geneigten Schenkeln 4o und 41 Stützrollen 42 derart gelagert sind, daß sie mit ihrem
Außenumfang bündig auf den Führungsbahnen 20 jeden Stegkopfes 18 anliegen. Wie insbesondere
aus Fig. 2 zu entnehmen ist, sind beim vorliegenden Ausführungsbeispiel diese Stützrollen
aus Wälzlagern 43 gebildet, deren Außenring eine Beschichtung 44 vorzugsweise aus
Kunststoff aufweist. Der Innenring jeden die Stützrolle 42 bildenden Wälzlagers 43
ist auf einem als Bundbolzen ausgebildeten Achszapfen 45 gelagert, der im Schenkel
4o bzw. 41 jeden Rollenhalters 39 nach dem Aufschieben der jeweiligen Stützrolle 42
und einem Distanzring vernietet ist. Die gegeneinander geneigten Stützrollenpaare
eines Rollenhalters 39, wovon am Abschlußprofilstab 37 zwei abstandsweise hintereinander
befestigt sind, ermöglichen eine Selbstzentrierung der Schiebeflügel 21 und 22 am
Stegkopf 18 der deckenseitigen Schiene 15 selbst dann, wenn die Schiebeflügel durch
Wind oder Schnee belastet sind, so daß sich die Schiebeflügel nicht verkanten. Um
selbst dann, wenn zwei oder mehr deckenseitige Schienen 15 hintereinander angeordnet
sind, fluchtende Laufbahnen 19 zu erzielen, sind die Stegköpfe 18 der Stege 17 der
deckenseitigen Führungsschiene 15 mit längsverlaufenden Zentriernuten 46 versehen,
in welche im Bereich der Stoßstellen der deckenseitige Schiene 15 nicht dargestellte
Schwerspannstifte eingesetzt sind.
[0017] Im Profilstab 24 des unteren Flügelabschnitts 32 sind Rollenkäfige 27 mit darin gelagerten
Führungsrollen 26 eingesetzt. Diese Führungsrollen 26 besitzten einen Spurkranz 47,
welcher in eine Führungsnut 48 der bodenseitigen Führungsschiene 14 eingreift. Dabei
sind beide Seitenwangen 49 des Spurkranzes 47 ausgehend vom Rollenmantel 50 bis zum
Außenumfang des Spurkranzes 47 verjüngt, um eine sichere Einführung des Spurkranzes
47 in die Führungsnut 48 der bodenseitigen Führungsschiene 14 zu gewährleisten. Um
einerseits eine sichere Verbindung zwischen dem Profilstab 24 und dem Seitenrahmenteil
23 des unteren Flügelabschnitts 32 herstellen zu können, ist am unteren Profilstab
24 eine in Längsrichtung verlaufende Schraubnut 51 vorgesehen, in welche eine das
Rahmenseitenteil 23 durchdringende Schraube 25 zur Rahmenverbindung einschraubbar
ist. Andererseits dient diese Schraube 25 bei der auf Fig. 4 ersichtlichen Ausführung
auch dazu, eine Sicherung zu haltern, die dem Ausheben der Schiebeflügel aus der Führungsnut
48 entgegenwirkt. Zu diesem Zweck ist der Schaft der Schraube 25 vom Langloch 53 eines
Sicherungsbleches 52 übergriffen, wobei dieses Sicherungsblech an seinem unteren Ende
einen Hammerkopfansatz 54 aufweist, der in die hinterschnittene Führungsnut 48 der
bodenseitigen Führungsschiene 14 eingreift.
[0018] Statt der zuvor beschriebenen und aus der Fig. 4 ersichtlichen Aushebesicherung läßt
sich auch ein Sicherungsgleiter 72 verwenden, der aus Kunststoff gebildet sein kann,
und der einen langgestreckten Schaftteil 73 mit einem unterseitigen Fußteil 74 besitzt.
Dieser Fußteil 74 ist mit wenigstens zwei nach unten in die Führungsnut 48 der bodenseitigen
Führungsschiene 14 einragenden Sicherungsfingern 75 versehen, die an ihrer Unterseite
entgegengesetzt nach außen abragende Nockenleisten 76 aufweisen, die in den Führungsnuten
48 plaziert sind.
[0019] Wie insbesondere aus Fig. 4 zu entnehmen ist, sind die einander zugekehrten innenseitigen
der Profilstäbe 24 der jeweiligen Schiebeflügel 21 bzw. 22 mit einem unten offenen
U-förmigen Aufnahmeprofil 55 verbunden, welches eine Dichtleiste 56 aufnimmt, die
aufgrund der Schwerkraft mit ihrer bürstenartigen Unterseite auf der Oberfläche der
bodenseitigen Führungsschiene 14 aufliegt und somit Zuglufterscheinungen eindämmt.
Um die Führungsnut 48 der bodenseitigen Führungsschiene 14 in eine exakte horizontale
Ebene einstellen zu können, ist die bodenseitige Führungsschiene 14 aus einem oberen
U-Profilstab 57 gebildet, der an seiner Unterseite offen ist und dessen Oberseite
zur Gebäudeaußenseite hin geneigt verläuft und in dieser geneigten Oberfläche die
Führungsnuten 48 aufweist. Diese Führungsnuten weisen unterseitig Aufsatzleisten 58
auf, deren Zweck nachfolgend beschrieben wird. Der obere U-Profilstab 57 übergreift
einen unteren U-Profilstab 59, der mit seinem Steg vorteilhaft am Boden festlegbar
ist, wobei auf der Innenseite dieses unteren U-Profilstabes aus dem Steg Leistenpaare
60 aufragen, die an ihren einander zugekehrten Seiten mit Schraubrillen 61 versehen
sind. In diese Schraubrillen 61 eines jeden Leistenpaares 60 sind Stiftschrauben 62
eingedreht, die exakt unterhalb der Aufsatzleisten 58 liegen, da die Leistenpaare
60 einen dem Abstand der Führungsnuten 48 entsprechenden Abstand aufweisen. Auf diesen
Stiftschrauben 62 stützen sich die oben erwähnten Aufsatzleisten 58 des oberen U-Profilstabes
57 ab, so daß durch entsprechende Nivellierung mittels der Stiftschrauben 62 eine
exakte horizontale Lage des die Führungsnuten 48 aufweisenden oberen U-Profilstabes
57 eingestellt werden kann.
[0020] Zur Sicherung der Schließlage beider Schiebeflügel gegeneinander ist der innere Schiebeflügel
mit einer betätigbaren Riegeleinrichtung 63 ausgestattet. Zu diesem Zweck ist im Vertikalprofilstab
des Seitenrahmenteiles 23 am inneren Schiebeflügel 21 eine Hülse 64, beispielsweise
durch Einschrauben festgelegt, wobei diese Hülse 64 einen Federaufnahmeraum 65 aufweist,
der gegenüber der Hülse 64 abgesetzt ist und eine Anlagefläche zur einseitigen Abstützung
einer Schließfeder 66 aufweist. Die Hülse 64 und die Schließfeder 66 sind von einem
Riegelstift 67 durchdrungen, der mit einem Zapfenteil 68 aus der Hülse 64 ausragen
kann, wobei zwischen dem Zapfenteil 68 und dem Schaft des Riegelstiftes 67 ein ortsfester
Ansatz 69 für die Abstützung der Schließfeder 66 an deren anderem Ende sorgt. Dabei
ist am dem Zapfenteil 68 gegenüberliegenden Ende des Riegelstiftes 67 eine Handhabe
70 mit dem Riegelstift 67 fest verbunden, die sich am Ende des Hülse 64 anlegt und
somit den Hub des Zapfenteiles 68 des Riegelstiftes 67 begrenzt. Im aus Fig. 5 ersichtlichen
Verriegelungszustand ragt der Zapfenteil 68 des Riegelstiftes 67 in eine Schließausnehmung
71 im Seitenrahmenteil 23 des äußeren Schiebeflügels 22 ein. Zur Verschiebung der
Schiebeflügel 21 und 22 gegeneinander ist zunächst die Handhabe 70 in die aus Fig.
5 ersichtliche strichpunktierte Lage zu überführen, wodurch auch der Zapfenteil 68
aus der Schließausnehmung 71 des Schiebeflügels 22 gelangt, so daß die Schiebeflügel
gegeneinander verschoben werden können.
[0021] Wie bereits erwähnt, geben die dargestellten und vorbeschriebenen Ausführungsformen
die Erfindung lediglich beispielsweise wieder, die keinesfalls allein darauf beschränkt
ist. Es sind vielmehr noch mancherlei Änderungen und andere Ausgestaltungen der Erfindung
denkbar. Außerdem sind alle in der Beschreibung erwähnten und/oder in der Zeichnung
dargestellten neuen Merkmale erfindungswesentlich, auch wenn sie in den Ansprüchen
nicht ausdrücklich beansprucht sind.
Bezugszeichenliste:
[0022]
- 10
- Boden
- 11
- Deckel
- 12
- Seitenwand
- 13
- Brüstung
- 14
- Führungsschiene (bodenseitig)
- 15
- Schiene, deckenseitig
- 16
- Kanal, in 15
- 17
- Steg, in 16
- 18
- Stegkopf
- 19
- Laufbahn
- 20
- Führungsbahn
- 21
- Schiebeflügel
- 22
- Schiebeflügel
- 23
- Seitenrahmenteil
- 24
- Profilstab
- 25
- Schraube
- 26
- Führungsrolle
- 27
- Rollenkäfig
- 28
- Nut
- 29
- Dichtung
- 30
- Füllungsplatte
- 30'
- Füllungsplatte
- 30''
- Füllungsplatte
- 31
- Rahmenprofilstab
- 32
- Flügelabschnitt, unten
- 33
- Rohr
- 33'
- Rohr
- 34
- Dichtung
- 35
- Flügelabschnitt, mitte
- 36
- Flügelabschnitt, oben
- 37
- Abschlußprofilstab
- 38
- Schraubnut
- 39
- Rollenhalter
- 40
- Schenkel
- 41
- Schenkel
- 42
- Stützrollen
- 43
- Wälzlager
- 44
- Beschichtung
- 45
- Achszapfen
- 46
- Zentriernut
- 47
- Spurkranz
- 48
- Führungsnut
- 49
- Seitenwangen, von 47
- 50
- Rollenmantel
- 51
- Führungsnut
- 52
- Sicherungsblech
- 53
- Langloch in 52
- 54
- Hammerkopfansatz
- 55
- Aufnahmeprofil
- 56
- Dichtleiste
- 57
- U-Profilstab, oben
- 58
- Aufsatzleisten
- 59
- U-Profilstab, unten
- 60
- Leistenpaar
- 61
- Schraubrillen
- 62
- Stiftschraube
- 63
- Riegeleinrichtung
- 64
- Hülse
- 65
- Federaufnahmeraum
- 66
- Schließfeder
- 67
- Riegelstift
- 68
- Zapfenteil
- 69
- Ansatz
- 70
- Handhabe
- 71
- Schließausnehmung
- 72
- Sicherungsgleiter
- 73
- Schaftteil
- 74
- Fußteil
- 75
- Sicherungsfinger
- 76
- Nockenleiste
1. Schiebeflügel zum bedarfsweisen Verschließen, insbesondere einer offenen Seite von
Balkonen, Wintergärten u.dgl., der sich mit seinem in senkrechter Ebene vom Boden
aufragenden Flügelabschnitt an einer bodenseitigen Führungsschiene abstützt und mit
einem zur Innenseite in geneigter Ebene ansteigenden Flügelabschnitt an einen weiteren
in senkrechter Ebene aufragenden, rückspringenden, oberen Flügelabschnitt anschließt,
wobei jeder Flügelabschnitt von einem eine Füllungsplatte aus Glas, Kunststoff od.dgl.
aufnehmenden Profilstabrahmen gebildet ist und der obere Flügelabschnitt an einer
deckenseitigen Schiene mit zwei abstandsweise parallel zueinander angeordneten Laufbahnen
geführt ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß jede Laufbahn (19) aus zwei geneigten Führungsbahnen (2o) eines im Querschnitt
dreieckförmigen Stegkopfes (18) der deckenseitigen Schiene (15) gebildet ist und auf
den Führungsbahnen (20) jedes Stegkopfes (18) an einem am Abschlußprofilstab (37)
des oberen Flügelabschnitts (36) befestigten Rollenhalter (39) geneigt gelagerte Stützrollen
(42) laufen.
2. Schiebeflügel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützrollen (42) aus
Wälzlagern (43) gebildet sind, deren Außenring eine Beschichtung (44) vorzugsweise
aus Kunststoff aufweist.
3. Schiebeflügel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützrollen
(42) auf Achszapfen (45) gelagert sind, die mit geneigten Schenkeln (4o bzw. 41) des
Rollenhalters (39) vernietet sind.
4. Schiebeflügel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Stegköpfe (18) der deckenseitigen Schiene (15) in Profillängsrichtung verlaufende
Zentriernuten (46) aufweisen.
5. Schiebeflügel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
im unteren Profilstab (24) des Profilstabrahmens des unteren Flügelabschnitts (32)
Führungsrollen (26) gelagert sind, die mit einem Spurkranz (47) in eine Führungsnut
(48) in der bodenseitigen Führungsschiene (14) eingreifen.
6. Schiebeflügel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwangen (49) des
Spurkranzes (47) ausgehend vom Rollenmantel (50) bis zu seinem Außenumfang verjüngt
sind.
7. Schiebeflügel nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsrollen
(26) in einem Rollenkäfig (27) gelagert sind, der in den unteren Profilstab (24) des
bodenseitigen Flügelabschnitts (32) einschiebbar und festlegbar ist.
8. Schiebeflügel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der untere Profilstab (24) des unteren Flügelabschnitts (32) eine Schraubnut (51)
für eine Rahmenverbindungsschraube (25) aufweist, die von dem Langloch (53) eines
Sicherungsbleches (52) übergriffen ist, das mit einem Hammerkopfansatz (54) in die
hinterschnittene Führungsnut (48) der bodenseitigen Führungsschiene (14) eingreift.
9. Schiebeflügel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen dem unteren, vertikal aufragenden Flügelabschnitt (32) und dem in geneigter
Ebene angeordneten Flügelabschnitt (35) einerseits sowie zwischen dem geneigten Flügelabschnitt
(35) und dem oberen, senkrecht aufragenden Flügelabschnitt (36) andererseits jeweils
ein an den Seitenrahmenteilen (23) befestigtes, horizontal verlaufendes Rohr (33,33')
angeordnet ist, an dem Rahmenprofilstäbe (31) zur Halterung der Füllungsplatten (30)
befestigt sind.
10. Schiebeflügel nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Rahmenprofilstäbe (31)
unter Zwischenschaltung einer Dichtung (34) an die Rohre (33,33') angeschraubt sind.
11. Schiebeflügel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der innere Schiebeflügel (21) mit einer betätigbaren Riegeleinrichtung (63) ausgestattet
ist, mit der die Schließlage zwischen innerem Schiebeflügel (21) und äußerem Schiebeflügel
(22) feststellbar ist.
12. Schiebeflügel nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß im Vertikalprofilstab
des Seitenrahmenteiles (23) am inneren Schiebeflügel (21) eine Hülse (64) mit einem
Federaufnahmeraum (65) festgelegt ist und die Hülse (64) von einem Riegelstift (67)
durchdrungen ist, an dem eine zum Innenraum weisende Handhabe (70) befestigt ist und
der mit einem Zapfenteil (68) aus der Hülse (64) ausragt und in eine Schließausnehmung
(71) im äußeren Schiebeflügel (22) unter Einwirkung einer Schließfeder (66) einragt.
13. Schiebeflügel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die bodenseitige Führungsschiene (14) aus einem unteren U-Profilstab (59) und einem
diesen übergreifenden, die Führungsnuten (48) enthaltenden, oberen U-Profilstab (57)
gebildet ist, wobei der untere U-Profilstab (59) Leistenpaare (60) miteinander zugekehrten
Schraubrillen (61) aufweist, in welche Stiftschrauben (62) zur einstellbaren Abstützung
des oberen U-Profilstabes (57) eindrehbar sind.