[0001] Die Erfindung betrifft einen Rauchmelder, insbesondere einen optischen Rauchmelder,
der nach dem Prinzip der Streulichtmessung (Tyndall-Effekt) arbeitet.
[0002] Optische Rauchmelder haben den Vorteil eines sehr schnellen Ansprechens bei Kunststoffschwelbränden,
offenen Bränden sowie Bränden von Flüssigkeiten mit Rauchentwicklung.
[0003] Bei einem bekannten optischen Rauchmelder sind in einer Meßkammer eine Leuchtdiode
und ein Fotoelement so angeordnet, daß das von der Leuchtdiode ausgesandte Licht nicht
direkt zum Fotoelement gelangen kann. Darüber hinaus ist die Meßkammer als Labyrinth
oder "optischer Sumpf" ausgebildet, in dem eventuell eindringendes Fremdlicht absorbiert
wird.
[0004] In die Meßkammer eindringende Rauchpartikel streuen und reflektieren den von der
Leuchtdiode ausgesandten Meßlichtstrahl. Das gestreute oder reflektierte Licht wird
vom Fotoelement erfaßt, in ein Spannungssignal umgewandelt und in einer nachgeschalteten
elektronischen Schaltung ausgewertet, die gegebenenfalls einen Alarm auslöst.
[0005] Die Rauchmelder unterliegen im Betrieb den üblichen Umweltbedingungen wie Schmutz,
Staub, Rauch usw.. Daher muß insbesondere die sensible Meßkammer turnusgemäß überprüft
und gegebenenfalls gereinigt werden, damit die geforderte Ansprechempfindlichkeit
gewährleistet bleibt.
[0006] Bisher erfolgt die Reinigung der Meßkammer beim Hersteller des Rauchmelders. Dazu
muß der Rauchmelder "gepflückt" und durch einen neuen ersetzt werden. Der gepflückte
Rauchmelder wird dann an den Hersteller zur Reinigung geschickt. Diese Vorgehensweise
ist recht umständlich und bedingt einen erheblichen zeitlichen und finanziellen Aufwand.
[0007] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Rauchmelder anzugeben, der
eine einfache, schnelle und kostengünstige Wartung ermöglicht.
[0008] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch einen Rauchmelder, bei dem
sich in einem Gehäuse eine Detektionskammer befindet, die als auswechselbarer Einsatz
ausgebildet ist.
[0009] Dadurch wird es möglich, bei der Wartung des Rauchmelders unmittelbar vor Ort nur
die verschmutzte Detektionskammer gegen eine saubere auszuwechseln.
[0010] Bei einer bevorzugten Ausführung eines erfindungsgemäßen Rauchmelders enthält die
Detektionskammer einen Rauchsensor und eine elektrische Anpassungsschaltung. Eine
elektronische Signalverarbeitungs- und Alarmauswertungsschaltung ist beispielsweise
im Gehäuse des Rauchmelders angeordnet.
[0011] Somit weist die erfindungsgemäße Detektionskammer nur wenige billige Bauelemente
auf. Sie kann daher auch zur Verwendung als Einwegeinsatz ausgelegt sein.
[0012] Ferner läßt sich durch die Anpassungsschaltung sicherstellen, daß jede Detektionskammer
mit jeder Signalverarbeitungs- und Alarmauswertungsschaltung kompatibel ist, d.h.
beispielsweise die Signalausgänge der Detektionskammern und die Signaleingänge der
Signalverarbeitungs- und Alarmauswertungsschaltungen vorbestimmte Spezifikationen
erfüllen. Dadurch wird sichergestellt, daß die geforderte Ansprechempfindlichkeit
des Rauchmelders bei Rauchaerosolen auch bei einem beliebigen Tausch und Zuordnung
von Detektionskammer und Signalverarbeitungs- und Alarmauswertungsschaltung eingehalten
wird.
[0013] Durch die Anpassungsschaltung können insbesondere die elektrischen und/oder photoelektrischen
Toleranzen des Rauchsensors sowie die mechanischen Toleranzen des optischen Systems
der Detektionskammer abgeglichen werden. Dieser Abgleich kann vorteilhafterweise im
Werk erfolgen. Er wird vorzugsweise so durchgeführt, daß das Ausgangssignal der elektrischen
Anpassungsschaltung proportional zur Rauchdichte ist. Entsprechendes gilt für eine
Justage der Signalverarbeitungs- und Alarmauswertungsschaltung.
[0014] Die Anpassungsschaltung und die Signalverarbeitungs- und Alarmauswertungsschaltung
sind vorteilhafterweise durch eine Schnittstelle miteinander verbindbar, über die
Signale übertragen werden können. Vorzugsweise enthält die Schnittstelle einen elektrischen
Steckverbinder.
[0015] Auf diese Weise läßt sich die Detektionskammer besonders einfach auswechseln.
[0016] Als Rauchsensor enthält die Detektionskammer vorzugsweise ein lichtemittierendes
Element, beispielsweise eine Leuchtdiode, und ein lichtempfindliches Element, beispielsweise
ein Fotoelement.
[0017] In einer vorteilhaften Ausführungsform weist der Rauchmelder ein Gehäuseoberteil
und ein Gehäuseunterteil auf. Die Signalverarbeitungs- und Alarmauswertungsschaltung
ist vorzugsweise im Gehäuseunterteil angeordnet.
[0018] Bei dieser Ausführungsform kann in einfacher Weise das Gehäuse geöffnet werden, um
die Detektionskammer zu überprüfen bzw. auszutauschen. Außerdem ist auf diese Weise
auch die Signalverarbeitungs- und Alarmauswertungsschaltung leicht zugänglich.
[0019] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert,
das in den Figuren dargestellt ist. Es zeigt:
- Fig. 1
- einen zerlegten, erfindungsgemäßen Rauchmelder
- Fig. 2
- schematisch ein elektrisches Blockschaltbild für einen erfindungsgemäßen Rauchmelder.
[0020] Gemäß Fig. 1 weist der Rauchmelder ein Gehäuseoberteil 1, eine Detektionskammer 2
und ein Gehäuseunterteil 9 auf. Das Gehäuseoberteil 1 weist einen oberen Abschnitt,
in den die Detektionskammer 2 hineinpaßt, und einen unteren Abschnitt auf, in dem
das Gehäuseunterteil 9 versenkt befestigbar ist. Im oberen Abschnitt weist das Gehäuseobertei
1 mehrere Öffnungen 10 auf, durch die Rauch ins Gehäuseinnere und somit in die Detektionskammer
2 gelangen kann.
[0021] Die Detektionskammer 2 ist im Prinzip genauso aufgebaut wie beim eingangs genannten
Stand der Technik, d.h. enthält eine Leuchtdiode 4 als lichtemittierendes Element,
ein Fotoelement 5 als lichtempfindliches Element und ein Labyrinth 7 als optischen
Sumpf. Zusätzlich weist die Detektionskammer 2 an ihrer Unterseite eine Platine mit
einer elektrischen Anpassungsschaltung 6 auf. Auf dieser Platine ist auch die eine
Hälfte eines elektrischen Steckverbinders 8 angebracht.
[0022] Im Gehäuseunterteil 9 ist eine weitere Platine mit einer elektronischen Signalverarbeitungs-
und Alarmauswertungsschaltung 3 angebracht. Auf dieser weiteren Platine ist die andere
Hälfte des elektrischen Steckverbinders 8 befestigt.
[0023] Die Detektionskammer 2 ist als leicht auswechselbarer Einsatz ausgebildet und weist
dazu an ihrer Oberseite einen Schnappmechanismus 11 sowie eine Führungshülse 12 auf,
mit deren Hilfe die Detektionskammer 2 in an sich bekannter Weise in entsprechenden
Vertiefungen im Gehäuseoberteil 1 einhakbar bzw. zentrierbar ist. An ihrer Unterseite
weist die Detektionskammer 2 Vertiefungen auf, in die Führungshülsen 13 des Gehäuseunterteils
9 in gleicher Weise eingreifen können.
[0024] Bei einer bevorzugten Ausführung des Rauchmelders ist das Gehäuseunterteil 9 durch
die Führungshülsen 12; 13 und die Detektionskammer 2 hindurch direkt mit dem Gehäuseoberteil
1 verschraubbar. Bei der Wartung des Rauchmelders läßt sich daher nach Lösen der Schrauben
das Gehäuseunterteil 9 samt Detektionskammer 2 aus dem Gehäuseoberteil 1 herausnehmen.
Falls die Detektionskammer 2 verschmutzt ist und ausgewechselt werden muß, wird sie
vom Gehäuseunterteil 9 abgenommen. Danach wird eine neue Detektionskammer 2 auf das
Gehäuseunterteil 9 aufgesteckt und beide Teile mit dem Gehäuseoberteil 1 verschraubt.
Statt der Schraubverbindung können natürlich auch andere bekannte Verbindungstechniken,
wie beispielsweise Schnappverschlüsse oder dergleichen vorgesehen sein.
[0025] Wie in Fig. 2 schematisch dargestellt, ist die Leuchtdiode 4 und das Fotoelement
5 mit der elektrischen Anpassungsschaltung 6 verbunden. Die elektrische Anpassungsschaltung
6 und die Signalverarbeitungs- und Alarmauswertungsschaltung 3 sind mit einer Schnittstelle
14 ausgerüstet, die vorzugsweise einen elektrischen Steckverbinder enthält. Die Signalverarbeitungs-
und Alarmauswertungsschaltung 3 weist ferner einen Alarmausgang und einen Störungsausgang
auf, durch den ein Alarm ausgelöst bzw. eine Störungsanzeige bewirkt werden kann.
[0026] Bei einer anderen Ausführung erfolgt die Signalübertragung zwischen der Anpassungsschaltung
6 und der Signalverarbeitungs- und Alarmauswertungsschaltung 3 sowie die Stromversorgung
für die Leuchtdiode 4, das Fotoelement 5 und die Anpassungsschaltung 6 auf induktivem
Weg.
1. Rauchmelder, insbesondere optischer Rauchmelder, mit einer in einem Gehäuse befindlichen
Detektionskammer,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Detektionskammer (2) als auswechselbarer Einsatz ausgebildet ist.
2. Rauchmelder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Detektionskammer (2) einen Rauchsensor (4,5) und eine elektrische Anpassungsschaltung
(6) enthält.
3. Rauchmelder nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Gehäuse eine elektronische Signalverarbeitungs- und Alarmauswertungsschaltung
(3) angeordnet ist.
4. Rauchmelder nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die elektrische Anpassungsschaltung (6) und die elektronische Signalverarbeitungs-
und Alarmauswertungsschaltung (3) durch eine Schnittstelle verbindbar sind, über die
Signale übertragbar sind.
5. Rauchmelder nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schnittstelle einen elektrischen Steckverbinder (8) enthält.
6. Rauchmelder nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Detektionskammer (2) als Rauchsensor ein lichtemittierendes Element (4) und
ein lichtempfindliches Element (5) enthält.
7. Rauchmelder nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß er ein Gehäuseoberteil (1) und ein Gehäuseunterteil (9) aufweist.
8. Rauchmelder nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Signalverarbeitungs- und Alarmauswertungsschaltung (3) im Gehäuseunterteil
(9) angebracht ist.