[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Anlage zur elektronischen Artikelüberwachung
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Elektronische Artikelsicherungsanlagen, die die Anwesenheit eines mit einem Schwingkreis
(Spule und Kondensator) ausgestatteten Sicherungsanhängers in einer Überwachungszone
nachweisen und insbesondere in Verkaufseinrichtungen Verwendung finden, sind im Stande
der Technik bekannt. Da die jeweilige Resonanzfrequenz der einzelnen Sicherungsanhänger
einer fertigungsbedingten Toleranz von typisch ± 10 % unterliegt, ist es notwendig,
die Sendefrequenz über einen bestimmten Bereich zu variieren (zu wobbeln), um sicher
zu sein, alle Sicherungsanhänger nachweisen zu können. Dazu findet gewöhnlich ein
spannungsgesteuerter Oszillator (VCO) Verwendung, der den gewünschten Frequenzbereich
liefert. Sein Eingang wird mit einer Sinus-, Dreieck- oder Treppenspannung beaufschlagt,
und an seinem Ausgang liegt eine der Eingangsspannung proportionale Frequenz an. Alternativ
können auch Digital-Analog-Wandler zur Frequenzerzeugung dienen. Der Oszillator ist
an einer Endstufe angeschlossen, die (im Regelfall im Pulsbetrieb) eine Sendeantenne
speist, welche ihrerseits ein Magnetfeld in der Überwachungszone erzeugt. Eine separate
Empfangsantenne wird zum Empfang der Störungen verwendet, die ein Sicherungsanhänger
in der Überwachungszone erzeugt. Diese Antenne ist an einem Empfangsschaltkreis angeschlossen,
der auf dem gesamten vom Sender überstrichenen Frequenzbereich sensitiv ist, während
der Ausgang des Empfängers an einem Detektor angeschlossen ist, der bei der Anwesenheit
eines Sicherungsanhängers in der Überwachungszone einen Alarm auslöst, so daß das
Personal der Verkaufseinrichtung odgl. ggf. einen Diebstahl verhindern kann. Die Detektion
wird gewöhnlich derart realisiert, daß bei einer Änderung der empfangenen Leistung
- in Folge der Anwesenheit eines Überwachungsanhängers - bei einer bestimmten Sendefrequenz,
also konstanter zeitlicher Position während der Wobbelzyklen Alarm gegeben wird.
[0003] Eine Anlage gattungsgemäßer Art ist aus der EP 565 481 A1 bekannt geworden. Um einerseits
die Nachweiswahrscheinlichkeit der Sicherungsanhänger durch eine Erhöhung der Empfindlichkeit
verbessern zu können, andererseits die Wahrscheinlichkeit eines Fehlalarmes zu reduzieren,
weist der Empfänger einen Mischer auf, dessen erster Eingang mit der Empfangsspule
in Verbindung steht. Der zweite Eingang wird mit der Sendefrequenz beaufschlagt. Im
Ergebnis liegt am Ausgang des Mischers ein Gleichspannungssignal an, das sich bei
der Anwesenheit eines Sicherungsanhängers in der Überwachungszone ändert. Diese Spannung
wird einem Bandpassfilter und einem Verstärker und schließlich einem Analog-Digital-Wandler
des Detektors zugeführt.
[0004] Als nachteilig ist dabei anzusehen, daß die Ausgangsfrequenz des Mischers relativ
gering bleiben muß. Niedrige Frequenzen lassen sich jedoch nur schwer verstärken und
filtern. Die Folge sind hohe Herstellungskosten und eine hohe Empfindlichkeit gegenüber
Störsignalen.
[0005] Ausgehend vom Stande der Technik liegt der Erfindung das Problem zugrunde, eine Anlage
zur elektronischen Artikelüberwachung zu schaffen, die sich durch geringe Empfindlichkeit
gegenüber Störsignalen und eine hohe Nachweiswahrscheinlichkeit auszeichnet.
[0006] Erfindungsgemäß wird das Problem durch den kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 gelöst.
[0007] Der Kerngedanke besteht darin, das zu verstärkende, schließlich der Detektionseinrichtung
zugeführte (Zwischen-) Signal nach dem Überlagerungsprinzip zu erzeugen. Während am
ersten Eingang des Mischers das von der Antenne empfangene, der Sendefrequenz entsprechende
Signal anliegt, wird sein zweiter Eingang mit der Summe oder der Differenz zwischen
der Sendefrequenz und einer zweiten, festen Frequenz beaufschlagt. Da am Ausgang des
Mischers außer den beiden Eingangsfrequenzen die Summe und die Differenz der Frequenzen
der beiden Eingangssignale anliegt, kann in beiden Fällen eine zeitlich konstante,
von der Sendefrequenz unabhängige, beliebig hohe und somit leicht verstärkbare Zwischenfrequenz
gewonnen werden. Falls am zweiten Eingang des Mischers die Summenfrequenz aus dem
Sendesignal und der festen Frequenz liegt, ist die am Ausgang des Mischers anliegende
Differenzfrequenz zeitlich konstant, also von der Wobbelfrequenz unabhängig. Analog
ist die am Ausgang anliegende Summenfrequenz konstant, wenn am zweiten Eingang des
Mischers die Differenz zwischen der Sendefrequenz und einer festen Frequenz vorhanden
ist. Diese Spannung wird nunmehr dem Zwischenfrequenzverstärker zugeführt, der nur
einen schmalen Bereich um die zu verstärkende Frequenz verstärkt, während alle anderen
Frequenzen - und somit auch unerwünschte Störsignale - unterdrückt werden.
[0008] Die Vorteile der Erfindung bestehen vornehmlich darin, daß die - beliebig hohe -
Zwischenfrequenz leicht verstärkbar ist, so daß eine hohe Empfindlichkeit und Nachweiswahrscheinlichkeit
die Folge ist. Aufgrund der selektiven Verstärkung ist die Empfindlichkeit gegenüber
Störsignalen wesentlich reduziert.
[0009] Im konkreten erweist sich zur Erzeugung der Sendefrequenz ein zweiter Mischer als
zweckmäßig. Dabei wird der Ausgang der Schaltung zur Erzeugung der variablen Frequenz
- also der spannungsgesteuerte Oszillator bzw. der Digital-Analog-Wandler - an einem
Eingang dieses zweiten Mischers angeschlossen, während der andere Eingang mit einem
Generator fester Frequenz in Verbindung steht. Die Frequenzen der Generatoren werden
naheliegenderweise derart gewählt, daß die am Ausgang des Mischers anliegende, der
Sendeantenne zugeführte Summen- oder, was bevorzugt ist, Differenzfrequenz der Resonanzfrequenz
des Sicherungsanhängers entspricht. Zur Erzeugung der Zwischenfrequenz des Empfängers
wird der Ausgang der Schaltung zur Erzeugung der variablen Frequenz mit dem zweiten
Eingang des Mischers des Empfängers verbunden.
[0010] Es wäre grundsätzlich denkbar, den Generator fester Frequenz bei der Zwischenfrequenz
arbeiten zu lassen. Dann würde die Schaltung zur Erzeugung der variablen Frequenz
bei der Summen- oder Differenzfrequenz aus der Sendefrequenz und der Frequenz des
festen Generators schwingen. Aufgrund der hohen Verstärkung des Zwischenfrequenzverstärkers
wären jedoch unerwünschte Einstrahlungen (und somit Störungen, möglicherweise sogar
eine Übersteuerung) in diesen die nachteilige Folge, da der Generator fester Frequenz
genau bei der Frequenz arbeitet, die der Zwischenfrequenzverstärker verstärkt. Daher
ist die Verwendung zweier Frequenzteiler gleichen Teilungsverhältnisses (oder Vervielfacher)
vorgeschlagen. Einer von ihnen wird zwischen den Ausgang des zweiten Mischers und
die Sendeantenne geschaltet, während der andere den Ausgang der Schaltung zur Erzeugung
der variablen Frequenz mit dem zweiten Eingang des Mischers des Empfängers verbindet.
Im Ergebnis arbeitet der Festfrequenzgenerator nunmehr bei einem Vielfachen (oder
Bruchteil) der Frequenz des Zwischenverstärkers, so daß keinerlei störende Einstrahlungen
zu befürchten sind.
[0011] Es ist offensichtlich, daß beliebige Kombinationen zwischen Frequenzverschiebung,
Teilungsverhältnis und Zwischenfrequenz denkbar sind. Bezeichnet man die Zwischenfrequenz
mit f, das Teilungsverhältnis der Frequenzteiler mit N und den Wobbelbereich mit s,
durchläuft die Schaltung zur Erzeugung variabler Frequenz einen Frequenzbereich, der
folgendem Ausdruck entspricht:

falls die Differenzfrequenz der Eingangsfrequenzen des Mischers des Senders der Sendeantenne
zugeführt wird. Der Ausgang des Generators fester Frequenz weist dann eine Ausgangsspannung
mit der Frequenz

auf. Die vom Mischer des Senders produzierte Differenzfrequenz ist

da die Differenzfrequenz gesendet wird. Der Frequenzteiler des Senders produziert
dann den gewünschten Wobbelbereich:

[0012] Der Ausgang des zwischen die Schaltung zur Erzeugung einer variablen Frequenz und
den Mischer des Empfängers geschalteten Frequenzteilers liefert dann eine Ausgangsfrequenz,
die

entspricht. Schließlich ist die vom Mischer des Empfängers gelieferte Zwischenfrequenz

also die gewünschte Zwischenfrequenz.
[0013] Auch der Generator fester Frequenz kann einen niederfrequenteren Oszillator aufweisen,
dessen Ausgangssignal frequenzvervielfacht wird. Dabei ist zu beachten, daß der hier
relevante Vervielfachungsfaktor - möglichst - nicht mit dem Teilungsfaktor der Frequenzteiler
übereinstimmt, die mit den Mischern des Senders bzw. Empfängers verbunden sind, da
anderenfalls die Oszillator- und Zwischenfrequenz übereinstimmen und somit unerwünschte
Einstrahlungen in den Zwischenfrequenzverstärker möglich werden.
[0014] Da sich bei der Anwesenheit eines Sicherungsanhängers in der Überwachungszone nicht
nur die Amplitude, sondern auch die Phase des empfangenen Signals ändert, ist die
Verwendung eines phasensensitiven Synchrondetektors in der Detektionsvorrichtung bevorzugt.
Der erste seiner beiden Eingänge wird mit dem Empfänger, d.h. dem Ausgang des Zwischenfrequenzverstärkers,
verbunden, während sein zweiter Eingang am Generator fester Frequenz angeschlossen
ist. Der Synchrondetektor wird somit in die Lage versetzt, die Phasendifferenz zwischen
dem abgestrahlten und dem empfangenen Signal zu untersuchen. Dabei wird die einzig
verfügbare, von der jeweiligen Wobbel-Frequenz unabhängige Phaseninformation aus dem
Generator fester Frequenz gewonnen.
[0015] Als Synchrondetektor kommt vorzugsweise ein an sich bekannter, sogenannter IQ-Detektor
zur Verwendung. Er weist einen Ausgang auf, an dem der gleichphasige Anteil zwischen
Sende- und Empfangssignal anliegt. An einem zweiten Ausgang liegt der um 90° relativ
zum Sendesignal verschobene Anteil des empfangenen Signals an. Die Entscheidung über
die Auslösung eines Alarmes kann nunmehr anhand zweier Informationen (Amplitude und
Phase) erfolgen und ist einer geringeren Fehlerwahrscheinlichkeit unterworfen als
konventionelle Anlagen, die lediglich die Amplitude auswerten.
[0016] Im folgenden wird eine Ausführungsform der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert.
Sie zeigt in schematischer Darstellung eine Anlage zur elektronischen Artikelüberwachung.
[0017] Die erfindungsgemäße Anlage weist einen Digital-Analog-Wandler als Wobbel-Generator
(1) auf, der ein beispielsweise Sägezahn-, Dreieck-, Sinus- oder treppenförmiges Ausgangssignal
erzeugt, das einem spannungsgesteuerten Oszillator (2) zugeführt wird. Dessen Ausgangsfrequenz
ist proportional zu seiner Eingangsspannung. In der dargestellten Ausführungsform
wird die Frequenz des spannungsgesteuerten Oszillators (2) über einen Bereich variiert,
der die doppelte Breite des in der Überwachungszone beabsichtigten Frequenzbereichs
umfaßt. Außerdem ist die Ausgangsfrequenz des spannungsgesteuerten Oszillators (2)
gegenüber dem Variationsbereich spannungsgesteuerten Oszillators (2) um einen festen
Betrag (von beispielsweise 90 MHz) verschoben. Bei einer normalen elektronischen Artikelüberwachungsanlage
liegt die Resonanzfrequenz der Sicherungsanhänger bei 8,2 MHz ± 10 %, so daß die Sendefrequenz
zwischen 7,4 MHz und 9,0 MHz zu variieren ist. Der Wobbel-Generator (1) variiert die
Ausgangsfrequenz über den doppelten Bereich (zwischen 14,8 und 18 MHz), und mit einem
Offset (von 90 MHz). Die Ausgangsfrequenz des spannungsgesteuerten Oszillators variiert
daher zwischen 90 + 14,8 MHz (104,8 MHz) und 90 + 18 MHz (108 MHz).
[0018] Ein separater Oszillator (18), der bei 30 MHz arbeitet und vorzugsweise schwingquarzgesteuert
ist, steuert den verdreifachenden Frequenzvervielfacher (19), der daher eine Frequenz
von 90 MHz erzeugt. Die Ausgänge des Frequenzvervielfachers (19) und des spannungsgesteuerten
Oszillators (2) sind mit einem Mischer (3) verbunden, dessen Ausgangsfrequenz den
Eingangsfrequenzen, ihrer Summe und ihrer Differenz entspricht. An seinem Ausgang
liegen daher die 90 MHz des Frequenzverdreifachers (19), Frequenzen im Bereich zwischen
104,8 und 108 MHz, entsprechend dem spannungsgesteuerten Oszillator (2), Frequenzen
im Bereich zwischen 194,8 und 198 MHz als Summenfrequenz sowie schließlich Frequenzen
im Bereich zwischen 14,8 und 18 MHz als Differenzfrequenz zwischen dem spannungsgesteuerten
Oszillator (2) und dem Frequenzverdreifacher (19) an. Der Ausgang des Mischers (3)
ist an einem Tiefpassfilter (4) angeschlossen, der Frequenzen oberhalb 20 MHz abschneidet.
Am Ausgang des Tiefpassfilters (4) liegen daher nur Frequenzen im Bereich zwischen
14,8 und 18 MHz an, die der Differenz der Frequenz des spannungsgesteuerten Oszillators
(2) und des Frequenzverdreifachers (19) entsprechen.
[0019] Der Ausgang des Tiefpassfilters (4) ist an den Eingang eines Frequenzteilers (5)
angeschlossen, der die Frequenz halbiert. Seine Ausgangsspannung bewegt sich daher
in dem Bereich zwischen 7,4 und 9,0 MHz. Da der Frequenzteiler (5) jedoch auch höhere
Harmonische seiner Eingangsfrequenz produziert, ist sein Ausgang an einen weiteren
Tiefpassfilter (6) angeschlossen, der nur Frequenzen unter 9,0 MHz durchläßt.
[0020] Der Ausgang des Tiefpassfilters (6) wird anschließend einer Endstufe (7) zugeführt,
die das Signal auf einen zum Betrieb einer Sendeantenne (8) geeigneten Pegel verstärkt.
[0021] Der Ausgang des spannungsgesteuerten Oszillators (2), dessen Frequenz sich im Bereich
zwischen 104,8 und 108 MHz bewegt, ist weiterhin an einen Frequenzteiler (13) angeschlossen,
der die Frequenz in dem Bereich 52,4 und 54 MHz halbiert. Der Ausgang des Frequenzteilers
(13) ist über einen (optionalen) Tiefpassfilter (14), der die höheren Harmonischen
beseitigt, mit dem Mischer (12) des Empfängers verbunden.
[0022] Die von einer Empfangsantenne (10) aufgenommene, möglicherweise von einem Sicherungsanhänger
(9) mit einem Resonanzschwingkreis stammenden Signale werden über einen Vorverstärker
(11) ebenfalls dem Mischer (12) des Empfängers zugeführt. Am Ausgang des Mischers
(12) liegen daher die Eingangsfrequenzen, sowie ihre Summe und Differenz an. Im konkreten
sind dieses Frequenzen im Bereich zwischen 52,4 und 54 MHz aus dem Tiefpassfilter
(14) und Frequenzen im Bereich 7,4 bis 9 MHz aus dem Vorverstärker (11). Da der spannungsgesteuerte
Oszillator (2) zur Erzeugung beider Eingangsfrequenzen des Mischers (12) dient, ist
ihre Differenz konstant. Ist die Ausgangsfrequenz des spannungsgesteuerten Oszillators
(2) beispielsweise 104,8 MHz, ist der Ausgang des Tiefpassfilters (14) 52,4 MHz und
die Eingangsfrequenz der Empfängers beträgt 7,4 MHz. Die Summe dieser Frequenzen ist
59,8 MHz und ihre Differenz beträgt 45 MHz. Beträgt die Ausgangsfrequenz des spannungsgesteuerten
Oszillators (2) analog 108 MHz, liegen am Ausgang des Tiefpassfilters (14) 54 MHz
und am Ausgang des Vorverstärkers (11) 9,0 MHz an. Die Summe dieser Frequenzen ist
63 MHz, während ihre Differenzen 45 MHz beträgt. Offensichtlich beträgt die Differenzfrequenz
immer 45 MHz, unabhängig von der Ausgangsfrequenz des spannungsgesteuerten Oszillators
(2). Die erfindungsgemäße Anlage macht sich also das bekannte Überlagerungsprinzip
zunutze.
[0023] Der Ausgang des Mischers (12) des Empfängers ist an den Zwischenfrequenzverstärker
(15) angeschlossen, der nur Signale in einem schmalen Bandbereich (im konkreten 45
MHz ± 5 kHz) verstärkt. Aufgrund der Kombination des Überlagerungsprinzips mit der
Schmalbandigkeit des Zwischenfrequenzverstärkers (15) werden alle Störungsfrequenzen
unterdrückt, die mehr als 10 kHz von der Sendefrequenz abweichen. Die Folge ist eine
wesentlich bessere Unterdrückung von Störsignalen, die ein Herabsetzen der Detektionsschwelle
und somit eine Verbesserung der Nachweiswahrscheinlichkeit erlaubt.
[0024] Aufgrund der hohen Verstärkung des Zwischenfrequenzverstärkers (15) ist dafür Sorge
zu tragen, daß in keinem Teil der übrigen Anlage die seiner Verstärkungsfrequenz entsprechenden
45 MHz erzeugt werden. Das wird dadurch realisiert, daß der spannungsgesteuerte Oszillator
(2) um das Zweifache der Zwischenfrequenz von 45 MHz, also 90 MHz nach oben verschoben
wird und die doppelte Wobbelbandbreite erzeugt. Weiterhin wird die Frequenz des festen
Oszillators (18) verdreifacht, so daß sie in keinem Fall der Zwischenfrequenz entspricht.
Auch die vom spannungsgesteuerten Oszillator (2) dem Mischer (12) des Empfängers zugeführte
Frequenz entspricht in keinem Fall der Zwischenfrequenz.
[0025] Der Fachmann erkennt, daß das Verfahren der Verdoppelung der Wobbelfrequenz und der
Addition eines Offsets mit einer sich anschließenden Frequenzhalbierung die Erzeugung
der Zwischenfrequenz an unerwünschten Stellen erfolgreich unterbindet.
[0026] Anzumerken bleibt, daß der Ausgang des Frequenzverdreifachers (19) an einen weiteren
Frequenzverdoppler (20) angeschlossen ist, welcher somit im dargestellten Ausführungsbeispiel
180 MHz liefert. Diese Frequenz wird, wie auch die Ausgangsspannung des Zwischenfrequenzverstärkers
(15), dem Synchrondetektor (16) zugeführt. Letzterer teilt intern die vom Frequenzverdoppler
(20) zugeführten 180 MHz durch 4, um an seinen Ausgängen die gleichphasige und die
Quadraturinformation zwischen den gesendeten und den empfangenen Signalen bereitzustellen.
An einem Ausgang des Synchrondetektors (16) liegt somit der gleichphasige Anteil zwischen
Sende- und Empfangssignal an, während am anderen Ausgang der Quadraturanteil - also
der um 90° relativ zum Sendesignal verschobene - vorhanden ist. Die Amplitude des
empfangenen Signals entspricht bekanntlich der Quadratwurzel der Summe der Quadrate
beider Ausgangsspannungen des Synchrondetektors (16). Diese beiden Spannungen werden
einer Schaltung (17) zugeführt, die beim Überschreiten bestimmter Schwellenwerte einen
Alarm auslöst.
[0027] Da die Phase des von der Sendeantenne (8) abgestrahlten Signales durch die Phase
des spannungsgesteuerten Oszillators (2) und die des Frequenzvervielfachers (19) determiniert
wird, und auch die Phase der beiden Ausgänge des Synchrondetektors vom spannungsgesteuerten
Oszillators (2) abhängt, kann jede Änderung der Phase und/oder der Amplitude des empfangenen
Signales - bedingt durch die Anwesenheit eines Sicherungsanhängers (9) in der Überwachungszone
- anhand beider Ausgänge des Synchrondetektors (16) nachgewiesen werden, so daß die
erfindungsgemäße Anlage im Ergebnis eine wesentlich verbesserte Unterscheidung zwischen
Sicherungsanhängern, anderen Gegenständen und Störungen ermöglicht.
1. Anlage zur elektronischen Artikelüberwachung, mit einem Sender, der ein elektromagnetisches
Feld in eine Überwachungszone abstrahlt, und einem dem Sender zugeordneten Empfänger,
dessen Ausgangssignal einer Detektionsvorrichtung zugeführt wird, die bei der Anwesenheit
eines Sicherungsanhängers (9) in der Überwachungszone ein Alarmsignal aktiviert, wobei
der Sicherungsanhänger (9) einen Schwingkreis bestehend aus einer Induktivität und
einem Kondensator enthält, die Frequenz des Senders über einen Bereich variiert wird,
der die Resonanzfrequenz des Schwingkreises des Sicherungsanhängers (9) umfaßt, und
wobei der Empfänger einen Mischer (12) aufweist, dessen erster Eingang mit einer Empfangsantenne
(10) verbunden ist, und dessen zweiter Eingang mit dem Sender in Verbindung steht,
dadurch gekennzeichnet, daß am zweiten Eingang des Mischers (12) ein Signal anliegt, dessen Frequenz der
Summe oder Differenz zwischen der Sendefrequenz und einer festen Frequenz entspricht,
und daß ein Zwischenfrequenzverstärker (15) am Ausgang des Mischers (12) angeschlossen
ist, dessen Ausgang mit der Detektionsvorrichtung verbunden ist und der nur einen
schmalen Bandbereich um eine Frequenz verstärkt, die der Differenz oder der Summe
aus den beiden Eingangsfrequenzen des Mischers (12) entspricht.
2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang einer Schaltung zur Erzeugung der variablen Frequenz, insbesondere
eines spannungsgesteuerten Oszillators (2) oder eines Digital-Analog-Wandlers, mit
einem zweiten Mischer (3) verbunden ist, der die Sendeantenne (8) steuert und dessen
zweiter Eingang mit einem Generator fester Frequenz verbunden ist, und daß der Ausgang
der Schaltung (2) zur Erzeugung der variablen Frequenz mit dem zweiten Eingang des
Mischers (12) des Empfängers verbunden ist.
3. Anlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Frequenzteiler (5) zwischen den Ausgang des zweiten Mischers (3) und die
Sendeantenne (8) geschaltet ist, und daß ein weiterer Frequenzteiler (13) zwischen
den Ausgang der Schaltung (2) zur Erzeugung der variablen Frequenz und den zweiten
Eingang des Mischers (12) des Empfängers geschaltet ist.
4. Anlage nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Generator fester Frequenz einen Oszillator (18) aufweist, dessen Ausgangssignal
einem Frequenzvervielfacher (19) zugeführt wird.
5. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Detektionsvorrichtung einen phasensensitiven Synchrondetektor (16) aufweist,
dessen erster Eingang mit dem Ausgang des Zwischenfrequenzverstärkers (15) verbunden
ist, und dessen zweiter Eingang am Generator fester Frequenz angeschlossen ist.
6. Anlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Synchrondetektor (16) einen Ausgang aufweist, an dem der gleichphasige Anteil
zwischen Sende- und Empfangssignal anliegt, und daß er einen Ausgang aufweist, an
dem der um 90° relativ zum Sendesignal verschobene Anteil des Empfangssignals anliegt.