[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren der im Oberbegriff des Anspruches 1 genannten
Art.
[0002] Bei der Verbrennung von Brennstoff, insbesondere staubförmiger Kohle, entstehen Stickoxide
in erster Linie durch Oxidation des in der Kohle enthaltenden Brennstoffstickstoffs.
Es kommt zunächst zur Bildung von Wasserstoffcyanid (HCN) oder Ammoniak (NH₃). Diese
werden dann zu Stickoxiden oxidiert. Es wird daher eine mindestens zweistufige Verbrennung
angestrebt, bei der zunächst eine Verbrennung unter unterstöchiometrische Bedingungen
(Primärverbrennungszone) mit Primär- und Mantelluft durchgeführt wird, so daß verbleibende
verbrennliche Komponenten in einer nachfolgenden sekundären Verbrennungszone verbrannt
werden. Bei dieser gestuften Verbrennung muß bei kleiner Luftzahl in der Primärverbrennungszone
die Zündstabilität gewährleistet bleiben, d. h. es muß für eine besonders gute Einmischung
der als erstes zu zündenden Brennstoffanteile gesorgt werden.
[0003] Da in der Primärverbrennungszone unterstöchiometrisch verbrannt wird, muß ein relativ
hoher Tertiär- bzw. Stufenluftanteil möglichst spät, jedoch besonders gut eingemischt
werden. Gleichzeitig sollte die Möglichkeit, Rauchgas aus dem die Flamme umgebenden
Feuerraum in die Flamme einzusaugen, gewährleistet sein.
[0004] Hieraus ergibt sich, daß für den Betrieb eines solchen Brenners eine möglichst hohe
Zahl von Freiheitsgraden für eine Brenneroptimierung zur Verminderung der Bildung
von Stickoxiden zur Verfügung stehen sollte. Bei der aus der DE 42 17 879 A1 bekannten
Verfahrensführung wird zu diesem Zwecke die Tertiärluft in einem die verdrallte Mantelluft
umgebenden Ringstrahl zugeführt, der aus dem Ringraum eines das Mantelluftrohr umgebenden
Tertiärluftrohrs austritt. Mantelluftrohr und Tertiärluftrohr sind jeweils mit einem
spiralförmigen Einlaufgehäuse und mit separaten Lufteintrittsleitungen verbunden.
Darüber hinaus ist innerhalb des Primärluftrohres ein auf dem Kernluftrohr befestigter
Dralleinsatz vorgesehen, der eine eine gleichmäßige Durchströmung des Primärluftrohres
ergebende Rotationsströmung erzeugt. Gleichzeitig wird der Kohlenstaub innerhalb des
Gemischstromes am äußeren Umfang des Primärluftrohres angereichert; bei Austritt aus
dem Primärluftrohr wird durch einen dort angeordneten Ring die Kohlenstaubkonzentration
im Randbereich aufgerissen, wodurch Rezirkulationswirbel erzeugt werden. Diese Rezirkulationswirbel
sorgen für eine beschleunigte Aufheizung des Kohlenstaubes und eine ausreichende Durchmischung
des Kohlenstaubes mit einem Teil der Mantelluft. Die Kohlenstaubkonzentration an einer
definierten Stelle in der Brennermuffel bewirkt das Auftreten eines partiell sehr
starken Luftmangels der örtlich und zeitlich mit der Ausgangsphase des Kohlenstaubs
einhergeht. Dem Primärluftrohr ist ein rechtwinkliger Einlaufkrümmer vorgeschaltet.
[0005] Nachteilig ist, daß für die Veränderung der Kohlenstaubverteilung im Primärluftrohr
ein im Primärluftstrom angeordneter Dralleinsatzes erforderlich ist.
[0006] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren der gattungsgemäßen
Art anzugeben, bei dem die Brenneroptimierung hinsichtlich der Verminderung der Bildung
von Stickoxiden weiter verbessert wird.
[0007] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß vor dem Aufreißen der Kohlenstaubkonzentration
im Randbereich die Strömungsgeschwindigkeit der Primärluft verändert wird.
[0008] Die Veränderung der Strömungsgeschwindigkeit kann durch Einziehung des Querschnitts
erfolgen, wodurch der Kohlenstaub aufkonzentriert, beschleunigt und in Richtung des
sich in der Primärverbrennungszone ausbildenden inneren Rezirkulationsgebiet abgelenkt
wird. Durch Aufreißen der Kohlenstaubkonzentration im Randbereich wird Feinstaub aus
der aufkonzentrierten Staubströmung nach außen transportiert und in den Mantelluftstrom
eingemischt.
[0009] Andererseits kann der Strömungsquerschnitt erweitert werden, wodurch die Gasströmung
verlangsamt wird. Gleichzeitig tritt die Separierung von Feinstaub ein, da dieser
der Erweiterung am schnellsten folgt. Durch das Aufreißen der Kohlenstaubkonzentration
im Randbereich, bei der es sich in erster Linie um Feinkohlenstaub handelt, erfolgt
eine Verwirbelung, Transport des Feinstaubs nach außen und schnelle Einmischung des
Feinstaubs in die Mantelluft. Die Verfahrensführung mit erweitertem Strömungsquerschnitt
wird bevorzugt.
[0010] Die Stufenluft kann in einem Ringstrahl oder in Einzelstrahlen zugeführt werden.
Durch die Auftrennung der Stufenluft in Einzelstrahlen ist kann eine größere Eindringtiefe
erreicht werden und zwischen die Einzelstrahlen kann Rauchgas aus dem Feuerraum in
die Flamme eintreten.
[0011] Der Austrittsbereich des Mantelluftrohrs wird vorzugsweise gekühlt, um Anbackungen
von Schlacke zu vermeiden.
[0012] Die Erfindung richtet sich auch auf einen Brenner der im Anspruch 6 genannten Art,
sowie auf von diesem abhängige Unteransprüche 7 bis 13.
[0013] Weiterhin richtet sich die vorliegende Erfindung auf einen Brenner gemäß Oberbegriff
des Anspruches 14, dessen Hauptziel eine einfache gleichmäßige Beaufschlagung des
Primärluftrohrs mit dem Brennstoff-Luftgemisch ist, um auch hierdurch die Bildung
von Stickoxiden zu verringern, indem der Kohlenstaub gleichmäßig in die Flamme eingetragen
wird.
[0014] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Kennzeichens des Anspruches 14 gelöst.
Diese Merkmale können mit besonderem Vorteil bei einem Brenner nach mindestens einem
der Ansprüche 6-13 eingesetzt werden, da dem Flammenhalter Primärluft mit besonders
gleichmäßig verteiltem Kohlenstaub zugeführt werden kann. Die Unteransprüche 15-16
betreffen vorteilhafte Ausgestaltungen des Brenners nach Anspruch 14.
[0015] Verschiedene Ausführungsformen der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt
und werden im folgenden näher erläutert.
[0016] Es zeigt:
- Fig. 1
- einen Längsschnitt durch eine erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Brenners,
wobei am Kohlenstaubaustritt eine Einziehung vorgesehen ist,
- Fig. 2
- einen Teilschnitt durch den Brennerkopf gemäß Fig. 1 zur Darstellung der sich ausbildenden
Kohlenstaubsträhne und der Gasströmung, wobei die Anströmung von unten erfolgt,
- Fig. 3
- eine Darstellung vergleichbar Fig. 2, wobei die Anströmung von oben erfolgt,
- Fig. 4
- eine perspektivische Teildarstellung des Brennerkopfes zur Erläuterung der Anordnung
eines am Eintrittsende des Primärluftrohrs angeordneten Strähnenbrechers in "gläserner
Darstellung",
- Fig. 5
- eine vergrößerte Teildarstellung des Flammenhalters gemäß Fig. 1,
- Fig. 6
- eine Teilaufsicht von rechts auf den Brenner gemäß Fig. 1
- Fig. 7
- eine weitere Ausführungsform des Flammenhalters,
- Fig. 8
- eine Abwicklung längs der Linie VIII-VIII in Fig. 1 zur Darstellung der Lage der Stufenluftdüsen
und ihres Aufbaus in Form zweier Teilkanäle,
- Fig. 9
- eine Teildarstellung vergleichbar Fig. 6 und zur Erläuterung der Einstellagen der
Einzeldüsen,
- Fig.10
- einen Längsschnitt durch das Austrittsende einer in einem Führungsrohr drehbar gelagerten
Stufenluftdüse,
- Fig.11
- eine Aufsicht auf das Düsenende gemäß Fig. 10 in Blickrichtung der Pfeile XI-IX in
der Fig. 10,
- Fig.12
- eine Aufsicht auf das Austrittsende der Düse gemäß Fig. 10,
- Fig.13
- ein Schaltbild zur Darstellung der Primärluftströmung, Mantelluftströmung (Sekundärluftströmung)
und Stufenluftströmung (Tertiärluftströmung) und
- Fig.14
- zwei weitere Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Brenners, bei denen die Stufenluft
als Ringstrahl zugeführt wird und der Austrittsbereich des Stufenluftrohrs gekühlt
wird.
[0017] Die Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Brenners. In der Brennerlängsachse ist eine Ölzündlanze 1 vorgesehen, die innerhalb
eines Kernluftrohres 2 angeordnet ist. In der Figur ist schematisch der Flammenkegel
3 der Ölzündflamme angedeutet. Das Kernluftrohr ist an seinem hinteren Ende durch
eine Platte 2a verschlossen, die von der Öllanze durchsetzt ist, und weist in der
Nähe seines hinteren Endes eine seitliche Öffnung 2b auf. Weiterhin ist das Kernluftrohr
axial verschieblich -wie durch den Pfeil P angedeutet- in einem Führungsrohr 4 gelagert.
Rechtwinklig zum Führungsrohr 4 ist mit diesem ein Kernluftzuführungsrohr 5 verbunden.
Der Austrittsöffnung des Kernluftzuführungsrohres 5 ist die seitliche Öffnung 2b des
Kernluftrohres 2 zugeordnet und mit einer entsprechenden axialen Öffnungsweite versehen
derart, daß bei Verschiebung des Kernluftrohres die über das Kernluftzuführungsrohr
herangeführte Luft ungehindert in das Kernluftrohr eintreten kann.
[0018] Der vordere Abschnitt des Kernluftrohres ist unter Bildung eines zylindrischen Ringkanals
von einem Primärluftrohr 6 umgeben, dessen Austrittsöffnung gegenüber der Austrittsöffnung
des Kernluftrohres zurückversetzt ist.
[0019] Das Kernluftrohr wird auf folgende Weise mit einem Kohlenstaub-Gas-Gemisch beaufschlagt.
Das von einer nicht gezeigten Kohlenmahlanlage oder Kohlenstaubquelle herangeführte
Kohlenstaub-Gas-Gemisch wird einem dem Brenner vorgeschalteten Umlenkkrümmer 7 zugeführt,
in dem eine Aufkonzentrierung des Kohlenstaubs K an der dem Feuerraum zugewandten
Seite des Krümmers erzwungen wird. Der Umlenkkrümmer 7 ist vorzugsweise ein stetig
gekrümmerter Krümmer. Wie die Figuren 2 und 3 zeigen, erfolgt diese zwangsweise Aufkonzentration
unabhängig davon, ob die Anströmung von unten (Fig. 2) oder von oben (Fig. 3) erfolgt.
Auf den Krümmer 7 folgt eine als Verzögerungskanal dienende Kanalerweiterung 8, die
bei der gezeigten Ausführungsform ein Kanal mit rechteckigem Querschnitt ist, d. h.
es erfolgt hier ein erweiternder Übergang von einer Leitung mit rundem Querschnitt
auf eine Leitung mit rechteckigem Querschnitt. In dem Verzögerungskanal wird die Strömungsgeschwindigkeit
des Gases von z. B. 23 m/s auf 12 m/s reduziert, wodurch sich die Kohlenstaubgeschwindikeit
ebenfalls verringert. Neben der Verlangsamung der Strömung wird in dem Verzögerungskanal
8 eine zumindest teilweise Entmischung des Kohlenstaub-Gas-Gemisches erreicht, wie
dies in den Fig. 2 und 3 durch den Kohlenstaub K und die Gasströmung G schematisch
dargestellt ist. Bei senkrechter Anströmung von unten oder oben kann die Ausbildung
der Staubsträhne K durch eine entsprechende geometrische Gestaltung des Eintritts
der Kohlenstaubleitung in den Verzögerungskanal festgelegt werden.
[0020] Die bereits verlangsamte Kohlenstaubsträhne K trifft am Ende des Verzögerungskanals
8 auf einen Strähnenbrecher 9. Der Strähnenbrecher 9 besteht aus einer Vielzahl von
stabförmigen Brechelementen 10, die längs eines vorgegebenen Kreissektors der Eintrittsöffnung
11a einer venturiartigen Eintrittsbaugruppe 11 vorgeschaltet sind und sich im wesentlichen
parallel zur Brennerachse erstrecken. Bei der in der Fig. 4 gezeigten Ausführungsform
bestehen die Brecherelemente aus auf Abstand angeordneten Quadern. Bei Verschleiß
können die Brechelemente leicht ausgetauscht werden.
[0021] Die Eintrittsbaugruppe 11 umgibt das dem Feuerraum zugewandte Ende des Führungsrohres
4 unter Ausbildung eines Ringkanals. Die an der Rückwand des Verzögerungskanals anliegende
Gasströmung wird durch eine sich vorzugsweise unter einem Winkel von 45° erstreckende
und von dem Führungsrohr 4 durchsetzte Schließplatte 12 in die kreisringsartige Eintrittsöffnung
der Eintrittsbaugruppe 11 umgelenkt und trifft im Winkel von nahezu 90° auf die verzögerte
und durch den Strähnenbrecher aufgelöste Staubströmung. Dadurch wird eine gleichmäßige
Verteilung des Kohlenstaubs über den Ringquerschnitt erreicht. Durch die venturiartige
Ausgestaltung der Eintrittsbaugruppe 11 wird eine Beschleunigung der Gasströmung parallel
zur Brennerachse erreicht. Durch die am Austritt der Venturibaugruppe entstehende
Wirbelbildung werden am Umfang eventuell vorhandene lokale Kohlenstaubsträhnen aufgelöst,
wodurch Kohlenstaub und Gas gemischt werden. Die Einschnürung des freien Querschnitts
in der Eintrittsbaugruppe kann zwischen 10 - 70 % liegen. Gleichzeitig wird die Gasströmung
gestaut, wodurch eine weitere Vergleichmäßigung erzielt wird.
[0022] Wie insbesondere aus den Figuren 1 - 4 ersichtlich ist, stellen die Schließplatte
12 zusammen mit den zugeordneten Seitenwänden 13 und 14, sowie der die Brechelemente
10 tragende Stirnwand 15 zusammen mit der Eintrittsbaugruppe 11 eine Baueinheit dar,
die mit der vom Feuerraum abgewandten Seitenwand 16a eines Luftkastens 16 durch eine
Schraubverbindung 17 verbunden ist. Die Bauteile 12, 13, 14 und 15 bilden einen Eintrittskrümmer.
Nach Aufbau der Verbindung ragt die Eintrittsbaugruppe 11 in das Primärluftrohr 6
hinein, das mit der Seitenwand 16a verschweißt ist.
[0023] Für die Primärflamme wird eine heiße, stark unterstöchiometrische kompakte Primärverbrennungszone
mit möglichst vollständiger Pyrolyse des Brennstoffes und interner Brennstoffstufung
angestrebt. In der Primärflamme soll eine Luftzahl von 0,4 - 0,6 realisiert werden.
Hierzu wird am Staubaustrittsende des Primärluftrohres 6 eine solche Gestaltung angestrebt,
daß zum einen eine Stufung des Brennstoffeintrags in die Primärflamme erreicht wird
und zum anderen eine stabile und schnelle Zündung des Kohlenstaubs unterstützt wird.
Hierzu wird angestrebt, den Feinstaub am äußeren Umfang des Staubaustritts zu konzentrieren
und zu verlangsamen, um eine schnelle Vermischung mit der Mantelluft zu gewährleisten,
die über ein Mantelluftrohr zugeführt wird, das konzentrisch unter Bildung eines zylindrischen
Ringkanals das Primärluftrohr 6 umgibt. Für die gröbere Fraktion ist es erforderlich,
diese mit höheren Geschwindigkeiten in die innere Rezirkulationszone der sich bildenden
Primärflamme zu transportieren. Es ist also anzustreben, daß beim Eintritt der Staubströmung
in die innere Rezirkulationszone der Flamme eine Querstromsichtung des Kohlenstaubs
erfolgt, so daß die feineren Partikel relativ schnell in die Verbrennungszone abgelenkt
und die gröbsten Partikel am weitesten in das Rezirkulationsgebiet eindringen. Auf
diese Weise kann gewährleistet werden, daß mit steigender Partikelgröße eine längere
Zeitspanne für die Aufheizung und Pyrolyse vorhanden ist und ein verzögerter kontinuierlicher
Brennstoffeintrag in die Primärflamme erfolgt.
[0024] Um diese Ziele zu erreichen, ist bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 dem Austrittsende
des Primärluftrohrs 6 ein Flammenhalter 19 zugeordnet, dessen dem Feuerraum zugewandtes
Ende in der Fig. 5 in vergrößertem Maßstab dargestellt ist. Dieser Flammenhalter besteht
aus einem rohrartigen Kanal 20 mit einem geradzylindrischen Abschnitt 20a, einem sich
konisch verjüngenden Abschnitt 20b und einem sich konisch erweiternden Abschnitt 20c.
Der Kanal übergreift mit seinem geradzylindrischen Ende 20a die freie Kante des Primärluftrohres
und ist mittels sich radial erstreckender Stege 21 auf dem Ende des Kernluftrohres
2 abgestützt, so daß sich bei Verschiebung des Kernluftrohres 2 der Flammenhalter
19 in entsprechender Weise verschiebt (vergl. Fig. 1 und 6). Im Bereich der durch
die Abschnitte 20b und 20c gegebenen Einziehung des Kanals 20 sind Versperrungszähne
22 vorgesehen, die in die Primärströmung vorragen und in gleichmäßiger Umfangsverteilung
angeordnet sind. Anstelle einzelner Versperrungszähne kann auch ein gezahnter Versperrungsring
vorgesehen sein. Durch die Einziehung des Querschnitts des Kanals 20 wird der Kohlenstaub
in dem Kohlenstaub-Gas-Gemisch aufkonzentriert, beschleunigt und in Richtung des inneren
Rezirkulationsgebietes der sich an der Brennermündung bildenden Flamme abgelenkt.
Die Versperrungszähne im Bereich des engsten Querschnittes bewirken eine Verwirbelung
der Strömung im äußeren Bereich, wodurch vor allem Feinstaub aus der aufkonzentrierten
Strömung ausgetragen und nach außen abtransportiert wird. Die Verwirbelung der Strömung
begünstigt außerdem eine Einmischung des Feinstaubs in den Mantelluftstrom. Der beschleunigte
und nach innen abgelenkte gröbere Staub gelangt in die innere Rezirkulationszone,
wo eine Querstromsichtung des Kohlenstaubes durch die Rezirkulationsströmung erfolgt.
Der Brennstoffeintrag in die Primärflamme wird somit mehrfach gestuft.
[0025] Durch eine Änderung der Position des Flammenhalters 19 durch Verschiebung des Kernluftrohres
2 relativ zum Kohlenstaubrohr 6 kann eine Optimierung zwischen Umlenkung nach innen
und Beschleunigung des Kohlenstaubs erfolgen.
[0026] In der Fig. 7 ist eine andere Möglichkeit für die Ausgestaltung des Kanals eines
Flammenhalters dargestellt. Der dortige Kanal 23 weist einen geradzylindrischen Abschnitt
23a und einen sich daran anschließenden sich konisch erweiterenden Abschnitt 23b auf.
Nahe dem Austrittsende des sich erweiterenden Abschnittes 23b sind Versperrungszähne
24, vergleichbar den Versperrungszähnen 22, ausgebildet. Es soll darauf hingewiesen
werden, daß unter Umständen nicht getrennte Versperrungszähne erforderlich sind, sondern
daß unter Umständen auch ein durchgehender Versperrungsring ausreicht.
[0027] Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 7 erfolgt durch die Erweiterung des Staubquerschnitts
im Kanalabschnitt 23b eine Verlangsamung der Gasströmung und es entsteht ein Geschwindigkeitsprofil
mit einer außenliegenden langsameren und einer innenliegenden schnelleren Strömung.
Gleichzeitig tritt eine Separierung von Feinstaub ein, da dieser der Erweiterung am
schnellsten folgt, d. h. die Kohlenkonzentration wird in dem dem Kernluftrohr benachbarten
Bereich höher sein als in der äußeren langsameren Strömung, da die gröberen Kohleteilchen
ihre Strömungsrichtung beibehalten werden. Die Versperrungszähne 24 bewirken eine
weitere Verlangsamung des Staubs im äußeren Bereich des Kohlenstaubquerschnitts und
eine Verwirbelung der Strömung, die den Transport des Feinstaubs nach außen und somit
seine schnelle Einmischung in die Mantelluft begünstigt. Der gröbere Staub wird durch
die verzögerte Strömung nur vergleichsweise wenig abgebremst. Er gelangt mit relativ
hoher Geschwindigkeit in das innere Rezirkulationsgebiet, wo eine Querstromsichtung
des gröberen Staubes erfolgt. Insgesamt wird also auch bei dieser Ausführungsform
eine mehrfache Stufung des Brennstoffes in der Primärflamme erreicht. Die Erweiterung
des Kohlenstaubquerschnittes bewirkt außerdem eine strömungsdynamische Trennung der
Mantelluft von der Hauptströmung des Kohlenstaubes, wodurch ein gestufter Brennstoffeintrag
in die Primärflamme ebenfalls begünstigt wird.
[0028] In einem zum Einströmende hin sich erweiternden Abschnitt des Mantelluftrohrs 18
ist eine Einrichtung zur Beeinflussung des Dralls in Form von drehbar gelagerten axialen
Drallklappen 25 angeordnet, die über ein Gestänge 26 und einen Stellantrieb von außen
verstellbar sind. Durch diese axialen Drallklappen wird der Mantelluft ein Drall von
einstellbarer Größe aufgezwungen.
[0029] An das dem Feuerraum zugewandte Ende des Mantelluftrohres 18 schließt sich eine aus
einer Keramikmasse aufgebaute Muffel 27 an, die sich mit einer S-förmigen Gestaltung
ihrer Innenfläche zum Feuerraum hin erweitert. Diese Muffelform kombiniert mit der
entsprechenden Gestaltung des Kohlenstaubaustritts und einer starken Verdrallung der
Mantelluft mit Hilfe der Drallklappen 25 garantiert eine schnelle intensive Zündung.
Durch eine hohe Umfangsgeschwindigkeit der Mantelluft und einer entsprechende Gestaltung
des Staubaustrittsquerschnittes wird eine schnelle Einmischung von Feinstaub in die
Mantelluft realisiert. Die insbesondere aus der Fig. 1 ersichtliche S-Form der Muffel
verhindert auch bei hoher Drallintensität der Mantelluft ein Aufreißen der Primärflamme.
Die S-Form läuft zum Feuerraum so aus, daß eine Abströmung der Mantelluft mit einer
nahezu zur Brennerachse parallelen Strömungskomponente erfolgen kann. Damit werden
eine kompakte Primärflamme, eine kleinere, aber intensivere (höhere Rückströmgeschwindigkeit)
interne Rezirkulationszone und eine stärkere äußere Rezirkulation des Rauchgases durch
die Gassen zwischen den nachstehend zu erläuternden Stufenluftdüsen 28 erreicht. Wie
bereits erwähnt, sind zur Steuerung des Ablaufs der Verbrennung in der Primärflamme
das Kernluftrohr 6 und der Flammenhalter 19 und damit der Staubaustrittsquerschnitt
axial verschiebbar. Über die Verschiebung des inneren Austrittsquerschnitts können
bei entsprechender Gestaltung des Kohlenstaubaustrittsquerschnitts die Austrittsgeschwindigkeit
der Mantelluft sowie Ort und Geschwindigkeit der Einmischung des Kohlenstaubs in die
Mantelluft beeinflußt werden. Damit sind Ort und Intenstität der Zündung, sowie der
Stufung des Brennstoffes innerhalb der Primärflamme einstellbar. Neben der Möglichkeit,
einen bestimmten Verbrennungsverlauf in der Primärflamme zu steuern, kann mit der
Verschiebung des Kohlenstaubaustrittsquerschnitts sehr gut auf verschiedenste Kohlequalitäten
bezüglich Zündung und Abbrandverhalten reagiert werden.
[0030] Unter Bezugnahme auf die Figuren 1, 6 und 8 - 12 soll nun die Sekundärverbrennung
beschrieben werden.
[0031] Im Sekundärverbrennungsgebiet soll bei einer Feuerung mit Ausbrandluft eine Luftzahl
0,9 - 1,05 und bei einer Feuerung ohne Ausbrandluft eine Luftzahl von 1,1 - 1,3 erreicht
werden.
[0032] Um eine Sekundärverbrennung zu erreichen, ist um die Brennermuffel 27 herum ein Kranz
aus einer Vielzahl von Stufenluftdüsen 28 vorgesehen, wobei die Stufenluftdüsen in
die die Muffel 27 bildende Keramikmasse KM eingebettet sind. Vorzugsweise sind acht
auf Abstand angeordnete Stufenluftdüsen 28 vorgesehen. Die Anordnung der Stufenluftdüsen
28 soll einerseits eine ausreichende äußere Rezirkulation zur Primärflamme ermöglichen
und den Sauerstoff ausreichend lange von der Primärflamme fernhalten, andererseits
soll die Primärflamme sicher in eine sauerstoffreiche Casströmung eingeschlossen werden.
Durch die Nutzung von Einzeldüsen im Vergleich zu einer die Muffel umgebenden Ringdüse
soll eine hohe Eindringtiefe der sauerstoffreichen Gasströmung erreicht werden. Wie
aus den Figuren, insbesondere Fig. 9, ableitbar ist, sind die Düsen 28 zunächst mit
einem von der Brennerachse nach außen gerichteten Anstellwinkel angeordnet, um eine
direkte schnelle Einmischung der Stufenluft in die sich bildende Primärflamme zu vermeiden.
In den Figuren sind die Luftdüsen 28 alle mit demselben nach außen gerichteten Anstellwinkel
dargestellt. Es ist jedoch auch möglich, den Düsen differenzierte axiale Anstellwinkel
zuzuordnen und somit eine Mehrfachluftstufung innerhalb der Flamme zu erzielen.
[0033] Wie insbesondere aus der Fig. 9 in Zusammenschau mit den Fig. 1 und 8 ersichtlich
ist, weisen die Stufenluftdüsen 28 nicht nur einen radial nach außen gerichteten Anstellwinkel
auf, sondern auch gleichzeitig eine tangentiale Anstellung, d. h. sie erstrecken sich
so, daß die Düsenachse die Brennerachse nicht schneidet. Damit wird der Stufenluftströmung
ein Drall aufgeprägt, so daß es zu einer Ausbildung einer zur Muffel 27 konzentrischen
"pneumatischen Muffel" kommt. Vorzugsweise wird der Stufenluftströmung ein Drall aufgeprägt,
der gleichsinnig mit dem der Mantelluftströmung durch die Drallklappen 25 aufgeprägten
Drall ist. Auf diese Weise wird die Strömung stabilisiert und eine zu schnelle Vermischung
der Stufenluftströmung mit der Strömung der Primärflamme verhindert.
[0034] Die aus den Stufenluftdüsen 28 austretenden Strahlen saugen bei ihrer Abströmung
Rauchgas RG aus der Flammenumgebung an, wodurch der Sauerstoffpartialdruck in der
Sekundärverbrennungszone sinkt und die NO
x-Bildung in diesem Bereich vermindert wird.
[0035] Obwohl die Düsen mit unveränderlichem Abströmwinkel als Stufenluftdüsen eingesetzt
werden können, ist es von Vorteil, wenn Düsen mit veränderlichem Abströmwinkel benutzt
werden. Um dies zu erreichen, werden Zweikanaldüsen eingesetzt, deren Bauart insbesondere
aus den Fig. 10 - 12 ablesbar ist.
[0036] Die Zweikanaldüse 28 weist einen geradzylindrischen Abschnitt 28a auf, in dem eine
Trennwand 29 angeordnet ist. Entsprechend der gewünschten Strömungsverteilung muß
die Trennwand nicht mittig angeordnet sein, sondern kann aus einer Radialebene heraus
versetzt angeordnet sein. Die Trennwand 29 endet mit Abstand von einer gegenüber der
Düsenachse A geneigten Austrittsöffnung 30. Durch geeignete Ausschnitte aus einem
Rohr wird die Austrittsöffnung 30 durch verbleibende Rohrabschnitte 28b und 28c sowie
durch eine unter einem ersten Winkel gegenüber der Achse A geneigte Deckplatte 31
und durch eine gegenüber einem anderen vorgegebenen Winkel bezüglich der Achse A geneigte
Deckplatte 32 begrenzt.
[0037] Die Winkel der Deckplatten 31 bzw. 32 bestimmen die möglichen Austrittswinkel, mit
denen ein Gasstrom aus der Austrittsöffnung 30 austreten kann.
[0038] Durch volumetrische unterschiedliche Beaufschlagung der durch die Trennwand 29 bestimmten
Kanäle 33 bzw. 34 mit Stufenluft kann ein unterschiedlicher Austrittswinkel bezüglich
der Achse A erreicht werden. Es kann z. B. möglich sein, daß bei Beaufschlagung der
Kanäle 33 und 34 mit jeweils 50% der Stufenluft der Stufenluftstrahl parallel zur
Deckplatte 31 austritt bzw. daß bei Beaufschlagung des Kanals 33 mit 10% der Stufenluft
und des Kanals 34 mit 90% der Stufenluft der Düse 28 der Strahl parallel zur Deckplatte
32 austritt.
[0039] Zur unterschiedlichen Beaufschlagung der beiden Kanäle 33 und 34 ist wie aus der
Fig. 1 ersichtlich vorgesehen, daß in dem Luftkasten 16 zusätzlich zur Seitenwand
16a und der rechts dargestellten Seitenwand 35 im Luftkasten 16 noch zwei Innenwände
36 und 37 vorgesehen sind. Die Innenwandung 36 trennt die Stufenluft gegenüber der
Mantelluft und die Innenwandung 37 trennt die Stufenluft in zwei Teilströme auf. Der
Raum zwischen den Trennwänden 36 und 37 ist über den Raum zwischen den Trennwänden
37 und 35 durchsetzende Kanalabschnitte 38 mit den Teilkanälen 34 der Stufenluftdüsen
28 verbunden, während die Teilkanäle 33 direkt mit dem Raum zwischen der Seitenwand
35 und der Trennwand 37 verbunden sind. Die Beaufschlagung der Kanäle 33 und 34 mit
unterschiedlichen Luftströmungen wird durch Einstellung der in die Räume zwischen
der Trennwand 36 und 37 bzw. 37 und 35 eintretenden Luft mittels Regelklappen 39 bzw.
40 ermöglicht. Bezüglich der Fig. 8 ist anzumerken, daß diese eine Abwicklung längs
der Linie VIII-VIII in der Fig. 1 darstellt, während die Fig. 1 einen Schnitt längs
der Linie I-I in der Fig. 8 darstellt.
[0040] Die vorstehend beschriebene Beaufschlagung der Teilkanäle 34 erfolgt über starr mit
ihnen verbundene Kanäle 38.
[0041] Eine andere Verbindungskonfiguration ist erforderlich, wenn die Stufenluftdüsen 28
jeweils einzeln zumindest über einen Teilbereich drehbar angeordnet sind. Zu diesem
Zwecke wird die einzelne Düse in einem Führungsrohr 39 drehbar gelagert. Bei einer
solchen Anordnung wäre sowohl der tangentiale als auch der radiale Anströmwinkel einstellbar
und somit eine besonders gute Optimierung der Luftstufung am Brenner erreichbar. Die
Beaufschlagung der Teilkanäle 33 und 34 wäre jedoch komplizierter.
[0042] Es ist auch vorgesehen, daß einzelne Stufenluftdüsen absperrbar sind, um die erforderlichen
Austrittsgeschwindigkeiten der Stufenluft auch im Teillastbetrieb realisieren zu können.
[0043] Es ist selbstverständlich, daß die Menge an Primärluft, Kernluft und Mantelluft ebenfalls
geregelt werden kann. In der Fig.13 sind Regelklappen 41, 42 und 43 dargestellt, die
ein Schema der dem Brenner von einem Gebläse 44 zugeführten Luftströme und des von
einer Kohlenmühle 45 zugeführten Brennstoffs zeigt. Die Regelklappe 41 regelt die
Mantelluft und die Stufenluft stromauf der Regelklappen 39 und 40 gleichzeitig. Die
Regelklappe 42 regelt die über ein Druckerhöhungsgebläse 42a herangeführte Primärluft
und die Regelklappe 43 die Kernluft, soweit das Kernluftrohr beaufschlagt werden muß.
[0044] Wie aus der Fig. 1 ersichtlich, ist die Muffel 27 in einen in den Wasserdampfkreislauf
eines Dampferzeugers eingebundenen Rohrleitungskorb 46 ausgebildet, der mit der Wandberohrung
47 des Feuerraums in Verbindung steht, in den Brenner hineinbrennt. Im Bereich der
Muffel ist weiterhin eine Isolierung 48 vorgesehen.
[0045] In der Fig. 14 sind zwei weitere Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Brenners
dargestellt. Soweit als möglich sind die Bezugszeichen aus der Fig. 1 übernommen worden.
[0046] Im Unterschied zu Fig. 1 ist das Kernluftrohr 2 nicht axial verschieblich angeordnet.
Vielmehr ist die Ölzündlanze 1 mit einem an ihrem vorderen Ende angeordneten Führungszylinder
1a und Drallkranz 1b axial verschieblich, wie dies durch den Doppelpfeil angedeutet
ist. Weiterhin ist die Eintrittsbaugruppe 11 nicht venturiartig ausgebildet, sondern
wird von einem Geradrohr 11' mit Befestigungsflansch gebildet. Der Durchmesser des
Geradrohrs 11' entspricht im wesentlichen dem Durchmesser des Primärluftrohrs 6 und
stellt somit eine Verlängerung des Primärluftrohrs dar.
[0047] Bei dem Brenner gemäß Fig. 14 kommt ein Flammenhalter 19 zum Einsatz, dessen Kanal
23 gemäß Fig. 7 ausgebildet ist. Der geradzylindrische Abschnitt 23a übergreift das
Austrittsende des Primärluftrohrs 6, ist jedoch nicht wie bei der Ausführungsform
gemäß Fig. 1 über Stege mit dem Kernluftrohr 2 verbunden, sondern ist über mindestens
eine schematisch dargestellte Betätigungsstange 23c axial in Richtung des Doppelpfeils
verschieblich.
[0048] Hinsichtlich der Ausbildung des Mantelluftrohrs 18 sind in der unteren und Oberen
Hälfte der Fig. 14 unterschiedliche Ausführungsformen dargestellt. In der oberen Hälfte
der Fig. 14 ist eine Ausführungsform dargestellt, bei der das Mantelluftrohr 18 als
doppelwandiges Luftrohr mit Wänden 18a und 18b ausgebildet ist. Der von den Wänden
begrenzte Ringraum wird über einen in dem Luftkasten 16 angeordneten Kanal 49 geregelt
durch eine Stellklappe 50 mit Luft beaufschlagt, die aus dem Ringspalt am vorderen
Ende des doppelwandigen Mantelluftrohrs in den Feuerraum austreten kann. Im Austrittsbereich
ist der Doppelmantel in Längsrichtung mit im wesentlichen S-förmigem Querschnitt ausgebildet.
[0049] Bei der in der unteren Hälfte der Fig. 14 dargestellten Ausführungsform ist das Mantelluftrohr
in seinem Austrittsbereich mit einer Kühlwicklung 51 versehen, die von einem Kühlmedium
52 durchströmt wird. Auch hier ist der Querschnitt des Austrittsbereichs in Längsrichtung
im wesentlichen S-förmig ausgebildet. Durch Kühlung mittels in den Feuerraum einströmender
Luft bzw. des Kühlmediums wird ein Verschmutzen im Austrittsströmbereich des Mantelluftrohrs
weitgehend vermieden.
[0050] Im Unterschied zur Ausführungsform gemäß Fig. 1 tritt die Stufenluft nicht in Einzelstrahlen,
sondern in einem die Mantelluft umgebenden Ringstrahl in den Feuerraum aus. Hierfür
ist das Mantelluftrohr 18 von einem Stufenluftrohr 53 umgeben, an das sich die aus
Keramikmasse aufgebaute Brennermuffel 27 anschließt. Im Eintrittsbereich des Stufenluftrohrs
53 ist eine verstellbare Dralleinrichtung 54 vorgesehen, die die von einem in dem
Luftkasten 16 angeordneten Kanal 55 mit Regelklappe 56 zugeführte Luft verdrallt.
[0051] Es soll festgehalten werden, daß bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 auf die venturiartige
Ausgestaltung der Eintrittsbaugruppe 11 verzichtet werden kann. Auch kann bei der
Ausführungsform gemäß Fig. 1 auf die Verschiebbarkeit des Kernluftrohrs 2 verzichtet
werden, wenn der Flammenhalter 19 wie bei der Ausführungsform gemäß Fig. 14 alleine
verschiebbar angeordnet wird.
1. Verfahren zur Verbrennung von staubförmigem Brennstoff, insbesondere Kohle, mittels
eines Brenners mit einem ein Gemisch aus Luft und Brennstoff (Primärluft) führenden
Primärluftrohr und einem Mantelluft führenden und das Primärluftrohr umgebenden Mantelluftrohr,
bei dem die Primärluft und verdrallte Mantelluft in eine Brennermuffel unter Bildung
einer Primärverbrennungszone mit internem Rezirkulationsgebiet austreten, bei dem
beim Austritt der Primärluft die Kohlenstaubkonzentration im Randbereich des Primärluftrohrs
unter Erzeugung von Wirbeln aufgerissen wird und bei dem verdrallte Stufenluft der
Primärflamme zugeführt wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß vor dem Aufreißen der Kohlenstaubkonzentration im Randbereich die Strömungsgeschwindigkeit
der Primärluft verändert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Veränderung der Strömungsgeschwindigkeit durch Einziehen des Strömungsquerschnitts
oder durch Erweiterung des Strömungsquerschnitts erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stufenluft in einem die Primärverbrennungszone umgebenden Kranz von Einzelstrahlen
zugeführt wird derart, daß der Gesamtstufenluft ein Drall aufgeprägt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stufenluft in einem die Primärverbrennungszone umgebenden Ringstrahl zugeführt
wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Austrittsbereich des Mantelluftrohrs gekühlt wird.
6. Brenner zur Verbrennung von staubförmigem Brennstoff, insbesondere Kohle mit einem
ein Gemisch aus Luft und Brennstoff (Primärluft) führenden Primärluftrohr, einem Mantelluft
führenden und das Primärluftrohr umgebenden Mantelluftrohr, und einer Einrichtung
zum Zuführen von verdrallter Stufenluft, wobei dem Austrittsende des Primärluftrohres
ein Flammenhalter mit einer in die Primärluft hineinragenden Versperrung zugeordnet
ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Versperrung (22; 24) des Flammenhalters (19) eine Änderung (20b, 20c, 23b)
des Querschnitts für die Primärluftströmung vorgeschaltet ist.
7. Brenner nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß für die Zufuhr der Stufenluft ein die Brennermuffel umgebender Kranz von Stufenluftdüsen
(28) vorgesehen ist, die zumindest bezüglich der Brennerachse tangential angestellt
sind derart, daß der Stufenluft ein Drall aufgeprägt ist.
8. Brenner nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß für die Zufuhr von Stufenluft ein Ringspalt vorgesehen ist.
9. Brenner nach einem der Ansprüche 6-8,
dadurch gekennzeichnet,
daß innerhalb des Primärluftrohres (6) ein eine Ölzündlanze (1) aufnehmendes Kernluftrohr
(2) angeordnet ist.
10. Brenner nach einem der Ansprüche 6-9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Flammenhalter (19) relativ zum Primärluftrohr (6) verschiebbar angeordnet
ist.
11. Brenner nach mindestens einem der Ansprüche 6-10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Querschnittsveränderung eine Querschnittserweiterung ist (Fig. 7) oder eine
Querschnittsverengung (Fig. 5) ist.
12. Brenner nach mindestens einem der Ansprüche 6-11,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Mantelluftaustritt (27; 18a, 18b; 51) in Richtung der Brennerachse einen im
wesentlichen S-förmigen Querschnitt aufweist derart, daß Mantelluft im wesentlichen
parallel zur Brennerachse in den Austritt einströmt bzw. aus dem Austritt in den Feuerraum
ausströmt.
13. Brenner nach mindestens einem der Ansprüche 6-12,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Mantelluftaustritt (18a, 18b; 51) gekühlt ist.
14. Brenner zum Verbrennen von staubförmigem Brennstoff mindestens mit einem ein Gemisch
aus Luft und Brennstoff (Primärluft) führenden Primärluftrohr und mit einem dem Primärluftrohr
vorgeschalteten Eintrittskrümmer, insbesondere Brenner nach einem der Ansprüche 6-13,
dadurch gekennzeichnet,
daß zusätzlich ein Umlenkkrümmer (7) vorgesehen ist und daß zwischen dem Umlenkkrümmer
(7) und dem Eintrittskrümmer (12, 13, 14, 15) ein in seinem Querschnitt gegenüber
dem Querschnitt des Umlenkkrümmers erweiterter Verzögerungskanal (8) angeordnet ist
und am Ende des Verzögerungskanals (8) im Bereich der sich im Umlenkkrümmer bildenden
und durch den Verzögerungskanal geführten Brennstoffstaubsträhne (K) ein Strähnenbrecher
(9; 10) angeordnet ist und die den Verzögerungskanal durchsetzende Gasströmung (G)
im Eintrittskrümmer so umgelenkt wird, daß die Gasströmung (G) unter einem vorgegebenen
Winkel auf die zumindest in Teilsträhnen gebrochene Brennstoffstaubsträhne (K) auftrifft
und Luft und Kohlenstaub in gleichmäßiger Verteilung in das Primärluftrohr (6) eintreten.
15. Brenner nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß dem Eintritt in das Primärluftrohr (6) eine venturiartig ausgebildetete Versperrung
(11) vorgeschaltet ist.
16. Brenner nach Anspruch 14 oder 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Strähnenbrecher (9) aus einer Vielzahl von auf Abstand und vorzugsweise auf
einem Kreissektor angeordneten stabförmigen Brechelementen (10) besteht.