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(11) |
EP 0 706 885 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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04.06.1997 Patentblatt 1997/23 |
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Anmeldetag: 19.09.1995 |
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Verfahren zur Erzeugung einer fortdruckgerechten Farbschichtdicke in einem Farbwerk
Method for generating an ink layer with a thickness oriented to the production job
in an inking unit
Procédé pour la formation d'une couche d'encre d'une épaisseur orientée vers l'impression
continue dans une unité d'encrage
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
15.10.1994 DE 4436953
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.04.1996 Patentblatt 1996/16 |
| (73) |
Patentinhaber: MAN Roland Druckmaschinen AG |
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63075 Offenbach (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Müller, Joachim
D-82049 Pullach (DE)
- Braun, Rolf
D-63071 Offenbach (DE)
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| (74) |
Vertreter: Marek, Joachim, Dipl.-Ing. |
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c/o MAN Roland Druckmaschinen AG
Patentabteilung/FTB S,
Postfach 10 12 64 63012 Offenbach 63012 Offenbach (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 141 168 EP-A- 0 453 855 US-A- 5 148 747
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EP-A- 0 403 861 GB-A- 2 202 490
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung einer fortdruckgerechten Farbschichtdicke
in einem Farbwerk.
[0002] Ein derartiges Verfahren ist aus der DE 37 07 695 C2 bekannt. Das gezeigte Verfahren
zur definierten Erzeugung einer dem Fortdruck nahen Farbverteilung im Farbwerk von
Rotationsdruckmaschinen weist die Verfahrensschritte auf, daß zwischen zwei Druckaufträgen
zunächst die im Farbwerk vorhandene Druckfarbe durch Schliessen der farbdosierelemente
auf ein minimal es Maß reduziert wird und erst dann die fortdruckgerechte Farbzonenverteilung
erzeugt wird. In einer Variante soll die Differenzfarbmenge zwischen beiden Druckaufträgen
mittels eines Rechners ermittelt und durch entsprechende Einstellung der Farbdosierelemente
ausgeglichen werden. Dabei können sich sowohl Transportwege vom Farbwerk zum Farbkasten
als auch in umgekehrter Richtung ergeben. Die so gegebene Verfahrensweise ist auf
den Ablauf zwischen zwei Druckvorgängen beschränkt. Sie basiert vor allem auf dem
Abbau des schon vorhandenen Farbschichtdickenprofils, das sich in aller Regel von
einem in einem Folgeauftrag erforderlichen Profil unterscheidet.
[0003] In der DE 33 38 143 A1 ist eine Farbwerksvoreinstellung beschrieben. Das dort erläuterte
Verfahren zeigt auf, wie ein leeres Farbwerk durch Einbringen einer Grundfarbschicht
und eines dem Farbbedarf in einem bestimmten Druckauftrag entsprechenden Farbschichtdickenprofils
mit einer definierten Farbmenge gefüllt werden kann. Hierbei soll in erster Linie
ein manueller Füllvorgang vermieden werden, der zum Ausgleich unterschiedlicher Farbflüsse
häufig erforderlich war. Die Grundfarbschicht ist ein rein empirisch ermittelter wert
und hat nichts mit dem späteren Farbverbrauch zu tun.
[0004] Die beschriebenen Verfahrensweisen beschränken sich jeweils auf Einzelfälle vor dem
Druck oder zwischen zwei Druckaufträgen. Eine Kenntnis der Farbtransportvorgänge ist
nicht vorhanden und daher auch eine ungenaue oder nur mit hohem Aufwand zu optimierende
Verfahrensweise angegeben. Die Erreichung des Fortdruckzustandes ist nicht zielgenau
möglich. In Grenzfällen sind starke Abweichungen zwischen Soll- und Ist-Farbfluß möglich,
die eher eine Erhöhung der Makulatur als eine Verringerung hervorrufen.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist daher, ein Verfahren zur die fortdruckgerechte Vorfüllung
eines Farbwerkes vor Druckbeginn oder zwischen Druckaufträgen, das ohne großen maschinellen
und messtechnischen Aufwand eine in den Arbeitsablauf integrierte optimale Vorbereitung
des Farbwerkes ermöglicht.
[0006] Die Aufgabe wird gelöst nach den Merkmalen des Kennzeichens des Patentanspruchs 1.
Hierbei ist vorteilhaft, daß ohne Ermittlung von Farbmengen oder Farbprofilen bzw.
Differenzmengen eine fortdruckgerechte Vorfüllung des Farbwerkes erzeugbar ist. Die
Verfahrensweise läuft darauf hinaus, daß eine Ausgleichsschichtdicke im Farbwerk erzeugt
wird, die sich durch einen parallel zu anderen Einrichtevorgängen ablaufenden Einlaufvorgang
erzeugen läßt. Die Ausgleichsschichtdicke ist abhängig in erster Linie von der Konzeption
des Farbwerkes. Die Ausgleichsschichtdicke ist weiterhin abhängig von dem Farbbedarf
auf dem jeweiligen Sujet oder auch der verwendeten Hilfsstoffe im Druckprozess, wie
Druckfarbe und Papier. Zur praxisgerechten Einsetzbarkeit kann eine Parametertabelle
vorgegeben werden, die sowohl Meßwerte von der Abtastung einer Druckplatte bzw. Farbbedarfsermittlung
aus digitalen Daten enthält, als auch die empirischen Werte der Bedienungsperson aufnehmen
kann.
[0007] Die Erfindung soll im Folgenden beispielhaft erläutert werden.
[0008] Am Transport von Druckfarbe während eines Druckprozesses in einer Druckmaschine sind
innerhalb eines Farbwerkes ein Farbkasten mit zonal über die Breite des Farbkastens
angeordneten Farbdosierelementen, eine Farbkastenwalze, eine Heber- bzw. Übertragwalze,
eine größere Anzahl von Farbwerkswalzen in Form eines Walzenzuges und ein Druckformzylinder
beteiligt. Auf den Farbwerkswalzen wird eine Verteilung der Druckfarbe entsprechend
dem Farbbedarf an der Druckform erzeugt. Die Verteilung ergibt sich in Richtung des
Farbtransports durch Spaltungsvorgänge zwischen den Farbwerkswalzen und in der Querrichtung
des Farbwerks durch definierte Einstellung der Farbdosierelemente und Transportvorgänge
mittels einer sogenannten Farbverreibung.
[0009] Das Verfahren zur Vorfüllung des Farbwerkes geht sowohl vor einem ersten Druckauftrag
als auch zwischen zwei Druckaufträgen davon aus, daß eine Profilierung der Farbmenge
im Farbwerk generell vor einem Druckauftrag zunächst nicht erforderlich ist. Es ist
im Grunde lediglich erforderlich, eine Farbschicht mit einem bestimmten Volumen innerhalb
des Farbwerkes d.h. auf den Farbwerkswalzen zu verteilen. Daher kann vor einem neuen
Druckauftrag die Druckfarbe in einer gleichmäßigen Farbschicht, d.h. bei gleichmäßig
geöffneten Farbdosierelementen zugeführt werden. Generell verteilt sich die Druckfarbe
nach dem Prinzip des Schichtdickengefälles, d.h. von dickeren zu dünneren Farbschichten
hin. Für ein leeres, gewaschenes Farbwerk, z.B. am Beginn eines Arbeitstages, bedeutet
dies, daß lediglich vom Farbkasten zum Farbwerk hin Druckfarbe transportiert wird.
Bei einem Auftragswechsel wird Druckfarbe, je nach dem wie die Schichtdickenverteilung
im Farbwerk vom vorhergehenden Druckauftrag her aussieht, in verschiedenen Bereichen
abhängig von der Einstellung der Farbdosierung sowohl vom Farbkasten bzw. der Farbkastenwalze
zum Farbwerk als auch umgekehrt transportiert werden. Es findet also ein Ausgleichsprozeß
beim Transport von Druckfarbe zwischen Farbwerk und Farbkastenwalze statt.
[0010] Für die Beurteilung der im Farbwerk erforderlichen Menge an Druckfarbe ist eine theoretische
Betrachtung erforderlich. Während der Produktion eines Druckauftrages stellt sich
in Bezug auf die Farbzufuhr und den Verbrauch ein stationärer Zustand ein. Die zugeführte
Farbmenge und die verbrauchte Farbmenge auf einem Druckbogen müssen jeweils gleich
sein. Nur so ist es möglich, daß die Druckbögen zeitlich konstant eingefärbt werden
und ein gleichmäßig gute Druckergebnis erzielt werden kann. Trotzdem besteht aber
ein Farbgefälle innerhalb des Farbwerkes von der Farbkastenwalze zu sogenannten Farbauftragwalzen
hin, die mit dem Druckformzylinder zusammenarbeiten. Auch während des Betriebes kann
es vorkommen, daß ein Farbrückfluß zwischen Farbwerk und Farbkasten dadurch entsteht,
daß unter der Wirkung der Farbverreibung die Farbschichtdicken auf den Farbwerkswalzen
teils größer sind als auf der Farbkastenwalze, d.h. als beim eingestellten Bedarf.
Nur so wird das Drucken von über die gesamte Fläche eines Druckbogens unterschiedlich
stark mit druckenden Flächenanteilen gedeckten Sujets überhaupt möglich.
[0011] Wird im stationären Zustand der Druck unterbrochen, z.B. bei Störungen des Papierlaufs,
beim Gummituchwaschen oder beim Stapelwechsel, läuft die Druckmaschine aus pragmatischen
Gründen ohne Farbzufuhr weiter. Hierbei ist der Farbtransport vom Farbkasten zu den
Farbwerkswalzen und von diesem zum Druckformzylinder unterbrochen. Wenn die Druckmaschine
aber weiterbetrieben wird, gleichen sich auf den rotierenden Farbwerkswalzen die Unterschiede
in der Farbschichtdicke relativ schnell über das ganze Farbwerk aus. Dies ist bedingt
durch die obengenannten prinzipiellen Farbflüsse von höheren zu niedrigeren Schichtdicken
hin. Aus diesem Ausgleichsvorgang ergibt sich eine Schichtdicke auf den Farbwerkswalzen,
die als Ausgleichsschichtdicke bezeichnet werden soll. Sie repräsentiert einen stabilen
Ausgleichszustand für einen Moment des Druckprozesses, da ja die jeweils vorhandene
Farbmenge quasi im Farbwerk eingefroren wurde. Nach Beendigung der Störung bzw. der
Hilfsarbeiten muß der Druckprozeß mit der genannten Ausgleichsschichtdicke auf allen
Walzen fortgesetzt werden. Es hat sich gezeigt, daß der frühere stationäre Zustand
von diesem Ausgleichszustand aus in aller Regel nach wenigen Umdrehungen wieder erreicht
wird.
[0012] Die so gewonnenen Kenntnisse macht sich das erfinderische Verfahren zu Nutze. Zur
Erreichung einer optimal einfachen Einfärbung des Farbwerkes wird die Ausgleichsschichtdicke
über die in einer Druckmaschine vorhandenen Stellmittel im Vorhinein eingestellt und
zugeführt.
[0013] In einem ersten Schritt ist also die Ausgleichsschichtdicke zu ermitteln. Grundsätzlich
ist eine Abhängigkeit von der Menge an Druckfarbe bezüglich des Verbrauchs auf dem
Druckbogen festzuhalten. Dazu können pauschal die Sujets in Gruppen oder Klassen beispielsweise
mit den Charakterisierungen leicht, mittel und schwer unterteilt werden.
Die Sujetgruppen bzw. Klassen können z.B. abhängig von einer vorher erfolgten Messung
der druckenden Anteile auf der Druckform, einer prozentualen Flächendeckung, in folgender
Weise eingeteilt sein: von 0-20 % für leichte Sujets, von 21-50 % für mittlere Sujets
und größer als 50 % für schwere Sujets.
Jeder Sujetgruppe werden bestimmte Ausgleichsschichtdicken fest zugeordnet, die, abgestimmt
auf die Bauart der jeweiligen Druckmaschine, zu ermitteln sind. Dazu wird in einer
bestimmten Druckmaschine die während des kontinuierlich verlaufenden Druckprozesses
im Farbwerk vorhandene Farbmenge ermittelt. Das kann z.B. durch Ausmessen der Schichtdicke
auf den Farbwerkswalzen nach dem Ausgleichsvorgang während eines Stoppers erfolgen.
Die Auswahl vor dem Druckauftrag, ob die Charakterisierung leicht, mittel oder schwer
als Sujetgruppe einzusetzen ist, nimmt der Drucker selbst vor. Hier geht dessen Erfahrung
für den Druckablauf ein. Alternativ kann sie selbstverständlich auch automatisch in
Abhängigkeit von einer vorher erfolgten Messung der druckenden Anteile auf der Druckform,
der sogenannten Flächendeckung, erfolgen.
[0014] Alternativ kann die Ausgleichsschichtdicke selbstverständlich entsprechend dem Farbbedarf
auch mathematisch aus einem Modell des Farbwerkes direkt berechnet werden.
[0015] Die gewonnenen Werte bzw. Bewertungen werden bei der Erzeugung dieser Ausgleichsschichtdicke
ausgehend von einem an den Farbdosierelementen einstellbaren Schichtdickenprofil und
einem von der Farbkastenwalze mittels der Heberwalze periodisch abzunehmenden Farbstreifen,
einem einstellbaren sogenannten Heberstreifen, zur Voreinstellung herangezogen.
[0016] Der zweite Schritt ist die Aufbringung der Ausgleichsschichtdicke auf alle Farbwalzen.
Nachdem als Maß für die Ausgleichsschichtdicke an den Farbdosierelementen ein präzises
Maß vorgegeben ist (in Mikrometer), können die Farbdosierelemente ebenso präzise auf
bestimmte Spaltöffnungen eingestellt werden. Danach wird die Druckmaschine ohne Papiertransport
angefahren, wobei die Farbzufuhr über Farbheber und Farbkastenwalze eingeschaltet
ist. Damit beginnt ein Ausgleichsvorgang, bei dem ein Farbfluß von hoher zu niedriger
Schichtdicke hin stattfindet, der theoretisch nach unendlich vielen Umdrehungen abgeschlossen
ist. In der Praxis reichen aber 300 Umdrehungen auf jeden Fall aus. Damit befindet
sich die an den Farbdosierelementen sinngemäß eingestellte Ausgleichsschichtdicke
auf allen Walzen. Es ist hierbei unerheblich, ob die Walzen vorher sauber waren oder
ob sie noch Druckfarbe vom letzten Druckauftrag getragen haben. Bei noch vorhandenen
Farbschichten kann, wie bereits erläutert wurde, auch Druckfarbe zum Farbkasten zurücktransportiert
werden.
[0017] Optimal gestaltet sich der Ablauf, wobei schon nach relativ wenigen Umdrehungen der
Druckmaschine ein Ausgleichsvorgang abgelaufen ist, wenn der Heberstreifen maximal
gewählt wird, wodurch sich auch der Farbfluß maximal darstellt. Dies kann bei hohen
Maschinengeschwindigkeiten ablaufen, so daß die erforderliche Zahl der Umdrehungen
in kurzer Zeit abgelaufen ist. Ein Einlaufvorgang würde z.B. bei einer Maschinengeschwindigkeit
von 15000 U/h und einer Vorwahl von 300 Umdrehungen für den Einlaufvorgang 72 sec
dauern.
[0018] Das Verfahren wird in folgenden Schritten durchgeführt, die nach nur einem Tastenbefehl
automatisch in der Maschine ablaufen können:
a.) Die Farbdosierelemente werden auf die gewünschte Ausgleichsschichtdicke eingestellt
(Werte aus einer Tabelle oder durch Berechnung aus Flächenanteilen). Richtgröße ca.
35 bis 45 my.
b.) Die Heberstreifenbreite wird vorzugsweise auf den möglichen Maximalwert eingestellt,
um die Einlaufprozedur so kurz wie möglich zu gestalten.
c.) Die Druckmaschine wird auf Einlaufgeschwindigkeit beschleunigt (möglichst die
Maximalgeschwindigkeit der Maschine), um die Einlaufprozedur in kürzester Zeit ablaufen
zu lassen.
d.) Gleichzeitig mit dem Beschleunigen der Maschine wird der Farbheber freigeschaltet,
um den Farbfluß beginnen zu lassen. Die Farbdosierelemente sind alle gleich eingestellt.
e.) Nach einer vorwählbaren Zahl von Maschinenumdrehungen wird der Farbheber gestoppt,
die Druckmaschine gestoppt und das Profil an den Farbdosierelementen entsprechend
dem nächsten Druckauftrag eingestellt.
[0019] Damit ist eine optimal an den Farbbedarf des jeweiligen Druckauftrags angepaßte Farbschichtdickenverteilung
erzeugt, die eine minimale Vorlaufzeit und damit ein Minimum an Makulatur bis zum
guten Druck erfordert.
[0020] Bei modernen Offsetdruckmaschinen ist gewöhnlich eine Verbindung zwischen Farbwerk
und Feuchtwerk vorgesehen, um das Farb-Wasser-Gleichgewicht während des Druckprozesses
besser steuern zu können. Es ist bei der heutigen Vielfalt an Druckhilfsmitteln wichtig
diese Verbindung in den vorgeschlagenen Einlaufvorgang einzubeziehen, da gegebenenfalls
auch eine Feuchtauftragwalze mit Druckfarbe zu versorgen ist. Dies geschieht über
eine schaltbare Walzenverbindung zwischen Farbwerk und Feuchtwerk. Bei bestimmten
Sujets, Bedruckstoffen oder Druckfarben kann es aber nachteilig sein, wenn zu früh
Druckfarbe auf der Feuchtauftragwalze angereichert wird. Eine Emulsionsbildung kann
den Druckprozeß behindern. Daher ist im Verfahren auch vorgesehen, die schaltbare
Verbindung beim Aufbringen der Ausgleichsschicht an Druckfarbe unabhängig von den
anderen Einstellwerten zu bedienen. Der Drucker nimmt diese Einstellung selbst vor.
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung des erfinderischen Verfahrens kann in diesem
Zusammenhang an Offsetdruckmaschinen dadurch erreicht werden, daß nach dem Einlaufvorgang
die Farbauftragwalzen kurzzeitig an den Formzylinder angestellt werden, ohne daß die
Feuchtwalzen angestellt sind. Dabei wird dann die Druckform vollständig mit Druckfarbe
überzogen. Nachdem die Farbauftragwalzen wieder abgestellt sind, werden nun die Feuchtwalzen
an den Formzylinder angestellt. Durch die eingebrachte Feuchtmittelmenge und die farbfreundliche
Oberflächencharakteristik zumindest der Feuchtauftragwalzen wird die Druckfarbe wieder
von den nicht druckenden Flächenanteilen der Druckform entfernt. Man spricht dabei
vom sogenannten "Freilaufen". Beim Freilaufen werden gleichzeitig die Feuchtwalzen
mit Druckfarbe versorgt, wodurch dort die erforderliche Grundfarbschicht auf einfache
Weise erzeugt werden kann.
[0021] Zur Bedienung der Druckmaschine ist ein Voreinstellmenue für den Einlaufvorgang vorgesehen,
in dem alle notwendigen Parameter einstellbar sind.
Im Voreinstellmenue sind die folgenden Zuordnungen gegeben:
- Bereiche von Flächendeckungswerten der Druckformen sind diskreten Stellungen der Farbdosierelemente
zugeordnet,
- die Stellungen der Farbdosierelemente sind für jedes Druckwerk mit Korrekturfaktoren
versehen,
- es ist eine Einlaufgeschwindigkeit vorgegeben und
- es ist eine Anzahl an Umdrehungen für den Einlaufvorgang vorgegeben.
Alle Werte können vom Drucker angepaßt werden. Um unterschiedliche Verhältnisse für
jedes Druckwerk der Druckmaschine berücksichtigen zu können, sind Stellbefehle für
die Farbwerkswalzen und die Feuchtwerkswalzen eingebbar. Damit kann angegeben werden,
ob ein Druckwerk mit Druckfarbe versorgt werden soll oder nicht. Entsprechendes gilt
für das Feuchtwerk, wobei hier die Einstellung auch bedeutet, daß bei zugeschaltetem
Farbwerk die Verbindung zwischen Farb- und Feuchtwerk beim Einlaufvorgang zu- oder
abgeschaltet ist.
Die Farbzufuhr wird für jedes Farbwerk über die gewählten Bereichsgrenzen entsprechend
der Sujeteinteilung mittels der Korrekturfaktoren gesteuert. Die Farbführung kann
aber auch noch durch die Korrekturfaktoren beeinflußt werden, um praktische Bedürfnisse
z.B. von speziellen Wünschen der Einfärbung ausgehend, zu berücksichtigen.
1. Verfahren zur Erzeugung einer an den Fortdruck angepassten Schichtdickenverteilung
der Druckfarbe in einem Farb-/Feuchtwerk einer Druckmaschine, vorzugsweise einer Offsetdruckmaschine,
für die Vorbereitung auf einen auszuführenden Druckauftrag oder die Fortsetzung eines
unterbrochenen Druckauftrags, wobei die Druckmaschine mit einem Farbkasten, einer
Farbkastenwalze, zonal angeordneten Farbdosierelementen, einem aus einer Mehrzahl
von Farbwerkswalzen bestehenden Walzenzug und einem Druckformzylinder versehen ist,
wobei nach bei dem Verfahren eine definierte Farbmenge auf den Farbwerkswalzen verteilt
wird, indem die Druckmaschine bei abgestellter Papierzufuhr und von dem Druckformzylinder
getrennten Farbwerkswalzen mit gleichmäßig geöffneten Farbdosierelementen und definierter
Einstellung der Heberwalze betrieben wird bis eine Grundfarbmenge im Farbwerk vorhanden
ist und anschließend ein für den Druckauftrag erforderliches Farbdosierprofil an den
Farbdosierelementen eingestellt und die Druckmaschine für den Druckauftrag in Betrieb
genommen wird,
dadurch gekennzeichnet,
- daß die Grundfarbmenge zur Füllung des Farbwerks abhängig vom Farbbedarf für den
auszuführenden Druckauftrag ermittelt wird,
- daß daraus eine Ausgleichsschichtdicke ermittelt wird,
- daß die Farbdosierelemente entsprechend der Ausgleichsschichtdicke eingestellt werden,
und
- daß die Druckmaschine mit dieser Einstellung solange betrieben wird, bis die an
den Farbdosierelementen eingestellte Farbschichtdicke auf allen Farbwerkswalzen gleich
oder nahezu gleichmäßig vorhanden ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Grundfarbmenge und die Ausgleichsschichtdicke rechnerisch nach den Farbspaltungsgesetzen
aus dem Farbbedarf entsprechend den druckenden Flächenanteilen einer zu druckenden
Druckform ermittelt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Grundfarbmenge und die Ausgleichsschichtdicke aus der bei einer Druckunterbrechung
im Farbwerk vorhandenen Farbmenge ermittelt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß für die Bestimmung der Grundfarbmenge zur Ermittlung der Ausgleichsschichtdicke
eine Anzahl von Klassen zu druckender Druckformen gebildet werden, wobei jede Klasse
entsprechend den druckenden Flächenanteilen der Druckformen einem bestimmten Bereich
beispielsweise eines kleinen, mittleren und großen Farbbedarfs und damit unterschiedlichen
Grundfarbmengen entspricht und je Klasse ein bestimmte Ausgleichsschichtdicke zugeordnet
ist.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Klasse einer Druckform empirisch ermittelt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Klasse einer Druckform rechnerisch entsprechend einer Messung der druckenden
Flächenanteile der Druckform ermittelt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Druckmaschine während des Einlaufvorganges mit Maximaldrehzahl betrieben wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuerung der Heberwalze auf die maximal mögliche Anlagebreite an der Farbkastenwalze
eingestellt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8 und 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Druckmaschine bei Maximaldrehzahl etwa 300 Umdrehungen betrieben wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß beim Einlaufvorgang die Heberwalze an allen Druckwerken auf die maximal mögliche
Anlagebreite an der Farbkastenwalze eingestellt und die Druckmaschine bei Maximaldrehzahl
etwa 300 Umdrehungen betrieben wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine schaltbare Verbindungswalze zwischen Farb- und Feuchtwerkswalzen, z.B. eine
Brückenwalze, unabhängig von den gewählten Einstellungen während des Einlaufvorganges
ein- oder abgeschaltet wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Verbindungswalze zwischen Farb- und Feuchtwerkswalzen vor Beginn des Einlaufvorganges
abgeschaltet wird, daß nach Einlaufen der Ausgleichsschichtdicke die Farbauftragwalzen
an den Druckformzylinder angestellt werden bis die Druckform vollständig eingefärbt
ist, und daß die Farbauftragwalzen abgestellt und die Feuchtauftragwalzen angestellt
werden, bis die nicht druckenden Teile der Druckform wieder farbfrei sind.
1. Process for generating a layer thickness distribution of printing ink matched to continuous
printing in an inking/damping unit of a printing press, preferably an offset printing
press, for the preparation for a print order to be carried out or the continuation
of an interrupted print order, wherein the printing press is provided with an ink
fountain, an ink fountain roller, zonally arranged metering elements, a roller train
consisting of a plurality of inking unit rollers and a print forme cylinder wherein,
in accordance with the process, a defined quantity of ink is distributed on to the
inking unit rollers, in that the printing press with the paper feed adjusted off and
the inking unit rollers separated from the print forme cylinder with evenly opened
ink metering elements and defined adjustment of the ductor roller is driven until
a basic ink quantity is present in the inking unit and then an ink metering profile
necessary for the print order is adjusted on the ink metering elements and the printing
press is put into operation for the print order, characterised in that
- the basic ink quantity for filling the inking unit is determined depending upon
the ink need of the print order to be carried out,
- therefrom a compensating layer thickness is determined,
- the ink metering elements are adjusted corresponding to the compensating layer thickness,
and
- the printing press with this adjustment is driven for such a time until the ink
layer thickness adjusted on the ink metering elements on all inking unit rollers is
evenly, or substantially evenly, present.
2. Process according to Claim 1, characterised in that the basic ink quantity and the
compensating layer thickness are determined by calculation following the ink splitting
laws from the ink needs corresponding to the printing surface proportion of a print
forme to be printed.
3. Process according to Claim 1, characterised in that the basic ink quantity and the
compensation layer thickness are determined from the ink quantity present in the inking
unit on a print interruption.
4. Process according to Claim 1, 2 or 3, characterised in that for determining the basic
ink quantity for determining the compensating layer thickness, a number of classes
of print forme to be printed are constructed, wherein in each class corresponding
to the surface proportion of the print forme to be printed corresponds to a given
region, for example of a small average and large ink need, and thereby differing basic
ink quantities and each class is allocated to a defined compensating layer thickness.
5. Process according to Claim 4, characterised in that the class of a printing forme
is determined empirically.
6. Process according to Claim 4, characterised in that the class of a printing forme
is determined by calculation corresponding to a measurement of the surface parts of
the print forme to be printed.
7. Process according to one of Claims 1 to 7, characterised in that during the running-in
process the printing press is driven with maximum rotational speed.
8. Process according to one of Claims 1 to 7, characterised in that the control of the
ductor roller is set to the maximum possible bearing width against the ink fountain
roller.
9. Process according to Claims 8 and 9, characterised in that the printing press is driven
at maximum rotational speed for about 300 revolutions.
10. Process according to one of Claims 1 to 9, characterised in that during the running-in
process, the ductor roller on all of the print units is set to the maximum possible
bearing width against the ink fountain roller and the printing press is driven at
a maximum rotational speed for about 300 revolutions.
11. Process according to one of Claims 1 to 10, characterised in that a switchable connection
roller between inking and damping unit rollers, e.g. a bridging roller is switched
in or out during the running-in process independently of the adjustments chosen.
12. Process according to one of Claims 1 to 10, characterised in that a connection roller
between inking and damping unit rollers is switched off before the beginning of the
running-in process, that after running-in of the compensating layer thickness, the
ink applicator rollers are set against the printing forme cylinder until the printing
forme is fully inked up, and that the ink applicator rollers are set off and the damping
applicator rollers set on until the non-printing parts of the print forme are again
free of ink.
1. Procédé pour engendrer une répartition de l'épaisseur de couche, adaptée à l'impression
du tirage, de l'encre d'impression dans une unité d'encrage/mouillage d'une machine
d'impression, avantageusement une machine d'impression offset, pour la préparation
d'une commande d'impression à réaliser ou la poursuite d'une commande d'impression
interrompue, la machine d'impression étant munie d'un encrier, d'un rouleau d'encrier,
d'éléments de dosage d'encre agencés par zone, d'un train de rouleaux constitué d'une
pluralité de rouleaux de l'unité d'encrage et d'un cylindre de forme d'impression,
une quantité d'encre définie étant répartie, selon le procédé, sur les rouleaux de
l'unité d'encrage, en ce que la machine d'impression fonctionne, lorsque l'amenée
de papier est arrêtée et les rouleaux de l'unité d'encrage sont séparés du cylindre
de forme d'impression avec les éléments de dosage d'encre simultanément ouverts et
un réglage défini du rouleau preneur, jusqu'à ce qu'une quantité d'encre de base soit
présente dans l'unité d'encrage et, ensuite, un profil de dosage d'encre nécessaire
pour la commande d'impression est réglé sur les éléments de dosage d'encre et la machine
d'impression est mise en route pour la commande d'impression,
caractérisé en ce que :
- la quantité d'encre de base pour remplir l'unité d'encrage est déterminée de façon
dépendant du besoin d'encre pour la commande d'impression à réaliser,
- une épaisseur de couche de compensation est déterminée à partir de cela,
- les éléments de dosage d'encre sont réglés de façon correspondant à l'épaisseur
de la couche de compensation, et
- la machine d'impression fonctionne avec ce réglage aussi longtemps que l'épaisseur
de la couche d'encre réglée sur les éléments de dosage d'encre est présente de façon
identique ou pratiquement uniforme sur tous les rouleaux de l'unité d'encrage.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que la quantité d'encre de base et l'épaisseur de la couche de compensation
sont déterminées par calcul selon les lois de dissociation d'encre à partir du besoin
en encre de façon correspondant aux portions de surface imprimantes d'une forme d'impression
à imprimer.
3. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que la quantité d'encre de base et l'épaisseur de la couche de compensation
sont déterminées à partir de la quantité d'encre présente dans l'unité d'encrage lors
d'une interruption d'impression.
4. Procédé selon la revendication 1, 2 ou 3,
caractérisé en ce que, pour déterminer la quantité d'encre de base pour déterminer
l'épaisseur de la couche de compensation, on forme un certain nombre de classes de
formes d'impression imprimantes, chaque classe étant associée, de façon correspondant
aux portions de surface imprimantes des formes d'impression, à une plage déterminée
par exemple à un besoin d'encre faible, moyen et important et, ainsi, à différentes
quantités d'encre de base et étant associée à une épaisseur de la couche de compensation
déterminée.
5. Procédé selon la revendication 4,
caractérisé en ce que la classe d'une forme d'impression est déterminée de façon empirique.
6. Procédé selon la revendication 4,
caractérisé en ce que la classe d'une forme d'impression est déterminée par calcul
de façon correspondant à une mesure des portions de surface imprimantes de la forme
d'impression.
7. Procédé selon une des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que la machine d'impression fonctionne, pendant le processus d'alimentation,
à la vitesse de rotation maximale.
8. Procéde selon une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que la commande du rouleau preneur est réglée à la largeur d'application
maximale possible sur le rouleau d'encrier.
9. Procédé selon la revendication 8,
caractérisé en ce que la machine d'impression fonctionne, pour la vitesse de rotation
maximale, à environ 300 tours.
10. Procédé selon une des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce que, lors du processus d'alimentation, le rouleau preneur, sur toutes
les unités d'impression, est réglé à la largeur d'application maximale possible sur
le rouleau d'encrier et la machine d'impression fonctionne, a la vitesse de rotation
maximale, à environ 300 tours.
11. Procédé selon une des revendications 1 à 10,
caractérisé en ce qu'un rouleau de liaison commutable entre les rouleaux des unités
d'encrage et de mouillage, par exemple un rouleau de pontage, est mis en route ou
arrêté indépendamment des réglages choisis pendant le processus d'alimentation.
12. Procédé selon une des revendications 1 à 10,
caractérisé en ce qu'un rouleau de liaison entre les rouleaux des unités d'encrage
et de mouillage est arrêté avant le début du processus d'alimentation, en ce que,
après l'alimentation de l'épaisseur de la couche de compensation, les rouleaux d'application
d'encre sont appliqués contre le cylindre de forme d'impression jusqu'à ce que la
forme d'impression soit totalement encrée, et en ce que les rouleaux d'application
d'encre sont arrêtés et les rouleaux d'application de liquide de mouillage sont mis
en route jusqu'à ce que les parties non imprimantes de la forme d'impression soient
à nouveau dépourvues d'encre.