[0001] Die Erfindung betrifft einen Siebrahmen mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs
1.
[0002] Bekannt sind Siebrahmen aus Stahl und Holz, an denen ein Siebgitter oder ein Siebgeflecht
aus Stahldraht angeschweißt oder angeschraubt ist. Außerdem sind Siebe aus Gummi oder
Polyurethan bekannt, bei denen das Siebgitter und der Siebrahmen einstückig gegossen
ist. Die bekannten Siebrahmen werden in Abmessungen geliefert, die für den Einsatz
in standardisierten Siebmaschinen geeignet sind. Bei den bekannten Siebrahmen ist
nachteilig, daß bei der Verwendung von Sieben, die mit den Siebrahmen einstückig verbunden
sind, der gesamte Rahmen ausgewechselt werden muß, sobald das Sieb die Verschleißgrenze
erreicht hat.
[0003] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, einen Siebrahmen zu schaffen, bei dem die Siebdrähte
im Verschleißfall einfach auszuwechseln sind.
[0004] Diese Aufgabe wird von einem Siebrahmen mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0005] Weil der Rahmen im Bereich seiner Langseiten aus einem gummielastischem Material
gefertigt und mit einer Armierung versehen ist, kann der Siebrahmen bei einem Verschleiß
der Siebdrähte in einfacher Weise neu bespannt werden, so daß der Siebrahmen mehrfach
verwendbar ist.
[0006] Wenn der Siebrahmen auch im Bereich seiner Kurzseiten mit einer Armierung versehen
ist, wird eine bessere Stabilität in Querrichtung erreicht. Zwischen den Langseiten
des Siebrahmens sind vorzugsweise Querstege angeordnet, die die Siebdrähte in der
Querrichtung fixieren. Die Querstege verlaufen vorzugsweise parallel zu den Kurzseiten.
Wenn die Kurzseiten an ihrer Oberseite parallel zu den Langseiten verlaufende Nuten
aufweisen, können die Siebdrähte so in die Kurzseiten eingespannt werden, daß sie
an ihrer Oberseite nicht über die Kurzseiten hinausstehen. Die Nuten in den Kurzseiten
sind vorzugsweise äquidistant verteilt, so daß sich in der Querrichtung ein gleichmäßiger
Abstand zwischen den einzelnen Siebdrähten ergibt.
[0007] Wenn auch die Querstege parallel zu den Langseiten verlaufende Nuten aufweisen, sind
die Siebdrähte auch im Bereich der Querstege gegenüber der Oberseite des Siebrahmens
abgesenkt. Die Querstege weisen vorzugsweise die gleiche Anzahl von Nuten auf wie
die Kurzseiten.
[0008] Eine besonders günstige Ausführungsform des erfindungsgemäßen Siebrahmens ergibt
sich, wenn die Armierung der Langseiten bei flachliegendem Rahmen zu der Oberseite
hin konvex gekrümmt ist. Dann kann nämlich der Siebrahmen von oben gesehen konkav
gebogen werden, so daß die Siebdrähte an den Kurzseiten eingehängt werden können.
Wenn der Siebrahmen danach in seine flache Stellung gebracht wird, was zu einer Spannung
der Siebdrähte führt, setzen die konvex gekrümmten Armierungen der Spannkraft der
Siebdrähte einen Widerstand entgegen, der dazu führt, daß der Rahmen flach liegenbleibt.
[0009] Die Siebrahmen sind an der Unterseite der Kurzseiten vorzugsweise in dem den Querstegen
abgewandten Bereich mit einem Rücksprung versehen, weil dann die eingehängten Siebdrähte
an den Kurzseiten nicht über die Unterseite des Siebrahmens hervorstehen. Wenn die
Tiefe der Nuten in den Kurzseiten oder in den Querstegen größer ist alsdie Breite
der Nuten, die der Dicke des vorgesehenen Siebdrahtes entspricht, kann der Siebdraht
gegen die Oberfläche des Siebrahmens abgesenkt sein. Die Querstege übernehmen dann
eine gewisse Aufgabe beim Auflockern des Siebgutes.
[0010] Die Siebdrähte verlaufen parallel zu den Langseiten, wenn je ein Siebdraht von einer
Nut in der einen Kurzseite zu der entsprechenden Nut der gegenüberliegenden Kurzseite
verläuft, wobei die Siebdrähte mit einer endseitigen Verdickung in die Nut eingehängt
werden. Zum Neubespannen des Siebes ist dann eine Vielzahl von passend konfektionierten
Siebdrähten erforderlich. Eine andere Ausführungsform ergibt sich, wenn ein einziger
fortlaufender Siebdraht von einer der Langseite benachbarten Nut einer ersten Kurzseite
ausgehend zu der gegenüberliegenden Nut der anderen Kurzseite verläuft, also parallel
zu der Langseite, von dort aus zu der unmittelbar benachbarten Nut derselben Kurzseite
geführt wird und von dieser aus zu der ersten Seite zurückverläuft, usw., bis zur
letzten freien Nut. Es wird also ein einziger Siebdraht zwischen den Kurzseiten mehrfach
hin- und hergeführt, so daß letztlich ebenfalls ein Sieb mit mehreren Siebdrähten
entsteht, wobei aber zum neuen Bespannen des Siebrahmens lediglich ein langer, vorkonfektionierter
Siebdraht erforderlich ist.
[0011] Die Tiefe der Nuten im Bereich der Kurzseiten ist vorzugsweise größer als die Tiefe
der Nuten im Bereich der Querstege, weil dann der längs über das Sieb durch die Nuten
gespannte Siebdraht eine im wesentlichen bogenförmige Krümmung erhält. Diese Krümmung
mindert den Verschleiß der Siebdrähte im Bereich der Kurzseiten.
[0012] Es ist außerdem vorteilhaft, wenn die Armierung der Langseiten bei flachliegendem
Rahmen zu der Oberseite hin stärker konvex gekrümmt ist als die Siebdrähte aufgrund
der unterschiedlichen Nutentiefen gebogen sind. Dann ergibt sich bei flachliegendem
Rahmen eine Verspannung deshalb, weil der Zug der Siebdrähte die Armierung in eine
gerade Stellung zu bringen bestrebt ist, die gerade Stellung der Armierung aber nur
über eine Streckung der Siebdrähte erreichbar ist. Beim Bespannen der Siebdrähte kann
bei einer derartigen Konfiguration der Siebrahmen zunächst gebogen sein, wobei seine
Armierung in einer geraden Stellung ist. Sodann können die Siebdrähte durch die Nuten
gespannt werden und der Rahmen kann flachgelegt werden, so daß die Armierung die bogenförmige
Stellung erreicht. Wenn die Krümmungsradien der Armierungen und der Siebdrähte die
oben angegebenen Verhältnisse aufweisen, wird der Siebrahmen flach liegenbleiben,
weil die dargestellten Biegungen einen zu überwindenden Totpunkt darstellen.
[0013] In der Zeichnung sind verschiedene Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Siebrahmens
dargestellt.
[0014] Es zeigen:
- Fig. 1:
- Einen unbespannten, erfindungsgemäßen Siebrahmen;
- Fig. 2:
- einen Querschnitt durch eine Kurzseite eines Siebrahmens;
- Fig. 3:
- einen Querschnitt durch einen Quersteg;
- Fig. 4:
- einen Querschnitt durch einen bespannten Siebrahmen gemäß Figur 1, wobei der Schnitt
durch eine Langseite verläuft;
- Fig. 5:
- einen Schnitt entsprechend Figur 4 mit eingespanntem Siebdraht, wobei der Schnitt
parallel zu den Langseiten im Bereich der Nuten verläuft;
- Fig. 6:
- einen erfindungsgemäßen Siebrahmen mit eingespannten Siebdrähten in nach oben konkav
gebogener Stellung;
- Fig. 7:
- eine Draufsicht auf eine Ecke eines erfindungsgemäßen Siebrahmens; Fig. 8: einen Schnitt
durch den Eckbereich des Siebrahmens gemäß Figur 7 entlang der Linie I-I;
- Fig. 9:
- einen Schnitt durch den Eckbereich des Siebrahmens gemäß Figur 7 entlang der Linie
II-II; sowie
- Fig.10:
- einen Schnitt entsprechend Figur 9, wobei alternative Querschnittsformen für die Nuten
abgebildet sind.
[0015] In der Figur 1 ist ein erfindungsgemäßer Siebrahmen insgesamt mit 1 bezeichnet. Der
Siebrahmen 1 umfaßt zwei gerade Langseiten 2, zwei endseitig zwischen den Langseiten
2 angeordnete und rechtwinklig zu diesen stehende Kurzseiten 3 sowie zwischen den
Kurzseiten parallel zu diesen und rechtwinklig zu den Langseiten 2 verlaufende Querstege
4.
[0016] Der Siebrahmen 1 ist in der in Figur 1 dargestellten Lage plan und rechteckig. Die
Querstreben sind ebenso wie die Kurzseiten 3 an ihrer Oberseite in gleichmäßigem Abstand
parallel zu den Langseiten 2 mit Nuten versehen. Die Nuten sind dafür vorgesehen,
die auf den Siebrahmen 1 aufzuspannenden Siebdrähte aufzunehmen und in Querrichtung,
also in einer Richtung senkrecht zur Längserstreckung der Langseiten 2 zu fixieren.
[0017] In der Figur 2 ist ein Querschnitt durch eine Kurzseite 3 des Siebrahmens 1 dargestellt,
und zwar im Bereich zwischen den Nuten. Die Betrachtungsrichtung der Figur 2 verläuft
in Richtung der Kurzseiten, also auf die Langseite 2 zu. Die Kurzseite 3 ist im Querschnitt
im wesentlichen rechteckig, wobei die Höhe in dem der benachbarten Querstrebe 4 zugewandten
Bereich der Höhe der Langseiten 2 entspricht. In dem Bereich, der den Querstreben
abgewandt ist, ist an der Unterseite des Siebrahmens 1, also den Nuten aus Figur 1
gegenüberliegend, stirnseitig an den Kurzseiten 3 eine Ausnehmung 5 vorgesehen. Die
Ausnehmung 5 ist zur Unterseite des Siebrahmens 1 hin offen und schafft unterhalb
der Kurzseiten 3 einen Freiraum zwischen der Kurzseite 3 und der durch die Unterseite
der Langseiten 2 definierten Ebene. In Richtung der Kurzseiten 3 und rechtwinklig
zu den Langseiten 2 ist in die Kurzseiten eine Armierung 6 eingearbeitet, die die
Kurzseiten stabilisiert. Im übrigen sind die Kurzseiten 3 aus einem gummielastischen
Material gefertigt. Ein Siebdraht 7 ist durch eine in Figur 2 nicht sichtbare Nut
der Kurzseite 3 geführt und verläuft mit seinem dem Inneren des Siebrahmens zugewandten
Ende parallel zu den Langseiten 2. Im Bereich der Kurzseiten ist der Siebdraht 7 nach
unten in die Ausnehmung 5 geführt, wo er rechtwinklig abgewinkelt ist und aus der
Betrachtungsebene heraus weitergeführt ist.
[0018] In der Figur 3 ist ein Quersteg 4 im Querschnitt dargestellt, der im rechten Winkel
zu einer Langseite 2 angeordnet ist. Der Querschnitt verläuft wie in der Figur 2 in
einem Bereich, in dem keine Nut vorgesehen ist. Der Quersteg 4 ist in seinem Inneren
ebenfalls mit einer Armierung 6 versehen, die von gummielastischem Material umgeben
ist. Durch eine nicht erkennbare Nut ist auch hier der Siebdraht 7 parallel zu der
Langseite weitergeführt.
[0019] In der Figur 4 ist ein Längsschnitt durch einen erfindungsgemäßen Siebrahmen im Bereich
der Langseite und parallel zu der Langseite gezeigt. In die Langseite 2 ist eine Armierung
10 eingearbeitet, die die Langseite 2 in ihrer Längsrichtung auf Druckbelastung stabilisiert.
Die Armierung 10 ist geringfügig kürzer als der Abstand zwischen den beiden Ausnehmungen
5 in den Kurzseiten 3 des Siebrahmens. Die Armierung 10 liegt bei der Ausführungsform
gemäß Figur 4 auf den Armierungen 6 der Kurzseiten 3 auf und ist zwischen den Kurzseiten
bogenförmig über die Armierungen 6 der Querstege hinweggeführt. Die Armierung 10 der
Langseiten 2 beschreibt also zwischen den Armierungen der Kurzseiten einen der Arbeitsfläche
des Siebes zugewandten, also in der Gebrauchsstellung nach oben gewölbten Bogen.
[0020] In der Figur 5 ist ein Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Siebrahmen parallel
zu dem Schnitt gemäß Figur 4, jedoch im Innenbereich des Siebrahmens durch Nuten verlaufend
dargestellt. Im Querschnitt sind dargestellt die Kurzseiten 3 sowie die Querstege
4 mit ihren Armierungen 6, die im Bereich der Nuten oberhalb der Armierungen 6 den
Siebdraht 7 tragen. Der Siebdraht 7 ist bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 5
leicht bogenförmig nach oben gewölbt, weil die Nuten im Bereich der Querstege 4 weniger
tief sind als im Bereich der Kurzseiten 3. In dem Bereich der Kurzseiten 3, der den
Querstegen 4 abgewandt ist, ist der Siebdraht 7 nach unten in die Ausnehmung 5 hineingeführt
und verläuft dort parallel zu den Kurzseiten bis zur jeweils benachbarten Nut, um
von dort aus parallel zu dem dargestellten Abschnitt des Siebdrahts 7 wieder zur gegenüberliegenden
Kurzseite 3 geführt zu werden. Der Siebdraht 7 verläuft auf der rechten Seite der
Figur 5 in die Zeichenebene hinein und auf der linken Seite der Figur 5 aus der Zeichenebene
heraus.
[0021] Die Figur 6 zeigt einen Siebrahmen 1, der soeben mit Siebdrähten 7 bespannt worden
ist. Der Siebrahmen 1 ist während des Bespannens so durchgebogen, daß die Kurzseiten
gegenüber den Querstegen nach oben weisen. Er ist also von der Rückseite aus gesehen
konkav gebogen. Diese Biegung führt dazu, daß die Kurzseiten 3 in der geraden Linie
sich geringfügig annähern, so daß Siebdrähte 7 einer bestimmten Länge in die endseitigen
Nuten der Kurzseiten 3 eingehängt werden können. Wenn der Siebrahmen 1 mit eingehängten
Siebdrähten 7 nunmehr wieder in die ebene Stellung gebracht wird, werden die Siebdrähte
7 gespannt. Die Zugkraft der Siebdrähte 7 wird dabei von den Armierungen 10 der Langseiten
2 aufgenommen.
[0022] In der Figur 7 ist ein Eckbereich eines erfindungsgemäßen Siebrahmens in der Draufsicht
dargestellt, wobei die relative Lage der Armierungen 10 und 6 mit gestrichelten Linien
angedeutet ist. Es ist ersichtlich, daß sich die Armierungen 10 und 6 im Eckbereich
des Siebrahmens 1 kreuzen. Außerdem sind Siebdrähte 7 dargestellt, die in den Nuten
der Kurzseite 3 liegen und nach unten in die Zeichenebene hineinverlaufen. Der in
Figur 7 obere Siebdraht 7 trägt an seinem Ende eine Verdickung 12, die unterhalb der
betreffenden Nut in der Ausnehmung 5 angeordnet ist. In der Figur 7 ist außerdem mit
III-III die Linie gezeigt, entlang derer der Schnitt gemäß Figur 2 verläuft.
[0023] Die Figur 8 zeigt den Schnitt durch den Siebrahmen entlang der Linie I-I aus Figur
7. Es ist dargestellt, wie die Armierung 10 zu der Armierung 6 angeordnet ist, wobei
in der Figur 8 die Oberseite, also die Nutzseite des Siebes, rechts und die Unterseite
links dargestellt ist. Die auf dem Siebdraht 7 an einem Ende vorgesehene Verdickung
12 ist in der Ausnehmung 5 angeordnet und hält das freie Ende des Siebdrahtes in der
Ausnehmung 5 fixiert. Außerdem ist ersichtlich, wie der Siebdraht 7 durch die Ausnehmung
5 unterhalb der Nutzseite des Siebes von einer Nut zur benachbarten Nut geführt wird.
Die Figur 9 zeigt einen Schnitt entlang der Linie II-II aus Figur 7, wobei ersichtlich
ist, daß die Siebdrähte 7 im Bereich der Kurzseite 3 in Nuten liegen, die in ihrer
Breite dem Durchmesser der Siebdrähte entsprechen und deren Tiefe größer ist als der
Durchmesser der Siebdrähte, so daß die Siebdrähte im Bereich der Kurzseiten unterhalb
der Oberseite des Siebrahmens liegen. Die Siebdrähte sind außerdem, was hier im Querschnitt
dargestellt ist, mit einer Zugseele 14 versehen, die die im Betrieb auftretenden Last-
und Spannkräfte aufnehmen kann.
[0024] Die Figur 10 zeigt schließlich einen Schnitt entsprechend demjenigen aus Figur 9,
wobei verschiedene Alternativen zur Ausgestaltung der Nutenquerschnitte dargestellt
sind. Die in Figur 10 gezeigten Nutenquerschnitte können verhindern, daß der Siebdraht
7 im Betrieb aus der Nut herausrutscht.
[0025] Der erfindungsgemäße Siebrahmen wird in der Praxis folgendermaßen verwendet:
Der Siebrahmen 1 besteht im wesentlichen aus den Langseiten 2, den Kurzseiten 3 sowie
den Querstegen 4, die mit Armierungen 10 und 6 stabilisiert sind. Die Armierungen
10 und 6 sind von gummielastischem Material, beispielsweise Polyurethan, einstückig
umgeben. Die Siebrahmen 1 sind in einem Standardformat ausgeführt, das zur Verwendung
in Siebmaschinen geeignet ist. Zur Bespannung mit Siebdrähten wird der erfindungsgemäße
Siebrahmen an den Kurzseiten hochgebogen, so daß ein vorkonfektionierter Siebdraht
in eine äußere Nut einer Kurzseite 3 eingehängt werden kann. Sodann wird der Siebdraht
parallel zu der Langseite zu der entsprechenden gegenüberliegenden Nut der anderen
Kurzseite 3 geführt. Entweder ist jetzt ein Siebdraht gewählt worden, dessen Länge
in etwa der Länge der Langseite 2 entspricht und der an beiden Enden mit einer Verdickung
12 versehen ist. Dieser Siebdraht wird dann in der entsprechenden gegenüberliegenden
Nut der Kurzseite 3 so eingehängt, daß die Verdickung 12 in der Ausnehmung 5 angeordnet
wird. Entsprechend wird in jede weitere Nut ein Siebdraht parallel zur Langseite eingehängt.
Wenn in jeder Nut ein Siebdraht angeordnet ist, kann der Siebrahmen 1 im Bereich seiner
Kurzseiten 3 wieder nach unten gedrückt werden, so daß die Siebdrähte 7 gespannt werden.
Dabei ist bei der bevorzugten Ausführungsform, bei der die Armierung 10 im Bereich
der Querstege 4 bogenförmig zur Oberseite hin gekrümmt ist, ein Widerstand dort zu
überwinden, wo die Armierung gerade ausgestreckt ist.
[0026] Wenn bei gespannten Siebdrähten 7 die Armierung in der in Figur 4 gezeigten Stellung
ist, kann die Spannung der Siebdrähte den Siebrahmen 1 nicht erneut in die gebogene
Stellung ziehen, weil die bogenförmige Armierung 10 dieses verhindert.
[0027] Eine andere Möglichkeit, den erfindungsgemäßen Siebrahmen 1 zu bespannen, liegt in
der Verwendung eines einzigen, langen Siebdrahtes, der zunächst in einer endseitigen
Nut einer Kurzseite 3 mit seiner Verdickung 12 in der Ausnehmung 5 eingehängt wird,
der dann zu der entsprechenden gegenüberliegenden Nut geführt wird, von dort aus nach
unten in die Ausnehmung 5 und zur benachbarten Nut geführt wird, sodann wieder parallel
zurück zu der Nut verläuft, die der anfangs benutzten Nut benachbart ist, und so weiter,
bis sämtliche Nuten des erfindungsgemäßen Siebrahmens 1 ausgefüllt sind. Der lange,
hierbei zur Verwendung kommende Siebdraht 7 muß dann an seinem anderen Ende in dem
entsprechenden Abstand ebenfalls eine Verdickung 12 tragen, der dann in die Ausnehmung
5 eingehängt wird. Im übrigen verhalten sich die Siebe mit einem langen Siebdraht
oder einer Anzahl von kurzen Siebdrähten im wesentlichen gleich.
[0028] Der Vorteil des erfindungsgemäßen Siebrahmens liegt dann darin, daß die Siebdrähte
bei Erreichen der Verschleißgrenze ohne weiteres ausgewechselt werden können, wobei
der Siebrahmen weiterhin zur Verwendung kommen kann, sofern letzterer nicht auch seine
Verschleißgrenze erreicht hat. Üblicherweise ist aber die Standzeit eines Siebrahmen
erheblich größer als diejenige der Siebdrähte.
[0029] Die Siebdrähte sind mit Zugseelen versehen, damit bei geringem Durchmesser die im
Betrieb auftretenden Spann- und Lastkräfte aufgenommen werden können. Die Zugseele
ist mit Kunststoff, beispielsweise Polyurethan, ummantelt, was sich beim Sieben von
gebrochenen Mineralien als eine ausgesprochen verschleißfeste Umhüllung erwiesen hat.
[0030] Wenn die Siebdrähte 7 gegenüber den Querstegen 4 und den Kurzseiten 3 abgesenkt sind,
d. h., wenn sie in Nuten liegen, die tiefer sind als breit, dann übernehmen die Querstege
einen Teil der Arbeit beim Bearbeiten des Siebgutes. Die Siebdrähte liegen dann in
einer geschützteren Position, so daß der Verschleiß der Siebdrähte gemindert wird.
1. Siebrahmen zur Verwendung in einer Siebmaschine, mit zwei zueinander parallelen Langseiten
und mit zwei zueinander parallelen Kurzseiten sowie mit einer im Betrieb dem Siebgut
zugewandten Oberseite und mit einer Unterseite, wobei wenigstens ein Siebdraht parallel
zu den Langseiten gespannt und mit ihren Enden an den Kurzseiten befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen im Bereich seiner Langseiten aus einem gummielastischen Material gefertigt
und mit einer Armierung versehen ist.
2. Siebrahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen im Bereich seiner Kurzseiten mit einer Armierung versehen ist.
3. Siebrahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Langseiten Querstege vorgesehen sind.
4. Siebrahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Querstege parallel zu den Kurzseiten verlaufen.
5. Siebrahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurzseiten an ihrer Oberseite parallel zu den Langseiten verlaufende Nuten
aufweisen.
6. Siebrahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Nuten äquidistant verteilt sind.
7. Siebrahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Querstege parallel zu den Langseiten verlaufende Nuten aufweisen.
8. Siebrahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Querstege mit der gleichen Anzahl von Nuten versehen sind wie die Kurzseiten.
9. Siebrahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Armierung der Langseiten bei flach liegendem Rahmen zu der Oberseite hin
konvex gekrümmt ist.
10. Siebrahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurzseiten an der Unterseite und in dem den Querstegen abgewandten Bereich
mit einem Rücksprung versehen sind.
11. Siebrahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiefe der Nuten großer ist als die Breite der Nuten.
12. Siebrahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß je ein Siebdraht von einer Nut in der einen Kurzseite zu der entsprechenden Nut
der gegenüberliegenden Kurzseite verläuft.
13. Siebrahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein einziger fortlaufender Siebdraht von einer der Langseite benachbarten Nut
einer ersten Kurzseite ausgehend zu der gegenüberliegenden Nut der anderen Kurzseite
verläuft, von dort aus zu der unmittelbar benachbarten Nut derselben Kurzseite geführt
ist, von dieser aus zu der ersten Kurzseite zurück verläuft und so weiter bis zur
letzten freien Nut.
14. Siebrahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiefe der Nuten in Bereich der Kurzseiten größer ist als die Tiefe der Nuten
im Bereich der Querstege.
15. Siebrahmen nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Armierung der Langseiten bei flach liegendem Rahmen zu der Oberseite hin
starker konvex gekrümmt ist als die Siebdrähte aufgrund der unterschiedlichen Nutentiefen
gebogen sind.